Forum: Platinen Platinengröße / Bauteilgröße von Hand löten


von Hajo H. (sharki)


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Moin

es ist jetzt schon eine geraume Zeit her das ich etwas größeres auf eine 
Platine bannen wollte. Jetzt habe ich so ein Bastelprojekt bei dem ich 
gerne die alten Käfer in Löcher stecken würde und dann löten. Leider 
gibt es die meisten ICs nur noch als SMD und dann noch so klein, das ich 
das löten aufgeben muss. Ich behelfe mir mit Breakout Boards die ich 
dann auf die Platine mit Stiftleisten anschließe. Jetzt ist der Platz 
leider begrenzt, was auch sonst, und meine Methode kommt an ihre 
grenzen. Ich würde mir ja gerne so eine Platine herstellen lassen, habe 
aber die Befürchtung, das die Rev 1 in die Hose geht. Und auftrennen und 
um löten auf so einem Ding möchte ich dann auch nicht. Ich habe ein 
Testboard das bist jetzt funktioniert, aber einige Erweiterungen 
braucht. KiCad mit Schaltplan und PCB sind jetzt nicht das Problem wenn 
ich weiß das alles läuft. Ich kann leider keine beliebige Größe von 
Lochraster Platten verwenden. Und Türmchen bauen, würde gehen (I2C), 
finde ich jetzt nicht so doll.

Wie macht ihr sowas ?

Grüße Hajo

(Ist ein HAT Modul für ein 7 Zoll Display von Waveshare, auf dem die 
ganze Sensoric sitzt.)

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hajo H. schrieb:
> Wie macht ihr sowas ?

SMD löten, üblicherweise unterm Mikroskop.  Wenn's sein muss, bis 0201 
hinab.  Normalerweise aber eher 0603.

Bei QFN und dergleichen vorzugsweise mit Schablone und Lötpaste.

Nur, weil du gefragt hast. :-)

von Re (r42)


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Hajo H. schrieb:
> habe aber die Befürchtung, das die Rev 1 in die Hose geht

"Plan to throw one away."
    (Fred P. Brooks in "The Mythical Man-Month")

Das ist ab einer gewissen Komplexität schlicht der Preis, den man für 
sein Projekt bezahlen muss, wenn man sich auf Neuland wagt.

Plane reichlich Diagnoseports und Auftrennstellen in der ersten Version 
ein.


Die üblichen Verdächtigen, um so viel wie möglich vorab auszuprobieren 
(Breakout-Boards, Lochraster, Breadboards), hast Du ja schon genannt.

Breakout-Boards, die nicht nur einzelne Käfer aufnehmen, sondern bereits 
kleine Baugruppen, helfen auch, Platz zu sparen und trotzdem flexibel zu 
sein.


my2ct (re)

von Andreas B. (bitverdreher)


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Hajo H. schrieb:
> dann noch so klein, das ich
> das löten aufgeben muss.

warum?

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> SMD löten, üblicherweise unterm Mikroskop.  Wenn's sein muss, bis 0201
> hinab.  Normalerweise aber eher 0603.

Sehe ich genauso. 0603 ist der Sweetspot. Loete ich lieber wie bedrahtet 
und ziehe ziehe jederzeit bedrahtet vor. Alles was kleiner ist geht auch 
noch, braucht aber dann etwas mehr Sorgfalt/Zeit. Und ja, ein Mikroskop 
ist hilfreich. Da muss man einfach mal 300Euro in die Hand nehmen. 
Dafuer sind Bauteile dann viel billiger.

Vanye

von Rainer W. (rawi)


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Re schrieb:
> Die üblichen Verdächtigen, um so viel wie möglich vorab auszuprobieren
> (Breakout-Boards, Lochraster, Breadboards), hast Du ja schon genannt.

Das hört sich nach 90er Jahre an. Selbst im Hobbybereich guckt man sich 
das Verhalten von Schaltungsteilen inzwischen auch in der Simulation an, 
z.B. mit LTSpice.

: Bearbeitet durch User
von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Hajo H. schrieb:
> und meine Methode kommt an ihre grenzen

Das ist die Gelegenheit, etwas Neues zu lernen und sich weiter zu 
entwickeln!

Hajo H. schrieb:
> Und auftrennen und
> um löten auf so einem Ding möchte ich dann auch nicht

Falscher Ansatz. Genau dadurch lernst du, worauf du achten musst und 
lernst auch, was geht und was nicht geht bei der 
Leiterplattenherstellung und auch das Legen von Drahtbrücken und 
Auftrennen von Leiterbahnen ist eine Fähigkeit, die man haben sollte.

Wenn du von vorn herein Angst hast, etwas falsch zu machen, wirst du nie 
damit anfangen, etwas Neues zu wagen und das wäre sehr schade.

Hajo H. schrieb:
> Ich würde mir ja gerne so eine Platine herstellen lassen, habe
> aber die Befürchtung, das die Rev 1 in die Hose geht.

Bestell die Leiterplatte! Und ich kann dir versprechen, dass Fehler, 
sogar dumme, darauf sein werden. Aber du wirst dabei sehr viel lernen, 
das dich weiter bringt und du wirst besser werden.

SOIC/SOT und 0805 für den Anfang lassen sich eigentlich noch sehr gut 
von Hand löten. Feines Zinn, Flussmittel und ab dafür. Und notfalls mit 
Entlötlitze drüber und es sieht aus, wie maschinell bestückt.

Besorg dir aus China ein paar Übungsboards und versuch, ein Gefühl für 
SMD zu bekommen. Dann musst du nicht auf deinem Gesellenstück üben.

Hajo H. schrieb:
> Wie macht ihr sowas ?

Jahrelange Übung. Als Hardwarentwickler hab ich meine Prototypen 
eigentlich immer selber von Hand bestückt. Sieht anfangs Scheiße aus, 
aber die Lernkurve ist steil und es wird schnell besser. Mittlerweile 
gehen auch BGAs "von Hand" (mit Heißluft oder IR).

Für private Projekte standardmäßig 0603 und QFP/SOIC, wenn es nicht 
anders geht, ist auch QFN eigentlich nie ein Problem. Das exposed Pad 
lasse ich durch eine Durchkontaktierung erreichbar.

Ich habe jetzt aber angefangen, meine eCAD-Bauteilebibliotheken 
JLC-Kompatibel zu gestalten und ich habe einige Projekte mal testweise 
bei JLC bestücken lassen - Das macht dann auch irgendwie Spaß, wenn man 
mal nicht selber löten muss.

Also: Trau dich, Fehler zu machen! Du kannst dabei nur gewinnen.

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Das hört sich nach 90er Jahre an.

Selbst damals hat man schon simuliert. Bloss hiess das damals noch 
SwitcherCad. Ich weiss garnicht mehr wo das her kam, aber irgendwann im 
letzten drittel der 90er tauchte das ploetzlich im Studium auf.

Oh...und davor hattest du unter Linux das Originalspice, aber das war 
noch arbeiten in Emacs und hat wohl nicht jeder gemacht. .-)

Aber das heisst natuerlich nicht das man irgendwann auch mal echte 
Bauteile in die Hand nehmen muss oder will...

Vanye

von Andreas S. (bastelmax)


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Bei Aliexpress & Co. gibt es "SMD Lötübungsset" - wenn Du noch nie
SMD verarbeitet hast,kann ich es Dir nur empfehlen.
Ich persönlich verarbeite in der Regel 0805, wenn es nicht anders
geht auch 0603.
Das ist alles noch mit einer Sehhilfe wie z.B. einer starken Brille,
Lupenleuchte etc. noch gut von Hand lötbar.
Auch brauchst Du eine gute Lötstation incl. entsprechender Lötspitzen 
etc.
Die Diskussion ob verbleites Zinn oder bleifreies Zinn genutzt werden
soll muss jeder selbst entscheiden.
Aber auf Grund der niedrigeren Schmelztemperatur und den besseren 
Lötergebnis würde ich für den Angang das gute, alte und verbleite
Sn60Pb40 mit Flussmittel empfehlen (jeder so wie er mag).
Mikroskop etc. muss nicht unbedingt sein, es ist aber bei der 
Überprüfung der Lötstellen von Vorteil.
Alles was kleiner ist vermeide ich bei meinen Entwürfen zu verwenden.
Schablone, Lötpaste etc. würde ich einen Anfänger nicht empfehlen -
das lassische Verfahren wie eine Seite anlöten, ausrichten und dann
fertig löten sollte für den Anfang ausreichen.
Alles weitere kann u.U. den Anfänger überfordern und schafft nur Frust.
Auch weitere Techniken wie z.B. IR Löten, Heißluft usw. ist für
einer Anfänger vorerst "too much" und wenn die Grundlagen beherscht
werden kann über diese Verfahren nach gedacht werden.
Bedrahte Bauteile (R + C) verwende ich schon seit gefühlt  > 25 Jahre
nicht mehr - kein abwinkeln, ausrichten, abknippsen, festhalten usw.
Nur bei "fetten" Leistungshalbleiter - wenn es die nicht in einem
anderen Gehäuse geben sollte.
Der Vorteil von SMD ist, die Platine wird kleiner und Du sparts damit
auch (etwas) Geld.
Alles weitere bringt die Zeit und mit genügend üben stellt sich eine
gewisse Routine ein und die Ergebnisse werden besser.

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Der Vorteil von SMD ist, die Platine wird kleiner und Du sparts damit
> auch (etwas) Geld.

Ich glaub nicht das die Platinengroesse da irgendein Kostenfaktor ist. 
Aber die Bauteile selber sind preiswerter wenn man sie neu kauft und man 
kann auch einfach Teile gewinnen wenn man eine Platine mit dem Foen warm 
macht und die Teile dann mit der Pinzette runter nimmt. Das braucht beim 
erstenmal auch etwas uebung, aber ist dann auch 100x einfacher und 
schneller als bei bedrahten Kram.
Und auf Flohmaerkten wie Dortmund verkaufen Leute auch oft 
Produktionsreste und sowas ist heute immer SMD. Da einfach einen Meter 
irgendeines Transistor, Spannungsregler oder sowas kaufen und man hat 
die naechsten 20Jahre ausgesorgt. Ich hab so z.B mal fuer 2-3Euro eine 
Rolle BSP299 gekauft. Das ist jetzt mein Schalttransistor fuer alle 
Lebenslagen. Notfalls auch zwei parallel. :-D

Der naechste Geheimtip zum loeten ist dann eine MHP30. Ein paar kleine 
Kleckse Loetpaste verteilen. Bauteile drauf legen und einmal kurz 
antoasten. Stencil kann man sich meistens sparen. Auch keine Angst vor 
BGA wenn JLCPCB die die Platine macht. Einmal duenn mit fluxer ueber die 
Platine wischen, BGA drauflegen, auf die MHP30 und das Teil sitzt. Ist 
einfacher wie DFN.

Vanye

von Falk B. (falk)


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Jörg W. schrieb:
>> Wie macht ihr sowas ?
>
> SMD löten, üblicherweise unterm Mikroskop.  Wenn's sein muss, bis 0201
> hinab.  Normalerweise aber eher 0603.

Hast du echt schon mal 0201 gelötet? Respekt!

https://youtu.be/P72U2yHWKSk?si=LhnakCI04z7USTrp

von H. H. (hhinz)


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Falk B. schrieb:
> Hast du echt schon mal 0201 gelötet? Respekt!

Ich kenne eine, die lötet 01005 manuell.

von Michael B. (laberkopp)


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Hajo H. schrieb:
> Wie macht ihr sowas ?

Ich nehme die für Einzelstücke in Handfertigung geeignete 
Gehäusevariante des Chip und wenn der Hersteller die nicht anbietet und 
ich trotzdem den Chip nutzen will ein Breakout Board, damit kann man 
dann auch auf dem Steckbrett Probeschaltungen aufbauen.

Sollte das alles nicht gehen, entwerfe ich selber ein Breakout Board und 
lasse es bestücken. Für einfache IC (SO16 oder so) habe ich leere 
Breakout boards und löte die Teile manuell drauf, bei BGA aber nicht.

Ist Schaltung und Verwendung klar, gibt es aber eine gefertigte Platine, 
und wenn jlcpcb nicht drauflöten kann was drauf soll, löte ich das halt 
selber auf. Dann nehm ich 0805 und 1.27mm Raster. Man muss sich das 
Leben nicht unnötig schwer machen.

Wer das Hobby ernsthafter betreibt, kann sich ja eine Pick&Place 
Bestückungsmaschine zulegen, wobei man da eine mit Dispenser, damit man 
keine SMD Schablonen braucht, und mit Selektivlöten (Heissluft oder 
Laser) vorziehen sollte.

Und wer das professionell betreibt hat das Geld sowieso.

Extrem kleine Module, wie Handy oder USB Sticks, musste ich noch nicht 
selber bauen. Meist ist genug Platz.

: Bearbeitet durch User
von Hajo H. (sharki)


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Einen lieben Dank an alle.

Ich hatte mir so was ja schon fast gedacht, hoffte aber auf eine 
Speziallösung wie damals Speedwire. Aber OK. Dann eben SMD löten. Habe 
mir gleich mal zwei kleine YouTubes rein gezogen.

Hier noch ein paar Fragen :

Reicht für bis 0603 eine Lupe/Lupenglas mit Halter ?

Lötstation scheint ja nicht so der ausschlaggebende Punkt zu sein. Ich 
habe hier ein Toolcraft ST-100D. (verschieden Spitzen)

Was spricht gegen Flussmittel ohne Säure (No-Clean) ?

Wo lass ich meine erste Platine fertigen ? EU oder wie hier erwähnt 
China.

Und jetzt : Wo bekomme ich die ganzen Bauteile her, ich möchte nicht wie 
im Basar für 10 Teile 8 Händler kontaktieren. Ich habe da null 
Erfahrung.
Bis jetzt hat mein Keller aus den 90er immer noch 70 % der Bauteile 
geliefert. :-)

Habe ich was vergessen ?

PS : ( ja so alt bin ich )
Wenn es interessiert : Ich habe ein Wohnmobil, Malibu 640 LE, und ganz 
ehrlich die Anzeigen sind grottig, völlig ungenau und die Hälfte fehlte.
Also habe ich ein WaveShare ESP32 S3 7 Zoll Touch und Walter über RS485 
verheiratet. Jetzt kann ich zwei Gasflaschen wiegen, Bordspannungen, 
Wasserstände (und nicht 25 50 75 100 %), Temperaturen innen außen 
messen, der BNO055 liefert auf das Android Radio einen Künstlichen 
Horizont (zum gerade parken). Und ich bekomme jede Menge zusätzliche 
Infos z.B wie lange die aktuelle Gasflasche bei dem Verbrauch noch hält. 
Das Ding liefert außerdem einen WLAN Hotspot und kann sich über LTE und 
WLAN mit dem Netz verbinden. GNSS geht auch also sehe ich noch wo ich 
gerade bin :-) bzw kann meine Route aufzeichnen. USW

Leider kann Walter LTE und GNSS nicht parallel deshalb versuche ich es 
jetzt mit einem LilyGo SIM7600E -H. mal schauen

von Falk B. (falk)


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H. H. schrieb:
>> Hast du echt schon mal 0201 gelötet? Respekt!
>
> Ich kenne eine, die lötet 01005 manuell.

Manuell ist das Eine, aber mit welchen Sehhilfen das andere. Aber ja, es 
gibt außergewöhlich talentierte Menschen, die schier Unglaubliches 
können. Feinmotorik und Sehkraft. Bei beidem bin ich eher am unteren 
Ende es Mittelfelds angesiedelt, Tendenz fallend 8-0

von Falk B. (falk)


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Hajo H. schrieb:

> Reicht für bis 0603 eine Lupe/Lupenglas mit Halter ?

Wenn man noch gute Augen hat, braucht man keine Sehhilfe. Wenn doch, 
dann eine passende Kopflupe oder Nahbrille.

> Lötstation scheint ja nicht so der ausschlaggebende Punkt zu sein.

Braucht man nicht zwingend. Geht auch mit 08/15 Lötkolben. Die Spitze 
ist deutlich wichtiger.

>> habe hier ein Toolcraft ST-100D. (verschieden Spitzen)

> Was spricht gegen Flussmittel ohne Säure (No-Clean) ?

Ist OK, im Zweifelsfall geht aber auch old school Kolophonium. 
Flußmittelgel ist aber heute das Mittel der Wahl, vor allem wenn man ICs 
löten will.

> Wo lass ich meine erste Platine fertigen ? EU oder wie hier erwähnt
> China.

Vollkommen egal. Nimm das, wovon du glaubt, damit die Welt zu retten. 
;-)

> Und jetzt : Wo bekomme ich die ganzen Bauteile her, ich möchte nicht wie
> im Basar für 10 Teile 8 Händler kontaktieren. Ich habe da null
> Erfahrung.

Reichelt, Digikey & Co. Gibt genug Online-Shops mit breitem Sortiment.

SMD Löten

: Bearbeitet durch User
von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Hajo H. schrieb:
> Reicht für bis 0603 eine Lupe/Lupenglas mit Halter ?

Das liegt ein bisschen an dir. Ich löte es nur mit Pinzette, ohne 
optische Vergrößerung. Aber eine Lupe wird sicherlich hilfreich und 
ausreichend sein.

Hajo H. schrieb:
> Was spricht gegen Flussmittel ohne Säure (No-Clean) ?

Rein gar nichts - Im Gegenteil! Ich nutze FL22 von Edsyn. Hinterher 
solltest du aber trotzdem alles mit Isopropanol oder Ethanol reinigen. 
Das Zeug wird sehr klebrig.

Hajo H. schrieb:
> Wo lass ich meine erste Platine fertigen ? EU oder wie hier erwähnt
> China.

Ist eine Glaubenssache. Ich bin persönlich von JLC überzeugt und habe 
dort schon über 100 verschiedene Designs bestellt über die Jahre.

Hajo H. schrieb:
> Und jetzt : Wo bekomme ich die ganzen Bauteile her, ich möchte nicht wie
> im Basar für 10 Teile 8 Händler kontaktieren.

Standardzeug bekommst du vermutlich problemlos bei Reichelt. Mouser, 
Digikey und Farnell sind da etwas besser sortiert, aber auch etwas 
spezieller. Bei Mouser hast du erst ab 50€ netto keinen Versand (20€!).

Meine Empfehlung, wenn du etwas Zeit hast: LCSC! Die gehören zu JLC und 
haben vernünftige Preise und eigentlich auch alles Namhafte auf Lager 
und der Versand ist akzeptabel.

Nicht erschrecken: 10 0603-Widerstände können teilweise teurer als ein 
Reel mit 10'000 Stück sein, das ist normal.

von H. H. (hhinz)


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Sebastian R. schrieb:
> Reichelt. Mouser,
> Digikey und Farnell

TME

von Nick (b620ys)


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H. H. schrieb:
> TME

Kann ich nur unterstützen. Die wurden und werden immer besser. OK, es 
gibt nicht Alles. Ordentlicher Bestellablauf ohne durch irgendwelche 
Ringe springen zu müssen.Und nach maximal einer Woche ist das Zeug da. 
Ggf. auch Mouser, aber da ist manchmal das Porto im Weg. Aber flott sind 
sie mit einem riesen Sortiment.

An den TO:
Sche**ß auf die Platine wenn Du was falsch gemacht hast. Beim Chinesen 
für wenig Geld bestellen. JLCPCB oder PCBWay. Klappt entspannt. In der 
Arbeit ist/war die Platinenfertigung Sache des Bestückers. Aber meiner 
hat auch beim Chinesen bestellt. Wenn Zeit kritisch ist, dann bei einem 
Deutschen Broker der aber auch meistens/oft in China fertigen lässt. 
Z.B. PCBPool. Das kostet aber und für den Hobbyisten eher keine Option.

Ich schließ mich der 0603-Fraktion an. Das bekommt man schnell hin. Ich 
brauch inzwischen eine Lupenbrille, hab aber auch ein Stereomikroskop, 
das ich kaum benutze. Und gutes Licht! Sehr gutes Licht! Wenn man nicht 
mehr so gut sieht, noch besseres Licht!
Gutes Flussmittel und Blei-Lot, das lässt sich dann auch besser 
korrigieren/reparieren.

Lötübsatz setzt die Hemmschwelle runter. Ich bin aber damals gleich 
direkt an eine produktive Platine rangegangen (und hatte hier vorher 
ähnlich "dumme" Fragen gestellt). Und es hat alles sehr gut geklappt! 
Rückwirkend Danke an die Leute hier!

Also: Entspannter Sonntag, schöne Musik und ganz entspannt angehen. Das 
klappt!

von Alexander S. (alesi)


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von Thomas W. (goaty)


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Hier noch eine etwas fortgeschrittene Lötübung:
https://www.ehajo.de/products/ise-100-incredible-solder-excercise

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Falk B. schrieb:

>> SMD löten, üblicherweise unterm Mikroskop.  Wenn's sein muss, bis 0201
>> hinab.  Normalerweise aber eher 0603.

> Hast du echt schon mal 0201 gelötet? Respekt!

Einerseits notgedrungen, weil's in der Firma bei irgendwas dran war. 
0402 im HF-Ausgangsfilter mit dicken Masse-Anbindungen war hässlicher 
als mal irgendwo ein paar 0201er im Umfeld eines MEMS-Mikrofons.

Andererseits ist es mir inzwischen zweimal passiert, dass die bestellten 
0603-100-nF-Kerkos sich bei Ankunft als 0603 metrisch erwiesen haben. 
:-o  Nun, bevor sie weggeschmissen werden, benutze ich die halt auch 
einfach immer mal mit.

01005 ist mir aber in der Tat noch nicht übern Weg gelaufen.

Das größere Problem bei 0201 ist gar nicht so sehr das Löten unter dem 
Mikroskop, sondern das Bauteil erstmal sicher bis an die Lötstelle zu 
bekommen. Eine kleine Unachtsamkeit bei der Entnahme aus dem Gurt, und 
du siehst das Staubkorn nie wieder. :-} Die Dinger können ja auch schon 
mal durch eine THT-Öffnung der Platine durchfallen.

von H. H. (hhinz)


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Jörg W. schrieb:
> Das größere Problem bei 0201 ist gar nicht so sehr das Löten unter dem
> Mikroskop, sondern das Bauteil erstmal sicher bis an die Lötstelle zu
> bekommen. Eine kleine Unachtsamkeit bei der Entnahme aus dem Gurt, und
> du siehst das Staubkorn nie wieder. :-} Die Dinger können ja auch schon
> mal durch eine THT-Öffnung der Platine durchfallen.

Nur mit Staubmaske arbeiten!

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