Forum: Haus & Smart Home Jura F90 löst FI aus


von Peter (wokinloksar)


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Hallo zusammen,

noch nachträglich ein gutes Neues Jahr, auch wenn es schon ein paar Tage 
alt ist.
Ich habe meine Jura F90 Kaffeemaschine überholt, Dichtungen der 
Brühgruppe und der Dampfschläuche erneuert und nach dem Zusammenbauen 
den Entkalkerprozess gestartet. Dieser lief auch einige Zeit durch, als 
jedoch die Brühgruppe bewegt werden sollte, löste plötzlich der FI aus 
und dies dann auch bei jedem neuen Einstecken der Maschine, die dabei 
eigentlich erst mal aus ist.
Nach einer ersten Recherche hatt ich schon Befürchtungen der Thermoblock 
hätte einen Kurzen, das ist aber nicht der Fall.
Ich habe dann andere 240V Komponenten durchgemessen und bin beim 
Thermoventil gelandet, dads sich sehr merkwürdig verhält.
Im beiliegenden Video ist das zu sehen.
Die Spule hat ca. 2,3kΩ wie bei 0:12 zu sehen ist.
Nun habe ich die Kontakte der Spule gegen den Erdanschluß durchgemessen 
und habe keinen Widerstand zwischen diesem Anschluß und beiden 
Spulenkontakten.
Wenn ich nun aber die Messkabel vertausche und mit rot gegen Erde gehe, 
springt der Messwert zwischen Unendlich und ca 130Ω hin und her.

Ich vermute nun mal, dass in dieser Spule eine Diode verbaut ist, denn 
sonst würde beim Anliegen von Netzspannung der Bolzen des Ventils mit 
50Hz flattern.  So sieht das ganze Ventil aus: 
https://www.juraprofi.de/Jura-Ersatzteile/Ventile-und-Schalter/Magnetventil-230-V-Jura-F-Serie::7727.html
Eine Diode kann aus meiner Sicht erklären, warum das Verhalten von der 
Polarität der Messkabel abhängt. Warum aber der Wert hin- und herspringt 
kann ich mir nicht erklären.

Jetzt frage ich mich, ob ich hier den Schuldigen gefunden habe oder was 
das Verhalten hier zu bedeuten hat.

Edit: Typo

: Bearbeitet durch User
von Jens G. (jensig)


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Peter schrieb:
> Wenn ich nun aber die Messkabel vertausche und mit rot gegen Erde gehe,
> springt der Messwert zwischen Unendlich und ca 130Ω hin und her.

Dann hat das Ding einen sporadischen Körperschluss.

> Ich vermute nun mal, dass in dieser Spule eine Diode verbaut ist, denn
> sonst würde beim Anliegen von Netzspannung der Bolzen des Ventils mit
> 50Hz flattern.

Da ist sicher keine Diode drin (sonst würde eine bestimmte Polung 
draufstehen), und das Ding "flattert" mit 100Hz (jede Halbwelle)

von Manfred P. (pruckelfred)


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Peter schrieb:
> JuraMagnetventil.mp4 (7,28 MB)
> Im beiliegenden Video ist das zu sehen.

Überflüssiger Datenmüll.

von Peter (wokinloksar)


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Jens G. schrieb:
>
> Da ist sicher keine Diode drin (sonst würde eine bestimmte Polung
> draufstehen), und das Ding "flattert" mit 100Hz (jede Halbwelle)

Wie erklärst Du Dir dann das Verhalten, dass je nach Polung der 
Messkabel kein Widerstand oder das Flattern auftritt?
Weiterhin: Da werden 240V an die Spule angeschlossen, und die Aufgabe 
der Spule ist es, ein Ventil zu öffnen. Wenn die Spule nun an 
Wechselspannung liegt, geht das Ventil ja im 50Hz Rythmus auf und zu.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Jens G. schrieb:
> Dann hat das Ding einen sporadischen Körperschluss.

Da der FI kommt, muss Strom zum Schutzleiter abfließen. Das lässt sich 
mit einem üblichen Multimeter nicht greifen, da die Meßspannung zu 
gering ist. Die Beschreibung der Messung glaube ich nicht.

> Da ist sicher keine Diode drin (sonst würde eine bestimmte Polung
> draufstehen), und das Ding "flattert" mit 100Hz (jede Halbwelle)

Der Jens mal wieder ... für den Anschluss an Wechselspannung würde man 
keine Polung vorgeben müssen.

Peter schrieb:
> Wenn die Spule nun an
> Wechselspannung liegt, geht das Ventil ja im 50Hz Rythmus auf und zu.

Tut es nicht, schon aufgrund der mechanischen Trägheit - es gibt jede 
Menge Relais (Schütze), die an 50Hz-Wechselspannung ordentlich schalten.

von Jens G. (jensig)


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Manfred P. schrieb:
>> Da ist sicher keine Diode drin (sonst würde eine bestimmte Polung
>> draufstehen), und das Ding "flattert" mit 100Hz (jede Halbwelle)
>
> Der Jens mal wieder ... für den Anschluss an Wechselspannung würde man
> keine Polung vorgeben müssen.

Naja, war wohl gerade nicht so bei der Sache ...

Peter schrieb:
> Wie erklärst Du Dir dann das Verhalten, dass je nach Polung der
> Messkabel kein Widerstand oder das Flattern auftritt?

Was meinst Du jetzt mit Flattern? Die wechselnde Anzeige? Vielleicht 
dreht der Autorange etwas durch, und schaltet zw. Messbereichen hin und 
her. Ein Meßgerät mit manueller Bereichswahl wäre wohl aussagekräftiger.
Leckströme werden aber, wie Manfred schon schrieb, mit höherer Spannung 
vermessen.

von Mani W. (e-doc)


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Peter schrieb:
> Wenn ich nun aber die Messkabel vertausche und mit rot gegen Erde gehe,
> springt der Messwert zwischen Unendlich und ca 130Ω hin und her.

Da das Ventil keinen Erdschluss aufweist und der +Eingang auf
der Erdleitung hängt wird die Erdleitung zur Antenne für
Störungen...

von Mani W. (e-doc)


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Zu beachten ist, dass ein Erdschluss mit einem DMM oft nicht
erkannt wird, weil die geringe Messspannung nicht durchschlägt...

von Mani W. (e-doc)


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Peter schrieb:
> als
> jedoch die Brühgruppe bewegt werden sollte, löste plötzlich der FI aus
> und dies dann auch bei jedem neuen Einstecken der Maschine

Motor prüfen...

von Peter (wokinloksar)


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Mani W. schrieb:
> Peter schrieb:
>> Wenn ich nun aber die Messkabel vertausche und mit rot gegen Erde gehe,
>> springt der Messwert zwischen Unendlich und ca 130Ω hin und her.
>
> Da das Ventil keinen Erdschluss aufweist und der +Eingang auf
> der Erdleitung hängt wird die Erdleitung zur Antenne für
> Störungen...

Kannst Du das näher ausführen? Ich will ja gerade wissen, OB die 
Magnetspule des Ventils einen Erdschluss hat.
Weiter gibt es keine Erdleitung, da die Spule ausgebaut ist. Es sind 
lediglich die beiden Messkabel dran.
Der waagrechte Kontakt ist der Erdanschluß, die beiden senkrecht dazu 
stehenden Kontakte gehen zur Spule.

Das erklärt eben auch nicht das unterschiedliche Verhalten in Abhängkeit 
von der Polarität der Messkabel.

von Peter (wokinloksar)


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Jetzt gerade einen abschliessenden Test gemacht.
Maschine zusammengebaut, jedoch Gehäuse noch offen. Am Magnetventil den 
Schutzleiter weggelassen. Maschine eingeschaltet, tut wie geplant.
Maschine wieder ausgeschaltet, Netzstecker entfernt und Schutzleiter ans 
Ventil angeschlossen. Maschine wieder in Betrieb genommen, FI fliegt!

q.e.d.

Also, neues Magnetventil bestellen!

Ich werde berichten, wie sich das neue Magnetventil bezüglich der 
Messungen verhält.

Zum Thema Motor: Der Motor ist ein Gleichstrommotor, dreht je nach 
Steuerung links und rechts um die Brühgruppe hoch und runterzufahren. 
Hat auch keinerlei Erdanschluss.  Da hatte ich zunächst hingesehen, war 
letztlich nur eine Koinzidenz.
Warum es aber die Spule vom Ventil gekostet hat bleibt zunächst ein 
Rätsel.
Das Teil hat mit Wasser nichts zu tun, da wird lediglich ein Stößel hin 
und hergeschoben. Der Stößel vom eigentlichen Ventil war auch komplett 
trocken, keinerlei Spuren von sporadischem Wasseraustritt in der 
Vergangenheit.

Edit: Typo

: Bearbeitet durch User
von Rolf (rolf22)


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Peter schrieb:
> Schutzleiter ans Ventil angeschlossen. Maschine wieder in Betrieb
> genommen, FI fliegt!

> Also, neues Magnetventil bestellen!

Du hoffst/glaubst, dass es keinen anderen Weg zwischen dem 
Schutzleiteranschluss des Ventils und L gibt. Kann man das wirklich 
genau sehen?

Wenn du sichergehen willst, musst du das ausgebaute Ventil mit dem Netz 
verbinden.

von Thomas W. (goaty)


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Man könnte am Magentventil eine Isolationsmessung machen oder evtl zeigt 
ja schon ein Multimeter im Widerstandsmeßbereich was an.

von Mani W. (e-doc)


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Peter schrieb:
> Also, neues Magnetventil bestellen!

Hatte ich gut 20 Mal mit Spulen von Magnetventilen, dass die
einen Erdschluss produzierten, auch welche, die erst warm
werden mussten, bis der FI abschaltete...

von Mani W. (e-doc)


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Thomas W. schrieb:
> Man könnte am Magentventil eine Isolationsmessung machen oder evtl zeigt
> ja schon ein Multimeter im Widerstandsmeßbereich was an.

Isolationsmessung mit MM impossible!

von Ove M. (Firma: ;-) gibt es auch) (hasenstall)


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> Also, neues Magnetventil bestellen

Musst du nicht. Schick mir deine Adresse, ich hab das in der 
Grabbelkiste!

Viele Grüsse Ove

von Wolf17 (wolf17)


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Mani W. schrieb:
> Isolationsmessung mit MM impossible!
Nur für Leute, die nicht wissen, wie es geht.
230VAC Rv120k/1W DVM 2mAAC. Trenntrafo schadet nicht.
Zwei Minitrafos in Reihe gehen auch: 230/24 15/230.

: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


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Wolf17 schrieb:
> 230VAC Rv120k/1W DVM 2mAAC. Trenntrafo schadet nicht.

Das geht für die Fehlersuche, ersetzt aber nicht einen richtigen
Isolationstest...

von Wolf17 (wolf17)


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Mani W. schrieb:
> Das geht für die Fehlersuche, ersetzt aber nicht einen richtigen
> Isolationstest...
Was ist bei dem anders? 500V? Dann halt von den 15/230 Minitrafos zwei 
nehmen und Ausgang in Reihe schalten.

von Mani W. (e-doc)


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Du hast recht!

von Rainer W. (rawi)


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Mani W. schrieb:
> Das geht für die Fehlersuche, ersetzt aber nicht einen richtigen
> Isolationstest...

Offensichtlich fließt bereits bei 230V AC genug Strom, um den FI 
auszulösen. Der Strom sollte sich dann auch bei 230V messen lassen, egal 
was ein "richtiger Isolationstest" für eine Prüfspannung fordert.

von Harald A. (embedded)


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Wie die Vorredner schon sagten, man kann Isolationsfehler oft nicht mit 
dem Multimeter finden. Ich habe mir zu Demonstrationszwecken für 
Kollegen einen defekten Heizstab aufgehoben, mit dem Multimeter ist 
alles okay, an höherer Spannung gibt es ab einem gewissen Punkt einen 
Effekt wie bei einem Varistor, es kommt zum Durchbruch.

Wer sich zu Hobbyzwecken keinen Isolationstester leisten mag, es gibt 
seit einiger Zeit ein kleines feines Tool:
Unter dem Stichwort "TKDMR 0-4000V" gibt es ein kleines günstiges Gerät, 
das eine Spannung bis zu 4kV mit ein paar Milliampere generieren kann 
(Vorsicht beim Umgang ist maximal geboten, nichts für Ungeübte!!!). Nun 
sollte man bei solchem Equipment nicht mehr als 1kV wählen, man sieht 
aber schnell, welche Teile dann durchgehen. Ein Display zeigt die 
resultierende Spannung bei Leerlauf und Durchbruch.
Auch hervorragend zum Test für Hochvolt-Kondensatoren, Varistoren, 
Z-Dioden usw. Ganz nebenbei können auch Kondensatoren kontrolliert 
entladen werden.

: Bearbeitet durch User
von Peter (wokinloksar)


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Ove M. schrieb:
>> Also, neues Magnetventil bestellen
>
> Musst du nicht. Schick mir deine Adresse, ich hab das in der
> Grabbelkiste!
>
> Viele Grüsse Ove

Vielen Dank für Dein nettes Angebot, die Bestellung ging gestern bereits 
raus und ist im Zulauf.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Harald A. schrieb:
> Wie die Vorredner schon sagten, man kann Isolationsfehler oft nicht mit
> dem Multimeter finden. Ich habe mir zu Demonstrationszwecken für
> Kollegen einen defekten Heizstab aufgehoben, mit dem Multimeter ist
> alles okay, an höherer Spannung gibt es ab einem gewissen Punkt einen
> Effekt wie bei einem Varistor, es kommt zum Durchbruch.

Der Vergleich mit einem Varistor gefällt mir und passt recht gut zu 
meinem defekten Wasserkocher, der den FI wirft.

> Wer sich zu Hobbyzwecken keinen Isolationstester leisten mag,

Braucht man selten, aber er ist leistbar:
Beitrag "Re: Isolationstestgerät"

> es gibt
> seit einiger Zeit ein kleines feines Tool:
> Unter dem Stichwort "TKDMR 0-4000V" gibt es ein kleines günstiges Gerät,
> das eine Spannung bis zu 4kV mit ein paar Milliampere generieren kann

Nett und für andere Dinge sehr interessant.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Unabhängig von allem: ist es bei Jura inzwischen möglich die Brühgruppe 
zu reinigen ohne die Maschine komplett zu demontieren?
Wenn nicht, hast du 3 Möglichkeiten
-regelmässig zur teuren Wartung/Reinigung
-regelmässig selbst Hand anzulegen (dauert 1h wenn man es kann, sonst 
eher 2..3h)
-mit wucherndem Schimmelbiotop zu leben...

Meiner Meinung nach dürfte zumindest die die ich hatte (irgendeine 
Impressa) so gar nicht verkauft werden. Die erste Wartung hatte ich 
machen lassen, war etwas irritiert über die Kosten.
Die zweite habe ich selbst gemacht, war gar nicht so schwer.
Die dritte wurde um paar Monate geschoben. Was mich da drin erwartete 
war einfach gruselig - ich habe sie so wie sie war entsorgt.
Bei DeLonghi ist das um Klassen besser gelöst, aber auch da gibt es 
versteckte Lebensräume. Inzwischen habe ich eine Siebträgermaschine.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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H.Joachim S. schrieb:
> Unabhängig von allem: ist es bei Jura inzwischen möglich die Brühgruppe
> zu reinigen ohne die Maschine komplett zu demontieren?

Wie ist es denn generell bei Jura? Haben sie noch immer die proprietären 
Schrauben?

Habe vor zwei Jahren eine defekte DeLonghi bekommen, da war alles sehr 
einfach zu zerlegen, zu reinigen und auch die Ersatzteilpreise sind 
reell und seeehr fair. War förmlich begeistert!

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Die dämlichen Schrauben waren kein wirkliches Problem und wurden direkt 
durch sinnvollere ersetzt.
Das eigentliche Problem ist tatsächlich die Brühgruppe. Entweder 
Komplettdemontage der Maschine (Jura, Saeco) oder mit einem Handgriff 
herausnehmbar (DeLonghi).

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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H.Joachim S. schrieb:
> Die dämlichen Schrauben waren kein wirkliches Problem und wurden
> direkt durch sinnvollere ersetzt.

Das ist gut.

> Das eigentliche Problem ist tatsächlich die Brühgruppe. Entweder
> Komplettdemontage der Maschine (Jura, Saeco) oder mit einem Handgriff
> herausnehmbar (DeLonghi).

Das stimmt jedenfalls bei DeLonghi. Konnte sie zudem auch gut zerlegen 
und reinigen (besonders das Sieb).

Ich habe keine größeren Erfahrung/Ahnung mit Kaffeevollautomaten und 
lese hier aus Interesse. Bisher habe ich lediglich einen 
DeLonghi-Vollautomaten komplett zerlegt und gereinigt. Und das hat gut 
geklappt. Hiernach muss ich für DeLonghi eine Lanze brechen: Das Gerät 
ist nicht nur gut zerlegbar und qualitativ sehr ordentlich gebaut, auch 
Ersatzteile sind zu fairen Preisen erhältlich. Für Schrauber und 
Selbstreparierer auf jeden Fall eine Option.

von Ove M. (Firma: ;-) gibt es auch) (hasenstall)


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> -mit wucherndem Schimmelbiotop zu leben...

Wie beim Rechner der nicht will sitzt meistens der User davor und macht 
unerwartete Dinge.
So ist es auch hier! Wenn man nach Benutzung der Maschine den Trester 
und die Wasserauffangschale leert, passiert das schlicht nicht!
Lässt man dagegen das nasse Zeugs gleich latent tagelang in der 
Maschine, in der geheizten Küche, dann ist klar was passiert! Ich habe 
hier Juras gesehen, die konnte man wirklich nur noch entsorgen und 
andere, gerne auch noch deutlich länger im Betrieb waren innen fast wie 
neu!
Auch gibt es Kaffeesorten, die tragen deutlich mehr Keime als andere! 
Manche Trester schimmeln nach zwei Tagen, andere nach 5-6.

Ja, die Brühgruppe zu zerlegen ist nen gutes Stück Arbeit, aber das mach 
ich bei meiner bestenfalls einmal im Jahr. Aber bei mir hat das Teil 
auch gut zutun! Ich betreue andere Maschinen, da habe ich welche dabei, 
die sind nach 3 Jahren noch in sehr gutem Zustand! ich spreche für die 
alten Baureihen, die leicht schon 15 Jahre und mehr auf dem Buckel 
haben. Ab C5 bis F90.
Am Ende muss man auch den Preis für diese Teile sehen. Kaufen für 60-80 
Euro,
dann für rd. 30€ Ersatzteile incl. neuen Mahlsteinen. Man bekommt noch 
fast alle Ersatzteile und das nach 20 Jahren. Meistens sind es die 
Dichtungen, ggf. die Kohlen des Mahlwerkmotors und fast immer die 
Mahlsteine, die einfach mit den Jahren verschleissen.
Die Teile sind nahezu unverwüstlich mit ein bisserl Pflege!
So, sorry für den langen Psalm, musste mal raus 🤠

von Rainer W. (rawi)


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Ove M. schrieb:
> Meistens sind es die Dichtungen, ggf. die Kohlen des Mahlwerkmotors ...

Gibt es in Zeiten von BLDC noch einen ernst zu nehmenden Grund für 
Kohlen?

von Ove M. (Firma: ;-) gibt es auch) (hasenstall)


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Rainer W. schrieb:
> Ove M. schrieb:
>> Meistens sind es die Dichtungen, ggf. die Kohlen des Mahlwerkmotors ...
>
> Gibt es in Zeiten von BLDC noch einen ernst zu nehmenden Grund für
> Kohlen?

Guten Morgen;

na, dann zeig mir mal nen locker 15 Jahre alten BLDC mit dem Drehmoment 
und der abgegebenen Leistung und Baugröße Und dann noch kostengünstig.

Es ist schlicht falsch von dir, die Kontexte aufzulösen!

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Peter schrieb:
> Nun habe ich die Kontakte der Spule gegen den Erdanschluß durchgemessen
> und habe keinen Widerstand zwischen diesem Anschluß und beiden
> Spulenkontakten.

das kann sich ändern, wenn da die Betriebsspannung ran kommt.
Die überwindet dann den Übergang.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


Angehängte Dateien:

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@Ove: ok, dann muss ich wohl mehr nach sporenarmen Kaffee suchen...
Bei mir lagen immer wieder Kaffeereste im Inneren wo man einfach nicht 
rankommt ohne Demontage. Hat nichts mit Wasserschale oder Testerbehälter 
zu tun.
Die angehängte Brüheinheit kann einfach rausgenommen, gereinigt, 
gewartet, repariert oder ersetzt werden. Kann sich jeder ein eigenes 
Bild von machen was das alltagstauglichere System sein könnte.

Nun aber aber genug abgeschwiffen, btt.

von Joachim B. (jar)


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Rainer W. schrieb:
> Gibt es in Zeiten von BLDC noch einen ernst zu nehmenden Grund für
> Kohlen?

Drehmoment?
Mein alter Bosch DC Akkuschrauber konnte unter Last feinfühlig gesteuert 
werden mit Drehmoment ab Drehzahl Null, der Nachfolger ElectronicBrush 
hat kein Drehmoment ab Drehzahl Null und wenn man mehr "Gas" gibt bis er 
anfängt zu drehen reißt man die Schrauben ab oder vergnidelt die Bits.

: Bearbeitet durch User
von 🍅🍅 🍅. (tomate)


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H.Joachim S. schrieb:
> @Ove: ok, dann muss ich wohl mehr nach sporenarmen Kaffee suchen...

Die Jura-Dinger sind einfach ekelhaft, komplett zugebaut, dass man auch 
garantiert nix sauber machen kann.
Und vom Hersteller heisst es, wartungsfrei, während der Gammel drin am 
schimmeln ist, wenn man das Ding zur Reparatur bekommt.

: Bearbeitet durch User
von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Kann doch gar nicht sein, hast doch gelesen:

Ove M. schrieb:
> Wie beim Rechner der nicht will sitzt meistens der User davor und macht
> unerwartete Dinge.
> So ist es auch hier!

Es liegt an dir! Die Maschinen selbst sind super!
Evtl. Spuren von Ironie können behalten werden.

Vielleicht mit unerwartete Dinge tun gemeint: tatsächlich Kaffee 
zuzubereiten. Als Statussymbol taugt natürlich ne Jura mehr, zumindest 
war das früher so die als noch um die 1000€ kosteten.

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Joachim B. schrieb:
> Drehmoment?

Das Drehmoment wird durch den Strom bestimmt und nicht durch die 
Bürsten.

> Mein alter Bosch DC Akkuschrauber konnte unter Last feinfühlig gesteuert
> werden mit Drehmoment ab Drehzahl Null, der Nachfolger ElectronicBrush
> hat kein Drehmoment ab Drehzahl Null und wenn man mehr "Gas" gibt bis er
> anfängt zu drehen reißt man die Schrauben ab oder vergnidelt die Bits.

Dann habe sie entweder in der Software etwas verbockt oder noch wieder 
ein paar Cent in der Fertigung eingespart. Mit FOC bei einem BLDC reißt 
nicht plötzlich irgendetwas.

von Peter (wokinloksar)


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Update:
Neues Ventil gemessen, das Multimeter verhält sich wie erwartet, 
keinerlei Widerstand zwischen PE und den beiden Netzanschlüssen.
Dann auch nochmal mit einem 24V Netzteil das defekte und das neue Ventil 
getestet: Beim Defekten haben beide Netzanschlüsse Verbindung zu PE, 
beim neuen Ventil ist alles OK.
Ventil eingebaut, Maschine läuft!

Ansonsten kann ich Ove M. nur zustimmen:  Die Juras sind eigentlich 
unkaputtbar. Meine habe ich 2004 als verranzte Maschine aus einer 
Insolvenz erworben, 12.000 Bezüge. Hab dann damals alle Schläuche und 
Dichtungen erneuert. Mittlerweile hat die Maschine das Doppelte an 
Bezügen, vor ein paar Jahren musste ich die Elkos auf der Hauptplatine 
und dem Displaymodul tauschen, weil die Touchfunktion entweder nicht 
mehr reagierte, oder aber Geisterkommandos ausgeführt hat: Beim Bedienen 
eines anderen Gerätes in der Küche kam entweder plötzlich Dampf oder 
Kaffee, wenn die Maschine im Standby war.

Aber sonst, alle paar Jahre die Brühgruppe revidieren und alle 
Schläuche, die Ablagerungen haben tauschen.

von Rainer W. (rawi)


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Peter schrieb:
> Neues Ventil gemessen, das Multimeter verhält sich wie erwartet,
> keinerlei Widerstand zwischen PE und den beiden Netzanschlüssen.

"keinerlei Widerstand" hört sich nach 0 Ω an. Das wäre schon etwas 
verwunderlich.

Meinst du vielleicht "keinerlei Leitfähigkeit"?

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