Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Mikroskop SMD Löten Ständer Gelenkarm Befestigung


von Timo N. (tnn85)


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Ich bin gerade auf der Suche nach einer Erweiterung/Upgrade meines 
(Video) Mikroskop-Setups.

Bisher hatte ich einen recht günstigen Aufbau mit den üblichen HDMI 
1080p/2k/4k Videokameras, kleinem Ständer ohne Freiheitsgrade + 100x 
Vergrößerung und LED-Ring + externer Bildschirm (HMDI):
So was in der Art (Variante: "55MP 2K 4K HDMI USB") auch vom "Eakins 
Micscope Store":
https://de.aliexpress.com/item/32992213683.html
, aber mit damals noch günstigem 1080p CAM, ohne SD-Slot ("TF-Card"). 
Der Ständer war aber genau der Gleiche wie in der o.g. Variante.

Eigentlich top für den Preis damals von 80€.

Nun nerven mich aber ein paar Dinge:

1) Der Ständer unter dem Mikroskop: Wenn man größere Platinen hat (und 
diese eventuell auch geneigt betrachten möchte), will man darunter 
einfach Platz haben bzw. entweder das Mikroskop oder die Leiterplatte 
darunter in der Horizontalen zu verschieben. Einfacher wäre es 
natürlich, das Mikroskop horizontal zu verschieben.

Der Fuß meines Ständers ist nicht beschwert und kann deshalb nur nach 
vorne zeigen, damit es nicht kippt und darauf ist ja nur eine sehr 
kleine Arbeitsfläche (20cmx20cm). Den Fuß zu beschweren würde aber auch 
nicht viel bringen, da die Ausladung (Horizontale Entfernung vom 
Stativrohr) zu gering ist und man hinten anstößt.

Am liebsten würde ich die Kamera (oder zukünftig Stereomikroskop) auch 
neigen, um flache Platinen direkt schräg von der Seite betrachten zu 
können, ohne die Platine darunter neigen zu müssen, aber ich glaube die 
stabilen Mechaniken, die sowas können würden jedes Preisbudget sprengen. 
Horizontal über die Arbeitsfläche bewegen / wegklappen würde aber schon 
ausreichen. Ich bräuchte also einen neuen Ständer/Arm, bei dem ich meine 
eigene Arbeitsunterfläche nutzen kann und nicht auf dem Fuß des Ständers 
arbeiten muss. Da ich nicht viel Platz auf dem Tisch habe, wäre glaube 
ich auch ein Stativ mit Klemmenbefestigung sinnvoller? Es gibt aber ja 
auch Ständer mit großer Ausladung, wo man den Fuß weiter weg stellen 
kann (und etwas anderes darauf stellen könnte).

2) Der fehlende SD-Karten-Slot in meiner CAM. Auflösung ist eigentlich 
ok, weil mein Monitor sowieso nicht mehr kann, aber 2k/4k bekommt man 
hinterhergeschmissen. Mit einem SD-Kartenslot könnte man schnell paar 
Bilder für Dokumentationszwecke machen. Bei heutigen Cams ist das aber 
glaube ich Standard. Zukünftiges Upgrade auf Autofocus sinnvoll? 
Scheinbar aber wahnsinnig teuer.

3) Stereomikroskop: Hier scheiden sich ja die Geister. Es gibt Menschen 
die damit zur Tiefenwahrnehmung  befähigt werden und andere, die davon 
gar nicht profitieren, weil sie wegen Fehlsichtigkeit oder anderer 
Gründe das so nicht wahrnehmen können.
Ich möchte mir das offen halten. Also ich bin mir noch nicht sicher, ob 
ich hierfür (zum Testen) mehr Geld ausgeben sollte und dazu noch von ein 
globiges Ding auf dem Arbeitstisch dauernd im Sichtfeld habe.
Ich habe zwar auch beim Löten von feinen Strukturen Probleme mit der 
Cam/Monitor mit der Tiefenwahrnehmung, aber ich wüsste halt nicht, ob es 
bei mir so ist, dass ich von einem Stereomikroskop profitieren würde. 
Das müsste ich ausprobieren.
Deshalb meine Gedanke erstmal nur einen Ständer/Arm für die Cam, der 
aber auch für ein Stereomikroskop (Binokular/Trinokular mit CAM mit 
simul fokal) geeignet ist. Es ist schließlich für mich auch angenehmer 
auf einen großen Monitor zu schauen anstatt durch so kleine Okulare. 
Oder, falls es preislich keinen Sinn macht dann doch gleich beides.

4) Beleuchtung: Der Standard 144-LED-Ring erzeugt bei Direktbeleuchtung 
Blendung (Glare) durch Reflektion an der Platine. Irgendwo hatte ich 
gehört, dass man mit (zwei?) Polarisationsfolien auf LED-Ring und Linse 
die Blendung recht günstig weg bekommt. Alternativ helfen scheinbar 
Gänsehals-Leuchten (Goosneck) von der Seite.


Zurück zu Punkt 1) dem Hauptthema dieses Threads:
Bei den Mechaniken gibt es die so genannten "Boom Stands" (auf Deutsch 
frei übersetzt: Doppelarmstativ mit Ausleger) :
https://eu.amscope.com/collections/boom-stands

oder die "Articulating Arm Stands" (auf Deutsch: Gelenkarm):
https://eu.amscope.com/products/articulating-stand-with-clamp-and-focusing-rack-for-stereo-microscopes

Hier als Beispiele von AmScope.

Bei Eakins gibt es die gleichen auch.
Boom-Stand:
https://de.aliexpress.com/item/32925102655.html
Articulating Arm Stand:
https://de.aliexpress.com/item/32977134987.html


Wenn man iterativ upgraden will, sind die beiden Systeme (Amscope und 
Eakins) miteinander kompatibel? Aufnahme für den Mikroskopkopf im 
Ständer bei Eakins ist im Durchmesser 76mm, wie ist das bei  der AmScope 
SM-4 Serie. Bei anderen Mikroskopen anderer Hersteller habe ich auch 
schon von 76mm = 3" gelesen.  Weiß das jemand? Es gibt viele, die 
behaupten das Zeug wäre alles aus der gleichen Firma in China und 
austauschbar. Zumindest die Aufnahme von so Mikroskop-Kameras im Kopf 
ist scheinbar standardisiert als C-Mount / CS-Mount (Was jetzt 
eigentlich? Beides hat 1" /25mm Gewinde).

Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Gelenkarm-Dinger stabil genug sind 
bzw. was die Vor- und Nachteile der verschiedenen Mechaniken sind.
Zumindest bei den Gelenkarm-Dingern gibt die meist mit Klemmen für die 
Tischbefestigung und nicht mit schwerem Fuß.
Hat jemand Erfahrung damit und kann von seinen Erfahrungen berichten?

Die AmScope (als Ganzes im Set mit Mikroskop) gibts bei Eleshop.de aus 
NL.
Die Eakins aus China, kosten leider inkl. Versand fast genau so viel.
Versand allein zwischen 80-140€ aus China!
Dadurch, dass die Versandkosten durch die Größe, und hauptsächlich 
Gewicht sehr hoch sind, lohnt sich der Versand von Komplettsets mit 
Stativ aus China nicht so sehr. Vermutlich lassen sich hier eher bei 
Einzelkomponenten (Kamera/Mikroskopkopf/Objektive/Licht) Schnäppchen 
machen, die an sich nicht schwer und groß sind.

Von der Qualität der Stereomikroskope sollen sich Amscope und Eakins 
nicht unterscheiden. Mit Eakins war ich eigentlich auch zufrieden von 
der Qualität betrachtet.

Dann hatte ich auch noch ein Video gesehen, wo jemand sich mit einer 
handelsüblichen VESA-Monitorhalterung als Gelenkarm für 20-30€ eine 
Halterung gebaut hat.
Wäre doch auch ne kostengünstige Lösung, wenn man die Halterung an der 
Wand befestigen kann (wäre bei mir der Fall). Was haltet ihr davon?

https://www.youtube.com/watch?v=s_srVuje3iU

Allein so eine Gelenkarm-Halterung kostet aus China schon um die 200€ 
inkl. Versand. Bei den "Boom-Stands" ist der Preis noch höher, da ein 
Fuß mehr Gewicht hat. Wäre doch eine kostengünstige Alternative das mit 
ner Selbstbaulösung zu machen?

von Andreas S. (bastelmax)


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Also ich hab so etwas - gibt es bei Aliexpress usw.
15 Zoll Monitor an die Kamera und gut.
Ein Mikroskop ist mir zu anstrengend, es gibt auch Profis
die dieses System mit nur Kamera und Monitor nutzen
(z.B. "PCB Solder" bei YT).
Viele schwören auf ein Mikroskop wegen die räumliche Orientiertung,
aber dass muss jeder für sich selbst entscheiden.

von Thomas W. (goaty)


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Ich hab für das Mikroskop einen Gelenkarm von Ergotron. Funktioniert 
Recht gut, federt aber ein bisschen.

von Timo N. (tnn85)


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Andreas S. schrieb:
> Also ich hab so etwas - gibt es bei Aliexpress usw.

Ja, aber bei dir sehe ich auch, dass die Ausladung (Abstand 
Mikroskopfokuspunkt unten auf dem Fuß zum Rohr)  gering ist und man bei 
größeren Platinen dann Probleme hat. Schon wenn man man mal ne Platine 
im DIN A5 Format hätte, könnte man die schlecht so drehen, dass die 
lange Seite nach hinten zeigt. Das muss man aber manchmal, wenn man 
etwas so löten muss, weil es anders komplett unergonomisch ist.

Andreas S. schrieb:
> Viele schwören auf ein Mikroskop wegen die räumliche Orientiertung,

Das meine ich mit Tiefenwahrnehmung. Problem ist halt: Man muss gleich 
viel ausgeben, nur um es nur auszuprobieren zu können. Vor allem fürs 
Stativ.

Ist das die Autofokus-Version bei der Kamera? Die ist ja auch so blau:
https://www.youtube.com/watch?v=F8S5zVV9CuI

Thomas W. schrieb:
> Ich hab für das Mikroskop einen Gelenkarm von Ergotron.
Hab Ergotron gegoogelt.  Der Gelenkarm ist auch eigentlich für Monitore 
gedacht, oder? Denke einer mit Gasdruckfeder bis 9-10kg sollte 
eigentlich ausreichen.

Ich meine bei "nur" CAM-Lösungen, ist es eigentlich auch nicht so 
wichtig wie stabil das Ganze ist, weil man die CAM im Gegensatz zum 
optischen Stereomikroskop nicht andauernd berührt.

von Thomas W. (goaty)


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Timo N. schrieb:
> Hab Ergotron gegoogelt.  Der Gelenkarm ist auch eigentlich für Monitore
> gedacht, oder? Denke einer mit Gasdruckfeder bis 9-10kg sollte
> eigentlich ausreichen.

Da musst du aufpassen, die Federkraft darf nicht zu weit weg von der 
Last sein, weil es sonst nicht schwebt sondern an die Decke knallt.
Also für ein kleines Mikroskop ist 9kg viel zu stark.
Man kann die einstellen, aber nur in Grenzen ! Also aufpassen.

(Mein Stemi Kopf wiegt so 3kg, da geht es mit der Version des Ergotron 
LX, den ich gebraucht gekauft habe)

Beitrag "Re: Sehhilfe zum SMD-Löten"

: Bearbeitet durch User
von Timo N. (tnn85)


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Thomas W. schrieb:
> Beitrag "Re: Sehhilfe zum SMD-Löten"

Ja genau so meinte ich das. Mit dem VESA-Adapter (75x75 oder 100x100) 
aus dem 3D-Drucker, an den dann die Fokussiereinrichtung des 
Mikroskopkopfs geschraubt wird mit der 76mm (3")-Öffnung für den 
Mikroskopkopf.

Bei mir ist der Arbeitstisch leider zu ungünstig, dass ich es vermutlich 
an die Wand schrauben muss. Mal sehen.

von Andreas S. (bastelmax)


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Nachtrag : meine Platinen sind nicht riesig groß, d.h.
alles max. DIN A7 oder noch kleiner (ist halt alles SMD)
Durch den veränderbaren Vergrößerungsfaktor ändert sich auch der
Abstand zur Platine - es ist genug Platz zum löten da..
Auf mein Foto ist nicht der reale Abstand abgebildet, ich wollte nur 
darstellen mit was ich arbeite !
Außerdem kan die Platine unter dem Mikroskop etc. auch entsprechend
positioniert werden.
Für den kleinen Geldbeutel ist die Lösung mit "Mono Mikroskop",Kamera
und Monitor am günstigsten.
Ich habe auch mit einem Stereomikroskop angefangen - habe aber dass dann
wieder abgegeben.
Das "durchgucken" durch die Okulare ist mir persönlich zu anstrengend.
Wie gesagt, es gibt auch Profis die mit solch ein  "Mono Mikroskop"
incl. Monitor ganz gut zurecht kommen.
Die HDMI Anbindung zum Monitor ist ohne merkliche zeitliche
Verzögerung - wenn ich was löte habe ich dass in Realtime" auf dem 
Monitor und dass noch in Groß.
Die "Bilder" der Okulare eines "richtigen" Stereomikroskopes sind
dagegen eher winzig und bei den günstigen Mikroskopen nicht gleichmäßg 
scharf bzw. auch an den Rändern abgeschattet was das Benutzen nochmals
erschwert und für die Augen anstrengend ist.
Noch etwas : meine Kamera kann Autofocus - ich habe es aber 
ausgeschaltet.
Es war ein Versuch wert - dass automatische Ändern der Fokusebene nervt 
in der Praxis.
Ich fokusiere lieber manual auf einen Punkt der mir in der Situation
wichtig ist und stelle gegebenfals noch etwas manuell nach.
Die Abbildungsgüte der Kamera ist gut - siehe Foto bzw. für mich reicht
diese Variante vollkommen aus.

: Bearbeitet durch User
von Keks F. (keksliebhaber)


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Einfach in einem Makerspace/FabLab einer Uni nachfragen und mit einem 
Stereomikroskop einmal probieren.

von Timo N. (tnn85)


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Andreas S. schrieb:
> Nachtrag : meine Platinen sind nicht riesig groß, d.h.
> alles max. DIN A7 oder noch kleiner (ist halt alles SMD)

Ja, die meisten eigenen Platinen sind eigentlich auch nicht größer als 
Europakarten-Format (100x160mm), aber wenn man mal ne Platine von 
irgendeinem Gerät unter dem Mikroskop hat, dann sind die doch oft 
größer.

Andreas S. schrieb:
> Für den kleinen Geldbeutel ist die Lösung mit "Mono Mikroskop",Kamera
> und Monitor am günstigsten.

Da ist was dran. Ich bezweifle langsam, dass mir ein Stereomikroskop was 
bringen würde, so häufig wie ich höre, dass es dann doch nicht mehr 
verwendet wird. Und wenn, dann sollte ich nicht das teure Stativ deshalb 
kaufen, sondern eine Eigenbaulösung für Stativ/Gelenkarm verwenden.
Vielleicht gibts ja auch irgendwann Lösungen mit VR-Brille + 2x CAMs für 
3D-Sicht und man benötigt kein optisches Mikroskop mehr.

Andreas S. schrieb:
> Das "durchgucken" durch die Okulare ist mir persönlich zu anstrengend.
Glaube ich gern. In meiner Erinnerung mit Monokularen Mikroskopen war es 
auch immer anstrengend.

Andreas S. schrieb:
> Noch etwas : meine Kamera kann Autofocus - ich habe es aber
> ausgeschaltet.


Andreas S. schrieb:
> Noch etwas : meine Kamera kann Autofocus - ich habe es aber
> ausgeschaltet.
> Es war ein Versuch wert - dass automatische Ändern der Fokusebene nervt
> in der Praxis.
> Ich fokusiere lieber manual auf einen Punkt der mir in der Situation
> wichtig ist und stelle gegebenfals noch etwas manuell nach.

Das interessiert mich doch sehr näher. Für Inspektion ist das Feature 
sicher gut, aber für das Löten sicher nicht so sinnvoll, oder?
Aber mit "manuell" fokusieren ist ja trotzdem gemeint, dass man mit dem 
Mausrad dann fokusiert, oder? Ist das trotzdem angenehmer, als über das 
mechanische am Objektiv.

Welche CAM hast du (Händlerlink von Aliexpress wäre nett).

von Hannes J. (pnuebergang)


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Timo N. schrieb:
> Zumindest die Aufnahme von so Mikroskop-Kameras im Kopf
> ist scheinbar standardisiert als C-Mount / CS-Mount (Was jetzt
> eigentlich? Beides hat 1" /25mm Gewinde).

Hmm, eigentlich sind das Objektivanschlüsse. Ist mit "Kopf" das Objektiv 
gemeint?

Der Unterschied liegt im Fokuspunkt, wo das Objektiv den Kamerasensor 
erwartet. Einer von den  Anschlüssen kann mittels eines Adapterrings, 
der den Fokuspunkt verschiebt, kompatibel zum anderen gemacht werden. 
Ich weiß aber nicht mehr ob C oder CS. Umgekehrt geht es nicht (es gibt 
keine Adapter mit negativer Höhe :)).

von Clemens S. (zoggl)


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https://de.aliexpress.com/item/1005004840146554.html

Hab das hier. Der Ständer selbst ist gut, die Verankerung in der Platte 
ist aber zu weich. Wird gerade gegen eine stabile Alu Platte 
ausgetauscht.

Zu dem verstellarm: habe ich erst einen brauchbaren gesehen, der kostete 
aber ein Vermögen und wenn die Befestigung nicht absolut sabil ist, 
bring das erst wieder nichts.

Die Kamera ist gewaltig. Die Bilder sind echt gut. Bin gerade dabei 
einen Polfilter nachzurüsten. Fokus lässt sich gut einstellen und die 
Fernbedienung passt auch. Eine PC Software wäre gut gewesen, um Bilder 
direkt damit aufzunehmen und dorthin übertragen zu können.

Mit der 0,5er Linse (nimm das Set) ist der Arbeitsabstand mit 150mm zum 
Löten gut. Der Zoom ist gut und der Fokus bleibt beim Zoomen erhalten.

Jetzt zum großen ABER:

Der Strahlweg ist extrem "eng" wenn ich bei den Zeiss in der Arbeit 
leicht schräg in das Okular schaue, wird das Bild leicht beschnitten. 
Bei dem Eakins ist das Bild komplett weg.

Das macht das Arbeiten sehr anstrengend und nach 1h löten damit ist bei 
mir Schluss.

Ist es sein Geld wert? Ja absolut. Gibt es um 3k€ etwas besseres? Ja auf 
jeden Fall.

: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (bastelmax)


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Anmerkung : die Fläche die begutachtet wird ist ja nur wenige
mm², d.h. da ich muss sowieso die Platine hin und her schieben.
Das ist meiner Meinung nach besser als die komplette Mechanik mit
entsprechender Ausladung,incl. Gelenkarm mit Mikroskop usw.
über die Platine "kreisen" zu lassen (was auch viel Platz braucht).
Je weniger Mechanik umso geringer der "Wackelfaktor" besonders bei der
geringen Schärfentiefe reicht schon ein leichtes Anstoßen an den Tisch /
Gelenkarm aus.
Ich habe nur ein 32er Rohr incl. Fuß, eine Tischzwinge wo der Fuß
aufgeschraubt ist und die Aufnahme für das Mikroskop.
Hier mal einige Links zur Orientierung :

Tischzwinge : 
https://www.bueromarkt-ag.de/tischklemme_waldmann_tk_165_mit_schraubklemme,p-190007019.html

oder : https://de.aliexpress.com/item/1005006777239060.html

Fuss : https://de.aliexpress.com/item/1005009099890330.html
Ich habe für den Fuß,ein passendes 32er Präzisionsstahlrohr aus
Edelstahl zu schneiden lassen.
Den Fuss habe ich in der Schlosserei dann auf 32mm aufbohren lassen.
Dass 32er Rohr sitzt in einer leichten Presspassung "bomben" fest.
Wer die Möglichkeit für Dreh / und Frässarbeiten hat,kann sicherlich
selbst eine passende Lösung herstellen.

Mikroskop : https://de.aliexpress.com/item/1005009239874504.html
(Color: 180X Eyepiece / 52,69€ )
Barlow Linse für mehr Vergrößerung ist nicht umbedingt erfoderlich -
kann bei Bedarf nach gerüstet werden.

Aufnahme mit Adapter : https://de.aliexpress.com/item/32632589723.html

LED Leuchte : https://de.aliexpress.com/item/32827896517.html

Alles nur Beispiele - man sollte auch die Preise vergleichen.

Beteffs Autofokus : bei der Inspektion mag dass schön sein - aber
des ständige Regeln und die Geräusche sind für mich persönlich
etwas störend.
Beim Löten etc. liegt sowieso alles in etwa auf der gleichen Höhe / 
Ebene,
d.h. da kann man u.U. auf den Autofokus verzichten.
Und Kameras mit Autofokus sind nochmals eine andere Preisklasse.
Da würde ich lieber dass gesparte Geld in eine gute HD Kamera mit
SONY Sensor, mit z.B. 5MP / 1080p Auflösung und HDMI incl. "Funkmaus" 
investieren.
Eine Funkmaus ist praktischer als den Kabelsalat ständig auf den Tisch 
zu
haben.
Zumal die Maus nicht ständig gebraucht wird - nur wenn Einstellungen 
geändert werden etc.
Extra Software ist nicht erfoderlich - die HDMI Kameras haben alles 
Onboard, d.h. kein PC muss ständig laufen.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7995895 wurde vom Autor gelöscht.
von Andreas S. (bastelmax)


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Ich kann meinen Beitrag nicht mehr ändern - daher diese Korrektur :
https://de.aliexpress.com/item/1005005820117487.html
Diese Ausführung mit  "200x" habe ich (ohne Barlow Linse).
Die "200x" Ausführung reicht dicke aus - siehe Foto mit Einstellung
am unteren Einstellring auf "0,7x"

von Timo N. (tnn85)


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Hannes J. schrieb:
> Hmm, eigentlich sind das Objektivanschlüsse. Ist mit "Kopf" das Objektiv
> gemeint?

Nein, es ist mit Kopf schon der dritte "Port" im trinokularen Mikroskop 
gemeint. Normal kommt da noch irgendwie so ein "0.5x Mount Adapter" oder 
"0.35x Mount Adapter" oder so drauf, der selbst dieses C/CS-Mount 
Gewinde mit 1" hat. Und genau bei dem Port weiß ich nicht, ob der von 
der Öffnungsgröße standardisiert ist (für den Adapter).

Clemens S. schrieb:
> Der Strahlweg ist extrem "eng" wenn ich bei den Zeiss in der Arbeit
> leicht schräg in das Okular schaue, wird das Bild leicht beschnitten.
> Bei dem Eakins ist das Bild komplett weg.

Alles nur Dinge, die mich von optisch/Stereomikroskop abschrecken. Lese 
auch viel, dass Leute die mit "nur" Kamera anfangen besser damit zurecht 
kommen, als Leute die umsteigen (von optisch auf digital). Mit 
Bildschirm ist es angenehmer zu arbeiten als durch die Okulare zu 
schauen. Und nur darum geht es doch.

Clemens S. schrieb:
> Mit der 0,5er Linse (nimm das Set) ist der Arbeitsabstand mit 150mm zum
> Löten gut. Der Zoom ist gut und der Fokus bleibt beim Zoomen erhalten.

Das mit Zoomen und Fokusieren versteh ich noch nicht so. Bei meinem 
"billigen" "100x" Objektiv, drehe am Objektiv für den Zoom und muss dann 
zum Fokusieren den Arbeitsabstand mit der Einstellung am Lineargetriebe 
von der Halterung (genau das hier mit 42mm: 
https://de.aliexpress.com/item/32847432030.html)  verändern oder vice 
versa.
Meist ändere ich den Zoom durch Vergrößern/Verkleinern des Abstands des 
Objektivs von der Fokusebene und passe den Fokus durch drehen am 
Objektiv wieder an, weil ich so wackelfrei etwas verändern kann.
Wie bleibt denn  bitte der Fokus beim Zoomen erhalten?

Was mir auch erst jetzt beim Beschäftigen mit dem Thema wie Schuppen von 
den Augen gefallen ist:
Mein Objektiv hat als Angabe (ohne Gewähr) z.B.:

8X-100X Zoom C-mount Lens:
Work distance: 40mm-155mm
Zoom ratios: 1:17
Magnification Power by 0.12 - 2X (about 8X - 100X on the Monitor)
view field of Max multiple : 4.8mm*2.7mm
view field of Min multiple : 22mm*12.5mm
Size: 115mm(L) * 40mm(DIA)
Weight: 210g

D.h. es hat nur eine Einstellung von 0.12x -2x und die "Vergrößerung" 
hängt natürlich mit der Größe des verwendeten Monitors zusammen. Also 
sind die Angaben 8x-100x völlig irrelevant und nur als Orientierung zu 
verstehen. Eine Angabe der Monitorgröße in der Beschreibung wäre 
hilfreich.

Ich habe gemerkt, dass bei meinem Monitor (19" / 460mm sichtbare 
Diagonale / 410mm sichtbare in der Horizontalen) folgende Vergrößerungen 
mit dem 8x-100x Objektiv erreichbar sind:

Max Zoom: ~5mm sichtbar (in der Horizontalen) @ 410mm Breite -> 
410mm/5mm = 82x fache Vergrößerung
Arbeitsabstand von Objektivunterseite bis Arbeitsoberfläche 
(Fokusebene): 45mm.

Das ist für mich vollkommen ausreichend vom Abstand um löten zu können.

Min Zoom: ~46mm sichtbar (in der Horizontalen) @ 410mm Breite -> 
410mm/46mm = 9x fache Vergrößerung.
Arbeitsabstand von Objektivunterseite bis Arbeitsoberfläche 
(Fokusebene): 360mm.

Die 360mm kann ich meine Kamera gar nicht auf dem beiliegenden Ständer 
nach oben fahren. Da brauche ich wohl einen anderen.  Auf der anderen 
Seite brauche ich auch nicht unbedingt so eine kleine Vergrößerung.

Mit einer Barlow-Linse könnte ich dann vermutlich den Abstand verringern 
für die kleinste Vergrößerung? Aber ich glaube bei meinem Objektiv mit 
40mm Durchmesser passen die angebotenen Barlow-Linsen mit 42mm Gewinde 
nicht. Da braucht man vermutlich die anderen Objektive mit 180x Zoom mit 
50mm Durchmesser.

Andreas S. schrieb:
> Anmerkung : die Fläche die begutachtet wird ist ja nur wenige
> mm², d.h. da ich muss sowieso die Platine hin und her schieben.
> Das ist meiner Meinung nach besser als die komplette Mechanik mit
> entsprechender Ausladung,incl. Gelenkarm mit Mikroskop usw.
> über die Platine "kreisen" zu lassen (was auch viel Platz braucht).

Ich möchte auch beim Arbeiten nicht die Mechanik hin- und herschieben. 
Ich möchte die Mechanik nur einmal an einer günstigen Position 
positionieren/ausrichten  und dann darunter beim Arbeiten/Löten die 
Platine frei hin und herschieben können. Das geht mit einem Fuß, als 
Arbeitsoberfläche darunter nicht, wenn der Fuß klein ist.

Andreas S. schrieb:
> Je weniger Mechanik umso geringer der "Wackelfaktor" besonders bei der
> geringen Schärfentiefe reicht schon ein leichtes Anstoßen an den Tisch /
> Gelenkarm aus.

Agreed.

Andreas S. schrieb:
> Ich habe nur ein 32er Rohr incl. Fuß,

"Nur". 32er Rohr ist scheinbar das größte von den üblichen 22mm / 25mm 
/32mm. Ich hab nur ein 22mm Rohr. Wandstärke zählt natürlich auch für 
die Stabilität und an wie vielen Punkten das Rohr befestigt ist. Ich 
wollte für das Kameramikroskop das Rohr mit Rohrschellen an einem 
Vesa-Monitorhalter befestigen. Glücklicherweise gibt es aus dem 
Sanitärbereich für 22mm-Rohr diese zu genüge, da 
1/2"-Kupferrohr/Gussrohr genau 22mm im Außendurchmesser hat. Mal 
schauen. Hier könnte ich auch fündig werden, wenn ich mal eine längeres 
Rohr brauche um den Arbeitsabstand zu erhöhen.
Der Kamerahalter/Lineargetriebe geht eigentlich gut mit anderen Rohren 
mit 22mm. Das Rohr muss jetzt nicht sehr präzise sein, da man den 
Kamerahalter an dem Rohr normal sowieso fest anklemmt und dann nur noch 
über das Getriebe zoomt/scharf stellt.

Andreas S. schrieb:
> LED Leuchte : https://de.aliexpress.com/item/32827896517.html

Bin überrascht über die Preise von den LED-Leuchten mit Schwanenhals . 
Die "guten" kosten um die 90€: 
https://de.aliexpress.com/item/4000041917646.html
Die Befestigung des Ringlicht an dem 40mm-Objektiv ist leider 
katastrophal, da das Ringlicht eigentlich für die Befestigung an einem 
optischen Mikroskop gedacht ist (mit den drei radialen Schrauben). 
Außerdem ist bei geringem Arbeitsabstand keine ausreichende Beleuchtung 
der Arbreitsfläche mehr vorhanden. Hier braucht man dann sowieso 
Beleuchtung von der Seite (Schwanenhals). Hinzu kommt, dass die 
Beleuchtung von oben blendet (Spiegelung).

Andreas S. schrieb:
> Da würde ich lieber dass gesparte Geld in eine gute HD Kamera mit
> SONY Sensor, mit z.B. 5MP / 1080p Auflösung und HDMI incl. "Funkmaus"
> investieren.

Naja Sony Sensor haben die ja alle. Irgendwas mit Sony IMX...

Bisher konnte ich folgende Sensoren finden:
Sony IMX323
Sony IMX307
Sony IMX290 (wo bei manchen Kameras aber ein IMX185 drinstecken soll)
Sony IMX385

Meine hat laut Angebotslink z.B. angeblich den IMX323 mit 1/3 Zoll, 
Pixelgröße 2.8x2.8µm und "14MP". Da er nur 1080p schafft, kann die 
Angabe 14MP nur falsch sein. 1920x1080 entspricht 2.07 MP. Keine Ahnung 
wie viel FPS, würde vermuten nur 30 FPS, laut Beschreibung bei ähnlichen 
aussehenden Cams jedoch 60FPS. Für den Preis mit Stand 2019 wäre das 
vollkommen ok, egal ob 30 oder 60FPS.

Die ganzen Angaben mit xxMP bei den verschiedenen Kameras sind dann doch 
eher fraglich, wenn der Sensor laut Datenblatt das nicht hergibt, oder?

Ich habe aber dank diesem Video:
https://youtu.be/1jV7Qzr3OQ0?si=R-4wQruQkPgwnFbO&t=1053
auch mal in meine Kamera reingeschaut und auf der Sensorplatine steht 
bei mir "YW5609_IMX307_V2", was mich vermuten lässt, dass ich den 
(besseren? [relativ zum IMX323]) IMX307 drin habe. Ob es trotz 
Aufschrift anders ist? Kann ja auch nur Platinenaufschrift falsch sein.
Sensor: SONY IMX307 mit 1/2.8", Pixelgröße 2.9x2.9µm

Manche neueren Autofocus-Kameras haben ebenfalls den Sensor IMX307 bzw. 
werden damit beworben. Der IMX307 soll 60FPS schaffen. Da kommt es 
vermutlich aber auch auf den verbauten Prozessor an, der die 
Schnittstellen-Konvertierung auf HDMI macht?! Kenne mich da nicht aus.

Ich hatte mir erst diese Kameras mit AF angeschaut:
https://de.aliexpress.com/item/32352102280.html
und
https://de.aliexpress.com/item/1005008944227739.html

beide auch mit Sony IMX307 Sensor.

2k/4k nutzt mir bei meinem Monitor sowieso nichts und soll bei den 
meisten Kameras, die das bewerben gar nicht funktionieren. Jedenfalls 
würden keine Aufnahmen damit funktionieren. Nach den ganzen 
Unklarheiten, welcher Sensor denn nun wirklich in den Cams verbaut ist, 
ergibt das auch Sinn.

Die erste oben verlinkte AF-Cam ist deutlich günstiger, aber ich habe 
darüber auch schon negative Bewertungen bei anderen Händlern bei 
AliExpress gelesen.
Die zweite sieht professioneller aus und hätte in der "U disk storage" 
Variante mit Speicherfunktion irgendwelche Messfunktionen und Ausgabe 
des Videostreams über Ethernet?
Weder Messfunktion (wie soll das bei unbekanntem Vergrößerungsfaktor 
überhaupt funktionieren) und Video über Ethernet brauche ich aber nicht. 
Den Preis finde ich aber zu hoch, da der Sensor ja scheinbar nicht 
besser ist als der, den ich sowieso schon habe. Mir fehlt nur die 
Speicherfunktion und wenn schon Upgrade der Kamera für sehr teuren 
Preis, dann nicht nur um den Speicher.

Es gibt einen Anbieter, der auch die IMX385 mit AF anbietet. Allerdings 
nur im Set zu einem noch höheren Preis.

https://de.aliexpress.com/item/1005008488007477.html


Ich habe mir mal die Mühe gemacht die ganzen Shops, die "Eakins" 
Mikroskope und Kameras verkaufen  ausfindig zu machen:

1) 97.0% positive reviews 9.4K followers
Store name: Eakins Micscope Store (ja, Micscope ohne "r")
Store ID: 3200040
Open since: Sep 18,2017
https://eakinsmicscopestore.de.aliexpress.com/store/3200040?spm=a2g0o.store_pc_allItems_or_groupList.pcShopHead_6319879.0

Hier habe ich schon gekauft. Damals aus Spanien geliefert.

2) 96.8% positive reviews 3.5K followers
Store name: Eakins Repair Tools Store
Store ID: 2345154
Open since: Jul 26,2016
https://de.aliexpress.com/store/2345154?spm=a2g0o.store_pc_home.pcShopHead_9509666.0

3) 95.3% positive reviews 10.9K followers
Store name: Eakins Microscope Store (ja, Microscope richtig geschrieben)
Store ID: 610200
Open since: Feb 17,2012
https://eakins.aliexpress.com/store/610200?spm=a2g0o.detail.0.0.7390HRzhHRzhtm

Hinweis: Dieser Store wird im Netz (EEVBlog/Youtubevideo) oft als 
"Betrüger" bezeichnet, da Cams mit falschen Sensoren geliefert werden 
und auf Nachfragen nicht reagiert wird.

4) 96.1% positive reviews 15.3K followers
Store name: Eakins Store
Store ID: 836673
Open since: Sep 20,2013
https://industrial-microscope.aliexpress.com/store/836673?spm=a2g0o.detail.0.0.4266DY1VDY1VmD

5) 93.7% positive reviews 1.0K followers
Store name: Shop1102212525 Store
Store ID: 1102212525
Open since: Aug 2,2022
https://www.aliexpress.com/store/1102212525?spm=a2g0o.detail.0.0.5aa0viqfviqftP

6) 95.6% positive reviews 5.1K followers
Store name: Huaxin Tool Store
Store ID: 2081027
Open since: Mar 11,2016
https://www.aliexpress.com/store/2081027?spm=a2g0o.detail.0.0.227au2M3u2M3gK

Andreas S. schrieb:
> Ich kann meinen Beitrag nicht mehr ändern - daher diese Korrektur :
> https://de.aliexpress.com/item/1005005820117487.html
> Diese Ausführung mit  "200x" habe ich (ohne Barlow Linse).
> Die "200x" Ausführung reicht dicke aus - siehe Foto mit Einstellung
> am unteren Einstellring auf "0,7x"

Hätte gerne gewusst, welche Kamera du genau hast. Ich denke auch, dass 
200x mehr als reicht. Ich denke 130x/180x reicht schon, aber auf die 
100x / 130x von mir kann man leider wegen dem Durchmesser keine Barlow 
Linse befestigen, weil es die dafür nicht gibt. Deswegen sollte man da 
womöglich drauf achten, dass man die mit 50mm Durchmesser nimmt. So wie 
deins.

: Bearbeitet durch User
von Clemens S. (zoggl)


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Timo N. schrieb:
> Wie bleibt denn  bitte der Fokus beim Zoomen erhalten?

Bei richtiger Auslegung der Optik kannst du den Zoom verstellen, ohne 
die Fokusebene zu verschieben.

Dafür musst du aber auch beide Okulare verstellen können. Ist dann etwas 
eine Spielerei das alles aufwinander einzustellen, ich möchte dieses 
Komfort Feature aber nicht missen.

Habe mich mit Digitalen Mikroskopen nie anfreunden können. Werde weiter 
bei einem biokularen Mikroskop bleiben. Es war nur der einzige große 
Qualitätsunterschied der mir aufgefallen ist.

Timo N. schrieb:
> Arbeitsabstand von Objektivunterseite bis Arbeitsoberfläche
> (Fokusebene): 45mm.

Probier das mal mit einem mock up aus. Finde 100mm schon arg eng.

von Timo N. (tnn85)


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Clemens S. schrieb:
> Dafür musst du aber auch beide Okulare verstellen können. Ist dann etwas
> eine Spielerei das alles aufwinander einzustellen, ich möchte dieses
> Komfort Feature aber nicht missen.

Ok, das geht dann vermutlich nur mit einem optischen Mikroskop mit 
Okular + Objektiv? Oder worauf muss man da bei der Wahl des Objektivs 
achten?

von Clemens S. (zoggl)


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Musste ich googeln. Das Feature heißt parfokaler Zoom.

https://en.wikipedia.org/wiki/Parfocal_lens

Geht auch bei digitalen Mikroskopen, macht man aber scheinbar nicht, da 
das Ding dann mehr chromatische Fehler hat. Bei Optischen korrigiert das 
Auge den Schärfenfehler mit aus (Meint Google)

: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (bastelmax)


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Also ich habe mir was besseres / teueres geleistet, nachdem ich mit den 
Billigangeboten schon auf die Nase gefallen bin :

https://de.aliexpress.com/item/4000047489247.html

https://www.sony-semicon.com/files/62/flyer_security/IMX178LQJ_Flyer.pdf

Der Preis scheint erst einmal sehr hoch - aber :
großer Sensor (kostet Geld) , d.h. bessere Abbildungsgüte und
mehr "Lichtempfindlichkeit" und weniger Rauschen bei weniger Licht.
(Spiegelreflexkameras mit einen Vollformatsensor kosten auch ihr Geld).

Weiterhin hat sie eine hohe Framerate über HDMI - d.h. kein Ruckeln beim 
Bewegen der Platine unter den Mikroskop.
Es gibt noch die Möglichkeit einen WIFI Stick zu nutzen und eine 
Software auf den PC zu installieren und somit die Kamera "PC tauglich" 
zu machen.
Das braucht man meiner Meinung nur, wenn irgend etwas protokolliert,
vermessen werden soll usw. (in der Produktion),
In der Werkstatt, auf den Basteltisch reich eine HDMI Anbindung mit
Monitor vollkommen aus.
Auch ist bei WLAN und einer Bildausgabe über den PC eine Latenz schon
deutlich vorhanden.

Die Obtik ist vom Rohr ca. 14 cm entfernt - also die Größe des Fußes 
spielt
bei mir keine Rolle. Mein Fuß ist ca. 6cm x 6cm groß - ich habe genügend 
Abstand zur Platine und ich kann mit ausreichend Platz die Platine hin 
und her schieben und darunter löten.
Mein Tipp : etwas mehr Geld in die Hand nehmen und etwas Gescheites 
kaufen.
Die Einschränkungen mit den Stereomikroskopen  mit integrierten 
Anschluss für eine Kamera haben sich anscheinend bestätigt - ich bin 
damit nicht glücklich geworden.
Der dritte Anschluss in der Mitte für die Kamera (Trinokular) kommt
das Bild / "Licht" abgezweigt über ein Prismensystem was sehr viel Licht
schluckt.
Bei den günstigen Kameras ist dass auch nicht so sauber ausgerichtet -
daher kommt nicht viel Licht / Helligkeit an und dass Bild auf den 
Monitor sieht sehr bescheiden aus (bei den "billigen" Mikroskopen 
zumindest) und wenn man nicht gerade Unsummen für ein Profimikroskop 
ausgeben will.
Meine Variante hat nur einen Strahlengang,kein Prismensystem usw. , d.h.
fast keine Verluste und das gesamte Licht was von der Optik aufgenommen 
wird geht auch auf die Kamera und dass merkt / sieht man ganz deutlich.
Es ist daher auch weniger Licht für die Ausleuchtung der Arbeitsfläche 
erforderlich und ein Schwanenhalssystem mit LED reicht vollkommen aus.
Die Beispielaufnahmen die ich mit hochgeladen habe zeigen dass recht 
gut.

von Timo N. (tnn85)


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Clemens S. schrieb:
> Musste ich googeln. Das Feature heißt parfokaler Zoom.

Achso. Ich dachte das ist das Gleiche wie simulfokal,  was bei 
trinokularen Mikrsokopen wie bei der AmScope SM-4T Serie dafür sorgt, 
dass sowohl Kamerabild, also auch Bild durch Okulare bei Veränderung des 
Zooms im Fokus sind.

Wusste nicht, dass es sowas gibt. Danke.
Im Grunde das hier: https://www.youtube.com/watch?v=fQ-SzomrReU

Andreas S. schrieb:
> Also ich habe mir was besseres / teueres geleistet, nachdem ich mit den
> Billigangeboten schon auf die Nase gefallen bin :
>
> https://de.aliexpress.com/item/4000047489247.html

Danke dir. Die ist eicht nicht gerade günstig.
Im EEVBlog habe ich von der Maant XJ-2 gelesen:
https://de.aliexpress.com/item/1005006994984243.html

In der echt ein IMX678 1/1.8" drin sein soll, bzw. 4k@60fps möglich sein 
soll.
Halt ohne Autofokus. Der Preis wäre auch fair.
Insgesamt wird aber auch oft gesagt, dass der Qualitätsunterschied 
zwischen 1080p/4k nicht wirklich zu sehen ist.  Vorteil der größeren 
Sensoren ist halt aber auch, dass sie mit weniger Licht (= weniger 
blendendem Licht) auskommen.

Andreas S. schrieb:
> Weiterhin hat sie eine hohe Framerate über HDMI - d.h. kein Ruckeln beim
> Bewegen der Platine unter den Mikroskop.
Damit hatte ich auch keine Probleme bisher. Scheint ein Relikt aus der 
USB-Zeit zu sein.

Andreas S. schrieb:
> Die Einschränkungen mit den Stereomikroskopen  mit integrierten
> Anschluss für eine Kamera haben sich anscheinend bestätigt - ich bin
> damit nicht glücklich geworden.

Ok, ich lege den Gedanken an ein Stereomikroskop erstmal ad acta und 
konzentriere mich auf eine andere Kamera/Optik + Halterung und neuen 
Monitor mit 1080p (bisheriger Monitor hat nur 1440 x 900, wusste ich bis 
zur Recherche jetzt gar nicht).

Meine Eigenbaulösung der VESA-Monitorhalterung mit altem 22mm Kupferrohr 
scheint gut zu funktionieren:
https://www.hornbach.de/p/kupferrohr-o-22-mm-wandstaerke-1-mm-stab-1-m/6142756/
https://www.hornbach.de/p/rohrclip-22mm-10-stueck/7292654/
https://de.aliexpress.com/item/32847432030.html

Sehr stabil und ich kann die Kamera gut in der Höhe verstellen und 
wegklappen.

von Andreas S. (bastelmax)


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Timo N. schrieb:
> Im EEVBlog habe ich von der Maant XJ-2 gelesen:
> https://de.aliexpress.com/item/1005006994984243.html
>
> In der echt ein IMX678 1/1.8" drin sein soll, bzw. 4k@60fps möglich sein
> soll.
> Halt ohne Autofokus. Der Preis wäre auch fair.

Bei den Preis wäre ich ich vorsichtig - die Chinesen versprechen viel.
Es gibt Fake Sensoren bzw. nach gemachte Sensoren mit schlechteren
optischen und technischen Eigenschaften.
Manchmal wird auch ein schlechter Sensor verbaut und der bessere 
angegeben.

Und lese mal genau den Beitrag im eevblog durch - da scheint es auch
mit der Qualatät (Framarate etc.) Probleme zugeben.
Also wie ich schon schrieb nicht an wichtigen Dingen wie z.B. bei einer
Kamera am Preis sparen - Du ärgerst Dich später nur rum (habe ich 
leidvoll selbst erfahren müssen)
Wenn alles Fertig ist, Rückmeldung mit Fotos vom Aufbau und bitte auch 
Mikroskopaufnahmen und welche Kamera verwendet wird.

: Bearbeitet durch User
von Timo N. (tnn85)


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Andreas S. schrieb:
> Bei den Preis wäre ich ich vorsichtig - die Chinesen versprechen viel.
> Es gibt Fake Sensoren bzw. nach gemachte Sensoren mit schlechteren
> optischen und technischen Eigenschaften.
> Manchmal wird auch ein schlechter Sensor verbaut und der bessere
> angegeben.
>
> Und lese mal genau den Beitrag im eevblog durch - da scheint es auch
> mit der Qualatät (Framarate etc.) Probleme zugeben.

Ich meine den Beitrag:
https://www.eevblog.com/forum/reviews/mechanic-8k-sony-imx678-microscope-camera-worth-getting-for-micro-soldering/msg6152313/#msg6152313

Geht eigentlich um die Mechanic MOS-8K, aber der Beitragende hat die 
beiden verglichen und findet die MaAnt Eagle Eye XJ-2 besser. Ich glaube 
FPS Probleme hatte er nicht (Update-Antwort etwas weiter hinten).

Ich hab auch keine Ahnung. Deine hat ja noch Autofocus. Das macht gerne 
einen Preisunterschied von 300€ aus. Insofern relativiert sich die 
Aussage. Und du meintest ja, dass Autofocus jetzt nicht unbedingt der 
Bringer ist. Zumal es auch schlechter AF sein kann. Hast du mal in deine 
Cam reingeschaut und geschaut ob da auch wirklich der Sensor drin ist, 
wie versprochen. Ich denke egal wie viel Geld man bei AliExp ausgibt. Ob 
man betrogen wird hängt nicht vom Preis ab sondern ehr vom Glück 
(Rezensionen etc bringen auch nichts, nur Erfahrungen anderer User mit 
Links zu den exakten Shops/Produkten).

Im Übrigen ist in dem Beitrag auch verlinkt, dass man aufgrund der Optik 
/ Numerische Apertur (NA) keinen Vorteil mehr von einer höheren 
Auflösung hat. Insofern vermute ich, dass man mit einer Cam, die 1080p 
flüssig mit 60FPS bringt alles hat, was man braucht und man und 4k/8k 
keinen wirklichen Vorteil mehr bringen, der enorme Mehrausgaben 
rechtfertigt. Zumal mein Monitor das eh nicht her gibt.

Ich hab mir jetzt nen anderen Monitor mit Full-HD geholt, dass überhaupt 
mal das Bild in voller Auflösung angezeigt wird und hab dabei gemerkt, 
dass meine jetzige Kamera etwas Rauschen ausgibt, aber vollkommen im 
Rahmen meiner Anforderungen. Das Bild ist insgesamt nochmal deutlich 
besser als vorher.

Durch meine neue Konstruktion mit VESA-Schwenkarm + 450mm Kupferrohr 
(Befestigung des Rohrs auf 2/3 Höhe) wackelt die Kamera nun ordentlich 
bei ändern des Zooms für kurze Zeit. Abschaffen könnte ich das, in dem 
ich das Rohr (endet 10cm über dem Schreibtisch) für Arbeiten auch hier 
einspanne. Wenn ich aber den Zoom/Schärfe eingestellt habe, komme ich 
auch nicht mehr dran und das Bild ist astrein. Im Fall der Fälle könnte 
ich auch schnell den ursprünglichen Ständer wieder rausholen. So ist es 
aber aufgeräumter.

Größtes Problem aktuell ist eher die Blendung durch das Licht. Hier 
brauch ich definitiv Schwanenhalt oder polarisiertes Licht+Linse. Du 
bist mit deinem Schwanenhals, den du oben verlinkt hast zufrieden?
Dass die Köpfe so groß sind und einzelne LEDs statt einem COB verwendet 
werden, gefällt mir bei dem Licht von dir nicht so sehr um ehrlich zu 
sein.

Mein LED-Ring hat nur 56 LEDs, statt den heute üblichen 144. Aber 
eigentlich ist es an sich nicht übel. Allerdings haben alle Ringlights 
eben den Malus, dass das Licht direkt von oben kommt, auf die Platine 
trifft und zurück in die Linse gespiegelt wird und dadurch blenden. Man 
braucht Licht von der Seite oder polarisiert.
Die angebotenen "guten" sind aber mit >80€ extrem teuer nur für Licht. 
Muss ich erstmal schauen, was für andere Lösungen es gibt. Eventuell 
auch was gebasteltes.

von Keks F. (keksliebhaber)


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Die Auflösung bei den Mikroskopen kann man ignorieren. Wichtig ist eher 
die Größe des Pixels auf dem Sensor. Bei lichtkritischen Bedingungen ist 
hier mehr besser. Das minimiert den Beleuchtungsbedarf bzw. das 
Ghosting.

Daher die Sensoren googlen und die Datenblätter und die 
Anwendungsvorschläge des Sensor-Herstellers.

So spart man sich Geld.

von Keks F. (keksliebhaber)


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Timo N. schrieb:
> Eventuell auch was gebasteltes.

3W 10000k Platinen werden bei Ali hinterher geworfen. Über die 
Sparschwein knacken Sache gibt es so 1-2€ in der Woche, das entspricht 
3-4 Platinen. Dazu gibt es pro Platine 5000 Spielpunkte, 10000 kannst du 
gegen 88ct Guthaben tauschen, wieder eine Platine und 5000 Punkte, und 
es bleiben noch 30ct.

Linsen dazu gibt es auch als Konvolut sehr günstig. Ganz billige 
Schwanenhälse und Treiber, schon hast du deine 10 Arme mit insgesamt 
30W, die du beliebig platzieren kannst. Aus dem Schrott irgendwelche 
Kühlkörper-Abschnitte draufkleben, können bei <3W ja klein ausfallen.

von Andreas S. (bastelmax)


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Hier mal ein Ausschnit aus den Boot Dump:

-------Sony IMX178 Sensor 5M30fps Initial OK!-------
cmos_get_isp_default_dhy
cmos_get_ae_default_dhy
^@^:care!!!!!now in imx178_cmos.c:cmos_fps_set,fps:30.000000
cmos_get_awb_default_dhy

Scheint ja wirklich der richtige Sensor zu sein :-)
Das Linuxsystem scheint von 2015 zu sein - also nicht mehr
so frisch :

Linux version 3.4.35 (wheatfa@ubuntu) (gcc version 4.8.3 20131202 
(prerelease) (Hisilicon_v300) ) #5 Mon Nov 2 13:27:44 CST 2015

Und anscheinend werkelt da ein ARM in der Kamera :


## Booting kernel from Legacy Image at 82000000 ...
   Image Name:   Linux-3.4.35
   Image Type:   ARM Linux Kernel Image (uncompressed)
   Data Size:    3042216 Bytes = 2.9 MiB
   Load Address: 80008000
   Entry Point:  80008000
   Loading Kernel Image ... OK
OK

Starting kernel ...

Über die richtige Beleuchtung kann man sich streiten - den Schwanenhals
finde ich praktisch - lässt sich dahin verbiegen wie es am besten passt
(keine Reflexion,Blendung etc.) und ist direkt an der Stelle wo dass 
Licht
gebraucht wird.
Wer will kann zur Not auch die Einzel LED Platinen auf COB umbauen.
Aber für mich ist es so (erst einmal) in Ordnung.

: Bearbeitet durch User
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