Neues Gesetz soll Recht auf Reparatur stärken Hersteller sollen elektronische Geräte künftig zu fairen Bedingungen reparieren. Verbraucherschutzministerin Hubig stützt sich auf eine EU-Richtlinie. https://www.wiwo.de/politik/deutschland/recht-auf-reparatur-neues-gesetz-soll-verbraucherschutz-staerken/100191667.html Heißt das, stolze Europäer bekommen mehr Rechte, chinesische Geräte zu reparieren? Oder werden Geräte zur Reparatur nach China geschickt? -------------------------------------------------- Bitte hier nicht klicken: Beitrag "Recht auf Reparatur?" --------------------------------------------------
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Georg M. schrieb: > Heißt das, Es könnte bedeuten, daß außereuropäische Anbieter neue Auflagen erfüllen müssen, wenn sie ihre Produkte im europäischen Markt anbieten wollen. Wie in der Praxis und im Einzelfall die Umsetzung aussehen wird, wird man sehen.
Ich denke man wird eher sehen, wie die sich drum herum mogeln warum Reparaturen an ganzen Baugruppen nicht möglich oder unzumutbar sind etc. Ein bißchen richtig harte Vergussmasse, angeblich zur Kühlung oder Abdichtung, schon wird jeder Reparaturversuch unwirtschaftlich.
Wobei sich wieder mal das alte Sprichwort bewarheitet: Recht haben und Recht bekommen, sind 2 Paar Schuhe...
Gerald B. schrieb: > Wobei sich wieder mal das alte Sprichwort bewarheitet: Bewahrheiten tut sich da noch gar nichts, das ist hier alles nur Spökenkiekerei.
H. H. schrieb: > Gerald B. schrieb: >> Recht haben und Recht bekommen, sind 2 Paar Schuhe... > > Für Pferde kein Problem. Wo wir dann wieder beim alten Fritz sind. Der sagte: "das Denken sollte man den Pferden übrlassen, die haben die größeen Köpfe"
Mir würde es fürs Erste schon reichen wenn dieses Verdongeln von Hardware-Komponenten verboten wird. Also daß ich z.B. ein BMS an einem Elektrofahrzeug selbst zurücksetzen kann wenn ich am Akku gebaut habe und dafür keine Werkstatt brauche, die mir ganz viel Geld aus der Tasche zieht oder sagt das ginge gar nicht, da braucht man immer einen ganzen neuen Akku für 30k Euronen...
Sinnvoller wäre es eine Hinterlegung von Schaltplänen und ähnlichem gesetzlich verpflichtend zu machen, die dann z.B. nach 2 Jahren freigegeben werden. Gern ab einer Bagatellklausel von z.B. xxxx jährlich verkauften Geräten. Das da alle Firmen wegen IP-Schutz* und ähnlichem zu jammern anfangen ist klar. Es schadet ihrem Neugeschäft und ihrem Servicegeschäft. Auch Entwurfsfehler mit Serienfehlern würden schneller und dokumentiert auffallen. Aber es würde die Müllberge durch einfachere Reparatur und Messmöglichkeiten deutlich verringern. Das soetwas grundsätzlich ginge, sieht man ja an den Geräte- Elektronik-Innenphotos der FCC Messberichte für den amerikanischen Marktzugang, die man sich ja aus dem Netz angeln kann. * Das mit dem IP Schutz ist jedoch größtenteils Humbug, da der Wettbewerber, der es kommerziell nachbauen wird, sich ohnehin die Mühe eines Reengineerings machen wird.
H. H. schrieb: > Gerald B. schrieb: >> Recht haben und Recht bekommen, sind 2 Paar Schuhe... > > Für Pferde kein Problem. Die wollen aber auch keine ungleichmäßigen Schuhe. ;)
Und es müsste gesetzlich verpflichtend werden, das wenn bei IOT Geräten die Server abgeschaltet werden, ein letztes FW-Update rauszugeben, wo man dann die Möglichkeit bekommt sowas selbst, oder woanders zu hosten. Ansonsten heißt es: "Das Gerät ist nicht kaputt, es funktioniert nur nicht mehr"
Harald K. schrieb: > Es könnte bedeuten, daß außereuropäische Anbieter neue Auflagen erfüllen > müssen, wenn sie ihre Produkte im europäischen Markt anbieten wollen. > > Wie in der Praxis und im Einzelfall die Umsetzung aussehen wird, wird > man sehen. Es geht um die internationale Arbeitsteilung: die einen entwickeln und produzieren, die anderen reparieren und reinigen. Dementsprechend sind die Wertschöpfung und der technologische Fortschritt und letztendlich der Wohlstand.
Gerald B. schrieb: > Und es müsste gesetzlich verpflichtend werden dass ASSiA verboten wird, und alle anderen Techniken die ein dauerhaftes Standby erzwingen. Damit man die Geräte gefahrlos vom Stromnetz trennen kann.
Wenn man WIRKLICH Ressourcenprobleme hätte, müsste man das Pferd (um beim Thema zu bleiben) von hinten aufzäumen: Garnicht erst soviel produzieren. Und wenn, dann müssten Bau-/Ersatzteile zwischen SEHR vielen Geräten untereinander austauschbar sein, damit es sich überhaupt lohnt Ersatzteile vorrätig zu haben. aber wenn alle paar Tage alles anders wird, kann man das einem Hersteller natürlich nicht zumuten. Am besten zeigt sich das bei Leuchtmittel für moderne Autos. Lampen konnte man früher an fast jeder Tankstelle kaufen. Heute gibts für Modelle selbst innerhalb des selben Herstellers unterschiedliches Geleucht. Dann Facelift - wieder alles anders. Früher waren Geräte baulich gesehen einfach zu reparieren. Paar Schrauben raus drehen, schon kommste an die Innereien im Bügeleisen oder im Toaster ran. Heute ist es ein einziges Gegnaggel, wenn man da ran wollte. Welche Marktforschung hat das eigentlich ergeben? Du hörst ja immer gerne von Kundenwunsch etcpp. Mit der einfachen Reparierbarkeit haben die Hersteller jedenfalls nicht am Hungertuch genagt.
.● Des|ntegrator ●. schrieb: > Wenn man WIRKLICH Ressourcenprobleme hätte, > müsste man das Pferd (um beim Thema zu bleiben) > von hinten aufzäumen: > > Garnicht erst soviel produzieren. Das wäre gut für die Umwelt. So lange Wirtschaftswachstum das Maß aller Dinge ist, wird das aber nicht passieren. > Am besten zeigt sich das bei Leuchtmittel für moderne Autos. > Lampen konnte man früher an fast jeder Tankstelle kaufen. > Heute gibts für Modelle selbst innerhalb > des selben Herstellers unterschiedliches Geleucht. > Dann Facelift - wieder alles anders. Früher hatten Autos funzelige Bilux- oder H4-Birnen. Heute Matrix-LED Scheinwerfer, bei Rückleuchten z.T. schon mit individuell steuerbaren Pixeln, die per Video-Stream über 10-Base-T1S angesteuert werden. Ob man das braucht, dass man die Lichtsignatur per (kostenpflichtigem) SW-Update ändern kann? Sicher nicht. Matrix-LED Frontscheinwerfer möchte ich dagegen nicht mehr missen. Ich habe auch noch nie Defekte an LED-Beleuchtung am Auto gehabt. An älteren VWs habe ich allerdings schon häufiger Ausfälle an den Rückleuchten gesehen. Die waren offenbar noch nicht besonders ausgereift, oder zu sehr auf billig getrimmt. > Früher waren Geräte baulich gesehen einfach zu reparieren. > Paar Schrauben raus drehen, > schon kommste an die Innereien im Bügeleisen oder im Toaster ran. > Heute ist es ein einziges Gegnaggel, wenn man da ran wollte. > Welche Marktforschung hat das eigentlich ergeben? > Du hörst ja immer gerne von Kundenwunsch etcpp. Das ist kein Kundenwunsch, sondern Optimierung auf niedrige Produktionskosten. Schnappverbindungen, Kleben oder Nieten sind deutlich günstiger als Schraubverbindungen oder Nähen (bei Textilien). Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann
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