Hallo, so ein Oszilloskop ist in gewisser Weise auch ein nettes Spielzeug, man kann auf dem Bildschirm allerlei Unsinn darstellen. Ich fange mal mit einer Kurve an und jeder kann mitmachen. An der Darstellung beeindruckt die Schärfe des Elektronenstrahls und die Linearität der Ablenkung in X und Y, ersichtlich an der Rasterung. Für ein rein analog aufgebautes Gerät eine reife Leistung. Gustav
Oder als Scope Clock oder Spiele wie Pong, Snake oder Asteroids. https://www.youtube.com/results?search_query=scope+clock+asteroids Braucht dann natürlich externe Bespielung.
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Johann L. schrieb: > Oder als Scope Clock Das ist immer noch ziemlich beeindruckend mit dem Asteroids finde ich.
Gustav K. schrieb: > so ein Oszilloskop ist in gewisser Weise auch ein nettes Spielzeug, man > kann auf dem Bildschirm allerlei Unsinn darstellen. Ich fange mal mit > einer Kurve an und jeder kann mitmachen. Das haben wir hier schon ausführlich analysiert und diskutiert: Beitrag "Oszilloskop-Musik"
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Ich habe auch schon mal was ganz verrücktes mit dem Oszilloskop gemacht. Einfach nur zwei verschiedene Frequenzen über 2 Widerstände miteinander gemischt. Erst war die Dreieckfrequenz höher als die Rechteckfrequenz und beim zweiten mal war es umgekehrt. Mein HM 203-6 hat noch keine "ALT. Drucktaste", die kam erst beim HM 203-7 dazu. Aber die beiden CHOP.-Tasten DUAL und ADD sind schon vorhanden. Was ich eines Tages noch mal mit dem Oszilloskop testen möchte ist, was passiert wenn ich zwei Frequenzen auf einen Dual-Gate-Feldeffekttransistor gebe? Und der zweite Versuch ist, was passiert wenn ich einen Oszillator amplitudenmoduliere, wie bei einem echten Mittelwellensender? Johann L. schrieb: > Oder als Scope Clock oder Spiele wie Pong, Snake oder Asteroids. Ich habe mal gehört, wenn das Oszilloskop einen Z-Eingang hat, dann kann man damit sogar Fernsehn gucken, natürlich nur in schwarz-weiß.
Nicht rein analog sondern per Digital-Analog Wandler gabs das als Bauanleitung in einem hiesigen Bastlerjournal: https://www.heise.de/select/make/2017/5/1509043825945640
So sieht ein Fernsehbild auf dem Oszilloskop aus: https://youtube.com/shorts/hqKssQYLWaA?si=GrUC4kHuZpZWbi50
Hier eine von den netten Lissajous-Figuren. In den Austastlücken wird das Readout geschrieben. Üblicherweise laufen die Lücken durch und man sieht selbige nicht.
Wo bekommt man eigentlich einen Hochspannungsgenerator von 2-5kV für solche Bildröhren her?
Peter N. schrieb: > Wo bekommt man eigentlich einen Hochspannungsgenerator von 2-5kV für > solche Bildröhren her? Die Schaltung ja, bauen musst Du selber oder aus altem Gerät ausschlachten.. Prinzip Gegentaktoszillator. Und Spannungssynthese für andere Betriebsspannungen, da wird es komplizierter beim Nachbau. Im Bild fehlt der Abschirmkäfig, der gehört dazu beim Betrieb, sonst funkt es ;) ciao gustav
Karl B. schrieb: > Prinzip Gegentaktoszillator. Und Spannungssynthese für andere > Betriebsspannungen, da wird es komplizierter beim Nachbau. Bei einfachen Bildröhren war der Aufbau meist so: Ein Spannungswandler, der eine Spannung von wenigen kV erzeugte, alle benötigten Spannungen wurden dann daraus mittels Spannungsteilerketten erzeugt. So einen Spannungswandler selbst zu bauen, traue ich mir nicht zu (selbstgewicklte Spulen ergeben immer unerwartete Ergebnisse). Gibts nicht solche Boost-Module fertig zu kaufen?
Peter N. schrieb: > So einen Spannungswandler selbst zu bauen, traue ich mir nicht zu > (selbstgewicklte Spulen ergeben immer unerwartete Ergebnisse). Deswegen habe ich zu Zeiten noch Zeilentrafos gebunkert. Damit geht es sehr leicht, wenngleich falsche Polarität. Ein MOSFET und Freilaufdiode reicht fast schon. Ab und zu stehen ja noch CRT-Monitore am Straßenrand.
Korax K. schrieb: > X/Y reicht doch? Nee nee, den Z-Eingang gibt es bei einigen Oszilloskopen wirklich. Der befindet sich meistens auf der Rückseite des Gerätes, deswegen fällt er auch nicht sofort ins Auge.
> Nee nee, den Z-Eingang gibt es bei einigen Oszilloskopen wirklich. Der > befindet sich meistens auf der Rückseite des Gerätes, deswegen fällt er > auch nicht sofort ins Auge. IMHO ein Feature das man eher an älteren Scopes (70er) fiindet und muss von der Röhre auch "unterstützt" sein. Ich vermute, durch diese Zusatzsteuerung steigen die Kosten für die Röhre.
Harald K. schrieb: > Auf die Spitze getrieben wird so etwas hier: > > https://oscilloscopemusic.com/watch/n-spheres erinnert mich an die "Laserworld Showeditor" Software.
Bradward B. schrieb: > Ich vermute, durch diese > Zusatzsteuerung steigen die Kosten für die Röhre. Damit wird halt der Strahl in der Helligkeit variiert. Banal beschrieben einfach ein zusätzlicher Analogeingang für den Helligkeitsregler.
Nick schrieb: > Banal beschrieben > einfach ein zusätzlicher Analogeingang für den Helligkeitsregler. Yep. ciao gustav
Bradward B. schrieb: > IMHO ein Feature das man eher an älteren Scopes (70er) fiindet und muss > von der Röhre auch "unterstützt" sein. Ich vermute, durch diese > Zusatzsteuerung steigen die Kosten für die Röhre. Nein, die Helligkeitsmodulation geschieht über den Wehnelt-Zylinder und dieser ist wirklich in jeder <s>Kathoden</s>Elektronenstrahl-Röhre drinne.
Gustav K. schrieb: > so ein Oszilloskop ist in gewisser Weise auch ein nettes Spielzeug, man > kann auf dem Bildschirm allerlei Unsinn darstellen. Ich fange mal mit > einer Kurve an und jeder kann mitmachen. Boah da hast du aber was entdeckt, das gabs ja noch nie.
Karl B. schrieb: > Nick schrieb: >> Banal beschrieben >> einfach ein zusätzlicher Analogeingang für den Helligkeitsregler. > > Yep. Tatsächlich ein recht überschaubarer Schaltungskniff. Aber was bedeutet bei C402 der Wert 15K ? Ich kenne nur µF, nF und pF.
Hier noch eine etwas komplexere Figur und wieder beeindruckt die Schärfe des Elektronenstrahls. Könnte beinahe als moderne Kunst durchgehen.
Gustav K. schrieb: > Könnte beinahe als moderne Kunst durchgehen. In Kombination mit Musik ist es eine Kunstform: Beitrag "Re: Oszilloskop-Musik"
Gustav K. schrieb: > Hier noch eine etwas komplexere Figur und wieder beeindruckt die Schärfe > des Elektronenstrahls. Hm, IMHO liegt es weniger an der Kaustik des Elektronenstrahl als an dem geringen/begrenzten Nachleuchten der Schicht auf der Röhre, vermutlich unterstützt durch die schnelle Bewegung über weite Teile des Schirms. > Könnte beinahe als moderne Kunst durchgehen. Hehe, mathematisch generierte Kunst gibt es dank Guillochiermaschinen schon auf alten Banknoten und man denke an das Kinderspielzeug Spirograph . * https://de.wikipedia.org/wiki/Guilloche * https://de.wikipedia.org/wiki/Spirograph_(Spielzeug)
Gustav K. schrieb: > Aber was bedeutet bei C402 der Wert 15K ? Interessanter Einwurf. Könnte auch Angabe über Material sein "K" wie Keramik. Ist aber nicht, wenn man sich auch die anderen Kondensatoren des ganzen Schaltbildes anschaut. Die Plausibilität ergibt "Nanofarad". Philips hatte 1970, oder wann dieses Gerät produziert wurde, eben diese Art der Werteangaben favorisiert. ciao gustav
Gustav K. schrieb: > und wieder beeindruckt die Schärfe > des Elektronenstrahls. Hm, mich nur so halb. Kurzes Rechenbeispiel: Ein SW-Fernseher hatte in den 60-er Jahren 20 bis 22" Diagonale (24" war schon Luxus!) entsprechend max. 55 cm. Macht bei einem Seitenverhältnis von 4:3 eine Bildhöhe von max. 33 cm. Bei 525 sichtbaren Bilzeilen kommt man auf max. 0,6 mm pro Zeile. Üblicherweise war der Strahl noch etwas feiner gebündelt, so dass man bei einfacheren Geräten den Zeilenabstand gesehen hat. Bessere Geräte haben den Elektronenstrahl in der Vertikalen gewobbelt und so die Zeilen verwischt. Dein Scopebild hat in der Bildmitte eine vertikale Auflösung von ca. 100 Pixeln pro Kästchen. - Perspektivische Verzerrung und Parallaxen-Fehler mal vernachlässigt. Die Kurven haben eine "Dicke" von ca. 5 Pixeln. - Der Leuchtpunkt hat also etwa 5 % der Kästchenhöhe. Bei einer üblichen Kästchenhöhe von 1 cm hat der Leuchtpunk also eine Ausdehnung von ca. 0,5 mm im Durchmesser. - Also auch in etwa das, was die üblichen Fernseher damals hatten. Aber jetzt kommt das große Aber: Wollte man wirklich ein 525-zeiliges Bild auf einem Standard-Scope mit der üblichen Schirmhöhe von 8 cm voll auflösen, so dürfte der Leuchtpunkt einen maximalen Durchmesser von nur 0,15 mm haben. Wahrscheinlich machbar, würde aber wohl sehr dunkel werden.
Gustav K. schrieb: > und jeder kann mitmachen. Ich will ja auch gerne mitmachen und auch Lissajous Figuren erzeugen, aber wenn ich 2 Sinusfrequenzen mit je 1kHz auf die beiden Kanäle am Oszilloskop draufgebe, dann kommt nur so etwas bei heraus. 🤔
Gustav K. schrieb: > In den Austastlücken wird das Readout geschrieben. Üblicherweise laufen > die Lücken durch und man sieht selbige nicht. Was meinst Du mit "Readout schreiben", meinst Du damit das Oszilloskop, oder die Smartphonekamera, die das Bild aufnimmt? Wenn ich Bilder von meinem Oszilloskop mit der Smartphonekamera abfotografiere, dann entstehen diese Lücken komischerweise nicht. 🤔
Erst nach langer Recherche habe ich begriffen, dass man für die Erzeugung der Lissajous Figuren am Oszilloskop die X-Y Taste direkt neben dem Powerschalter drücken muss!
Gustav K. schrieb: > Hier eine von den netten Lissajous-Figuren. Puhh, jetzt habe ich auch endlich meine eigenen Lissajous Figuren erzeugt. Der Kreis ist nicht ganz rund, weil einer der beiden 1kHz Sinus-Generatoren keinen 100%igen Sinus erzeugt (weil selbst gebaut). Im zweiten Bild habe ich einen der beiden Sinus-Generatoren auf 2kHz eingestellt und mein selbstgebauter Festfrequenzsinusgenerator läuft einfach wie gewohnt lustig auf 1kHz weiter (Phasenschiebersinusgenerator). 😃
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Gustav K. schrieb: > Tatsächlich ein recht überschaubarer Schaltungskniff. > Aber was bedeutet bei C402 der Wert 15K ? > Ich kenne nur µF, nF und pF. Die Schaltpläne haben eine Legende, in der sowas erklärt wird. Die Bauteile haben häufig auch noch irgendwelche Nicht-Standard Punkte und Striche, sogar in dem gezeigten Ausschnitt, die z.B. die Leistung oder die Bauform angeben. Damit der Fernsehtechniker gleich in die richige Kiste greift. Heute hat man dafür extra Bestückungslisten mit vierzigstelligen Typennummern. Otto K. schrieb: > So sieht ein Fernsehbild auf dem Oszilloskop aus: > > https://youtube.com/shorts/hqKssQYLWaA?si=GrUC4kHuZpZWbi50 Noch spannender wäre ein Oszilloskopbild auf einem Fernseher. Gabs das eigentlich jemals, in den 70er/80ern wäre das als Arme-Leute-Oszi sicher gefragt gewesen.
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Wollvieh W. schrieb: > Noch spannender wäre ein Oszilloskopbild auf einem Fernseher. Ich kenne es nur aus Diskotheken, dass dort SW-Fernseher hingen auf denn das Audiosignal visualisiert wurde. Also, als wenn du einen Kanal eines Oszilloskops mit dem Audiosignal speist und dann das "Gezappel" siehst. x-Ablenkung auf eine beliebige (brauchbare) Zeit eingestellt.
900ss schrieb: > Ich kenne es nur aus Diskotheken Ich hasse diese Teile, leider hat Corona den Bands den Todesstoß versetzt. Trotzdem hau ich auf mein E-Drum was unter anderen Sportgeräten im "Schlafzimmer" Quartier bezogen hat. MfG Ein 81 Jähriger alter knacker
Wollvieh W. schrieb: > Noch spannender wäre ein Oszilloskopbild auf einem Fernseher. Das gibt es sogar öfter als umgekehrt: https://youtu.be/qJHimBA7fts?si=lUK8ym3dUBnPWo5m
Gustav K. schrieb: > Aber was bedeutet bei C402 der Wert 15K ? > Ich kenne nur µF, nF und pF. 15K steht für 15000 pF Früher(TM) gingen alle Kondensatoren von pico oder µ aus also 0,1 waren 100n weil es keine 0,1pF Kondensatoren gab und 15K eben 15nF weil es eben dort keine 15000µF gab.
Wollvieh W. schrieb: > Noch spannender wäre ein Oszilloskopbild auf einem Fernseher. > > Gabs das eigentlich jemals, in den 70er/80ern wäre das als > Arme-Leute-Oszi sicher gefragt gewesen. Es gab einen Bausatz, "Videoskop". Hat ein Audiosignal als senkrechte Wellenlinien auf einem Fernseher dargestellt.
Peter N. schrieb: >> Noch spannender wäre ein Oszilloskopbild auf einem Fernseher. >> >> Gabs das eigentlich jemals, in den 70er/80ern wäre das als >> Arme-Leute-Oszi sicher gefragt gewesen. > > Es gab einen Bausatz, "Videoskop". > > Hat ein Audiosignal als senkrechte Wellenlinien auf einem Fernseher > dargestellt. Elektor hatte ab Heft 94/78 mal eine Bauanleitung für so ein "Videoskop".
Ja, das soll so. Ein Monoflop wird vom Zeilenrücklauf getriggert und macht einen hellen Bildpunkt, wenn es zurück kippt. Die Zeit des Monoflops wird von der Eingangsspannung bestimmt. Das Oszillogramm wird also von oben nach unten geschrieben, der Fernseher muss deswegen nach links gekippt werden.
Marek N. schrieb: > Bessere Geräte > haben den Elektronenstrahl in der Vertikalen gewobbelt und so die Zeilen > verwischt. Noch nie in Jahrzehnten habe ich so eine Behauptung zu lesen bekommen. mfg
Mario M. schrieb: > der Fernseher muss deswegen nach > links gekippt werden. man kann sich die Hose auch mit der Kneifzange anziehen, wer es unbdingt mag dreht die Ablenkeinheit.
Joachim B. schrieb: > Mario M. schrieb: >> der Fernseher muss deswegen nach >> links gekippt werden. > > man kann sich die Hose auch mit der Kneifzange anziehen, wer es unbdingt > mag dreht die Ablenkeinheit. Wer den Fernseher nicht kippen möchte und auch keine Kneifzange zur Hand hat, legt sich einfach entspannt auf Sofa :)
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Hier, extra für euch zum spielen. Heutzutage braucht man für so was ja nur noch 15 Minuten ...
Joachim B. schrieb: > dreht die Ablenkeinheit. Nur dass dabei das Bild beschnitten wird. Außerdem reichte es den Kopf nach rechts zu neigen. Und wenn Mutter die ZDF-Hitparade gucken wollte, musste man nicht erst den Fernseher zurückbauen.
Mario M. schrieb: > Nur dass dabei das Bild beschnitten wird. dafür wurde die Amplitudeneinstellung erfunden, die einzige Beschneidung die leicht zu beheben ist 😜
Christoph M. schrieb: > Hier, extra für euch zum spielen. > Heutzutage braucht man für so was ja nur noch 15 Minuten ... Kannst noch nen Regler für die Phasenverschiebung einbauen? Danke 🙂
Otto K. schrieb: > Korax K. schrieb: >> X/Y reicht doch? > > Nee nee, den Z-Eingang gibt es bei einigen Oszilloskopen wirklich. Der > befindet sich meistens auf der Rückseite des Gerätes, deswegen fällt er > auch nicht sofort ins Auge. Bradward B. schrieb: > IMHO ein Feature das man eher an älteren Scopes (70er) fiindet und muss > von der Röhre auch "unterstützt" sein. Ich vermute, durch diese > Zusatzsteuerung steigen die Kosten für die Röhre. Soweit ich mich erinnern kann, mußte nur ein Kondensator nach gerüstet werden. Die waren nicht ohne, mußten keine Spannungsfestigkeit von 2KV Gleichspannung haben und waren damals Schweineteuer. Für die Z-Achse muß ja nur die Katode oder G1 zusätzlich angesteuert werden, je nach Phasenlage. HolgerR
Holger R. schrieb: > Soweit ich mich erinnern kann, mußte nur ein Kondensator nach gerüstet > werden. Die waren nicht ohne, mußten keine Spannungsfestigkeit von 2KV > Gleichspannung haben und waren damals Schweineteuer. daran erinnere ich mich nicht (würde gerne eine Erklärung dazu bekommen), aber > Für die Z-Achse muß > ja nur die Katode oder G1 zusätzlich angesteuert werden, je nach > Phasenlage. > HolgerR daran erinnere ich mich. Man muß ja nur den Elektronenstrom aus der Kathode steuern also begrenzen durch die Kathode oder G1 oder dunkeltasten.
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Crazy Harry schrieb: > Kannst noch nen Regler für die Phasenverschiebung einbauen? Danke 🙂 Hier, extra für dich gemacht. Du hättest aber den Wunsch aus selbst in Perplexity kippen können. Es ist eine schöne Spielerei und ich habe es noch ein wenig erweitert. Man kann jetzt sogar Aliasing Effekte entdecken.
Helmut K. schrieb: > Elektor hatte ab Heft 94/78 mal eine Bauanleitung für so ein > "Videoskop". Ich bin damals gleich ins Geschäft gerannt mir einen kleinen Fernseher zu holen, ganzes Taschengeld (100Mark) hingelegt, Nachgebaut... Wochen später festgestellt das das Scope schon mit 10kHz überfordert ist... Opa sprang mir zur Seite und holte mir zu Weihnachten ein nagelneues HM 203 vom Zauner Elektronik.
Christian S. schrieb: > Marek N. schrieb: >> Bessere Geräte >> haben den Elektronenstrahl in der Vertikalen gewobbelt und so die Zeilen >> verwischt. > > Noch nie in Jahrzehnten habe ich so eine Behauptung zu lesen bekommen. > > mfg Ist aber so. Mein Loewe Opta Schaltungsbuch beschreibt das. Gab es aber nur in den Spitzengeräten.
Christian S. schrieb: > Marek N. schrieb: >> Bessere Geräte >> haben den Elektronenstrahl in der Vertikalen gewobbelt und so die Zeilen >> verwischt. > > Noch nie in Jahrzehnten habe ich so eine Behauptung zu lesen bekommen. Die Gnade der späten Geburt... "Zeilenfrei"-Schaltungen waren in den '60ern eine Zeit lang in Mode. Wobbeln der Vertikalablenkung war eine Möglichkeit, astigmatische Verzerrung des Elektronenstrahles, also Ellipse statt Punkt, eine andere. In den '70ern ist das ausgestorben, und in den '80ern betonte man die Zeilen wieder als "Black Matrix"-Struktur, damit das Bild schärfer wirkt.
Nun, die SW-Ferseher aus den 60er Jahren, solche "mit Füßen", manche mit aufrollbarer Schiebetür oder aufklappbaren Türen und Schleiflackgehäuse, die mir unter gekommen sind, waren in den 80er Jahren schon so matschig im Bild, so daß Zeilen nur noch erkennbar waren, wenn aufgrund einer Nichtliearität in der Vertikalablenkung das Bild verzerrt war und somit Zeilen sichtbar werden konnten. Mag sein, daß es auch solche Luxus-Spielereien gegeben hatte. mfg
Christian S. schrieb: > die SW-Ferseher aus den 60er Jahren, Kenne noch solche, bei denen bei Kamera- oder Studiowechsel immer das Bild durchlief. (Vertikale) Bildsynchronistation war mit einem Einsteller an der Front nur manuell möglich. Deswegen durften Kinder auch immer vorne sitzen, damit sie immer aufspringen konnten, um den Sync-Einsteller nachzujustieren.;-) ciao gustav
Karl B. schrieb: > Kenne noch solche, bei denen bei Kamera- oder Studiowechsel immer das > Bild durchlief. Im Westen hatten wir schon in den '50ern "Impulszentralen" in den Sendestudios, wo der Sync für Kameras, Monoskope und Filmabtaster zentral erzeugt wurde. Da konnte die Regie nach Herzenslust hin und herschalten, ohne das Phasensprünge auftraten.
Soul E. schrieb: > Im Westen hatten wir schon in den '50ern "Impulszentralen" in den > Sendestudios, wo der Sync für Kameras, Monoskope und Filmabtaster > zentral erzeugt wurde. Da konnte die Regie nach Herzenslust hin und > herschalten, ohne das Phasensprünge auftraten. Worauf willst Du mit dieser Bemerkung hinaus? Der Empfänger konnte das nicht. WDR Langenberg Kanal 9 Horizontal 100 kW. ciao gustav
Karl B. schrieb: > Worauf willst Du mit dieser Bemerkung hinaus? > Der Empfänger konnte das nicht. Der Empfänger merkt nichts vom Umschalten. Die Phasenlage der Sync-Signale ändert sich nicht, egal wo das Bild gerade herkommt. Erst wenn Du den Sender wechselst muss neu synchronisiert werden.
Soul E. schrieb: > Erst > wenn Du den Sender wechselst muss neu synchronisiert werden. Nicht unbedingt. Stichwort "Bildfangregler". Ist aber schon lange her. Hier noch ein Fernseher Modell mit sowas. Saba Schauinsland T44 Hat sogar zwei "Regler" für "Vertikal" und "Horizontal" ciao gustav
Soul E. schrieb: > Der Empfänger merkt nichts vom Umschalten. Die Phasenlage der > Sync-Signale ändert sich nicht, egal wo das Bild gerade herkommt. Erst > wenn Du den Sender wechselst muss neu synchronisiert werden. Die Zeile wurde synchronisiert, Vertikal wurde getriggert, obwohl Vertikal einen etwas schneller laufenden Oszillator hatte, der eingesprungen ist, falls das Triggersignal nicht vorhanden war ( z.B. Kein Sender/Empfang ) Gruß HolgerR
Am Ende darf natürlich die ScopeClock nicht fehlen. Die netteste Spielerei, die mir je untergekommen ist. Das Board natürlich in guter alter Durchsteck-Technik und mit Bleilot gelötet. Da machte die Bastelei noch Freude.
Gustav K. schrieb: > Board natürlich in guter alter Durchsteck-Technik Ist der Bausatz (oder die Platine) den es mal in Holland zu kaufen gab. Und die SW dazu auch. Oder tatsächlich selbst entwickelt? Ich hab soetwas vor längerer Zeit mal fast vollständig selbstgehäkelt. Damals auch mit Hilfe von hier aus dem Forum. https://www.mikrocontroller.net/attachment/63875/Endlich04.jpg https://www.mikrocontroller.net/attachment/63876/VanAchtern.jpg Das war eine Vorlage aus dem Netz. Da waren die Ablenkverstärker aber mit Transistoren. Ich wollte lieber Röhren :)
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900ss schrieb: > Oder tatsächlich selbst entwickelt? Nö, bei Ebay hatte mal einer die Platine, den programmierten µC, die Stromversorgungsbuchse, den kleinen Schiebeschalter und die beiden seltsamen BNC-Buchsen für schmalen Taler angeboten. Die restlichen Teile hatte ich vorrätig. Hatte mir damals auch paar Gedanken zur Programmierung gemacht: Man muss ja "nur" eine 256x256 Matrix erstellen und darin die richtigen Pixel setzen. Das statische Ziffernblatt und die Texte hätte ich noch hinbekommen, aber drei rotierende Zeiger in Assembler - keine Chance. 900ss schrieb: > Ich hab soetwas vor längerer Zeit mal fast vollständig selbstgehäkelt. Sportlich, sogar mit externer Bildröhre. Hatte mich damals auch etwas eingelesen, die Lösung mit einer externen Bildröhre war mir aber zu aufwändig und zu teuer. Und da ein Oszi bereits vorhanden war, war die kleine Platine mit den paar Teilen drauf eine überschaubare und sehr preiswerte Lösung.
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Gustav K. schrieb: > aber drei rotierende Zeiger in Assembler - keine Chance. Ich hab das in C gelöst und nur die Vectorfont Routinen von Georg Johann hier aus dem Form benutzt. Den Rest hab ich selber entwickelt. Kosten waren nicht so hoch. Die Röhre hat um die 20€ gekostet. Ich hab gestern noch 5 von den Platinen bestellt, die du in deinem Projekt benutzt hast. Die Daten stehen ja alle zur Verfügung. Und die SW dazu ist wirklich umfangreich. Für eine Platine hab ich noch teile hier :)
900ss schrieb: > Für eine Platine hab ich noch teile hier Na dann mal ran an den Lötkolben :-) Meine Uhr tickte grob daneben, ich musste den Uhrenquarz etwas ziehen. Habe vor paar Tagen erst mit dem Teil gespielt, da war die Uhrzeit ca. 20 Minuten neben der Zeit. Die letzte Inbetriebnahme war (wie im Foto ersichtlich) am 17-FEB-2021, seitdem tickt die Uhr frei vor sich hin. Das sind ca. 1800 Tage, entspricht einer Abweichung von unter 1sec. pro Tag. Das passt! Nebenbei: Ein Zugriff über die serielle Schnittstelle verschluckt auch mal 'ne Sekunde. Spielt man seriell mal die ganzen Funktionen durch, ist schnell 'ne Minute weg.
Gustav K. schrieb: > Die restlichen Teile hatte ich vorrätig. Muss mich korrigieren, die passende Batterie (Renata irgendwas) hatte ich nicht vorrätig und es würde mich wundern, wenn sie bei dir in der Schublade liegt. Ist was spezielles, kostete richtig Geld und das Porto kostete noch mehr Geld :-( Irgendeine nicht passende Batterie reinpfuschen kam nicht in Frage. Übrigens liefert die ScopeClock auch ein Z/Zinv Signal, siehe Bild.
Gustav K. schrieb: > Ein Zugriff über die serielle Schnittstelle verschluckt auch > mal 'ne Sekunde Ja, die SW hat viele schöne Funktionen aber so ganz übersichtlich ist sie nicht (also der Source) und ausgereift leider scheinbar auch nicht. Der Source steht ja zur Verfügung, kann man reparieren wenn man möchte ;) Gustav K. schrieb: > Muss mich korrigieren, die passende Batterie (Renata irgendwas) hatte > ich nicht vorrätig und es würde mich wundern, wenn sie bei dir in der > Schublade liegt. Ist was spezielles, kostete richtig Geld und das Porto > kostete noch mehr Geld :-( Bei Reichelt gibt es eine "passende" und die kostet 1,82€. Na ja, find ich jetzt nicht soviel. Ist halt Hobby. Da gibt man eh viel Geld zum Spaß aus. Gustav K. schrieb: > Übrigens liefert die ScopeClock auch ein Z/Zinv Signal, siehe Bild. Brauchte ich bisher nicht. Bei meinem Eigenbau schon. Basis für den Eigenbau war das hier: https://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Scope-Clock/Scope-Clock.htm Ich habe den Mikrocontrollerteil plus DAC und die Ablenkeinheit (jetzt Trioden) ersetzt. Das Netzteil inkl. der Spannungserzeugung für die Scoperöhre ist so geblieben. Ich warte dann mal auf die Platinen und dann werde ich eine bestücken. Vor 2 Jahren hab ich mal eine bestückt und einem Freund geschenkt. Ich wusste dass er damit geliebäugelt hat. Daher weiß ich auch, dass die SW leichte Schwächen hat. Die Unterlagen dazu gibts auch noch im Netz falls jemand Interesse hat. http://www.dutchtronix.com/ScopeClock.htm
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900ss schrieb: > Bei Reichelt gibt es eine "passende" und die kostet 1,82€. > Na ja, find ich jetzt nicht soviel. Nö, das passt. Meine Batterie (Swiss Made) kostete incl. Porto mal eben einen 2-stelligen Betrag. Hast du gerade die Reichelt Bestellnummer zur Hand? Meine Batterie hat schon 5 Jahre runter, möglicherweise hat es sich bald ausgetickt. 00ss schrieb: > Ich hab gestern noch 5 von den Platinen bestellt ... Dann weiß ich, wo welche übrig sind, eine betriebsbereite Baugruppe macht sich als Geschenk immer gut.
900ss schrieb: > CR 2032P-V Die hatte ich mal hier, mit 20mm Durchmesser viel zu groß (die Renata hat 12mm) und passte vom Rastermaß hinten und vorne nicht. Die Batterie meinte ich, als ich von reinmurksen sprach.
900ss schrieb: > Ich hab gestern noch 5 von den Platinen bestellt ... Ich hoffe, du hast vorher das Layout überarbeitet und die 4 Lötpunkte für diese beiden seltsamen BNC-Buchsen aufgebracht. Sonst kannst du die Lötstifte der Buchsen einkleben, wie bei meiner Platine.
Gustav K. schrieb: > 900ss schrieb: >> Ich hab gestern noch 5 von den Platinen bestellt ... > > Ich hoffe, du hast vorher das Layout überarbeitet und die 4 Lötpunkte > für diese beiden seltsamen BNC-Buchsen aufgebracht. Sonst kannst du die > Lötstifte der Buchsen einkleben, wie bei meiner Platine. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich damals ein Problem damit hatte. Weshalb einkleben? Gustav K. schrieb: > 20mm Durchmesser Upps.... danke für den Hinweis. Ich hab nur Knopfzelle mit Lötfahnen gesehen und dummerweise nicht auf den Durchmesser geachtet. Na ja, da wird man schon eine Knopfzelle finden.
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