Forum: Haus & Smart Home WLAN Hausnetz mit seltsamen Verhalten bei ESP als Webserver im Netz


von Bernd Laura (berni05)


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Hallo,

ich hatte vor einiger Zeit einen Post zum Thema "Selbstbau ESP Antenne" 
(Beitrag "DIY Antenne für WLAN bzw. ESP/Arduiino") abgesetzt, weil ich 
ein Problem mit einem ESP als Webserver hatte und ich dessen Ursache 
zunächst mit einer schlechten Signalstärke/Qualität in Verbindung 
brachte. Nach viel viel Analyse und Try & Error liegt die Ursache aber 
offenbar am Basisrouter (Fritz Box 7530).

Ein ESP8266 wird als Webserver im Hausnetz betrieben, er lässt sich 
problemlos mit dem Router verbinden und im Fritz-Monitor auch stets als 
aktiv/verbunden angezeigt, per PING auch ansprechbar  -ABER: wenn sowohl 
ESP/Webserver als auch die Clients (Browser vom PC/Handy) mit dem ESP 
kommunizieren wollen antwortet der ESP nicht (obwohl er nachweislich mit 
dem Router verbunden ist und TCP Verbindung vom PC/Handy zum ESP 
aufgebaut ist). Die Probleme tauchen sporadisch auf, in erster Linie bei 
längerem Betrieb des Webservers. Wireshark-Logging der WLAN Aktivitäten 
haben das final bestätigt, aber die eigentliche Ursache dieses 
Verhaltens nicht ausfindig machen können. Potenzielle Ursachen wie 
andere (störende) WLAN Netze, weitere ESPs im Netz, instabile ESP 
Anschlussspannung oder auch die zunächst angenommene schwache 
Signalstärke wurden schrittweise mit viel Aufwand und Versuchen 
ausgeschlossen.

Nun das Seltsame: Melde ich den ESP an einem Repeater (FritzBox im 
Repeaterbetrieb) an oder den ESP am Basisrouter aber den PC oder Handy 
am Repeater, so klappt die Kommunikation tadellos, ohne Probleme auch im 
Langzeitbetrieb (über mehrere Tage hinweg). Unter dieser Bedingung ist 
das Problem nicht reproduzierbar. Die WLAN Kommunikation ist beim 
Basisrouter unter den angebundenen WLAN Geräten untereinander erlaubt 
(FritzBox Konfiguration). Die Kommunikation erfolgt auch direkt über die 
feste IP Adresse des ESP im Hausnetz, also mDNS Probleme können auch 
nicht die Ursache sein. Signalstärke/qualität sind es wie oben erwähnt 
auch nicht, da die Verbindung zum Repeater (egal ob ESP am Hauptrouter 
angemeldet oder PC/Handy) eine geringere Signalstärke (-80dBm versus 
-60dBm) aufweist als die zum Basisrouter (-60dBm).

Habe nun alles mögliche ausprobiert und analysiert, die Ursache, warum 
das Ganze nur über den Repeater läuft und nicht stabil (=stets 
funktionstüchtig), wenn alle Beteiligten am Basisrouter angeschlossen 
sind, bleibt mir im Dunkeln...:-(

Hat irgendjemand eine Idee?

: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


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Bernd Laura schrieb:
> Woran kann das liegen ?

Bernd Laura schrieb:
> Nach viel viel Analyse und Try & Error liegt die Ursache aber offenbar
> am Basisrouter (Fritz Box 7530)

Das war einfach.

von Bernd Laura (berni05)


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Alexander schrieb:
> Bernd Laura schrieb:
>> Woran kann das liegen ?
>
> Bernd Laura schrieb:
>> Nach viel viel Analyse und Try & Error liegt die Ursache aber offenbar
>> am Basisrouter (Fritz Box 7530)
>
> Das war einfach.

Alex, das war hoffentlich nur ironisch gemeint... für mich mittlerweile 
zum Verzweifeln, aber mit dem, was oben beschrieben ist zumindest mal 
ein Workaround, ohne zu wissen, wo die eigentliche Ursache liegt bzw. 
warum es über den Basisrouter alleine nicht klappt (obwohl ping stets 
klappt, sogar "CURL -v IP Adresse" klappt stets solange der HTTP-Header 
nicht zu gross ist)

von Thomas F. (thf)


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Du schreibst:
>> Wireshark-Logging der WLAN Aktivitäten
>> haben das final bestätigt, aber die eigentliche Ursache dieses
>> Verhaltens nicht ausfindig machen können.

Kannst Du die Aussage erklären? Warum sieht man in dem Log die Ursache 
nicht? Es sollte doch zumindest sichtbar sein, welcher Teilnehmer sich 
nicht so verhält wie erwartet.

von Bernd Laura (berni05)


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Thomas F. schrieb:
> Du schreibst:
>>> Wireshark-Logging der WLAN Aktivitäten
>>> haben das final bestätigt, aber die eigentliche Ursache dieses
>>> Verhaltens nicht ausfindig machen können.
>
> Kannst Du die Aussage erklären? Warum sieht man in dem Log die Ursache
> nicht? Es sollte doch zumindest sichtbar sein, welcher Teilnehmer sich
> nicht so verhält wie erwartet.

Hab ein Wireshark Trace, bei dem die Kommunikation nur über den 
Basisrouter erfolgt, d.h. alle Beteiligten an der Basis angemeldet,  mal 
angehängt. Die IP xx.48 ist der PC, die IP xx.37 ist der ESP. Man sieht, 
dass die TCP Verbindung aufgebaut wird, der PC (via Browser) an den ESP 
eine Anfrage sendet, aber der ESP nichts zurück sendet. Es funktioniert 
dann mit keinem Browser (Chrome, Firefox, Microsoft...), jedoch stets 
mit "CURL xx.37", und der PING xx.37 funktioniert sowieso stets nach 
Anmeldung des ESP am Router. Der Browser auf Client Seite scheint eine 
Rolle zu spielen (Cash refresh etc.) hat alles nichts gebracht, oft geht 
es auch schon direkt nach der Anmeldung des ESP am Basisrouter schon 
nicht, wenn ESP und PC am Basisrouter hängen.

: Bearbeitet durch User
von Gerd E. (robberknight)


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Das Problem ist also die Kommunikation von WLAN-Clients untereinander 
während die Kommunikation WLAN-Client mit dem Accesspoint funktioniert.

Du kannst ja mal probieren den PC mit Ethernet-Kabel mit dem Accesspoint 
verbinden, vermutlich wird dann der Zugriff auf den ESP8266 auch 
funktionieren.

Ursache könnten z.B. unterschiedliche WLAN-Sicherheitseinstellungen 
zwischen den Clients sein oder grenzwertige bis fehlerhafte 
Implementation der WLAN-Standards im
ESP8266.

Die Lösung dürfte sein auf dem Accesspoint dafür zu sorgen dass die 
WLAN-Clients nicht mehr direkt untereinander kommunizieren dürfen, 
sondern immer ausschließlich über den Accesspoint.

Keine Ahnung ob der WLAN-Accesspoint einer Fritzbox diese 
Einstellmöglichkeit bietet. Bei OpenWRT z.B. ist es die Option "isolate" 
des wifi-iface.

von Bernd Laura (berni05)


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Gerd E. schrieb:
>
> Die Lösung dürfte sein auf dem Accesspoint dafür zu sorgen dass die
> WLAN-Clients nicht mehr direkt untereinander kommunizieren dürfen,
> sondern immer ausschließlich über den Accesspoint.
>
> Keine Ahnung ob der WLAN-Accesspoint einer Fritzbox diese
> Einstellmöglichkeit bietet. Bei OpenWRT z.B. ist es die Option "isolate"
> des wifi-iface.

Die FritzBox kann das konfigurieren. Wie beschrieben ist das Feature, 
dass die Kommunikation unter den WLAN Endpunkten/Teilnehmern erlaubt 
ist, aktiviert (Default Einstellung). Wenn ich es deaktiviere, geht die 
Kommunikation über den Basisrouter allein nie, nicht nur sporadisch 
nicht, sondern nie - was ja auch genau dieses Flag in der Fritz-Konfig 
aussagt. Insofern verstehe ich nicht, warum du es deaktivieren willst. 
Aber wenn ich den PC über LAN betreibe, funktioniert es auch - es ist 
dann auch ein Weg, die WLAN Kommunikation alleinig über den Basisrouter 
zu umgehen. Wenn ein Teilnehmer nicht am WLAN Basisrouter angemeldet 
ist, funktioniert es.

: Bearbeitet durch User
von Bernd Laura (berni05)


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Gerd E. schrieb:
> Das Problem ist also die Kommunikation von WLAN-Clients untereinander
> während die Kommunikation WLAN-Client mit dem Accesspoint funktioniert.
>

Es ist nur EIN Client (PC oder Handy mit Browser) im Spiel, also Client 
(PC/Handy) mit Browser kommuniziert mit WebServer - und je nachdem wo 
die beiden hängen (Basis versus Repeater/Lan) funktioniert es nicht 
(stabil, kontinuierlich )

: Bearbeitet durch User
von Flip B. (frickelfreak)


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Anderer Access Point klingt auch nach verändertem Standort des ESP. Ist 
die Spannungsversorgung des ESP an beiden Orten exakt gleich, auch 
gleiches Netzteil und Leitungslänge?

2. Hast du mal während der ESP noch ansprechbar ist, nach memory leaks 
geschaut? Evtl. macht sich eins nur bei bestimmten Netzwerkumgebungen 
(z.b. gelegentliche reconnects oder ausbleiben eben solcher) bemerkbar.

: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


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Diese Fritzboxen genauergesagt dieses Frickel OS mit vernachlässigtem 
2.4GHz WiFi sind der größte Dreck auf Erden, kontinuierlich 
verschlimmbessert von Update zu Update seit 10 Jahren zu nichts mehr zu 
gebrauchen.

von Bernd Laura (berni05)


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Flip B. schrieb:
> Anderer Access Point klingt auch nach verändertem Standort des ESP. Ist
> die Spannungsversorgung des ESP an beiden Orten exakt gleich, auch
> gleiches Netzteil und Leitungslänge?

Es gibt auch nur EIN ESP8266 als Web Server, dessen Standort fest ist 
und lediglich an Basisstation oder Repeater beim Hochfahren/Starten 
angemeldet werden kann (ähnlich dem PC als Client)

> 2. Hast du mal während der ESP noch ansprechbar ist, nach memory leaks
> geschaut? Evtl. macht sich eins nur bei bestimmten Netzwerkumgebungen
> (z.b. gelegentliche reconnects oder ausbleiben eben solcher) bemerkbar.
Ja, hab mir alle Mem Daten und Fragmentierungen im Arduino Monitor 
anzeigen lassen, alles tief grün, Fragmentierung gerade mal 1%; 
Fehlverhalten scheint auch unabhängig von Zahl der Connections zu 
sein... lediglich die Größe des HTTP Headers im Browser scheint eine 
Rolle zu spielen, wenn dieser eine bestimmte Größe überschreitet schlägt 
es fehl, aber wie gesagt nicht, wenn einer der Teilnehmer am Repeater 
angeschlossen ist

von Bernd Laura (berni05)


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Alexander schrieb:
> Diese Fritzboxen genauergesagt dieses Frickel OS mit vernachlässigtem
> 2.4GHz WiFi sind der größte Dreck auf Erden, kontinuierlich
> verschlimmbessert von Update zu Update seit 10 Jahren zu nichts mehr zu
> gebrauchen.

Stimme zu, 7530 wird halt von 1&1 zur Verfügung gestellt , der Vorgänger 
7412 war durchaus stabiler, den hab ich als Repeater im Einsatz... weiss 
aber nicht, ob der 7412 als Basisstation ähnliche Probleme macht und was 
genau die Ursache an dieser Konstellation ist ...

von Gerd E. (robberknight)


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Bernd Laura schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>>
>> Die Lösung dürfte sein auf dem Accesspoint dafür zu sorgen dass die
>> WLAN-Clients nicht mehr direkt untereinander kommunizieren dürfen,
>> sondern immer ausschließlich über den Accesspoint.
>
> Die FritzBox kann das konfigurieren. Wie beschrieben ist das Feature,
> dass die Kommunikation unter den WLAN Endpunkten/Teilnehmern erlaubt
> ist, aktiviert (Default Einstellung). Wenn ich es deaktiviere, geht die
> Kommunikation über den Basisrouter allein nie, nicht nur sporadisch
> nicht, sondern nie - was ja auch genau dieses Flag in der Fritz-Konfig
> aussagt. Insofern verstehe ich nicht, warum du es deaktivieren willst.

Ich glaube Du hast mich Missverstanden. Es geht nicht darum die 
Kommunikation der WLAN-Clients untereinander komplett zu verbieten, 
sondern darum, dass Sie das nicht mehr direkt dürfen. Sie sollen ihre 
Kommunikation untereinander immer erst zum Accesspoint schicken und der 
schickt sie dann an den Empfänger weiter. Eben nicht mehr direkt, 
sondern immer über Bande.

Das sollte eine separate Einstellung sein zu der die die Kommunikation 
untereinander komplett verbietet.

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