Hallo zusammen, nachdem ich das Netzteil meines PG685 erfolgreich repariert habe, muss ich die Testdiskette einlesen, weil die Pufferbatterien leer waren (Konfiguration weg). Habe die DD 3,5zoll Diskette unter MS/DOS (Teledisk) erfolgreich beschrieben. Nachdem ich nun die Diskette ins Laufwerk vom PG685 stecke, tut sich garnichts. Es leuchtet keine Laufwerk LED aber es hört sich so an wie wenn das Laufwerk versucht etwas zu lesen? Ich bin mir nun unsicher was jetzt das eigentliche Problem ist. Verbaut ist ein TEAC FD-505 doppellaufwerk. Die Anleitung dazu findet sich hier. https://gekk.info/misc/Teac%20FD505%20Dual%20Function%20Combo%20Diskette.pdf Die Jumperstellungen wie sie bei meinen Laufwerk eingestellt sind, finde ich in der Anleitung nicht wieder. Die sind komplett anders und auch nicht dort näher beschrieben. Weis jemand ob das so korrekt ist und weis jemand ob die LED vom Laufwerk wenigstens nach dem Start einmal kurz aufblinken muss? Das tut es aktuell nämlich nicht.
Paul schrieb: > Verbaut ist ein TEAC FD-505 doppellaufwerk. Gehört das da rein? Ist nicht das Gerät viel zu alt, um etwas mit HD-Laufwerken anfangen zu können? Dem hier zufolge Beitrag "Siemens PG685, 5 1/2" Floppy defekt..und jetzt?" gehört da nur ein DD-Laufwerk rein (720k, weder 1.2 noch 1.44 MB).
Harald K. schrieb: > Gehört das da rein? Gute Frage. Habe aber schon mal eins bei Ebay gesehen, wo das gleiche Laufwerk verbaut war. Man findet da leider absolut keine Infos darüber.
Paul schrieb: > Habe aber schon mal eins bei Ebay gesehen, wo das gleiche > Laufwerk verbaut war. Das Laufwerk ist halt ein Laufwerk, das für den Einsatz in PCs an deren FDCs konzipiert ist. Ein Unterschied zwischen "klassischen Computern" und PCs ist die unterschiedliche Handhabung der vier Drive-Select-Signale, des Headload- und der Motor-On-Signale. Um den "Service" einfacher zu gestalten, sind Diskettenlaufwerke für PCs immer für DriveSelect 1 gejumpert, und das Kabel ist aufgeteilt und teilweise in sich verdreht, damit zwei so gejumperte Laufwerke gleichzeitig genutzt werden können. Dadurch lassen sich nur zwei von vier möglichen DriveSelect-Signalen nutzen. Wie sieht das Kabel aus, mit dem das Diskettenlaufwerk angeschlossen ist? Ist das aus einem alten PC "recycelt", oder ist das einfach ein glattes 34adriges Flachbandkabel? Beide Laufwerke sind HD-Laufwerke; das 5.25"-Laufwerk hat dazu noch die Spezialität einer abweichenden Drehzahl (360 statt 300 Umdrehungen pro Minute, was der Grund für die geringere Kapazität von 1.2 statt 1.44 MByte ist). Hier https://en.wikipedia.org/wiki/Floppy_disk_drive_interface#Signal_and_control_interface wird das Interface aus Sicht eines PCs beschrieben (erkennt man daran, daß es nur zwei "DriveSelects" gibt, und auch kein "Head Load"-Signal, dafür aber zwei statt eines "Motor-On-Signals").
Das Flachbandkabel ist nicht verdreht und geht glatt zum Mainboard. Ich habe mein Fehler gefunden. Die .td0 Datei wurde von einer 5,25 Zoll Diskette kopiert. Ich hab die Datei auf eine 3,5 Zoll Diskette geschrieben. Kann ja nicht klappen. Jetzt muss ich mir doch noch ein 5,25zoll Laufwerk für den PC besorgen.
Paul schrieb: > Jetzt muss ich mir doch noch ein 5,25zoll Laufwerk für den PC besorgen. Wurden im Forum "Markt" letztes jahr angeboten. Gruß Jörn
Paul schrieb: > Das Flachbandkabel ist nicht verdreht und geht glatt zum Mainboard. > > Ich habe mein Fehler gefunden. Die .td0 Datei wurde von einer 5,25 Zoll > Diskette kopiert. Ich hab die Datei auf eine 3,5 Zoll Diskette > geschrieben. Kann ja nicht klappen. Natürlich kann das klappen, die Dateiinhalte sind ja identisch. Ein Unterschied kann in der Formatierung liegen (anderes Dateisystem, andere Sektor-/Clustergröße). --> Die Formatier-Angaben der 5,25-Zoll-Diskette auslesen, dann die leere 3,5-Zoll-Diskette entsprechend formatieren. Dann erst die Datei kopieren. Kann sein, dass du zum Formatieren ein Tool brauchst, das du dir erst irgendwo im Netz herunterladen und ausprobieren musst.
Paul schrieb: > Ich habe mein Fehler gefunden. Die .td0 Datei wurde von einer 5,25 Zoll > Diskette kopiert. Ich hab die Datei auf eine 3,5 Zoll Diskette > geschrieben. Kann ja nicht klappen. Warum? Das Image hat beidseitig 80 Tracks, DD mit 9 Sektoren je Track (mit 512 Bytes je Sektor). Ein 3.5 Zoll 2HD Laufwerk kann normalerweise auch im 2DD Moduls mit 300 RPM und 250kbps betrieben werden, dann verhält es sich wie das entsprechende 5 1/4 Zoll Laufwerk mit den selben Parametern. Entscheidend ist dabei u.U. die Art der Diskette, HD Disketten können nicht unbedingt im "DD" Modus beschrieben werden.
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Ich glaube beim einfachen Dateien kopieren geht das auch aber wenn der PG ein bootfähiges Testmedium verlangt, klappt das nicht aber ich probiere das heute nochmal aus.
Dieter S. schrieb: > Entscheidend ist dabei u.U. die Art der Diskette, HD Disketten können > nicht unbedingt im "DD" Modus beschrieben werden. DD-Disketten konnte/musste man "lochen" fürs HD/ED-Laufwerk. Das Ergebnis fiel variabel aus. ☺ Ansonsten hast du natürlich recht. Für ein zuverlässiges Ergebnis ist eine DD-Diskette dann Pflicht. Und es gibt natürlich auch 5 1/4" DD-Laufwerke mit 80 Spuren. Deren Format entspricht 1:1 dem 3 1/2" DD-Pendant.
DD Disketten habe ich da. Ich muss dazu wahrscheinlich vom TEAC die Jumper um positionieren, damit das 3,5zoll Laufwerk A ist. Wie das geht, weiß ich leider nicht. Die Einstellungen vom Handbuch hatte ich schon ohne Erfolg ausprobiert.
Vom FD-505 gibt es verschiedene Varianten mit unterschiedlichen Jumpern. Hier stehen dazu ein paar Details: http://z100lifeline.swvagts.com/articles/TeacFD505Drive.pdf Und auch hier: https://de.comp.hardware.laufwerke.misc.narkive.com/WGgA8MVm/teac-dual-disk-drives-fd-505-produktnomenklatur#post3
Paul schrieb: > DD Disketten habe ich da. Ich muss dazu wahrscheinlich vom TEAC die > Jumper um positionieren, damit das 3,5zoll Laufwerk A ist. Wie das geht, > weiß ich leider nicht. Die Einstellungen vom Handbuch hatte ich schon > ohne Erfolg ausprobiert. Du könntest auch ein altes Floppykabel, dass sind die mit "Drehung", zum Anschluss besorgen. ID0 landet bei solchen Kabeln auf ID1 am Laufwerk. Für iD1 gilt umgekehrt das selbe. Wenn der Rechner ein BIOS-Setup hat, muss man dort natürlich(!) die Einstellungen anpassen. Oder mit "Spezialsoftware", dass DD-Floppyimage auf eine 5 1/4" HD-Diskette kopieren, wobei je Spur immer nur 9 Sektropen belegt sind. Dabei kommt dann auch eine 720k fassende Diskette heraus. ☺ Ein FD505 steckt(e) auch in meinem alten 486er... Für solche "Vertauschakrobatik", habe ich dem aber einen Schalter spendiert.
Das ist eine gute Idee mit dem gedrehten Kabel. Das probiere ich mal aus.
Paul schrieb: > Das ist eine gute Idee mit dem gedrehten Kabel. Das probiere ich mal > aus. Viel Erfolg! Eine "spezialformatierte" Disk, würde allerdings jede Schrauberei überflüssig machen, und wäre daher meine deutliche Präferenz. Kannst du denn überhaupt das BIOS-Setup aufrufen?
wenn du es mit teledisk geschrieben hast, könnte es auch sein das die Diskette einen Kopierschutz mit speziellen Sektoren hat (habe ich auch bei uns in der Firma so gemacht), dann brauchst du eine 5,25Zoll Diskette
Cartman E. schrieb: > Kannst du denn überhaupt das BIOS-Setup aufrufen? Nein, leider nicht. Es wird nur die Testdisk verlangt ohne Eingabeaufforderung.
Paul schrieb: > Cartman E. schrieb: >> Kannst du denn überhaupt das BIOS-Setup aufrufen? > > Nein, leider nicht. Es wird nur die Testdisk verlangt ohne > Eingabeaufforderung. Die wird dann wohl in einem Format erwartet, dass das native Diskettenlaufwerk lesen können muss. So ein FD505-Laufwerk wird ja im Original nicht verbaut gewesen sein. Ein ID-tauschendes Kabel wird möglicherweise nicht reichen.
Cartman E. schrieb: > Die wird dann wohl in einem Format erwartet, dass das native > Diskettenlaufwerk lesen können muss. So ein FD505-Laufwerk wird > ja im Original nicht verbaut gewesen sein. > Ein ID-tauschendes Kabel wird möglicherweise nicht reichen. Ich würde jetzt als erstes versuchen das Laufwerk umzustellen, das es zuerst mit dem 3,5zoll Laufwerk liest. Danach mal die .td0 in .IMD mit ImageDisk umwandeln. In den Programm müsste man auch mehr einstellmöglichkeiten haben. Soweit ich das verstanden habe kopiert er das dann 1 zu 1 auf die 3,5zoll Diskette. Quasi mit dem Endergebnis das die 3,5zoll Diskette komplett identisch zu der 5,25zoll Diskette ist. Mal versuchen ob das klappt. Mit Teledisk klappt es jedenfalls nicht.
Die Testdiskette ist nichts besonderes, wie schon geschrieben, 9 Sektoren je Track mit jeweils 512 Bytes pro Sektor. Es sieht so aus als ob bereits ab dem zweiten Sektor der Code des Testprogramms beginnt, eine Dateistruktur bzw. Filesystem ist nicht zu erkennen. Ich sehe daher kein Problem dass man die Diskette mit dem Laufwerk gelesen bekommt wenn die Jumper passen.
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Dieter S. schrieb: > Die Testdiskette ist nichts besonderes, wie schon geschrieben, 9 > Sektoren je Track mit jeweils 512 Bytes pro Sektor. Es sieht so aus als > ob bereits ab dem zweiten Sektor der Code des Testprogramms kommt, eine > Dateistruktur bzw. Filesystem ist nicht zu erkennen. Ich sehe daher kein > Problem dass man die Diskette mit dem Laufwerk gelesen bekommt wenn die > Jumper passen. Ich probier mal beides aus. Mal sehen ob es klappt.
Dieter S. schrieb: > Die Testdiskette ist nichts besonderes, wie schon geschrieben, 9 > Sektoren je Track mit jeweils 512 Bytes pro Sektor. Es sieht so aus als > ob bereits ab dem zweiten Sektor der Code des Testprogramms beginnt, > eine Dateistruktur bzw. Filesystem ist nicht zu erkennen. Ich sehe daher > kein Problem dass man die Diskette mit dem Laufwerk gelesen bekommt wenn > die Jumper passen. Dann müsste sich das 3 1/2"-Laufwerk des FD505, u.U. wie ein 3 1/2" DD-Laufwerk verhalten, was es aber wohl nicht tut. Es wird schon einen Grund haben, warum man im Setup zwischen 3 1/2" DD und HD/ED-Laufwerk wählen kann. Die Diagnosedisk wird versuchen, eine DD-Diskette mit einem nativen HD-Laufwerk zu lesen. Disketten kennen auch keine Adressierung per LBA, sondern nur Head, Track und Sector.
Cartman E. schrieb: > > Dann müsste sich das 3 1/2"-Laufwerk des FD505, u.U. wie ein > 3 1/2" DD-Laufwerk verhalten, was es aber wohl nicht tut. Schau in die Beschreibung des 3 1/2 Zoll Laufwerks: "Density mode setting: Automatic setting by detecting HD hole of an installed disk". Daher habe ich weiter oben geschrieben dass die verwendete Diskette wichtig sein könnte. > Disketten kennen auch keine Adressierung per LBA, sondern > nur Head, Track und Sector. Niemand ausser Dir hat hier was von LBA geschrieben.
Dieter S. schrieb: > Cartman E. schrieb: >> Disketten kennen auch keine Adressierung per LBA, sondern >> nur Head, Track und Sector. > > Niemand ausser Dir hat hier was von LBA geschrieben. Darauf läuft es aber hinaus, wenn man annimmt, man könnte konsekutive Sektoren nacheinander einfach einlesen. Letztlich wird der TO nur Erfolg haben, wenn alle Parameter einen exakten Match ergeben.
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