Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik log-Frequenzregler und Temperaturstabilisierung


von Roland D. (roland_d284)


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Moin,

ich möchte einen kleinen Oszillator bauen (auf Basis von einem NE555), 
bei dem ich die Frequenz logarithmisch mit einem Poti regeln kann. Die 
Idee ist, dass wenn das Poti ganz nach links gedreht ist, die 
Transistoren Q1 und Q3 einen Stromspiegel bilden. Drehe ich das Poti 
nach rechts, bilden Q2 und Q3 einen Stromspiegel. Der Strom durch Q2 ist 
dabei erheblich kleiner, als der durch Q1. Der Widerstand des Potis 
definiert mir die Spreizung der Frequenz, welche proportional zum Strom 
durch Q3 sein soll.

Ziel soll sein, Frequenzen von 100Hz bis 20kHz einstellen zu können und 
das einigermaßen gleichmäßig. Und ohne all zu große Temperaturdrift, 
also ich will eine Frequenz einstellen (mit Oszi o.Ä.) und mit darauf 
verlassen können, dass sie in den nächsten Minuten nicht all zu weit 
wegdriftet.

Dass ich Q2 doppelt ausgeführt habe, ist nur so eine Idee, weil ich dann 
mit einem gängigen 10k-Poti hinkomme. Ich könnte Q2 auch einfach 
ausführen, dann müsste ich für die gleiche Frequenzspreizung aber einen 
20k-Poti verwenden - gibt es, ist aber eher unüblich.

Die 4 Spannungsquellen in Reihe zu den Basen sind nur zu testzwecken 
(flat(2m) bedeutet, dass bei jedem Simulationslauf die Spannung zufällig 
gleichverteilt zwischen -2mV und +2mV festgelegt wird) um 
nachzuvollziehen, wie groß die Abweichungen werden, wenn die 
Transistoren nicht exakt gleich sind oder nicht die gleiche Temperatur 
haben. Ohne diese zusätzlichen Spannungen bei perfektem 
Temperaturabgleich ist der Temperatureinfluss übrigens sehr klein.

Die leichte S-förmige Abweichung des Stroms vom Poti-Wert resultiert aus 
der Tatsache, dass der Poti ein belasteter Spannungsteiler ist.

Nun zur Frage: Bekommt man 3 oder 4 Transistoren thermisch so gut 
gekoppelt? Ist 2mV also rund 1K Temperaturunterschied realistisch?

Sind die Bauteiltoleranzen in der Praxis vielleicht so groß, dass meine 
Gedanken eigentlich nur ein kleines Randproblem adressieren und die 
Sache aus ganz anderen Gründen nicht funktionieren wird?

Gibt es andere Tricks, die Temperaturen gleich zu machen (aktiv 
regeln/heizen)? Es gibt Transistorarrays mit 4 Transistoren in einem 
Case, die sind dann aber entweder nicht besonders thermisch gekoppelt 
oder aber ziemlich teuer. Zwei Transistoren mit guter Kopplung gibt es 
dagegen relativ gut und preiswert. Aber bei der Schaltung brauche ich ja 
nicht nur zwei. Kann man zwei Pärchen irgendwie trickreich verschalten?

Übrigens wird über diese Schaltung der Timing-Kondensator am NE555 
entladen. Anstatt dieser Schaltung ein log Poti ist daher schwierig, 
weil ich den Poti ja als regelbaren Widerstand und nicht als 
Spannungsteiler brauche.

Gruß, Roland

von Arno R. (arnor)


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Es gibt die 4-fach Transitorarrays B315, B325, B340, B341, B360, B380 
aus DDR-Beständen, die wurden genau für sowas gebaut.

Die Frequenz ist aber nur dann proportional zum Entladestrom, wenn die 
Aufladezeit vernachlässigbar gegen die Periodendauer ist.

Es heißt übrigens "das Poti", nicht "der Poti".

: Bearbeitet durch User
von Roland D. (roland_d284)


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Moin,

Arno R. schrieb:
> Es gibt die 4-fach Transitorarrays B315, B325, B340, B341, B360, B380
> aus DDR-Beständen, die wurden genau für sowas gebaut.

Hmm, aus DDR-Beständen klingt jetzt nicht gerade nach einfacher 
Verfügbarkeit.
Die Frage ist, ob diese Teile besser wären, als ein aktueller MMPQ3904.

> Die Frequenz ist aber nur dann proportional zum Entladestrom, wenn die
> Aufladezeit vernachlässigbar gegen die Periodendauer ist.

Das Problem ist mir bewusst, vor allem bei großen Frequenzen. Macht aber 
nichts, es geht darum einen Wert einzustellen und der soll dann 
anschließend bei Temperaturänderungen nicht wandern. Das eine Skala am 
Poti nicht exakt die Frequenz darstellen kann, ist mir klar. Muss auch 
gar nicht.

Gruß, Roland

von Arno R. (arnor)


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Roland D. schrieb:
> Hmm, aus DDR-Beständen klingt jetzt nicht gerade nach einfacher
> Verfügbarkeit.

Die Dinger gibt es problemlos zu kaufen.

> Die Frage ist, ob diese Teile besser wären, als ein aktueller MMPQ3904.

Wenn die MMPQ3904 so aufgebaut sind wie die MPQ3904, dann sind die B3xx 
um Klassen besser, da 4 Transistoren auf einem Chip mit sehr gutem 
Gleichlauf und thermischer Kopplung.

Die MPQ enthalten zwar 4 Transistoren, aber davon sind nur jeweils 2 
(die an den Enden) leicht thermisch gekoppelt. Es sind getrennte Chips 
auf jeweils eigenem Chipträger. Die Kopplung von Ende zu Ende ist nicht 
der Rede wert.

von H. H. (Gast)


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Arno R. schrieb:
> Es gibt die 4-fach Transitorarrays B315, B325, B340, B341, B360, B380
> aus DDR-Beständen, die wurden genau für sowas gebaut.

Gabs im Westen auch, z.B. TPQ... von Sprague.

von Roland D. (roland_d284)


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Arno R. schrieb:

> Die MPQ enthalten zwar 4 Transistoren, aber davon sind nur jeweils 2
> (die an den Enden) leicht thermisch gekoppelt. Es sind getrennte Chips
> auf jeweils eigenem Chipträger. Die Kopplung von Ende zu Ende ist nicht
> der Rede wert.

In teuer gibt's dem MAT14, aber im Datenblatt steht genau genommen auch 
nichts über die thermische Kopplung untereinander:

Da steht:
"The MAT14 also features a low offset voltage of 100 µV typical and 
tight current gain matching to within 4%. Each transistor of the MAT14 
is individually tested to data sheet specifications. For matching 
parameters (offset voltage, input offset current, and gain match), each 
of the dual transistor combinations are verified to meet stated limits. 
"

was sich so anhört, als ob darin auch zwei separate Doppeltransistoren 
sind. Immerhin gibt es zwei Pins mit "substrate", was darauf hindeutet, 
dass die thermischen Eigenschaften dem Konstruktör wichtig waren.

Die Frage wäre, ob das nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen ist.

Gruß, Roland

von Helmut K. (hk_book)


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Es gab/gibt ja noch den 3086, ich glaube ursprünglich von RCA:

https://www.microelectronicash.com/downloads/CA3086E.pdf

Da steht zumindest im Datenblatt etwas von "The CA3086 consists of five 
general-purpose silicon NPN transistors on a common monolithic 
substrate", "thermal matching" und "Temperature Compensated Amplifiers".

Scheint problemlos beschaffbar.

von Wolf17 (wolf17)


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Roland D. schrieb:
> ohne all zu große Temperaturdrift
Wie viel ist das in %?
Für hohe Frequenzstabilität empfehle ich ein DDS Modul.

Und diese Stromspiegellösung funktioniert am 555 auch praktisch, oder 
nur theoretisch?

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Also bevor ich mir da irgendwelche wilden Konzepte aus dem Kreuz leiere, 
die dann bestenfalls aehnlich gut/schlecht sind, wie die von vor 40..50 
Jahren verwendeten - musses wirklich heutzutage noch analog sein? Mit 
irgendeinem popeligen <=8 pin µController kriegt man das doch prima hin, 
ohne Temperatur- oder Bauteiltoleranzen, ohne DDR-Chipse, etc.
Oder ist das so ein religioeses/ueberzeugungs/Glaubens-Ding und muss 
daher mit Transistoren gemacht werden?

Gruss
WK

von Mi N. (msx)


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Roland D. schrieb:
> Ziel soll sein, Frequenzen von 100Hz bis 20kHz einstellen zu können und
> das einigermaßen gleichmäßig. Und ohne all zu große Temperaturdrift,
> also ich will eine Frequenz einstellen (mit Oszi o.Ä.) und mit darauf
> verlassen können, dass sie in den nächsten Minuten nicht all zu weit
> wegdriftet.

Sieh Dir mal uralte Schaltungen von analogen Synthis an - namentlich vom 
mini-Moog. Die sind richtig gut!
Meinetwegen kann man da auch noch einen 555 verwurschteln, der aber eher 
störend sein wird ;-)

von Roland D. (roland_d284)


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Moin,

Dergute W. schrieb:

> Also bevor ich mir da irgendwelche wilden Konzepte aus dem Kreuz leiere,
> die dann bestenfalls aehnlich gut/schlecht sind, wie die von vor 40..50
> Jahren verwendeten - musses wirklich heutzutage noch analog sein? Mit
> irgendeinem popeligen <=8 pin µController kriegt man das doch prima hin,
> ohne Temperatur- oder Bauteiltoleranzen, ohne DDR-Chipse, etc.
> Oder ist das so ein religioeses/ueberzeugungs/Glaubens-Ding und muss
> daher mit Transistoren gemacht werden?

Guter Einwand. Mein Gedanke dabei ist, dass dieses Gerät nur zu 
Testzwecken dienen soll, sollte daraus mal ein Seriengerät werden, wird 
es diesen Frequenzregler nicht mehr brauchen. Dann wird die Schaltung 
tatsächlich aus nicht mehr als einem NE555 und Hühnerfutter bestehen.

Was kostet ein minimaler µC, der auf 200ns genau mit nicht mehr als 5% 
Temperaturdrift timen kann? Inclusive der Spannungsversorgung mit 5V, 
die ich bei der NE555-Lösung nicht brauche?

Also richtig, wenn es nur um genau dieses Gerät ginge, wäre die Lösung 
mir einem Arduino-Nano huckepack sicherlich die viel einfachere.

Gruß, Roland

von Roland D. (roland_d284)


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Wolf17 schrieb:
> Roland D. schrieb:
>> ohne all zu große Temperaturdrift
> Wie viel ist das in %?

In meiner Simulation habe ich den Transistoren zufällige Basisspannungen 
mit +/- 2mV verpasst. Was wohl rund +/-1K Temperaturunterschied 
bedeutet. Das führt zu einen Variation im Strom von +/- 15%.

+/- 5% fände ich schöner, dazu muss die Temperatur also grob gerechnet 
auf +/- 0,3K begrenzt werden. Ist das schwierig? Ich weis nicht, 
deswegen frage ich ja.

> Und diese Stromspiegellösung funktioniert am 555 auch praktisch, oder
> nur theoretisch?

In der Simulation funktioniert es.

Gruß, Roland

von H. H. (Gast)


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Helmut K. schrieb:
> Es gab/gibt ja noch den 3086, ich glaube ursprünglich von RCA:

Wird auch längst nicht mehr hergestellt.

von Michael B. (laberkopp)


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Roland D. schrieb:
> Die Frage ist, ob diese Teile besser wären, als ein aktueller MMPQ3904.

Ja.

Die alten waren auf einem Chip, daher thermisch gut verbunden, 
elektrisch leider auch, aber man musste nehmen, was bei raus kam.

Die modernen sind 2 Transistorchips in einem Gehäuse, schlechter 
gekoppelt  teils komplett isolier aber vorher nach gleicher 
Stromverstärkung selektiert 'gepaart'.

Insbesondere der Effekt durch Eigenerwarmung ist ab 1mA massiv und 
verhindert jede Nutzung als Stromspiegel.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Roland D. schrieb:
> sollte daraus mal ein Seriengerät werden, wird
> es diesen Frequenzregler nicht mehr brauchen.
> Dann wird die Schaltung
> tatsächlich aus nicht mehr als einem NE555 und Hühnerfutter bestehen.
>
> Was kostet ein minimaler µC, der auf 200ns genau mit nicht mehr als 5%
> Temperaturdrift timen kann? Inclusive der Spannungsversorgung mit 5V,
> die ich bei der NE555-Lösung nicht brauche?

aehhh - da steh' ich jetzt etwas auf der Leitung. Braucht dein 
Seriengeraet jetzt noch das Poti mit der exponentiellen und driftfreien 
Frequenzeinstellung oder ist da die Frequenz fix? Bei Fixfrequenz waer's 
doch fast voellig wurst, was dein einzelnes Engineeringsample mit µC und 
"teurem" 78L05 drauf kostet, wenns in der Serie dann eh wieder ein 555 
auf Festfrequenz ist.

Gruss
WK

von Wolf17 (wolf17)


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Roland D. schrieb:
> +/- 5% fände ich schöner
Ich verstehe nicht, was dieser Stromspiegel bringen soll, also wo der 
Vorteil gegenüber einem logarithmischen Poti direkt am 555 ist.

Piher nennt für sein T-21 Potis unter 100k einen Temperaturkoeffizienten 
von +-300ppm/K. Dazu einen PP Folienkondensator am 555, fertig.
Damit bleibt man unter 0,05%/K Temperaturgang.

von Arno R. (arnor)


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Wolf17 schrieb:
> Ich verstehe nicht, was dieser Stromspiegel bringen soll, also wo der
> Vorteil gegenüber einem logarithmischen Poti direkt am 555 ist.

Wenn du dir die Kennlinie eines log-Potis ansiehst, kommst du ganz 
allein drauf.

von Cartman E. (cartmaneric)


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Wenn Mann es analog richtig machen will, macht Mann es wie früher(TM).
Mit 2 OPVs, der eine integriert die Steuerspannung auf, und der Zweite,
als Komparator, "polt" die Steuerspannung für den Integrator um.
Das ergibt neben einem ordentlichen Dreieck, auch ein brauchbares
Rechteck.

Aber doch nicht mit dem Universalnichtskönner 555...

Wenn man sowieso nur ein Rechteck im Auge hat, wäre der NCO eines
PICs (12F1501, 16F1503, 16F1507-9) einen Blick wert.

: Bearbeitet durch User
von Roland D. (roland_d284)


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Wolf17 schrieb:
> Roland D. schrieb:
>> +/- 5% fände ich schöner
> Ich verstehe nicht, was dieser Stromspiegel bringen soll, also wo der
> Vorteil gegenüber einem logarithmischen Poti direkt am 555 ist.
>
> Piher nennt für sein T-21 Potis unter 100k einen Temperaturkoeffizienten
> von +-300ppm/K. Dazu einen PP Folienkondensator am 555, fertig.
> Damit bleibt man unter 0,05%/K Temperaturgang.

Bei 10nF muss das Poti schon mindestens 1MOhm haben. Und Antilog sollte 
es auch noch sein (gut, da kann man sich umgewöhnen).
Bei 20kHz ist das aber schon ein Entladestrom von 100mA - was auch schon 
wieder Grenzwertig für den DIS-Pin von NE555 ist. Sprich größer kann ich 
den Kondensator auch nicht machen.

Es gibt ja noch den Trick, den Kondensator über ein Poti zu entladen und 
dabei ständig über einen Festwiderstand auf Vcc zu legen. Ist das Poti 
sehr groß, dann verschiebt sich der Zeitpunkt, wo die untere 
Schaltschwelle unterschritten wird ins unendlich. Also mit gängigen 
Poti-Werten beliebig kleine Frequenzen machbar. Das ist aber aus dem 
Bauch heraus geschätzt eine ganz schön wacklige Angelegenheit.

Ein Umschalten zwischen zwei Frequenzbereichen wäre auch noch 
akzeptabel.

Gruß, Roland

von Rainer W. (rawi)


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Wolf17 schrieb:
> Und diese Stromspiegellösung funktioniert am 555 auch praktisch, oder
> nur theoretisch?

Wenn die Theorie die Sache ausreichend gut beschreibt, funktioniert es 
auch praktisch.

von Bauform B. (bauformb)


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Roland D. schrieb:
> Was kostet ein minimaler µC, der auf 200ns genau mit nicht mehr als 5%
> Temperaturdrift timen kann? Inclusive der Spannungsversorgung mit 5V,
> die ich bei der NE555-Lösung nicht brauche?
1
 MCP1792-3302H/DB       0.38  3.3V ohne Verpolungsschutz
2
 MIC5233-3.3YS          0.82  3.3V mit    -"-
3
 STM32G031J6M6          1.12
4
 KT2016K10000ZAW33ZGK   1.13  10MHz
5
 C1206X225J3RECAUTO  2x 0.53  2u2,25V-
6
 C0805X103K8JAC7210     0.20  10n,10V-
7
 TLC555CDR              0.66  Pegelwandler, Endstufe
8
9
 STM32G031J6M6
10
 Pin
11
  1  10MHz vom KT2016 (optional)
12
  2  VDD
13
  3  VSS
14
  4  OUTPUT (NRST)
15
  5  UART
16
  6  UART
17
  7  optional ADC, GPIO  } oder 2 Taster
18
  8  POTI, BOOT          } up/down
Das sind ein paar Zahlen mit Bauteilen von Digikey, die mir spontan 
eingefallen sind. Ein 555 wird immer noch als Ausgangstreiber 
missbraucht ;) Der µC hat einen 32-Bit Timer mit 100ns Auflösung und 
einen 12-Bit ADC für das Poti. Der TCXO KT2016 liefert 10MHz mit 0.5ppm 
@ -30...+85°C. Die Daten scheinen mir ausreichend zu sein ;) Knapp wird 
es evt. mit einem 10-Gang Poti, dann ist die Auflösung nur ca. 1/400 
Umdrehung.

Wenn ±1% Drift @ 0...85°C ausreicht, kann man den KT2016 einsparen. Dann 
liefert ein interner Oszillator 16MHz. Vorteil: alle Bauteile wären von 
Hand lötbar (der  KT2016 ist zu klein).

Statt Poti könnte man 2 Taster UP/DOWN verwenden, die sind evt. 
billiger. Damit sind dann beliebig viele Stufen möglich. Einer der 
Taster bzw. das Poti dient gleichzeitig dazu, den internen Bootloader zu 
starten. Deshalb muss das Poti beim Einschalten am richtigen Anschlag 
stehen.

SCNR.

von Andrew T. (marsufant)


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Roland D. schrieb:
> In teuer gibt's dem MAT14, aber im Datenblatt steht genau genommen auch
> nichts über die thermische Kopplung untereinander:

Aus eigenen Aufbauten weiss ich, das sogar die relativ billigen BC847 
sehr guten Gleichlauf bieten.

Hier zum relativ niedrigen Preis (50 Stk Packung):
https://de.rs-online.com/web/p/bipolare-transistoren/4845059

von Roland D. (roland_d284)


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Moin,

Bauform B. schrieb:
> Roland D. schrieb:
>> Was kostet ein minimaler µC, der auf 200ns genau mit nicht mehr als 5%
>> Temperaturdrift timen kann? Inclusive der Spannungsversorgung mit 5V,
>> die ich bei der NE555-Lösung nicht brauche?
> [pre] MCP1792-3302H/DB       0.38  3.3V ohne Verpolungsschutz
> ........
> Statt Poti könnte man 2 Taster UP/DOWN verwenden, die sind evt.
> billiger. Damit sind dann beliebig viele Stufen möglich. Einer der
> Taster bzw. das Poti dient gleichzeitig dazu, den internen Bootloader zu
> starten. Deshalb muss das Poti beim Einschalten am richtigen Anschlag
> stehen.
>
> SCNR.

OK. Sieht tatsächlich preiswert und machbar aus und genau genug ist die 
Lösung auf jeden Fall (auch ohne Quarz oder was das ist). Wie 
programmiert man den µC?

Ach ja, zum Starten den Poti auf Anschlag drehen, ist nicht ganz so 
schön, da müsste ich mir was anderes woanders überlegen: Ich hätte 
AN/AUS über Netzspannung gemacht, aber wenn ich jedes mal das Poti 
verdrehen muss, muss ich jedes mal die Frequenz wieder neu einstellen 
(einmessen). Ist aber ein lösbares Problem.

Muss mal drüber nachdenken.

Gruß, Roland

von Roland D. (roland_d284)


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Moin,

Andrew T. schrieb:
> Aus eigenen Aufbauten weiss ich, das sogar die relativ billigen BC847
> sehr guten Gleichlauf bieten.

Ja, den hatte ich auch im Auge. Ich hatte gehofft, das hier irgendwer 
eine Idee hat, wie man zwei separate Doppeltransistoren so verschalten 
kann, dass sie sich insgesamt wie 4 thermisch gekoppelte verhalten.

Ich denke, wenn ich mich nicht doch noch von der µC-Variante überzeugen 
lasse, dann werde ich es so machen und eine gewisse Drift hinnehmen, 
Notfalls noch mal 4€ investieren und eine Münze oben und eine unten auf 
die Platine kleben:-)

Gruß, Roland

von Bauform B. (bauformb)


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Roland D. schrieb:
> zum Starten den Poti auf Anschlag drehen, ist nicht ganz so
> schön, da müsste ich mir was anderes woanders überlegen

Bloß nicht. Das Poti funktioniert auch an Pin 7, dann ist Pin 8 frei für 
einen Betrieb/Boot Umschalter.

> Wie programmiert man den µC?

Das ist eine Glaubensfrage ;) Es gibt ganz unterschiedliche Werkzeuge 
und Programmiersprachen. Ich finde C für solche Aufgaben immer noch am 
einfachsten. Ich hatte Cube probiert, nach 2 Wochen aufgegeben und 
benutze jetzt

https://developer.arm.com/Tools%20and%20Software/GNU%20Toolchain

und sowas als "Programmiergerät"

https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/usb_2_0_konverter_seriell-ttl_pinheader_buchse_1_8_m_3_3_v_-163093


Roland D. schrieb:
> Notfalls noch mal 4€ investieren und eine Münze oben und eine unten auf
> die Platine kleben:-)

Eine Tupperdose gefüllt mit Trafoöl...

von Mi N. (msx)


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Roland D. schrieb:
> Ich denke, wenn ich mich nicht doch noch von der µC-Variante überzeugen
> lasse, dann werde ich es so machen und eine gewisse Drift hinnehmen,

Ich weiß nach wie vor nicht, was Du möchtest. Erst einen variablem 
Bereich und dann letzlich doch eine Festfrequenz?

Für Kunst (Musik) sind analoge Oszillatoren interessant - feine 
Abstimmung/Schwebung, für Technik eher die hochgenauen digitalen. Ein 
paar Schaltungen mit 8-pol. ATTiny habe ich in der Schublade: 
http://mino-elektronik.de/Generator/takte_impulse.htm#bsp5
Mit Quarz arbeiten sie hochstabil, ohne wohl noch stabil genug.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Mi N. schrieb:
> Ich weiß nach wie vor nicht, was Du möchtest. Erst einen variablem
> Bereich und dann letzlich doch eine Festfrequenz?
Ist mir auch nicht klar.

Mi N. schrieb:
> Ein
> paar Schaltungen mit 8-pol. ATTiny habe ich in der Schublade:
Hier'n Link zu meiner 8-pol. ATTiny Schaltungsschublade fuer einen 
entsprechenden "VCO":
Beitrag "Sehr einfacher Sinusgenerator, Digitalelektronik Projekt"

Gruss
WK

von Henrik V. (henrik_v)


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EDN Design ideas war das letzte Jahr gefühlt voll mit log Frequenz 
Generatoren ...

von Mi N. (msx)


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Henrik V. schrieb:
> EDN Design ideas war das letzte Jahr gefühlt voll mit log Frequenz
> Generatoren ...

Wie es aussieht, sind alle Beispiele gelöscht worden :-(

von Roland D. (roland_d284)


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Moin,

Dergute W. schrieb:
> Mi N. schrieb:
>> Ich weiß nach wie vor nicht, was Du möchtest. Erst einen variablem
>> Bereich und dann letzlich doch eine Festfrequenz?
> Ist mir auch nicht klar.

Ein Gerät bauen, welches möglichst simpel und preiswert aufgebaut ist 
und welches mit einer festen Frequenz arbeitet. Und diese feste Frequenz 
mit möglichst wenig Aufwand für einen Testaufbau variabel gestalten.

Stell dir vor du solltest ein Bahnrennrad konstruieren, also ein Fahrrad 
ohne Gangschaltung. Du kennst aber das beste Übersetzungsverhältnis noch 
nicht. Also versuchst du ein Testfarrad zu bauen, das möglichst 
weitgehend dem fertigen Fahrrad entspricht, bei dem du aber relativ 
einfach die Zahnräder austauschen kannst. Auch wenn das fertige Fahrrad 
keine tauschbaren Zahnräder haben soll.

Abgesehen davon bin ich persönlich immer etwas vorsichtig bei 
µC-Lösungen, wenn man wie in diesem Fall mit potenziell starken 
elelektromagnetischen Störungen zu tun hat - ein NE555 ist mir noch nie 
abgestürzt.

Gruß, Roland

von Udo K. (udok)


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Roland D. schrieb:
> Ein Gerät bauen, welches möglichst simpel und preiswert aufgebaut ist
> und welches mit einer festen Frequenz arbeitet. Und diese feste Frequenz
> mit möglichst wenig Aufwand für einen Testaufbau variabel gestalten.

Für sowas verwende ich einen fertigen Funktionsgenerator.

: Bearbeitet durch User
von Bauform B. (bauformb)


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Roland D. schrieb:
> Abgesehen davon bin ich persönlich immer etwas vorsichtig bei
> µC-Lösungen, wenn man wie in diesem Fall mit potenziell starken
> elelektromagnetischen Störungen zu tun hat - ein NE555 ist mir noch nie
> abgestürzt.

OK, ein klares Argument für MAT14! In diesem Fall, weil die Antennen an 
den Transistoren etwas kürzer werden.

von Roland D. (roland_d284)


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Moin,

Udo K. schrieb:
> Roland D. schrieb:
>> Ein Gerät bauen, welches möglichst simpel und preiswert aufgebaut ist
>> und welches mit einer festen Frequenz arbeitet. Und diese feste Frequenz
>> mit möglichst wenig Aufwand für einen Testaufbau variabel gestalten.
>
> Für sowas verwende ich einen fertigen Funktionsgenerator.

Dann müsste ich den ganzen NE555 durch einen Funktionsgenerator 
ersetzten. Und das geht schief (schon mal probiert)!

Vorsicht Sarkasmus:

Aufgabe: Mach mit einem Controller ein PWM-Signal, welche einstellbar 
(Poti) eine Einschaltzeit von 0 bis 20us hat und eine einstellbare 
(Poti) Frequenz von 100 - 20000Hz. Nebenbedingung: Was immer ich an den 
Potis herumdrehe, die max 20us Einschaltzeit dürfen nachweislich 
niemals überschritten werden (weil dann IGBT kaputt).

Klingt einfach. Aber heutige E-Techniker werden die Aufgabe zu 95% nicht 
lösen können. Die Programmierer von den Funktionsgenerator mit dem ich 
mal gewerkelt habe, haben es jedenfalls nicht geschafft. Und ja, ich 
denke hier im Forum gibt es eine ganze Menge Leute, die diese Aufgabe 
lösen können.

Gruß, Roland

von Mi N. (msx)


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Roland D. schrieb:
> Ein Gerät bauen, welches möglichst simpel und preiswert aufgebaut ist
> und welches mit einer festen Frequenz arbeitet. Und diese feste Frequenz
> mit möglichst wenig Aufwand für einen Testaufbau variabel gestalten.

Na jetzt ist alles klar.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Ich liebe Salamiaufschnitt.

scnr,
WK

von Roland D. (roland_d284)


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Moin,

Dergute W. schrieb:
> Ich liebe Salamiaufschnitt.

Ich verlange von niemandem hier mir Fragen zu beantworten, die ich nicht 
gestellt habe.

Gruß, Roland

von Mi N. (msx)


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Roland D. schrieb:
> Ich verlange von niemandem hier mir Fragen zu beantworten, die ich nicht
> gestellt habe.

Du bist so selbstverliebt mit Deinem Problem, da wollen Wir auch 
garnicht weiter stören.

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