Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Was kann ein ESP32 besser als ein RPi Zero-W?


von Bauform B. (bauformb)


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Guten Morgen!

Mich fasziniert schon lange die Begeisterung für ESP32, jetzt muss ich 
doch mal nachfragen. Nebenan gibt's mal wieder Schwierigkeiten mit ESP32 
für Wettersensoren -- ok, dafür taugt der Zero-W wirklich nicht. Aber 
verglichen mit den Wetterstationen aus dem Supermarkt taugt ein ESP auch 
nicht.

Ein Vorteil für ESP32: wenigstens ein Analog-Eingang, aber eine zweite 
Platine braucht man doch trotzdem. Damit könnte der Zero-W auch messen. 
Also, was ist das Geheimnis?

von Andreas B. (bitverdreher)


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Ich nehme einfach das was besser passt. ;-)

von Jan (dunno)


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Könnte am Formfaktor und dem Betriebssystem liegen..

Ein Linux betreiben & warten zu müssen nur um ein paar Daten ins WLAN zu 
funken könnte dem ein oder anderen wie Overkill erscheinen, wenn's auf 
dem ESP32 auch 2 arduino-libs tun um das gleiche zu erreichen..?

Und den Homeassistent betreibst du halt dann auf dem echten PI..

Also ich hab keinen Einsatzzweck für die Kanone im Spatzenoutfit.. :)

: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


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Ich denke nicht man kann einen PC mit einem MCU vergleichen, das sind 
völlig verschiedene Welten.

von Bauform B. (bauformb)


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Jan schrieb:
> Ein Linux betreiben & warten zu müssen

Interessant, eigentlich braucht jedes Gerät mit WLAN 
Sicherheits-Updates. Oder, wenn ein ESP keine Wartung braucht, warum 
braucht Linux eine? Wohlgemerkt, in der gleichen Anwendung.

> wenn's auf dem ESP32 auch 2 arduino-libs tun

ok, ein klarer Fall von "aller Anfang ist schwer". Wenn jemand bei Null 
anfängt, ist alles gleich undurchsichtig, aber nach dem dritten Gerät...

Alexander schrieb:
> Ich denke nicht man kann einen PC mit einem MCU vergleichen, das
> sind völlig verschiedene Welten.

Naja, keine Tastatur, kein Bildschirm, ungefähr gleich groß, gleiche 
Stromaufnahme, außer WLAN wenig interessante Peripherie -- so viel 
Unterschied ist da nicht, wenn man einen ESP durch einen Zero ersetzt.

von Andreas B. (bitverdreher)


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Bauform B. schrieb:
> so viel
> Unterschied ist da nicht, wenn man einen ESP durch einen Zero ersetzt.

Der Zero hat einiges mehr Rechenleistung. Auf einem ESP bekommst Du kein 
Linux drauf.
Der Zero kostet auch einiges mehr.

von Alexander (alecxs)


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Ein RPi Zero-W hat ein Betriebssystem. Die Hardware verhält sich wie ein 
PC. Du kannst eine Tastatur und einen Bildschirm anschließen. 512MB RAM 
vs 520 KB RAM ist wohl ein riesiger Unterschied. Beim RPi programmierst 
Du alles in Software über die OS Abstraktionsschicht. Das ist so 
unterschiedlich wie es unterschiedlicher nicht sein kann. Und zwar so 
unterschiedlich dass ich gar nicht wüsste wie ich einen ESP32 durch 
einen RPi Zero-W ersetzen könnte (ADC, DAC, PWM, Timer, UART, SPI, I²C 
alles flexibel mapbar über GPIO Matrix und in real-time)

Frage an Dich: Wie würdest Du ein Projekt mit dem RPi Pico RP2040‑W 
realisieren? Vielleicht wird ja dann der Unterschied PC vs MCU klarer..

: Bearbeitet durch User
von Bauform B. (bauformb)


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Alexander schrieb:
> 512MB RAM vs 520 KB RAM ist wohl ein riesiger Unterschied.

Beides ist viel mehr, als die meisten Anwendungen brauchen. Also: kein 
Unterschied.

> Beim RPi programmierst Du alles in Software über die
> OS Abstraktionsschicht.

Gerade beim ESP geht es ohne so eine Schicht ja auch nicht. Damit kannst 
du ihn nicht mehr wie einen ATtiny programmieren. Aber manche benutzen 
auch freiwillig und gerne noch mehr Abstraktion auf noch kleineren 
Rechnern ;)

> alles flexibel mapbar über GPIO Matrix und in real-time

ok, das ist ein Vorteil beim Platinelayout. Aber real-time hat auch 
Grenzen, dies war der Anlass für diese meine Frage:

Christoph M. schrieb:
> Im Moment sieht es danach aus, als wenn der ESP-Wifi Treiber Zeit in der
> Größenordnung von einer Sekunde braucht, um zu initialisieren. Das
> treibt den Stromverbrauch dann in die Höhe.

Alexander schrieb:
> Wie würdest Du ein Projekt mit dem RPi Pico RP2040‑W
> realisieren? Vielleicht wird ja dann der Unterschied PC vs MCU klarer.

Fast genau so, wie mit einem ESP? Wie sonst? Der Pico-W ist 
offensichtlich der britische ESP. Natürlich ist der dem ESP ähnlicher 
als dem Zero. Allerdings fand ich das letzte Pico-Datenblatt besser als 
die von Espressif. Von daher (wenn ich WLAN brauche) wäre meine Hitliste 
Zero, Pico, ESP. Ja, ich kann mir auch eine Anwendung vorstellen wo es 
Pico, ESP, Zero wäre.

Edit: die ganze Sekunde WLAN-Init ist natürlich ein WLAN-Problem und 
kein ESP-Problem.

: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


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Den RP2040‑W habe ich mal ausgewählt um nicht Äpfel (oder Himbeeren) mit 
Birnen zu vergleichen.

Hardware-CAN würde mir als Alleinstellungsmerkmal einfallen. Nutze ich 
aber nicht, ist auch über SPI völlig ausreichend.

: Bearbeitet durch User
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