Moin, Mein Stromversorger hat bei mir kürzlich einen Smartmeter installiert. Ich habe die Gelegenheit genutzt, die Parameter die er ausgibt aufzuzeichnen. Mir ist aufgefallen, dass die Netzspannung sehr periodisch schwankt. Auf allen Phasen mit der gleichen Periodizität, aber zeitlich verschoben. Die Einbrüche entstehen nicht durch Belastung des Anschlusses in meinem Haus, sondern kommen von aussen. Hat jemand eine Idee wie sowas entstehen könnte? Die Perioden sind zu kurz für das Takten von Wärmepumpen und zeitlich zu präzise. Ich habe ein FFT über 2 Tage davon gemacht, die Peaks sind ziemlich schmal.
Res schrieb: > Hat jemand eine Idee wie sowas entstehen könnte? Irgend etwas im Smartmeter selbst? Die Auflösung ist ja nicht sonderlich hoch, einige wenige LSB Schwankung.
Wenn das im Diagramm Minuten:Sekunden und nicht Stunden:Minuten sind und alles nur kurz anhält, könnten das vielleicht Rundsteuerpulse sein. Wenn es länger dauert, hat vielleicht jemand eine Pulsgrupenleistungssteuerung im Betrieb. Gibt es in einigen 100m einen Industriebetrieb mit Elektroofen?
Ich habe die Schwankungen mit dem Multimeter bestätigt. Die X-Achse im Zeitdiagramm ist die Uhrzeit, also HH:MM. Auf der Niederspannungsseite von diesm Trafo gibt es nur Privathäuser. Aber die Schwankungen könnten vermutlich auch von der Mittelspannungsseite kommen. Die Gegend ist sehr Ländlich. Keine grosse Industrie. Ein paar landwirtschaftliche Betriebe und eine Spenglerei.
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Nutzt da jemand vielleicht wirklich noch eine alte Elektroheizung? Wobei, Netz um 7V runterziehen, da braucht man schon bißchen Leistung für. Rundsteuerimpulse glaube ich nicht, die sind nicht so lang bzw. die einzelnen Bits verursachen eine schnelle Schwankung. Ist auch keine echte Schwankungen, sondern eine aufmodulierte Schwingung mit 1kHz oder so. Echte Großverbraucher wie Kühlhäuser oder Elektroöfen arbeiten ziemlich kontinuierlich und schalten nicht nur mal kurz ein und dann wieder aus, Elektroöfen würden auch eher Flicker verursachen, also sehr schnelle Schwankungen.
Magst Du bitte auch mal die Außenleiterspannungen zeigen? Halten die Schwankungen den ganzen Tag und die ganze Nacht an?
Frank O. schrieb: > Hast du denn Probleme mit deinen Geräten? Nö. Bin nur neugierig. Jörg K. schrieb: > Magst Du bitte auch mal die Außenleiterspannungen zeigen? > Halten die Schwankungen den ganzen Tag und die ganze Nacht an? Ja, Tag und Nacht. Mal ist die Amplitude etwas grösser und mal etwas kleiner, aber ich sehe da kein Muster ausser dass die Periode die ganze Zeit konstant ist. Hier sind die berechneten Aussenleiterspannungen. Nick schrieb: > Aber Biogas? Es gibt im Nachbardorf eine kleine Biogasanlage, nur 70 kW. Wir haben im Dorf eine Wasserkraftanlage bei einem Stausee, 5 MW, aber die produziert nur bei Spitzenbedarf.
Res schrieb: > Nö. Bin nur neugierig. Das war genau deshalb etwas provokant gemeint. Mit "Smart" und den günstigen Displays fingen Probleme an, die man vorher nicht einmal bemerkt hatte. Bei manchen Beiträgen hier im µC.net (nicht deiner) habe ich den Eindruck, dass es hier so manchen gibt, der den ganzen Abend vor seiner "Smart-Überwachung" sitzt und sich Gedanken darum macht, wo er noch sparen kann und was es für Probleme zu bemängeln gibt. Natürlich hat dann die Smarttechnologie so viel gekostet, dass er das in der verbleibenden Lebenszeit nicht wieder rein holen kann. Jedenfalls nicht ohne Verzicht auf den üblichen Komfort.
Die Ursache hat vielleicht damit zu tun: https://www.heise.de/select/ct/2017/7/1490969807376118 Um Energie zu sparen, werden Strom und Spannung nicht mit genuegend Messwerten pro Halbwelle abgetastet.
Dieter D. schrieb: > Um Energie zu sparen, werden Strom und Spannung nicht mit genuegend > Messwerten pro Halbwelle abgetastet Das Multimeter tastet ganz gut ab.
schaut man auf die Phasenspannung V2, dann sieht man deutlich eine 2min Periodendauer. Nach EN 61000-3-3 wäre bei eine Wiederholfrequenz von 0.5/min ein ΔU/U von 3% zulässig. Wäre ein ΔU von etwa 6.9V - und somit an der Grenze. Falls es Probleme gibt (Flackern, ...) dann müsste das EVU den "Täter" ausforschen.
Interessant, wofür es alles Grenzwerte gibt. Und dass die von der EMV-Seite kommen. Selbst auf Langwelle ist es hier sehr ruhig, aber ich wohne auch etwas ausserhalb. Mit dem richtigen SQL query kann ich natürlich die Extremfälle in der ganzen Aufzeichnung finden, bisher sind es erst 3 Tage. Hier sind es wohl bis zu 13V.
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