Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik USB-Dock Verständnisfrage


von Jürgen H. (calor)


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Es geht grunsätzlich um die Frage, an einem Adroid-Gerät, mit USB-C 
Port, ein externes USB-Device zu verwenden und gleichzeitig das 
Android-Gerät mit Ladestrom zu versorgen.
In verschiedenen Beiträgen hier im Forum wird zu diesem Zweck ein 
USB-Dock empfohlen. Beispielhaft möchte ich mal diesen Beitrag hier 
verlinken - Beitrag "Re: USB Datenleitungen als Schaltzustandsinfo für Android Handy nutzen"

Meine Frage ist nun wie die Funktionalität des gleichzeitigen Ladens und 
der USB-Nutzung erreicht wird.
Voraussetzung ist wohl, daß das Android-Gerät Dual-Role-Power 
unterstützt. Wird dem Gerät die gewünschte Stromfluss-Richtung nur per 
passender Beschaltung der CC-Pins vorgegeben oder wird das noch 
irgendwie softwaremäßig ausgehandelt?

von Nemopuk (nemopuk)


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Jürgen H. schrieb:
> wird das noch irgendwie softwaremäßig ausgehandelt?

ja

von Christian R. (supachris)


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Das ist Teil von Power Delivery und nennt sich Role Swap. Manche Docks 
können auch Fast Role Swap ohne Unterbrechung der Spannung bzw 
Datenverbindung, aber das klappt meist nur innerhalb eines Herstellers, 
also z.B. Dell Dock mit Dell Notebook.

von Jürgen H. (calor)


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Danke, für die Antworten!

von (prx) A. K. (prx)


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Jürgen H. schrieb:
> Meine Frage ist nun wie die Funktionalität des gleichzeitigen Ladens und
> der USB-Nutzung erreicht wird.

Stromaushandlung und Datenübertragung sind voneinander unabhängig, 
verwenden getrennte Pins. Für die Stromversorgung wurde eigens der 
Configuration Channel über CC1/CC2 definiert.

So ein Dock muss auch kein teurer Ziegelstein sein. Ein 20€-Teil reicht.
https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/206589374_-7-in-1-usb-c-hub-a83d2-anker-tech.html

: Bearbeitet durch User
von René H. (mumpel)


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(prx) A. K. schrieb:
> Ein 20€-Teil reicht

Ich würde aber eins mit HDMI-Anschluss nehmen.

von Rahul D. (rahul)


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René H. schrieb:
> Ich würde aber eins mit HDMI-Anschluss nehmen.

andere würdenn eins mit VGA nehmen, damit sie ihre Röhre noch weiter 
benutzen können.

von Harald K. (kirnbichler)


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Rahul D. schrieb:
> andere würdenn eins mit VGA nehmen,

Noch andere mit SCART, wenns das denn gäbe, denn der alte Fernseher, der 
tut doch noch, der ist doch noch gut.

von (prx) A. K. (prx)


Angehängte Dateien:

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René H. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> Ein 20€-Teil reicht
>
> Ich würde aber eins mit HDMI-Anschluss nehmen.

Das war der Sinn des Teils.

Hingeschaut?

Anders als reine USB-C auf HDMI Adapter funktioniert der HDMI Anschluss 
bei diesem Hub nur bei eigener Stromversorgung. Aber in einer Rolle als 
Dock ist das ja ok.

Getestet an Pixel 10 Pro und Galaxy Tab S11.

: Bearbeitet durch User
von Rahul D. (rahul)


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Harald K. schrieb:
> Noch andere mit SCART, wenns das denn gäbe, denn der alte Fernseher, der
> tut doch noch, der ist doch noch gut.

RGBS für die "guten, alten" NEC Sync 3d.
Scart aber nur mit einem Antennenkonverter, damit man ihn auch an Oma's 
SW-Röhre hängen kann.

von Harald K. (kirnbichler)


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Rahul D. schrieb:
> die "guten, alten" NEC Sync 3d.

MultSync 3d? Du meinst den Kugelmonitor? O weh, sowas hatte ich auch 
mal.

Der aber braucht kein SCART, der kann ja VGA etc.

Natürlich ist FBAS gemeint, also Composite Video. Der UHF-Modulator ist 
'ne gute Ergänzung, danke für die Anregung.

von Rahul D. (rahul)


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Harald K. schrieb:
> Natürlich ist FBAS gemeint,

FBAS? Wer braucht schon Farbe? Wobei NTSC ("Never the same color") auch 
toll ist.

von Jürgen H. (calor)


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Ich bin ja so begeistert, daß die Threads hier im Forum stets hart am 
Thema bleiben und niemals ins Alberne abdriften!
Achso, die närrische Zeit steht kurz bevor. Dann ist es ok und ich will 
nichts gesagt haben. ;-)

Nachdem ich mich aufgrund der teils widersprüchlichen Antworten näher 
mit dem Thema beschäftigt habe muss ich gestehen, daß meine 
ursprüngliche Frage wohl zu allgemein und damit nicht unbedingt 
zielführend war. Sorry!

Ein kurzer Versuch hat gezeigt, daß die Spannungs - Sink/Source - 
Umschaltung des Android-Devices per Pulldown/Pullup-Widerstand an CC 
problemlos funktioniert. Datenübertragung muss ich noch testen.

Noch ein Nachtrag zur Eröffnungsfrage. Beim Android-Device handelt es 
sich in diesem Fall ein Tablet mit USB-C Buchse, aber nur USB 2 
Datentransfer.

Nochmal Danke, für die themenbezogenen Antworten!

von Rahul D. (rahul)


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Jürgen H. schrieb:
> Achso, die närrische Zeit steht kurz bevor. Dann ist es ok und ich will
> nichts gesagt haben. ;-)
[Offtopic]
Und manche kommen aus Bundesländern, wo das Feiern der närrischen Zeit 
bei Strafe verboten ist ;)
Manche sind halt einfach immer "so" drauf.
[/Offtopic]

von (prx) A. K. (prx)


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Jürgen H. schrieb:
> aber nur USB 2 Datentransfer.

Wobei dann HDMI natürlich aussen vor bleibt.

von Harald K. (kirnbichler)


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(prx) A. K. schrieb:
> Wobei dann HDMI natürlich aussen vor bleibt.

Du meinst, einen alternate mode gibt es nur mit USB3?

Da dürftest Du Dich irren.

von (prx) A. K. (prx)


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M.W. kam der DP Alt Mode mit der Spezifikation von USB 3.1.

Der DP Alt Mode von USB C verwendet für SuperSpeed vorgesehene 
Übertragungsleitungen. Das zwingt zwar nicht dazu, SuperSpeed 
tatsächlich zu implementieren, aber welchen Sinn hätte das?

Umgekehrt kann ein Schuh draus werden, weil die Nutzung der SS-Leitungen 
für Alt Mode diese Leitungen umwidmet, so dass mit Bildschirm(en) ggf 
nur eine USB 2.0 Datenrate übrig bleibt.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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(prx) A. K. schrieb:
> Das zwingt zwar nicht dazu, SuperSpeed tatsächlich
> zu implementieren, aber welchen Sinn hätte das?

Ich bin mir verhältnismäßig sicher, daß an einem iPhone 15 (dem ersten 
iPhone mit USB-C) ein entsprechender USB-C-auf-HDMI-Adapter nutzbar ist; 
das iPhone 15 aber unterstützt nur High-Speed-USB ("USB2.0", 480 
MBit/sec), erst das iPhone 15 Pro unterstützt Super-Speed-USB ("USB3.2 
Gen1x1"*, früher "USB3.0", 5 GBit/sec).

Mit "MHL" gab es schon früher einen Standard, mit dem über USB2.0 auch 
HDMI ausgegeben werden konnte, diverse Android-Smartphones aus der 
Micro-USB-Ära unterstützten das.

Daher ist bei nur-USB2.x-Geräten bei der Kundschaft eine gewisse 
Erwartungshaltung vorstellbar, die so befriedigt wird, ohne daß jetzt 
schnelleres USB unterstützt werden müsste.

*) ja, so schwachsinnig wird das jetzt benannt. Einfach nur "3.0" wäre 
zu einfach gewesen.

von Christian R. (supachris)


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Jürgen H. schrieb:
> Ein kurzer Versuch hat gezeigt, daß die Spannungs - Sink/Source -
> Umschaltung des Android-Devices per Pulldown/Pullup-Widerstand an CC
> problemlos funktioniert. Datenübertragung muss ich noch testen

Die beiden einfachen Fälle, bei denen Daten und Strom die gleiche 
Richtung haben, lassen sich ohne PD implementieren. Für die beiden 
anderen brauchst du den Role Swap. Im Android gibt's aber auch ein Menü, 
bei dem man einstellen kann, wer jetzt was ist, jedenfalls hab ich das 
mal gesehen. Ob das jetzt immer zum gewünschten Ergebnis führt weiß ich 
aber nicht.

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