Forum: Ausbildung, Studium & Beruf IGM-Betrieb erstes Jahresmitarbeitergespräch


von Mark (wail0rd)


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Moin Leute,

Ich arbeite nun seit fast einem Jahr in einem IGM-Betrieb und das erste 
"richtige", jährliche Mitarbeitergespräch steht an.

Ich bin mit EG9 Grundstufe im Tarif Hamburg/Unterweser eingestiegen und 
bin eigentlich mehr als zufrieden, aber ich würde gerne trotzdem von 
euch wissen wollen, wie man an Gehaltsverhandlungen rangeht als 
Berufsanfänger im IGM-Betrieben.

Von Kollegen hat es sich angehört, dass die Stufen automatisch mit der 
Zeit steigen und Gruppen je nach Verantwortung auch. Aber andererseits 
denke ich mir von nichts kommt auch eigentlich nichts. Ich will aber 
auch nicht nach einem Jahr mit der Tür ins Haus fallen und direkt mehr 
Gehalt fordern, nur weil die Einarbeitungsphase sozusagen fertig ist.

Wie ist da das beste Vorgehen als Berufsanfänger ohne ganz naiv zu 
handeln?

Viele Grüße

: Bearbeitet durch User
von Gustl B. (gustl_b)


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Mark schrieb:
> jährliche Mitarbeitergespräch

und

Mark schrieb:
> Gehaltsverhandlungen

sind zwei verschiedene Dinge. In deinem Gespräch geht es erstmal um 
Ziele für das Jahr, die Einschätzung von deinem Chef und dir.

von Mark (wail0rd)


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Ja natürlich, aber ich dachte das in dem Gespräch um beides geht, weil 
an sich wird bei uns nur ein  Mitarbeitergespräch im Jahr geführt.

von H. H. (hhinz)


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Mark schrieb:
> Ich arbeite nun seit fast einem Jahr in einem IGM-Betrieb

Mark schrieb:
> die Einarbeitungsphase sozusagen fertig ist.

Fegst du dort den Hof?

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Nach nicht einmal einem Jahr schon gleich mehr Gehalt wollen?
Hast du denn in diesem Jahr unglaublich geile Ergebnisse geliefert und 
stichst aus dem Team deutlich hervor?

Ansonsten ist das ein Prozess über mehrere Jahre. Nach einem Jahr kommst 
du ja erst einmal von EG10A in die EG10B.

Die Anforderungen an die jeweiligen Entgeltgruppen sind durch die IGM 
rechtgenau definiert und wenn du nicht die Anforderungen an EG11 
erfüllst, dann wirst du noch ein Weilchen in EG10 bleiben. Du kannst 
dich natürlich intern auf Stellen mit EG11 bewerben, aber mit dem Gehalt 
kommen halt auch die Aufgaben und Verantwortungen.

Du kannst auch ewig in EG10 bleiben und durch besondere Leistungen und 
Aufgaben entsprechende Zusatzzahlungen vereinbaren. Die Möglichkeiten 
wird dir dein Chef sicherlich in deinem Gespräch erklären können. Dann 
könnt ihr gemeinsam Ziele definieren und langfristig deine berufliche 
Weiterentwicklung planen.

"Ich bin ein Jahr hier, ich will mehr Geld bei gleicher Leistung" ist in 
der IGM-Welt schwierig. Gibt halt die tariflichen Erhöhungen und ggf. 
tarifliches Zusatzgeld.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Sebastian R. schrieb:
> Nach nicht einmal einem Jahr schon gleich mehr Gehalt wollen?

Nicht wundern, das ist normal, siehe:

https://www.wort.lu/wirtschaft/viel-fordern-wenig-leisten-so-tickt-die-generation-z-bei-der-arbeit/97819652.html

von Mark (wail0rd)


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H. H. schrieb:
> Mark schrieb:
>> Ich arbeite nun seit fast einem Jahr in einem IGM-Betrieb
>
> Mark schrieb:
>> die Einarbeitungsphase sozusagen fertig ist.
>
> Fegst du dort den Hof?

Scheint wohl so :)

von Heinrich K. (minrich)


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VollzeitDiet hingegen hat sich mit seinen 
siebzehntausenddreihunderteinunddreissig Beiträgen seine sofortige 
Gehaltserhöhung verdient. In jedem Thread präsent, Hauptsache etwas 
abgesondert, so viel Einsatz für die Allgemeinheit muss honoriert 
werden!

von Mark (wail0rd)


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Sebastian R. schrieb:
> Nach nicht einmal einem Jahr schon gleich mehr Gehalt wollen?
> Hast du denn in diesem Jahr unglaublich geile Ergebnisse geliefert und
> stichst aus dem Team deutlich hervor?

Deshalb frage ich ja. Natürlich ist es mir in den Sinn gekommen, dass 
nach einem Jahr nach mehr Gehalt zu fragen vorschnell ist. Aber als 
Berufsanfänger hab ich natürlich keine Ahnung und wollte fragen was da 
so der Standard ist.

Um auf deine Frage zu antzuworten, nein. Planmäßig eingearbeitet und 
Dienst nach Vorschrift.

von Rolf (rolf22)


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Mark schrieb:
> Wie ist da das beste Vorgehen als Berufsanfänger ohne ganz naiv zu
> handeln?

Man unterscheidet Eigenbild, Fremdbild und vermutetes Fremdbild.

Da du null Komma nichts in dieser Richtung erwähnt hast, muss man 
annehmen, dass du über dieses Thema ("Was hält mein Chef von mir?") 
überhaupt noch nicht nachgedacht hast. Am besten das nachholen, bevor du 
mehr Geld forderst.

von Mark (wail0rd)


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Dieter D. schrieb:
> Sebastian R. schrieb:
>> Nach nicht einmal einem Jahr schon gleich mehr Gehalt wollen?
>
> Nicht wundern, das ist normal, siehe:
>
> 
https://www.wort.lu/wirtschaft/viel-fordern-wenig-leisten-so-tickt-die-generation-z-bei-der-arbeit/97819652.html

Bei dem ständigen GenZ gebashe wundere ich mich nicht, dass dann so eine 
Arbeitsmoral überhaupt entsteht.

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Mark schrieb:
> Dienst nach Vorschrift.

Also null Eigenleistung und kein Interesse an irgendetwas. Klingt nicht 
so, als würde das mehr Geld rechtfertigen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Rolf schrieb:
> Man unterscheidet Eigenbild, Fremdbild und vermutetes Fremdbild.

Zum Beispiel anhand dieses Schemas in Ruhe alles reflektieren:
https://de.wikipedia.org/wiki/Johari-Fenster

von Reinhard S. (rezz)


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Gustl B. schrieb:
> Mark schrieb:
>> jährliche Mitarbeitergespräch
>
> und
>
> Mark schrieb:
>> Gehaltsverhandlungen
>
> sind zwei verschiedene Dinge. In deinem Gespräch geht es erstmal um
> Ziele für das Jahr, die Einschätzung von deinem Chef und dir.

Kann man auch zusammen machen, ist hier in der Konzerntochter (ohne 
Gewerkschaft) so. Für die paar Minuten einen extra Termin machen ist ja 
auch eher ineffizient.

von Mark (wail0rd)


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Rolf schrieb:
> Mark schrieb:
>> Wie ist da das beste Vorgehen als Berufsanfänger ohne ganz naiv zu
>> handeln?
>
> Man unterscheidet Eigenbild, Fremdbild und vermutetes Fremdbild.
>
> Da du null Komma nichts in dieser Richtung erwähnt hast, muss man
> annehmen, dass du über dieses Thema ("Was hält mein Chef von mir?")
> überhaupt noch nicht nachgedacht hast. Am besten das nachholen, bevor du
> mehr Geld forderst.

Mein Chef ist eher administrativ tätig und hat eher weniger Ahnung von 
dem was ich mache. Er kriegt nur Rückmeldung von meinen 
Vorgesetzten(WPM's) ob ich meine Arbeit mache. Da meine Vorgesetzten mit 
mir zufrieden sind, denke ich, ich mache meine Sache soweit gut.

von Mark (wail0rd)


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Sebastian R. schrieb:
> Ansonsten ist das ein Prozess über mehrere Jahre. Nach einem Jahr kommst
> du ja erst einmal von EG10A in die EG10B.

Das ist ja schon sowas, wo ich nicht weiß, ob man sowas anspricht oder 
das standardmäßig einfach kommt. Ich persönlich würde gerne gar nicht 
das Thema ansprechen und einfach mein Ding machen aber will auch nicht 
mögliche Gehaltserhöhungen verpassen, weil ich mein Maul nicht aufreiße.

von Mark (wail0rd)


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Sebastian R. schrieb:
> Mark schrieb:
>> Dienst nach Vorschrift.
>
> Also null Eigenleistung und kein Interesse an irgendetwas. Klingt nicht
> so, als würde das mehr Geld rechtfertigen.

Klar, dachte nur das man nach der Einarbeitung aus der Grundstufe 
rauskommt, aber ja vielleicht eine naive Ansicht.

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Mark schrieb:
> Klar, dachte nur das man nach der Einarbeitung aus der Grundstufe
> rauskommt, aber ja vielleicht eine naive Ansicht.

Das entscheiden nicht wir, das entscheidet dein Chef. Sprich es an und 
er wird es in die Wege leiten. Oder auch nicht, wenn du nur DnV machst.

von Marci W. (marci_w)


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Mark schrieb:
> ich mache meine Sache soweit gut

... "soweit gut" -- hmmm

ciao

Marci

von Mark (wail0rd)


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Sebastian R. schrieb:
> Mark schrieb:
>> Klar, dachte nur das man nach der Einarbeitung aus der Grundstufe
>> rauskommt, aber ja vielleicht eine naive Ansicht.
>
> Das entscheiden nicht wir, das entscheidet dein Chef. Sprich es an und
> er wird es in die Wege leiten. Oder auch nicht, wenn du nur DnV machst.

Ja nur hier dann die Frage:
Ist das nach einem Jahr schon überhaupt angemessen oder lieber erstmal 
die Füße still halten. Und erst nach zwei-drei Jahren sollte man sich 
rantrauen wenn man auch was geleistet hat. Gehe nämlich gerne auf Nummer 
sicher normalerweise.

von Mark (wail0rd)


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Marci W. schrieb:
> Mark schrieb:
>> ich mache meine Sache soweit gut
>
> ... "soweit gut" -- hmmm
>
> ciao
>
> Marci

Weiß manchmal nicht was genau hier erwartet wird von einem AN. Machen 
hier alle im Forum ihr Arbeit hervorragend und werden über alle Himmel 
gelobt????
Gut arbeiten ist einfach eine neutrale Bezeichnung aber wird hier 
negativ gewertet.

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Mark schrieb:
> Ist das nach einem Jahr schon überhaupt angemessen oder lieber erstmal
> die Füße still halten.

Hast du keine Kollegen, die du fragen kannst?

von Mark (wail0rd)


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Sebastian R. schrieb:
> Mark schrieb:
>> Ist das nach einem Jahr schon überhaupt angemessen oder lieber erstmal
>> die Füße still halten.
>
> Hast du keine Kollegen, die du fragen kannst?

Wenn ich die hätte würde ich ja hier nicht fragen :).
Meine Arbeits"kollegen" haben nebenbei nur erwähnt, dass man Stufen 
automatisch aufsteigt aber wollte da lieber eine zweite Meinung 
einholen.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Ich bin mit EG9 Grundstufe im Tarif Hamburg/Unterweser eingestiegen und
> bin eigentlich mehr als zufrieden, aber ich würde gerne trotzdem von
> euch wissen wollen, wie man an Gehaltsverhandlungen rangeht als
> Berufsanfänger im IGM-Betrieben.


Tarif im IGM-Betrieb ist u.a. Sache der Gewerkschaft als 
Arbeitnehmervertretung. Frag also Deinen Gewerkschaftler resp. den 
Betriebsrat. Du kannst das Thema auch direkt in der Betriebsversammlung 
ansprechen.

https://hamburg.igmetall.de/

: Bearbeitet durch User
von Hannes J. (pnuebergang)


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Mark schrieb:
> Ist das nach einem Jahr schon überhaupt angemessen oder lieber erstmal
> die Füße still halten.

Es ist ziemlich egal. Hier ist wie das läuft:

Dein Chef hat ein Budget. Das hat er über konzerninterne Prozesse 
bekommen. In manchen Firmen wird ihm das Budget einfach nach einem 
Schlüssel zugeteilt (diktiert) und er hat gar nichts zu melden. In 
anderen kann er nach Vorgaben mehr beantragen. Was er begründen muss. 
Was viele nur sehr zurückhaltende machen, weil derjenige besser aus 
sieht der Geld spart statt es auszugeben.

Wenn er sein Budget beantragen muss: Wird sich dein Chef irgend eine 
besondere Mühe gegeben habe für dich vorauseilend nach überproportional 
mehr Budget zu fragen? Ich glaube du kennst die Antwort. Eher nicht. Er 
wird nach den Vorgaben der Firma gerechnet haben, die unter anderem den 
Tarifvertrag abbilden.

Was passiert mit dem Budget dass er bekommen hat? Wenn er darf verteilt 
er es nach konzerninternen Vorgaben auf seine Leute. Ansonsten wird ihm 
die Verteilung vorgegeben. Egal welche Variante es ist, wenn er mit dir 
redet ist die Verteilung bereits vorgenommen, die Budgetplanung 
abgeschlossen.

So, und jetzt kommst du und sagst "Chef, ich will mehr Kohle". Was macht 
er? Wenn er dir sowieso mehr geben will oder muss (Tarifvertrag), wird 
er sagen ja klar, nimm das. Ansonsten nimmt er deinen Wunsch zur 
Kenntnis und sagt "schaun wir mal im nächsten Jahr". Ob er ihn bei der 
nächsten Runde berücksichtigt?

Das ist keine Gehaltsverhandlung. Du bekommst dein zukünftiges Gehalt 
zugeteilt. Ich weiß nicht wer Berufsanfängern immer diesen Floh ins Ohr 
setzt. Nicht mal bei deiner Bewerbung als Berufsanfänger war es eine 
echte Verhandlung. Die Firma hat sich überlegt wie viel sie dir an 
Gehalt zuweisen möchte und kann.

von Mark (wail0rd)


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Ja gut dann weiß ich Bescheid. Danke für die klare Antwort :).

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Man kann auch einen Betriebsrat als dritte Partei in das 
Mitarbeitergespräch mit einbeziehen (§ 82 Abs. 2 S. 2 BetrVG)

"(2) 1 Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass ihm die Berechnung und 
Zusammensetzung seines Arbeitsentgelts erläutert und dass mit ihm die 
Beurteilung seiner Leistungen sowie die Möglichkeiten seiner beruflichen 
Entwicklung im Betrieb erörtert werden. 2Er kann ein Mitglied des 
Betriebsrats hinzuziehen. ..."

von Mark (wail0rd)


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Bradward B. schrieb:
> Man kann auch einen Betriebsrat als dritte Partei in das
> Mitarbeitergespräch mit einbeziehen (§ 82 Abs. 2 S. 2 BetrVG)
>
> "(2) 1 Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass ihm die Berechnung und
> Zusammensetzung seines Arbeitsentgelts erläutert und dass mit ihm die
> Beurteilung seiner Leistungen sowie die Möglichkeiten seiner beruflichen
> Entwicklung im Betrieb erörtert werden. 2Er kann ein Mitglied des
> Betriebsrats hinzuziehen. ..."

Das hört sich interessant an aber will eigentlich keine große Welle 
machen :)

von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Mark schrieb:
> Wie ist da das beste Vorgehen als Berufsanfänger ohne ganz naiv zu
> handeln?
Hast du ein besseres Angebot von einer anderen Firma? Nein, dann gibts 
auch nix zu verhandeln.

von Mark (wail0rd)


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Frank D. schrieb:
> Mark schrieb:
>> Wie ist da das beste Vorgehen als Berufsanfänger ohne ganz naiv zu
>> handeln?
> Hast du ein besseres Angebot von einer anderen Firma? Nein, dann gibts
> auch nix zu verhandeln.

Also wenn plötzlich aus dem nichts neue Verantwortungen dazu kommen, wie 
z.B. Projekt Veranwortung, die nicht der ursprünglichen 
Stellenbeschreibung entspricht, dann gibt es nichts zu verhandeln??

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Immer noch gut ist dieses Video:
https://vimeo.com/239050403

Mittlerweile habe ich zwei Jobewerbungen gesehen, die genau darauf im 
Plakat anspielen. Die Person sieht genau so aus und der Gesichtsausdruck 
ist gleich einer der einprägsamen Szenen. Eine Werbung war von z.B. 
einem Verkehrsunternehmen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Mark schrieb:
> z.B. Projekt Veranwortung,

Projektverantwortung gehört übrigens zu dieser Stufe, da ab Stufe 9 dies 
bereits vorausgesetzt wird (z.B. Industriemeister). Nur wird das im 
ersten Jahr im Betrieb noch nicht gefordert.

von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Mark schrieb:
> Stellenbeschreibung entspricht, dann gibt es nichts zu verhandeln??

Du wirst abgewimmelt, hast du nen Trumpf in der Hand? Nein, also 
bekommst du nicht mehr. Nur durch Wechsel steigt das Gehalt ordentlich, 
ansonsten gibt nur das Standardprogramm (Tarif,tröpfchenweise 
Steigerungen), zu verhandeln gibts da nix schon gar nicht als 
Frischling.

von Mark (wail0rd)


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Frank D. schrieb:
> Mark schrieb:
>> Stellenbeschreibung entspricht, dann gibt es nichts zu verhandeln??
>
> Du wirst abgewimmelt, hast du nen Trumpf in der Hand? Nein, also
> bekommst du nicht mehr. Nur durch Wechsel steigt das Gehalt ordentlich,
> ansonsten gibt nur das Standardprogramm (Tarif,tröpfchenweise
> Steigerungen), zu verhandeln gibts da nix schon gar nicht als
> Frischling.

Ja gut dann hab ich meine Frage auch möglicherweiße falsch formuliert. 
Ich dachte, dass schon "tröpfchenweise" Steigerungen eine Aktion 
erfordern. Gehaltsverhandlung ist dann natürlich in dem Konetxt 
vielleicht sehr stark ausgedrückt.

von Mark (wail0rd)


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Dieter D. schrieb:
> Mark schrieb:
>> z.B. Projekt Veranwortung,
>
> Projektverantwortung gehört übrigens zu dieser Stufe, da ab Stufe 9 dies
> bereits vorausgesetzt wird (z.B. Industriemeister). Nur wird das im
> ersten Jahr im Betrieb noch nicht gefordert.

Laut Bewerbugnsgespräch und Stellenbeschreibung nicht wirklich. Bei uns 
ist man als Projektveranwortlicher eigentlich schon ein "Work project 
manager" und vollführt Aufgaben die grundsätzlich unterschiedlich sind 
teilweise zusätzlich.

von Mark (wail0rd)


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Denke ich hab aber jetzt genug gehört. Also zusammengefasst, ich hab gar 
nichts zu melden, weil eigentlich alles schon vorher geregelt ist und 
falls ich die Erhöhung/Nicht-Erhöhung nicht gut finde, muss ich etwas in 
der Hand haben oder was Außerordentliches geleistet haben um eine 
Diskussionsgrundlage zu haben. Plus man sollte kein Frischling mehr 
sein. Gut.

Danke für euere Beiträge.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Mark schrieb:
> Laut Bewerbugnsgespräch und Stellenbeschreibung ...

Wenn Du das mal anschaust:
https://bayern.igmetall.de/aktuell/metall--und-elektroindustrie

Da steht was von Grundentgeld und Leistungszulagen. Bei dem Gespräch 
wird es im Schwerpunkt um die Ziele festzulegen gehen, wenn das nicht 
bereits nach dem halben Jahr Probezeit gemacht wurde.

von Hannes J. (pnuebergang)


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Mark schrieb:
> Bradward B. schrieb:
>> "(2) 1 Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass ihm die Berechnung und
>> Zusammensetzung seines Arbeitsentgelts erläutert ... werden

> Das hört sich interessant an aber will eigentlich keine große Welle
> machen :)

Es ist für dich völlig uninteressant, es sei denn du wirst massiv 
beschissen oder die Software der Firma ist absolut zu blöd Dinge wie 
Steuern und Sozialabgaben richtig zu berechnen.

Da steht "erläutert". Jemand wird genervt mit Tabellen etc. kommen, da 
und dort drauf zeigen und sagen daher ist das so. Schön dass wir drüber 
geredet haben. Niemand wird kommen und sagen dann lassen Sie uns mal 
über eine Gehaltserhöhung reden.

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