Hallo Community! Mich würde interessieren ob schon jemand eine PLL Schaltung nur mit Standard-Bauteilen aufgebaut bzw. entworfen hat. Also ohne die Verwendung eines fertigen IC's. Da ich mich in diesem Bereich näher beschäftigen will aus Interesse hab ich mal folgendes recht informatives Dokument gefunden: PLL Performance, Simulation, and Design von Author Dean Banerjee: https://www.ti.com/lit/ml/snaa106c/snaa106c.pdf Kennt wer dieses Dokument? Kann jemand auch andere Bücher zu diesem Thema empfehlen? TU Bibliotheksausweis hab ich. :) PS: Herum experimentieren werde ich aber nicht bezüglich EMV. Will ja meine Nachbarn nicht ärgern. :) Aber die verwendeten Hintergrundschaltungen würde ich schone gerne kennen.
mit der CMOS 4000 Serie War in den 90iger als die 80-Kanal CB-Funken aufkammen und noch relativ teuer waren. Hatte damals aus einen preiswerten 40-Kanalgerät ein 100-Kanalgerät gemacht ;-) 4046 als Phasenvergleicher zwei 4026 für die Kanalauswahl und noch eine Menge andere 4000-ICs.
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Johannes schrieb: > Mich würde interessieren ob schon jemand eine > PLL Schaltung nur mit Standard-Bauteilen aufgebaut > bzw. entworfen hat. Also ohne die Verwendung eines > fertigen IC's. Definiere "Standard-Bauteil" bzw. "fertiges IC". Sind integrierte Standard-OPV erlaubt? Integrierte Frequenzteiler a la 74HC(T)xy? Ein 74HCT86 als Phasencomparator? > PS: > Herum experimentieren werde ich aber nicht bezüglich EMV. ??? PLL funktioniert auch im NF-Bereich wunderbar. Einen brauchbaren VCO bekommt man vermutlich mit einem 555 hin; als Phasencomparator soll ein XOR-Gatter geeignet sein (beides noch nicht selbst getestet); Frequenzteiler geht mit Standard-Logik. Ein 4046 (bzw. eine der vielen Varianten) ist dagegen quasi der Arduino der PLL-Technik... :) > Will ja meine Nachbarn nicht ärgern. :) Übertreibung. Bei Beachtung einiger weniger Grundregeln stehen die Chancen sehr gut, dass man niemanden stört. > Aber die verwendeten Hintergrundschaltungen würde ich > schone gerne kennen. Dann los... Oszi vorheizen und Lötkolben kalibrieren...
Roland Best - Phased Locked Loops - ist sehr brauchbar. Old school ;-) but good basics
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Hippelhaxe schrieb: > Definiere "Standard-Bauteil" bzw. "fertiges IC". > > Sind integrierte Standard-OPV erlaubt? Integrierte > Frequenzteiler a la 74HC(T)xy? Ein 74HCT86 als > Phasencomparator? Muss zugeben Standard-Bauteile ist etwas schwammig formuliert. Natürlich können auch Standard Logik-Bausteine und Operationsverstärker eingesetzt werden. >> PS: >> Herum experimentieren werde ich aber nicht bezüglich EMV. > > ??? > > PLL funktioniert auch im NF-Bereich wunderbar. Einen > brauchbaren VCO bekommt man vermutlich mit einem 555 > hin; als Phasencomparator soll ein XOR-Gatter geeignet > sein (beides noch nicht selbst getestet); Frequenzteiler > geht mit Standard-Logik. > > Ein 4046 (bzw. eine der vielen Varianten) ist dagegen > quasi der Arduino der PLL-Technik... :) Danke für die Information. PLL war halt immer eine Black-Box für mich. Eigentlich lernte ich als Azubi nur den Begriff und was die Schaltung machen sollte in der Schule. Verwendet hab ich sie relativ wenig. Muss erst eine höhere Ausbildung nachholen, was ich auch vor habe. >> Will ja meine Nachbarn nicht ärgern. :) > > Übertreibung. > Bei Beachtung einiger weniger Grundregeln stehen die > Chancen sehr gut, dass man niemanden stört. Ja, stimmt schon. Muss ja nicht gleich eine VCO Frequenz von >20MHz sein. > >> Aber die verwendeten Hintergrundschaltungen würde ich >> schone gerne kennen. > > Dann los... Oszi vorheizen und Lötkolben kalibrieren... Mein privates Hantek DSO "müsste" eigentlich dafür mit seiner 250MHz Bandbreite locker reichen. Interessieren würde es mich auf jeden Fall.
Die Bücher habe ich hier, Best PLL ISBN3855021236 Geschwinde ISBN3528040777 und ein weiteres Buch von Best ISBN3855021481 Hatte aber schon seit Jahren nicht mehr reingeschaut.
Johannes schrieb: > Muss zugeben Standard-Bauteile ist etwas schwammig > formuliert. Natürlich können auch Standard > Logik-Bausteine und Operationsverstärker eingesetzt > werden. Okay... dann hatte ich Dich ungefähr richtig verstanden. > PLL war halt immer eine Black-Box für mich. Eigentlich > lernte ich als Azubi nur den Begriff und was die > Schaltung machen sollte in der Schule. Verwendet hab > ich sie relativ wenig. Muss erst eine höhere Ausbildung > nachholen, was ich auch vor habe. Ja, ich verstehe. Die komplette Theorie hinter der PLL ist nicht ganz banal; es hilft schon sehr, wenn man nicht schon bei der ersten auftauchenden Formel Schnappatmung bekommt... :) Auf der anderen Seite lassen sich die Konzepte "Regelkreis" und "Differenzmischung" auch ingenieurmäßig pragmatisch verstehen; man MUSS ja die mathematische Durchdringung nicht gleich an den Anfang stellen... > Muss ja nicht gleich eine VCO Frequenz von >20MHz sein. Ja... davon würde ich für den Anfang ohnehin abraten. Das bringt nur technische Komplikation ohne echten Mehrwert für das eigene Verständnis. Die Frequenz schraubt man dann hoch, wenn man es wirklich braucht -- und das Konzept bereits verstanden hat. > Mein privates Hantek DSO "müsste" eigentlich dafür mit > seiner 250MHz Bandbreite locker reichen. Witzbold :) Der VCO im 74HC4046 arbeitet bis ungefähr 5MHz (oder ein wenig drüber); damit lässt sich sehr schön experimentieren. Das DaBla, dass mir damals vorlag, erklärte auch haarklein, wie alles zusammenspielt und wie die externen Bauteile zu dimensionieren sind. > Interessieren würde es mich auf jeden Fall. Nur Mut.
Hier ist ein solcher Aufbau aus den 80er Jahren gezeigt und beschrieben, Technik: ECL, LS-TTL und CMOS. Es handelt sich um einen VHF-Synthesizer mit Dual-Modulus Frequenzteiler, also ohne Rückmischung oder fester Vorteilung. Dieses Verfahren war Ende der 70er Jahr in Flugfunk und Navigationsgeräten üblich. Es gab damals von Motorola und Plessey sehr interessante Bauteile. Ich baute mir damals in 1979 nach diesem Verfahren den gezeigten Synthesizer für ein Eigenbau 144MHz Amateurfunk Transceiver. Das Dual Modulus Verfahren hat den großen Vorteil, das Kanalraster direkt ohne Vorteilung zu ermöglichen. 95H90, 11C10, SP8690 u.v.a. Plessey stellte schnelle Vorteile in Low Ypower her, während einige ziemlich große Stromfresser waren. Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (2020)" Heutzutage findet man alle die in meiner gezeigten PLL schön in ein einziges IC verpackt. Mit allem Drum und dran. Analog Devices hat sogar PLLs komplett integriert, sogar der VCO. Aber mehr Spass macht der diskrete Aufbau schon und man lernt viel dabei.
HP 3325A ist komplett diskret und so ziemlich das heftigste, mit Fractional N Teiler etc Heutzutage kann man zum basteln 95% davon in FPGA wursten, VCO+Regelschleife und Phasen-Comperator vieleicht noch diskret, den Rest gross mit TTL rummachen ist nur extra Aufwand ohne Mehrwert.
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