Hallo Forum! Mir ist eine LD Systems LDP 102A Aktivbox zugeflogen, die leider ihre 200W nur ansatzweise von sich gibt. Unbekannte Vorgeschichte. Es handelt sich um einen aktiven PA Lautsprecher, mit einer Class A/B Endstufe, Chinch und XLR Line Eingang sowie Klinke und XLR Mikrofon Eingang. Getestet habe ich den Lautsprecher mit Chich zu 3,5mm Klinke sowie einem Klinke Mikrofon. Lautstärke maxima jeweis nur auf Zimmerniveau, wenn ich die Quelle (Laptop) und den Lautsprecher voll aufdrehe (Level und Volume), höre ich auch Verzerrungen (Clip LED bleibt aus), sonst ist der Sound verzerrungsfrei leise. Ich habe mehrere Kabel getestet, ohne Änderung. Handbuch: https://www.huss-licht-ton.de/images/products_download/User_Manual_9553_1.pdf Schaltplan: https://asset.conrad.com/media10/add/160267/c1/-/de/000301702CD01/schema-electrique-301702-enceinte-pa-active-ld-systems-ldp102a.pdf Meine Kenntnisse: Sicher im Umgang mit Lötkolben und Multimeter, nicht unerfahren bei elektrischer Fehlersuche, leider kein Oszilloskop vorhanden. Auf einem Schaltplan kann ich einen Widerstand von einer Spule unterscheiden ... Der Lautsprecher ist schon geöffnet und das Innenleben stellt sich wie folgt dar: Aufbau mit großem Ringkern-Trafo (Alle Spannungen vorhanden) und 3 Platinen. Eine mit allen Reglern, eine mit den Anschlussbuchsen (die zwei verbunden durch ein 8pol Kabel) und eine Platine, ich schätze die Endstufe. Mit der Eingangs-Platine ist die Endstufe nur durch ein 2 adriges Kabel verbunden! Kein Bauteil fällt durch Krater/schwarze Farbe auf und auch olfaktorisch sticht nichts heraus. Wie kann ich hier nun sinnvoll mit der Analyse beginnen (ohne Oszi)? Kann ich die Endstufe testen, indem ich eine Line - Quelle direkt auf die Endstufen Platine stecke? Danke bis hierhin schon mal für's Lesen und im Vorraus für Antworten ;-) Gruß, Mathias
Ich würde von den Endstufen ausgehen, nen Brumm auf die einzelnen Stufen geben. Also nen Finger drauflegen. Ich trau den Koppelkondensatoren, in dem Fall nicht so recht!?
Koppelkondensatoren wären dann C113 15µF für HT und C213 22µF für TT, parallel zu den Lautsprechern, richtig? Testen kann ich nur auf Kurzschluss? Entschuldigt, bei Audio bin ich noch etwas unbelesen...
Zwei Endstufen für einen Kanal. Welchen Lautsprecherausgang hast Du genommen, den für 4 Ohm oder den für 16 Ohm? Dann Spannung über R223/224 bzw. R123/124 messen. Daraus kannst Du den Ruhestrom berechnen. Sollte nicht zu hoch aber auch nicht zu niedrig sein. Kann sein, dass die Schutzschaltung bereits DC-Offset erkennt und "zumacht". ciao gustav
Auch bitte mal prüfen, ob sich die Lautsprechermembran noch frei bewegen lässt und nicht etwa kratzt bei grösseren Auslenkungen. Sofern vorhanden, kann man den LS auch mal aus einer anderen Endstufe speisen.
:
Bearbeitet durch User
Danke schon mal für die zahlreichen Antworten und Hinweise! Damit kann ich arbeiten😇 @Matthias S., Lautsprecher an sich sind tiptop. Hatte beide an einer Endstufe hängen und sie tun was sie sollen - Bass und Hochtöner! @Karl B., das ist ein geschlossenes zwei Wege System. 16 Ohm ist der Hochtöner, 4 Ohm der Bass bzw. Breitband. Ein Abgriff und Kontrolle des Signals aus dem Line Out bringt mir keine neuen Erkenntnisse, oder?
:
Bearbeitet durch User
Mathias schrieb: > Aufbau mit großem Ringkern-Trafo (Alle Spannungen vorhanden) und 3 > Platinen. Eine mit allen Reglern, eine mit den Anschlussbuchsen (die > zwei verbunden durch ein 8pol Kabel) und eine Platine, ich schätze die > Endstufe. Mit der Eingangs-Platine ist die Endstufe nur durch ein 2 > adriges Kabel verbunden! Ein paar Fotos wären kein Fehler.
1. Alle Betriebspannungen kontrollieren, insbesondere +-12V nach den Reglern. 2. Verbindung Coll. V9 zu C74/R81 auftrennen. Einschalten mit vorest abgeklemmten LS, nach ein paar Sekunden LS wieder anschließen, hören & berichten. Edit: Mathias schrieb: > Ringkern-Trafo (Alle Spannungen vorhanden) Spannungen nicht am Trafo, sondern nach Gleichrichtern bzw. Reglern messen.
:
Bearbeitet durch User
Karl B. schrieb: > Zwei Endstufen für einen Kanal. Aktiver Zweiweger, wer hätte es gedacht. > Daraus kannst Du den Ruhestrom berechnen. Zu diesem Zeitpunkt irrelevant. > Kann sein, dass die Schutzschaltung bereits DC-Offset erkennt und > "zumacht". Zeig mal.
Max I. schrieb: > Coll. V9 zu C74/R81 auftrennen. Die "Muting" Schaltung. Aber am zum Verstärker zeigenden Ende einen Widerstand gegen GND, nicht ganz offenlassen, sonst fängt der Verstärker evtl. schon "Schmutz" ein oder fängt ungünstigstenfalls an zu schwingen. Den Test kannst Du (mit Widerstand) dann auch direkt mit angeschlossenen Lautsprechern machen. ciao gustav
:
Bearbeitet durch User
Karl B. schrieb: > Aber am zum Verstärker zeigenden Ende einen Widerstand gegen GND, nicht > ganz offenlassen Oh man, lesen, verstehen: "Verbindung Coll. V9 zu C74/R81 auftrennen.", d.h., C74 und R81 bleiben verbunden.
Karl B. schrieb: > Den Test kannst Du (mit Widerstand) dann auch direkt mit angeschlossenen > Lautsprechern machen. Nein!
Mathias schrieb: > Koppelkondensatoren wären dann C113 15µF für HT und C213 22µF für TT, > parallel zu den Lautsprechern, richtig? Kopppelkonsensatzoren gibt es in der Schaltung etliche, aber diese beiden sind definitiv keine. Die bilden zusammen mit dem in Reihe liegenden Widerstand das sogenannte Boucherot-Glied, das zählt nicht zu den besonders Verdächtigen. Da du ja zwei unabhängige Endstufen/Lautsprecher hast, könntest du IMO per Ohr feststellen, ob eine der Endstufenzweige defekt ist, dann erübrigen sich vielleicht sämtliche Vermutungen in dieser Richtung. Wenn bei Zimmerlautstärke Bässe und Höhen weder fehlen noch eins davon stark überbetont ist (passende Musik wählen!), sind die Endstufen ziemlich sicher ok.
Schutzschaltung um V9 hat angesprochen, warum auch immer (evtl. eine Betriebsspannung weg).
JETZT hab ich ordentlich Hausaufgaben! DANKE!! Heute Abend habe ich den LS wieder vor mir und werde alle angesprochenen Tests durchführen: - Höhen/Bässe gleichmäßig leise - also denke ich eher der Fehler liegt in der Vorstufe. - Spannungen nicht am Trafo, sondern nach Gleichrichtern bzw. Reglern messen. - Verbindung Coll. V9 zu C74/R81 auftrennen. Einschalten mit vorest abgeklemmten LS, nach ein paar Sekunden LS wieder anschließen, hören & berichten. Update heute Nacht oder morgen.
Nur zur Sicherheit: Wenn eine der Spannungen fehlt, machst du das
> Verbindung Coll. V9 zu C74/R81 auftrennen
natürlich erstmal nicht.
:
Bearbeitet durch User
Rolf schrieb: > Mathias schrieb: >> Koppelkondensatoren wären dann C113 15µF für HT und C213 22µF für TT, >> parallel zu den Lautsprechern, richtig? > > Kopppelkonsensatzoren gibt es in der Schaltung etliche, aber diese > beiden sind definitiv keine. Noch dazu sind das 0,15µ und 0,22µ ;)
Ich seh die Sache so: Die "Muting" Schaltung schließt Dir die NF praktisch kurz, bzw. sorgt dafür, dass das NF-Signal stark abgeschwächt wird. Wenn diese Muting Schaltung außer Betrieb genommen wird, sollte der "Kurzschluss" der NF aufgehoben sein. Der Witz: Das FF wird durch Anlegen der Betriebsspannung (12V) resettet. Deswegen der Hinweis vor bzw. nach Einschalten ausprobieren.. Also: Verbindung am Transistor V9 wie oben schon gesagt unterbrechen. Dann müsste der Einschaltknall deutlich zu hören sein. Deswegen ja der Hinweis, die LS vorsichtshalber abklemmen, damit nicht deren Konus rausfliegt. Vor allem, weil bei geöffnetem Gehäuse die "Dämmung" wegfällt, die Membranen voll durchschwingen können. ciao gustav
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.
