Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Problem beim FBAS Signal am Amiga 500


von Falk B. (falk)


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Hallo,

ich bastel mal wieder an meinem Amiga rum, aus Spaß an der Freud. Ich 
hab nen A520 TV-Modulator. Dort soll das FBAS Signal auf dem LCD 
Fernseher angezeigt werden. Das funktioniert, aber es gibt deutlich 
Schatten bei starken Farbwechseln. Das ist nicht normal, so schlecht ist 
FBAS nicht. Bei Texten verschmiert das auch ziemlich.

Fehlersuche

*Test mit BAS Ausgang (Monochrom) direkt am Amiga -> Astreines Bild 
(d.h. Kabel und TV sind OK)

* Ich hab die vier Elkos getauscht, die auf der Platine sind. -> Keine 
Änderung (hier hatte ich noch keinen Schaltplan)

*Prüfung der 12V ud 8,2V am FBAS Encoder IC1 Pin 14, 16. 12V leicht 
HF-verrauscht, ca. 150mVpp. 8,2V deutlich sauberer, ca. 20mVpp

*Ich habe versucht, die Zeilen selber mit dem Oszi anzuschauen, mein 
Oszi hat Video-Trigger.

Wenn man die Zeilenzahl hochdreht, sieht man dann so ab Zeile 100 dann 
die Bilddaten. Und ja, man sieht an der Schwarz-Weiß Flanke ein kleines 
Überschwingen, das mit dem Bild korrespondiert. Gemessen an IC1, Pin9
Am Emitter von Q2 sieht es genau so aus, nur um 0,7V versetzt, logisch.
Also kommt das Überschwingen aus dem FBAS Encoder. Ist der so schlecht 
oder ist er nur 30 Jahre gealtert? Ich habe versuchsweise 100nF an IC1 
Pin 14 gegen GND (Pin15) und Pin 16 gehalten, keine Änderung.

Habt ihr Ideen?

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Gibts die Ueberschwinger vielleicht schon an den R, G, B-Signalen? 
Sollten die nicht mit 75 Ohm terminiert sein, oder sind die nur 
Geraete-intern?

Gruss
WK

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Du nimmst den HF-Ausgang? Also nicht FBAS.

Senderfrequenz ungenau eingestellt?

von Oliver R. (orb)


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Das Videosignal sieht nach fehlendem Abschlußwiderstand aus. (2Vpp)
Klemm mal 75Ohm zwischen Signal und Masse.

von Falk B. (falk)


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Wolfgang R. schrieb:
> Du nimmst den HF-Ausgang? Also nicht FBAS.

Nein, es ist FBAS aka Composite Video. Der HF-Ausgang ist tierisch 
verrauscht und hier nicht das Ziel der Übung.

> Senderfrequenz ungenau eingestellt?

Bei FBAS? ;-)

von Falk B. (falk)


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Oliver R. schrieb:
> Das Videosignal sieht nach fehlendem Abschlußwiderstand aus. (2Vpp)
> Klemm mal 75Ohm zwischen Signal und Masse.

Nein, das ist die Originalschaltung, die tausendfach funktioniert hat. 
SOOOO doof war Commodore nicht. Außerdem gibt es da R24, das ist die 
Serienterminierung, wenn auch nicht 100% lehrbuchgerecht. Und wie 
gesagt, der Überschwinger ist schon am Encoder IC1 Pin9 zu messen.

von Falk B. (falk)


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Hier die fallende Flanke vom linken Bildschirmrand. Da gibt es sogar zum 
Begin der Flanke ein Überschwingen?!? Ist da irgendwo ein Hochpass 
falsch dimensioniert? Schließlich werden die Signale am Encoder mehrfach 
durch externe Netzwerke geführt.

von Oliver R. (orb)


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Falk B. schrieb:
> Außerdem gibt es da R24, das ist die
> Serienterminierung

Ja, und zu dem gehört ein Abschlußwiderstand mit 75Ohm gegen Masse im 
Monitor sonst ist der Pegel das doppelte des gewünschten 
(Leistungsanpassung, nicht Serienterminierung)
Das ist genau das, was Dein Oszibild zeigt oder ist das am offenen 
Anschluß gemessen ?

von Falk B. (falk)


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Oliver R. schrieb:
> Das ist genau das, was Dein Oszibild zeigt oder ist das am offenen
> Anschluß gemessen ?

Das ist alles im komplett verkabelten System gemessen.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Falk B. schrieb:
> der Überschwinger ist schon am Encoder IC1 Pin9 zu messen.

Und am Pin8 und Pin6?

Gruss
WK

von Falk B. (falk)


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Dergute W. schrieb:
>> der Überschwinger ist schon am Encoder IC1 Pin9 zu messen.
>
> Und am Pin8 und Pin6?

Nix zu sehen.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Falk B. schrieb:
> Nix zu sehen.

Na, jedenfalls verzoegern tut die Leitung noch. Dann isses bei mir 
erstmal Essig mitn guten Ideen.

Gruss
WK

von Oliver R. (orb)


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Falk B. schrieb:
> Das ist alles im komplett verkabelten System gemessen.

Dann ist Dein Pegel mit 2Vpp deutlich zu hoch (genau das doppelte vom 
Normwert) und das Bild sieht auch genau danach aus.

von Falk B. (falk)


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Oliver R. schrieb:
> Dann ist Dein Pegel mit 2Vpp deutlich zu hoch (genau das doppelte vom
> Normwert) und das Bild sieht auch genau danach aus.

Nö, denn das Bild ist an sich ja OK. Ich habe am Emitter von Q3 
gemessen. Dahinter kommt R24 (75R) und am Kabelende nochmal 75R im 
Fernseher. Macht einen perfekten 2:1 Spannungsteiler ;-)

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Falk B. schrieb:
> Nein, es ist FBAS aka Composite Video.

Es sah nur nach dem Ergebnis eines schlechten HF-Signalempfangs aus.

Falk B. schrieb:
> Bei FBAS? ;-)

Dann natürlich nicht.

Hängt der TV-Modulator noch mit dran? Von wegen Last und so?

von Björn W. (bwieck)


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Aus meiner Erinnerung heraus waren diese Amiga Modulatoren schon immer 
bekannt dafür ein eher mieses FBAS Bild auszugeben (HF war noch 
schlimmer).

von Falk B. (falk)


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Wolfgang R. schrieb:
> Hängt der TV-Modulator noch mit dran? Von wegen Last und so?

Der hängt dann, hat damit aber nichts zu tun. Das Signal wird nur auf 
die Chincbuchse durchgeschleift.

Ich hab mal an Pin 8 (Yin) gemessen. Damit kann man es leicht schlechter 
machen (10:1 Tastkopf, ca. 18pF). Bei 1:1 Tastkopf mit 180pF wird das 
Bild matschig aber die Schatten bleiben. Sehr merkwürdig.

von Falk B. (falk)


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Björn W. schrieb:
> Aus meiner Erinnerung heraus waren diese Amiga Modulatoren schon immer
> bekannt dafür ein eher mieses FBAS Bild auszugeben (HF war noch
> schlimmer).

Aber nicht soooo mies. Ich hatte damals auch nur einen Fernseher mit 
HF-Eingang, diese Schatten habe ich nie gesehen.

von Falk B. (falk)


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Ich hab mal einen "neuen" MC1377 bestellt, der ist von 94 (laut Bild auf 
Ebay). Meiner hat Datecode 8733, also 33. Woche 1987. Vielleicht hab ich 
Glück. Ist am Ende nur für die "Wissenschaft" ;-)

von Uwe (uhi)


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Besteht die Möglichkeit (im Sinne der Wissenschaft) ein anderes Kabel zu 
probieren, am besten so kurz wie möglich? Weil so ein Schattenbild 
theoretisch auch durch eine Reflexion aufgrund unpassenden 
Wellenwiderstand (Kabel im Vergleich zu Abschluss) entstehen kann. Die 
Theorie passt natürlich nicht zu dem auch schon vor dem Kabel 
vorhandenen Überschwinger, aber vielleicht ist der Verlauf im Oszi-Bild 
nicht so schlimm wie das Fernsehbild.

von Magnus M. (magnetus) Benutzerseite


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Bei Deinem Problem kann es übrigens hilfreich sein, während der 
Fehlersuche den Subcarrier stillzulegen.

von Bri (bri)


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Falls du das mit dem FBAS Signal nicht hinbekommst, es gäbe noch die 
Möglichkeit den A520 auf S-Video umzubauen:

https://modelrail.otenko.com/c64amiga/amiga-a520-modulator-s-video-out

Das S-Video Signal soll besser sein. Ich habe es allerdings noch nicht 
ausprobiert.

von Falk B. (falk)


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Uwe schrieb:
> Besteht die Möglichkeit (im Sinne der Wissenschaft) ein anderes Kabel zu
> probieren, am besten so kurz wie möglich?

Nö, ist auch nicht nötig.

> Weil so ein Schattenbild
> theoretisch auch durch eine Reflexion aufgrund unpassenden
> Wellenwiderstand (Kabel im Vergleich zu Abschluss) entstehen kann.

Wurde getestet, siehe ganz oben.

von Rainer D. (rainer4x4)


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Dergute W. schrieb:
> Gibts die Ueberschwinger vielleicht schon an den R, G, B-Signalen?
> Sollten die nicht mit 75 Ohm terminiert sein,
Jepp, sehe ich genau so. RGB an der Scart Buchse sollte mit 75 Ohm 
terminiert sein.

Falk B. schrieb:
> der Überschwinger ist schon am Encoder IC1 Pin9 zu messen.
Deswegen wird das Signal schon versaubeutelt aus Pin 1 heraus kommen.

von H. H. (hhinz)


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Rainer D. schrieb:
> RGB an der Scart Buchse sollte mit 75 Ohm
> terminiert sein.

Es gibt da keine Scart-Buchse.

Du meinst wohl die 23-polige Sub-D.

Und eine Terminierung ist da aufgrund der geringen Leitungslänge nicht 
erforderlich.

von Peter N. (alv)


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Falk B. schrieb:
> Das funktioniert, aber es gibt deutlich
> Schatten bei starken Farbwechseln. Das ist nicht normal,

Soweit ich mich zurückerinnere, waren die A520 schon immer Schrott.
Deshalb wurden damals immer RGB-Monitore verwendet.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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H. H. schrieb:
> Rainer D. schrieb:
>> RGB an der Scart Buchse sollte mit 75 Ohm
>> terminiert sein.
>
> Es gibt da keine Scart-Buchse.

Er meinte sicher die SCART-Buchse am TV. Die ist übrigens auch der 
allerbeste Weg, einen Amiga an einem TV zu betreiben, zumindest, wenn 
diese Buchse RGB-fähig ist.

Blöd nur, dass heutige TVs praktisch durch die Bank nicht mehr über eine 
derartige Buchse verfügen.

Naja, ein wenig basteln musste man auch noch, aber das war so wenig 
Kram, dass es locker mit in den SCART-Stecker des Adapterkabels gepasst 
hat. Die RGB-Signale selber und der Ton passen von Hause aus, aber die 
SCART-Schaltspannung musste bereitgestellt werden (damit der TV 
automatisch auf RGB-Betrieb wechselt) und das Sync-Signal musste auch 
noch irgendwie aufbereitet werden. Ich habe mir so ein Adapterkabel 
damals(tm) selbst gebaut, kann mich aber an weitere Details nicht mehr 
erinnern, ist ja auch 35 Jahre her. Passende Schaltungen werden aber 
sicher irgendwo im I-Net zu finden sein.

Jedenfalls war das Bild auf einem Sony-TV mit BlackTrinitron-Röhre 
wirklich sehr gut. So gut, dass man wünschte, dass der Amiga ein höhere 
Auflösung können würde...

von Falk B. (falk)


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Nächster Versuch. Neuer IC1 mit Datecode 9301. Ergebnis: Keine Änderung! 
Mist! Also muss es was mit den passiven Komponenten zu tun haben.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Dann wuerde ich aus dem Amiga mal verschiedene "Testbilder" rauslassen, 
z.B. sowas wie eine Grautreppe oder ein weisser Balken von oben nach 
unten vor schwarzem Hintergrund, also mal schauen ob sich das durch 
An/Abwesenheit von Farbtraeger im Signal aendert.

Gruss
WK

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Servus,

hab ich mal "meinen" aus der Rumpelkammer geholt, vor einigen Jahren 
gebraucht gekauft, aber nie benutzt. Könnt ich für Vergleichsmessungen 
verleihen, aber ich glaub, der Falk hockt nicht in Bavaristan.

Statische Messungen wären eventuell auch möglich, allerdings weiss ich 
garnicht wie ich das Kasterl öffnen sollte.

Aus dem bauch heraus würde ich auf die Bauteile mit bekannter Neigung 
zur Altewrung tippen wie den Elko C4.

Im "Handbuch" steht nichts passendes, war auch nicht zu erwarten.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Bradward B. schrieb:
> hab ich mal "meinen" aus der Rumpelkammer geholt, vor einigen Jahren
> gebraucht gekauft, aber nie benutzt. Könnt ich für Vergleichsmessungen
> verleihen, aber ich glaub, der Falk hockt nicht in Bavaristan.

Nein, nördlich des Weißwurstäquators in Sachsen.

> Statische Messungen wären eventuell auch möglich, allerdings weiss ich
> garnicht wie ich das Kasterl öffnen sollte.

Bei den Schalenhälften kann man vorsichtig aufhebeln, die sind nur mit 
Kunststoffbolzen gesteckt, keine Rastnasen.

> Aus dem bauch heraus würde ich auf die Bauteile mit bekannter Neigung
> zur Altewrung tippen wie den Elko C4.

Wurde schon ausgeschlossen. Außerdem ist C4 nur ein Koppelkondensator in 
Richtung HF-Modulator, hat mit dem FBAS Ausgang nichts zu tun.

Ich habe weiter gemessen. Ich glaube das Problem wird durch die 
Verzögerungsleitung K1 erzeugt. Die hat ein leichtes Überschwingen, laut 
Spec darf sie das (5% typisch). Jetzt bin ich am überlegen, wie man das 
gescheit dämpfen kann, ohne die Anstiegszeit zu sehr kaputt zu machen. 
Einfach 150pF am Ein- oder Ausgang (Tastkopf 1:1) machen nur ein 
matschiges Bild 8-0
Im Schaltplan gibt es am Eingang der Verzögerungsleitung noch ein 
LC-Glied, L1 (10uH) + C1 (150pF), die sind aber nicht bestückt. Ob die 
da was verbessern und der Einsparung zum Opfer gefallen sind?

von Rainer D. (rainer4x4)


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H. H. schrieb:
> Es gibt da keine Scart-Buchse.
> Du meinst wohl die 23-polige Sub-D.
Upps, da hab ich wohl zu oberflächlich hingeschaut. Dann wird das wohl 
ein eigenes Format und kein 75 Ohm Signal sein.

H. H. schrieb:
> Und eine Terminierung ist da aufgrund der geringen Leitungslänge
> nicht erforderlich.
Doch, allein schon wegen der Spannungshöhe. Bei Scart, aber das ist es 
ja nicht.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Falk B. schrieb:
> Im Schaltplan gibt es am Eingang der Verzögerungsleitung noch ein
> LC-Glied, L1 (10uH) + C1 (150pF), die sind aber nicht bestückt. Ob die
> da was verbessern und der Einsparung zum Opfer gefallen sind?

Die scheinen mir eher eine Farbsperre zu sein, aber wer weiss, wenn du 
die Dinger rumfliegen hast, kannstse ja mal reinloeten.

Ich wuesste aber auch nicht, was an einer Y-Verzoegerungsleitung 
altersbedingt kaputtgehen koennte und dann zu solchen Ergebnissen 
fuehrt.
Verzoegern tut sie ja, wie man schon auf deinen Aufnahmen sehen kann.

Gruss
WK

von Falk B. (falk)


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Dergute W. schrieb:
>> Im Schaltplan gibt es am Eingang der Verzögerungsleitung noch ein
>> LC-Glied, L1 (10uH) + C1 (150pF), die sind aber nicht bestückt. Ob die
>> da was verbessern und der Einsparung zum Opfer gefallen sind?
>
> Die scheinen mir eher eine Farbsperre zu sein, aber wer weiss, wenn du
> die Dinger rumfliegen hast, kannstse ja mal reinloeten.

Hab ich nicht, müßte ich organisieren.

> Ich wuesste aber auch nicht, was an einer Y-Verzoegerungsleitung
> altersbedingt kaputtgehen koennte und dann zu solchen Ergebnissen
> fuehrt.

Nix, das ist ein vergossenes Hybridmodul, vermutlich nur Ls und Cs. 
Vermutlich ist das der Normalzustand.

> Verzoegern tut sie ja, wie man schon auf deinen Aufnahmen sehen kann.

Aber eben auch deutlich überschwingen, wenn es starke Sprünge gibt.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Man kann die VL auch testweise überbrücken und die Überschwinger 
beobachten. Sollten ausserdem ja nur 400ns Versatz sein und im Bild kaum 
auffallen.

von Falk B. (falk)


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Matthias S. schrieb:
> Man kann die VL auch testweise überbrücken und die Überschwinger
> beobachten. Sollten ausserdem ja nur 400ns Versatz sein und im Bild kaum
> auffallen.

Doch, denn dann hat man einen Versatz zum Farbsignal.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Falk B. schrieb:
> Doch, denn dann hat man einen Versatz zum Farbsignal.

Ach? Menno, soll doch nur zum Testen sein.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Hmmm - mal was Anderes zwischenrein: Was mir so auffaellt: Da gibt's 
also eine Y-Verzoegerung auf der "Sende"seite.
Soweit so schoen. Aber warum hat man denn nicht beim Einfuehren vom 
Farbfernsehen die  Norm so gestrickt, dass nur auf der Sendeseite so 
eine Y-Verzoegerung noetig ist und nicht im Empfaenger? Haette doch ein 
paar 100 Millionen Y-Verzoegerungsleitungen eingespart. Die 
Gruppenlaufzeit vom ZF-Verstaerker im TV wurde ja auch auf Sendeseite 
kompensiert...

Gruss
WK

von H. H. (hhinz)


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Dergute W. schrieb:
> Hmmm - mal was Anderes zwischenrein: Was mir so auffaellt: Da gibt's
> also eine Y-Verzoegerung auf der "Sende"seite.
> Soweit so schoen. Aber warum hat man denn nicht beim Einfuehren vom
> Farbfernsehen die  Norm so gestrickt, dass nur auf der Sendeseite so
> eine Y-Verzoegerung noetig ist und nicht im Empfaenger? Haette doch ein
> paar 100 Millionen Y-Verzoegerungsleitungen eingespart. Die
> Gruppenlaufzeit vom ZF-Verstaerker im TV wurde ja auch auf Sendeseite
> kompensiert...

Never The Same Color

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Mögl. waren sich die Entwickler nicht sicher, das es immer genau die 
400ns sind, die die Farbverarbeitung im Empfänger dauert. Könnte ja 
sein, das es einer schafft, den Farbanteil in 200ns zu verwursten.
Ein anderer Aspekt ist, das ja Differenzsignale gesendet wurden, neben Y 
auf dem Hauptträger waren das R-Y und B-Y auf der 4,43Mhz Modulation. 
Wenn du jetzt das gesamte Y schon sendeseitig verzögerst - wie soll dann 
die Differenz gebildet werden?

H. H. schrieb:
> Never The Same Color

Da gings aber hauptsächlich um die 'grosse' VL mit 64µs. Die kannste dir 
bei NTSC sparen.

: Bearbeitet durch User
von Sandra (sdr_f169)


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Vielleicht kann man ja die passive 400ns Verzögerungsleitung, die durch 
ihre induktive Komponente das Überschwingen verursacht, durch einen 
entsprechenden IC, die es für Farb-TVs zur Y-Verzögerung gab/gibt (z.B. 
TDA4565, TDA4566 mit CTI-Funktion oder TDA4568 ohne CTI), ersetzen? 
TDA4566 müsste ich noch einige haben und den TDA4568 gibt es wohl noch 
kostengünstig bei RADIOMAG Köln, wo ich mal die TDA4566 auch gekauft 
hatte.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

H. H. schrieb:
> Never The Same Color
Nein.

Matthias S. schrieb:
> Mögl. waren sich die Entwickler nicht sicher, das es immer genau die
> 400ns sind, die die Farbverarbeitung im Empfänger dauert. Könnte ja
> sein, das es einer schafft, den Farbanteil in 200ns zu verwursten.
Klar kann man das schaffen. Wird daber dann teurer. Die 
Laufzeitunterschiede kommen ja durch die verschiedenen Filter 
(massgeblich Chroma), die die Signale durchlaufen muessen, um Y und 
Chroma zu trennen. Egal bei welchem Farbsystem.
Und - wiegesagt - beim Gruppenlaufzeitverlauf des (Bild-)-ZF Filters hat 
man sich ja auch mal festgelegt, da eine bestimmte Vorverzerrungskurve 
auf der Sendeseite zu machen. Und alle TV-Hersteller habens geschafft, 
damit ZF-Verstaerker zu bauen, egal ob mit 3x EF184, AF180 oder TDA440 
oder sonst irgendwie und ihren damit jeweils deutlich unterschiedlichen 
Filtern.

> Ein anderer Aspekt ist, das ja Differenzsignale gesendet wurden, neben Y
> auf dem Hauptträger waren das R-Y und B-Y auf der 4,43Mhz Modulation.
> Wenn du jetzt das gesamte Y schon sendeseitig verzögerst - wie soll dann
> die Differenz gebildet werden?
Auf der Sendeseite mach' ich halt ganz normal meine YUV Matrizierung 
natuerlich vor der Y-Delayline. Die kommt erst danach.

-> Muss irgendeinen anderen Grund haben, ich nehm' nicht an, dass die 
Entwickler von damals da nicht auch mal drauf gekommen sind. Nur 
welchen?

Gruss
WK

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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@Falk: Mal zurück zum Thema: In deinem Schaltplan steht ja 'PAL Version 
unmodified', was für mich heisst, das es auch Modifikationen gibt. Hast 
du mal solche Modifikationen gesehen? Evtl. adressieren die ja dein 
Problem.

von Falk B. (falk)


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Matthias S. schrieb:
> was für mich heisst, das es auch Modifikationen gibt. Hast
> du mal solche Modifikationen gesehen?

Nein.

von Sandra (sdr_f169)


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Die Modifikationen bezogen sich auf S-Video

https://blitterwolf.blogspot.com/2016/10/s-video-from-a520.html

von H. H. (hhinz)


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Manche haben den auf S-Video modifiziert. Das Bild ist dadurch erheblich 
besser als über FBAS.

von Falk B. (falk)


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H. H. schrieb:
> Manche haben den auf S-Video modifiziert. Das Bild ist dadurch erheblich
> besser als über FBAS.

Nett, aber da kann ich auch gleich auf RGB gehen.

von Chris V. (nagut)


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Ich kann auch nur berichten, dass ich "damals" mit Amiga500 über FBAS 
nie etwas besseres als das im Eingangsbild gesehen habe - egal ob mit 
Original-Hardware oder mit Selbstbau-Versuchen.

(RGB oder S-Video kam damals für mich nicht in frage, da ich das Signal 
mit einem eher günstigeren Videorecorder aufzeichnen wollte...)

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Wenn das also "scho oiwei so war", dann koennte man mal testweise 
jeweils parallel zu R1,R2,R3 einen C mit ca. 120pF (oder etwas mehr) 
einloeten. Damit kriegt man einen kleinen RC-Tiefpass fuer die RGB 
Signale. Wenn man dann eine Besserung meint erkennen zu koennen, und 
einem nach Aufwand ist, koennte man jeweils zwischen den 330 Ohm und 1k 
Widerstand 3 "richtige" LC Besseltiefpaesse mit z.b. 3..5MHz 
Grenzfrequenz reinbauen (Wenn man genau ist, dann was mit aehnlicher 
Gruppenlaufzeit auch noch ins Sync-Signal).

Gruss
WK

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Falk B. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Manche haben den auf S-Video modifiziert. Das Bild ist dadurch erheblich
>> besser als über FBAS.
>
> Nett, aber da kann ich auch gleich auf RGB gehen.

Wenn es eine Möglichkeit zur RGB-Einspeisung beim Wiedergabegegerät gibt 
oder sie leicht nachzurüsten ist, ist das auf jeden Fall die mit großem 
Abstand beste Option, wenn hohe Wiedergabequalität das primäre Ziel der 
Operation ist.

von Falk B. (falk)


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Ob S. schrieb:
> Wenn es eine Möglichkeit zur RGB-Einspeisung beim Wiedergabegegerät gibt
> oder sie leicht nachzurüsten ist, ist das auf jeden Fall die mit großem
> Abstand beste Option, wenn hohe Wiedergabequalität das primäre Ziel der
> Operation ist.

Stimmt, ist es aber nicht. Ich wollte rausfinden, warum der FBAS Ausgang 
so mies ist und ob man es mit endlichem Aufwand deutlich verbessern 
kann. Rein aus sportlichem Ehrgeiz und "wissenschaftlichem" Interesse. 
Die Ursache scheint gefunden, es ist die Verzögerungsleitung. Bleibt die 
Frage, wie man das verbessern kann.

1) Eine Trickschaltung mit Snubber, welcher das Überschwingen dämpft, 
ohne die Anstiegszeit zu verschlechtern
2. Ein komplett neue Verzögerungsleitung, welche nicht überschwingt

Anbei nochmal die Signale an Pin 6 (Yout, vor der Verzögerungsleitung) 
und Pin8 (Yin) danach. Jeweils der blaue Kanal 2. Kanal 1 ist immer das 
endgültige Videosignal, darauf läuft auch der Videotrigger vom Oszi.
Die parasitäre Schwingung hat ca. 9MHz.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Falk B. schrieb:

> Ich wollte rausfinden, warum der FBAS Ausgang
> so mies ist und ob man es mit endlichem Aufwand deutlich verbessern
> kann. Rein aus sportlichem Ehrgeiz und "wissenschaftlichem" Interesse.

Nunja, ich würde dann einfach einen guten und erprobten PAL-Encoder 
verwenden und nicht gerade den bekanntermaßen ziemlich unterirdischen 
vom Amiga.

Der läßt sich nicht nennenswert verbessern. Wäre das möglich, hätte 
Commodore das schon vor 35 Jahren getan. Gute Ingenieure hatten die 
damals nämlich durchaus.
Wenn das Management aber aus Kostengründen verfügt, dass der billichste 
verfügbare Hardware-Rotz verbaut werden muss, dann sind halt auch die 
guten Ingenieure machtlos.

von Falk B. (falk)


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Ob S. schrieb:
>> Ich wollte rausfinden, warum der FBAS Ausgang
>> so mies ist und ob man es mit endlichem Aufwand deutlich verbessern
>> kann. Rein aus sportlichem Ehrgeiz und "wissenschaftlichem" Interesse.
>
> Nunja, ich würde dann einfach einen guten und erprobten PAL-Encoder
> verwenden und nicht gerade den bekanntermaßen ziemlich unterirdischen
> vom Amiga.

FALSCH! Der Encoder-IC ist NICHT das Problem!

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Das Datenblatt zum MC1377 von 1980:
https://bitsavers.org/components/motorola/_dataBooks/1988_Motorola_Linear_and_Interface_Integrated_Circuits.pdf#page=1260
leider nur 4 Seiten

Dasselbe, 18 Seiten von 1995:
https://www.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/1131811/MOTOROLA/MC1377.html

Aber auch hier keine Klemmschaltung an RGB, nur je ein Elko 15µF

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Falk B. schrieb:
> Die Ursache scheint gefunden, es ist die Verzögerungsleitung.

Falk B. schrieb:
> FALSCH! Der Encoder-IC ist NICHT das Problem!

Haste die Delayline derweilen mal spasshalber rausgebaut bzw. 
ueberbrueckt?
Oder was macht dich so sicher?

Christoph db1uq K. schrieb:
> Aber auch hier keine Klemmschaltung an RGB, nur je ein Elko 15µF
Ja, und? Nach dem Blockschaltbild sind die ganzen Klemmstufen am Ausgang 
bzw. nach der Matrix. Das hier beanstandete Ueberschwingen sieht eh 
nicht nach Klemmproblemen aus.

Gruss
WK

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Falk B. schrieb:

> Ob S. schrieb:
>> Nunja, ich würde dann einfach einen guten und erprobten PAL-Encoder
>> verwenden und nicht gerade den bekanntermaßen ziemlich unterirdischen
>> vom Amiga.
>
> FALSCH! Der Encoder-IC ist NICHT das Problem!

Ich sprach von "PAL-Encoder". Das meint natürlich nicht nur den IC, 
sondern die Schaltung in ihrer Gesamtheit.

von H. H. (hhinz)


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Ob S. schrieb:
> Ich sprach von "PAL-Encoder". Das meint natürlich nicht nur den IC,
> sondern die Schaltung in ihrer Gesamtheit.

Und ein richtiges PAL-Signal ist das eh nicht, nur einigermaßen nahe 
dran.
Walter Bruch hat das damals genial entwickelt, großer Aufwand auf 
Senderseite, geringer Aufwand beim Empfänger. Die Feinheiten hat man für 
so Spielkram weggelassen.

von Falk B. (falk)


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Dergute W. schrieb:
> Moin,
>
> Falk B. schrieb:
>> Die Ursache scheint gefunden, es ist die Verzögerungsleitung.
>
> Falk B. schrieb:
>> FALSCH! Der Encoder-IC ist NICHT das Problem!
>
> Haste die Delayline derweilen mal spasshalber rausgebaut bzw.
> ueberbrueckt?

Nö, ich hab den Eingang gemessen, der ist astrein. Und ohne Verzögerung 
stimmen die Farben nicht mehr.

> Oder was macht dich so sicher?

Die Messung. Wenn man in's Datenblatt vom MC1377 Seite 7 schaut 
(Eröffungsbeitrag) sieht man die Endstufe. Dort gehen die verzögerten 
Farb- und Helligkeitssignal an den Pins 10 und 8 rein. 10 ist sauber, 8 
ist nach Verstärkung um ca. 2 EXAKT das Ausgangssignal, was keine 
Überaschung ist.

> bzw. nach der Matrix. Das hier beanstandete Ueberschwingen sieht eh
> nicht nach Klemmproblemen aus.

Ist es auch nicht.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Falk B. schrieb:
> Nö, ich hab den Eingang gemessen, der ist astrein.
Ja, mei. Wennste denkst.

> Und ohne Verzögerung
> stimmen die Farben nicht mehr.
Nee. Die Farben duerfen sich dabei nicht gross veraendern, die sind dann 
halt nur etwas gegenueber der Helligkeit verschoben.
Um gut 5 Pixel, wenns 720 Pixel in einer Zeile sind.


Ich hab' vor 1000 Jahren auch mal mit dem MC1377 gebastelt. Der Chip 
selber ist schon garnicht so schlecht, nur die Layouts, die damals so in 
Elrad etc. waren, die waren arg schlecht.

Gruss
WK

von Falk B. (falk)


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Ich hab mal die Einspeisung und den IC abgeklemmt und speise mit dem 
Funktionsgenerator. Siehe Anhang. Das Ding klingelt!
Erst wenn man die Flanke auf 280ns verlangsamt ist das Klingeln weg. 
Damit aber auch die Bandbreite vom Videosignal. Schöner Mist.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Jaaa, das sieht tatsaechlich nicht ganz so gut aus. Ich hab nur Zweifel 
ob das bei anderen Delayline Fabrikaten anders ist und ob du da noch 
eine grosse Auswahl hast - die werden wahrscheinlich schon im 
Elektroschrott selten sein.
Probier halt aus, ob die von mir vorgeschlagene Tiefpass-im-RGB-Loesung 
dich gluecklicher macht.

Gruss
WK

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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H. H. schrieb:
> Walter Bruch hat das damals genial entwickelt, großer Aufwand auf
> Senderseite, geringer Aufwand beim Empfänger.

Wobei er den Bauteileentwicklern schon die eine oder andere Aufgabe 
gestellt hat, die es in sich hatte. Eine Verzögerungsleitung für 400ns 
kann jeder aus Draht basteln, aber mach mal eine für die 64µs einer 
ganzen Zeile.
Das waren schon trickige Dinger, diese Glasverzögerungsleitungen.

von Sandra (sdr_f169)


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PAL-Dekoder mussten nicht unbedingt eine 64µs Zeilen-Verzögerungsleitung 
haben (und PAL-Encoder schon gar nicht).

Mit einem dem NTSC-System ähnlichen "Simple-PAL" Dekoder konnte man 
durchaus auch genau so gute (oder schlechte) Farb-TVs wie für NTSC bauen 
und nutzen. Das hatte Kuba beim Porta Color so gemacht, der entfernt 
verwand mit dem Porta Color von General Electric ist. GE hatte den 
hauptsächlich mit Compactron-Röhren realisiert. Kuba hatte dann das 
Schaltungsprinzip für europäische P-Röhren übernommen und das 
Schaltungsprinzip des NTSC-Dekoders für Simple-PAL erweitert bei 
behalten.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Sandra schrieb:
> Das hatte Kuba beim Porta Color so gemacht

Das soll ein guter Fernseher gewesen sein? Sorry, aber ich kenne aus den 
70ern nur Geräte von 'Kuba Imperial', die Schrott waren. Simple PAL hat 
sich in DE nie auch nur winzige Marktanteile erobert. Aber es war klar, 
das der Einwand kommt.

: Bearbeitet durch User
von Jobst M. (jobstens-de)


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Auch mein A520 liefert eine inakzeptable Bildqualität, so dass ich mich 
damals nach etwas besserem umgeschaut habe.
Leider findet man vom hama Genlock 290 im Netz keine Innenansicht - 
zumindest habe ich sie so schnell nicht gefunden. Also selber etwas 
produziert.
Und -oh Wunder- auch hier werkelt ein MC1377, welcher hier wesentlich 
bessere Qualität liefert.

Die Flachbandleitung geht zum Monitorausgang des Amigas, der Monitor 
wird stattdessen in den DB23 gesteckt. Keine Ahnung, was der DB9, mit 
Joystick beschriftet, für eine Funktion hat.

Das Gehäuseoberteil ist komplett ein Alu-Strangteil, in dem an 10 Bolzen 
mit M4x10 Schrauben die Platine befestigt wird. Unten kommt eine 
Stahlplatte drauf - ähh drunter. Für die Ewigkeit gebaut. Die Gummifüße 
sind auch noch nicht weggeflossen.


Gruß
Jobst

von Jobst M. (jobstens-de)


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Nachtrag:

Die beiden Seitenkappen sind aus Plastik.

Ich nehme an, dass der Transistor auf der Unterseite, welcher nur an dem 
Widerstand hängt, mal mit den beiden Pins verbunden war.

Gruß
Jobst

von Falk B. (falk)


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Jobst M. schrieb:

>1G3A5220.JPG 12 MB
>1G3A5221.JPG 12 MB

Bissel groß

> Und -oh Wunder- auch hier werkelt ein MC1377, welcher hier wesentlich
> bessere Qualität liefert.

Der ist auch nicht das Problem, sondern die Verzögerungsleitung. Im Bild 
sieht man einen großen, grünen Block, Phillips, 330ns, 1000R. Das ist 
sie, vermutlich eine DEUTLICH bessere als die Billigstmassenware im 
A520.

von Soul E. (soul_eye)


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Matthias S. schrieb:
> Sandra schrieb:
>> Das hatte Kuba beim Porta Color so gemacht
>
> Das soll ein guter Fernseher gewesen sein?

Nein, im Gegenteil. Das war der proof of concept für Walter Bruchs 
Behauptung, man könne auch billige PAL-Empfänger ohne die teure 
Verzögerungsleitung bauen.

> Sorry, aber ich kenne aus den
> 70ern nur Geräte von 'Kuba Imperial', die Schrott waren.

So auch dieses. Aber es ist das einzige real existierende mit Simpel-PAL

: Bearbeitet durch User
von Sandra (sdr_f169)


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Falk B. schrieb:
> Jobst M. schrieb:
>> Und -oh Wunder- auch hier werkelt ein MC1377, welcher hier wesentlich
>> bessere Qualität liefert.
>
> Der ist auch nicht das Problem, sondern die Verzögerungsleitung. Im Bild
> sieht man einen großen, grünen Block, Phillips, 330ns, 1000R. Das ist
> sie, vermutlich eine DEUTLICH bessere als die Billigstmassenware im
> A520.

Da es ja nun geklärt ist, dass die billige und/oder einfache 400ns 
Verzögerungsleitung die Probleme verursacht, könnte man diese

https://www.technische-fundgrube.de/VERZOeGERUNGSLEITUNG,oxid/Verzoegerungsleitung,V8667,Philips,390nsec,1100,Ohm,gebraucht,148725.html

versuchen zu adaptieren oder eine traditionelle 450ns 
Y-Verzögerungsleitung von/für Farb-TVs wie die DL102 bzw. den TDA4566 zu 
verwenden. Von beiden hab ich noch ein paar und geb die gerne für Tests 
ab.

von Sandra (sdr_f169)


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Hab da noch eine "Application Notes" von TOKO gefunden, wo deren 400ns 
Verzögerungsleitung/en für den MC1377 bzw. MC13077 angeführt sind. Man 
beachte, dass beim MC13077 drei verschiedene 400ns Verzögerungsleitungen 
genannt werden, eine"normale", eine "low cost" und eine als 
SMD-Ausführung.

von Falk B. (falk)


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Sandra schrieb:

> 
https://www.technische-fundgrube.de/VERZOeGERUNGSLEITUNG,oxid/Verzoegerungsleitung,V8667,Philips,390nsec,1100,Ohm,gebraucht,148725.html
>
> versuchen zu adaptieren oder eine traditionelle 450ns
> Y-Verzögerungsleitung von/für Farb-TVs wie die DL102 bzw. den TDA4566 zu
> verwenden. Von beiden hab ich noch ein paar und geb die gerne für Tests
> ab.

Danke für die Infos und das Angebot. Ich habe erstmal ein paar 
SMD-Bauteile bestellt und will mal eine selbstgestrickte 
Verzögerungsleitung aufbauen. LTspice sagt, daß es funktioniert ;-)

von Mathias N. (Firma: Kobold Inc) (alfrede)


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: Bearbeitet durch User
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Falk B. schrieb:

> Erst wenn man die Flanke auf 280ns verlangsamt ist das Klingeln weg.
> Damit aber auch die Bandbreite vom Videosignal. Schöner Mist.

Warum wohl hat damals(tm) jeder, dem eine gute Bildqualität wichtig war, 
auf RGB gesetzt?

Und nein: auch mit anderen Verzögerungsleitungen wird das nicht 
wesentlich besser. Und damals(tm) hatte man immerhin noch eine Wahl (aus 
dem das Commodore Damagement vollkommen erwartungsgemäß das Billichste 
gewählt hat).

Heute hingegen gibt es praktisch keine Wahl mehr. Weil weder der 
Vollschrott noch die guten Sachen noch produziert werden. Braucht halt 
einfach niemand mehr.

Und ich sehe auch nicht, dass man das brauchen würde, um einen echten 
Amiga an einem heutigen Monitor zum Laufen zu bringen. Es gibt immer 
noch viele mit VGA-Eingang. Und den Amiga per RGB und Scan-Doubler auf 
VGA-Niveau zu hieven war schon vor 35 Jahren absolut bezahlbar und ist 
mit heutiger Technik wirklich trivial.

von Falk B. (falk)


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Ob S. schrieb:
>> Erst wenn man die Flanke auf 280ns verlangsamt ist das Klingeln weg.
>> Damit aber auch die Bandbreite vom Videosignal. Schöner Mist.
>
> Warum wohl hat damals(tm) jeder, dem eine gute Bildqualität wichtig war,
> auf RGB gesetzt?

Das ist gar nicht das Thema.

> Und nein: auch mit anderen Verzögerungsleitungen wird das nicht
> wesentlich besser.

Das werden wir sehen. Ja, es wird RGB nicht in den Schatten stellen, 
aber trotzdem deutlich besser werden. So der Plan.

> Und ich sehe auch nicht, dass man das brauchen würde, um einen echten
> Amiga an einem heutigen Monitor zum Laufen zu bringen.

Es ist "für die Wissenschaft". Einfach mal sehen, was der IC und die 
Schaltung bringt, wenn man an kritischen Stellen nicht jeden Cent spart.
Oder halt einfach "Just for fun". Um mal zu zeigen, daß man nicht jeden 
Cent krampfhaft einsparen sollte (auch wenn das kaum einen 
interessiert).

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Falk B. schrieb:

> Es ist "für die Wissenschaft". Einfach mal sehen, was der IC und die
> Schaltung bringt, wenn man an kritischen Stellen nicht jeden Cent spart.
> Oder halt einfach "Just for fun". Um mal zu zeigen, daß man nicht jeden
> Cent krampfhaft einsparen sollte (auch wenn das kaum einen
> interessiert).

Hmm... Wennschon, dann wäre ein interessantes Projekt, z.B. einen RP2040 
zum PAL-Encoder für das RGB-Signal eines Amiga zu machen.

Dem ollen Analog-IC Nachhilfe zu geben, interessiert hingegen wirklich 
absolut niemanden mehr. Naja, mit einer Ausnahme wohl...

von H. H. (hhinz)


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Ob S. schrieb:
> Dem ollen Analog-IC Nachhilfe zu geben, interessiert hingegen wirklich
> absolut niemanden mehr. Naja, mit einer Ausnahme wohl...

https://de.wikipedia.org/wiki/Experimentelle_Arch%C3%A4ologie

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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von Falk B. (falk)


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Sooooo, hier nun das Ergebnis. Nicht brilliant, aber gut. Die Schatten 
sind FAST verschwunden, auf jeden Fall DEUTLICH gedämpft. Die Messung 
der neuen Delay Line zeigt eine absolut saubere Sprungantwort mit nur 
MINIMALEM, einmaligem Überschwingen. Anstiegszeit 170ns. In der realen 
Anwendung ist der Filterausgang (YIN, Pin 8) aber dennoch mit leichten 
Schwingungen überlagert, die weder vom Eingang noch Filter kommen. Ich 
vermute hier eine Einkopplung im Layout. Entweder in meinen 
Lochrasteraufbau oder im Layout des Modulators. Hier werde ich aber 
nicht weiter forschen, die "wisschenschaftliche Neugier" meinerseits 
ist vorerst befriedigt und das Ergebnis schon recht gut.

Anbei die Vergleichsbilder. Sind sicher nicht die besten Screenshots, 
aber man erkennt die Unterschiede. Ich habe auch immer geprüft, ob der 
Eindruck im Bild mit dem realen Eindruck ansatzweise übereinstimmt. Die 
unscharfen Texte sind wirklich unscharf und keine verwackelte Aufnahme! 
Umso schöner ist der deutliche Zugewinn an Schärfe bei Texten. In den 
Bildern ist links immer der Originalzstand und rechts die Verbesserung. 
Man sieht praktisch überall, daß die Schatten an scharfen Kannten 
deutlich minimiert wurden, ganz weg sind sie aber leider bei SEHR 
genauem Hinsehen halt nicht. Naja, man muss ja ne Steigerung zum 
RGB-Kabel offen halten ;-)

Wer's nachbauen will, hier die Bauteile von Digikey.

12xL, 47uH, 0603, 490-LQM18DN470M70LCT-ND
12xC, 22pF, 0603, 478-KGM15ACG1H220JTCT-ND
12xR,  6k8, 0603, 311-6.80KHRCT-ND

Kommentare zu den Bildern

Boot.jpg  Schatten deutlich vermindert, mehr Bildschärfe
Delay_Line_Aufbau.jpg Schneller Aufbau mit Lochraster
Delay_Line_mit_Dämpfung.png Messung mit Funktionsgenerator
Delay_Line_ohne_Dämpfung.png Messung mit Funktionsgenerator
Delay3.png Schaltplan, LTSpice
FBAS_YIN.png  C1(gelb) FBAS Signal, C2(blau) Yin (Pin 8)
SotB1.jpg  Text sehr unscharf
SotB2.jpg  Schatten am linken Bildschirmrand und den rechten Kanten der 
roten Buchstaben
TestKit1.jpg  Menu von Amiga Test Kit 1.2, Text sehr unscharf
Turrican1.jpg  Schatten an Kanten im kleinen Bild links, Text ohne 
Schatten, vermutlich wegen geringer Helligkeit (mittelgrau)
Turrican2.jpg  Ebenso Schatten in den Flächen
Workbench1.jpg Leicht erhöhte Bildschärfe
Workbench2.jpg Schatten an den Icons verschwunden, mehr Bildschärfe


P S Eine Massefläche unter der Delay Line bringt keine Besserung, die 
Einkopplung ist noch da. 8-0

von Falk B. (falk)



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Ok, ein Ass habe ich noch im Ärmel. Die Masseanbindung! Siehe Anhang. 
Ja, auf einer einlagigen Platine ist das alles andere als einfach, aber 
DIE Masse ist eine Katastrophe! Da koppelt des Farbsignal schon auf der 
Platine in Y ein! Also hab ich die Leitungen auf der Platine an Pin 6 
und 8 direkt am IC1 getrennt und habe direkt mit kürzesten Anbindungen 
die Pins kontaktiert, vor allem GND (Pin 15) Und siehe da, Yin ist jetzt 
absolut sauber, keine parasitären Schwingungen mehr drauf. Die kommen 
jetzt ausschließlich vom Farbsignal an Cin! Besser geht es mit FBAS hier 
wirklich nicht. Die Schatten sind praktisch weg, auch wenn sie beim 
EXTREM scharfen Hinsehen noch ganz schwach da sind, aber das ist ein 
Problem der nicht idealen Farbdekodierung.

Das bleibt jetzt so, das passt sehr gut!

Q.E.D.

Gute Nacht

von Cartman E. (cartmaneric)


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Falk B. schrieb:
> Ok, ein Ass habe ich noch im Ärmel. ...
> Das bleibt jetzt so, das passt sehr gut!
>
> Q.E.D.
>
> Gute Nacht

Guten Morgen. ☺

Hier habe ich auch noch einen A520 der ein CGA-Signal codieren soll.
Was liegt am Pin 15 des SubD-Connectors eigentlich für ein Takt?

Das vierfache der Farbträgerfrequenz?

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Absolut starker Versuch, super Ergebnis! Danke für die umfangreiche 
Doku!

von Sandra (sdr_f169)


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Gut gemacht und höchstwahrscheinlich hätten die konventionelle DL102 
450ns Verzögerungsleitung oder der IC TDA4566 auch keine besseren 
Ergebnisse gehabt.

von Falk B. (falk)


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Cartman E. schrieb:
> Hier habe ich auch noch einen A520 der ein CGA-Signal codieren soll.

Dafür braucht es keinen A520, denn die digitalen(!) Farbsignale liegen 
schon direkt auf dem 23 pol Videostecker.

> Was liegt am Pin 15 des SubD-Connectors eigentlich für ein Takt?

Je nach Dokument heißt der C1 oder CCK, der wird von Agnus an Pin 40 
erzeugt.

> Das vierfache der Farbträgerfrequenz?

Sieht wohl so aus, macht bei PAL 4x4,433MHz = 17,732MHz

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Falk B. schrieb:
> Ja, auf einer einlagigen Platine ist das alles andere als einfach, aber
> DIE Masse ist eine Katastrophe!

Ich finde das erstaunlich. Da designen die Commodore Jungs einen Custom 
Chip nach dem anderen (Dicke Agnus, Gary, Denise usw.), aber die 
Masseführung in einem simplen TV-Modulator verbaseln sie. Aber gut, 
schon damals musste man dem Praktikanten anscheinend was zu tun geben.

Gute Arbeit von dir!

Falk B. schrieb:
> Dafür braucht es keinen A520, denn die digitalen(!) Farbsignale liegen
> schon direkt auf dem 23 pol Videostecker.

Nur bitte mit gebührender Vorsicht, denn der Hybrid IC im RGB Ausgang 
ist vermutlich nicht zu ersetzen.

: Bearbeitet durch User
von Cartman E. (cartmaneric)


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Matthias S. schrieb:

> Falk B. schrieb:
>> Dafür braucht es keinen A520, denn die digitalen(!) Farbsignale liegen
>> schon direkt auf dem 23 pol Videostecker.
>
> Nur bitte mit gebührender Vorsicht, denn der Hybrid IC im RGB Ausgang
> ist vermutlich nicht zu ersetzen.

Wohl wahr, einen ablebigen SID hatte ich schon zu beklagen.
Ersatz gab es damals direkt aus der "Commodore-Zentrale" in Ffm?. ☺

Ein CGA-Buchse ist nicht 23 pol. Ein passenden SubD-Connector
für den A520 habe ich aber.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Falk B. schrieb:
> Das bleibt jetzt so, das passt sehr gut!

Cool. Danke!

Matthias S. schrieb:
> Nur bitte mit gebührender Vorsicht, denn der Hybrid IC im RGB Ausgang
> ist vermutlich nicht zu ersetzen.

Ich hätte noch 2 NOS.

Sind aber auch nur 3 4-Bit DACs mit Deglitcher und Verstärker enthalten, 
dazu noch wenige Widerstände für das BAS-Signal.
Heute mit billigen Teilen nachzubauen.

An dieser Stelle wäre ein guter Platz, um direkt aus dem digitalen 
Signal in einem FPGA FBAS zu erzeugen und dies über einen DAC 
auszugeben.
... oder gleich HDMI ...
(#PAFF# - die Amiga Workbench mit 640*512 auf dem 65" 4K TV) :o)


Gruß
Jobst

von Norbert (der_norbert)


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Jobst M. schrieb:
> (#PAFF# - die Amiga Workbench mit 640*512 auf dem 65" 4K TV) :o)

Dürfte wohl aussehen wie eine bunte Collage aus den Schnipseln eines 
Lochstanzers. ;-)

von Harald K. (kirnbichler)


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Jobst M. schrieb:
> (#PAFF# - die Amiga Workbench mit 640*512 auf dem 65" 4K TV) :o)

Da kann man jedem Pixel einzeln guten Tag sagen. Ein gründlicher Griff 
ins Vaseline-Döschen und Verreiben auf der Brille kann aber das "gute 
alte" Retrofeeling wiederherstellen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Jobst M. schrieb:
> Heute mit billigen Teilen nachzubauen.
>
> An dieser Stelle wäre ein guter Platz, um direkt aus dem digitalen
> Signal in einem FPGA FBAS zu erzeugen und dies über einen DAC
> auszugeben.
> ... oder gleich HDMI ...

Dann bleibt es immer noch ein 8Mhz 68000er Rechner. Das lohnt sich 
einfach nicht. Die Kiste steckt selbst mein alter Mac SE/30 locker in 
die Tasche. Mein Tipp wäre, die Kiste so zu lassen, wie sie ist.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Matthias S. schrieb:
> Mein Tipp wäre, die Kiste so zu lassen, wie sie ist.

BINGO! Da ist auch meine Sichtweise. Es gibt zwar TONNENWEISE modernes 
Zubehör bis zum Extrembeschleuniger mit 100x mehr CPU Power wie es die 
Amigas je hatten, aber wozu? Ich nutze das Ding zur für nostalgische 
Spielereien, ein paar Games ab und an und ein paar coole Demos 
anschauen. Die liefen alle mit der Originalharware wunderbar, nur sehr 
wenige würden von mehr RAM oder CPU-Leistung profitieren. Und 
Anwenderprogramme ala Deluxe Paint oder ähnliches nutze ich auf der 
Kiste so oder so nicht mehr.

von Falk B. (falk)


Angehängte Dateien:

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So, letzte Änderung. Die Verzögerungsleitung auf der Unterseite war doch 
zu dick, das Gehäuse geht nicht ganz zu. Also dann doch auf der 
Oberseite anlöten. Siehe Anhang.

: Bearbeitet durch User
von Magnus M. (magnetus) Benutzerseite


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Falk B. schrieb:
> Die Verzögerungsleitung auf der Unterseite war doch
> zu dick, das Gehäuse geht nicht ganz zu.

Zu dickes Lötzinn verwendet.....

duckundweg  :D

von Falk B. (falk)


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Magnus M. schrieb:
> Zu dickes Lötzinn verwendet.....

Du weißt doch, daß ich immer gern dick auftrage . . . ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=f3lIHNXG-vQ

von Axel R. (axlr)


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Wenn die Verzögerungsleitung "klingelt", was ja auf den Fotos gut zu 
sehen ist, kann es nicht sein, dass man diese mit definiertem Widerstand 
abschließen oder terminieren (in reihe oder parallel) muss? Hat das mal 
jemand probiert?

von Falk B. (falk)


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Axel R. schrieb:
> kann es nicht sein, dass man diese mit definiertem Widerstand
> abschließen oder terminieren (in reihe oder parallel) muss?

Ja, das muss man.

> Hat das mal
> jemand probiert?

Schon mal auf den Schaltplan geschaut? R7 und R14.

Beitrag "Problem beim FBAS Signal am Amiga 500"

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