Hallo, ich bastel mal wieder an meinem Amiga rum, aus Spaß an der Freud. Ich hab nen A520 TV-Modulator. Dort soll das FBAS Signal auf dem LCD Fernseher angezeigt werden. Das funktioniert, aber es gibt deutlich Schatten bei starken Farbwechseln. Das ist nicht normal, so schlecht ist FBAS nicht. Bei Texten verschmiert das auch ziemlich. Fehlersuche *Test mit BAS Ausgang (Monochrom) direkt am Amiga -> Astreines Bild (d.h. Kabel und TV sind OK) * Ich hab die vier Elkos getauscht, die auf der Platine sind. -> Keine Änderung (hier hatte ich noch keinen Schaltplan) *Prüfung der 12V ud 8,2V am FBAS Encoder IC1 Pin 14, 16. 12V leicht HF-verrauscht, ca. 150mVpp. 8,2V deutlich sauberer, ca. 20mVpp *Ich habe versucht, die Zeilen selber mit dem Oszi anzuschauen, mein Oszi hat Video-Trigger. Wenn man die Zeilenzahl hochdreht, sieht man dann so ab Zeile 100 dann die Bilddaten. Und ja, man sieht an der Schwarz-Weiß Flanke ein kleines Überschwingen, das mit dem Bild korrespondiert. Gemessen an IC1, Pin9 Am Emitter von Q2 sieht es genau so aus, nur um 0,7V versetzt, logisch. Also kommt das Überschwingen aus dem FBAS Encoder. Ist der so schlecht oder ist er nur 30 Jahre gealtert? Ich habe versuchsweise 100nF an IC1 Pin 14 gegen GND (Pin15) und Pin 16 gehalten, keine Änderung. Habt ihr Ideen?
Moin, Gibts die Ueberschwinger vielleicht schon an den R, G, B-Signalen? Sollten die nicht mit 75 Ohm terminiert sein, oder sind die nur Geraete-intern? Gruss WK
Du nimmst den HF-Ausgang? Also nicht FBAS. Senderfrequenz ungenau eingestellt?
Das Videosignal sieht nach fehlendem Abschlußwiderstand aus. (2Vpp) Klemm mal 75Ohm zwischen Signal und Masse.
Wolfgang R. schrieb: > Du nimmst den HF-Ausgang? Also nicht FBAS. Nein, es ist FBAS aka Composite Video. Der HF-Ausgang ist tierisch verrauscht und hier nicht das Ziel der Übung. > Senderfrequenz ungenau eingestellt? Bei FBAS? ;-)
Oliver R. schrieb: > Das Videosignal sieht nach fehlendem Abschlußwiderstand aus. (2Vpp) > Klemm mal 75Ohm zwischen Signal und Masse. Nein, das ist die Originalschaltung, die tausendfach funktioniert hat. SOOOO doof war Commodore nicht. Außerdem gibt es da R24, das ist die Serienterminierung, wenn auch nicht 100% lehrbuchgerecht. Und wie gesagt, der Überschwinger ist schon am Encoder IC1 Pin9 zu messen.
Hier die fallende Flanke vom linken Bildschirmrand. Da gibt es sogar zum Begin der Flanke ein Überschwingen?!? Ist da irgendwo ein Hochpass falsch dimensioniert? Schließlich werden die Signale am Encoder mehrfach durch externe Netzwerke geführt.
Falk B. schrieb: > Außerdem gibt es da R24, das ist die > Serienterminierung Ja, und zu dem gehört ein Abschlußwiderstand mit 75Ohm gegen Masse im Monitor sonst ist der Pegel das doppelte des gewünschten (Leistungsanpassung, nicht Serienterminierung) Das ist genau das, was Dein Oszibild zeigt oder ist das am offenen Anschluß gemessen ?
Oliver R. schrieb: > Das ist genau das, was Dein Oszibild zeigt oder ist das am offenen > Anschluß gemessen ? Das ist alles im komplett verkabelten System gemessen.
Moin, Falk B. schrieb: > der Überschwinger ist schon am Encoder IC1 Pin9 zu messen. Und am Pin8 und Pin6? Gruss WK
Dergute W. schrieb: >> der Überschwinger ist schon am Encoder IC1 Pin9 zu messen. > > Und am Pin8 und Pin6? Nix zu sehen.
Moin, Falk B. schrieb: > Nix zu sehen. Na, jedenfalls verzoegern tut die Leitung noch. Dann isses bei mir erstmal Essig mitn guten Ideen. Gruss WK
Falk B. schrieb: > Das ist alles im komplett verkabelten System gemessen. Dann ist Dein Pegel mit 2Vpp deutlich zu hoch (genau das doppelte vom Normwert) und das Bild sieht auch genau danach aus.
Oliver R. schrieb: > Dann ist Dein Pegel mit 2Vpp deutlich zu hoch (genau das doppelte vom > Normwert) und das Bild sieht auch genau danach aus. Nö, denn das Bild ist an sich ja OK. Ich habe am Emitter von Q3 gemessen. Dahinter kommt R24 (75R) und am Kabelende nochmal 75R im Fernseher. Macht einen perfekten 2:1 Spannungsteiler ;-)
Falk B. schrieb: > Nein, es ist FBAS aka Composite Video. Es sah nur nach dem Ergebnis eines schlechten HF-Signalempfangs aus. Falk B. schrieb: > Bei FBAS? ;-) Dann natürlich nicht. Hängt der TV-Modulator noch mit dran? Von wegen Last und so?
Aus meiner Erinnerung heraus waren diese Amiga Modulatoren schon immer bekannt dafür ein eher mieses FBAS Bild auszugeben (HF war noch schlimmer).
Wolfgang R. schrieb: > Hängt der TV-Modulator noch mit dran? Von wegen Last und so? Der hängt dann, hat damit aber nichts zu tun. Das Signal wird nur auf die Chincbuchse durchgeschleift. Ich hab mal an Pin 8 (Yin) gemessen. Damit kann man es leicht schlechter machen (10:1 Tastkopf, ca. 18pF). Bei 1:1 Tastkopf mit 180pF wird das Bild matschig aber die Schatten bleiben. Sehr merkwürdig.
Björn W. schrieb: > Aus meiner Erinnerung heraus waren diese Amiga Modulatoren schon immer > bekannt dafür ein eher mieses FBAS Bild auszugeben (HF war noch > schlimmer). Aber nicht soooo mies. Ich hatte damals auch nur einen Fernseher mit HF-Eingang, diese Schatten habe ich nie gesehen.
Ich hab mal einen "neuen" MC1377 bestellt, der ist von 94 (laut Bild auf Ebay). Meiner hat Datecode 8733, also 33. Woche 1987. Vielleicht hab ich Glück. Ist am Ende nur für die "Wissenschaft" ;-)
Besteht die Möglichkeit (im Sinne der Wissenschaft) ein anderes Kabel zu probieren, am besten so kurz wie möglich? Weil so ein Schattenbild theoretisch auch durch eine Reflexion aufgrund unpassenden Wellenwiderstand (Kabel im Vergleich zu Abschluss) entstehen kann. Die Theorie passt natürlich nicht zu dem auch schon vor dem Kabel vorhandenen Überschwinger, aber vielleicht ist der Verlauf im Oszi-Bild nicht so schlimm wie das Fernsehbild.
Bei Deinem Problem kann es übrigens hilfreich sein, während der Fehlersuche den Subcarrier stillzulegen.
Falls du das mit dem FBAS Signal nicht hinbekommst, es gäbe noch die Möglichkeit den A520 auf S-Video umzubauen: https://modelrail.otenko.com/c64amiga/amiga-a520-modulator-s-video-out Das S-Video Signal soll besser sein. Ich habe es allerdings noch nicht ausprobiert.
Uwe schrieb: > Besteht die Möglichkeit (im Sinne der Wissenschaft) ein anderes Kabel zu > probieren, am besten so kurz wie möglich? Nö, ist auch nicht nötig. > Weil so ein Schattenbild > theoretisch auch durch eine Reflexion aufgrund unpassenden > Wellenwiderstand (Kabel im Vergleich zu Abschluss) entstehen kann. Wurde getestet, siehe ganz oben.
Dergute W. schrieb: > Gibts die Ueberschwinger vielleicht schon an den R, G, B-Signalen? > Sollten die nicht mit 75 Ohm terminiert sein, Jepp, sehe ich genau so. RGB an der Scart Buchse sollte mit 75 Ohm terminiert sein. Falk B. schrieb: > der Überschwinger ist schon am Encoder IC1 Pin9 zu messen. Deswegen wird das Signal schon versaubeutelt aus Pin 1 heraus kommen.
Rainer D. schrieb: > RGB an der Scart Buchse sollte mit 75 Ohm > terminiert sein. Es gibt da keine Scart-Buchse. Du meinst wohl die 23-polige Sub-D. Und eine Terminierung ist da aufgrund der geringen Leitungslänge nicht erforderlich.
Falk B. schrieb: > Das funktioniert, aber es gibt deutlich > Schatten bei starken Farbwechseln. Das ist nicht normal, Soweit ich mich zurückerinnere, waren die A520 schon immer Schrott. Deshalb wurden damals immer RGB-Monitore verwendet.
H. H. schrieb: > Rainer D. schrieb: >> RGB an der Scart Buchse sollte mit 75 Ohm >> terminiert sein. > > Es gibt da keine Scart-Buchse. Er meinte sicher die SCART-Buchse am TV. Die ist übrigens auch der allerbeste Weg, einen Amiga an einem TV zu betreiben, zumindest, wenn diese Buchse RGB-fähig ist. Blöd nur, dass heutige TVs praktisch durch die Bank nicht mehr über eine derartige Buchse verfügen. Naja, ein wenig basteln musste man auch noch, aber das war so wenig Kram, dass es locker mit in den SCART-Stecker des Adapterkabels gepasst hat. Die RGB-Signale selber und der Ton passen von Hause aus, aber die SCART-Schaltspannung musste bereitgestellt werden (damit der TV automatisch auf RGB-Betrieb wechselt) und das Sync-Signal musste auch noch irgendwie aufbereitet werden. Ich habe mir so ein Adapterkabel damals(tm) selbst gebaut, kann mich aber an weitere Details nicht mehr erinnern, ist ja auch 35 Jahre her. Passende Schaltungen werden aber sicher irgendwo im I-Net zu finden sein. Jedenfalls war das Bild auf einem Sony-TV mit BlackTrinitron-Röhre wirklich sehr gut. So gut, dass man wünschte, dass der Amiga ein höhere Auflösung können würde...
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