Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Strom- und Spannungsmessung in Labormultimeter


von David (ds2000)


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Ich möchte gerne Spannungen bis +-120V und Ströme Gleichzeitig messen. 
Dazu habe ich eine Quelle vorgesehen, die diese Spannungen erzeugen 
kann. Die Spannung möchte ich über einen 5MOhm Spannungsteiler messen 
und den Strom über einen Low Side Shunt. Ich möchte weite bereiche für 
den Strom messen und daher sehe ich eine Bereichsauswahl über einen 
Ayrton Shunt vor.

Nun habe ich das Problem, dass der Strom durch den Spannungsteiler über 
den Shunt mitgemessen wird und die Messung beinflusst. Die Masse für den 
Spannungsteiler auf die Masse der Quelle zu setzen würde das Problem ja 
nur verschieben und die Spannung über dem Shunt würde mitgemessen 
werden.

Meine Frage ist nun wie das moderne Geräte lösen. Also Sourcemeter von 
diversen namhaften Herstellern.

Meine Ideen hierzu:

1) Entweder man lebt mit dem Problem und subtrahiert eben den Strom 
durch den Spannungsteiler vom gemessenen Strom. Das ist möglich wenn man 
den Widerstand kennt.

2) Meiner Ansicht nach könnte man eine Isolierte Spannungsquelle 
benutzen, deren Sekundärseitige Masse man mit der Ausgangsspannung 
verbindet. Man hat also eine schwebende Spannungsquelle, die einen 
Operationsverstärker versorgt, der als Spannungsfolger für die 
schwebende Masse dient. Diesen verbindet man an den Spannungsteiler.

von Jens G. (jensig)


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David schrieb:
> Nun habe ich das Problem, dass der Strom durch den Spannungsteiler über
> den Shunt mitgemessen wird und die Messung beinflusst. Die Masse für den
> Spannungsteiler auf die Masse der Quelle zu setzen würde das Problem ja
> nur verschieben und die Spannung über dem Shunt würde mitgemessen
> werden.

Du hast gerade die Konzepte und Probleme von spannungsrichtigem Messen 
und stromrichtigem Messen gefunden ...

David schrieb:
> 1) Entweder man lebt mit dem Problem und subtrahiert eben den Strom
> durch den Spannungsteiler vom gemessenen Strom. Das ist möglich wenn man
> den Widerstand kennt.

Eben, man lebt eben damit, zumal Spannungsteiler und Shunt idR. in einem 
ziemlich großen Verhältnis zueinander stehen, so dass der Fehler idR. 
vernachlässigbar ist. Und Meßgeräte haben ja auch keine unendliche 
Genauigkeit, so dass der Zusatzfehler eher nicht juckt ...

: Bearbeitet durch User
von Lu (oszi45)


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David schrieb:
> dass der Strom durch den Spannungsteiler über
> den Shunt mitgemessen wird und die Messung beinflusst.

Bei 5 MOhm? Um welche Ströme handelt es sich denn? µA od. 100A?

von Jens G. (jensig)


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David schrieb:
> Das ist möglich wenn man
> den Widerstand kennt.

Wieso eigentlich die Einschränkung "wenn man den Widerstand kennt". 
Wieso willst Du den nicht kennen können? Wenn Du den nicht kennst, 
könntest Du sowieso keine Messwerte ermitteln ...

von David (ds2000)


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Jens G. schrieb:
> Wieso eigentlich die Einschränkung "wenn man den Widerstand kennt".
> Wieso willst Du den nicht kennen können? Wenn Du den nicht kennst,
> könntest Du sowieso keine Messwerte ermitteln ...

Den kenne ich natürlich ohne den kann man den Strom dann nicht 
korrigieren.

von David (ds2000)


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Lu schrieb:
> Bei 5 MOhm? Um welche Ströme handelt es sich denn? µA od. 100A?

Es geht schon darum µA messen zu können. Deswegen die Idee das mit der 
isolierten Quelle zu machen. Ich meine das auch mal irgendwo in einem 
Service Manual Schaltplan gesehen zu haben aber kann mich nicht mehr 
genau daran erinnern wo.

von Lu (oszi45)


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Hochohmiges Zeug ohne STöreinflüsse zu messen ist nicht so einfach.

von Jens G. (jensig)


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Es gibt Strommessverfahren ohne (störenden) Spannungsabfall, bei dem 
anstelle eines Shunts der Ausgang eines komplett gegengekoppelten OPV 
(also V=1) und dessen Masse-Potential eingeschleift wird. Der braucht 
seine eigene "schwebende" symmetrische Stromversorgung. Der hält also 
die "Shunt"-Spannung zw. OPV-Ausgang und seiner Masse auf Null, weil 
seine Referenz ebenfalls 0V gegen seine Masse hat. Der Strom fließt 
damit durch dessen Ausgang und dessen Masse und dessen 
Betriebsspannungen (letzteres je nach Stromrichtung), und man kann sein 
Strommessgerät in seine Ausgangsleitung (noch vor dem 
Rückkopplungs-Punkt) oder in seine Masseleitung (vor Referenzpunkt des 
OPV) einschleifen, ohne dass das auf die 0V-Shuntspannung Einfluss 
hätte. Bei nur µA müssen natürlich Rückkopplung und Referenzabgriff 
entsprechend hochohmig ausgeführt werden (bei FET-Eingängen kein 
Problem).
Damit kann man das Voltmeter spannungsrichtig vor diesem "Shunt" 
ansetzen, und die gemessene Spannung stimmt dann auch noch nach dem 
"Shunt" (natürlich nur im Rahmen der Genauigkeit, die die OPV-Schaltung 
liefern kann).
Ich weiß nicht, ob dieses Prinzip einen speziellen Namen hat, findet 
sich aber sicherlich auch im Internet was dazu, wobei dieses Prinzip 
heute vielleicht eh nicht mehr nötig ist, da es ja andere tolle 
Prinzipien, basierend auf dem Hall-Effekt, gibt, die den Spannungsabfall 
niedrig halten (naja, für den µA-Bereich vielleicht noch nicht so sehr).
Für einen Schaltplan habe ich jetzt keine Lust, finde auf die Schnelle 
aber auch gerade nix dazu ...

von Bruno V. (bruno_v)


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David schrieb:
> Nun habe ich das Problem, dass der Strom durch den Spannungsteiler über
> den Shunt mitgemessen wird und die Messung beinflusst.

Im Zeitalter von Analogmessgeräten war "stromrichtiges" und 
"spannungsrichtiges" Messen und die Korrektur typischer Stoff der 
Ausbildung.

Im Zeitalter von billiger 1MOhm bei 0.2V DVM (also seit 40 Jahren) 
spielt das meist keine Rolle mehr.

Wenn Du "Spannungsteiler 5MOhm" schreibst für 120V, dann ist das für 
heutige Verhältnisse ungewöhnlich und deutet auf ungewöhnliche Werte 
hin. Kannst Du den näher beschreiben?

Eigentlich würde man erwarten, dass Dein resultierender Innenwiderstand 
des Voltmeters im 1G-Ohm-Bereich liegt und der Messstrom entsprechend 
bei ~0,12µA liegt.

Bei Strömen ab 120µA wäre Dein Fehler Spannungsrichtig < 1 Promille.

Bei 200V und 40 Jahre altem DMM wäre Dein Fehler Stromrichtig ~ 1/2 
Promille.

Es ist sehr aufwändig, das mit OP-Schaltungen zu verbessern, rechnerisch 
oder per Korrektur-Widerstand korrigiert, für den Heimgebrauch 
unmöglich.

von Lutz K. (Firma: private) (lutz66)


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Jens G. schrieb:
> Es gibt Strommessverfahren ohne (störenden) Spannungsabfall, bei dem
> anstelle eines Shunts der Ausgang eines komplett gegengekoppelten OPV
> (also V=1) und dessen Masse-Potential eingeschleift wird. Der braucht
> seine eigene "schwebende" symmetrische Stromversorgung. Der hält also
> die "Shunt"-Spannung zw. OPV-Ausgang und seiner Masse auf Null, weil
> seine Referenz ebenfalls 0V gegen seine Masse hat. Der Strom fließt
> damit durch dessen Ausgang und dessen Masse und dessen
> Betriebsspannungen (letzteres je nach Stromrichtung), und man kann sein
> Strommessgerät in seine Ausgangsleitung (noch vor dem
> Rückkopplungs-Punkt) oder in seine Masseleitung (vor Referenzpunkt des
> OPV) einschleifen, ohne dass das auf die 0V-Shuntspannung Einfluss
> hätte. Bei nur µA müssen natürlich Rückkopplung und Referenzabgriff
> entsprechend hochohmig ausgeführt werden (bei FET-Eingängen kein
> Problem).

das ist swoeit nicht korreklt das diese verfahren keinen Spannungsabfall 
haben. Der Spannungsabfall hängt von der Verstärkung ab die nicht 
unendlich ist. Mit Verstärkung V=1 würde es gar nicht funktionieren.

Das prinzip ist ja, das die beiden Eingänge in der Theorie keine 
Spannungsdifferenz aufweisen, gibt man an - einen pos Strom/Spannung 
dann koppelt der Ausgang gegen, der Strom fließt dann durch den 
Rückkopplungszweig und verursacht gemäße U=RxI den Spannungshub. Dieser 
Sapnnungshub fällt nicht als Spannungsabfall über dem Strommessgerät ab, 
ab wenn ich 1V Ausgangsspannung haben und Gain ist 100.000 dann ist 
delta U 10uV

Weiterhin kommen dann noch Offset Spannung und Offsetstrom als witer 
Fehlerquelle hinzu.
Es gibt keine Unversallösung, auch heute nicht. Aber das was früher mal 
schwierig war, näclich die fehler im mA und mV Bereich zu verm,eiden ist 
heute einfacher, es hat sich um ein paar Dekaden verschoben.

> Damit kann man das Voltmeter spannungsrichtig vor diesem "Shunt"
> ansetzen, und die gemessene Spannung stimmt dann auch noch nach dem
> "Shunt" (natürlich nur im Rahmen der Genauigkeit, die die OPV-Schaltung
> liefern kann).
> Ich weiß nicht, ob dieses Prinzip einen speziellen Namen hat, findet
> sich aber sicherlich auch im Internet was dazu, wobei dieses Prinzip
> heute vielleicht eh nicht mehr nötig ist, da es ja andere tolle
> Prinzipien, basierend auf dem Hall-Effekt, gibt, die den Spannungsabfall
> niedrig halten (naja, für den µA-Bereich vielleicht noch nicht so sehr).
> Für einen Schaltplan habe ich jetzt keine Lust, finde auf die Schnelle
> aber auch gerade nix dazu ...

Hall Effekt ist bei kleinen Strömen für genaus Messungen nocj nicht 
reif, größeres Problem als die Sensitivität ist da aber auch der Offset

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Bruno V. schrieb:
> Im Zeitalter von billiger 1MOhm bei 0.2V DVM (also seit 40 Jahren)
> spielt das meist keine Rolle mehr.

Ob es hier um "meist" geht, ist nicht klar.
Erstmal muss man sich über Messbereiche und Genauigkeitsanforderungen 
klar werden.

David schrieb:
> Ich möchte weite bereiche für den Strom messen ...

Lässt sich das auch in Zahlen ausdrücken?

> ... und daher sehe ich eine Bereichsauswahl über einen Ayrton Shunt vor.

Die Ayrton Shunt Schaltung wurde für Drehspulinstrumente entwickelt. Bei 
Digitalmultimeter gibt es so etwas wie Dämpfungsverhalten gar nicht, 
weil ein Digitalmultimeter kein schwingfähiges System darstellt.

von Bruno V. (bruno_v)


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Rainer W. schrieb:
> Erstmal muss man sich über Messbereiche und Genauigkeitsanforderungen
> klar werden.

Der 5MOhm "Spannungsteiler" an 120V ist jedenfalls nicht zeitgemäß. Und 
höchstwahrscheinlich ein Indiz für ein begrenztes Verständnis der 
Aufgabe durch den TO.

von David (ds2000)


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Bruno V. schrieb:
> Rainer W. schrieb:
>> Erstmal muss man sich über Messbereiche und Genauigkeitsanforderungen
>> klar werden.
>
> Der 5MOhm "Spannungsteiler" an 120V ist jedenfalls nicht zeitgemäß. Und
> höchstwahrscheinlich ein Indiz für ein begrenztes Verständnis der
> Aufgabe durch den TO.

Was ist denn heute zeitgemäß?

von Udo K. (udok)


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Poste doch mal einen Schaltplan.  Dann kann man den Fehler ausrechnen. 
Mit dem ganzen Geschwurbel (Ayrton Shunt!) kennt sich doch keiner aus.

David schrieb:
> Meine Frage ist nun wie das moderne Geräte lösen. Also Sourcemeter von
> diversen namhaften Herstellern.

Die verwenden einen hochohmigen Buffer, der den Strom durch den 
Spannungsmesswiderstand liefert.  Subtrahieren kannst du bei hoher 
Genauigkeitsanforderung vergessen.

David schrieb:
> Die Spannung möchte ich über einen 5MOhm Spannungsteiler messen
> und den Strom über einen Low Side Shunt.

Low Side Shunt ist ein No-Go für Messung kleiner Ströme.  Damit handelst 
du dir relativ hohe Common Mode Ströme ein, da du keine ruhige Masse 
hast.  Die Masse wackelt mit dem Strom mit und verursacht 
Verschiebungsströme über die parasitären Kapazitäten vom Netzteil.

: Bearbeitet durch User
von Bruno V. (bruno_v)


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David schrieb:
> Was ist denn heute zeitgemäß?

10 MOhm für ein DVM ist zwar üblich, aber nur, um die Störungen ohne 
Anschluss im Zaum zu halten.

Die 10 MOhm gelten auch für 200mV. Bei 200V Messbereich ist also ohne 
weiteres > 1 GOhm mit billigsten Modulen möglich, also Ströme << 0,1µA 
wenn das wichtig ist (z.B. um batteriebetriebene Geiger-Müller-Dosimeter 
zu vermessen, dann aber >= 600V)

von Udo K. (udok)


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Bruno V. schrieb:
> 10 MOhm für ein DVM ist zwar üblich, aber nur, um die Störungen ohne
> Anschluss im Zaum zu halten.

10 MOhm ist notwendig für den DMM internen Spannungsteiler.  Den hohen 
Innenwiderstand haben DMM nur ohne den Spannungsteiler, für < 1-20 Volt.

von David (ds2000)


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Udo K. schrieb:
> Low Side Shunt ist ein No-Go für Messung kleiner Ströme.  Damit handelst
> du dir relativ hohe Common Mode Ströme ein, da du keine ruhige Masse
> hast.  Die Masse wackelt mit dem Strom mit und verursacht
> Verschiebungsströme über die parasitären Kapazitäten vom Netzteil.

Also high side shunt nur ist dann der Aufwand deutlich höher das zu 
isolieren wenn man höhere Spannungen messen will. Dann muss ja die ganze 
Strommessung auf der Ausgangsspannung floatend sein.

von Udo K. (udok)


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Ob High-Side Messung notwendig ist hängt von den Anforderungen ab, die 
du nicht rausrückst.

: Bearbeitet durch User
von Arno R. (arnor)


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David schrieb:
> Also high side shunt nur ist dann der Aufwand deutlich höher das zu
> isolieren wenn man höhere Spannungen messen will. Dann muss ja die ganze
> Strommessung auf der Ausgangsspannung floatend sein.

Hier:

Beitrag "Lineare High-Side-Strommessung mit Optokopplern"

habe ich mal gezeigt wie man das einfach machen kann. Beide 
Strompolaritäten misst man, indem Dual-AC-Optokoppler oder ein 4-fach 
DC-OK verwendet werden. Die Stromrichtung zeigt dann die unabhängige 
Low-Side-Spannungsmessung an.

Bei sehr kleinen Strömen müssen ggfs. die NPN durch NFets ersetzt 
werden.

: Bearbeitet durch User
von David (ds2000)


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Arno R. schrieb:
> habe ich mal gezeigt wie man das einfach machen kann. Beide
> Strompolaritäten misst man, indem Dual-AC-Optokoppler oder ein 4-fach
> DC-OK verwendet werden. Die Stromrichtung zeigt dann die unabhängige
> Low-Side-Spannungsmessung an.
>
> Bei sehr kleinen Strömen müssen ggfs. die NPN durch NFets ersetzt
> werden.

War das Resultat dort nicht, dass alles super Temperaturabhängig ist?

von Arno R. (arnor)


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David schrieb:
> War das Resultat dort nicht, dass alles super Temperaturabhängig ist?

Im Gegenteil, die Schaltung ist super stabil. Die beiden Koppler im 
gleichen Gehäuse und mit genau gleichen Betriebsbedingungen haben auch 
immer praktisch die gleiche Temperatur.

von David (ds2000)


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Arno R. schrieb:
> Im Gegenteil, die Schaltung ist super stabil. Die beiden Koppler im
> gleichen Gehäuse und mit genau gleichen Betriebsbedingungen haben auch
> immer praktisch die gleiche Temperatur.

Aber wie bekommt man diese Schaltung dann umgebaut auch bis in den, 
sagen wir 10µA Bereich zu messen und dort den Bereich des ADC noch 
weitgehend auszunutzen indem man die 10µA eben weit genug verstärkt?

von David (ds2000)


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Und vor allem wie erweitert man das auch negative Ströme messen zu 
können?

von Arno R. (arnor)


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David schrieb:
> Und vor allem wie erweitert man das auch negative Ströme messen zu
> können?

Habe ich doch oben schon gesagt:

Arno R. schrieb:
> Beide
> Strompolaritäten misst man, indem Dual-AC-Optokoppler oder ein 4-fach
> DC-OK verwendet werden. Die Stromrichtung zeigt dann die unabhängige
> Low-Side-Spannungsmessung an.

David schrieb:
> Aber wie bekommt man diese Schaltung dann umgebaut auch bis in den,
> sagen wir 10µA Bereich zu messen und dort den Bereich des ADC noch
> weitgehend auszunutzen indem man die 10µA eben weit genug verstärkt?

Da braucht man gar nichts umbauen, die macht das einfach. Man schaltet 
nur den 10R-Widerstand entsprechend um, denn die Spannung über ihm ist 
U=R*I(highside). Versuch doch mal zu verstehen wie die Schaltung 
funktioniert. Das steht in allen Einzelheiten dort:

Beitrag "Lineare High-Side-Strommessung mit Optokopplern"

: Bearbeitet durch User
von David (ds2000)


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Arno R. schrieb:
> Da braucht man gar nichts umbauen, die macht das einfach. Man schaltet
> nur den 10R-Widerstand entsprechend um, denn die Spannung über ihm ist
> U=R*I(highside)

Bitte erkläre mir wie diese Schaltung negative Ströme messen kann wenn 
die Photodiode auf der High Side nur in einer Richtung funktioniert.

von Rainer W. (rawi)


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Udo K. schrieb:
> Mit dem ganzen Geschwurbel (Ayrton Shunt!) kennt sich doch keiner aus.

Sind wir hier im Kindergarten?
Der William Edward Ayrton und die nach ihm benannte Verschaltungsart von 
Shunt Widerständen sollte einem Elektroniker eigentlich schon einmal 
über den Weg gelaufen sein.

: Bearbeitet durch User
von Arno R. (arnor)


Angehängte Dateien:

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David schrieb:
> Bitte erkläre mir wie diese Schaltung negative Ströme messen kann wenn
> die Photodiode auf der High Side nur in einer Richtung funktioniert.

Ein AC-Optokoppler hat zwei antiparallele Photodioden, die auf den 
Ausgangstransistor strahlen. Damit sind beide Stromrichtungen erledigt. 
Siehe Anhang.

Wenn man einen 4-fach-DC-Optokoppler nimmt, werden auf der High-Side 2 
Optokoppler zusammengeschaltet. Die beiden Photodioden antiparallel und 
die Phototransistoren gleichartig parallel. Dann ist jeweils ein OK 
aktiv. Ein dritter Optokoppler dann lowseitig.

: Bearbeitet durch User
von Jens G. (jensig)


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Lutz K. schrieb:
> das ist swoeit nicht korreklt das diese verfahren keinen Spannungsabfall
> haben. Der Spannungsabfall hängt von der Verstärkung ab die nicht

Ja, deswegen habe ich in Klammern etwas von "störend" geschrieben. Eben 
um anzudeuten, dass die Welt nicht ideal ist ...

> unendlich ist. Mit Verstärkung V=1 würde es gar nicht funktionieren.

Wie das?

> Das prinzip ist ja, das die beiden Eingänge in der Theorie keine
> Spannungsdifferenz aufweisen, gibt man an - einen pos Strom/Spannung
> dann koppelt der Ausgang gegen, der Strom fließt dann durch den
> Rückkopplungszweig und verursacht gemäße U=RxI den Spannungshub. Dieser

Du redest wohl über was anderes, denn in meiner Schaltung fließt kein 
Strom übers Rückkopplungs-Netzwerk.

> Weiterhin kommen dann noch Offset Spannung und Offsetstrom als witer
> Fehlerquelle hinzu.

Auch hier wieder - man nimmt Teile, die gut genug sind, um den 
Messfehler nicht störend werden zu lassen.

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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David schrieb:
> Es geht schon darum µA messen zu können. Deswegen die Idee das mit der
> isolierten Quelle zu machen.

Was ist denn das eigentliche Problem, das du lösen möchtest?

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