Wer kann mir sagen wie ich als gefährlicher Halb-Laie Herausfinden kann, wo die Strom Messwiderstände sind? Es geht um eine alten Xenon Scheini der sein neues Leben als Taschenlampe beginnen soll. Allerdings würde ich gerne die Leistung um 20% steigern, daher die frage. Könnten es die parallel aussehenden SMD wiederstände sein? Mit 170kOhm erscheinen die mir komisch. Wie würdet ihr vorgehen? PS: Die Sicherheitsregeln der E Technik werden eingehalten.
Moin, Alex schrieb: > Allerdings würde ich gerne die Leistung um > 20% steigern, daher die frage. Spitzenidee. Warum nicht gleich 25% oder 100%? Links oberhalb deiner markierten mutmasslichen Kondensatoren gibts was, was aussieht wie 4 parallelgeschaltete Melfwiderstaende... Gruss WK
Ja interessant, die sind mir auch aufgefallen. Aber ich habe noch nicht gemessen und ich war irgendwie von den rechteckigen Dingern voreingenommen. Ich glaube das sind Widerstände und nicht Kondensatoren. 20% deswegen, da der thermische Stress ordentlich zunehmen wird. Nominal hat das Ding 35W (Aufnahmeleistung vermute ich) aus dem KFZ Bereich. Faktor 2 wäre wahrscheinlich zu viel des Guten. Welchen Dauerstrom vertragen wohl diese kleinen MELF Bauteile?
Alex schrieb: > ich war irgendwie von den rechteckigen Dingern > voreingenommen. Ich glaube das sind Widerstände und nicht Kondensatoren. Klar und die runden Dinger an jeder Ecke des Autos sind Schokodoughnuts... > Welchen Dauerstrom vertragen wohl diese kleinen MELF Bauteile? Welche Höchstessgeschwindigkeit vertragen eigentlich Schokodoughnuts?
Alex schrieb: > Könnten es die parallel aussehenden SMD wiederstände sein? Mit 170kOhm > erscheinen die mir komisch. Xenon-Scheinwerfer werden mit Wechselspannung ca 85 Volt betrieben und haben ca 35 Watt Leistung, d.h. der durchschnittliche Strom liegt bei 400 mA. Da wäre zu erwarten, dass ein Messshunt von 0,1 Ohm Verwendung findet.
Stephan S. schrieb: > Xenon-Scheinwerfer werden mit Wechselspannung ca 85 Volt betrieben Das Typschild auf IMG_7355.jpeg ist anderer Ansicht, Hälfte. > und haben ca 35 Watt Leistung, Passt. Irgendwie schon schlimm, das VW/Audi da Chinaware verbaut.
Es gibt verschiedene Generationen. D1 hatte 85V Betriebsspannung. Diese hier laufen mit 42V und die HV Zündeinrichtung ist im Lampensockel integriert. D3S heißt der Typ. Ok also ca 800mA Betriebsstrom? Habt ihr noch einen Praxistipp wie ich am besten parallel Widerstände zu den 4 existierenden Bauteilen verbinden kann? Dranlöten? Und wenn ja, mit welchen niederohmigen Bauteilen am besten? Was nimmt man am besten? Ich erwarte einen eher schwierigen Einbau und würde es gerne etwas vorbereiten.
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Alex schrieb: > Wer kann mir sagen wie ich als gefährlicher Halb-Laie > Herausfinden kann, wo die Strom Messwiderstände sind? Pandafahrer sollte man nicht auf Elektronik loslassen!
Woher kommt eigentlich die Vorstellung das man die Leistung noch steigern kann? Ich wuerde wenn schon davon ausgehen das man sie etwas senken sollte weil die Fahrtwind zur Kuehlung bei einer Taschenlampe fehlt. Vanye
Klar kann man die Leistung steigern, irgendwann platzt sogar der glaskolben. Dann weiß man sicher das es zu viel Leistung war. Fahrtwind spielt bei diesem Scheinwerfer kaum eine Rolle. Falls die Komponenten aber zu heiß werden muss bestimmt aktive Kühlung her. Aber der Schritt vorher ist eher die richtigen widerstände zu finden und einzubauen. Ich habe bis jetzt nur MELF Komponenten mit max. 1W gefunden. Was sollte man am besten verwenden und wo finde ich das?
Ich verstehe nicht ganz warum hier Kommentare geschrieben werden bzgl. meines Namens und das man mich nicht auf Elektronik loslassen soll. Oder irgendwas mit Schoko Doghnut? Was soll das? Ich dachte das hier ist ein nettes Forum mit interessanten und klugen Nerd-Typen die gerne Elektronische Herausforderungen lösen. Oder hab ich es falsch verstanden und Leute ohne echtes Leben geben den Ton an? Pardon, eigentlich wollte ich das nicht kommentieren aber ich bemerkte an mir selbst wie übel ich das finde, das manche von den Internet Helden einfach auf alles und jeden draufgehen.
Naja, wenn es um "Xenon Scheini als Taschenlampe" geht ?
> Oder hab ich es falsch verstanden und Leute ohne echtes Leben geben den > Ton an? Das Problem ist eher das deine Faehigkeiten aktuell noch unterirdisch sind. Da du jetzt den Shunt kennt, muesstest du noch lernen was ein ohmsches Gesetz ist, dann kannst du den Spannungsabfall aktuell ausrechnen, dann kannst du ausrechnen welchen Widerstand du fuer 20% mehr Leistung haben musst, dann kannst du ausrechnen welchen Widerstand du dem vorhandenen Shunt parallel schalten musst. Also eigentlich die einfachsten Basics.... Was du natuerlich nicht so einfach ausrechnen kannst ob dann die Schaltung explodiert weil der Trafo in die Saettigung geht. Aber wirst du ja merken. Vanye
Alex schrieb: > Und wenn ja, mit welchen niederohmigen Bauteilen am besten? > Was nimmt man am besten? Hast Du überhaupt schon mal gelötet? Nimm einfach einen bedrahteten 0,15Ohm Widerstand und löte diesen parallel darüber. Jedoch wirst Du die Leistungssteigerung nicht groß wahrnehmen weil das Auge logarythmisch wahrnimmt. Ich würde die Lampe so verwenden wie sie ist. Das Licht aus den Scheinwerfern ist schon krass. Da geht ein Lichtfinger raus der locker bis in 100m Entfernung reicht. Vanye R. schrieb: > Ich wuerde wenn schon davon ausgehen das man sie etwas > senken sollte weil die Fahrtwind zur Kuehlung bei einer Taschenlampe > fehlt. Und was machen Autos im Stau? Ich hatte mal eine D1S in einem der billigen 6V Handstrahler verbaut. Die Lampe wurde dabei weniger heiß als mit dem zuvor eingesetzten 6V 30W Leuchtmittel. Leider war das Gehäuse der Lampe aus einem Plastik hergestellt das sich nach etlichen Jahren selbst zerlegt hat...
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Vanye R. schrieb: > Woher kommt eigentlich die Vorstellung das man die Leistung noch > steigern kann? Im Auto hast Du eine Auslegung für eine Lebensdauer von 8 Jahren bzw 150 Mm bei Umgebungstemperaturen von -40 .. +85°C. Die angepeilte Ausfallrate liegt bei 50 ppm über eine Garantiezeit von sieben Jahren. Die Taschenlampe muss drei Jahre halten, bei -20 .. +40°C, mit einer Ausfallrate von 5 % über 24 Monate. Da kann man schon etwas dichter an die Grenzen gehen.
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Alex schrieb: > Ich dachte das hier ist ein nettes Forum mit interessanten und klugen > Nerd-Typen die gerne Elektronische Herausforderungen lösen. Siehe Beitrag "Amper hoch skillen?"
Soul E. schrieb: > Die Taschenlampe muss drei Jahre halten, bei -20 .. +40°C, mit einer > Ausfallrate von 5 % über 24 Monate. Da kann man schon etwas dichter an > die Grenzen gehen. Was nützt dir eine Taschenlampe die wenn man sie braucht dunkel wird? Außer man brauchst sie nur zum Schw.nzlängenvergleich.
Moin, wurde ja schon erwähnt, die vier runden Widerstände am oberen Rand von deinem gemalten Kreis sind ziemlich sicher die Strommesswiderstände. Musst einfach nur ermitteln, welchen Ohm-Wert die haben, dir dann zum Beispiel einen weiteren gleichen besorgen und den da mit drüber löten. Dann hast du ca. 25% mehr Strom. Das sollte auch als Laie zu schaffen sein. Zum generellen Vorhaben kann ich sagen (ich bin tatsächlich erstaunt, dass dieses Wissen mal eine Rolle spielen würde) dass das ansich gut und unproblematisch funktioniert. Ich habe auf diese Art ein 35W Vorschaltgerät (für HG haltige HIDs, also +-85V) mal testweise auf ca. 50W "eingestellt". Ein günstiges 55W VSG, was für einen Leuchtenprojekt genutzt wurde, aber leider tatsächlich nur knappe 50W brachte, dann auf ca. 62W (in Verbindung mit ner 35W D2S 85122VIC1 - funktionierte übrigens problemlos, zmd. für 5-10 min am Stück). Und eins dieser klobigen 12V "100"W China VSG, das tatsächlich nur ca. 85W lieferte auf knappe 110W justiert. Damit hatte ich ein P-VIP 100-120/1.0 P22h Leuchtmittel betrieben. Keins der drei VSG ist dadurch kaputt gegangen. Auch wenn die elektrische Leistung letztlich nur etwas steigt, steigt der Lichtstrom dennoch stärker, weil die PKW "Xenon" Leuchtmittel (sind ja eigentlich Halogenmetalldampflampen mit Xenon als "Startgas") bei mehr Leistung effizienter werden. Und zu deiner Kritik an den fragwürdigen und wenig hilfreichen Antworten hier kann ich nur sagen, es ist halt mikrocontroller.net ;-) Gruß TH
Tom H. schrieb: > Zum generellen Vorhaben kann ich sagen (ich bin tatsächlich erstaunt, > dass dieses Wissen mal eine Rolle spielen würde) dass das ansich gut und > unproblematisch funktioniert. > > Ich habe auf diese Art ein 35W Vorschaltgerät (für HG haltige HIDs, also > +-85V) mal testweise auf ca. 50W "eingestellt". > Ein günstiges 55W VSG, was für einen Leuchtenprojekt genutzt wurde, aber > leider tatsächlich nur knappe 50W brachte, dann auf ca. 62W (in > Verbindung mit ner 35W D2S 85122VIC1 - funktionierte übrigens > problemlos, zmd. für 5-10 min am Stück). > Und eins dieser klobigen 12V "100"W China VSG, das tatsächlich nur ca. > 85W lieferte auf knappe 110W justiert. Damit hatte ich ein P-VIP > 100-120/1.0 P22h Leuchtmittel betrieben. > Keins der drei VSG ist dadurch kaputt gegangen. > > Auch wenn die elektrische Leistung letztlich nur etwas steigt, steigt > der Lichtstrom dennoch stärker, weil die PKW "Xenon" Leuchtmittel (sind > ja eigentlich Halogenmetalldampflampen mit Xenon als "Startgas") bei > mehr Leistung effizienter werden. Soso, und das weisst Du aus welchen belastbaren Quellen? Ggf, mit Daten zu erlaubter Leuchtstärke, Lebensdauer und ähnlichen blöden Begleitumständen? > Und zu deiner Kritik an den fragwürdigen und wenig hilfreichen Antworten > hier kann ich nur sagen, es ist halt mikrocontroller.net ;-) Eben. Da erklären einem Fachleute wie Du, wie man die Amper hoch skillt..
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Udo S. schrieb: > Außer man brauchst sie nur zum Schw.nzlängenvergleich. Schon verloren: https://www.youtube.com/watch?v=rqCt61ZbU10 (300W-LED-Handlampe mit Wasserkühlung)
Ralf X. schrieb: > Ggf, mit Daten zu erlaubter Leuchtstärke, Häää? Erlaubt? WAS willst Du hiermit verbieten nur weil nirgends steht, was erlaubt ist? Ein Datenblatt ist eine Empfehlung und Zusage von Eigenschaften des Herstellers bei definierten Rahmenbedingungen. Hast Du hier vielleicht nur die falsche Wortwahl getroffen? Die mögliche Leuchtstärke einer Xenonlampe ist der Kompromiss der Abwägung zwischen Lebensdauer und Lichtoutput. Ähnlich wie die Abwägung bei LiIon-Zellen bezüglich maximaler Lebensdauer und maximaler Ladespannung/Ausreizung der möglichen Kapazität.
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