Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Unbalanced Output -> Balanced output


von Harry R. (harryr)



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Hallo zusammen,

ich möchte via OpAmp(s) einen unbalanced Output in einen balanced output 
umwandeln oder anders gesagt unsymmetrisch zu symmetrisch umwandeln.

Ich habe auch eine Referenzschaltung gefunden (siehe Bild 
unbalanced-balanced).

Ich habe nur eine unsymmetrische Versorgungsspannung (9V) zur Verfügung 
und würde daher die Masse durch eine virtuelle Masse "ersetzen".

Intuitiv (ohne auf Bauteilwerte zu achten) wäre meine Lösung in zweiten 
Bild
(unbalanced-balanced-unsym_Power).

Funktioniert das so ?

Viele Grüße
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Harry R. schrieb:
> würde daher die Masse durch eine virtuelle Masse "ersetzen".
Du musst dabei aber beachten, dass sich das Ausgangssignal auch auf 
diese "Masse" bezieht. Interessant ist also ganz besonders, was "vor" 
und "nach" dieser OP-Schaltung kommt und wie die Versorgung dieser 
Baugruppen aussieht.
von Harry R. (harryr)


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Lothar M. schrieb:
> Harry R. schrieb:
>> würde daher die Masse durch eine virtuelle Masse "ersetzen".
> Du musst dabei aber beachten, dass sich das Ausgangssignal auch auf
> diese "Masse" bezieht. Interessant ist also ganz besonders, was "vor"
> und "nach" dieser OP-Schaltung kommt und wie die Versorgung dieser
> Baugruppen aussieht.
Vor der Baugruppe wäre (es folgen Beispiele) eine Gitarre (keine 
Spannungsversorgung), es könnte aber auch eine Kette wie folgende sein :
Gitarre -> Vorverstärker (9V) (unbal. OUT) -> unbal. IN meiner (noch zu 
bauenden) Schaltung -> Bal. OUT .

Das zweite Beispiel ist das wahrscheinlichere. Ich würde den 
Vorverstärker und das bal. OUT (aus der "neuen" Schaltung) in ein 
Gehäuse bauen, sodass es nach außen aussieht wie unbal. IN , bal. OUT. 
Die hätten dann die gleichen 9V als Stromversorgung ...

Ich sehe nur das Problem, dass sich die Eingangsmasse (unbal. IN) und 
die Ausgangsmasse (bal. OUT) niemals wieder "sehen" sollten, also 
nirgendwo eine weitere Verbindung vorhanden ist, aber das hätte ich 
unter Kontrolle.

Ich könnte das ganze natürlich auch mit einer (passiven) DI-Box machen,
aber das bekomme ich nicht in ein Gehäuse (bzw es würde zu groß)

Viele Grüße

PS.: Der Vorverstärker ist nur ein einfaches Beispiel für eine mit Strom 
versorgte Audio-Schaltung ...
von Udo K. (udok)


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Eine etwas bessere Schaltung ist im Bild.

Einfacher und genauer geht es mit DRV135
https://www.ti.com/product/DRV134

Harry R. schrieb:
> Ich habe nur eine unsymmetrische Versorgungsspannung (9V) zur Verfügung
> und würde daher die Masse durch eine virtuelle Masse "ersetzen".

Besser 2 9V Batterien verwenden.  Gitarre kann recht hohe Pegeln 
erreichen.
: Bearbeitet durch User
von Roland D. (roland_d284)


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Moin,

Harry R. schrieb:

> ich möchte via OpAmp(s) einen unbalanced Output in einen balanced output
> umwandeln oder anders gesagt unsymmetrisch zu symmetrisch umwandeln.
>
> Ich habe auch eine Referenzschaltung gefunden (siehe Bild
> unbalanced-balanced).

Wenn Sender und Empfänger getrennte Massen haben, dann geht das IMO in 
der Praxis auch einfacher.

Als '+' reichst du einfach das Signal raus, aber mit einem definierten 
Ausgangswiderstand, z.B. 600Ohm.

Als '-' reichst du einfach deine virtuelle Masse raus, ebenfalls mit 
600Ohm Ausgangswiderstand. Der Trick ist, das das funktioniert, also 
echt funktioniert.

Es geht ja bei balanced darum, dass sich Gleichtaktstörungen nicht auf 
das Signal auswirken. Gleichtaktstörungen wirken sich bei dieser 
Variante auf die '+' und die '-'-Leitung gleich aus, weil beide beim 
Sender und Empfänger den gleichen Widerstand haben. Ergo gleichen sich 
diese Störungen nach Differenzbildung aus. Dass die '-'-Leitung an sich 
gar kein Signal transportiert, spielt keine Rolle, es reicht, dass sie 
die gleichen Störungen mitbekommt, wie die echte Signalleitung.

Empfängerseitig brauchst du dann aber einen 'richtigen' 
Balanced-Eingang.

Gruß Roland
von Harry R. (harryr)


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Udo K. schrieb:
> Eine etwas bessere Schaltung ist im Bild.
Danke :-)
Das funktioniert dann auch mit der virtuellen Masse ?
> Einfacher und genauer geht es mit DRV135
> https://www.ti.com/product/DRV134
Braucht leider sym. Spannungsversorgung :-(
> Harry R. schrieb:
>> Ich habe nur eine unsymmetrische Versorgungsspannung (9V) zur Verfügung
>> und würde daher die Masse durch eine virtuelle Masse "ersetzen".
>
> Besser 2 9V Batterien verwenden.  Gitarre kann recht hohe Pegeln
> erreichen.
Ja, bei den Pegeln schau ich mal, aber notfalls begrenze ich das mit 2 
antiparallelen Dioden vor dem Eingang ...

VG
von Udo K. (udok)


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Harry R. schrieb:
> Ja, bei den Pegeln schau ich mal, aber notfalls begrenze ich das mit 2
> antiparallelen Dioden vor dem Eingang ...

Also ein Effekgerät, sonst besser einen Spannungsteiler.

Harry R. schrieb:
>> https://www.ti.com/product/DRV134
> Braucht leider sym. Spannungsversorgung :-(

Das musst du dem DRV134 ja nicht sagen, kannst ja seinen GND auf deine 
virtuelle Masse legen.  Aber er will 9V.
: Bearbeitet durch User
von J. S. (engineer) Benutzerseite


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Wenn das für Audio sein soll, wäre über einen Übertrager nachzudenken. 
Dann hat sich das auch mit der Massenthematik.
von Udo K. (udok)


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Ein Übertrager ist sicher eine sehr gute Lösung.  Aber wo kann man den 
um vernünftiges Geld heute noch kaufen.

Wenn aber eine Batterie verwendet wird und der Eingang potentialfrei ist 
(Gitarre), dann macht ein symmetrischer Ausgang eigentlich überhaupt 
keinen Sinn.  Rauscht nur mehr.
von Maxim B. (max182)


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Udo K. schrieb:
> Ein Übertrager ist sicher eine sehr gute Lösung.  Aber wo kann man den
> um vernünftiges Geld heute noch kaufen.

Ich habe gute Erfahrungen mit LTR-110 von Monacor, nur 19,5 €.

Übrigens, warum denkt man hier von Quasi-balanced output nicht? 
Qualitativ kaum Unterschied, vielleicht sogar besser, da zweite OV keine 
Phasenverschiebung machen kann.

TEC 2-1222WI o.Ä. kann Problem mit Speisung lösen helfen. Es gibt bei 
Mouser.
: Bearbeitet durch User
von Wolfgang D. (blitz_f)


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Moin,
ein "richtiger" Audio-Balanced Line Driver hat ein hinreichend hohes 
Output-CMRR (Common-Mode-Rejection-Ratio). Ein Ausgangsübertrager wäre 
da ideal, eine elektronische Lösung sind z.B. ICs vom Typ DRV13x 
Audio-Balanced Line Drivers (TX), die gut 60 dB erreichen. vorstehende 
Schaltungen haben 0 dB OCMRR. Näheres dazu siehe Datenblatt DRV13x. Auch 
THAT liefert exzellente Driver..
von Maxim B. (max182)


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Wolfgang D. schrieb:
> Ein Ausgangsübertrager wäre
> da ideal

Große Vorteil von Übertrager:
wenn man in eine symmetrische Out-Buchse einen unsymmetrischen (mono) 
Klinkenstecker steckt, wird Signal einfach verdoppelt.
Mit elektronischen Lösungen ohne Übertrager bleibt Signal gleich und es 
bleibt auch Gefahr, "-" Ausgang durch Kurzschluss zu überlasten.
Auch Bonus von Übertrager: galvanische Trennung.

Vor fast zwei Jahren sollte ich eine elektronische Orgel mit 
unsymmetrischen Ausgängen mit vier aktiven Lautsprechern symmetrisch 
verbinden. Ich habe eine Platine mit vier LTR-110 von Monacor gemacht, 
die in "pro snake Stagebox Housing 9950" paßte (bei Thomann gekauft). 
Dort gibt es 2 Reihen je 4 Plätze für XRL-Stecker. In vier davon habe 
ich XRL-Stecker montiert, in vier anderen Klinkenbuchsen. Gehäuse aus 
Stahlblech macht Abschirmung (die bei LTR-110 fehlt).
Bisher funktioniert das störungsfrei, obwohl symmetrischen Audiokabel 
zusammen mit Stromnetzkabel für Lautsprecher verlegt wurden.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, habe ich vorher LTR-110 mit einem 
Frequenzgeneratur (XDG3082, Total harmonic distortion <0.05 % ) und 14 
bit Oszilloskope (XDS3104AE) untersucht. Dabei interessierte mich vor 
allem Koeffizient der dritten Harmonischen in unterem Frequenzbereich. 
Ergebnisse bei Eingangsamplitude 5V/1,2V, Signalquelle mit 130 Ohm und 
Last 3,3 kOhm:
20 Hz: 3,98%/0,74%
25 Hz: 2,40%/0,50%
32 Hz: 1,05%/0,31%
40 Hz: 0,62%/0,26%
50 Hz: 0,32%/0,17%
63 Hz: 0,26%/0,13%
80 Hz: 0,11%/0,11%
100 Hz: 0,10%/0,08%
125 Hz: 0,09%/0,05%
160 Hz: 0,05%/0,05%
Unter 0,05% könnte ich per FFT keine sicheren Daten bekommen, da 
Frequenzgenerator selbst 0,05% (in Summa) hat. Da Orgelausgänge nur 
selten über 1 Volt Amplitude gehen und normalerweise ~50 bis 100 mV, und 
Frequenzbereich geht nicht unter 32 Hz (und die Lautsprecher laufen laut 
ihren Daten erst ab 33 Hz), hielt ich diese Trafo für geeignet. Auch 
mein Gehör kann nichts dagegen sagen.
von Mark S. (voltwide)


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Die potentialfreie Kopplung des Gitarrensignales birgt imho mindestens 2 
Probleme. Erstens ist deren Ausgangsimpedanz recht hoch so dass eine 
Lastimpedanz von 1MOhm wünschenswert ist. Zweitens ist da das Problem 
der kapazitiven Brummeinstreuung spätens in dem Moment wo der Gitarrist 
die Saiten anfaßt. Das funktioniert nach meiner Erfahrung am besten, 
wenn man die Metallteile der Gitarrem direkt mit GND des folgenden 
Verstärkers verbindet - mit Hilfe eines unbalanced Kabels. Von daher 
sehe ich keinen Sinn an dieser Stelle auf symmetrische Übertragung zu 
setzen.
Sinn macht am ehesten ein Pufferverstärker mit asymm Ein- und Ausgang.
: Bearbeitet durch User
von Maxim B. (max182)


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Als Anregung.

In-Impedanz kann man mit passenden R1,R2 (R4,R5) ändern, hier ist 
Impedanz für Liniensignal optimiert, aber diese Widerstände konnen auch 
in MOhm-Bereich gewählt werden.
Aus diesen symmetrischen Eingängen kann man problemlos unsymmetrische 
machen, indem Ring mit Gnd verbunden wird (z.B. wenn man Mono-Klinke 
einsteckt). Ausgangstrafo macht gleichzeitig mehrere Aufgaben: arbeitet 
statt gewöhnlichen OV Nr.3 in bekannter 
Instrumentalverstärker-Schaltung, symmetriert den Ausgang und dazu 
schafft auch galvanische Trennung.

Als Bonus hat jeder Kanal zwei erdfreien Ausgänge, die als symmetrischen 
arbeiten können: Trafo-Pins 6 und 8 (Klemme als "XRL" bezeichnet) und 
mit -6 dB gegen "XRL" auch von Trafo-Pins 4 und 5 (Klemme als "OUT-A" ).

Will man Eingänge als symmetrischen betreiben, sollten R1,R2 (R4,R5) mit 
0,1% Genauigkeit gewählt werden.

Wenn man den Verstärker mit nur einem Kanal macht oder wenn 
Stereo-Verhältnis nicht so genau gehalten sein sollte, darf man 
natürlich statt SA1 und R12 - R16 auch Loga-Poti nehmen.
: Bearbeitet durch User
von Harry R. (harryr)


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Udo K. schrieb:
> Eine etwas bessere Schaltung ist im Bild.
>
> Einfacher und genauer geht es mit DRV135
> https://www.ti.com/product/DRV134
>
> Harry R. schrieb:
>> Ich habe nur eine unsymmetrische Versorgungsspannung (9V) zur Verfügung
>> und würde daher die Masse durch eine virtuelle Masse "ersetzen".
>
> Besser 2 9V Batterien verwenden.  Gitarre kann recht hohe Pegeln
> erreichen.

So, nachdem ich eine Weile mit anderen Dingen beschäftigt war komme ich 
nun zum Balanced-Output-Projekt zurück. Deine Schaltung würde ich 
implementieren.
Ich frage mich nur, warum C1 und C2 eine so hohe Kapazität haben.

Da würden doch 470nF locker reichen, oder ?

Viele Grüße

PS: Es wird keine Gitarre angeschlossen (obwohl das bei mir naheliegt).
Der Input wird maximal bei +- 2V liegen (Spitzenwerte die wohl auch nie 
erreicht werden)
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Harry R. schrieb:
> Da würden doch 470nF locker reichen, oder ?

Du möchtest halt keinen Hochpass, wenn die Senke niederohmig ist. Aber 
stimmt schon, 10µF würden auch reichen.
von Heinz R. (heijz)


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such doch mal nach DI-Box, war früher Standard, rein passiv, mit 
Übertrager

Wir hatten die Teile zigfach im Vermietpark, quasi als Universaltool 
dabei

Die bekommt man heutzutage sicher quasi nachgeworfen?
von Udo K. (udok)


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Harry R. schrieb:
> Ich frage mich nur, warum C1 und C2 eine so hohe Kapazität haben.
>
> Da würden doch 470nF locker reichen, oder ?

Hängt von den tiefsten Frequenzen ab und dem Eingangswiderstand der 
nachfolgenden Stufe.
Aber mit 10k Eingangswiderstand würden 0.8 µF für eine untere 
Grenzfrequenz von 20 Hz ausreichen.

Die C Werte sind aber 5-10x höher damit Rauschen und Verzerrungen nicht 
verschlechtert werden und weil mehrere Stufen hintereinandergeschaltet 
sein können, und weil die Werte wohl woanders schon verwendet wurden.
von Michael B. (laberkopp)


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Harry R. schrieb:
> Funktioniert das so ?

Ja, aber da Ausgang und Eingang auf 4.5V liegen, braucht es 
Koppelkondensatoren die beim einschalten einen plopp verursachen.

Wenn es um Audio geht, mach die Bandbreite nicht grösser als nötig und 
fuge in den Ausgang noch 600 Ohm ein.


http://www.2pi-online.de/Was_ist_Masse_1.pdf
von Harry R. (harryr)


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Hallo Leute,

es ist sehr heiß und das ist der Konzentration nicht förderlich :-(

Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich diese Schaltung 
implementieren will:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/692771/BalOut.jpg

Leider kommen jetzt noch ein paar Dinge dazu, die die Sache - sagen wir 
- komplizieren. Die Spannungsversorgung der Schaltung kommt aus einer 
Batterie - 9V-Block, das reicht vollkommen aus, da der Output des 
unbalanced Eingangs garantiert nur bis ~ 2V geht.

Jetzt kommt die "Verkomplizierung" :

Ich werde natürlich eine virtuelle Masse (siehe mein 1. Posting) 
verwenden müssen (da nur 1x 9V).  Kein Problem, das ist ja keine 
Raketentechnik. Problematisch ist, dass die Input-Schaltung ebenfalls 
genau diese 9V ebenfalls als Spannungsversorgung verwenden wird. Ich 
vermute (weiß es aber nicht), dass die Masse dieses Input-Geräts 
"sozusagen" der Minus-Pol der 9V-Batterie ist.

Wenn ich nun das Signal dieses unbalanced-Geräts als Input der 
Balanced-Schaltung verwende kommt es zu der Situation, dass die 
unbalanced-Masse (=0V) auf die Balanced-Masse trifft und die beträgt 
(wg. virtueller Masse) 4.5 V.

Das passt natürlich nicht. Intuitiv würde ich vor den Eingang der 
Balanced-Schaltung einfach einen Kondensator setze , dann sollten die 
Massen sich eigentlich miteinander vertragen !? Es ist heiß, habe ich da 
recht ? Ich bin für alle Vorschläge offen. (Außer die DI-Box, die 
bekomme ich mechanisch einfach nicht ins vorgesehene Gehäuse rein :-( )

VG Harry
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Harry R. schrieb:
> Außer die DI-Box, die
> bekomme ich mechanisch einfach nicht ins vorgesehene Gehäuse rein :-(
Aus der DI Box brauchst du nur den Trafo, wenn du nicht alles gleich ins 
Gehäuse der Box bauen willst. Da sind nämlich schon Klinkenbuchsen und 
ein XLR Male drin.

Harry R. schrieb:
> Ich
> vermute (weiß es aber nicht), dass die Masse dieses Input-Geräts
> "sozusagen" der Minus-Pol der 9V-Batterie ist.

Das solltest du zuerst mal checken. Das geht schon mit einem Koppelelko, 
ist aber evtl. überflüssig.
von Harry R. (harryr)


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Michael B. schrieb:
> Harry R. schrieb:
>> Funktioniert das so ?
>
> Ja, aber da Ausgang und Eingang auf 4.5V liegen, braucht es
> Koppelkondensatoren die beim einschalten einen plopp verursachen.
>
> Wenn es um Audio geht, mach die Bandbreite nicht grösser als nötig und
> fuge in den Ausgang noch 600 Ohm ein.
>
>
> http://www.2pi-online.de/Was_ist_Masse_1.pdf

Statt dem 68R (R2,R6) ?
von Thomas R. (thomasr)


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Du kennst die Seite von Elliot?

z.B. dieser Vorschlag: https://sound-au.com/project87.htm
von Udo K. (udok)


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Harry R. schrieb:
>> Wenn es um Audio geht, mach die Bandbreite nicht grösser als nötig und
>> fuge in den Ausgang noch 600 Ohm ein.
>>
>>
>> http://www.2pi-online.de/Was_ist_Masse_1.pdf
>
> Statt dem 68R (R2,R6) ?

600 Ohm würde ich da nicht nehmen, da das kapazitive Übersprechen auf 
der Leitung durch den höheren Ausgangswiderstand 9x grösser wird.
Gute Audio-Opamps sind mit 68-100 Ohm am Ausgang zufrieden.
Wegen ESD könnte man noch eine Schutzdiode vorsehen.
von Lothar (Firma: HZB) (analog_art)


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Ich stimme Udo zu.
Mit 100 Ohm habe ich gute Erfahrungen gemacht.

Ab 300 Ohm geht die Kabelkapazität ein.

Und umso hochohmiger, umso höher die Störeinstrahlempfindlichkeit.

Ich habe einige CD-Player im Ausgangswiderstand von 300...600 Ohm auf 
100 Ohm reduziert - anschließend geht die Sonne auf! Da macht das Hören 
plötzlich wieder Freude.
von Harry R. (harryr)


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Thomas R. schrieb:
> Du kennst die Seite von Elliot?
>
> z.B. dieser Vorschlag: https://sound-au.com/project87.htm
Jetzt schon :-)
von Harry R. (harryr)


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Lothar schrieb:
> Ich stimme Udo zu.
> Mit 100 Ohm habe ich gute Erfahrungen gemacht.
>
> Ab 300 Ohm geht die Kabelkapazität ein.
>
> Und umso hochohmiger, umso höher die Störeinstrahlempfindlichkeit.
>
> Ich habe einige CD-Player im Ausgangswiderstand von 300...600 Ohm auf
> 100 Ohm reduziert - anschließend geht die Sonne auf! Da macht das Hören
> plötzlich wieder Freude.

Ich würde die Bandbreite gerne auf eine Frequenz von 10KHz begrenzen,
habt ihr praktikable Vorschläge ?
von Lothar (Firma: HZB) (analog_art)


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Okay, anscheinend hast Du gar keine Ahnung. Aber Du versuchst es durch 
flotte Sprüche zu verbergen: "praktikable Lösungen" Grins, ganz schön 
frech, um das eigene Unwissen zu kaschieren.

Ich habe einen zusätzlichen Kondensator von 1,5 nF eingezeichnet. Der 
mach die 10 kHz. (Perfekt wären 1,59 nF, aber dann hast Du eben 11 kHz 
oder sowas...)

Dann zweite Stufe niederohmiger und damit schneller und rauschärmer 
gemacht.
Dann parallele C zu den Widerständen am +Eingang gesetzt - Sinn weniger 
Rauschen. Damit wird das Widerstandsrauschen der 5k1 und 1k 
kurzgeschlossen.

Wenn die Steiheit des Höhenabfalls größer als 6 dB je Oktave sein soll, 
kann man zusätzlich die 10 k vorn, in 910 Ohm und 9k1 aufteilen und dann 
zwischen beiden wieder einen C nach Masse schalten. Dann muss der 1n5 
kleiner werden, am besten mit LTSpice simulieren!
von Harry R. (harryr)


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Lothar schrieb:
> Okay, anscheinend hast Du gar keine Ahnung. Aber Du versuchst es durch
> flotte Sprüche zu verbergen: "praktikable Lösungen" Grins, ganz schön
> frech, um das eigene Unwissen zu kaschieren.
Unwissenheit finde ich ein wenig übertrieben :-)
Aber ich bin tatsächlich kein Experte....
> Ich habe einen zusätzlichen Kondensator von 1,5 nF eingezeichnet. Der
> mach die 10 kHz. (Perfekt wären 1,59 nF, aber dann hast Du eben 11 kHz
> oder sowas...)
Ob 10 oder 11KHz das spielt keine Große Rolle für mich, ich möchte nur,
dass die Banndbreite höhenbegrenzt wird, da das Ausgangssignal da 
sowieso nie hinkommt, das geht bis 2KHz (+ natürlich Obertöne)

> Dann zweite Stufe niederohmiger und damit schneller und rauschärmer
> gemacht.
> Dann parallele C zu den Widerständen am +Eingang gesetzt - Sinn weniger
> Rauschen. Damit wird das Widerstandsrauschen der 5k1 und 1k
> kurzgeschlossen.
Okay, perfekt.
> Wenn die Steiheit des Höhenabfalls größer als 6 dB je Oktave sein soll,
> kann man zusätzlich die 10 k vorn, in 910 Ohm und 9k1 aufteilen und dann
> zwischen beiden wieder einen C nach Masse schalten. Dann muss der 1n5
> kleiner werden, am besten mit LTSpice simulieren!
Wenn du den LTSpice-File hier reinstellst habe ich es bei der Hitze 
einfacher :-)

Danke und Grüßé
von Lothar (Firma: HZB) (analog_art)


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Welcher Eingangswiderstand ist für deine Zwecke überhaupt optimal?
Sind es die 10 kOhm die es bisher sind oder wäre etwas mehr oder weniger 
besser?
von Harry R. (harryr)


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Lothar schrieb:
> Welcher Eingangswiderstand ist für deine Zwecke überhaupt optimal?
> Sind es die 10 kOhm die es bisher sind oder wäre etwas mehr oder weniger
> besser?

10k sind vollkommen ausreichend :-)
von Lothar (Firma: HZB) (analog_art)


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Bitteschön: 3 x 6 dB Filtersteilheit = 18 dB je Oktave.

Obere Grenzfrequenz ca. 10 kHz.

Spannungsverstärkung zirka 1.

Wenn Du mehr Spnnungsverstärkung willst, musst Du R2 größer machen. Um 
zum Beispiel auf 10 zu kommen, auf 100k. Dann muss C1 aber um zirka den 
gleichen Faktor kleiner werden, also dann 0,1 nF = 100 pF.
: Bearbeitet durch User
von Harry R. (harryr)


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Lothar schrieb:
> Bitteschön: 3 x 6 dB Filtersteilheit = 18 dB je Oktave.
>
> Obere Grenzfrequenz ca. 10 kHz.
>
> Spannungsverstärkung zirka 1.
>
> Wenn Du mehr Spnnungsverstärkung willst, musst Du R2 größer machen. Um
> zum Beispiel auf 10 zu kommen, auf 100k. Dann muss C1 aber um zirka den
> gleichen Faktor kleiner werden, also dann 0,1 nF = 100 pF.
Super und Danke :-)

Wenn es etwas kühler wird werde ich das mal genauer anschauen,
heute ist es einfach (mal wieder) zu heiß um sich an den Rechner zu 
setzen
von Harry R. (harryr)


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Lothar schrieb:
> Bitteschön: 3 x 6 dB Filtersteilheit = 18 dB je Oktave.
>
> Obere Grenzfrequenz ca. 10 kHz.
>
> Spannungsverstärkung zirka 1.
>
> Wenn Du mehr Spnnungsverstärkung willst, musst Du R2 größer machen. Um
> zum Beispiel auf 10 zu kommen, auf 100k. Dann muss C1 aber um zirka den
> gleichen Faktor kleiner werden, also dann 0,1 nF = 100 pF.

Perfekt :o)

Ich habe die Schaltung noch etwas für die unsym. Spannungsversorgung 
modifiziert (siehe Anfangspost).

Genau das was ich gesucht habe (jedenfalls in der LTSpice-Simulation).

Danke und Grüße
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