Hallo, als fleißiger Passiv-Nutzer dieses Forums, bin ich immer wieder erstaunt, wie toll das "Internet" sein kann, wenn man es so nutzt wie es hier getan wird. (Musste ich mal loswerden, bei dem Wahnsinn zur Zeit) Nun zu meinem Projekt/Problem, mit der Bitte um Vorschläge: Ich versuche mich in dem Design einer Schaltung zur Übertragung von Messwerten an einen Computer (PC+Mac). Aus diesem Grund habe ich ich mich für den MCP2221A entschieden, da dieser keine weiteren Treiber benötigt, um vom Computer erkannt zu werden. Das hatte ich bereits mit dem Breakout-Board von Adafruit probiert. Aus diesem Grund bitte keine Alternativen vorschlagen (es sei denn, es gibt eine Alternative, die auch mit den nativen Treibern von PC+Mac erkannt und angesprochen werden kann). Nun habe ich mich über die Datenblätter von Microchip etc. hergemacht und ein PCB designed. Der USB-UART-Teil ist nur der eine Teil des gesamten PCBs, dass ich hier aber nicht besprechen wollte, da ich den Teil noch gar nicht bestückt habe und dieser somit nicht die Ursache für mein Problem sein kann. Den Isolator (U3) habe ich auch noch nicht bestückt. Ich dachte, ich hätte an alles gedacht ;) Jedoch gibt es Probleme beim Erkennen des Gerätes seitens Windows (Mac hatte ich noch nicht probiert). Die Meldung im Gerätemanager (Rubrik USB-Controller) lautet: "Fehler beim Anfordern einer Gerätebeschreibung." Da der Chip definitiv ohne zusätzlichen Treiber auskommt, wollte ich nun nicht softwareseitig rumdoktern, sondern suche den Fehler auf der Hardwareseite. Messtechnisch sind Versorgungen (5V, 3,3V und GND) vorhanden. Strom liegt bei ca 130uA. Also auch kein Schluss. Mein Fokus liegt auf der Fehlerbehebung. Sollten aber Profi-Vorschläge kommen, die eher das Routing und evtl. fehlende Bauteile (stützkondensatoren, ESD, etc.) betreffen, bin ich auch dankbar. Ich habe etliche Schematics (Microchip, Adafruit,...) und Forenbeiträge durchgearbeitet. Leider finde ich keinen Anhaltspunkt mehr, an den ich noch etwas machen könnte. Ich hoffe, dass es nur ein "dummer" Fehler ist. Danke im Voraus.
Eduard ". schrieb: > stützkondensatoren, ESD, etc. Das fehlt tatsächlich alles, wie du offenbar selbst schon erkannt hast... Schau dir mal folgenden Thread an, da gibt's gegen Ende ein funktionierendes Board mit demselben USB-UART-IC, allerdings bus-powered. Beitrag "Entwurf USB-UART-Converter, KiCad, bitte um Review"
Erste Grundregel: jedes VCC-GND-Pärchen ist zumindest mit einem keramischen 100nF-Kondensator mit möglichst kleiner Bauform (0603 oder kleiner) zu versehen, der dichtmöglichst an den entsprechenden Pins liegt. Jeder mm Leiterbahn zählt hier. In diesem Fall also einmal quer zwischen Pin 1 und 14. Idealerweise fließt der Strom erst am Kondensator vorbei und erreicht dann erst den Bausteinpin. Das gilt für den digitalen Isolator doppelt. Stromführende Leiterbahnen möglichst breit machen - das senkt die Induktivität. Prüfe, ob die Drehung von RX und TX zwischen Isolator und MCP richtig ist: TX auf RX und umgekehrt. Dann: Den Schirm nicht einfach auf GND legen. Da soll kein Strom drüber fließen, nur Ladungen abfließen. Gerne genommen werden 100nF||100k zwischen Shield und GND oder irgendwas in dieser Größenordnung. Grobe Fehler habe ich ansonsten nicht gesehen. fchk
C2 und C3 bringen in deinem Layout übrigens wenig bis gar nichts. Die gehören direkt an den Regler, und an GND setzt man immer möglichst mehrere Vias (so viel wie der Platz es erlaubt), um die Impedanz der Masse-"Rückleitung" möglichst gering zu bekommen.
Eduard ". schrieb: > es sei denn, es gibt eine Alternative, die > auch mit den nativen Treibern von PC+Mac erkannt und angesprochen werden > kann Der CH340N von WCH braucht ebenso unter Windows und Linux keine Treiberinstallation und kostet sehr viel weniger. Wie der mit Mac funktioniert, weiß ich nicht. https://www.lcsc.com/product-detail/C2977777.html
Johannes F. schrieb: > Der CH340N von WCH braucht ... > unter Windows... keine Treiberinstallation Ist das eine Besonderheit von der N Version? Ich frage, weil ich gewohnt bin, daß CH340 eine Treiberinstallation erfordern. Manchmal hat Windows den Treiber automatisch herunter geladen, aber nicht immer.
Hans W. schrieb: > Ist das eine Besonderheit von der N Version? Nicht, dass ich wüsste. Habe zwar bisher nur CH340N verwendet, bei denen werden aber überhaupt keine extra Treiber benötigt, auch nicht automatisch heruntergeladen. Es wird irgendein Standard-Treiber verwendet. Auch bei Linux. Wie beim MCP2221(A). Deshalb verwende ich auch nur die beiden, CP2102 und FT232 kommen für mich nicht infrage, weil ich keinen Bock habe, mich mit irgendwelchen potentiell fehlerhaften Treibern herumzuärgern. Nachtrag: Microchip schreibt im DS des MCP2221A: "Implements USB Protocol Composite Device: Communication Device Class (CDC) for USB-to-UART conversion" Genauso macht es der CH340 auch. Man hält sich einfach an den USB-Standard. Ich habe deshalb noch nie verstanden, warum die Silabs und FTDI Teile so populär sind.
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