Ich komme frisch aus einer Htl (Österreich) und suche jetzt einen Berufseinstieg. Über Vermittler/Leihfirmen hab ich bis jetzt eher schlechtes gehört, aber ich informier mich mal dennoch. Die Stellenausschreibung fand ich ganz ansprechend, vor allem weil Berufseinsteiger willkommen sind (was man selten bei einer Stellenausschreibung findet) und man am Anfang eine kleine spezifische Ausbildung bekommt. Was mich aber ein wenig skeptisch macht ist eben, dass es eine Leihfirma ist und auch das Gehalt, das angegeben wird. Normalerweise wird eher das KV mindestgrundgehalt angegeben, aber hier sieht es danach aus, als wäre es eher das "Zielgehalt“ nach mehreren Jahren Erfahrung. Firma darf ich wahrscheinlich nicht sagen, aber paar keywords SPS Programmierer in Wien und 67,5k gehalt. Welche Fragen wären wichtig zu stellen bei einem Bewerbungsgespräch eurer Meinung nach?
Beitrag #8029458 wurde von einem Moderator gelöscht.
Schau dir an, ob du die Ausbildung bezahlen musst, wenn du kündigst. Ist keine Frage für das Bewerbungsgespräch, aber solltest du trotzdem beachten. Hatte mal eine Schaßfirma, die einen mit einer zwei Wochen Schulung um 3k€ in der Probezeit über den Tisch zu ziehen. Stell dir den Wecker auf zwei Jahre und schau dann dass du da weg kommst. Leihfirmen sind Durchlauferhitzer. Lernen, Kontakte knüpfen und dann weg. Viel Erfolg.
Aleks schrieb: > Ich komme frisch aus einer Htl (Österreich) und suche jetzt einen > Berufseinstieg. Über Vermittler/Leihfirmen hab ich bis jetzt eher > schlechtes gehört, aber ich informier mich mal dennoch. Was ist schlecht daran einen Absolventen doch noch in das Berufsleben einzuschleussen ?! Wenn halt jede andere Möglichkeit des Erwerbs relevanter Berufserfahrung verpasst wurde ? Und Vermittler aka "Talentscout" ist nicht gleich Zeitarbeit. > "Was mich aber ein wenig skeptisch macht ist eben, dass es eine Leihfirma > ist und auch das Gehalt, das angegeben wird." > SPS Programmierer in Wien und 67,5k gehalt. In Österreich muss seit Jahren ein Gehalt in der Offerte mit angegeben werden und die Mieten in Wien sind nicht dieselben wie in München/Frankfurt. Wien ist eine Arbeiterstadt.
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Bradward B. schrieb: > ein Gehalt in der Offerte mit angegeben werden Eine Spanne und die ist dann so breit dass sie wieder nutzlos ist.
Aleks schrieb: > Welche Fragen wären wichtig zu stellen bei einem Bewerbungsgespräch > eurer Meinung nach? Dann stell doch die Stellenbeschreibung mal hier ein, alles andere ist doch Stochern im Nebel, oder auf was willst du dich bewerben? Wenn da aber schon große Widersprüche drin sind, vorher mal nachfragen ist dir wohl zu riskant? Verleiher wissen doch auch nicht so recht was deren AG wirklich suchen, die gehen nur nach Schlagwörtern, kopieren was und warten dann dass sich wer bewirbt, dann dackeln die mit dem für sie passenden Typen zum AG und der macht eigentlich das Testgespräch. Da kannst du dann immer noch aus allen Wolken fallen, dafür ist ja die Stellenbeschreibung da, nur willst du sie ja nicht hier preisgeben? SPS-Programmierer an einer Lehreinrichtung oder in einem produktiven Betrieb, oder zum ständigen Wechsel von einem AG zum anderen des AG deines Verleihers? Ein Praktikum hast du wohl auch noch nicht so gemacht? Auf welcher Techhnik eigentlich, Siemens oder was anderes?
Aleks schrieb: > Ich komme frisch aus einer Htl (Österreich) und suche jetzt einen > Berufseinstieg. So geht es allen Leuten egal ob Ausbildung oder Abschluss. > Welche Fragen wären wichtig zu stellen bei einem Bewerbungsgespräch > eurer Meinung nach? Du meinst dass die dich einladen zu einem Vorstellungsgespräch, davor kommt aber eine Bewerbung deinerseits, und erst daraus wird eventuell eine Einladung. Aus der Stellenbeschreibung sollte man schon lesen können ob man das auch kann, oder was es eigentlich ist oder um was es geht, wenn du das nicht kannst brauchst du dich gar nicht zu bewerben. Auf LariFaristellen reagieren auch bloß die 0185-Bewerber mit einer Erfolgsquote von 5 - 10%. Man bewirbt sich auf was Eindeutiges oder Klares oder man fragt noch mal nach, oder man sucht sich den AG der dazu passt und fragt den an, der Einstieg wird aber wohl eh nur über den VerLeiher gehen. Sowas lernt man nicht an der HTL? Wenn die Vergütung schon recht hoch angesetzt ist wirst du wohl nicht dazu passen. Wie ein Verleiher arbeitet sollte ja wohl klar sein, der macht keine Ausbildung oder Praktikum für dich, der will fertige Profis haben die den Job machen ohne anzulernen, nur wird da das Gehalt auch etwas zu wenig sein, abhängig vom Anspruch. Dass in den Stellen immer wieder drin steht, sie geben Neulingen und Quereinsteigern auch eine Chance ,ist einfach nur ein Lockmittel, entscheiden tut der Ausleiher, denn der weiß eigentlich was er will und was er bereit ist zu zahlen. Willkomen im richtigen und Arbeitsleben, Schule & Ausbildung war Ponyhof.
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Aleks schrieb: > Normalerweise wird eher das KV mindestgrundgehalt angegeben, aber hier > sieht es danach aus, als wäre es eher das "Zielgehalt“ nach mehreren > Jahren Erfahrung. Dann solltest du mal genau **das** ganz Offensichtliche fragen, was dir da so unklar ist: wieveiel bekomme ich da wann? > Welche Fragen wären wichtig zu stellen bei einem Bewerbungsgespräch > eurer Meinung nach? Ich würde fragen, wie so die Alterstruktur in dem Unternehmen aussieht. Und: wichtig wäre es, die Fragen so zu stellen, dass ein sinnvoller Satzaufbau mit erkennbarem Subjekt und Objekt entsteht. > und man am Anfang eine kleine spezifische Ausbildung bekommt. Du stellst dir das doch arg romantisch vor. "Ausbildung" wie von der Schule bekannt war gestern. Heute ist Arbeiten für Geld angesagt. Diese "Ausbildung" dient nicht dazu, dir großartig was beizubringen, sondern sie dient dazu, die Spreu vom Weizen zu trennen. Und anders als vorher in der Schule gibt es dann bei ungünstigem Ausbildungsverlauf keine schlechten Noten, sondern eine Kündigung. Aber auch zu dieser "Ausbildung" kannst du einfach mal genauer nachfragen.
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Lothar M. schrieb: >> und man am Anfang eine kleine spezifische Ausbildung bekommt. > Du stellst dir das doch arg romantisch vor. "Ausbildung" wie von der > Schule bekannt war gestern. Heute ist Arbeiten für Geld angesagt. > Aber auch zu dieser "Ausbildung" kannst du einfach mal genauer > nachfragen. Was der TO damit meinen könnte, heisst wohl in .de Anlernen, Mentoring oder "On-boarding". Manche Firmen haben dazu konkrete "prozesse", Hier das 'wording' "Ausbildung" oder "Schulung" verwenden ist eher kontraproduktiv. Schule ist zu Ende, jetzt heisst es eigenständig und eigenverantwortlich Probleme lösen.
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Das Ergebnis der Stichworte: https://www.karriere.at/jobs/7731179 Über den Job Vollzeit ab 67.500 € jährlich Berufserfahrung Homeoffice möglich Wien, Linz, Graz
Leihfirmen sind eine Form der Bequemlichkeit - und Bequemlichkeit kann zerstören, das sollte man oder könnte man zumindest im Hinterkopf behalten. Man kann sich auch wundern, wie die Schulen auf den Facharbeiter-Mangel reagieren. Die tragen ja letztlich auch dazu bei, Verteilerprobleme zu erzeugen. In meiner Jugendzeit gab es von der Schule aus eine recht gute Verbindung zu Szenarien in der Praxis. Auch die Uni hatte sich nicht nehmen lassen, etliche Praxisszenarien (und die Leute da) vorzustellen. Hinsichtlich der Vielfalt, die draußen wartet, ist eigentlich auch das Arbeitsamt bei uns (in D) überfordert.
Thomas H. schrieb: > ab 67.500 € jährlich > Berufserfahrung > Homeoffice möglich > Wien, Linz, Graz Klingt jetzt nicht nach Leihfirma, eher nach ner Anlagenfirma, die in Ö verstreut ihren Krempel zu stehen hat. So 'ne Maschineneinrichtung fesselt halt nicht über Jahre wie bspw. 'ne komplette Elektronikentwicklung von Requirementliste bis Life cycle managment.. Für nen qualifizierten Mechatroniker m.E. passend, man kommt im Land rum, sieht was es so für Firmen gibt und hat auch reichlich Taschengeld. Als Diplom-Ingenieur oder Master-Informatiker wärste eher "überqualifiziert" (Großkopferter).
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Ein Freund von mir arbeitet auch als SPS-Programmierer. Meinte sogar, er könnte sich eigentlich den Arbeitsort aussuchen, weil er eben auch so gut ist. Aber tierisch aufregen konnte er sich regelmäßig über die BWL-Leitung..
Aleks schrieb: > Welche Fragen wären wichtig zu stellen bei einem Bewerbungsgespräch > eurer Meinung nach? Für wie lange wird die Anstellung geplant sein? Nur Urlaubsvertretung? Gibt es danach einen Anschluß an eine weitere Anstellung? Aleks schrieb: > aber paar keywords SPS Programmierer in Wien > und 67,5k gehalt. Wahrscheinlich Brutto. Also wenn das stimmt, sofort dort anfangen. Glaube ich aber nicht. Zeitarbeit ist eine Seuche der modernen Arbeitswelt. mfg
Christian S. schrieb: > Zeitarbeit ist eine Seuche der modernen Arbeitswelt. Frag mal GenZ, für die ist Arbeit an sich "die Seuche", die haben Angst durch Arbeit krank zu werden ... https://www.welt.de/vermischtes/article250446710/Markus-Lanz-Chefin-der-Gruenen-Jugend-Wir-wollen-nicht-krank-werden-durch-Arbeit.html Und deshalb wäre auch die 4-Tage-Woche zuviel ... [Mod: du weißt, wie man richtig zitiert, im Beitrag "Re: [V] Bei Kleinanzeigen gefunden: Oszilloskop Hameg 312 für 20 EUR" hast du es bewiesen]
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Bradward B. schrieb: > Frag mal GenZ, für die ist Arbeit an sich "die Seuche", die haben Angst > durch Arbeit krank zu werden ... achwat, das ist nigs neues, das gabs vor 45 Jahren auch schon. Die sassen immer vor gewissen Discountern.
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