Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Boost Converter mit 1kV Ausgangsspannung


von David (ds2000)


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Ich möchte gerne aus 24VDC mit einem Boost Konverter 1000V @ 10mA 
(Einstellbar durch 0-5V Steuereingang) Ausgangsspannung machen. 
Ausgangsripple soll 10mV nicht übersteigen und kann bei Bedarf auch 
durch Filtern erreicht werden.

Ich habe bereits die AN118 gelesen und dachte man kann es ohne 
Transformator machen. Meine Idee ist ein Boost Controller mit 
Komparatoreingang zu nehmen und dahinter eine Cokroft-Walton Kaskade zu 
setzen.

Meine Frage wäre nun ob das eine gute Design Idee ist und was ein 
geeigneter Boost Controller dafür wäre. Am besten etwas wo es eine 
LTSpice Library gibt.

Gibt noch andere Literatur zu dem Thema oder Application Notes?

von Christoph K. (christoph_k314)


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Ich mache es mit einem
Royer und einem CCFL trafo. Der royer wird über einen Transistor im 
massezweig und Feedback von der sekundärseite geregelt. Ist für einen 
Photomultiplier und hat nur 100uV 0.01…120kHz

von Lu (oszi45)


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David schrieb:
> Komparatoreingang zu nehmen und dahinter eine Cokroft-Walton Kaskade

https://de.wikipedia.org/wiki/Hochspannungskaskade
1. Aus 24V eine mühsame Geschichte. Nicht umsonst hatte jeder Röhren-TV 
einen Zeilentrafo um schneller auf die hohe Spannung zu kommen.
2. Von Null bis 1000 V regeln?

von Falk B. (falk)


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David schrieb:
> Ich möchte gerne aus 24VDC mit einem Boost Konverter 1000V @ 10mA
> (Einstellbar durch 0-5V Steuereingang) Ausgangsspannung machen.
> Ausgangsripple soll 10mV nicht übersteigen und kann bei Bedarf auch
> durch Filtern erreicht werden.

Na dann mal viel Erfolg! Das sind schon SEHR hohe Anforderungen! 
1/10.000 Rauschpegel!

> Ich habe bereits die AN118 gelesen und dachte man kann es ohne

Damit hast du doch eines der wirklich guten Dokumente zum Thema 
gefunden. Es besser zu machen als was dort gezeigt wird, wird SEHR 
sportlich!
Der Autor Jim Williams war einer der ganz Großen!

> Transformator machen.

Kann man, aber ob das sinnvoll ist?

von Michael B. (laberkopp)


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David schrieb:
> ob das eine gute Design Idee ist

Nein.

1000V mit 10mV Ripple, also 1000.01V, ist auch unrealistisch.

0-1000V durch eine 0-5V Steuerspannung ist ebenfalls unrealistisch.

Du kommst nicht auf 0V, ausser durch eine extra Stromsenke ins negative.

> Cokroft-Walton Kaskade

Die erfordert eine push-pull Quelle also einen Flusswandler,
ein Boost/Flyback ist aber ein Sperrwandler.

Klappt also gar nicht.

von H. H. (hhinz)


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Falk B. schrieb:
>> Ich habe bereits die AN118 gelesen und dachte man kann es ohne
>
> Damit hast du doch eines der wirklich guten Dokumente zum Thema
> gefunden.

Insbesondere Seite 48!

von David (ds2000)


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Dann lassen wir das Thema Ripple mal weg und ich gebe mich mit dem 
zufrieden was eben laut dieser Application Note geht. Die Steuerspannung 
kann auch 0-10V sein das wäre kein Problem.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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1000V/10mA sind 10W. Das bekommt man locker mit einem Sperrwandler hin, 
damit sind 1000V aus 24V schon mal kein Problem.

Bei dem geringen Ausgangsstrom könnte man auch über eine lineare 
Regelung oder Nachregelung nachdenken, die die Genauigkeit der 
Ausgangsspannung und einen geringen Ripple schafft.

Wie schnell muss ein Sprung der Ausgangsspannung von sagen wir 10V auf 
1000V bewältigt werden? Ist der Wirkungsgrad von Relevanz oder könnte 
man damit leben, wenn die 10W bei geringer Ausgangsspannung fast 
komplett in einem Linearregler verheizt werden?

: Bearbeitet durch User
von Axel R. (axlr)


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von Dieter S. (ds1)


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Vom PM28B von EMI (Netzteil für Photomultiplier) von ca. 1980 findet man 
den Schaltplan.

Die Daten gehen in die gewünschte Richtung: 100 V bis 2800 V bei 5 mA, 2 
mV Ripple, Auflösung 150 mV. Allerdings werden Transformatoren 
verwendet.

von David (ds2000)


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Ben B. schrieb:
> Bei dem geringen Ausgangsstrom könnte man auch über eine lineare
> Regelung oder Nachregelung nachdenken, die die Genauigkeit der
> Ausgangsspannung und einen geringen Ripple schafft.

Welcher Linearregler schafft solche Spannungen? Also doch nur Diskret 
und dann braucht man einen Transistor, der Vds oder Vec 1kV kann bei 10W 
das ist nicht wenig aber generell könnte ich damit leben.

Ben B. schrieb:
> Wie schnell muss ein Sprung der Ausgangsspannung von sagen wir 10V auf
> 1000V bewältigt werden?

Gar nicht schnell. Sagen wir eine Sekunde ist das Limit.

von Falk B. (falk)


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David schrieb:
> Welcher Linearregler schafft solche Spannungen? Also doch nur Diskret

Korrekt.

> und dann braucht man einen Transistor, der Vds oder Vec 1kV kann bei 10W

Man kann mehrere kaskadieren.

Beitrag "1500V Linearverstärker"

>> Wie schnell muss ein Sprung der Ausgangsspannung von sagen wir 10V auf
>> 1000V bewältigt werden?
>
> Gar nicht schnell. Sagen wir eine Sekunde ist das Limit.

Zeitlupe.

Aber 0-1000V wird schwierig. 10-1000V is da deutlich einfacher. Oder man 
muss tricksen und die Masse vom Netzteil entsprechend tiefer legen. Ist 
aber alles in der dir bekannten application note zu finden.

von David (ds2000)


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Falk B. schrieb:
> Aber 0-1000V wird schwierig. 10-1000V is da deutlich einfacher.

Damit kann ich leben.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Na sorry, aber 1000V/10mA/10W jage ich durch einen einzigen HV-MOSFET 
durch, davon gibts heute jede Menge. Irgendwas kaskadieren braucht man 
da nicht mehr.

Und ja, das wird eine diskrete Schaltung, lässt sich aber mit einem 
einfachen OPV bewerkstelligen. Wenn man es hochgenau haben möchte oder 
die schon angesprochenen 0..1kV wirklich ausreizen möchte, dann wird es 
noch ein klein wenig umfangreicher, aber angesichts der geringen 
Leistung und geringer Schaltgeschwindigkeiten bleibt der Aufwand 
wirklich überschaubar.

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