Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Drehstrommotor 380V im Dreieck betreiben?


von Karl K. (arbuckle)


Lesenswert?

Hallo
Es geht um den Unterschied zwischen einem 220\380V und einem 380V Motor.
(bzw. 230\400V und nur 400V)
Bzw. einem Y\D Typ und einem reinen Y Typ. (?)

Ich habe die Suchfunktion verwendet und einige Beiträge zu dem Thema 
gefunden aber leider geht da entweder immer wieder einiges durcheinander 
oder ich verstehe es einfach nicht.

Ich möchte einen Drehstrommotor an einem Frequenzumrichter mit 
einphasigem Eingang betreiben. Das Problem ist das ich den Motor dafür 
in Dreieckschaltung anschließen müsste , dazu gibt es aber keine Daten 
für den Motor.
Auf dem Typenschild ist nicht 220\380V angegeben sondern nur 380V und 
auch nur der Strom für den Betrieb bei 380V in Sternschaltung , es gibt 
keine Angabe für die Stromaufnahme bei 220V.
Tatsächlich ist auch nur das Y für Sternschaltung auf dem Typenschild 
vermerkt und auf dem (standart) Klemmbrett sind nur zwei Brücken anstatt 
drei.

Meine Frage ist jetzt : kann das wirklich sein das die so 
ausgezeichneten Motoren tatsächlich NUR für 380V Sternschaltung gemacht 
sind und dabei nicht nur der Betrieb bei 380V in Dreieckschaltung 
ausgeschlossen ist sondern tatsächlich auch der Betrieb bei 220V in 
Dreieckschaltung aussgeschlossen ist?
Oder ist nur ersteres (380\690) absolut ausgeschlossen und von einem 
Betrieb bei 220V wird überhaupt nicht ausgegangen\erwartet?

Konkret geht es um einen 1,5KW Motor der bei 380V in Sternschaltung 3,7A 
nimmt. In einigen Beiträgen wird in dem Zusammenhang irgendetwas von 
Verkettungsspannung geredet was ich nicht verstehe. Was ich allerdings 
verstehe ist das der Motor bei geringerer Spannung in der 
Dreieckschaltung vielmehr Strom zieht . Um auf 1500W zu kommen müsste er 
bei 220V nicht 3,7A sondern mehr als 6A ziehen. Ist das ein Problem ? 
Kann es sein das die Wicklungen des Motors tatsächlich keine 6A ab 
können? oder was hat es mit dem Thema auf sich?

Ich vermute das ich nicht der einzige bin der auf das Problem stößt denn 
tatsächlich sind viele moderne Motoren laut Typenschild nur für den Y 
Betrieb bei 400V gekennzeichnet. Ältere Motoren zumindest bis zu einer 
Leistung von 1,1KW aber fast immer mit Y\D auf dem Typenschild.

Liegt darin vielleicht das Problem das die Hersteller der Motoren den 
selben Drahtdurchmesser und Isolierung für die Wicklungen der z.B. 750W 
,1100W und 1500W Motoren verwenden , dieser Durchmesser aber nur z.B. 
Strom bis 5A verträgt und somit die 750\1100W Geräte noch bei 220V im 
Dreieck betrieben werden können aber bei dem 1500W Gerät der Strom im 
Dreieck dann zu hoch für die Wicklung wird?
Oder ist das vollkommener Unsinn?

Zumindest ist es bei dem chinesischen Hersteller von dem mein Motor 
stammt so das auf den 750\1100W Varianten auf dem Typenschild zumindest 
noch das Klemmschema für Dreieckbetrieb abgebildet ist allerdings fehlt 
auch da die Bezeichnung 220V und die entsprechende Stromaufnahme 
ausserdem ist an anderer Stelle in der Tabelle des Typenschilds wieder 
nur Y angegeben.
Heist das er darf nur Y oder heißt es das er mit dieser Klemmung 
ausgeliefert wird?

Kann jemand etwas konkretes zu dem Thema und den Zusammenhängen erklären 
?
Ich glaube es wäre nicht nur für mich interessant.
Danke
: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

In der Sternschaltung liegen bei 380/400 V Drehstromspannung 220/230 V 
über jede Wicklung, worauf diese in Deinem Fall ausgelegt ist.
Schaltest Du den Motor in Dreieck, brennt so eine Wicklung (bzw. alle 
drei) durch, wenn Du die damit mögliche Leistung abrufst.
Im Prinzip bedeutet die Dreieckschaltung eine dreifache Leistung ggü. 
der Sternschaltung.
: Bearbeitet durch User
von Michael (bandpass)


Lesenswert?

Sorry, das geht hier jetzt mit den Spannungen wild durcheinander.
Vielleicht hilft dir meine Beitrag:

Wenn dein Motor im Stern geschaltet ist und an einem Dreiphasennetz mit 
einer Spannung von 400V von Phase zu Phase versorgt wird, dann bekommt 
jede Wicklung eine Spannung von 230V ab. (400V/Sqr3).
Wenn du ein Dreiphasennetz mit 230V von Phase zu Phase hast, dann kannst 
du den Motor problemlos im Dreieck betreiben. Jede Wicklung bekommt dann 
wieder 230V und genau den gleichen Strom ab und du hast auch wieder die 
gleiche Leistung. Der Strom in jeder Phase ist zwar um den Faktor sqr3 
größer, aber für den Motor stellen sich genau die gleichen 
Betriebszustände ein.
Im klassischen aktuellen Dreileiternetz hat heute nur niemand mehr eine 
Spannung von 230V von Phase zu Phase, weshalb man auf deinem Motor 
wahrscheinlich nur die Sterschaltung angibt.
Wenn dein Wechselrichter aber ein Dreihasennetz mit 230V von Phase zu 
Phase bereitstellt kannst du den Motor problemlos im Dreieck schalten.
Wahrscheinlich kann das dein Motor auch ganz problemlos. Schau einfach 
einmal, ob bei den zwei Brücken (das ist der Sternpunkt) im Klemmbrett 
unter einer nicht zwei Brücken sind. Dann hast du die drei Brücken die 
du brauchst um den Motor im Dreieck zu schalten. Dazu einfach nach 
Klemmbrett Drehstrommotor googeln. Geht schneller als wenn ich es 
beschreibe.

Viel Erfolg
von Michael (bandpass)


Lesenswert?

Karl K. schrieb:
> Hallo
>
> Ich möchte einen Drehstrommotor an einem Frequenzumrichter mit
> einphasigem Eingang betreiben. Das Problem ist das ich den Motor dafür
> in Dreieckschaltung anschließen müsste,

dieser Satz irritiert:

Wer schreibt vor, dass der Motor im Dreieck geschaltet sein muss?

Wenn dein Wechselrichter eine maximale Spannung von 400V von Phase zu 
Phase bereitstellt, dann lass den Motor im Stern geschaltet.

Liefert der Wechselrichter max 230V von Phase zu Phase, dann schalte den 
Motor im Dreieck.

Bin jetzt mit Frequenzumrichter nicht so bewandert, deshalb eine Frage 
meinerseits: Welchen Grund sollte es geben an einen Frequenzumrichter 
Motoren nur im Dreieck anzuschließen?

Herzlichen Dank
von Gerhard O. (gerhard_)


Lesenswert?

Moin,

Ich bin mir nicht sicher, ob Dir das Folgende von Nutzen ist, wenn ich 
etwas über meine Erfahrungen berichte:

In diesem Beitrag stellte ich meine VFD Motor Anlage vor und berichtete 
etwas darüber:

Beitrag "Re: Richtiger Drehstromschalter gesucht für eine Drehmaschine"

Ich kaufte damals das Leeson SM2 VFD Steuergerät für 120V/60Hz Eingang 
zusammen mit dem 1.25kW 240/400V Motor in einem lokalen 
Motorspezialgeschäft in Edmonton. Der Motor ist ein 240V/400V Typ für 
unsere 60Hz Netzfrequenz. Wie das Handbuch des SM2 bezeugt, ist jener 
allerdings nur für 400V Drehstrom Motoren gedacht. Der Motor wurde im 
Geschäft allerdings als 240V Motor benannt. Jedenfalls funktioniert es 
so schon seit 20 Jahren bei mir ohne irgendwelche Probleme.

Leider ist es sehr umständlich, im eingebauten Zustand, an das 
Motortypenschild nebst Anschlußschema heranzukommen. Anhand des Beitrags 
von Ralph, vermute ich, dass ich damals auch den Motor in Sternschaltung 
angeschlossen habe - aber wissen tue ich es nach dieser langen Zeit 
nicht mehr. Ich hielt mich damals lediglich an den Hinweisen der Firma.

Leider erinnere ich mich momentan nicht wo sich meine damaligen Skizzen 
der Verdrahtung befinden. Ich bin sonst einigermassen ordentlich(tm), 
aber finden würde ich es nur aus Zufall nach dieser langen Zeit.

Hier ist das Handbuch meiner VFD Steuerung:
https://automatedpt.com/wp-content/uploads/2014/11/SM2-SM4_071913.pdf

Leider kann ich Dir ohne große Mühe meinerseits keine Fakten liefern. 
Aber vielleicht gibt es Dir trotzdem einen Anhaltspunkt. Vielleicht 
bekommst Du hier noch mehr praktische Hilfe - Viel Erfolg!

Gruß,
Gerhard

Nachtrag:

Ich fragte Google KI so:

"is a 240V three phase motor actually a 400V depending on Y or D mode?"

Sie ist der Meinung, daß der Motor unbedingt in "Y" Anschlußschema 
verbunden werden muß.
: Bearbeitet durch User
von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


Lesenswert?

von Karl K. schrieb:
>aber leider geht da entweder immer wieder einiges durcheinander
>oder ich verstehe es einfach nicht.

Ein Drehstrommotor der in Dreieckschaltung für 400V
gedacht ist, also dort seine Nennleistung laut
Typenschild bringt, kannst du auch in Sternschaltung
an 400V anschließen, bringt dann aber nicht mehr
die Leistung die auf den Typenschild steht, darfst
dann nur mit deutlich weniger Leistung belasten.

Das nutzt man manchmal mit einen Stern-Dreieck-Schalter,
damit es beim Einschalten nicht so einen starken Ruck
gibt, der Einschaltstromstoß nicht so stark ist.
Erst Stern zum sanften hochfahren dann Dreieck für
volle Leistung.

Ein Drehstrommotor der laut Typenschild in Dreieck für 220V
gedacht ist, (solche Netze gab es früher mal) kannst du
in Stern auch an 380V anschließen, und hat dann dort die selbe
Leistung wie bei Dreieck und 220V.
Darfst den aber in Dreieck nicht an 380V anschließen.
von Hippelhaxe (Gast)


Lesenswert?

Karl K. schrieb:

> Ich möchte einen Drehstrommotor an einem Frequenzumrichter
> mit einphasigem Eingang betreiben. Das Problem ist das ich
> den Motor dafür in Dreieckschaltung anschließen müsste ,

Richtig.

Vorab: Zeig' mal das Typenschild von dem Motor.


> dazu gibt es aber keine Daten für den Motor.

Braucht man im Prinzip auch nicht.

Außenleiterspannung muss im Dreieck um den Verkettungsfaktor
(sqrt(3)) kleiner sein; Leiterstrom ist um denselben
Verkettungsfaktor größer. Drehzahl, (Nenn-)Leistung,
Nennschlupf, cos_phi usw. bleiben m.W. dieselben.


> Auf dem Typenschild ist nicht 220\380V angegeben sondern
> nur 380V und auch nur der Strom für den Betrieb bei 380V
> in Sternschaltung , es gibt keine Angabe für die
> Stromaufnahme bei 220V.

Siehe oben.
Wenn die Spannung auf 1/1.73 abgesenkt wird, muss der Strom
auf das 1.73fache steigen, wenn man Nennleistung abruft.


> Tatsächlich ist auch nur das Y für Sternschaltung auf
> dem Typenschild vermerkt und auf dem (standart) Klemmbrett
> sind nur zwei Brücken anstatt drei.

Lässt sich der Motor den aus mechanischer Sicht auf
Dreieck umklemmen? Passen die Brücken auf die Klemmen?


> Meine Frage ist jetzt : kann das wirklich sein das
> die so ausgezeichneten Motoren tatsächlich NUR für
> 380V Sternschaltung gemacht sind und dabei nicht
> nur der Betrieb bei 380V in Dreieckschaltung
> ausgeschlossen ist

Das geht sowieso nicht.


> sondern tatsächlich auch der Betrieb bei 220V in
> Dreieckschaltung aussgeschlossen ist?

Ich wüsste keinen Grund.


> Konkret geht es um einen 1,5KW Motor

TYPENSCHILD!


> Was ich allerdings verstehe ist das der Motor bei
> geringerer Spannung in der Dreieckschaltung vielmehr
> Strom zieht .

Korrekt.


> Um auf 1500W zu kommen müsste er bei 220V nicht 3,7A
> sondern mehr als 6A ziehen. Ist das ein Problem ?

Nein.


> Kann es sein das die Wicklungen des Motors tatsächlich
> keine 6A ab können?

Können sie (auf Dauer) NICHT -- aber das ist nicht
relevant, denn diese 6A fließen NICHT in den
Wicklungen des Motors.


> oder was hat es mit dem Thema auf sich?

Jaja... die Mysterien des Drehstroms...

In aller Kürze: Wenn die Motorwicklungen für 230V
dimensioniert sind, und man diesen Motor im STERN
an 400V Drehstrom anschließt, dann sieht jede
einzelne Wicklung eine Spannung von -- TUSCH --
230V (!!).

Entsprechendes gilt für den Strom am 230V-Netz im
Dreieck: In jeder der drei Phasen der Netzzuleitung
mögen über 6A fließen -- in jeder MOTORWICKLUNG
fließen aber nur 3.7A.


> Zumindest ist es bei dem chinesischen Hersteller von
> dem mein Motor stammt so das auf den 750\1100W Varianten

???

Auf dem Typenschild DESSELBEN Motors steht 750/1100W???


> auf dem Typenschild zumindest noch das Klemmschema für
> Dreieckbetrieb abgebildet ist allerdings fehlt auch da
> die Bezeichnung 220V und die entsprechende Stromaufnahme

Nochmal:
Wenn es sich um einen "normalen" Drehstrommotor handelt
(also keinen polumschaltbaren oder sonstigen speziellen
Motor), dann gilt Folgendes:

Wenn die Motorwicklungen für 230V ausgelegt sind, dann
darf dieser Motor im STERN an das übliche 400V-Dreh-
stromnetz oder im DREIECK an 230V Drehstrom angeschlossen
werden; die Belastung der Motorwicklungen ist in beiden
Fällen EXAKT DIESELBE !

> ausserdem ist an anderer Stelle in der Tabelle des
> Typenschilds wieder nur Y angegeben.
> Heist das er darf nur Y oder heißt es das er mit
> dieser Klemmung ausgeliefert wird?

Bitte ZEIGE DAS TYPENSCHILD !
von Hippelhaxe (Gast)


Lesenswert?

Michael schrieb:

> Wer schreibt vor, dass der Motor im Dreieck geschaltet
> sein muss?

Der Hersteller des Umrichters?


> Wenn dein Wechselrichter eine maximale Spannung von 400V
> von Phase zu Phase bereitstellt,

GENAU DAS war -- zumindest von 20 Jahren -- bei den kleinen
einphasig gespeisten Umrichtern NICHT der Fall. Die liefer(te)n
nur 230V am Ausgang.


> Bin jetzt mit Frequenzumrichter nicht so bewandert, deshalb
> eine Frage meinerseits: Welchen Grund sollte es geben an
> einen Frequenzumrichter Motoren nur im Dreieck anzuschließen?

Man möchte die volle Motorleistung abrufen können?
von Mani W. (e-doc)


Lesenswert?

Karl K. schrieb:
> Ich möchte einen Drehstrommotor an einem Frequenzumrichter mit
> einphasigem Eingang betreiben. Das Problem ist das ich den Motor dafür
> in Dreieckschaltung anschließen müsste , dazu gibt es aber keine Daten
> für den Motor.

Wenn der Eingang des FU 230 VAC erhält, dann ist der Motor natürlich
in Dreieck zu schalten...

Es gibt keine 400 AC am Ausgang des FU...
von Dieter W. (dds5)


Lesenswert?

Mani W. schrieb:
> Wenn der Eingang des FU 230 VAC erhält, dann ist der Motor natürlich
> in Dreieck zu schalten...
>
> Es gibt keine 400 AC am Ausgang des FU...

Das trifft für die große Mehrheit von FU zu.
Es gibt allerdings auch Exoten mit internem Step-up, die bei Anschluss 
an 1~ 230V 3~ 400V liefern können.
: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


Lesenswert?

Um die ganzen Spekulationen zu beenden, zeige das Typenschild von Motor 
und vom Umrichter, und möglichst ein Bild des Klemmkasten des Motors.

Karl K. schrieb:
> kann das wirklich sein das die so
> ausgezeichneten Motoren tatsächlich NUR für 380V Sternschaltung gemacht
> sind

Es könnte sein, dass die Wicklungen intern verbunden sind und der 
Sternpunkt (bzw. die drei Wicklungsanschlüsse) nicht nach außen geführt 
ist/sind.
Beitrag #8038336 wurde vom Autor gelöscht.
von Karl K. (arbuckle)


Lesenswert?

Danke erstmal für die vielen Beiträge.
Ich gehe das jetzt mal der Reihe nach durch.

Erstmal was ich hier geschrieben hatte ist also tatsächlich totaler 
Unsinn :
Karl K. schrieb:
> Liegt darin vielleicht das Problem das die Hersteller der Motoren den
> selben Drahtdurchmesser und Isolierung für die Wicklungen der z.B. 750W
> ,1100W und 1500W Motoren verwenden , dieser Durchmesser aber nur z.B.
> Strom bis 5A verträgt und somit die 750\1100W Geräte noch bei 220V im
> Dreieck betrieben werden können aber bei dem 1500W Gerät der Strom im
> Dreieck dann zu hoch für die Wicklung wird?

Die Erklärung dafür ist das der Strom in den Wicklungen bei 
Dreieckschaltung in einem 220v Netzt nicht steigt sondern quasi nur in 
der Zuleitung ?
Komme ich später nochmal dazu.
Meine Beobachtung das die kleineren Motoren des selben Herstellers auf 
ihren Typenschildern noch das Dreieckschema darstellen ist Zufall 
,tatsächlich war dies auch bei dem 1,5KW Modell der Fall die Darstellung 
der Dreieckschaltung wurde in den letzten Jahren wohl einfach nur weg 
gelassen (nur das Typenschildlayout hat sich geändert)

Jetzt zu den Beiträgen :

Michael schrieb:
> Wenn du ein Dreiphasennetz mit 230V von Phase zu Phase hast, dann kannst
> du den Motor problemlos im Dreieck betreiben. Jede Wicklung bekommt dann
> wieder 230V und genau den gleichen Strom ab und du hast auch wieder die
> gleiche Leistung.

Ok das habe ich verstanden.
Ein großes und immer wiederkehrendes Missverständnis liegt wohl darin 
das die Nennspannung der Drehstromnetzte mit der Phasenspannung der 
Netzte durcheinander gebracht wird. Manchmal wird dabei auch vergessen 
das es früher tatsächlich Drehstromnetzte mit 220V Nennspannung gab. 
Also quasi ein Netz mit 127V Phasenspannung.

Und das ist glaube ich einer der wichtigen Punkte :
Diese "alten" 220V Drehstromnetzte sind durch die einphasigen 
Frequenzumrichter wieder sehr aktuell.
Es gibt da scheinbar zwei total gegensätzlichen Entwicklungen. Wenn ich 
es richtig verstehe gehen die Motorenhersteller dazu über das 220V Netz 
und die damit verbundene Dreieckschaltung nicht mehr auf ihren 
Typenschildern aus zu zeichnen weil sie der Meinung sind das diese alten 
220V Drehstromnetzte obsolet sind.
Gleichzeitig steigt aber die Verbreitung günstiger einphasiger 
Frequenzumrichter die am Ausgang eben genau ein solches 220V 
Drehstromnetz bereit stellen.
Auf vielen Verkaufsplattformen findet man unter dem Begriff 
Frequenzumrichter tatsächlich mehr 1\3 Phasige als 3\3 Phasige 
Wechselrichter.
Und diese Technologie ist für viele private anwendungsfälle natürlich 
auch sehr interessant.

Habe ich das soweit richtig zusammengefasst?

Aber jetzt kommt das hier:

Michael schrieb:
> Der Strom in jeder Phase ist zwar um den Faktor sqr3
> größer, aber für den Motor stellen sich genau die gleichen
> Betriebszustände ein.

Ich habe den Zusammenhang der Stromaufnahme noch nicht richtig 
verstanden.
Nur ganz grob : Die Spulen des Motors werden in einer 220V 
Dreieckschaltung aus irgendwelchen rechnerischen gründen mit dem selben 
Strom belastet wie bei 380V im Stern ??
Nur die Zuleitung bzw. der Frequenzumrichter wird mit dem erhöhten 
Stromfluss belastet ??

Ist das jetzt so wirklich richtig?

Das die Motorenhersteller die Dreieckbeschaltung für 220V Netze 
weglassen aber bei modernen 1PH Frequenzumrichtern diese Beschaltung und 
die korrekte Stromparametrierung notwendig sind ist sehr widersprüchlich 
und bedenklich.
Oder?

Michael schrieb:
> Wer schreibt vor, dass der Motor im Dreieck geschaltet sein muss?
>
> Wenn dein Wechselrichter eine maximale Spannung von 400V von Phase zu
> Phase bereitstellt, dann lass den Motor im Stern geschaltet.

Soweit ich es verstehe ist der angegebene Spannungswert bzw. die 
Nennspannung in Drehstromnetzen immer der Spannungswert zwischen zwei 
Leitern nie zu Erde. Das heist wenn auf dem Frequenzumrichter die Werte 
input:1PH 220\230V ,output:3PH 220\230V angegeben ist dann handelt es 
sich dabei quasi um eines dieser "alten" 220V Drehstromnetze nur in 
moderner Weise erzeugt. Die Phasenspannung läge wenn es nicht viel 
komplizierter wäre in einem solchen Netz bei nur 127V gegen Erde 
gemessen.
Soweit ich es verstanden habe ist es technisch schwer möglich aus einer 
230V Phase mehr als ein solches Drehstromnetz bereit zu erzeugen und 
nehme an das fast alle der erhältlichen 1PH FUs nur dieses 220V Netz 
ausgeben können.

Ist das richtig zusammengefasst ?

Was in dem Zusammenhang irritiert und mich überhaupt wieder in die 
Verzweiflung gestürzt hat ist die Tatsache das man in der Parametrierung 
des mit "output:3PH220V" gekennzeichneten FU sehr wohl auch mehr als 
220\230V eingeben kann. Macht\kann er dann wohl aber einfach nicht 
ausgeben ?

danke für den Beitrag von :von "  Gerhard O. (gerhard_)19.04.2026 01:26 
"
Denn das hat mich daran erinnert das es England wohl länger diese 
"alten" 220V Drehstrom"fest"netze gab.

Günter L. schrieb:
> Ein Drehstrommotor der in Dreieckschaltung für 400V
> gedacht ist, also dort seine Nennleistung laut
> Typenschild bringt, kannst du auch in Sternschaltung
> an 400V anschließen, bringt dann aber nicht mehr
> die Leistung die auf den Typenschild steht, darfst
> dann nur mit deutlich weniger Leistung belasten.

Das heist ein (220\230)380\400V Motor ist auf keinen Fall ein 400\690V 
Motor. Mir kommt es so vor als ob tatsächlich nicht nur ich sondern auch 
die KI da große Probleme hat diese große Gefahr von der Dreieckschaltung 
an 220V zu unterscheiden. Die Ki will mir unbedingt erklären das ein 
380V Motor auf keinsten Fall an einem 220V Netz im Dreieck betrieben 
werden kann und springt dann immer wieder zu den 230V Phasenspannung der 
400V Netze und der damit einhergehenden Dreieckspannung.

Ist das richtig zusammengefasst?

Hippelhaxe schrieb:
> ußenleiterspannung muss im Dreieck um den Verkettungsfaktor
> (sqrt(3)) kleiner sein; Leiterstrom ist um denselben
> Verkettungsfaktor größer. Drehzahl, (Nenn-)Leistung,
> Nennschlupf, cos_phi usw. bleiben m.W. dieselben.

Hippelhaxe schrieb:
> Wenn die Spannung auf 1/1.73 abgesenkt wird, muss der Strom
> auf das 1.73fache steigen, wenn man Nennleistung abruft.

Hippelhaxe schrieb:
>> Kann es sein das die Wicklungen des Motors tatsächlich
>> keine 6A ab können?
>
> Können sie (auf Dauer) NICHT -- aber das ist nicht
> relevant, denn diese 6A fließen NICHT in den
> Wicklungen des Motors.

Hippelhaxe schrieb:
> in jeder MOTORWICKLUNG
> fließen aber nur 3.7A.

Genau das muß ich noch irgendwie in meinen Kopf rein bekommen.

Hippelhaxe schrieb:
> ???
> Auf dem Typenschild DESSELBEN Motors steht 750/1100W???

Nein wie oben gesagt das war ein Irrtum . Der Hersteller produziert 750W 
1100W und 1500W Motoren. Auf den Motoren mit 750W und 1100W war auf den 
Typenschildern die Dreieckbeschaltung gezeigt bei dem 1500W Motor aber 
nicht. Ich habe da wohl etwas ganz falsches hinein interpretiert. 
Tatsächlich waren auf Typenschildern des selben 1500W Motors im Jahr 
2023 auch noch die Dreieckschaltung zu sehen. Die haben nur das Layout 
der Typenschilder geändert. Nochmal meine Vermutung die Hersteller 
halten die Angabe zur 220\230V Dreieckschaltung für obsolet obwohl sie 
durch die Frequenzumrichter gerade wieder voll aktuell ist.

richtig?

Die Photos der Typenschilder reiche ich gleich nach.

Es wäre super wenn jemand das mit dem Stromfluß in der 230V 
Dreieckschaltung
nochmal genauer erklären könnte.
Ich habe den FU wie oft geraten überdimensioniert das heist ich habe 
einen 2,2KW FU für den Betrieb eines 1,5KW Motors gewählt. Der FU 
verträgt laut Angabe 10A das sollte reichen oder ? Denn wie hoch der FU 
überdimensioniert werden muß gibt der Hersteller für solche Fälle nicht 
an und in Verbindung mit den fehlenden ,scheinbar obsoleten Motordaten 
kommen wahrscheinlich nicht ganz wenige Leute in Verständnissprobleme 
denn immerhin ist diese Technologie der 1PH FUs ja grundsätzlich eher 
für elektrische Laien interessant , wer sich auskennt hat ja eh meist 
ein modernen Drehstromanschluß .

danke
m.f.G.
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Es ist zwar eine andere Fragestellung, aber den Durchblick wirst Du 
bekommen, wenn Du die Stern-Dreick-Anlaufschaltung verstanden hast.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stern-Dreieck-Anlaufschaltung
von Jens B. (dasjens)


Lesenswert?

Michael schrieb:

> Bin jetzt mit Frequenzumrichter nicht so bewandert, deshalb eine Frage
> meinerseits: Welchen Grund sollte es geben an einen Frequenzumrichter
> Motoren nur im Dreieck anzuschließen?

Weil der FU einphasig eingespeißt wird.
von Kevin (kkrause)


Lesenswert?

Umrichter richten die Netzwechselspannung zunächst gleich, daraus 
entsteht dann die sog. Zwischenkreisspannung. Deshalb kann die Spannung 
an den Ausgängen auch nie größer als die Netzwechselspannung sein.

Der Rat "Umrichter eine Nummer größer als der Motor" wird z.B. von SEW 
so nicht ausgegeben. Dort sollte die Motorleistung der Umrichterleistung 
entsprechen. Es gibt sogar Probleme, wenn der Umrichter viel größer ist 
als der Motor.

KK
von Karl K. (arbuckle)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hier also Photos von den Typenschildern.
Das Klemmbrett des Motors ist standart
W3 W1 W2
U1 U2 U3
Mit zwei Brücken über W3-W1-W2
von Jens B. (dasjens)


Lesenswert?

Die Motoren die wir verbaut hatten hatten alle beide Formen angegeben, 
230V Dreieck und 400V Sternchen.
Das sind neue Motoren.
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Karl K. schrieb:
> Das Klemmbrett des Motors ist standart
> W3 W1 W2
> U1 U2 U3
> Mit zwei Brücken über W3-W1-W2

Dann wird man den auf Dreieck umklemmen können.
von Micha (e-nomo)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Für mich sind die Angaben auf dem Typenschild nicht so recht klar.

Da steht 380V und es wird ein "Y" angegeben. Demzufolge hat der Motor 
eine Strangspannung von 220 bzw 230V. Ich komme auf diesen Schluss weil 
der Motor offensichtlich in der Sternschaltung 380V verträgt. Ich kann 
mich aber auch irren.

Typisch werden hierzulande immer zwei Spannungen angegeben. 
Beispielsweise 230/400 Volt. In diesem Fall ist immer die kleinste 
angegebene Spannung die Strangspannung. Also so kenne ich es als 
Elektriker.

Was sich die Chinesen dabei gedacht haben ist mir rätselhaft. Oder die 
wussten nicht wie es typischerweise in der westlichen Welt gehandhabt 
wird.

Ich behaupte der Motor verträgt 380 (400)V nur in der Sternschaltung.

Würde bedeuten mit der Ausgangsspannung des FU passt dann auch eine 
Dreieckschaltung.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Micha schrieb:
> Ich behaupte der Motor verträgt 380 (400)V nur in der Sternschaltung.
>
> Würde bedeuten mit der Ausgangsspannung des FU passt dann auch eine
> Dreieckschaltung.

Natürlich.
von Udo S. (urschmitt)


Lesenswert?

Micha schrieb:
> Ich komme auf diesen Schluss weil
> der Motor offensichtlich in der Sternschaltung 380V verträgt. Ich kann
> mich aber auch irren.

es steht doch weiß auf schwarz auf dem Typenschild

Micha schrieb:
> Typisch werden hierzulande immer zwei Spannungen angegeben.

Wenn du einen chinesischen Motor kaufst kannst nicht verlangen, dass sie 
sich an deutsche Gepflogenheiten halten.

Sollte also in Dreieck mit deinem Umrichter passen.
Ran an die Parametrierung
: Bearbeitet durch User
von Karl K. (arbuckle)


Lesenswert?

Das mit der Stromfluss des Motors bei 220V Dreieck verstehe ich immer 
noch nicht.

Aber ich muß es im FU korrekt eingeben.
Mache ich das einfach durch die Rechnung A=P\U also 1500\220 = 6,81
Oben wurde erwähnt das diese 6,8A (bei voller Leistung) nicht in den 
Wicklungen des Motors aber in allen drei Zuleitungen fließen ...
ich komm damit nicht klar.


Ausserdem irritiert mich immer noch das ich in dem FU im Parameter 
Motornennspannung auch 380V eingeben kann obwohl das für den Betrieb wie 
ich jetzt verstanden zu haben glaube überhaupt keinen Sinn macht.

Ich müsste doch wie bei meinem anderen Motor den ich seit einiger Zeit 
so betreibe als Motornennspannung eben die 220V und dazu passenden A 
angeben.

(damals hatte ich mir das alles schonmal irgendwie in den Kopf geprügelt 
aber eben doch nicht so richtig grundlegend verstanden. Auf dem anderen 
Motor ist auch einfach 220\380V und die jeweils passenden A angegeben.)

Die dritte Brücke habe ich übrigens gefunden die sind nur so dünn das 
ich die tatsächlich übersehen hatte.
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Parameter für Dreieckschaltung: 220V, 6,4A.
von Karl K. (arbuckle)


Lesenswert?

Udo S. schrieb:
> Wenn du einen chinesischen Motor kaufst kannst nicht verlangen, dass sie
> sich an deutsche Gepflogenheiten halten.

Das Problem ist das mich die Amerikanische KI diesbezüglich komplett 
verwirrt hat. Die KI (Bing) ist immernoch absolut davon überzeugt das 
ein 380V Motor und ein 220\380V Motor zwei vollkommen unterschiedliche 
Maschinen sind und man einen 380V Motor auf keinen Fall in 
Dreieckschaltung an einem 220V Drehstromnetz betreiben darf.
Die kommt dann mit allerhand Rechenbeispielen die mich vollkommen fertig 
machen.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Karl K. schrieb:
> Das Problem ist das mich die Amerikanische KI diesbezüglich komplett
> verwirrt hat. Die KI (Bing) ist immernoch absolut davon überzeugt das
> ein 380V Motor und ein 220\380V Motor zwei vollkommen unterschiedliche
> Maschinen sind und man einen 380V Motor auf keinen Fall in
> Dreieckschaltung an einem 220V Drehstromnetz betreiben darf.
> Die kommt dann mit allerhand Rechenbeispielen die mich vollkommen fertig
> machen.

Die phantasiert halt.
von Karl B. (gustav)


Lesenswert?

Strangstrom und Leiterstrom sind nicht dasselbe.
Strangstrom ist das, was in Deiner (einzelnen) Motorwicklung fließt.
Leiterstrom hat doch noch den anteiligen Strom der anderen Phasen mit zu 
tragen. Also Mal Wurzel drei größer.
Bei Dreieckschaltung.

ciao
gustav
: Bearbeitet durch User
von Karl K. (arbuckle)


Lesenswert?

naja dann werde ich mir mal ansehen wie das so aussieht mit dem 
Stromfluss ;)

Es war übrigens die KI im Microsoft Browser nicht Bing.
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Karl K. schrieb:
> naja dann werde ich mir mal ansehen wie das so aussieht mit dem
> Stromfluss ;)

https://de.wikipedia.org/wiki/Verkettungsfaktor


> Es war übrigens die KI im Microsoft Browser nicht Bing.

Die phantasieren alle gern.
von Gerhard O. (gerhard_)


Lesenswert?

Eure Überlegungen haben mich auch unsicher gemacht. Passieren kann in 
beiden Fällen bei mir nichts. Nur würde wahrscheinlich im 400V 
Anschlußschema der erzielbare Drehmoment leiden. Mir kommt vor, daß sich 
bei der langsamsten Geschwindigkeit und großer Belastung beim Drehen der 
Motor leicht verlangsamt. Ob das der niedrigen Frequenz  zuschreibbar 
ist, kann ich nicht beurteilen.

Falls bei mir der Motor im 400V Anschlußschema angeschlossen ist, 
erzielte ich historisch nie die theoretisch zu erwartende mögliche 
Motorleistung. Wie dem auch sei, ist es mir leider momentan zu 
umständlich die Drehbank von der Wand wegzuschieben, damit ich an den 
Motor und seinem Anschlußgehäuse herankommen kann. Funktionieren tut es 
ja sehr gut auch so.

Was Karl betrifft, falls der FU auch nur wie bei mir 240V ausgibt, kann 
ja nichts passieren, ausser, daß man nicht die bestmöglichste Leistung 
des Motors ausnützen kann.
: Bearbeitet durch User
von Michael (bandpass)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Guten Abend,

ich hänge jetzt einfach mal ein Bild an, in der Hoffnung, dass dieses 
die Sache zusammen fasst.

In beiden Darstellungen erhält der Motor exakt die gleichen elektrischen 
Größen und hat damit auch in beiden Fällen die gleich Leistung.

Dass die Ströme (Dreieckschaltung) bzw. die Spannungen (Sternschaltung) 
nicht einfach addiert werden dürfen, ergibt sich aus der 
Phasenverschiebung.
Um das zu verstehen würde ich jetzt aber nicht die KI fragen, sondern 
dazu in einem Fachbuch der Elektrotechnik nachschlagen.

Aus all den Antworten ergibt sich mit ziemlicher Sicherheit folgender 
Sachverhalt:

1.) Der FU liefert eine Dreiphasennetz mit einer Spannung von Phase zu 
Phase von 230V

2.) Der Motor ist serienmäßig im Stern geschaltet und für ein 
Dreileiternetz mit einer Spannung von Phase zu Phase von 400V 
dimensioniert.

3. Um den Motor am FU zu betreiben ist er im Dreieck zu schalten. Dazu 
sind die Brücken zwischenW2-U2-V2 zu entfernen und je eine Brücke von W2 
nach U1, von U2 nach V1 und von V2 nach W1 einzubauen.

Viel Erfolg

Sorry, wollte erstes Bild löschen, finde aber den "Knopf" nicht, egal.
: Bearbeitet durch User
von Giovanni (sqrt_minus_eins)


Lesenswert?

Michael schrieb:
> Sorry, wollte erstes Bild löschen, finde aber den "Knopf" nicht, egal.

und ich habe verzweifelt den Unterschied gesucht. Ja doch. Die Farben.

PS: es gibt keinen "Knopf".
Abhilfe: Beitrag Löschen und zurück an den Anfang.
von Mani W. (e-doc)


Lesenswert?

Dieter W. schrieb:
> Es gibt allerdings auch Exoten mit internem Step-up, die bei Anschluss
> an 1~ 230V 3~ 400V liefern können.

Welche?

Link dazu?
von Hippelhaxe (Gast)


Lesenswert?

Karl K. schrieb:

> Die Erklärung dafür ist das der Strom in den Wicklungen
> bei Dreieckschaltung in einem 220v Netzt nicht steigt
> sondern quasi nur in der Zuleitung ?

Richtig.


> Ein großes und immer wiederkehrendes Missverständnis
> liegt wohl darin das die Nennspannung der Drehstromnetzte
> mit der Phasenspannung der Netzte durcheinander gebracht
> wird.

Bei Drehstrom wird m.W. grundsätzlich die sog. Außenleiter-
spannung angegeben, das ist die Spannung "Phase gegen Phase".
Das ist auch sinnvoll, denn diese Spannung muß ja von der
Isolation in den Drehstromleitungen auf Dauer vertragen
werden.
Die Spannung "Phase gegen 'Null'" ist dann um Wurzel(3)
kleiner (-> Verkettungsfaktor).


> Manchmal wird dabei auch vergessen das es früher
> tatsächlich Drehstromnetzte mit 220V Nennspannung gab.
> Also quasi ein Netz mit 127V Phasenspannung.

Ich denke, das wissen unter den Laien nur wenige. Ist
ja auch schon eine Weile her... :)


> Diese "alten" 220V Drehstromnetzte sind durch die einphasigen
> Frequenzumrichter wieder sehr aktuell.

Naja, die Netze weniger -- wohl aber die Motoren. Eben wegen
der Umrichter.


> Gleichzeitig steigt aber die Verbreitung günstiger
> einphasiger Frequenzumrichter die am Ausgang eben
> genau ein solches 220V Drehstromnetz bereit stellen.

Deine Idee ist richtig, aber ich würde beim Ausgang des
Umrichters nicht von einem "Netz" sprechen.
Die Umrichter werden für genau den einen Verbraucher
parametriert, der da jeweils angeschlossen ist.

Aber -- ja, aus dem Umrichter kommt etwas heraus, das
funktionell dem 230V-Drehstrom entspricht.


> Ich habe den Zusammenhang der Stromaufnahme noch nicht richtig
> verstanden.
> Nur ganz grob : Die Spulen des Motors werden in einer 220V
> Dreieckschaltung aus irgendwelchen rechnerischen gründen mit
> dem selben Strom belastet wie bei 380V im Stern ??

Ja. :)

> Nur die Zuleitung bzw. der Frequenzumrichter wird mit dem
> erhöhten Stromfluss belastet ??

Ja.


> Ist das jetzt so wirklich richtig?

Ja-ha!

Schau Dir das Bild mit den Schaltplänen an, das Michael
freundlicherweise gepostet hat. Suche Dir irgendeinen
Außenleiter, zum Beispiel L1.

In der Dreieckschaltung sind (an allen Außenleitern,
also auch) an L1 ZWEI Motorwicklungen angeschlossen.

Da der Knotenpunktsatz gilt, kann nicht mehr Strom aus
dem Verbindungspunkt herausfließen, als hereingeflossen
ist.
Der Leiterstrom in L1 TEILT sich also auf die beiden
dort angeschlossenen Wicklungen auf -- das geht gar
nicht anders. Das verträgt sich gut mit der Behauptung,
dass der Leiterstrom größer ist als der Strom in einer
einzelnen Wicklung...


Die Sternschaltung ist komplementär dazu; wenn man
dort einen Stromweg von einem Außenleiter zum anderen
verfolgt, dann berührt man stets ZWEI Wicklungen,
die... naja, "irgendwie in Reihe" geschaltet sind.
An einer Reihenschaltung teilt sich aber die Spannung
auf die Widerstände auf!

Meine Argumentation ist mathematisch nicht beweis-
kräftig; ich versuche nur, die Blockade in Deinem Kopf
etwas zu lockern...


> Das die Motorenhersteller die Dreieckbeschaltung
> für 220V Netze weglassen aber bei modernen
> 1PH Frequenzumrichtern diese Beschaltung und
> die korrekte Stromparametrierung notwendig sind ist
> sehr widersprüchlich und bedenklich.

Finde ich nicht unbedingt. Es ist vielleicht schlampig,
aber im Prinzip sind die doppelten Angaben auf den alten
Typenschildern redundant.
Die Größen für Stern und Dreieck lassen sich mit dem
Verkettungsfaktor ineinander umrechnen, das ist beim
üblichen symmetrischen Drehstrom mit 3 Phasen und
120° Phasenverschiebung ein universeller Zusammenhang.



> Soweit ich es verstehe ist der angegebene Spannungswert
> bzw. die Nennspannung in Drehstromnetzen immer der
> Spannungswert zwischen zwei Leitern nie zu Erde. [...]
> Soweit ich es verstanden habe ist es technisch schwer
> möglich aus einer 230V Phase mehr als ein solches
> Drehstromnetz bereit zu erzeugen und nehme an das fast
> alle der erhältlichen 1PH FUs nur dieses 220V Netz
> ausgeben können.
>
> Ist das richtig zusammengefasst ?

Ja.


> Was in dem Zusammenhang irritiert und mich überhaupt
> wieder in die Verzweiflung gestürzt hat ist die
> Tatsache das man in der Parametrierung des mit
> "output:3PH220V" gekennzeichneten FU sehr wohl auch
> mehr als 220\230V eingeben kann. Macht\kann er dann
> wohl aber einfach nicht ausgeben ?

Kann ich nicht beantworten; das müsste aus den Unter-
lagen des Herstellers des Umrichters hervorgehen.


> Das heist ein (220\230)380\400V Motor ist auf keinen
> Fall ein 400\690V Motor.

Richtig.

Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps...


>> Können sie (auf Dauer) NICHT -- aber das ist nicht
>> relevant, denn diese 6A fließen NICHT in den
>> Wicklungen des Motors.
>
> Hippelhaxe schrieb:
>> in jeder MOTORWICKLUNG
>> fließen aber nur 3.7A.
>
> Genau das muß ich noch irgendwie in meinen Kopf rein
> bekommen.

Naja, der Vergleich passt zwar nicht ganz, aber wenn
Du zwei gleiche Verbraucher (z.B. altertümliche Glüh-
lampen) in REIHE schaltest, dann brauchen sie
doppelte Spannung, aber einfachen Strom.
Schaltest Du die Glühlampen dagegen PARALLEL, dann
brauchen sie doppelten Strom, aber einfache Spannung.

Der Stern ist vage mit der Reihenschaltung verwandt,
das Dreieck mit der Parallelschaltung...


> Hippelhaxe schrieb:
>> ???
>> Auf dem Typenschild DESSELBEN Motors steht 750/1100W???
>
> Nein wie oben gesagt das war ein Irrtum . [...]

Okay, alles gut.

Ich habe nur nachgehakt, weil es polumschaltbare Motoren
(mit zwei Drehzahlen) gibt, auf denen tatsächlich zwei
Leistungen angegeben sind (für jede Drehzahl eine). Die
Dinger kann man NICHT so einfach auf Dreieck umklemmen...

Aber das liegt bei Dir ja nicht vor.


> denn immerhin ist diese Technologie der 1PH FUs ja
> grundsätzlich eher für elektrische Laien interessant ,

Wäre mir neu.

Soweit ich weiss, werden an Fertigungslinien massenhaft
Kleinantriebe eingesetzt, die gern aus Drehstrom-
Asynchronmotor und Umrichter bestehen dürfen.

Für Wald-und-Wiesen-Antriebe ist die Kombination fast
die Quadratur des Kreises.


> wer sich auskennt hat ja eh meist ein modernen
> Drehstromanschluß .

Man kann auch einen einphasig gespeisten FU an
Drehstrom anschließen... einfach zwischen eine
Phase und Null klemmen...
von Karl B. (gustav)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hippelhaxe schrieb:
> Meine Argumentation ist mathematisch nicht beweis-
> kräftig;

Kann man leicht graphisch darstellen.
Hier als "Spannungen".
(Bemerkung: Das Dreieck ist etwas unegal geraten beim Zeichnen, sorry)

ciao
gustav
von Karl K. (arbuckle)


Lesenswert?

Danke nochmal für die vielen ausführlichen Erklärungen und ich denke ich 
habe die Zusammenhänge jetzt gerade wieder mal verstanden und hoffe das 
bleibt diesmal auch so.


Gerhard O. schrieb:
> Was Karl betrifft, falls der FU auch nur wie bei mir 240V ausgibt, kann
> ja nichts passieren, ausser, daß man nicht die bestmöglichste Leistung
> des Motors ausnützen kann.

Das ist zum Glück wohl so der Fall. Ganz egal welche Stromstärke ,welche 
Motorspannung und welche Beschaltung (Stern Dreieck) man Parametriert 
oder Kombiniert beim Betrieb mit so einem 1Phasigen FU kann dadurch wohl 
nichts wirklich schlimmes passieren. Selbst wenn man als 
Motornennspannung 380V eingibt kann der FU das ja eh nicht auf die 
Spulen des Motors bringen.
Wenn man sich aber extra einen dicken Motor kauft um seine alte Drehbank 
auch direkt ohne Getriebe antreiben zu können dann wäre es schon blöd 
wenn man irgendwie nur 30\40% der Leistung hätte.
Ich hoffe das ist jetzt wieder korrekt zusammengefasst.

Hippelhaxe schrieb:
>> denn immerhin ist diese Technologie der 1PH FUs ja
>> grundsätzlich eher für elektrische Laien interessant ,
>
> Wäre mir neu.
>
> Soweit ich weiss, werden an Fertigungslinien massenhaft
> Kleinantriebe eingesetzt, die gern aus Drehstrom-
> Asynchronmotor und Umrichter bestehen dürfen.
>
> Für Wald-und-Wiesen-Antriebe ist die Kombination fast
> die Quadratur des Kreises.

Danke an dich für die ausführliche Antwort.

Was ich meinte ist folgendes. Hier sind sicher auch profi Elektriker 
anwesend und überhaupt ist es ja schon ,zumindest hier in Deutschland 
,wahrscheinlich ein klein bischen zwiespältig wenn jemand wie ich mit 
meinem sehr eingeschränkten Wissen über Elektrotechnik ankommt und 
Drehstrommotoren an Frequenzumrichter anschließen will.
Ich denke aber das ist nunmal die Realität und nicht selten das es genau 
so geschieht denn : Sicher werden in der Industrie massenhaft 
Drehstrommotoren über FUs gesteuert aber dabei geht es ja hautsächlich 
um 3\3 Phasen FUs denn in industrie oder Werkstattanlagen steht ja 
eigentlich immer 400V Drehstrom bereit. Wahrscheinlich ist das auch ein 
Grund weshalb auf Verkaufsplattformen fast mehr günstige 1\3PH FUs zu 
finden sind als 3\3PH FUs. Ich nehme an das die Industrie ihre 3\3Phasen 
FUs aus anderen Quellen und von anderen Herstellern beziehen als der 
Hobbyist der seine alte Maschine betreiben will.
Und wenn man einen 1\3PH FU kauft macht es ja auch kaum Sinn den dann 
von einem Elektriker anschließen zu lassen denn erstens könnte der 
Elektriker stattdessen auch einfach eine 400V Dose legen und zweitens 
kostet die Arbeit des Elektrikers wahrscheinlich soviel wie der FU und 
der Motor zusammen.
Entschuldigung ich möchte damit garnichts anderes sagen als das genau 
das eben in vielen Fällen die Realität sein wird.

Das es in diesem Zusammenhang dann dazu kommt das auf Typenschildern 
Daten einfach nicht mehr angegeben werden und in den Anleitungen der 
vielen günstigen china 1\3PH FUs nichts grundlegendes zur Beschaltung 
der Motoren usw. angegeben ist macht es für den Laien (die Zielgruppe) 
eben auch nicht einfacher.
Übrigens ist das nicht nur bei diesem Chinesischen Hersteller so ,bei 
vielen Motorenshops ,Anbietern und auf Typenschildern wird immer nur 
noch die Sternspannung für 400V erwähnt.

Weshalb es die Quadratur des Kreises sein soll Feldwaldwiesenantriebe 
mit FU zu betreiben verstehe ich nicht.
Wie gesagt ist es sehr günstig und es ist auch eine tolle Technologie 
sofern man keinen Drehstromanschluss hat. Die einzige Alternative die 
ich dazu kenne sind solche 230V Brushless(Servo) Motoren mit 
entsprechender Steuerung. Diese sind aber eher teurer viel weniger 
verbreitet und auch nicht ganz so vielseitig einsetzbar bzw. 
kombinierbar.
: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


Lesenswert?

Karl K. schrieb:
> Wenn man sich aber extra einen dicken Motor kauft um seine alte Drehbank
> auch direkt ohne Getriebe antreiben zu können

Das ist die schlechteste aller Lösungen.

Und wenn ich mir die Daten des FUs oben anschaue. Der geht bis 320 Hz.
Ich wollte nicht daneben stehen, wenn du den chinesischen Motor mit mehr 
als 80Hz fährst.
Ich glaube nicht dass der für ein vielfaches seiner Nenndrehzahl 
ausgelegt ist.
von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Karl B. schrieb:
> Kann man leicht graphisch darstellen.
> Hier als "Spannungen".
> (Bemerkung: Das Dreieck ist etwas unegal geraten beim Zeichnen, sorry)

Da das alles nicht von Dir ist, sondern aus dem Netz kopiert, kannst Du 
ja nichts dafür.
von Karl B. (gustav)


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
> Da das alles nicht von Dir ist, sondern aus dem Netz kopiert, kannst Du
> ja nichts dafür.

Nein, das Bild hatte ich auch schon früher hier gepostet. (17.03.2018)
Aber die Idee mit dem a/2 kam von einem anderen Thread hier, dessen 
"Bild" aber nicht so gut gezeichnet war, so dass ich mir die 
Unverfrorenheit herausgenommen hatte, das mit TinyCad nachzumalen.

Und wenn Ihr es unter KI findet, haben die es von mir geklaut.
Ralf X. schrieb:

> Da das alles nicht von Dir ist, sondern aus dem Netz kopiert, kannst Du
> ja nichts dafür.
Gib doch mal genau die Quelle an, wenn Du solche Behauptungen 
aufstellst.

ciao
gustav
von Gerhard O. (gerhard_)


Lesenswert?

Moin,

mir geht es ähnlich wie Karl. Mit Drehstrom Motoren hatte ich bisher 
kaum etwas zu tun und gehöre diesbezüglich in die Laien Kategorie;-)

Anhand dieses Anlasses und Diskussion bin ich nun neugierig genug die 
Drehbank wegzuschieben, um mir die Anschluß-Konfiguration des Motors zu 
Gemüte führen. Ich bin ziemlich sicher, dass ich damals keine Brücken 
installierte; folglich ist mein Motor aller Wahrscheinlichkeit nach in 
Sternschaltung angeschlossen. Das erklärt vielleicht auch, warum der 
Motor bei Langsam-Drehzahl und hoher Werkzeugbelastung merkbar etwas 
nachlaesst.

Eine Google Anfrage wie man nun einen solchen Motor für Delta in der 
Praxis anschließt, empfahl Folgendes durch Gemini KI:

1) Installiere Brücken zwischen U1 und W2, V1 und U2, W1 und V2
2) FU Ausgänge: L1 nach U1, L2, nach V1, L3 nach V2
(Bei falscher nominaler Drehrrichtung einfach ein Leitungspaar 
umwechseln)

Ich hoffe, Gemini hat es korrekt angegeben.

Was den zulässigen Motor FU-Frequenzbereich betrifft, glaube ich mich zu 
erinnern, dass irgendwo angegeben wurde, den Motor nur zwischen 10-60Hz 
zu betreiben und parametrisierte meine FU diesbezüglich danach. Ich 
werde bei der Inspektion versuchen die Typenbezeichnung des Motors zu 
finden und nach einem Datenblatt suchen. Dieser Bereich war bisher auch 
immer ausreichend.

Karl: Mich interessiert übrigens Deine Anwendung: Drehbank, Fräse?

Gruss,
Gerhard
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Gerhard O. schrieb:
> 2) FU Ausgänge: L1 nach U1, L2, nach V1, L3 nach V2

Naja, L3 auf W1, aber W1-V2 ist ja eh gebrückt.
von Soul E. (soul_eye)


Lesenswert?

Gerhard O. schrieb:
> Eine Google Anfrage wie man nun einen solchen Motor für Delta in der
> Praxis anschließt, empfahl Folgendes durch Gemini KI:

Früher hat man für sowas in ein Lehrbuch geschaut.

> 1) Installiere Brücken zwischen U1 und W2, V1 und U2, W1 und V2
> 2) FU Ausgänge: L1 nach U1, L2, nach V1, L3 nach V2

Warum nicht L3 an W1? Das wäre zumindest logischer.

Üblicherweise sind die Klemmfelder so, dass für Dreieck die drei 
Blechstreifen senkrecht stehen, und da geht jeweils eine Phase drauf. 
Für Stern ist die untere Reihe verbunden (die rechte Seite bekommt zwei 
Blechstreifen, damit Du den überzähligen nicht verlierst) und die Phasen 
kommen an die obere Reihe.

> (Bei falscher nominaler Drehrrichtung einfach ein Leitungspaar
> umwechseln)

So ist es. Wenn Du einen Drehstrommotor anschließt, hast Du eine 50%ige 
Chance, dass er richtig herum dreht. Wenn Du anfängst darüber 
nachzudenken, dann sinkt diese Chance auf 30% ;-)
: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> 2) FU Ausgänge: L1 nach U1, L2, nach V1, L3 nach V2
>
> Naja, L3 auf W1, aber W1-V2 ist ja eh gebrückt.

Ohne das Anschlußfeld ansehen zu können, kann ich mir momentan ohnehin 
kein Bild machen, was von meinem Motor zu halten ist.

Ob das richtig ist:

https://electronics.stackexchange.com/questions/346705/how-to-connect-a-three-phase-motor

https://automationforum.co/how-to-connect-a-three-phase-motor-in-star-and-delta-connection/
: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


Lesenswert?

Soul E. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Eine Google Anfrage wie man nun einen solchen Motor für Delta in der
>> Praxis anschließt, empfahl Folgendes durch Gemini KI:
>
> Früher hat man für sowas in ein Lehrbuch geschaut.
>
>> 1) Installiere Brücken zwischen U1 und W2, V1 und U2, W1 und V2
>> 2) FU Ausgänge: L1 nach U1, L2, nach V1, L3 nach V2
>
> Warum nicht L3 an W1? Das wäre zumindest logischer.
DA kann ich mir momentan kein Bild machen, ohne mir das Wicklungsschema 
anzusehen.
>
> Üblicherweise sind die Klemmfelder so, dass für Dreieck die drei
> Blechstreifen senkrecht stehen, und da geht jeweils eine Phase drauf.
> Für Stern ist die untere Reihe verbunden (die rechte Seite bekommt zwei
> Blechstreifen, damit Du den überzähligen nicht verlierst) und die Phasen
> kommen an die obere Reihe.
>
>> (Bei falscher nominaler Drehrrichtung einfach ein Leitungspaar
>> umwechseln)
>
> So ist es. Wenn Du einen Drehstrommotor anschließt, hast Du eine 50%ige
> Chance, dass er richtig herum dreht. Wenn Du anfängst darüber
> nachzudenken, dann sinkt diese Chance auf 30% ;-)
Das waere das geringste meiner Probleme;-)

Jetzt bin ich wirklich neugierig. Damals mußte ich 100% keine Brücken 
installieren. Falls da Brücken vorhanden waren, genügt ein Blick um das 
Anschlußschema zu wissen. Heute Abend werde ich mich vergewissern. Etwas 
mehr Drehmoment wäre nützlich.
von Karl B. (gustav)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Soul E. schrieb:
> Üblicherweise sind die Klemmfelder so, dass für Dreieck die drei
> Blechstreifen senkrecht stehen, und da geht jeweils eine Phase drauf.
> Für Stern ist die untere Reihe verbunden (die rechte Seite bekommt zwei
> Blechstreifen, damit Du den überzähligen nicht verlierst) und die Phasen
> kommen an die obere Reihe.

Im Zweifelsfalle die einzelnen Wicklungsenden abklemmen und separat auf 
Durchgang prüfen.
Dann sieht man, wo welche Verbindung hin muss.

(Könnte sich ja noch gemeinerweise ein Dahlander-Doppelstern dahinter 
verbergen. Der hat auch "nur" 6 Klemmen. Trotz zweier 
Geschwindigkeiten.)

ciao
gustav
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Karl B. schrieb:
> (Könnte sich ja noch gemeinerweise ein Dahlander-Doppelstern dahinter
> verbergen. Der hat auch "nur" 6 Klemmen. Trotz zweier
> Geschwindigkeiten.)

Ein Motor mit zwei getrennten Wicklungen ebenso.

Aber das kann man für gewöhnlich aus dem Typenschild ermitteln.
von Karl K. (arbuckle)


Lesenswert?

Sorry ihr seid jetzt bei einer anderen Sache zu der ich nichts sagen 
kann möchte ungern reinquatschen aber da noch niemand etwas zu dem 
gesagt hat was
ich im letzten Beitrag geschrieben hatte mache ich das selbst nochmal .

Karl K. schrieb:
> Das ist zum Glück wohl so der Fall. Ganz egal welche Stromstärke ,welche
> Motorspannung und welche Beschaltung (Stern Dreieck) man Parametriert
> oder Kombiniert beim Betrieb mit so einem 1Phasigen FU kann dadurch wohl
> nichts wirklich schlimmes passieren.

Damit meinte ich natürlich nur die zu dem jeweiligen Motor passenden 
Werte und nicht vollkommen andere Werte.
Also gibt man in meinem Fall in den Parametern des FU als Motordaten
220V - 6,8A ein dann ist das richtig
220V - 3,7A ist zwar nicht richtig aber im schlimmsten Fall gibt es 
Fehlermeldungen und der Motor hat zu wenig leistung
Gibt man 380V und 3,7A oder 6,8A ein dann passiert nichts schlimmes weil 
der FU ja garnicht in der Lage ist 380V zu liefern.
Und das selbe müsste ja auch für den Fall gelten wenn der Motor in 
dieser Konfiguration im Dreieck angeschlossen ist.

Ich hoffe das stimmt so

Udo S. schrieb:
> Das ist die schlechteste aller Lösungen.
>
> Und wenn ich mir die Daten des FUs oben anschaue. Der geht bis 320 Hz.
> Ich wollte nicht daneben stehen, wenn du den chinesischen Motor mit mehr
> als 80Hz fährst.
> Ich glaube nicht dass der für ein vielfaches seiner Nenndrehzahl
> ausgelegt ist.

Das habe ich auch nicht vor , es ist eine etwas größere alte Maschine 
und die Spindel ist mit Gleitlagern gelagert. Solche Maschinen hatten 
soweit ich weis nicht mehr als 1400rpm (bin mir nicht sicher was diese 
hatte denn ich habe keine Daten zu der Maschine und der Antrieb wurde 
nachträglich so verändert das sie sogar unter 1000rpm lief.

Nachdem ich es nochmal habe sacken lassen ist mir eingefallen das die 
Äusserungen zur Quadratur des Kreises oben im Thread wohl eine 
Anspielung auf die durch den FU vereckigte Sinuskurve sein sollte.
Gibt es denn da irgendwelche wirklich großen Nachteile oder Probleme mit 
?
Ich nehme an das heutzutage die meisten Methoden einen Motor zu Steuern 
damit einhergehen das auch die Stromversorgung des Motors 
"digitalisiert" wird. Es ist aber wohl keine Überraschung das ich mich 
da nicht auskenne.

Ausserdem wollte ich nochmal kurz was zur Parametrierung des FU sagen.
Ich betreibe seit einiger Zeit einen anderen Motor an einem FU und das 
funktioniert bisher super . Wie das mit dem nächsten Motor und FU sein 
wird
weis ich natürlich nicht was ich aber schon jetzt sagen kann ist das 
wenn ich nicht bereits den ersten FU parametriert hätte wäre ich mit dem 
neuen vollkommen überfordert. Der erste FU (der im Vergleich einen etwas 
hochwertigeren Eindruck macht aber auch günstig war) hatte eine wirklich 
gute Anleitung beiliegen die genau zeigte was man unbedingt einstellen 
muß und was nicht . 99% der Einstellungen waren für mich erstmal 
vollkommen unwichtig. In der Anleitung des neuen FU ist das so nicht 
beschrieben. Er ist zwar etwas weniger komplex als der erste aber immer 
noch reichlich (auch mit Vektorsteuerung usw.) wüsste ich nicht aus der 
Anleitung des ersten was wirklich wichtig ist wäre ich ziemlich 
aufgeschmissen.
Ich wollte das hier nur mal gesagt haben.
: Bearbeitet durch User
von Hippelhaxe (Gast)


Lesenswert?

Vorab: Ich bin zwar vom Fach, denn ich habe Mechatroniker
gelernt und Elektrotechnik studiert, aber ich bin kein
Spezialist für elektrische Antriebe. Ich bitte das zu
berücksichtigen. Für sachkundige (!) Korrekturen bin ich
im Bedarfsfall stets dankbar.


Karl K. schrieb:

> Sicher werden in der Industrie massenhaft Drehstrommotoren
> über FUs gesteuert

Ja.


> aber dabei geht es ja hautsächlich um 3\3 Phasen FUs

Nö. Warum sollte?

Fachleute mögen mich bei Bedarf korrigieren, aber meines
Wissens sind diese kleinen Umrichter alles Zwischenkreis-
umrichter mit Gleichspannungszwischenkreis.

Die bestehen, grob gesagt, netzseitig aus Entstörgliedern
und einem Netzgleichrichter, dann folgt der Zwischenkreis-
elko, und dem folgt wiederum motorseitig der 3-Phasen-
Wechselrichter.

Bei Motorleistungen, die mit einphasiger Speisung problemlos
zu bewältigen sind (also bis ungefähr 2kW) sehe ich überhaupt
keinen Vorteil darin, die Speisung des Umrichters dreiphasig
auszuführen -- man hat dann nur größeren Aufwand, ohne irgend
einen zusätzlichen Nutzen davon zu haben.


> denn in industrie oder Werkstattanlagen steht ja eigentlich
> immer 400V Drehstrom bereit.

Das ist zwar sachlich richtig -- aber kein Argument: Wenn in
einem Schaltschrank ein Dutzend einphasig gespeister FUs
aufgereiht sind, dann klemmt man halt vier Stück an L1, vier
an L2 und die restlichen vier an L3. Fertig ist die Laube.


> Wahrscheinlich ist das auch ein Grund weshalb auf
> Verkaufsplattformen fast mehr günstige 1\3PH FUs zu finden
> sind als 3\3PH FUs.

Meiner Meinung nach ist das genaue Gegenteil richtig: Weil
die Industrie sowieso die kleinen einphasig gespeisten
Umrichter in Unmassen einsetzt, sind die Dinger so preiswert
und an jeder Straßenecke zu bekommen!


> Ich nehme an das die Industrie ihre 3\3Phasen FUs aus
> anderen Quellen und von anderen Herstellern beziehen als
> der Hobbyist der seine alte Maschine betreiben will.

Mag sein, das widerspricht meinen Argumenten aber nicht.


> Und wenn man einen 1\3PH FU kauft macht es ja auch kaum
> Sinn den dann von einem Elektriker anschließen zu lassen

Umgekehrt: Den Schaltschrankmonteur muss man sowieso
bezahlen, aber der einphasig gespeiste FU ist (vermutlich)
billiger als der dreiphasig gespeiste, leistet aber genau
dasselbe.


> denn erstens könnte der Elektriker stattdessen auch
> einfach eine 400V Dose legen und zweitens kostet die
> Arbeit des Elektrikers wahrscheinlich soviel wie der
> FU und der Motor zusammen.

Das ist beides im Prinzip richtig -- aber beides nicht
relevant. Ob der Schaltschrankbauer zehn einphasige
oder zehn dreiphasige FUs in den Schaltschrank schraubt,
fällt kaum ins Gewicht; bei den einphasigen ist der
Verdrahtungsaufwand netzseitig sogar geringer.

Wenn die einphasigen aber bei identischem Nutzen
zwanzig Euro pro Stück billiger sind -- warum soll
man dann dreiphasige einkaufen?


> Entschuldigung ich möchte damit garnichts anderes
> sagen als das genau das eben in vielen Fällen die
> Realität sein wird.

Du scheinst die einphasig gespeisten Umrichter für
Hobby-Bastelkram zu halten. Das ist in überhaupt
keiner Weise der Fall.


> Das es in diesem Zusammenhang dann dazu kommt das
> auf Typenschildern Daten einfach nicht mehr angegeben
> werden und in den Anleitungen der vielen günstigen
> china 1\3PH FUs nichts grundlegendes zur Beschaltung
> der Motoren usw. angegeben ist macht es für den Laien
> (die Zielgruppe) eben auch nicht einfacher.

Nein! Genau falsch herum!

Wenn ohnehin 90% der Umrichter von Fachleuten in der
Industrie verbaut werden -- warum sollte sich der
freundliche Chinese dann die Mühe machen, für den
germanischen Bastler eine laientaugliche Anleitung
beizulegen? Den Zusatzaufwand bezahlt ihm niemand...


> Übrigens ist das nicht nur bei diesem Chinesischen
> Hersteller so ,bei vielen Motorenshops ,Anbietern
> und auf Typenschildern wird immer nur noch die
> Sternspannung für 400V erwähnt.

Klar! Weil vorausgesetzt wird, dass man sich auskennt!


> Weshalb es die Quadratur des Kreises sein soll
> Feldwaldwiesenantriebe mit FU zu betreiben verstehe
> ich nicht.

Hmm... falls es Dich wirklich interssiert, dann frag'
nochmal nach. Das wird etwas länger, und heute ist es
mir dafür zu spät...


> Wie gesagt ist es sehr günstig und es ist auch eine
> tolle Technologie sofern man keinen Drehstromanschluss
> hat.

Es ist auch dann eine tolle Technik, WENN man einen
Drehstromanschluss HAT!


> Die einzige Alternative die ich dazu kenne sind solche
> 230V Brushless(Servo) Motoren mit entsprechender Steuerung.
> Diese sind aber eher teurer viel weniger verbreitet und
> auch nicht ganz so vielseitig einsetzbar bzw. kombinierbar.

EBEN !

Könnte es sein, dass auch die Projektanten in der Industrie
das wissen?!
von Gerhard O. (gerhard_)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Moin,

Wenn es Euch noch interessiert:

Ich versuchte mir die Geschichte anzuschauen. Aber ohne kompletten 
Ausbau des Motors ist da leider nichts zu machen und das würde Stunden 
beanspruchen. Man kommt an die Motor Flansch Befestigungsmuttern nur 
extrem schlecht dran.

Wenigstens ein Bild des Typenschilds konnte ich so schlecht und recht 
machen. Da werden beide Anschlußmöglichkeiten gezeigt. Nach so langer 
Zeit kann man sich leider nicht mehr an die damaligen Arbeitsumstände im 
Detail erinnern. Fest steht, daß mir damals der Motor als 240V Typ 
verkauft wurde und möglicherweise dafür schon prepariert wurde. Sonst 
würde das "Biest" überhaupt nicht laufen. Brücken müssen also vorhanden 
sein. Es fragt sich aber, ob im Delta oder Stern Modus. Die 
Wahrscheinlichkeit ist also 50% falsch zu sein.

Der Motor scheint für FU Betrieb vorgesehen zu sein - allerdings nur 
nominal zwischen 6-60Hz. 75Hz wären wahrscheinlich noch ohne großes 
Risiko machbar.

Der Motor hat übrigens keinen Anschlußaufbau. Nur einen gewölbten 
Deckel. Ich flanschte damals eine normale 10cm flache Elektrodose dran. 
Aber man kann leider die existierende Verdrahtung ohne Ausbau das 
Anschlußschema nicht näher untersuchen. Wenn ich einen Vergleichsmotor 
hätte, könnte man mit dem Ohmmeter Klarheit Verschaffen. Aber leider 
habe ich keine Windungsinformationen.

Ich denke, ich laß gut mal gut sein.

Gerhard
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8039433 wurde vom Autor gelöscht.
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Das ist ein spezieller Motor für den Nordamerikanischen Markt. Der hat 
nicht drei, sondern sechs Wicklungen, und wird immer im Stern 
geschaltet. Für kleine Spannung je zwei Wicklungen parallel, für große 
Spannung je zwei in Reihe. Im Moment ist er auf kleine Spannung 
geklemmt, also für dich passend.
von Udo S. (urschmitt)


Lesenswert?

Hippelhaxe schrieb:
> Bei Motorleistungen, die mit einphasiger Speisung problemlos
> zu bewältigen sind (also bis ungefähr 2kW) sehe ich überhaupt
> keinen Vorteil darin, die Speisung des Umrichters dreiphasig
> auszuführen -- man hat dann nur größeren Aufwand, ohne irgend
> einen zusätzlichen Nutzen davon zu haben.

Sowohl meine neue Bosch 7kW Wärmepumpe mit um die 3kW Anschlussleistung, 
als auch meine Multisplit Klima mit ca 3kW Anschlussleistung sind 1 
phasig. Ich hätte gerne 3 phasig gehabt, aber das gibt es nicht oder nur 
als exot und teurer.
3 phasig hat den Vorteil, dass man weniger Schieflast hat und es nicht 
so schnell passieren kann dass einzelne phasen durch 3 dicke Verbraucher 
auf über 32A kommen.
Weiterer Vorteil ist dass du bei B6 Gleichrichtung eine schon fast 
glatte Gleichspannung im Zwischenkreis hast und keine großen 
Kondensatoren braucht.
Nachteil werden die aufwändigeren Eingangsfilter sein.
Vielleicht kann dazu jemand anderes was sagen.
von Karl K. (arbuckle)


Lesenswert?

möglich das die einphasigen FUs auch in Industrie und Fachbereichen 
eingesetzt werden. Ob dafür dann die "noname" Produkte verwendet werden 
ist eine andere Frage.

Bevor ich das erste mal mit dem Thema angefangen habe hatte ich halt 
überlegt ob ich mir nicht besser einen 230VAC Brushless Servomotor 
kaufen soll weil dieser einfach mit dem passenden Steuergerät 
ausgeliefert wird und ich mich
nicht so sehr mit elektrotechnik ausseinander setzten muß.
Da muß man bei einfachen günstigen Geräten auch keine Parameter 
einstellen.
Es wäre aber um den vorhandenen Motor schade gewesen und die günstigen 
brushlessmotoren funktionieren zwar an meiner Nähmaschine gut wirken 
aber irgendwie auch billig gemacht mit ihren Plastikabdeckungen um die 
Welle usw.
Sicher sind die meisten Systeme dieser Art halt im Vergleich dazu und 
auch im Vergleich zu der Lösung mit FU extrem viel teurer.
Wie gesagt die günstigen sind halt "plug and play" .
Wären die Bedienungsanleitungen der FUs und die Beschriftungen der 
Motoren
etwas besser dann wäre auch dieser Betrieb selbst für den Laien ähnlich 
einfach.

Gerhard O. schrieb:
> Der Motor scheint für FU Betrieb vorgesehen zu sein - allerdings nur
> nominal zwischen 6-60Hz. 75Hz wären wahrscheinlich noch ohne großes
> Risiko machbar.

Was mich tatsächlich an der Quadratur des Kreises noch interessiert ist 
woran erkennt man denn das der gezeigte Motor für FU Betrieb geeignet 
ist?
Alles was ich dazu finden konnte ist das es Motoren gibt die bereits 
einen FU integriert haben oder aber das es Motoren gibt die für den 
Betrieb mit FU zusätzlich fremdgekühlt werden. Soweit ich es verstanden 
habe unterscheiden
sich die Motoren ansonsten nicht von anderen.

Ich muß in dem Zusammenhang aber schon sagen das sich beide FUs und die 
Motoren (hatte zwischenzeitlich einen anderen Motor am neuen FU als den 
um den es hier ging) im Betrieb fast beängstigend fiese etxtrem hohe 
Frequenzgeräusche machen also wirklich akustisch. Durch ändern der 
Trägerfreuenz wurde es beim alten zwar besser. Aber vielleicht liegen ja 
da irgendwie auch Nachteile oder Qualitätsunterschiede in den FUs
auch wenn diese ja wahrscheinlich in erster Linie aus sehr ähnlichen 
integrierten Schaltkreisen bestehen.

Und nochmal kurz zu meiner Rechnung mit dem Elektriker. Natürlich wäre 
es im Zweifel besser nochmal den selben Preis der Anshaffunskosten von 
FU und Motor dafür zu bezahlen das diese dann richtig angeschlossen 
werden, bin mir aber auch nicht ganz sicher ob der "feld wald wiesen" 
elektricker aus dem Ort z.B. die passende Parametrierung des FU dann 
ohne weiters einfach machen kann. Ich meine vielleicht kann er auch kein 
Chinesisch und dann muß er einen FU von Siemens oder sonstwas bestellen 
und dann ist die Rechnung halt eine ganz andere.
Also danke nochmal an das Forum hier ohne euch wäre es wirklich extrem 
viel schwieriger für jemanden wie mich sowas ans laufen zu bringen.
Was mir die KI (ganz ohne fachchinesisch) erzählen wollte hatte ich ja 
erwähnt.
: Bearbeitet durch User
von Karl B. (gustav)


Lesenswert?

Habe jetzt nicht alles gelesen, finde aber folgende Überlegung noch 
wichtig.
Wenn ein FU eingerichtet wird, gehe ich von einer Geschwindigkeits- bzw. 
Drehzahleinstellungsmöglichkeit aus. Da gibt es afaik zwei generelle 
Einstellmöglichkeiten: vektoriell und einfache u/f (Polpaarzehl mal 
Frequenz = Drehzahl).
Trotzdem sollte die Kühlung beachtet werden.
Da das Lüfterrad fest mit der Achse verbunden ist, wird bei niedrigen 
Drehzahlen auch weniger Luft zur Kühlung bewegt.
Das führt über kurz oder lang zur Überhitzung des Motors, IMHO besonders 
in der Betriebsart vektoriell.
Oder sehe ich das falsch.
Wie umgeht man dieses Problem (nicht nur mit Extra-Ventilation, sondern 
auch durch passende Parametrierung des FU)?

ciao
gustav
von Gerhard O. (gerhard_)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Das ist ein spezieller Motor für den Nordamerikanischen Markt. Der
> hat
> nicht drei, sondern sechs Wicklungen, und wird immer im Stern
> geschaltet. Für kleine Spannung je zwei Wicklungen parallel, für große
> Spannung je zwei in Reihe. Im Moment ist er auf kleine Spannung
> geklemmt, also für dich passend.

Moin,

Dank Deiner Ausführungen studierte ich nochmals mein zweites Bild 
sorgfältig und erkenne jetzt, dass ich damals den Motor, tatsächlich. so 
wie auf dem Typenschild angegeben, richtig angeschlossen hatte.

Man kann deutlich sehen, wie T4-T6 zusammen geführt sind und jeweils 
zwei Motordrähte an die zugehörigen L1-L3 Verbindungen geführt sind. 
Sonst wären da extra Schraubverbinder zu sehen, es gibt aber nur vier. 
Da hat es sich offensichtlich gelohnt diese Unsicherheit im 
Anschluß-Schema zu klären.

Gerhard
von Gerhard O. (gerhard_)


Lesenswert?

Karl B. schrieb:
> Da das Lüfterrad fest mit der Achse verbunden ist, wird bei niedrigen
> Drehzahlen auch weniger Luft zur Kühlung bewegt.
> Das führt über kurz oder lang zur Überhitzung des Motors, IMHO besonders
> in der Betriebsart vektoriell.

Sehe ich genauso. Da empfiehlt es sich vielleicht bei lang andauernder 
Langsam-Belastung dem Motor einen externen Luftstrom zu gönnen. Aber im 
Hobby Bereich genügt es wahrscheinlich einfach hin und wieder den Motor 
anzufassen und dem Motor, wenn zu warm, etwas abkühlen lassen.
von Karl K. (arbuckle)


Lesenswert?

Meine Frage woran man die Eignung des Motors von Gerhardt für FU Betrieb 
erkennt hat sich erledigt denn es steht ja in ausgeschriebenen Sätzen 
auf dem Typenschild.

Was ich noch sagen will ist das meine Äusserungen zum Feld Wald Wiesen 
Elektriker in keiner Weise despektierlich gemeint ist.
Tatsächlich hatte ich mal einen Bekannten der Elektriker war. Er hat 
damals den Meister gemacht und schon damals war es für mich sehr 
beeindruckend wie jemand derart unfassbare Dinge lernen kann.
Also ich habe ehrlich größten Respekt vor Elektrikern ,auch vom Lande.
Und die eigentliche Fragestellung des Threads wäre für jeden Elektriker 
eh ein Kinderspiel.

Das die KI in diesem Fachbereich so falsche Antworten gibt und dabei mit 
unglaublicher Überzeugung anderen einen Denkfehler unterstellt hätte ich 
so nicht erwartet. Immerhin gibt es in der Frage Unterschied 380V und 
220\380V Motor wohl keinen Interpretationsspielraum ,das ist ja wohl 
sehr eindeutig zu beantworten . Die KI hat einfach das selbe 
Missverständnis von Laien wie mir der immer wieder mit  Netzspannung und 
Phasenspannung durcheinander kommt.
ABER das eigentlich bedenkliche ist sicher das ich eine KI überhaupt 
nach solchen Sachen fragen wollte.

Um das hier von meiner Seite nicht so zu beenden wie einen KI Chat, 
nochmal Danke für die sachlichen Beiträge und die Beantwortung meiner 
Fragen.
Es ist toll das es Foren wie dieses gibt in dem man mit viel Geduld ganz 
individuell auf Fragen von Leuten eingeht.

Von meinem Standpunkt aus zu bemängeln das Typenschilder nicht 
ausreichend ausgezeichnet werden oder Bedienungsanleitungen nicht auf 
die Bedürfnisse von Laien eingehen ist sicher nicht wirklich angebracht.
Was in dem Zusammenhang aber wirklich praktisch wäre ist wenn man 
bestimmte Themen die gerade AUCH für Laien immer wieder interessant sind 
, so wie das Thema Rund um den Anschluss und Betrieb eines 1PH FU ,als 
eine Art Leitfaden aufbereiten könnte so das man nicht immer nur 
einzelne Informationen aus einzelnen Threads zusammensuchen oder immer 
alles individuell neu ausrollen muß. Wie so etwas genau aussehen könnte 
weis ich aber auch nicht.

Also ich kann hier glaube ich nichts mehr beitragen danke
m.f.G.
Beitrag #8039740 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8039757 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8039787 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8039793 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8039810 wurde von einem Moderator gelöscht.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.