Forum: Offtopic War das nix mit den WLAN-Preisschildern?


von Gustav K. (hauwech)


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Hallo,

eben in einem großen Supermarkt, da wurden Sonderangebote ausgezeichnet. 
Ich sah, dass da manuell Preisschilder aus Papier ausgetauscht wurden.

Wenn ich mich richtig erinnere, waren da mal überall elektronische 
Preisschilder und man hatte Preise und Sonderangebote zentral über das 
Warenwirtschaftsystem via WLAN ausgegeben.

Wieso der Rückbau zum Preisschild aus Papier?
Hat sich das elektronische System nicht bewährt?

Gustav

von Norbert (der_norbert)


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Gustav K. schrieb:
> Wieso der Rückbau zum Preisschild aus Papier?
> Hat sich das elektronische System nicht bewährt?

Der Zeitraum für die Shareware Lizenz ist abgelaufen? ;-)

(Sieht man gelegentlich bei Flugzeugen welche auf dem Bauch landen…
Der 30 Tage Zeitraum für ›Fahrwerk ausfahren‹ ist abgelaufen)

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Gustav K. schrieb:
> Wenn ich mich richtig erinnere,

Das war im anderen Supermarkt.

von Nick (b620ys)


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Gustav K. schrieb:
> Wieso der Rückbau zum Preisschild aus Papier?
> Hat sich das elektronische System nicht bewährt?

Vermutung:
Man hat die neuen Preisschilder ganz klassisch ausgedruckt und dann 
damit das System händisch gefüttert, das die ePaper-Schilder 
aktualisiert.

Zwischenzeitlich hat man gemerkt, dass die ePaper-Schilder doch nur 
feucht abgewischt werden können, aber beim monatlichen Regalputz doch 
immer wieder geflutet werden und im Weg sind. Das klassische Papier hat 
man einfach weggeworfen, danach die Klemmleiste großzügig nass 
abgewischt.

Dann gabs noch die paar Typen aus µC.net die sich die Schilder mal 
genauer anschauen wollten und sie sich dazu "ausgeliehen " haben. Paar 
haben es ja geschafft die Schilder zu ihren Gunsten zu manipulieren. Die 
mussten aber an der Kasse dann feststellen, dass ihr Wissen doch nicht 
so gut verwertbar ist.

von Gustav K. (hauwech)


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H. H. schrieb:
> Das war im anderen Supermarkt.

Natürlich gut möglich. Dann frage ich mal anders:

Wieso nutzt ein richtig großer Player (Kaufland) in einem richtig großen 
Markt Preisschilder aus Papier, wenn andere Märkte längst elektronische 
Preisschilder verwenden?

von Michael L. (nanu)


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Gustav K. schrieb:
> Wieso nutzt ein richtig großer Player (Kaufland) in einem richtig großen
> Markt Preisschilder aus Papier, wenn andere Märkte längst elektronische
> Preisschilder verwenden?

Weil die wie Du im Gestern stecken geblieben sind. Dort muß man ja auch 
noch selbst abwiegen, wie bei einem meiner seltenen Einkäufe dort, 
aufgefallen ist. Die haben da extra eine Waage an der Kassenzeile, zu 
der man geschickt bzw. zu der die Kassiererin wiegen geht. Das erfreut 
die Wartenden in der Schlange.

von Hans W. (hanswieland)


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Michael L. schrieb:
> Dort muß man ja auch noch selbst abwiegen

Beim meinem Kaufland in der Nähe wird an der Kasse vom Personal gewogen. 
Und das geht schnell.

: Bearbeitet durch User
von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Gustav K. schrieb:
> Hat sich das elektronische System nicht bewährt?

Basierend auf einer einzigen Anekdote? Bisschen dünn als Evidenz, oder?

Du wirst wohl nicht drum herum kommen, den Supermarkt zu fragen.

: Bearbeitet durch User
von Gerd E. (robberknight)


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Gustav K. schrieb:
> Wieso nutzt ein richtig großer Player (Kaufland) in einem richtig großen
> Markt Preisschilder aus Papier, wenn andere Märkte längst elektronische
> Preisschilder verwenden?

Vielleicht auch weil die Manager haben die richtig rechnen können. Alle 
Märkte mit so einem System auszurüsten, die Lizenzen für den 
Software-Anbieter, die Kosten für die Entwickler die das in Deine 
Artikel-Stammdateninfrastruktur einbinden und alle paar Jahre neue 
Preisschilder weil das E-Paper ausgeleiert ist oder die Batterien leer 
kostet ne Stange Geld.

Auf der anderen Seite musst Du keine Papierschilder mehr ausdrucken und 
tauschen.

Ich denke ob sich das lohnt hängt davon ab wie häufig Du die Preise 
ändern willst.
Und vermutlich lohnt sich das halt für die nicht.

Neuer ist nicht immer besser.

von Lu (oszi45)


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Allgemein denke ich, dasss ein Stück bedrucktes Papier billiger ist als 
irgendwelche Elektronik mit Batterie, die öfter leer ist.

von Harald K. (kirnbichler)


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Gustav K. schrieb:
> Wieso nutzt ein richtig großer Player (Kaufland) in einem richtig großen
> Markt Preisschilder aus Papier, wenn andere Märkte längst elektronische
> Preisschilder verwenden?

Weil vielleicht in dieser einen Filiale das System zum Aktualisieren der 
Schilder ausgefallen ist, oder durch irgendwelche Umgebungsbedingungen 
(Radarstation in der Nachbarschaft o.ä.) stark gestört wird.

WLAN verwenden die Dinger in der Regel nicht, das verbraucht viel zu 
viel Strom, und in den Preisschildern steckt nur 'ne etwas fettere 
Knopfzelle. Die soll natürlich solange durchhalten wie möglich.

von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> WLAN verwenden die Dinger in der Regel nicht,

IR

von Kilo S. (kilo_s)


Angehängte Dateien:

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H. H. schrieb:
> IR

Nicht nur, manche machen auch 2,4GHz, nur eben kein WLAN.

Lu schrieb:
> die öfter leer ist.

Die Teile halten selbst bei powercycle ihre Daten auf dem Display und 
sind kurz nach dem Einschalten wieder im deep sleep.

Die Dinger halten Quasi ewig und die Batterien darin sind austauschbar 
gestaltet.

Und das sind keine Vermutungen, ich hab so ein ding hier.

Nicht die Zeit gefunden weiter damit zu spielen.

von Gerd E. (robberknight)


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Kilo S. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> IR
>
> Nicht nur, manche machen auch 2,4GHz, nur eben kein WLAN.

IR hat halt den Nachteil dass Du recht viele Transmitter brauchst um den 
ganzen Supermarkt abzudecken. Die musst Du dann alle mit Kabel anfahren, 
in den Decken rumkriechen um die zu verteilen etc. Funk ist in der 
Hinsicht meist einfacher.

Funk braucht aber mehr Batterie. Bei so einem proprietären Protokoll 
kann man aber z.B. die Wachzyklen genau vorgeben und synchronisieren. 
Also z.B. kriegt das Preisschild per Funk mitgeteilt dass es ab jetzt 
genau 1 Minute schlafen soll, dann für 5 Millisekunden empfangen, dann 
wieder 1 Minute schlafen etc. Hin und wieder wird dann ein Sync-Paket 
gesendet um die auseinanderlaufenden Takte zu synchronisieren.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Meine Erfahrungen mit den elektronischen Preisschildern ist, dass rund 
1/10 der Anzeigen ausgefallen sind.

Ausserdem zeigen die meistens so wenig an, dass bei vertauschten 
Haengern es deutlich schwerer ist, herauszufinden zu welchem Produkt das 
Schild gehoert.

von Michael B. (laberkopp)


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Gustav K. schrieb:
> Wenn ich mich richtig erinnere

Wohl nicht.

WLAN frisst so viel Strom, die Preisschilder würden ein Netzteil 
benötigen.

Es gibt vereinzelt Läden die ePaper nutzen, aber die Systeme sind wohl 
teuer und lohnen nur um dir persönlich einen anderen Preis anzuzeigen 
als Kunden ohne iPhone..

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