Hallo, eben in einem großen Supermarkt, da wurden Sonderangebote ausgezeichnet. Ich sah, dass da manuell Preisschilder aus Papier ausgetauscht wurden. Wenn ich mich richtig erinnere, waren da mal überall elektronische Preisschilder und man hatte Preise und Sonderangebote zentral über das Warenwirtschaftsystem via WLAN ausgegeben. Wieso der Rückbau zum Preisschild aus Papier? Hat sich das elektronische System nicht bewährt? Gustav
Gustav K. schrieb: > Wieso der Rückbau zum Preisschild aus Papier? > Hat sich das elektronische System nicht bewährt? Der Zeitraum für die Shareware Lizenz ist abgelaufen? ;-) (Sieht man gelegentlich bei Flugzeugen welche auf dem Bauch landen… Der 30 Tage Zeitraum für ›Fahrwerk ausfahren‹ ist abgelaufen)
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Gustav K. schrieb: > Wieso der Rückbau zum Preisschild aus Papier? > Hat sich das elektronische System nicht bewährt? Vermutung: Man hat die neuen Preisschilder ganz klassisch ausgedruckt und dann damit das System händisch gefüttert, das die ePaper-Schilder aktualisiert. Zwischenzeitlich hat man gemerkt, dass die ePaper-Schilder doch nur feucht abgewischt werden können, aber beim monatlichen Regalputz doch immer wieder geflutet werden und im Weg sind. Das klassische Papier hat man einfach weggeworfen, danach die Klemmleiste großzügig nass abgewischt. Dann gabs noch die paar Typen aus µC.net die sich die Schilder mal genauer anschauen wollten und sie sich dazu "ausgeliehen " haben. Paar haben es ja geschafft die Schilder zu ihren Gunsten zu manipulieren. Die mussten aber an der Kasse dann feststellen, dass ihr Wissen doch nicht so gut verwertbar ist.
H. H. schrieb: > Das war im anderen Supermarkt. Natürlich gut möglich. Dann frage ich mal anders: Wieso nutzt ein richtig großer Player (Kaufland) in einem richtig großen Markt Preisschilder aus Papier, wenn andere Märkte längst elektronische Preisschilder verwenden?
Gustav K. schrieb: > Wieso nutzt ein richtig großer Player (Kaufland) in einem richtig großen > Markt Preisschilder aus Papier, wenn andere Märkte längst elektronische > Preisschilder verwenden? Weil die wie Du im Gestern stecken geblieben sind. Dort muß man ja auch noch selbst abwiegen, wie bei einem meiner seltenen Einkäufe dort, aufgefallen ist. Die haben da extra eine Waage an der Kassenzeile, zu der man geschickt bzw. zu der die Kassiererin wiegen geht. Das erfreut die Wartenden in der Schlange.
Michael L. schrieb: > Dort muß man ja auch noch selbst abwiegen Beim meinem Kaufland in der Nähe wird an der Kasse vom Personal gewogen. Und das geht schnell.
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Gustav K. schrieb: > Hat sich das elektronische System nicht bewährt? Basierend auf einer einzigen Anekdote? Bisschen dünn als Evidenz, oder? Du wirst wohl nicht drum herum kommen, den Supermarkt zu fragen.
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Gustav K. schrieb: > Wieso nutzt ein richtig großer Player (Kaufland) in einem richtig großen > Markt Preisschilder aus Papier, wenn andere Märkte längst elektronische > Preisschilder verwenden? Vielleicht auch weil die Manager haben die richtig rechnen können. Alle Märkte mit so einem System auszurüsten, die Lizenzen für den Software-Anbieter, die Kosten für die Entwickler die das in Deine Artikel-Stammdateninfrastruktur einbinden und alle paar Jahre neue Preisschilder weil das E-Paper ausgeleiert ist oder die Batterien leer kostet ne Stange Geld. Auf der anderen Seite musst Du keine Papierschilder mehr ausdrucken und tauschen. Ich denke ob sich das lohnt hängt davon ab wie häufig Du die Preise ändern willst. Und vermutlich lohnt sich das halt für die nicht. Neuer ist nicht immer besser.
Allgemein denke ich, dasss ein Stück bedrucktes Papier billiger ist als irgendwelche Elektronik mit Batterie, die öfter leer ist.
Gustav K. schrieb: > Wieso nutzt ein richtig großer Player (Kaufland) in einem richtig großen > Markt Preisschilder aus Papier, wenn andere Märkte längst elektronische > Preisschilder verwenden? Weil vielleicht in dieser einen Filiale das System zum Aktualisieren der Schilder ausgefallen ist, oder durch irgendwelche Umgebungsbedingungen (Radarstation in der Nachbarschaft o.ä.) stark gestört wird. WLAN verwenden die Dinger in der Regel nicht, das verbraucht viel zu viel Strom, und in den Preisschildern steckt nur 'ne etwas fettere Knopfzelle. Die soll natürlich solange durchhalten wie möglich.
H. H. schrieb: > IR Nicht nur, manche machen auch 2,4GHz, nur eben kein WLAN. Lu schrieb: > die öfter leer ist. Die Teile halten selbst bei powercycle ihre Daten auf dem Display und sind kurz nach dem Einschalten wieder im deep sleep. Die Dinger halten Quasi ewig und die Batterien darin sind austauschbar gestaltet. Und das sind keine Vermutungen, ich hab so ein ding hier. Nicht die Zeit gefunden weiter damit zu spielen.
Kilo S. schrieb: > H. H. schrieb: >> IR > > Nicht nur, manche machen auch 2,4GHz, nur eben kein WLAN. IR hat halt den Nachteil dass Du recht viele Transmitter brauchst um den ganzen Supermarkt abzudecken. Die musst Du dann alle mit Kabel anfahren, in den Decken rumkriechen um die zu verteilen etc. Funk ist in der Hinsicht meist einfacher. Funk braucht aber mehr Batterie. Bei so einem proprietären Protokoll kann man aber z.B. die Wachzyklen genau vorgeben und synchronisieren. Also z.B. kriegt das Preisschild per Funk mitgeteilt dass es ab jetzt genau 1 Minute schlafen soll, dann für 5 Millisekunden empfangen, dann wieder 1 Minute schlafen etc. Hin und wieder wird dann ein Sync-Paket gesendet um die auseinanderlaufenden Takte zu synchronisieren.
Meine Erfahrungen mit den elektronischen Preisschildern ist, dass rund 1/10 der Anzeigen ausgefallen sind. Ausserdem zeigen die meistens so wenig an, dass bei vertauschten Haengern es deutlich schwerer ist, herauszufinden zu welchem Produkt das Schild gehoert.
Gustav K. schrieb: > Wenn ich mich richtig erinnere Wohl nicht. WLAN frisst so viel Strom, die Preisschilder würden ein Netzteil benötigen. Es gibt vereinzelt Läden die ePaper nutzen, aber die Systeme sind wohl teuer und lohnen nur um dir persönlich einen anderen Preis anzuzeigen als Kunden ohne iPhone..
Gerd E. schrieb: > IR hat halt den Nachteil dass Du recht viele Transmitter brauchst um den > ganzen Supermarkt abzudecken. IR ist bei uns eher selten. Das sehe ich in den Staaten aber oft, dort ist auch kein Transmitter in der Decke. Da geht der Marktmitarbeiter mit seinem Handheld durch und, sollte es nötig sein, aktualisiert das jeweilige Schild mit seinem Handheld. Da sind die Schilder nicht automatisch "vernetzt". Bei uns geht das über Funk, nicht aber über WLAN. Ich kenne bei uns kein Geschäft mehr, außer Teegut, was auf Papierschilder setzt. Hier haben alle: Lidl, Aldi, Kaufland, Edeka und Rewe (Mehr gibt es nicht im Umkreis) ePaper Preisschilder.
Michael B. schrieb: > Es gibt vereinzelt Läden die ePaper nutzen, aber die Systeme sind wohl > teuer und lohnen nur um dir persönlich einen anderen Preis anzuzeigen > als Kunden ohne iPhone.. Hier ist’s bei vielen Läden; vereinzelt gibt es hier noch welche mit Papierschildern. Die Vorstellung, der Preis würde on the fly für den jeweiligen Kunden angepasst, deutet drauf hin, dass du noch nie dem Vorgang beim Ändern der Anzeige zugeschaut hast? Gerade die dreifarbigen (schwarz, rot, weiß) brauchen sehr lange.
Gerd E. schrieb: > IR hat halt den Nachteil dass Du recht viele Transmitter brauchst um den > ganzen Supermarkt abzudecken. Die musst Du dann alle mit Kabel anfahren, Die brauchen nur Strom, den brauchen die Leuchten eh schon. Die Daten kommen per Funk zu den IR-Sendern.
Die 3 Supermärkte im Umkreis von 10 km verwenden alle Papier. Doch, wir haben schon Strom!
Gerd E. schrieb: > IR hat halt den Nachteil dass Du recht viele Transmitter brauchst um den > ganzen Supermarkt abzudecken. Wozu IR, wenn doch die Ladenbeleuchtung sowieso den ganzen Tag am leuchten ist. Schon bei Modellbahnen sind die Daten auf den Fahrstrom aufmoduliert. Die paar Daten für die Preisschilder sollten sich doch nebenbei über die Raumbeleuchtung verteilen lassen.
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Michael B. schrieb: > Es gibt vereinzelt Läden die ePaper nutzen, aber die Systeme sind wohl > teuer und lohnen nur um dir persönlich einen anderen Preis anzuzeigen > als Kunden ohne iPhone.. Das ist kompletter Blödsinn, die Dinger können gar nicht darauf reagieren, daß da ein iPhone ist. Obendrein müsste an der Kasse ebenfalls darauf reagiert werden, daß der gerade bediente Kunde ein iPhone hat ... Du scheinst irgendwie den Kontakt zur Realität nicht mehr so recht halten zu können, wie? eInk-Preisschilder verwendet mittlerweile sogar Aldi Nord. Zweifarbige, mit Rot als Zusatzfarbe.
H. H. schrieb: > IR IR == "In der Regel" || IR == Infrarot ? Nick schrieb: > Dann gabs noch die paar Typen aus µC.net die sich die Schilder mal > genauer anschauen wollten Hast du dazu einen Link?
Dieter D. schrieb: > Meine Erfahrungen mit den elektronischen Preisschildern ist, dass rund > 1/10 der Anzeigen ausgefallen sind. Einfach mal einem Pfleger darauf hinweisen.
Harald K. schrieb: > Michael B. schrieb: >> Es gibt vereinzelt Läden die ePaper nutzen, aber die Systeme sind wohl >> teuer und lohnen nur um dir persönlich einen anderen Preis anzuzeigen >> als Kunden ohne iPhone.. > > Das ist kompletter Blödsinn https://advocacy.consumerreports.org/press_release/consumer-reports-statement-on-marylands-protection-from-predatory-pricing-act/
Michael B. schrieb: > Harald K. schrieb: >> Michael B. schrieb: >>> Es gibt vereinzelt Läden die ePaper nutzen, aber die Systeme sind wohl >>> teuer und lohnen nur um dir persönlich einen anderen Preis anzuzeigen >>> als Kunden ohne iPhone.. >> >> Das ist kompletter Blödsinn > > https://advocacy.consumerreports.org/press_release/consumer-reports-statement-on-marylands-protection-from-predatory-pricing-act/ Machbar ist vieles bzgl. unterschiedlicher Preise für unterschiedliche Kunden auch im stationären Handel in DE. "Standardpreise" für Kunden ohne App, Gruppenpreise für alle Kunden mit App (auf dem Preisschild ersichtlich), spezielle Rabatte, Preise, Geschenke, etc. personenbezogen und nur auf Handy oder Scanner eingeloggt am Einkaufswagen ersichtlich. Leiden werden insbesondere Menschen mit wenig Überblick über die aktuellen Marktpreise/Zahlengedächnis/Zeitmangel. Im Onlinehandel hat es eh schon seit Jahren System. Digitale Displays hat die Metro schon vor 20 Jahren eingeführt, bei lidl habe ich vor ?? 5 Jahren erstmals erlebt, dann auch flächendeckend, beim hiesigen Kaufland noch nicht, bei anderen Märkten teilweise. Umprogrammierung ausschliesslich mittels Handgeräten in wenigen Zentimetern Abstand. Eine wechselde Anzeige auf dem Schild für unterschiedliche Kunden stelle ich mir unmöglich vor, zumindest in DE und aktueller Technik. Wie soll es funktionieren, zwei nebeneinander stehenden Menschen gleichzeitig unterschiedliche Preise anzuzeigen? Als älterer Mensch habe ich auch unter der nachlassenden Sehkraft zu leiden. Die digitalen Etiketten sind bedeutend beschissener zu lesen, als die gedruckten. Zumindest in der von mir bekannten Ausführung.
H. H. schrieb: > Das war im anderen Supermarkt. So ganz falsch lag Hinz nicht, denn der Markt hieß vor paar Jahren noch real.- und wurde dann von Kaufland übernommen. Dieser real.- Markt hatte ausnahmslos elektronische Preisschilder, Kaufland hat das dann zurück gebaut. Michael L. schrieb: > Weil die (Kaufland) wie Du im Gestern stecken geblieben sind. Klar, die Schwarz-Gruppe (alleine Kaufland betreibt 1500 Märkte mit 155.000 Mitarbeitern) macht ihre Milliardengewinne nur deshalb, weil die dortigen Entscheider - im Gegensatz zu dir - alle doof sind. Ralf X. schrieb: > Die digitalen Etiketten sind bedeutend beschissener zu lesen, als die > gedruckten. Kann ich so nicht bestätigen. Mir sind die digitalen Preisschilder erst aufgefallen, als ich mal eines sah, das gesponnen hat.
e-paper ist halt schweineteuer und die Kunden in "deinem Laden" wollen das halt nicht mit-finanzieren. Falls sich der Laden wegen Ladendiebstahl überhaupt (noch) trägt: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/ladendiebstahl-106.html
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StefanK schrieb: > Hast du dazu einen Link? Klar! Beitrag "Re: War das nix mit den WLAN-Preisschildern?"
> denn der Markt hieß vor paar Jahren noch real.- und wurde dann von > Kaufland übernommen. Schau mal, Kaufland erklärt für seine Kunden auch niveaugerecht die Technik dahinter: https://unternehmen.kaufland.de/presse/kaufland-corporate-blog/wie-funktioniert-ein-digitales-preisschild Es wird halt eher für Waren mit tagesvariablen Preis (leichtverderblich wie Gemüse, Backwaren) genutzt. > Wenn ich mich richtig erinnere, waren da mal überall elektronische Preisschilder Ja, die Erinnerung, die täuscht, nicht nur die Ostalgiker ..
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Bradward B. schrieb: > Es wird halt eher für Waren mit tagesvariablen Preis (leichtverderblich > wie Gemüse, Backwaren) genutzt. Ja, stimmt! Der Preis beim Bäcker ist jeden Tag anders. Denn die Semmeln sind am nächsten Tag alt. Ganz anders beim Benzin, das hält Monate lang und der Preis ist stabil.
Nick schrieb: > Ganz anders beim Benzin, das hält Monate lang und der Preis ist stabil. Der war gut.
Nick schrieb: > Ganz anders beim Benzin, das hält Monate lang und der Preis ist stabil. Man kennt sie ja, die 20l Kanister Benzin hinten bei Lidl zwischen den Eiern und der Milch mit den ePaper Displays... mei-o-mei... Typen!
Rene K. schrieb: > Man kennt sie ja, die 20l Kanister Benzin hinten bei Lidl zwischen den > Eiern und der Milch mit den ePaper Displays... Ist wohl wie bei Tankstellen, wo die Milch und die Eier neben den Kanistern stehen und an der Theke die schnell alternden Semmeln preisstabil mit ePaper-Displays verkauft werden. Weil sich der Preis ständig ändert. Rene K. schrieb: > mei-o-mei... Typen! Ja, so sind eben manche Typen. Die schaffen selbst kleinste Schritte in der Logik und dem Sarkasmus nicht. Und du bist wohl einer davon. https://www.uni-mannheim.de/forschung-erleben/artikel/sarkasmus-die-hoechste-form-der-intelligenz/
Nick schrieb: > Ist wohl wie bei Tankstellen, wo die Milch und die Eier neben den > Kanistern stehen und an der Theke die schnell alternden Semmeln > preisstabil mit ePaper-Displays verkauft werden. Weil sich der Preis > ständig ändert. Ja, weil ja auch eine Tankstelle die Produkt-breite und -tiefe eines Supermarktes hat. Ein querschnittlicher Supermarkt hat ein Sortiment von ca. 25.000 Artikeln, eine Tankstelle von 500. Und ja, Supermärkte leiden unter einer erheblich höheren täglichen Preisanpassung als eine Tankstelle die nur 5 Artikel anpassen muss. Diese 5 Artikel werden dann nichtmal von der Tankstelle selber angepasst, sondern werden über ein zentrales Steuerorgan angepasst. Im Supermarkt rennt die Mitarbeiterin jeden Tag rum und muss neue Schilder drucken, ziehen und stecken oder eben ihr Lesegerät dran halten... Das ist Birnen mit Äpfeln zu vergleichen.
man muss bei den elektronischen Schildern letztlich auch an die Entsorgung denken. Und wenn ein Gewerbe das korrekt machen soll, werden da diverse Währungseinheiten fällig. Papier kannste einfach nur in die blaue Tonne werfen. Im Grunde ist das mit den e-Paper Schildern auch wieder ein schönes Beispiel dass wir keine Ressourcenmängel haben. Wie immer, wenn es darum geht, mit 'ner neuen Idee scheinbar erstmal gut Geld verdienen oder einsparen zu können. In den grossen Displays, die ich kürzlich fand https://www.mikrocontroller.net/attachment/692590/IMG_20260311_110155.jpg Sind vier Knopfzellen CR2450 drin. Mit 2 von denen im Stapel habe ich ein Radiomodul stundenlang dudeln lassen, bis die leer waren. Spricht zwar für die Effizienz der Elektronik, bekloppt bleibt es aber trotzdem.
.● Des|ntegrator ●. schrieb: > man muss bei den elektronischen Schildern letztlich > auch an die Entsorgung denken. > Und wenn ein Gewerbe das korrekt machen soll, > werden da diverse Währungseinheiten fällig. Da würde es ja passen, dass die Schwarz Gruppe auch ein großer Müllentsorger ist. Michael L. schrieb: > Weil die wie Du im Gestern stecken geblieben sind. Sag das mal der Sparte die massiv in KI und Rechenzentren investiert.
.● Des|ntegrator ●. schrieb: > man muss bei den elektronischen Schildern letztlich > auch an die Entsorgung denken. > Und wenn ein Gewerbe das korrekt machen soll, > werden da diverse Währungseinheiten fällig. > Papier kannste einfach nur in die blaue Tonne werfen. Papier aber muss bei jeder Preisänderung erneut gedruckt und vom Personal zeitnah im Supermarkt verteilt werden. Die haben bereits Probleme, Leute für die Kasse und fürs Regaleeinräumen zu finden, wenn so jemand jeden zweiten Tag durch den Supermarkt tingeln muss, um ein paar hundert gedruckte Preisschilder auszutauschen, weil die Konzernzentrale mal wieder eine Latte Preisänderungen vorgegeben hat, dann relativiert sich Dein "kannste einfach in die blaue Tonne werfen" recht schnell. Elektronische Schilder halten etliche Jahre, sofern sie nicht geklaut oder durch Gröbstmotoriker zerstört werden. -- Anbei die Innereien eines Ikea-Preisschilds.
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Nick schrieb: > StefanK schrieb: >> Hast du dazu einen Link? > > Klar! > Beitrag "Re: War das nix mit den WLAN-Preisschildern?" Ah, den... Ich meinte einen Link, in dem es um technische Aspekte und Protokolle zur Ansteuerung geht.
Nick schrieb: > Ganz anders beim Benzin, das hält Monate lang Weshalb fahren die Leute dann ständig zur Tankstelle?
StefanK schrieb: > Ich meinte einen Link, in dem es um technische Aspekte und Protokolle > zur Ansteuerung geht. https://github.com/atc1441/ATC_TLSR_Paper Ist leider nicht für alle Modelle verfügbar.
Angeblich kann man die mit nem Flipper (und warhscheinlich auch anderen Abkömmlingen) per Infrarot umprogrammieren: https://www.theverge.com/tech/912713/the-flipper-zero-is-now-rickrolling-electronic-price-tags-at-retail Schön, aber rechtsverbindlich ist nur der Preis, der an der Kasse aufgerufen wird. /edit: https://www.golem.de/news/tagtinker-flipper-zero-tool-manipuliert-elektronische-preisschilder-2604-207651.html
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Die letzte Sammelbestellung ist doch noch nicht so lange her: Beitrag "Sammelbestellung elektronische Preisschilder?" In dem Thread finden sich auch Hinweise zur Ansteuerung. Als Master diente IIRC ein umgeflashtes Zigbee-Evalkit von TI. https://dmitry.gr/?r=05.Projects&proj=29.%20eInk%20Price%20Tags war einer der ersten, die mit den Dingern rumgespielt haben.
Marek N. schrieb: > Angeblich kann man die mit nem Flipper (und warhscheinlich auch anderen > Abkömmlingen) per Infrarot umprogrammieren: Hierzulande gibt es so gut wie keine IR ePaper Preisschilder. Ich denke das 90% über Funk laufen. Also mir ist in Deutschland noch keines Untergekommen. In den Staaten ist das aber üblich, die haben IR drüben. Warum auch immer das so ist...
Ich wusste es, ich hab noch ein zweites! Dieses hat seine Daten nach Powercycle nicht gehalten, es zeigt nun seine Persönlichen/Hersteller Informationen auf dem Display. Ich vermute das links oben sind Helligkeitssensoren, klemme ich die Batterie an und Decke diesen ab flackert das Dingen wild, da es sich nicht auf die Umgebunghelligkeit anpassen kann.
Harald K. schrieb: > Papier aber muss bei jeder Preisänderung erneut gedruckt und vom > Personal zeitnah im Supermarkt verteilt werden. Jede Preisänderung... bald wie ehedem an der Tankstelle, dutzende Male am Tag anders (?) Oder personal Pricing nach Abschaffung des Bargeldes? naja, Zeit zum regelmässigen Umsortieren der Waren haben die aber irgendwie immer noch. -kommst nach'n paar Tagen wieder in den Laden, steht etliches schon wieder anders.
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Harald K. schrieb: > Papier aber muss bei jeder Preisänderung erneut gedruckt und vom > Personal zeitnah im Supermarkt verteilt werden. Nein muss es nicht! Bei dem EDEKA, in dem ich unseren Wocheneinkauf mache, wird schon seit Monaten ein neuer, 10 Cent höherer Preis an der Kasse aufgerufen, obwohl an dem Regal noch das alte Preisschild hängt.
Marek N. schrieb: > Bei dem EDEKA, in dem ich unseren Wocheneinkauf mache, wird schon seit > Monaten ein neuer, 10 Cent höherer Preis an der Kasse aufgerufen, obwohl > an dem Regal noch das alte Preisschild hängt. Dann leidet deine Filiale aber unter argem Personalmangel. Sowas wird übrigens in der Konzernzentrale nicht gerne gesehen.
Marek N. schrieb: > Harald K. schrieb: >> Papier aber muss bei jeder Preisänderung erneut gedruckt und vom >> Personal zeitnah im Supermarkt verteilt werden. > > Nein muss es nicht! > Bei dem EDEKA, in dem ich unseren Wocheneinkauf mache, wird schon seit > Monaten ein neuer, 10 Cent höherer Preis an der Kasse aufgerufen, obwohl > an dem Regal noch das alte Preisschild hängt. Kann teuer werden. Das ist ein Verstoß gegen die PAngVO und das UWG.
Lu schrieb: > Allgemein denke ich, dasss ein Stück bedrucktes Papier billiger ist als > irgendwelche Elektronik mit Batterie, die öfter leer ist Und es muss sowieso jemand dorthin laufen und das Regal auffüllen. Marek N. schrieb: > Bei dem EDEKA, in dem ich unseren Wocheneinkauf mache, wird schon seit > Monaten ein neuer, 10 Cent höherer Preis an der Kasse aufgerufen, obwohl > an dem Regal noch das alte Preisschild hängt. Dann einfach stornieren laasen. Wenn laufend einer das Zeug zurückbringen muss, nimmt er irgendwann das richtige Schild mit. Denn das, was an der Kasse angezeigt wird, ist das finale Angebot des Händlers an dich. So wie bei der Tanke auch: das was die Zapfsäule anzeigt gilt, völlig unabhängig davon, was die große Preistafel an der Einfahrt angibt.
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Bradward B. schrieb: > Kaufland erklärt für seine Kunden auch niveaugerecht die > Technik dahinter: > https://unternehmen.kaufland.de/presse/kaufland-corporate-blog/wie-funktioniert-ein-digitales-preisschild Sehr interessanter Artikel, vielen Dank für den Link! > Es wird halt eher für Waren mit tagesvariablen Preis (leichtverderblich > wie Gemüse, Backwaren) genutzt. War heute nochmal bei Kaufland und es ist tatsächlich so: Nur Obst/Gemüse und Backwaren haben diese elektronischen Preisschilder. Bei Obst/Gemüse sind es durchgängig recht große Schilder (ca. 10x10cm), bei Backwaren durchgängig kleine Schilder (ca. 3x6cm). Obst/Gemüse + Backwaren schätze ich auf 5% des Sortiments, die restlichen 95% des Sortiments tragen konventionelle Papierschilder wie im letzten Bild. Wahrscheinlich liegt Sinn und Unsinn dieser elektronischen Preisschilder nahe beieinander, so dass es für den einen Markt Vorteile bringt und für den anderen Markt eben nicht. Oder es können einige Manager rechnen und andere können es nicht. Oder alles was modern ist, ist automatisch auch gut und muss man haben. Interessant auch der durchgängige Neuner in der niederwertigsten Stelle des Preises (besonders im 3. Bild), ohne den geht es in der heutigen topmodernen Welt offensichtlich nicht. Früher™ (als die MwSt. noch 11% betrug) ging es locker ohne den Neuner.
Gustav K. schrieb: > Nur > Obst/Gemüse und Backwaren haben diese elektronischen Preisschilder. Abends gibts die "tagesfrischen" Sachen günstiger. Und das kann dann effizienter angepasst werden. Bei Konserven z.B. machen solche Schilder keinen Sinn. Da halten die Preise länger und können dann auch mit Papierschildern (...)
StefanK schrieb: > Ah, den... Ich meinte einen Link, in dem es um technische Aspekte und > Protokolle zur Ansteuerung geht. Sorry, da hab ich deine Frage in den falschen Hals bekommen und sie mit meinem selbst referenzierenden Sarkasmus beantwortet.
H. H. schrieb: > Weshalb fahren die Leute dann ständig zur Tankstelle? Weil der Tank leer ist? Und Benzin kann man länger lagern als Backwaren. Die Haltbarkeit war ja die unsinnige Begründung für einen ständigen Preiswechsel. Die ursprüngliche Aussage war: Backwaren sind nicht lange haltbar, daher ändert sich der Preis häufiger. Mein sarkastisches Gegenbeispiel war, dass Benzin lange haltbar ist und daher preisstabil ist. Aber nur für die Leute, die es immer noch nicht kapiert haben.
> Backwaren sind nicht lange haltbar, daher ändert sich der Preis > häufiger. > Mein sarkastisches Gegenbeispiel war, dass Benzin lange haltbar ist und > daher preisstabil ist. Die Mechanismen der Preisbildung sind halt verschiedene und manchmal "verselbstständigt" sich der Preis, das er mit dem Produkt selbst wenig zu tun hat. Der Bäcker verscherbelt seine Semmeln am Abend, damit er die Theke frei bekommt für Frische und weil die Qualität der "alten" nachgelassen hat, das sie nicht mehr nachgefragt werden (auch wenn die Alten den selben Energiegehalt (kcal) wie Frische aufweisen). Bei Benzin heisst es, Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, viel nachgefragt -> wenig da -> höherer Preis - ausser man hat ein Monopol und kann als Verkäufer selbst das Angebot "künstlich" verknappen und die "Not des Autofahrer" knallhart ausnutzen. Den Supermarkt dagegen verlässt man einfach und suchst sich ein preiswerten Bäcker (oder lebt erst mal vom eigenen "Hüftgold"). Soweit das vereinfachte Modell, man kann das natürlich auch noch mit etwas "Spieltheorie" würzen, kommt zur Formulierung des "Nash-Gleichgewichtes" und kassiert den Nobelpreis dafür (wenn man nicht vorher von der eigenen Ehefrau in die Psychatrie eingewiesen wird) :-( * https://de.wikipedia.org/wiki/Nash-Gleichgewicht#Marktwirtschaft Und damit sollte es erstmal an Off-Topic reichen. > War heute nochmal bei Kaufland und es ist tatsächlich so: Nur > Obst/Gemüse und Backwaren haben diese elektronischen Preisschilder. > Wahrscheinlich liegt Sinn und Unsinn dieser elektronischen Preisschilder > nahe beieinander, so dass es für den einen Markt Vorteile bringt und für > den anderen Markt eben nicht. Oder es können einige Manager rechnen und > andere können es nicht. Ich vermutet mal da einen Zusammenhang mit den Lieferanten, hasste langfristige Verträge mit denen ist der Preis fix, hat der je nach Wetter/Jahreszeit Produktschwankungen, muss halt der Markt immer vor Anlieferung verhandeln. Deshalb schwanken die Obstpreise je nachdem wie der Spargel schiesst ;-) neudeutsch heisst das wohl Spot-Preis (Preis bei sofortiger Lieferung). > auch der durchgängige Neuner in der niederwertigsten > Stelle des Preises (besonders im 3. Bild), ohne den geht es in der > heutigen topmodernen Welt offensichtlich nicht. Früher™ (als die MwSt. > noch 11% betrug) ging es locker ohne den Neuner. Da trügt dich die Erinnerung oder du bist relativ neu in Deutschland. Neunerpreise sind typisch deutsch, da lacht die Nachbarschaft drüber. * https://de.wikipedia.org/wiki/Gebrochener_Preis * https://www.romankmenta.com/preispsychologie/
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Rene K. schrieb: > Hierzulande gibt es so gut wie keine IR ePaper Preisschilder. Als es noch Conrad gab, verwendeten die --wenigstens in den Filialen, die ich kannte-- elektronische Preisschilder mit IR-Ansteuerung. Die aber verwendeten kein eInk, sondern normale LC-Displays, die nur segmentiert den Preis selbst und wenig mehr anzeigen konnten. Zur Umprogrammierung gab es afaik ein paar fette IR-Strahler, die alle Preisinformationen übertrungen - die Schilder waren individualisiert, d.h. es wurde im Datenstrom Schildnummmer und Preis übertragen, und jedes Schild fischte sich seinen Preis 'raus. Ist aber, wie Conrad auch, schon ein paar Jahre her.
Gustav K. schrieb: > Interessant auch der durchgängige Neuner in der niederwertigsten > Stelle des Preises (besonders im 3. Bild), ohne den geht es in der > heutigen topmodernen Welt offensichtlich nicht. Früher™ (als die MwSt. > noch 11% betrug) ging es locker ohne den Neuner. Wann ist denn "früher"? An 16% MwSt. kann ich mich noch erinnern, aber 11%? Und Preise, die auf -,99 enden, gab's auch schon zu D-Mark Zeiten. Wann warst du das letzte Mal einkaufen? Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann
Nick schrieb: > an der Theke die schnell alternden Semmeln > preisstabil mit ePaper-Displays verkauft werden. Wo werden denn die Semmeln mit den Displays verkauft? Wenn ich son Display abzupfe und mit zur Kasse bringe, dann werden die Leute sinkig.
Interessant war dass kurz nach der Euro-Umstellung die Tankstellen die "zehntel-4" anzeigten. Ab ein paar Wochen später zahlt man für den Sprit generell schon mal einen Pfennig mehr als vorher. Auf die "komma-neun" wird man das gewiss nicht abgerundet haben.
Nick schrieb: > Mein sarkastisches Gegenbeispiel war, dass Benzin lange haltbar ist und > daher preisstabil ist. Du hast echt eine sehr eigenwillige Art von Sarkasmus. Wenn überhaupt niemand deinen Sarkasmus versteht, dann solltest du dich vielleicht mal fragen ob es denn überhaupt Sarkasmus war oder einfach nur dummes Gelaber was nur du als Sarkasmus wahrnimmst?! Eventuell?! Nick schrieb: > Aber nur für die Leute, die es immer noch nicht kapiert haben. Das hat irgendwie garkeiner kapiert, merkste was? Gustav K. schrieb: > Oder es können einige Manager rechnen und > andere können es nicht. Oder alles was modern ist, ist automatisch auch > gut und muss man haben. Vielleicht, ich weiß ja nicht wo du wohnst, hat ein Kaufland in anderen Regionen mehr Umsatz und Reingewinn und stellt deshalb ein breiteres Sortiment auf ePaper um als Investition? Ja doch, in Betriebswirtschaftlichem Sinn ist ein ePaper Display gut und sinnvoller als ein Papierschild, Personalkosten sinken, Materialkosten sinken. Man muss nicht alles verteufeln was modern ist.
Lothar M. schrieb: > So wie bei der Tanke auch: das was die Zapfsäule > anzeigt gilt, völlig unabhängig davon, was die große Preistafel an der > Einfahrt angibt. Tankwart zum Kunden: "Sie bekommen das Benzin noch zum alten Preis - der neue Preis ist 10 Cent billiger".
Peter N. schrieb: > Lothar M. schrieb: >> So wie bei der Tanke auch: das was die Zapfsäule >> anzeigt gilt, völlig unabhängig davon, was die große Preistafel an der >> Einfahrt angibt. > > Tankwart zum Kunden: > "Sie bekommen das Benzin noch zum alten Preis - der neue Preis ist 10 > Cent billiger". Ja, das kann passieren wenn während des Tankens die große Anzeige umspringt. Es gilt immer der Preis, der aktuell war als Du angefangen hast. Der Tankwart selber, also der Student an der Kasse, hat da keinerlei Einfluß drauf. Das machen Kassensystem und Warenwirtschaftssystem in der Zentrale untereinander aus.
Bei ARAL wurden die Preise sogar zentral von einem Satelliten ausgestrahlt. Lange vor Starlink. Darum hatte jede Aral-Tanke auch so eine riesen Schüssel auf dem Dach. Vermutlich Eutelsat.
Die nächste Eskalationsstufe der Argumentation für/gegen ePaper-Preisschilder sind Preisschilder im Postshop an den Briefmarken. In drei ... zwei ... eins!
Nick schrieb: > sind Preisschilder im Postshop an den Briefmarken Es gibt Länder, in denen Briefmarken selbst keine Preisangabe tragen, da steht einfach nur "1st Class" drauf. In solchen Ländern kann man allerdings auch Briefmarken verwenden, die man vor einer Preiserhöhung gekauft hat, ohne noch zusätzliche Briefmarken draufkleben zu müssen.
Harald K. schrieb: > In solchen Ländern kann man allerdings auch Briefmarken verwenden, die > man vor einer Preiserhöhung gekauft hat, ohne noch zusätzliche > Briefmarken draufkleben zu müssen. Das ist grundsätzlich eine gute Sache. Ich habe hier nämlich noch für den ÖPNV eine 4-Fahrten-Karte die nach der Preiserhöhung so nicht mehr einsatzfähig ist! Ich könnte sie jetzt am Bahnhof gegen eine aktuelle Fahrkarte umtauschen, müsste dann aber den Differenzbetrag draufzahlen! Das finde ich nicht richtig, ich fühle mich nicht korrekt behandelt! Wo sind wir denn hier?
Nick schrieb: > Die nächste Eskalationsstufe der Argumentation für/gegen > ePaper-Preisschilder sind… Geh mal in ein ePaper-Preisschilder-Geschäft und schau dir in den Regalen die ePaper-Preisschilder, sowie deren Auszeichnung mit ePaper-Preisschilder-ePaper-Preisschildern an.
Preise für Briefmarken sind etwas ganz besonderes, Beispiel: https://www.amazon.de/Deutsche-Post-Briefmarken-selbstklebend-Standardbriefe/dp/B0G5KD8WFJ
Michael B. schrieb: > Preise für Briefmarken sind etwas ganz besonderes Wichtig: Die Höflichkeit gebietet es, dass man unbedingt die Preise abmacht wenn man die Briefmarken verschenken will.
Marcel V. schrieb: > Das finde ich nicht richtig, ich fühle mich nicht korrekt behandelt! Wo > sind wir denn hier? Fahrkarten oder Briefmarken im Voraus zu kaufen ist immerhin ein zinsloses Darlehen ...
Thorsten O. schrieb: > Wann ist denn "früher"? An 16% MwSt. kann ich mich noch erinnern, > aber 11%? Zu der Zeit warst du noch floatender Urschleim im Universum. > Und Preise, die auf -,99 enden, gab's auch schon zu D-Mark Zeiten. Als die MwSt. bei 11% war, machte ich eine Ausbildung im Einzelhandel. Da war die Kalkulation: EK x 1.6 + MwSt. Dann kam da z.B. 1.26 DM raus. Schaute man bei der Konkurrenz, stand da auch 1.26 DM. Die hatten den gleichen Lieferanten und die gleiche Kalkulation. Und es galt: Leben und leben lassen. Heute kostet ein Artikel im Supermarkt entweder 1.99, 2.49 oder 2.99 usw., siehe Bild 3 weiter oben. Möchte mal wissen, was da für eine seltsame Kalkulation dahinter steht. Rene K. schrieb: > in Betriebswirtschaftlichem Sinn ist ein ePaper Display gut und > sinnvoller als ein Papierschild ... Der Vorgänger real.- hatte in dem riesigen Markt (Vollsortimenter) durchgängig elektronische Preisschilder und es bleibt die Frage, wieso Kaufland nach der Übernahme des Marktes die 30.000 elektronischen Preisschilder eingestampft hat, um wieder klassische Papierschilder zu nutzen. Da bleibt eigentlich nur eine Antwort: Im betriebswirtschaftlichem Sinn machen die elektronischen Preisschilder keinen Sinn.
Gustav K. schrieb: > durchgängig elektronische Preisschilder und es bleibt die Frage, wieso > Kaufland nach der Übernahme des Marktes die 30.000 elektronischen > Preisschilder eingestampft hat, um wieder klassische Papierschilder zu > nutzen. Ein Supermarkt hatte in den Scannerkassen Waagen für loses Obst und Gemüse eingebaut. Als der Supermarkt von einem anderen übernommen würde, wurden diese Waagen nicht mehr genutzt, stattdessen mußten die Kunden selbst wiegen und die ausgedruckten Preisaufkleber draufpappen...
Peter N. schrieb: > stattdessen mußten die Kunden selbst wiegen > und die ausgedruckten Preisaufkleber draufpappen... So eine Kasse ohne Waage hab ich bis jetzt noch nicht gesehen. Ja, Kunden können ihr Zeug selbst wiegen. Das hat aber keine Relevanz für das, was an der Kasse zu zahlen ist. Wenn dem so wäre, ständen Tür und Tor offen für Betrug.
Nick schrieb: > So eine Kasse ohne Waage hab ich bis jetzt noch nicht gesehen. > Ja, Kunden können ihr Zeug selbst wiegen. Das hat aber keine Relevanz > für das, was an der Kasse zu zahlen ist. Wenn dem so wäre, ständen Tür > und Tor offen für Betrug. Ich kenne noch so einen kleinen Markt in unserem Ort. Der verkauft Tierfutter etc. und halt auch Zeug für den Garten (Dünger, kleine Gartengeräte usw.). Halt so ähnlich nach Raiffeisen - Art. Dort kann man auch Nüsse usw. und verschiedene Futtersorten für verschiedene Tierarten lose kaufen. Man nimmt sich eine Papiertüte, schaufelt soviel rein, wie man möchte, stellt die Tüte auf die Waage und gibt die Nummer, die jeweils an den Kisten angebracht sind, ein. Dann klebt man das ausgedruckte Etikett auf die Tüte und geht zur Kasse.
Gustav K. schrieb: > Als die MwSt. bei 11% war, machte ich eine Ausbildung im Einzelhandel. > Da war die Kalkulation: EK x 1.6 + MwSt. Dann kam da z.B. 1.26 DM raus. > Schaute man bei der Konkurrenz, stand da auch 1.26 DM. Die hatten den > gleichen Lieferanten und die gleiche Kalkulation. Und es galt: Leben und > leben lassen. > > Heute kostet ein Artikel im Supermarkt entweder 1.99, 2.49 oder 2.99 > usw., siehe Bild 3 weiter oben. Möchte mal wissen, was da für eine > seltsame Kalkulation dahinter steht. "Leben und Leben lassen" im Handel gilt schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Hast du die letzten 30-40 Jahre verschlafen oder wie?! Wenn du mit 60% Vorgewinn rechnest ist das nun halt so EK x 1,6 + MwSt = 1,26 auf 1,99 - liegt der Konkurrent darunter dann 1,49€. Das musst du schnell an den Kunden weitergeben, nicht nur ein Produkt sondern, 25.000 und das macht dann das automatisch das ePaper Preisschild über den Rechner. Die x,99 und x,49 ist es etwas psychologisches und nennt sich "Linke-Ziffer-Effekt" und da ist es durch Studien (z.B. Bizer & Schindler, 2005) bewiesen das dies zur Umsatzsteigerung beiträgt. Eine 2,99€ ist unterbewusst im Kopf immer besser als 3,00€ und holt aber das maximale aus der Marge herraus. Gustav K. schrieb: > Der Vorgänger real.- hatte in dem riesigen Markt (Vollsortimenter) > durchgängig elektronische Preisschilder und es bleibt die Frage, wieso > Kaufland nach der Übernahme des Marktes die 30.000 elektronischen > Preisschilder eingestampft hat, um wieder klassische Papierschilder zu > nutzen. > > Da bleibt eigentlich nur eine Antwort: Im betriebswirtschaftlichem Sinn > machen die elektronischen Preisschilder keinen Sinn. Das ist eine ganz einfache Geschichte, ich war damals bei der Übernahme von Real,- in bei Schwarz in Neckarsulm dabei. Die Preisschilder von Real,- waren ein völlig anderes System im Backend und konnte nicht in das bestehende System der Schwarz Gruppe integriert werden. Ergo weg damit. Gustav K. schrieb: > Da bleibt eigentlich nur eine Antwort: Im betriebswirtschaftlichem Sinn > machen die elektronischen Preisschilder keinen Sinn. Falsch, die ePaper Displays machen absolut Sinn und sind eine enorme Kostenersparniss: Ein ePaper Preisschild (klein für den Regaltbodentrenner) kostet die Schwarzgruppe genau 2,20€, ein großes für den Deckenhang kostet 9,15€. Fertig, der Rest wird direkt durch die Zentrale verwaltet: Preisänderung am Produkt und Preisänderung im Kassensystem der jeweiligen Filiale aus der Zentrale in Neckarsulm aus. Laufende Kosten: 0€ Für Etikettendruck auf Papier (120g) wird meist ein Zebra Drucker verwendet. Die Kosten pro Etikett belaufen sich auf 0,005€. Da hat man meist drei Stück in jeder Filiale stehen, für die verschiedenen Größen. Das ist aber nicht der Preisschlinger - was richtig kostet ist der Mitarbeiter der 1.) die Daten am Rechner abgreifen muss 2.) den Drucker bedienen muss 3.) Die Etiketten zum Regal bringen muss 4.) das Produkt im Regal finden muss 5.) das alte Etikett ziehen muss 6.) das neue Etikett von der Rolle abtrennen 7.) das neue Etikett einschieben muss. Nun stellt dir vor: Auf der Rolle ist dann das nächste Etikett aber nicht die Butter, sondern die Flasche Winzer Rebling, und das nächste die Tomaten usw. da rennt der Mitarbeiter mehr durch den Laden als das er effektiv arbeitet. Die Preisänderungen treffen erst sehr spät beim Verbraucher ein (teilweise erst einen Tag später). Nein, ePaper Displays machen sich bereits nach kürzester Zeit bezahlt und sind ein Segen für den BWLer und jeder Filalleitung. Und die Preisanpassung ist "on-the-fly" - die Mitarbeiter im Markt bekommen davon nicht mal etwas mit.
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Nick schrieb: > Peter N. schrieb: >> stattdessen mußten die Kunden selbst wiegen >> und die ausgedruckten Preisaufkleber draufpappen... > > So eine Kasse ohne Waage hab ich bis jetzt noch nicht gesehen. Gibts doch noch überall, ausser bei Aldi und Lidl. Oliver
Die Preisschilder beim Media Markt sind besonders schlimm, kaum lesbar, hängen überall, aber nicht an der Ware.. Man darf dann jedes mal an die Kasse gehen und noch mal freundlich nachfragen. Was ich nicht verstehe, warum werden defekte ePreisschilder nicht sofort getauscht.. Die hängen dann meist noch ne Woche dran rum. (Supermarkt und co. zb.)
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Andre M. schrieb: > Was ich nicht verstehe, > warum werden defekte ePreisschilder nicht sofort getauscht.. Die hängen > dann meist noch ne Woche dran rum. Arbeitet im Media Markt überhaupt jemand in den Gängen?! :-D Wenn ich mal im MM bin und was kaufen will, dann findet man da nie einen einzigsten Mitarbeiter der einen helfen kann / will wenn man ein TV oder Kühlschrank oder was mitnehmen möchte.
Gustav K. schrieb: > Als die MwSt. bei 11% war, machte ich eine Ausbildung im Einzelhandel. > Da war die Kalkulation: EK x 1.6 + MwSt. Dann kam da z.B. 1.26 DM raus. > Schaute man bei der Konkurrenz, stand da auch 1.26 DM. Die hatten den > gleichen Lieferanten und die gleiche Kalkulation. Und es galt: Leben und > leben lassen. Ja, solche Kalkulation gibt es auch heute noch, und sie ist einfach aber grundfalsch und Ursache warum immer mehr Schrott in den Regalen steht und Besseres nicht verkauft wird. Wenn eine Tafel Ramsch-Schokolade von Mondelez nun 0.50 im Einkauf kostet und für 0.95 verkauft wird und eine Gute Schokolade 1.00 zu 1.90, dann ist offensichtlich dass beide denselben Aufwand benötigen, dieselbe Regalfläche, gleich oft geklaut werden und wahrscheinlich gleich oft wegen Mindesthaltbarkeit rausfliegen. Die Produkte sollten also Einkaufspreis + 0.50 Verkaufsaufwand x MWSt also 1.19 sowie 1.79 kosten. Es würden viel mehr Leute zur besseren Qualität greifen. Aber durch die Milchmädchenkalkulation fördert der Einzelhandel den Ramsch. Besonders übel wird das, wenn die bessere Qualität geringere Kosten verursacht (kleinere Regalfläche, weniger Gewährleistung) aber das Milchmädchen trotzdem mehr aufschlägt. Die Firmen, die gegen so ein System der Dummheit ankommen müssen tun mir leid. Daher am besten Direktvertrieb.
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Nick schrieb: > So eine Kasse ohne Waage hab ich bis jetzt noch nicht gesehen. > Ja, Kunden können ihr Zeug selbst wiegen. Das hat aber keine Relevanz > für das, was an der Kasse zu zahlen ist. Wenn dem so wäre, ständen Tür > und Tor offen für Betrug. Meine Beobachtung ist, dass vor allem große Märkte (vor allem Kaufland) das Wiegen nicht an der Kasse machen. Meine Erklärung dafür ist, dass es billiger ist, 4 Waagen beim Frischzeug eichen zu lassen, als 20 in den Kassen. Eventuell geht's aber auch um die Zeitersparnis an der Kasse, die Ware richtig platzieren zu müssen und den Artikel im System auszuwählen
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Heinz B. schrieb: > Man nimmt sich eine Papiertüte, schaufelt > soviel rein, wie man möchte, stellt die Tüte auf die Waage und gibt > die Nummer, die jeweils an den Kisten angebracht sind, ein. Dann klebt > man das ausgedruckte Etikett auf die Tüte und geht zur Kasse. Wird in Baumärkten bei losen Kleinteilen (Schrauben o.ä.) auch so gemacht. Eine Kontrolle habe ich noch nie erlebt. Theoretisch könnt man ein Teil abwiegen und dann 10 in die Tüte füllen...
Peter N. schrieb: > Wird in Baumärkten bei losen Kleinteilen (Schrauben o.ä.) auch so > gemacht. > Eine Kontrolle habe ich noch nie erlebt. Theoretisch könnt man ein Teil > abwiegen und dann 10 in die Tüte füllen... Dann schau mal auf den Monitor an der Kasse...
Thorsten O. schrieb: > Wann ist denn "früher"? An 16% MwSt. kann ich mich noch erinnern, aber > 11%? Und Preise, die auf -,99 enden, gab's auch schon zu D-Mark Zeiten. > Wann warst du das letzte Mal einkaufen? 11% in den '70er Jahren und wegen der 11% endeten Preise schon mal auf -,98 Pfennig. (Vielleicht nicht im Supermarkt weil die mit 1 Pfennig mehr auch mehr einnehmen)
Michael B. schrieb: > Wenn eine Tafel Ramsch-Schokolade von Mondelez nun 0.50 im Einkauf > kostet und für 0.95 verkauft wird und eine Gute Schokolade 1.00 zu 1.90, > dann ist offensichtlich dass beide denselben Aufwand benötigen, dieselbe > Regalfläche, gleich oft geklaut werden und wahrscheinlich gleich oft > wegen Mindesthaltbarkeit rausfliegen. Die inhabergeführten "Tante Emma"-Läden der '50er Jahre, wo der Chef noch nach Faustformel die Preise kalkuliert hat, sind weitgehend ausgestorben. Oder Mitglied geworden im REWE oder EDeKa. Die Supermarktketten haben automatische Warenwirtschaftssysteme, die erkennen was gut läuft und was jetzt weg muss, damit man es nicht irgendwann gar nicht mehr verkaufen kann. Entsprechend werden die Preise vom Computer angepasst. Die automatischen Preisschilder sind da nur der letzte Schritt. Bis Anfang der '60er Jahre hatten wir Preisbindung für Markenprodukte. Da konnte der Hersteller vorschreiben was das Zeug im Laden kostet. Der Abgabepreis an den Händler konnte aber variieren. Der musste seine Marge also mit dem Lieferanten ausmachen und nicht mit dem Kunden. Als das verboten wurde, kam die "unverbindliche Preisempfehlung" und die "Listenpreise". Aussagefreie Phantasiewerte, die dem Kunden beim Kauf das gute Gefühl geben, etwas billiger zu bekommen.
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Heinz B. schrieb: > Ich kenne noch so einen kleinen Markt in unserem Ort. Ach, der Kramerladen (anderso Krämerei) der sich mit dem Kauf einer aktuellen Kasse fast finanziell übernommen hatte? Der Vertreter konnte ihn immerhin davon überzeugen, dass er ein Ablegeband für die Waren der Kunden, einen farbigen Touch-LCD, einen Scanner und die Anbindung an das Warewirtschaftssystem per Internet an des Krämers SAP in der Cloud braucht. Der Ausbau der Wägeeinheit hat 1000 € extra gekostet. "Haben sie die App, für den Stammkundenrabat?" Ja, den kennen wir Alle!
Nick schrieb: > an > des Krämers SAP Und den Laden gibts noch? SAP ist eine Software, die Firmen vernichten soll...
Peter N. schrieb: > Und den Laden gibts noch? Der ist inzwischen eine Pilgerstätte für Bewunderer von kundenbedienten Waagen. Und egal was die Kunden an der Waage schummeln, mit abgelaufenen Vogelfutter kann man immer Gewinn machen.
Habe heute überlegt, ob ich in einem der großen Elektromärkte bei den USB-Speichersticks die vielen ausgefallenen E-Preisschilder fotografieren soll und posten. Fairerweise hätte ich aber auch zur anderen Kette gehen müssen und das gleiche dort auch machen. Dazu war mir aber dann doch der Weg zulange und die Zeit zu schade.
Peter N. schrieb: > SAP ist eine Software, die Firmen vernichten soll... Die Software ist gut und bietet auch eine Umgebung um mit anderen Anwendungen, auch von einer Konkurrenz, zusammen spielen zu können. Das Problem sind nur die Berater, die Abhängigkeiten schaffen um eine Kundenbindung zu erreichen. Diese machen echt viel kaputt.
Dieter D. schrieb: > Die Software ist gut und bietet auch eine Umgebung um mit anderen > Anwendungen, Über SAP flucht hier jeder. Früher haben wir Abas benutzt. Das war zwar bis zum Rand ausgereizt, aber damit lief alles gut. Man konnte auch Sachen "auf kurzem Dienstweg" erledigen, was die Arbeit sehr beschleunigte. Unter SAP muß alles nach Vorschrift gehen und die harmoniert selten mit unserem Arbeitsablauf. So dauert es eine halbe Woche, bis ich die Ersatzteile aus dem Lager bekomme, Teilweise werden die Ersatzteile aus unserem Lager ins externe Ersatzteillager geschickt, und von dort müssen wir die Teile dann zurückliefern lassen... Auch mal einen brandeiligen Artikel schnell mal per Lieferschein auszuliefern, ist nicht mehr möglich...
Peter N. schrieb: > Auch mal einen brandeiligen Artikel... Da ist Eure Firma voll in die externe Berater & Unterstützungsfalle gelaufen. Halt mal Ausschau, ob da auf dem Posten in Firma auch so eine Quotenperson sitzt. Meist braucht es einen Anstoß von Außen um das Problem auch mal von der Perspektive zu betrachten. Wobei das einem auch die Augen öffnet, wie die Aussichtslosigkeit daran was ändern ist.
Gustav K. schrieb: > Als die MwSt. bei 11% war, machte ich eine Ausbildung im Einzelhandel. Also vor 1978, Tabelle von zdfheute.de kopiert:
1 | Die Mehrwertsteuer wurde in den letzten Jahrzehnten - mit einer Unterbrechung - immer weiter angehoben. Die regulären Steuersätze im Zeitverlauf: |
2 | |
3 | bis Juni 1968: 10 Prozent |
4 | bis Dezember 1977: 11 Prozent |
5 | bis Juni 1979: 12 Prozent |
6 | bis Juni 1983: 13 Prozent |
7 | bis Dezember 1992: 14 Prozent |
8 | bis März 1998: 15 Prozent |
9 | bis Dezember 2006: 16 Prozent |
10 | bis Juni 2020: 19 Prozent |
11 | bis Dezember 2020: 16 Prozent (wegen Corona-Pandemie) |
12 | seit Januar 2021: 19 Prozent |
13 | |
14 | Im europäischen Vergleich ist die Mehrwertsteuer in Deutschland mit 19 Prozent allerdings eher niedrig angesetzt, relativ knapp über der Mindestvorgabe der EU von 15 Prozent. |
> Da war die Kalkulation: EK x 1.6 + MwSt. Da wurde noch irgendwie kalkuliert, seit Jahren haben wir Marktpreise: Man nimmt, was man denkt, nehmen zu können. Gustav K. schrieb: > Da bleibt eigentlich nur eine Antwort: Im betriebswirtschaftlichem Sinn > machen die elektronischen Preisschilder keinen Sinn. So einfach ist das wohl nicht. Der Lidl hier hat vollständig E-Paper mit schwarz, weiß und rot, warum andere nicht, weiß wohl nur der Herr Schwarz der gleichnamigen Firma. Michael B. schrieb: > Wenn eine Tafel Ramsch-Schokolade von Mondelez nun 0.50 im Einkauf > kostet und für 0.95 verkauft wird und eine Gute Schokolade 1.00 zu 1.90, > dann ist offensichtlich dass beide denselben Aufwand benötigen, dieselbe > Regalfläche, gleich oft geklaut werden und wahrscheinlich gleich oft > wegen Mindesthaltbarkeit rausfliegen. Wirr: Die geklaute "Gute" ist doppelt so teuer wie der Chemiemüll, was Deine Fokussierung auf die reinen Nebenkosten ad Absurdum führt. Also, wenn schon, Grundkosten plus produktabhängigem Zuschlag.
Vor grosser Internetverbreitung importierte ich vieles, ok, auch danach noch vieles. Je nach Transportmenge, etc. kam bei Filial-Einzelverkauf irgendetwas von 10.000% und mehr auf den EK drauf. Oder auch weniger. Wie blöd muss ein Händler sein, unterschiedliche Artikel ähnlich oder sogar identisch zu kalkulieren?
Manfred P. schrieb: > Gustav K. schrieb: >> Da war die Kalkulation: EK x 1.6 + MwSt. > > Da wurde noch irgendwie kalkuliert, seit Jahren haben wir Marktpreise: > Man nimmt, was man denkt, nehmen zu können. Immerhin wohnte der Chef damals mit Familie im eigenen Haus, kam im Sommer im offenen Sportwagen in die Firma und im Winter in der geschlossenen Limousine. Wir Mitarbeiter (10) haben gut verdient und alles war im Lot. Wenn ich heute in den Einzelhandel schaue, packt mich nur noch das große Grauen. Manfred P. schrieb: > bis Dezember 2006: 16 Prozent Und dann machte die MwSt. einen Sprung von 16% auf 19% und keiner hat gemurrt. Und das, obwohl vor der Wahl Steuererhöhung ausgeschlossen wurden.
Rene K. schrieb: > Das ist eine ganz einfache Geschichte, ich war damals bei der Übernahme > von Real,- in bei Schwarz in Neckarsulm dabei. Die Preisschilder von > Real,- waren ein völlig anderes System im Backend und konnte nicht in > das bestehende System der Schwarz Gruppe integriert werden. Ergo weg > damit. Rene K. schrieb: > ePaper Displays machen sich bereits nach kürzester Zeit bezahlt > und sind ein Segen für den BWLer und jeder Filalleitung. Also wenn die elektronischen Preisschilder so ungeheuer super duper sind, dann her mit neuen Preisschildern, die sich in das bestehende System integrieren lassen. Nur hat sich Kaufland ganz bewusst gegen die elektronischen Preisschilder entschieden und die Frage bleibt nach wie vor, warum.
Gustav K. schrieb: > warum. Da hat jemand halt ReFa richtig gemacht, Bei rund 30.000 Artikeln werden richtig viele Tags benötigt. Dazu kommen noch Halterungen und die Zeit diese zu befestigen. Das Ganze kostet so ein bis zwei Personenjahre. Ein bis zwei Person laufen dann täglich mehrere Stunden durch die Regale um alle ausgefallenen Schilder zu finden, auszutauschen, nachzuladen oder wieder mit den Daten zu bespielen. Desweiteren spielt auch schon Hacking ein Problem. Es gibt bereits Personen, die sich einen Spaß machen die Anzeigen zu löschen und zu verändern. Die Geräte müssen alle im IT-Sicherheitskonzept aufgenommen werden. Das kostet auch Geld und können die Geschäfte nicht selbst machen. Die ersten, die mit den Tags angefangen haben, haben bereits ein Versorgungsproblem, da es die alten Schilder und Lesegeräte nicht mehr gibt. Daher sind dort bereits verschiedene im Laden. Es fallen dann noch mal Kosten an, weil der Elektronikschrott vom Gewerbe nicht kostenlos angenommen wird. Die Tags und Lesegeräte müssen in der Verwaltung in der Recyclingquote erfasst werden. Also auch vom Warenwirtschaftsystem (Bürokratiemonster) erfaßt erfaßt werden.
Gustav K. schrieb: > Nur hat sich Kaufland ganz bewusst gegen die elektronischen > Preisschilder entschieden und die Frage bleibt nach wie vor, warum. "Kaufland" entscheidet überhaupt nichts. Es entscheidet die Schwarz Gruppe! "Kaufland" ist nur ein Markenname bzw. mittlerweile eine Stiftung. Und nein, wie kommst du auf den schmalen Schuh das sich gegen elektronische Preisschilder entschieden wird / wurde?
Dieter D. schrieb: > Ein bis zwei Person laufen dann täglich mehrere Stunden durch die Regale > um alle ausgefallenen Schilder zu finden, auszutauschen, nachzuladen > oder wieder mit den Daten zu bespielen. Das ist Quatsch, die Schilder werden zentral mit Daten beschickt. Die Wartung der Schilder wird beim Regalauffüllen oder bei der Inventur --ja, die gibts auch im Supermarkt-- erledigt. Aber Du warst vermutlich 1978 das letzte Mal in freier Wildbahn unterwegs und kennst daher das Leben der anderen nur aus dem Fernsehen oder irgendwelchen Youtube-Filmchen.
Das Austauschen der Preisschilder aus Papier erfordert schon etwas Zeit und personellen Aufwand. Das geht mit den elektronischen Anzeigen schneller und verleitet deshalb zu öfteren Preisveränderungen. Irgendwie erinnert mich das an die Tankstellenanzeigen, die auch mehrmals am Tag die veränderten Preise anzeigen. Man fühlt sich dabei ausgetrickst und abgelackt.
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Andreas M. schrieb: > Das Austauschen der Preisschilder aus Papier erfordert schon etwas Zeit > und personellen Aufwand. Der ist zwar auch nicht umsonst, aber sehr einfach mit dem Hilfspersonal zu machen, die nachfüllen. Und nicht mal in einem der großen Elektronikläden werden diese automatisch beschickt. Das hat sich dort als einfach zu anfällig herausgestellt.
Andreas M. schrieb: > Das Austauschen der Preisschilder aus Papier erfordert schon etwas Zeit > und personellen Aufwand. Hier scheint die Ansicht vorzuherrschen, daß im Supermarkt die Preise analog zum Tankstellenrhythmus wechseln. Dem ist aber bisher nicht so. Jeder Artikel hat dort erstmal einen Grundpreis. Der ändert sich aber selten, z.B. inflationsbedingt oder nach Neuverhandlungen mit Lieferanten. Die Sonderangebote/Werbeaktionen werden i.d.R. im Wochentakt durchgezogen und betreffen nur einen kleinen Teil des Daursortiments. Und da werden einfach die Sonder-Werbe-Preisetiketten über die Normalpreisetiketten gesteckt und am Ende der Aktion wieder entfernt. Ja, das machen dann die Regalauffüllfachkräfte. Die wären aber sicher nicht befähigt, widespenstige e-Anzeigen zur Rässon zu bringen.
Heute beim Einkaufen extra mal darauf geachtet: Edeka und Penny haben keine elektronischen Preisschilder. Die Anzeigen, die an der Decke hängen, sind ganz normale PC-Monitore. Das einzig "moderne" sind die Selbstbedienungskassen bei Penny.
Rene K. schrieb: > Und nein, wie kommst du auf den schmalen Schuh das sich /gegen/ > elektronische Preisschilder entschieden wird / wurde? Du hast meine Beiträge weiter oben nicht gelesen? Harald K. schrieb: > Dieter D. schrieb: >> Ein bis zwei Person laufen dann täglich mehrere Stunden durch die Regale >> um alle ausgefallenen Schilder zu finden, auszutauschen, nachzuladen >> oder wieder mit den Daten zu bespielen. > > Das ist Quatsch, die Schilder werden zentral mit Daten beschickt. Konnte heute beim samstäglichen Einkauf im Kaufland eine Dame befragen, die da am Papierschilder austauschen war, wie sie denn die elektronischen Preisschilder bei Obst/Gemüse und Backwaren programmiert. Ihre Antwort war, dass jedes Preisschild mit einem Handgerät neu beschreiben wird. Peter N. schrieb: > Heute beim Einkaufen extra mal darauf geachtet: > Edeka und Penny haben keine elektronischen Preisschilder. Ist ja mal sehr interessant. Werde hier auch mal bei Lidl und Aldi darauf achten. Allerdings bin ich da eher selten, ich bevorzuge stets einen Vollsortimenter.
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Samstags ist hier auch der Einkauf beim Metzger angesagt, auch hier sehe ich elektronische Preisschilder in der Auslage liegen. Allerdings zeigen nicht wenige Preisschilder nichts an und bei einigen ist wohl auch das Display defekt. Da sich zufällig die Chefin um meine Belange kümmert, frage ich mal an, was mit den elektronischen Preisschildern los ist. Die Antwort: Ich solle diese Preisschilder nicht beachten, das sei ein riesen Gelump, das System funktioniert schon lange nicht mehr, hätten wir es nur nicht gekauft. Die Dinger fliegen demnächst raus. Der Chef wollte das damals unbedingt haben, der würde immer jedem Hype hinterher laufen. Man müsse mit der Zeit gehen, usw. Möchte nicht wissen, wie viele moderne Systeme im Einsatz sind, die keinen wirklichen Mehrwert bieten, bzw. der Mehrwert fraglich ist. Wo Entscheider meinen, man muss das haben, wenn man nicht als ewig Gestriger dastehen möchte.
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Hier in der Kleinstadt gibt es 8 Supermärkte: Famila, Edeka, Rewe, Aldi, Norma, Lidl und die beiden Nettos Einzig Lidl hat die elektronischen Preisschilder
Gustav K. schrieb: > Konnte heute beim samstäglichen Einkauf im Kaufland eine Dame befragen, > die da am Papierschilder austauschen war, ... sie mit der Ware angeliefert bekommen und nicht lokal drucken. > wie sie denn die > elektronischen Preisschilder bei Obst/Gemüse und Backwaren programmiert. > Ihre Antwort war, dass jedes Preisschild mit einem Handgerät neu > beschreiben wird. Das klingt idiotisch und bringt eher Mehraufwand als Vorteile gegenüber Papier auszutauschen. Sinus T. schrieb: > Hier in der Kleinstadt gibt es 8 Supermärkte: > Famila, Edeka, Rewe, Aldi, Norma, Lidl und die beiden Nettos > Einzig Lidl hat die elektronischen Preisschilder In meiner Region besuche ich Edeka, Penny, Lidl, Rewe, Aldi, nur Lidl hat elektronische Preisschilder. Harald K. schrieb: > Alle Städte sind ja bekanntlich exakt identisch. Das vielleicht nicht, aber dank zentraler Führung unterscheiden sich die Märkte nur wenig bis garnicht.
H. H. schrieb: > Bist du mit der S-Bahn zum Metzger gefahren? In München gibt es nicht nur einen Vinzenzmurr ganz nahe an einer S-Bahn Station. Da wäre es durchaus eine Alternative schnell mal mit der S-Bahn hinzufahren. Ganz klar, H H kann das nur aus seiner eigener Praxis kennen. Andere Personen wären nie auf ein solche Frage zu stellen gekommen.
Gustav K. schrieb: > Samstags ist hier auch der Einkauf beim Metzger angesagt, auch hier sehe > ich elektronische Preisschilder in der Auslage liegen. Allerdings zeigen > nicht wenige Preisschilder nichts an und bei einigen ist wohl auch das > Display defekt. Da sich zufällig die Chefin um meine Belange kümmert, > frage ich mal an, was mit den elektronischen Preisschildern los ist. > > Die Antwort: Ich solle diese Preisschilder nicht beachten, das sei ein > riesen Gelump, das System funktioniert schon lange nicht mehr, hätten > wir es nur nicht gekauft. Ja, es gibt auch verdammt dumme Metzger. Wochen-, bzw. monatelang lassen die ihre Auslage ungeputzt. Und falls doch mal Pilze, Algen und andere Kulturen unter dem Staub nicht mehr zu sehen sind, putzt man um die defekten digitalen Preisschilder drumrum, statt die mal wegzunehmen. Hört sich nach einer richtigen Gustav-Erzählung an...
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Manfred P. schrieb: > Gustav K. schrieb: >> Konnte heute beim samstäglichen Einkauf im Kaufland eine Dame befragen, >> die da am Papierschilder austauschen war, wie sie denn die >> elektronischen Preisschilder bei Obst/Gemüse und Backwaren programmiert. >> Ihre Antwort war, dass jedes Preisschild mit einem Handgerät neu >> beschreiben wird. > > Das klingt idiotisch und bringt eher Mehraufwand als Vorteile gegenüber > Papier auszutauschen. Kann da auch nicht wirklich einen Mehrwert erkennen, wie weiter oben schon von mir ausgeführt. > Sinus T. schrieb: >> Hier in der Kleinstadt gibt es 8 Supermärkte: >> Famila, Edeka, Rewe, Aldi, Norma, Lidl und die beiden Nettos >> Einzig Lidl hat die elektronischen Preisschilder > > In meiner Region besuche ich Edeka, Penny, Lidl, Rewe, Aldi, nur Lidl > hat elektronische Preisschilder. Das ist jetzt ein Phänomen, dass Lidl die elektronischen Preisschilder nutzt und Kaufland nicht, bzw. nur stark eingeschränkt bei Obst/Gemüse und Backwaren (5%). Wo doch beide Märkte aus dem gleichen Stall kommen, siehe Logo. Sinn bzw. Unsinn der elektronischen Preisschilder bleibt ein Rätsel. > Harald K. schrieb: >> Alle Städte sind ja bekanntlich exakt identisch. > > Das vielleicht nicht, aber dank zentraler Führung unterscheiden sich die > Märkte nur wenig bis garnicht. Sehe ich ebenso. Ähnlich wie bei McDonalds, in jedem Laden das riesige Smartphone zur Bestellung und das identische und überall absolut gleich schmeckende Angebot. Kennt man einen McDonalds, kennt man alle.
Manfred P. schrieb im Beitrag # > In meiner Region besuche ich Edeka, Penny, Lidl, Rewe, Aldi, nur Lidl > hat elektronische Preisschilder. Dann schau nochmal genau hin. Hier haben Aldi (Süd), Lidl und Rewe nur elektronische Preisschilder, und bei Aldi Süd und Lidl würde ich drauf tippen, dass die das in allen Filialen gleich haben. Oliver
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Rene K. schrieb: > Arbeitet im Media Markt überhaupt jemand in den Gängen?! :-D Ja, aber das ist eigentlich Baumarkt-Personal.
Oliver S. schrieb: > bei Aldi Süd und Lidl würde ich drauf tippen, dass die das in allen > Filialen gleich haben. Das wird aber nicht in allen Filialen gleichzeitig eingeführt. Einige wenige Teams reisen durch die Republik, machen Technische Installation, andere Mitarbeiterschulung und unterstützen bei der Einrichtung. Deswegen sind Beobachtungen aus einzelnen Läden nicht repräsentativ. Bei Edeka werden die Märkte i.d.R. vom Eigentümer geführt, d.h. jeder entscheidet eigenständig wie ausgezeichnet wird.
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Hier im Ruhrgebiet hat Netto (ex PLUS) ebenfalls elektronische Preisschilder. Sogar dreifarbig - schwarz, rot und deren Vereinsfarbe gelb. Die e-ink-Kügelchen haben verschiedene Massen, und über die Pulsbreite entscheidet man welche Sorte man schubsen will. Faszinierend.
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Helmut H. schrieb: > Oliver S. schrieb: >> bei Aldi Süd und Lidl würde ich drauf tippen, dass die das in allen >> Filialen gleich haben. > > Das wird aber nicht in allen Filialen gleichzeitig eingeführt. Das haben die hier schon seit Jahren, da sollte das Team inzwischen überall durch sein. Oliver
Gustav K. schrieb: > Heute kostet ein Artikel im Supermarkt entweder 1.99, 2.49 oder 2.99 > usw., siehe Bild 3 weiter oben. Möchte mal wissen, was da für eine > seltsame Kalkulation dahinter steht. Für große "heute" mag die Aussage korrekt sein. Tatsächlich ist das aber schon seit vielen Jahrzehnten so...
Gustav K. schrieb: > Heute kostet ein Artikel im Supermarkt entweder 1.99, 2.49 oder 2.99 > usw., siehe Bild 3 weiter oben. Möchte mal wissen, was da für eine > seltsame Kalkulation dahinter steht. Eine nicht unerhebliche Menge Menschen sieht da 1€, 2€, 2€ und unterschlägt unterbewusst die Nachkommastellen. Kommt einem komisch vor, iss aber so.
Norbert schrieb: > Gustav K. schrieb: >> Heute kostet ein Artikel im Supermarkt entweder 1.99, 2.49 oder 2.99 >> usw., siehe Bild 3 weiter oben. Möchte mal wissen, was da für eine >> seltsame Kalkulation dahinter steht. > > Eine nicht unerhebliche Menge Menschen sieht da 1€, 2€, 2€ und > unterschlägt unterbewusst die Nachkommastellen. > > Kommt einem komisch vor, iss aber so. An der Tankstelle auch?
Norbert schrieb: > Gustav K. schrieb: >> Heute kostet ein Artikel im Supermarkt entweder 1.99, 2.49 oder 2.99 >> usw., siehe Bild 3 weiter oben. Möchte mal wissen, was da für eine >> seltsame Kalkulation dahinter steht. > > Eine nicht unerhebliche Menge Menschen sieht da 1€, 2€, 2€ und > unterschlägt unterbewusst die Nachkommastellen. > Kommt einem komisch vor, iss aber so. Die absolute Mehrheit der Menschen versteht trotzdem, was die Zahlen bedeuten, und sieht auch, dass z.B. 2,49 weniger ist als 2,99 Oliver
H. H. schrieb: > An der Tankstelle auch? An der Tankstelle auch. Da ist die "9" oft festverdrahtet. Im variablen Teil des Preisschildes steht "2,03" und dahinter fest gedruckt die "9". 2,039 sieht nach weniger aus als 2,040.
H. H. schrieb: > An der Tankstelle auch? Frag mal im größeren Bekanntenkreis nach dem Spritpreis. Und schau wie oft bei 219.9 ein 219 und nicht ein 220 zurück kommt.
Soul E. schrieb: > 2,039 sieht nach weniger aus als 2,040. Gigantisch weniger. Aber 2,499 sieht bestimmt nicht nach 2€ aus.
H. H. schrieb: > Gigantisch weniger. Das ist nicht der Punkt. Die Wahrnehmung ist eine deutlich andere, ist schon seit Ewigkeiten untersucht und hat so nette Namen wie behavioral /pricing/ ›Gesehen‹ wird 203 obwohl dort 203.9 also fast 204 steht. Viele Leute meinen dabei unterbewusst, dass etwas deutlich billiger ist als es der Realität entspricht. Ein Fernseher für 2000€ wird als recht teuer angesehen, bei 1999€ kann das schon ganz anders aussehen. Ad: Das fällt Menschen, welche täglich mit Zahlen arbeiten und zudem Präzision gewohnt sind, erst einmal schwer nachzuvollziehen.
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Norbert schrieb: > H. H. schrieb: >> Gigantisch weniger. > > Das ist nicht der Punkt. Die Wahrnehmung ist eine deutlich andere, ist > schon seit Ewigkeiten untersucht und hat so nette Namen wie > behavioral /pricing/ > ›Gesehen‹ wird 203 obwohl dort 203.9 also fast 204 steht. Und eben nicht 2,49 als 2€.
H. H. schrieb: > Und eben nicht 2,49 als 2€. Ich denke wir reden aneinander vorbei. Die Preisgestaltung unterliegt einem psychologisch gut untersuchten Phänomen. Wenn es nicht so wäre, dann würden einen nicht diese auf .9/.99 gesetzten Preise förmlich überfluten. Und es würden sich die Leute im Marketing und Vertrieb nicht mit den psychologischen Aspekten auseinander setzen. Aber 'nuff said…
Oliver S. schrieb: > Manfred P. schrieb im Beitrag # >> In meiner Region besuche ich Edeka, Penny, Lidl, Rewe, Aldi, nur Lidl >> hat elektronische Preisschilder. > > Dann schau nochmal genau hin. Weil nicht sein kann, was nicht Deiner Vorstellung entspricht? > Hier haben Aldi (Süd), Lidl und Rewe nur elektronische Preisschilder, > und bei Aldi Süd und Lidl würde ich drauf tippen, dass die das in allen > Filialen gleich haben. Hier ist Aldi-Nord, und auch da ist nicht alles identisch, weil in Regionalgesellschaften untergliedert. Hier steht dann "Aldi GmbH & Co KG Barleben" auf dem Kassenzettel, obwohl ich ein gutes Stück entfernt in Niedersachsen bin. Lidl ist auch nicht gleich Lidl. Ich habe einige Male 'meinen' Wochenprospekt mit dem eines Bekannten verglichen, da gibt es Unterschiede. Rewe ist ebenfalls nicht gleich Rewe, 'meiner' ist eine Filliale, zwei andere in meiner Region sind inhabergeführt Franchise. Und sie haben unterschiedliche Preise, je nach Konkurrenz. Helmut H. schrieb: > Deswegen sind Beobachtungen aus einzelnen Läden nicht repräsentativ. Ja, erst wenn viele Leute gleichartiges sehen, kann man eine Statistik erlügen. > Bei Edeka werden die Märkte i.d.R. vom Eigentümer geführt, d.h. jeder > entscheidet eigenständig wie ausgezeichnet wird. Bei Edeka und den Verwandten NP-Markt bzw. Globus ist das schwer durchschaubar. Es scheint so, dass Edeka E-Center und Globus als Fillialbetrieb aufbaut und erst später einen privaten Pächter findet. Und auch da differiert das, Edeka ist ebenfalls in Regionalgesellschaften untergliedert.
Norbert schrieb: > Ich denke wir reden aneinander vorbei. > Die Preisgestaltung unterliegt einem psychologisch gut untersuchten > Phänomen. Wenn es nicht so wäre, dann würden einen nicht diese auf > .9/.99 gesetzten Preise förmlich überfluten. Und es würden sich die > Leute im Marketing und Vertrieb nicht mit den psychologischen Aspekten > auseinander setzen. Das sind die selben Leute, die auch glauben, alles was ich in der Werbung sehe, würde ich auch bevorzugt kaufen. Kranke BWLer-Gehirne.
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War heute mal bei Lidl, Edeka und Aldi. Alle drei haben hier diese elektronischen Preisschilder. Alle drei haben unterschiedliche Schilder, die wohl auch unterschiedlich programmiert werden. Lidl: Hier war ich erstaunt, dass die Schilder auch im Tiefkühler hängen, und dies manchen Schildern nicht so richtig gefällt (Bild 1). Die Art der Datenübertragung konnte ich nicht in Erfahrung bekommen. Edeka: Deren Schildern haben oben links durchgängig eine Art Optik. Eine Mitarbeiterin meint zu meiner Frage, wie die Daten in die Schilder übertragen werden, dass man nichts machen müsse, das geht alles vollautomatisch. Ein Handgerät kenne sie nicht. Bei einem Schild geht wohl die Batterie zur Neige, gut gemacht, wie ich finde (Edeka_3.jpg). Aldi: Wieder andere Schilder, ein Mitarbeiter hatte Zeit und Muse, mir die Datenübertragung zu erklären: Er muss mit einem Handgerät den im Regal stehenden Artikel scannen, der Code wird dann drahtlos an die IT übermittelt, von dort kommt dann der neue Preis. Dann muss er mit dem Handgerät den Barcode des Schildes auf der Unterseite scannen und das Gerät an das Schild anlegen (wohl NFC). Oben rechts ist eine LED, die den Status nach dem Beschreiben übermittelt. In allen drei Märkten zu 95% Preise im Format x.49 oder x.99 - wie sich das in der kopfkranken Neuzeit gehört.
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interessant ist auch die Entwicklung von Produkten, die vorher Kakao enthielten. Jetzt tauchen immer mehr "Milk" Produkte auf.
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Manfred P. schrieb: >> haben Aldi (Süd), > … > Hier ist Aldi-Nord Sieh an, du hast den Unterschied gefunden. War nicht so schwer, oder? Oliver
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Neue Infos vom Kaufland: Ich erfahre von einem Mitarbeitet, dass die Schilder bei Obst/Gemüse und Backwaren zentral gesteuert werden. Selbige können aber auch mit einem Handgerät beschrieben werden. Wahrscheinlich ist letzteres die einfachere Methode, mal eben einen Preis zu ändern. Was mich nun noch interessiert ist die Art der Datenübertragung. Mitarbeiter in den Märkten konnten bisher dbzgl. keine Auskunft geben. Im Internet lese ich, dass die Schilder via Funk (2.4GHz) beschrieben werden. Also lag ich mit meinen WLAN-Preisschildern nicht so ganz falsch. Also mal im Kaufland die Decke inspiziert und finde bei Obst/Gemüse die Teile in Bild 1 und bei den Backwaren das Teil in Bild 2. Bei einer Funkverbindung müssten die Schilder permanent empfangsbereit sein, wie kann da eine winzige Batterie 7 Jahre halten, wie die Hersteller versprechen? In der Werbung der Hersteller werden die Schilder als die beste Erfindung seit geschnitten Brot beworben (80% Zeit- und Kostenersparnis usw.). Lustig, dass Kaufland mal eben zeigt, dass sich ein Vollsortimenter mit 30.000 Artikeln auch mit Preisschildern aus Papier schmeißen lässt. Trotz Fachkräftemangel und was weiß der Teufel.
Gustav K. schrieb: > Bei einer Funkverbindung müssten die Schilder permanent > empfangsbereit sein, Nö, müssen sie nicht. Der Sender kann dauerhaft immer wiederholend die aktuellen Daten senden, die Schilder wachen alle paar Minuten auf, lauschen auf den Datenstrom, übernehmen sie interessierende Daten und legen sich wieder schlafen. WLAN ist das ziemlich sicher nicht; so ein Schild muss nicht senden können, es genügt, wenn es wie ein Radiohörer gelegentlich mal auf Empfang geht. Im 2.4-GHz-Band ist alles mögliche unterwegs.
Gustav K. schrieb: > Lustig, dass Kaufland mal eben zeigt, dass sich ein > Vollsortimenter mit 30.000 Artikeln auch mit Preisschildern aus Papier > schmeißen lässt. Trotz Fachkräftemangel und was weiß der Teufel. 20% auf alles, außer Tiernahrung. Bei der allererste Aktion damals sah man in unserem Praktiker völlig verzweifelte Mitarbeiter, die versuchten, sämtliche Preisschilder gegen die mit den reduzierten Preisen auszutauschen. Was natürlich bei der geringen Zahl an Verkäufern, die es in einem Baumarkt gibt, ein völlig aussichtsloses Unterfangen war. Die haben dann auch schnell aufgegeben. Oliver
Harald K. schrieb: > WLAN ist das ziemlich sicher nicht; so ein Schild muss nicht senden > können, es genügt, wenn es wie ein Radiohörer gelegentlich mal auf > Empfang geht. > Im 2.4-GHz-Band ist alles mögliche unterwegs. Die Technik ist doch seinerzeit im Preisschild-Thread ausgiebig diskutiert worden. Inklusive modifiziertem Zigbee-Stick zum Senden der Daten.
Gustav K. schrieb: > Lustig, dass Kaufland mal eben zeigt, dass sich ein > Vollsortimenter mit 30.000 Artikeln auch mit Preisschildern aus Papier > schmeißen lässt. nun könnte man die Artikelbeschreibung und die Preisziffern im Papierschild trennen. Somit bräuchte man nur noch letztere tauschen. Und DIE liessen sich bei nicht allzu grober Behandlung auch diverse male wiederverwenden.
.● Des|ntegrator ●. schrieb: > nun könnte man die Artikelbeschreibung und die Preisziffern > im Papierschild trennen. Das ist nichts für Personal, das damals in der Schule schon die Setzkästen hassten. https://www.wiemann-lehrmittel.de/bilder-woerter-und-buchstaben-setzkasten/w-1019
Harald K. schrieb: > Gustav K. schrieb: >> Bei einer Funkverbindung müssten die Schilder permanent >> empfangsbereit sein > > Nö, müssen sie nicht. Der Sender kann dauerhaft immer wiederholend die > aktuellen Daten senden, die Schilder wachen alle paar Minuten auf, > lauschen auf den Datenstrom, übernehmen sie interessierende Daten und > legen sich wieder schlafen. Wenn deine paar Minuten 3 Minuten wären, dann würden die Schilder in 24 Stunden 480 mal aufwachen und auf Empfang gehen. In 7 Jahren wären das dann 1.226.400 Aufwacher. Ob das die winzige Batterie leisten kann? Nehmen wir mal an, ein Vollsortimenter mit 30.000 Artikeln entschließt sich, diesen x.49 bzw. x.99 Schwachsinn nicht mehr mitzumachen. Das hieße dann, 30.000 Schilder sind neu zu beschreiben. Also wird ein Telegramm bestehend aus 30.000 Einzeltelegrammen erzeugt und gesendet. Ein Schild wacht auf und bemerkt die Datensendung. Also müsste es erst mal auf den Anfang des Telegramms warten. Ist der Anfang erkannt, heißt es alles empfangen und die für das Schild bestimmte Information heraus fischen. Hier stellt sich dann die Frage, wie lange so ein Telegramm aus 30.000 Einzeltelegramm dauern wird, denn der Empfang wird Batteriestrom kosten. > So ein Schild muss nicht senden Ein System mit Rückmeldung würde mir hier bedeutend besser gefallen. Möglicherweise ist bei der Aktion bei einigen Schildern die Batterie in die Knie gegangen und die Schilder sind abgetaucht. Dafür wären mir Preise am Regal zu sensibel.
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Gustav K. schrieb: > Ein Schild wacht auf und bemerkt die Datensendung. Also müsste es erst > mal auf den Anfang des Telegramms warten. Glücklicherweise kann man Protokolle auch anders umsetzen. Und es ist auch möglich, über einen anderen Kanal eine "Aufwach"-Instruktion zu senden, gegebenenfalls auch mit einem Zeitstempel (sowas in der Art "Schild 2378, um 13:45 kommt was für Dich"). Wie auch immer sie es anstellen, sie bekommen es ausreichend zuverlässig hin - auch wenn hier einzelne nicht dran glauben wollen.
Herrlich, was man alles könnte oder müsste. Man könnte auch einfach die Dokumentation lesen. Zigbee ist jetzt nicht so wahnsinnig geheim, und damit sparsam Daten verteilen schaffen viele. Hier nochmal der Thread zu den Preischildern: Beitrag "Sammelbestellung elektronische Preisschilder?" Außerdem Hacking eInk Price Tags: https://dmitry.gr/?r=05.Projects&proj=29.+eInk+Price+Tags für die GenZ als Film: https://www.youtube.com/watch?v=98fOzZs__fc oder beim Godfather der Frickeltechnik: https://www.fingers-welt.de/phpBB/viewtopic.php?f=14&t=20486
Anbei noch ein kleiner Hinweis aus der KI: Hausverbot: Werden Preisschilder manipuliert, handelt es sich um eine Straftat (z. B. Sachbeschädigung, Computerbetrug). Der Ladeninhaber hat das Recht, ein Hausverbot gegen die verantwortlichen Personen auszusprechen. Die KI hat das aus realen Fällen gelernt, nur mit dem Link auf die Quellen hapert es bekanntlich. Einzelhändler sollten ihre ESL-Systeme durch starke Verschlüsselung und sichere Netzwerkkonfigurationen schützen. Für detaillierte Informationen zu einem spezifischen Vorfall müssten weitere Quellen herangezogen werden.
Dieter D. schrieb: > Einzelhändler sollten ihre ESL-Systeme durch starke Verschlüsselung und > sichere Netzwerkkonfigurationen schützen. Das tun sie. Der Grund, warum in den Bastelprojekten als erstes einmal neue Firmware geflasht wird, liegt einfach darin, dass man die Verschlüsselung loswerden muss. Diese knacken wäre innerhalb der EU unzulässig. Wenn jemand einen Einzelhändler ärgern wollen würde, dann könnte er einen Zigbee-Jammer aufstellen. Z.B. einen Mikrowellenherd mit offener Tür. Aber sowas will natürlich niemand.
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Soul E. schrieb: > Das tun sie. ... Das ist dann auch der Grund, dass die ESL (Electronic Shelf Labels) nicht mehr ersetzt werden können oder dürfen, weil die ITSicherheit nicht mehr gegeben ist. Und das verursacht wieder neue Kosten. Aktualisierung des IT-Sicherheitskonzeptes des Geschäftes durch die neue Anlage und neuen Geräte, Installationskosten für die neue Anlage, und was noch so alles an dem Rattenschwanz dranhängt.
Dieter D. schrieb: > Das ist dann auch der Grund Wahnvorstellungen, am langen und warmen Wochenende komplett freidrehend.
Beitrag #8044751 wurde vom Autor gelöscht.
Noch viel besser ist, dass ich auf Grund eines solchen "Fehlers" am Freitag zwei von diesen https://www.mediamarkt.de/de/product/_sandisk-ultra-flair%E2%84%A2-2497973.html für 27 Euronen das Stück einkaufte. Es kann auch sein, dass das die kleinen Belohnungen für die Personen sind, die öfters im Geschäft sind und dort normalerweise auch einkaufen.
Oliver S. schrieb: > Die Wahnvorstellungen gehen weiter… Wenn man das nur zur Energiegewinnung nutzen könnte ...
Wobei letzte Woche früher Freitag war, als diese Woche.
Du kannst die Preisschilder manipulieren wie du willst, bindend ist der Preis der an der Kasse verlangt wird! Allenfalls könnte ein Mitbewerber/Konkurrent eine Abmahnung erwirken... Sollte es den das Verschulden des Ladenbetreibers gewesen sein. Damit ließe sich höchstens ein kleiner Kundenaufstand an den Kassen generieren. Den nur die Schilder zu manipulieren, änder doch nichts im Kassensystem! Dieter D. schrieb: > Noch viel besser ist, dass ich auf Grund eines solchen "Fehlers" am > Freitag zwei von diesen Also kein Fehler. Nur viel zu viel Phantasie, in einem viel zu kleinem Verstand!
Dieter D. schrieb: > Wobei letzte Woche früher Freitag war, als diese Woche. das war in allen bisherigen Wochen so.
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