Hallo Stromversorger! Ein MIC5236YM soll 3.3 Volt aus 14 Volt LiFePO4 machen. Der LDO verträgt auch -20 Volt am Eingang, also brauche ich eigentlich keinen Verpolungsschutz — aber was verträgt sein Enable-Eingang? Enable muss ja ziemlich direkt am Akku angeschlossen werden. Weiss zufällig jemand, ob das gut geht? Oder findet jemand im Datenblatt einen Hinweis? Reichen vielleicht 27k Vorwiderstand?
Bauform B. schrieb: > Ein MIC5236YM soll 3.3 Volt aus 14 Volt LiFePO4 machen. Der LDO verträgt > auch -20 Volt am Eingang, also brauche ich eigentlich keinen > Verpolungsschutz — aber was verträgt sein Enable-Eingang? Enable muss ja > ziemlich direkt am Akku angeschlossen werden. > > Weiss zufällig jemand, ob das gut geht? Oder findet jemand im Datenblatt > einen Hinweis? Reichen vielleicht 27k Vorwiderstand? Du könntest ja zumindest auf das DB verlinken, dann muss nicht jeder selbst suchen. Woher kommt der Wert 27k? Geraten, gewürfelt?🤔 Weshalb möchtest Du auf einen Verpolungsschutz verzichten? Eine 1N4007 kostet nur wenige Cent. Weshalb LDO bei 14V Eingangsspannung? Weshalb nicht eine einzelne LiFePO4 Zelle als direkte Stromversorgung? Die liefert nahezu konstant 3,2V, denn die Entladekennlinie ist flach.
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Nachschlag: https://ww1.microchip.com/downloads/aemDocuments/documents/APID/ProductDocuments/DataSheets/MIC5236-Low-Quiescent-Current-%C2%B5Cap-LDO-Regulator-20006574B.pdf 27k und 16k am ADJ-Pin ergibt 3.3 Volt und wegen aggressiver Stücklisten-Optimierung gibt es auch keine 1N4007 und keinen Schaltregler mit einen halben Dutzend exotischer Filterbauteile. Wenn ich die unterste von den 4 Zellen stärker belaste gibt es auch wieder Mecker ;) Und 4 Zellen sind für alles andere optimal; da brauche ich mehr als 20 Watt.
Bauform B. schrieb: https://ww1.microchip.com/downloads/aemDocuments/documents/APID/ProductDocuments/DataSheets/MIC5236-Low-Quiescent-Current-%C2%B5Cap-LDO-Regulator-20006574B.pdf > 27k und 16k am ADJ-Pin ergibt 3.3 Volt und wegen aggressiver > Stücklisten-Optimierung gibt es auch keine 1N4007.. Ok, muss man akzeptieren..aber nicht verstehen. Kommst vermutlich aber nicht drum herum. Ein LDO (die Frage weshalb LDO ist noch unbeantwortet) benötigt i.d.R. kleine Kapazitäten an Ein- und Ausgang. Und da scheitert es dann an einer kleinen Diode? > Wenn ich die unterste von den 4 Zellen stärker belaste gibt es auch > wieder Mecker ;) Und 4 Zellen sind für alles andere optimal; da brauche > ich mehr als 20 Watt. Weshalb sollte man meckern, die näheren Umstände waren doch bis dato unbekannt. Bauform B. schrieb: > Weiss zufällig jemand, ob das gut geht? Oder findet jemand im Datenblatt > einen Hinweis? Das DB gibt nur Werte an für ON bzw. Off. Es gibt keine Angabe über eine zulässige negative Spannung, also wird es nicht funktionieren. > Reichen vielleicht 27k Vorwiderstand? Was soll der bewirken und wie kommst du auf den Wert?
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Jörg R. schrieb: > Ein LDO (die Frage weshalb LDO ist noch unbeantwortet) benötigt > i.d.R. kleine Kapazitäten an Ein- und Ausgang. Und da scheitert > es dann an einer kleinen Diode? Ja. 100n für den Eingang und 33u für den Ausgang hat man sowieso. Aber wer braucht schon Dioden? Eine einzige PMEG045T100EPE gibt es... > die Frage weshalb LDO ist noch unbeantwortet Was sonst, gibt es einen besseren? Bis auf den nicht spezifizierten Enable passt der MIC5236YM ziemlich gut: * Enable (muss sein) * einstellbar (muss sein) * 150 mA (120 muss sein) * 350 mA max. Current Limit * max. 1 µA disabled, 30 ohne Last, 800 @ 50 mA * normales SO-8, aber 4 GND-Pins zwecks Kühlung >> Reichen vielleicht 27k Vorwiderstand? > Was soll der bewirken und wie kommst du auf den Wert? Der MIC ist bipolar, also fließt in so einen Eingang Strom, sobald die Spannung groß genug wird. Es könnte ja sein, dass eine Strombegrenzung als Verpolungsschutz ausreicht. Der größte Wert in der Schaltung ist z.Zt. 27k.
Jörg R. schrieb: > Weshalb LDO bei 14V Eingangsspannung? Vielleicht wegen
1 | With a maximum operating input voltage of 30V and |
2 | a quiescent current of 20µA, it is ideal for supplying keep-alive |
3 | power in systems with high-voltage batteries. |
Bauform B. schrieb: > Bis auf den nicht spezifizierten Enable ... Weil Dir niemand das Datenblatt vorlesen will? In den Beispielschaltungen liegt er immer im Eingang und im Text finde ich: Enable Input Current V EN = 30V regulator on 0.5 2.5 µA 5.0 µA https://ww1.microchip.com/downloads/en/DeviceDoc/mic5236.pdf Bauform B. schrieb: > Der LDO verträgt > auch -20 Volt am Eingang, also brauche ich eigentlich keinen > Verpolungsschutz Nein, er verträgt die nicht dauerhaft, sondern:
1 | It can also survive an input transient of |
2 | –20V to +60V. |
Es ist eh Kasperei, eine Diode in Serie ändert nichts am schlechten Wirkungsgrad (23%). Wenn Du dauerhaft mehr als einstellige mA brauchst, ist der Längsregler eine dumme Idee.
Bauform B. schrieb: > also brauche ich eigentlich keinen > Verpolungsschutz Den Verpolungsschutz stellt man schon vorher her. Durch entsprechende Stecker wäre die erste Wahl.
Frank O. schrieb: > Den Verpolungsschutz stellt man schon vorher her. Durch entsprechende > Stecker wäre die erste Wahl. Wäre ein Ansatz, falls es möglich ist. Ein anderer ist ein Brückengleichrichter, dann ist die Polung egal.
Manfred P. schrieb: > Wäre ein Ansatz, falls es möglich ist. Ein anderer ist ein > Brückengleichrichter, dann ist die Polung egal. Bei unseren früheren Fahrzeugen gab es (trotz verpolungssichere Stecker!) eine sogenannte Falschpoldiode. Auf jeden Fall, wenn die Diode oder der Brückengleichrichter dem benötigten Strom nicht im Weg ist, finde ich diese Lösung heute immer noch praktisch, einfach und günstig.
Bauform B. schrieb: > und wegen aggressiver > Stücklisten-Optimierung gibt es auch keine 1N4007 und keinen > Schaltregler mit einen halben Dutzend exotischer Filterbauteile. Dann wäre eine Zenerdiode mit paar Widerständen die billigste, schlechteste und kleinste Lösung.
Manfred P. schrieb: > Bauform B. schrieb: >> Der LDO verträgt >> auch -20 Volt am Eingang, also brauche ich eigentlich keinen >> Verpolungsschutz > > Nein, er verträgt die nicht dauerhaft, sondern: > It can also survive an input transient of > -20V to +60V. Ein guter Einwand, aber das ist nur der "Werbetext". Bei den Maximum Ratings gibt es eine Fussnote und danach gilt die zeitliche Einschränkung nur für die +60 Volt.
Frank O. schrieb: > Den Verpolungsschutz stellt man schon vorher her. Durch entsprechende > Stecker wäre die erste Wahl. Der Fehler sind die 26650 Akkus. Wenn beide Enden gleich aussehen, gibt es keinen Batteriehalter mit Verpolungsschutz. Oder kennt jemand dafür eine Lösung?
Bauform B. schrieb: > Frank O. schrieb: >> Den Verpolungsschutz stellt man schon vorher her. Durch entsprechende >> Stecker wäre die erste Wahl. > > Der Fehler sind die 26650 Akkus. Wenn beide Enden gleich aussehen, gibt > es keinen Batteriehalter mit Verpolungsschutz. Oder kennt jemand dafür > eine Lösung? Bauform B. schrieb: > Oder kennt jemand dafür > eine Lösung? Deutliche Kennzeichnung der Polarität. Aber eine Anmerkung zu der Diode: Wenn nicht einmal eine 1N4007 preislich möglich ist, sollte man überlegen, ob sich der Bau insgesamt lohnt. Andernfalls kann der Kaufmann das doch selbst konstruieren, wenn er so genau weiß was das kosten darf.
Frank O. schrieb: > Auf jeden Fall, wenn die Diode oder der Brückengleichrichter dem > benötigten Strom nicht im Weg ist, finde ich diese Lösung heute immer > noch praktisch, einfach und günstig. Es kommt auf die individuellen Umstände an, wie es zu lösen ist. Ich habe mehrfach mit antiparalleler Diode gebaut, die natürlich viel Strom vertragen können muß. Gleichrichterbrücke oder Diode in Reihe stören fast immer, da sie Spannungsabfall haben. Frank O. schrieb: > Deutliche Kennzeichnung der Polarität. .. ist das mindeste, aber nicht sicher. Wer noch nie einen Akku falschherum angeklemmt hat, werfe den ersten Stein. Bauform B. schrieb: > Der Fehler sind die 26650 Akkus. Wenn beide Enden gleich aussehen, gibt > es keinen Batteriehalter mit Verpolungsschutz. Oder kennt jemand dafür > eine Lösung? Musst Du eine Großserie optimieren oder willst Du hier einfach nur herumheulen? Zwischen Deinem Akkupack und den 3V3 ist dermaßen viel Luft, dass eine Diode nicht stört.
Manfred P. schrieb: > (..) > Bauform B. schrieb: >> Der Fehler sind die 26650 Akkus. Wenn beide Enden gleich aussehen, gibt >> es keinen Batteriehalter mit Verpolungsschutz. Oder kennt jemand dafür >> eine Lösung? > > Musst Du eine Großserie optimieren oder willst Du hier einfach nur > herumheulen? Zwischen Deinem Akkupack und den 3V3 ist dermaßen viel > Luft, dass eine Diode nicht stört. Der TO will keine Diode, er verzichtet auf minimal umsetzbaren Schutz weil.. Bauform B. schrieb: > ..und wegen aggressiver Stücklisten-Optimierung gibt es auch > keine 1N4007..
Bauform B. schrieb: > Frank O. schrieb: >> Den Verpolungsschutz stellt man schon vorher her. Durch entsprechende >> Stecker wäre die erste Wahl. > > Der Fehler sind die 26650 Akkus. Nein, der Fehler ist deine Art es umzusetzen. > Wenn beide Enden gleich aussehen, gibt > es keinen Batteriehalter mit Verpolungsschutz. Oder kennt jemand dafür > eine Lösung? Kennzeichne die Plusseite mit rotem Isolierband. Es gibt fertig konfektionierte LiFePO4 Akkupacks mit 4 Zellen, 6Ah, Schutzelektronik und verpolungssicherem Stecker.
Ich habe gerade einmal geschaut. Da er ja offensichtlich mehrere Millionen Geräte bauen muss, kann er bei Mouser 25000 Dioden für den Stückpreis von 2,2 Cent kaufen. Bei seinen Millionen geht das sicher noch günstiger. Und der Spannungsabfall bei Batteriebetrieb - na ja ...
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Bauform B. schrieb: > Manfred P. schrieb: >> Bauform B. schrieb: >>> Der LDO verträgt >>> auch -20 Volt am Eingang, also brauche ich eigentlich keinen >>> Verpolungsschutz >> >> Nein, er verträgt die nicht dauerhaft, sondern: >> It can also survive an input transient of >> -20V to +60V. > > Ein guter Einwand, aber das ist nur der "Werbetext". Bei den Maximum > Ratings gibt es eine Fussnote und danach gilt die zeitliche > Einschränkung nur für die +60 Volt. Micrel hat techn. Mitarbeiter. Ich würde sie - wenn es um eine Serie geht die so kostenoptimiert ist kontaktieren und auf mehrere widersprüchliche/unvollständige Aussagen im Datenblatt hinweisen und frag was es damit auf sich hat. (Reverse Battery wird nicht weiter spezifiziert obwohl es als wesentliches Argument für den Chip aufgeführt wird...) Oder - bau einfach ein paar Testplatinen und teste mit einem SMU was passiert wenn Du kurze und dann längere Pulse mit neg. Versorgungsspannung anlegst. Für die Serie ein 0Ohm-Widerstand damit ggfs noch eine Diode nachbestückt werden kann.
Vielen Dank für die vielen Antworten! Die Lösung mit der Diode hat zwar nichts mit meiner Frage zu tun, aber ich finde es richtig und wichtig, dass es solche Beiträge gibt. In diesem Fall habe ich z.B. wegen den 0.7 Volt der Diode einen anderen Fehler gefunden. Es tut mir leid, dass ich euch mit der "Optimierung" so auf den Holzweg gelockt habe. Es geht um eine Bastelei mit 2 Stück. Auch da sind weniger Bauteile vorteilhaft und weniger verschiedene Bauteile kein Nachteil. Gerade wenn es nur ein Hobby ist, darf man doch beliebig optimieren. Den Fehler zu beheben kostet zwar 3 teure Operationsverstärker zusätzlich, aber dafür kommt dann doch eine Diode rein :) Allerdings keine 1N4007, sondern eine 10A-Schottky, weil ich so eine sowieso brauche. Der MIC5236 wird durch einen ohne Enable ersetzt und ein anderer Spannungsregler wird durch einen High Side Switch ersetzt. Dann vertragen alle ICs am Akku -20 Volt, nur die OPs und ein MUX werden durch die Diode geschützt.
Bauform B. schrieb: > sondern eine 10A-Schottky Wollte ich eigentlich schon vorschlagen, aber die wäre zu teuer gewesen. Der Rest hört sich auch besser an.
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