Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Fakes erwischt?


von Mini C. (minicomp)


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Bisher hatte ich immer Glück mit Bestellungen bei Ali.
Ich vermute, das es mich nun auch mal mit den 1284P erwischt hat.
Bessere Bilder bekomme ich leider nicht hin.
Das Vergleichsbild zeigt rechts einen funktionierenden und links einen 
der vermeintlichen Fakes.
Das Gehäuse wirkt kantiger, der Markierungspunkt ist größer und weiter 
innen als bei dem funktionierenden. Die Beschriftung ist insgesamt 
größer aber anscheinend gelasert nicht gedruckt
Das MicrochipStudio gibt auch die Fehlermeldung aus.
VCC Pin 5, 17, 38 haben gegeneinander ca.2 Ohm
Die GNDs 6, 18, 28, 30 ebenso.
(Messgeräteleitungen direkt miteinander Verbunden Zeigen 0.14 Ohm)
Gibt es noch eine andere Möglichkeit, um die Chips zu prüfen?

von Gregor J. (Firma: Jasinski) (gregor_jasinski)


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Mini C. schrieb:
> VCC Pin 5, 17, 38 haben gegeneinander ca.2 Ohm
> Die GNDs 6, 18, 28, 30 ebenso.

Diese relativ hochohmigen, internen Verbindungen der VCC- und 
GND-Schiene sind normal oder vielleicht auch als Schutzmaßnahme gedacht, 
falls versehentlich doch etwas nicht angebunden wird und den IC 
beschädigen könnte – es sind keine direkten Drahtbrücken, aber immerhin 
ca. 2-3 Ohm, um einen gewissen Schutz zu bieten. AVCC ist allerdings 
davon ausgeschlossen. Mir sind diese Verbindungen seit längerem bekannt, 
weil ich Schaltungen und Leiterplatten u.a. für µC entwerfe und so etwas 
wissen muss, ich habe das aber jetzt nochmal bei meinem (echten) 
1284P-AU für Dich nachgemessen – sie sind vorhanden. Auch ein Foto von 
diesem echten Chip lade ich zum Vergleich hier hoch und stelle fest, 
dass die Pin-1-Bohrung bei meinem echten ICs ebenfalls wie bei Dir auf 
der Schnittlinie der Eckbeinchen liegt.

Ich sage meinen Kunden immer, dass man solche Teile nicht auf Ali & Co. 
kaufen sollte – das gilt eigentlich für alle Halbleiter, also auch 
Dioden, LED, Transistoren und sämtliche ICs.

> Gibt es noch eine andere Möglichkeit, um die Chips zu prüfen?
Man kann einen weiteren, neuen aus der Packung nehmen und ihn mit 
Heißluft dort anlöten, wo ein echter Chip vorher auslesbar eingelötet 
war – fürs Auslesen die Frequenz auch mal runterdrehen, aber 125 kHz 
sind eigentlich schon niedrig genug, um sich mit einem neuen, echten 
Chip zu verbinden.

PS: bei den GNDs hast Du Dich bei der "30" möglicherweise vertippt, denn 
das sollte 39 sein

: Bearbeitet durch User
von Jobst M. (jobstens-de)


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https://www.richis-lab.de/
Auch hier im Forum als Richard K. (richi123)

Einen guten und einen zweifelhaften hinschicken.

Gruß
Jobst

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