So sagt es Heise: https://www.heise.de/news/NE555-Der-unsterbliche-Timer-Chip-feiert-den-55-Geburtstag-11282093.html
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Das war absehbar, nachdem Heise 2022 den 50. verkündet hat. https://www.heise.de/news/Dauerbrenner-50-Jahre-NE555-7305857.html
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> Das war absehbar, nachdem Heise 2022 den 50. verkündet hat. > > https://www.heise.de/news/Dauerbrenner-50-Jahre-NE555-7305857.html Erst recht in der Folge nach der Trauer-Meldung bzgl. des Schöpfers: * https://www.heise.de/news/Hans-Camenzind-gestorben-der-NE555-lebt-weiter-1669451.html
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Vor einigen Jahren habe ich den NE555 in Übergröße diskret gebaut und er funktionierte auch wie erhofft... Ich verwende den NE555 nach wie vor z.B. erst vor wenigen Tagen beim Bau meines Stroboskops zur Erzeugung der "Hoch"spannung.
Mein erster selbst gebauter CP/M Computer brauchte neben 5V auch 12V. Mit dem 555 habe ich also einen Spannungswandler gebaut, der jedoch ewig nicht wandeln wollte. Ich brauchte eine Stunde, um den schlecht durchtrennen Streifenleiter zwischen Eingang und Ausgang zu bemerkte. Die Spule war eine 10 uH Entstördrossel aus einem Spielzeug. Nur 50% Wirkungsgrad.
Ich kann mich an ein einziges Projekt erinnern wo ich den NE555 verbaut habe und zwar als Dauerimpulsgeber für TRIACs in einem 3x16A Kreis mit 3x2kVA Ringkern-Toroiden. Ansonsten hatte ich den zwar immer im Blick, paßte aber nie wirklich in meine Anwendungen.
Christoph E. schrieb: > Vor einigen Jahren habe ich den NE555 in Übergröße diskret gebaut und er > funktionierte auch wie erhofft... Oder einfach nur als Sitzmöbel für die 5 Jahre alte Katze.
> Oder einfach nur als Sitzmöbel für die 5 Jahre alte Katze.
Oh, und ich dachte, so hat man damals auf ESD-Festigkeit geprüft ...
Da darf der Link http://www.designinganalogchips.com/ auf das Buch "Designing Analog Chips" von Hans Camenzind http://www.designinganalogchips.com/_count/designinganalogchips.pdf hier aber nicht fehlen. PS. Die URL gibt es wohl nur als http und nicht als https, daher meckert der Browser evtl.
Marcel V. schrieb: > Christoph E. schrieb: >> Vor einigen Jahren habe ich den NE555 in Übergröße diskret gebaut und er >> funktionierte auch wie erhofft... > > Oder einfach nur als Sitzmöbel für die 5 Jahre alte Katze. Hey Marcel! Das ist ja cool, wie hast Du den gebaut, trägt der auch etwas Last um als Hocker oder Schemel zu dienen oder ist er nur auf Katzen abgestimmt?
Ulrich schrieb: > Hey Marcel! Das ist ja cool, wie hast Du den gebaut, Er hat das Bild geklaut. https://www.evilmadscientist.com/2011/555-footstool/
Christoph E. schrieb: > Vor einigen Jahren habe ich den NE555 in Übergröße diskret gebaut und er > funktionierte auch wie erhofft... Danke Christoph, das war mein persönliches Highlight heute :-)
Meine 555 sind alle mindestens 67 Jahre alt. Können also weg. "Die Lücke die sie hinterliessen, ersetzte sie vollkommen."
Cartman E. schrieb: > Meine 555 sind alle mindestens 67 Jahre alt. > Können also weg. > > "Die Lücke die sie hinterliessen, ersetzte sie vollkommen." Die 555 ist schon viel älter, wurde am 6. August 1932 eingeweiht.
Christoph E. schrieb: > Vor einigen Jahren habe ich den NE555 in Übergröße diskret gebaut und er > funktionierte auch wie erhofft... > > Ich verwende den NE555 nach wie vor z.B. erst vor wenigen Tagen beim Bau > meines Stroboskops zur Erzeugung der "Hoch"spannung. Irgendwie geistert seit Jahren der Gedanke in mir einen 555 in 10cm Länge zu bauen und die elektrischen Größen entsprechend der Abmessungen zu skalieren. Der müßte dann fast schon mit Netzspannung laufen und einige Ampere treiben.
Jörg K. schrieb: > Irgendwie geistert seit Jahren der Gedanke in mir einen 555 in 10cm > Länge zu bauen und die elektrischen Größen entsprechend der Abmessungen > zu skalieren. Der müßte dann fast schon mit Netzspannung laufen und > einige Ampere treiben. Der sollte dann aber auch 1kW Verlustleistung abkönnen ...
Jörg K. schrieb: > Irgendwie geistert seit Jahren der Gedanke in mir einen 555 in 10cm > Länge zu bauen und die elektrischen Größen entsprechend der Abmessungen > zu skalieren. Der müßte dann fast schon mit Netzspannung laufen und > einige Ampere treiben. Gibts doch schon: https://www.eltako.com/de/catalog/chapters/30/multifunktions-zeitrelais-zeitrelais-und-schaltuhren/?search=
Jens G. schrieb: > Der sollte dann aber auch 1kW Verlustleistung abkönnen ... Da laufen wir dann irgendwann in das Wachstumsgesetz der elektrischen Maschinen: Volumen steigt mit der dritten, Oberfläche nur mit der zweiten Potenz der Seitenlänge.
Jörg K. schrieb: > Der müßte dann fast schon mit Netzspannung laufen und > einige Ampere treiben. Na mindestens mit Anodenspannung gibts da schon was: https://www.youtube.com/watch?v=bjAlzA4Cyys
Marek N. schrieb: > Na mindestens mit Anodenspannung gibts da schon was: > https://www.youtube.com/watch?v=bjAlzA4Cyys Ich hätte gerne das komplementäre Teil, mit Positronenröhren.
Der NE555 war so ca. In den frühen Achtzigern das meistverkaufte IC. Das letzte Mal, dass ich den bewusst gesehen hatte war, als ich einen Nagellackhärter umgebaut hatte zum Belichter. Auch über 10 Jahre her. Wegen der relativ hohen Spannung kann man den noch vielleicht im KFZ einsetzen. Aber heute ist ein uC sicher die bessere Wahl.
Hm, ich habe schon mehrfach versucht vor meinem geistigen Auge die Boards durchzugehen, die ich in den letzten 30 Jahren so geschlachtet habe und kann mich nicht erinnern, dass ein NE555 drauf war. Sicher, in Bastelschaltungen von ELV, Elektor etc. waren sie natürlich Standard, aber auf irgendwelcher Consumer-Ware oder Industrie-Schlachtplatinen ist es mir nicht aufgefallen. Was ich oft in alten Reglerkassetten gefunden habe waren LM358/324, µA741 und gar µA709, aber einen NE555 in freier Wildbahn ist mir noch nicht bewusst begegnet. Selbst unser Toaster war zu dumm dafür, der hatte nur einen einfach Bimetall-Schalter, der über eine Feder entsprechend dem Bräunungsgrad vorgespannt wurde. - An den Eierkocher darf ich nicht ran, den braucht Frauchen noch ;-)
Ich hab das Ding wimre mal in einer Blinklampe gefunden. Aus 'ner Zeit wo es auch noch Bimetall-Blinkbirnen gab.
Rainer W. schrieb: > Das war absehbar, nachdem Heise 2022 den 50. verkündet hat leider werden wir nie erfahren ob er in 501 Jahren seinen Namen gerecht wird. Ich hatte als Letztes @work den 556 genutzt um getrennt on und off an 2 verschiedenen Schaltungsteilen zu steuern.
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Marek N. schrieb: > kann mich nicht erinnern, dass ein NE555 drauf war. In freier Wildbahn sind die wirklich selten zu finden, geht mir genauso. Manche der billigen USB-Loetkolben haben einen: https://www.experimental-engineering.co.uk/2016/05/29/mini-usb-soldering-iron/ > Selbst unser Toaster war zu dumm dafür, der hatte nur einen einfach > Bimetall-Schalter, der über eine Feder entsprechend dem Bräunungsgrad > vorgespannt wurde. Und die neu(er)en haben einen 4541, also wieder kein 555. Es gibt eben doch oft ICs, die besser geeignet sind, auch wenn sie nur wenig moderner sind als der 555 :-).
Ich trauere dem XR2240 hinterher. Kein ewiges Gewürge, bis man eine Zeit von einigen Minuten gut genug drauf hat. Klar, kann man heute besser und sparsamer mit einem µC machen.
So, jetzt erinnere ich mich wieder: * In meinem Kosmos electro E2000-Kasten war ein NE555 als Taktgeber für den "Wechselrichter" mit 2x TDA2003 und Full-Bridge-Rectifier als "Freilaufdioden": Beitrag "Re: DC->AC Rechteckgenerator - wozu Brückengleichrichter am Ausgang?" * In einem HV-Netzteil von Applied-Kilovolts wurde ebenfalls ein 555 als Oszillator für den Flyback verwendet. Beides keine Anwendung, die man in "Millionen Haushalten" findet.
Der hat doch relativ viel Zeug drum rum und ziemlich genau lässt sich die Zeit auch nicht einstellen, allein schon durch Bauteilschwankungen.
Frank O. schrieb: > Der hat doch relativ viel Zeug drum rum und ziemlich genau lässt > sich > die Zeit auch nicht einstellen, allein schon durch Bauteilschwankungen. Wenngleich er als Timer entwickelt wurde, so hat er doch weit mehr mögliche Anwendungen. Er war in vielen Millionen Blinkrelais verbaut, diente in zahllosen Lichtschranken als Komparator, usw...
Moin, Ein wichtiger Aspekt von 555 & Co. und 4000er CMOS ist der weite Spannungsbereich. Das kann in manchen Anwendungen wichtig sein. Der CMOS 7555 ist da auch ganz interessant. Meine letzter Neubau mit einem 555 war ein Dunkelkammer Timer für meinen Vergrößerer in den frühen 80er Jahren. Danach hatte ich nie mehr eine passende Anwendung. Aber Wegschmeissen auf Grund ihres Alters würde ich die schon Vorhandenen aber auch nicht. Auch mit 555ern, LM723, 741er und 4000er Logik lässt sich auch noch in 2026 fürs Hobby viel Nettes konstruieren. Nicht immer braucht man OPVs mit modernen Charakteristiken. Wald und Wiesen Silizium kann durchaus noch nützlich sein, falls schon in der Krabbelkiste wartend;-) THT ist für den Hobbygebrauch ohnehin praxisfreundlicher, wartbarer und Augen-freundlicher für ältere Personen. Kein Mensch kann mit Recht behaupten, daß 0402 SMD angenehm zum Hantieren oder wartbar sind. Im Forum hier wäre es nützlich die Perspektiven zwischen Hobby und Industrie Milieus klar auseinander zu halten. Zu oft sieht man als Industrie Elektroniker auf Hobbyisten hinab, weil man vergessen hat, dass wartbare Eigenelektronik wichtig sein kann und will nicht deren Ansprüche tolerieren. Wenn ich aber SMD Elektronik fürs Hobby konstruiere, aber dann nur mit Industrie gefertigten Leiterplatten und Neuteilen vom Distri. Wer ältere (eigene) Messinstrumente warten muß, weiß ältere Ersatzteile auch zu schätzen. Gerhard
ehajo hatte ja einen SMD-555-Nachbau, leider gibts den nicht mehr im Shop, hat Spaß gemacht und funktioniert.
H. H. schrieb: > Wenngleich er als Timer entwickelt wurde, so hat er doch weit mehr > mögliche Anwendungen. Ich weiß. Das war der erste IC mit dem ich mich im Anfang auseinander gesetzt hatte und alle möglichen Schaltungen ausprobiert hatte. Allerdings weiß ich heute nicht mehr viel davon. Leider hat der Tod von meinem Sohn sehr viel gelöscht oder zumindest verschüttet.
Thomas W. schrieb: > ehajo hatte ja einen SMD-555-Nachbau, leider gibts den nicht mehr im > Shop, hat Spaß gemacht und funktioniert. https://www.solarbotics.com/product/evil-mad-scientist-555se-surface-mount-edition/ In dem Shop gibt´s auch die THT-Version.
Frank O. schrieb: > Der hat doch relativ viel Zeug drum rum Wenn du den XR2240 meinst: Kaum mehr als beim NE555. > und ziemlich genau lässt sich die Zeit auch nicht einstellen, Der Oszillator läuft schnell genug, um den Grundtakt in verträglicher Zeit einzustellen. Der Rest geht über DIP-Switches für den letztlich genutzten Teiler. Aber versuch mal, mit einem Trimmpoti eine Zeit von 12 Minuten einzustellen, und später auf 15 Minuten zu ändern. Das dauuuuert.
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(prx) A. K. schrieb: > Ich trauere dem XR2240 hinterher. Kein ewiges Gewürge, bis man eine Zeit > von einigen Minuten gut genug drauf hat. Nicht so universell einstellbar, aber im Prinzip das gleiche: ICM7242. Den gibt es sogar aktuell noch bei Reichelt.
Arno R. schrieb: > ICM7242. > Den gibt es sogar aktuell noch bei Reichelt. Natürlich heißt er dort nicht "ICM7242", sondern "Timer-IC Typ 555". Damit passt er auch saugend in diesen Thread.
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Marek N. schrieb: > * In einem HV-Netzteil von Applied-Kilovolts wurde ebenfalls ein 555 als > Oszillator für den Flyback verwendet. In einem Netzteil für ein DEC Terminal von Mitte der 90er ist mir neulich auch ein 555 begegnet. War das erste Mal, daß ich den in einem Schaltnetzteil sah. Beim vielen "komischen" Meßgeräten aus Labor und Industrie sitzt schon recht häufig mal ein 555 in der Ecke. Muß dann aber eine Durchsteckplatine sein. Was bei solchen Sonderlocken aber nicht selten ist, weil die teils jahrzehntelang produziert werden und quasi ein Erbe aus alten Zeiten mitbringen. An SMD-555 erinnere ich mich nicht direkt, aber bestimmt habe ich davon auch schon mal ein ausgelötetes Belegexemplar ins Album getan. 556 dagegen sind rar wie Hennenzähne. Bringt halt designmäßig wenig, alles auf einen Punkt konzentrieren zu müssen und die externen Bauteile drumrumzustopfen, statt einzelne 555 da hinzusetzen, wo man sie braucht.
Wenn keiner die 555 kaufen würde, dann würden sich die Distris keine auf Lager halten. Allein LCSC hat weit mehr als 1 Million davon im Lager. Bastlerbedarf ist das nicht.
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Wollvieh W. schrieb: > An SMD-555 erinnere ich mich nicht direkt Mir sind die schon ein paar Mal beim Erkunden von Schaltungen in Geräten über den Weg gelaufen, da dachte ich auch „Schau mal an, den Achtbeiner kenne sogar ich“. Auch LM358 (die OpAmps, gibt auch irgendwie was Anderes unter der Bezeichnung) finde ich häufiger als SOP-8 in Allerweltsschaltungen, als ich vorher angesichts des Alters angenommen hätte.
Mein letztes Projekt mit dem 555 war eine Drehzahlregelung für 4-Pin Lüfter. Sogar im SO-8 Gehäuse. Ist ein billiger China-Clon von LCSC. Die Platine ist in SMD, ca 20 x 20 mm. Die Häfte des Platzes ging für die Steckverbinder drauf.
So, eigentlich habe ich nur nach ganz anderen Bildern gesucht in meiner Sammlung, dann lief mir doch dieser NE555 im Metal-Can-Gehäuse über den Weg, den ich 2005 dokumentiert und wahrscheinlich mindestens 5 weitere Jahre zuvor irgendwo ausgeschlachtet habe. Nur habe ich keine Ahnung mehr wo. Amateurschaltung oder doch "richtige" Industrieelektronik? Seis drum! Was sagen die Experten zur Bedruckung? Signetics? 14. KW 1976?
Marek N. schrieb: > NE555 im Metal-Can-Gehäuse über den Weg, NE556 im gleichen Gehäuse wäre noch spannender. :) Heute gibts doch einzelne Logikgatter im 5/6poligen SMD-Gehäuse. Die könnte man in so eine Metallkanne retrofizieren. > Was sagen die Experten zur Bedruckung? > Signetics? 14. KW 1976? Tampondruck mit Azofarbstoff und lauter heute verbotenen Lösemitteln? :) (KI sagt Epoxid-Farbe nach MIL-Standard, aber das mit den fiesen Lösemitteln bestätigt sie.)
Wollvieh W. schrieb: > Tampondruck mit Azofarbstoff und lauter heute verbotenen Lösemitteln da müsste ich mal schauen, ob die LöMi dazu taugen, die mit Kopierern einher kamen, die ich vor 2 Monden an der Strasse fand. Bj 1970.
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