Hallo. Ich habe mir ein FM/DAB+ Radio gekauft. Nachdem die vier AA-Batterien leer waren dachte ich, ich ersetze sie durch 4 AA-Akkus. Und zwar dieser Typ welche 1,5 V Spannung haben. FM funzt damit aber DAB geht nicht. Hab jetzt mehrmals hin- und hergetauscht. Spannung ist sowohl bei Batterien als auch bei den Akkus 6,1 V unter Last (wenn man bei dem kleinen Radio von Last überhaupt sprechen kann). Kann das jemand erklären? Dankeschön!
Danilo R. schrieb: > Kann das jemand erklären? Ggf. senden die Bucks der LiIon-Zellen Störstrahlen aus.
Läuft denn das Gerät nicht mit 4.8 V, wie sie vier normale NiMh-Akkus liefern?
Das habe ich nicht ausprobiert. Habe leider keine NiMH-Akkus da.
Probiere mal einen Keramikkondemsator 1 µF oder einen Tantal-Elko 1-10 µF über jede einzelne Batterie zu schalten. Vielleicht genügt auch 1 Kondensator über alles. Eventuell ist auch eine Drossel in der Batterieversorgung nötig (LC-Glied). DAB ist ziemlich zickig bei Störimpulsen (Schaltwandler in der Batteriezelle).
Danilo R. schrieb: > Habe leider keine NiMH-Akkus da. Nimmste eben nur 3 Batterien + Metallschraube M4x50 für'n Test.
OK. Danke für die Tipps. Wusste nicht, dass in dem Akku Elektronik drin ist und evtl. stört.
Danilo R. schrieb: > Habe leider keine NiMH-Akkus da. Dann mal fix zum Lidl, mit etwas Glück sind noch Akkus der letzten Werbeaktion im Laden. Danilo R. schrieb: > Wusste nicht, dass in dem Akku Elektronik drin ist Wie werden denn diese Akkus geladen? Meine 1,5V-Li haben eine USB-C-Buchse. Andere benötigen ein spezielles Ladegerät, was einen Ring neben dem Pluspol kontaktiert. In keinem Fall dürfen die in ein handelsübliches Ladegerät!
Diese 1,5V Akkus mit eingebauter USB-Buchse gibt es wohl in unterschiedlichen Qualitätsstufen, darunter auch unterirdischen. Ich habe welche für meinen Stirnlampe (Ledlenser) besorgt, da funktionieren die Dinger aber nicht. Schon nach kurzer Betriebszeit, schaltet die Lampe ab und gleich wieder an um sofort wiederholt sich das Spiel. Der Dimmer der Stirnlampe verhält sich auch seltsam, er reagiert über einen weiten Einstellbereich kaum um dann auf schlagartig ganz dunkel zu schalten. Mit normalen Batterien und NiMh-Akkus (Panasonic) funktioniert die Lampe bestens. Die 1,5V Akkus zum Test in eine Fahrradlampe gesteckt, auf voller Leuchtstärke gestellt ist alles OK. Im reduzierten- und im Blinkmodus scheint der kleine im Akku befindliche Step-Down Konverter Probleme zu bekommen.
Hier hatte ich mal meinen Spektrumanalyzer auf so eine Zelle (Verico Loopenergy AA2550) angesetzt. Wie man sieht, verschwindet DAB komplett unter dem Brei. Nur UKW sticht dort noch durch (Spaß ist aber auch das nicht). https://www.mikrocontroller.net/attachment/656881/PNG5.png bzw: Beitrag "Re: Praktische Erfahrungen mit 1,5V AA LiIon Akkus?" Ach ja: Blau ist mit Akku, gelb ohne. Gruß Jobst
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Jobst M. schrieb: > Hier hatte ich mal meinen Spektrumanalyzer auf so eine Zelle (Verico > Loopenergy AA2550) angesetzt. Wie man sieht, verschwindet DAB komplett > unter dem Brei. Nur UKW sticht dort noch durch (Spaß ist aber auch das > nicht). Den Beitrag von Ralf hatte ich erst für einen Witz gehalten. Man, man, man, Sachen gibt es!
Danilo R. schrieb: > ich ersetze sie durch 4 AA-Akkus. > Und zwar dieser Typ welche 1,5 V Spannung haben. Warum ersetzt du die Zellen nicht durch einen LiIon-Akku und schaust ob es funktioniert. Wenn es nicht läuft, dann nutze einfach einen StepUp-Regler Modul um auf 6V zu kommen. Man sollte den StepUp Regler aber nicht permanent laufen lassen, daher bräuchte man einen Schalter um die Spannungsversorgung das Gerätes aktivieren zu können, am besten mit einer kleinen LED damit man weiß dass es an ist. Probiere aber erst mal mit einem Labornetzteil die Spannung von 3V zu erhöhen, bis du es an machen kannst. Es ist gut zu wissen ab wann das Gerät funktioniert. Du kannst auch einen Kondensator (100µF - 1000µF) nutzen
Mike J. schrieb: > Wenn es nicht läuft, dann nutze einfach einen StepUp-Regler Modul um auf > 6V zu kommen. Wenn man "Glück" hat, sorgt der StepUp-Regler für genau das gleiche Problem, das die 1.5-V-Akkus mit ihrem integrierten StepDown-Regler verursachen ...
Harald K. schrieb: > sorgt der StepUp-Regler für genau das gleiche Problem Naja, ein Problem ist ja die Energieversorgung, da nimmt man einen Akku und es soll damit laufen ohne dass man Primärzellen kaufen muss. Dann kann man noch einen LC-Filter basteln und es an den Ausgang hängen, sollte kein großes Problem sein.
Mike J. schrieb: > Dann kann man noch einen LC-Filter basteln und es an den Ausgang hängen, > sollte kein großes Problem sein. Und der filtert dann auch Funkwellen?
Man könnt ja auch einfach das mitgelieferte Netzteil benutzen.
Ralf X. schrieb: > Und der filtert dann auch Funkwellen? Nur Dafür ist er da. Aber für die gesamte Idee muss man Bastler sein. Und man muss alles irgenwie in das Radio basteln. Will man das wirklich? Gibt es noch diese Nickel-Zink Akkus? Die haben ja auch 1,5V Nennspannung. Nur brauchen die ein spezielles Ladegerät und die Zellen haben wohl eine hohe Selbstentladung. Scheinbar haben die sich jedenfalls nicht durchgesetzt.
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Harald K. schrieb: > Läuft denn das Gerät nicht mit 4.8 V, wie sie vier normale NiMh-Akkus > liefern? Das sollte eigentlich klappen. Es gab hin und wieder mal Geräte, die mit 1,2V pro Zelle nicht funktionierten. Z.B. bigitale Fotokameras der alten Generation. Sowas ist mir aber schon lange nicht mehr untergekommen.
Ralf X. schrieb: > Und der filtert dann auch Funkwellen? Dann macht er da eben ein Stahlblechgehäuse drumrum damit die vom Regler erzeugten Störungen im 77kHz Bereich und Vielfachen davon nicht zur Uhr durchdringen können. Wenn er den billigen MT3608 StepUp Wandler nimmt, der arbeitet bei 1,2MHz und wird mit ein paar zusätzlichen Kondensatoren wahrscheinlich nicht stören.
Volker A. schrieb: > Wie kommst Du von DAB auf DCF77? Weil ich mir gerade einen anderen Thread angeschaut habe. Sorry, das sind hier 174 bis 240 MHz.
Stefan M. schrieb: > Z.B. bigitale Fotokameras der alten Generation. Schon die Olympus C2000 (von 1999) ließ sich problemlos mit vier NiMh-Zellen betreiben. btdt
Jobst M. schrieb: > Spektrumanalyzer auf so eine Zelle (Verico > Loopenergy AA2550) angesetzt. Wie man sieht, verschwindet DAB komplett > unter dem Brei. Nur UKW sticht dort noch durch (Spaß ist aber auch das > nicht). Danke für das Bild. In diese kleinen Akkus muß ja auch noch der Wandler und die Entstörglieder. Daher wundert Dein wildes Spektrogramm weniger.
Mike J. schrieb: > dann nutze einfach einen StepUp-Regler Modul um auf > 6V zu kommen. Es ist immer wieder eine Freude, Tipps von Leuten zu lesen, die das Problem nicht verstehen können. Mike J. schrieb: > Dann macht er da eben ein Stahlblechgehäuse drumrum damit Geht's noch? Hast Du noch mehr Unfug parat? Björn W. schrieb: > Man könnt ja auch einfach das mitgelieferte Netzteil benutzen. Weiterer Quatsch, zu den Dingern gehört kein Netzteil. Wer schon länger auf µC-net liest, wird sich erinnern, dass viele Schaltnetzteile genau das gleiche Problem verursachen. Die DAB-Fritzen sind stolz darauf, mit geringeren Sendeleistungen auskommen zu wollen und bieten damit deutlich weniger Störabstand als frühere Analogverfahren. Stefan M. schrieb: > Gibt es noch diese Nickel-Zink Akkus? > Die haben ja auch 1,5V Nennspannung. Ja, z.B. für unverschämt teuer von Ansmann. Ich fand bislang keine seriösen Berichte über Lebensdauer und sonstige Eigenschaften. Harald K. schrieb: > Schon die Olympus C2000 (von 1999) ließ sich problemlos mit vier > NiMh-Zellen betreiben. Schön für Dich, eine HP Q3731A (3,1 MP Digitalknipse) von 2004 will mit NiMH nicht zuverlässig laufen, aber kommt mit den Hornbach-Li-AAs zurecht. Leider 20 Jahre zu spät, ich benutze die nicht mehr. Danach hatte ich eine Medion-Knipse von Pollin, die lieferte mit NiMH keine erträgliche Betriebszeit.
Danilo R. schrieb: > OK. Danke für die Tipps. Wusste nicht, dass in dem Akku Elektronik drin > ist und evtl. stört. Wie soll sonst aus der Spannung einer LiIon-Zelle eine Akkuausgangsspannung von 1,5V entstehen?
Wie kommen denn diese "Akkus" durch die EMV-Prüfung?!? Ich verstehe das alles langsam nicht mehr. Wehe, man will selbst ein Gadget auf den Markt bringen; was sie einem da alles quer vor die Füße werfen. Dann gíbt es, auf der anderen Seite eben just solche Akkus beispielsweise, die einen DAB-Empfang unmöglich machen? Krass. Da wird das durchgewunken?
Rainer W. schrieb: > Danilo R. schrieb: >> OK. Danke für die Tipps. Wusste nicht, dass in dem Akku Elektronik drin >> ist und evtl. stört. > > Wie soll sonst aus der Spannung einer LiIon-Zelle eine > Akkuausgangsspannung von 1,5V entstehen? Guten Morgen, mit einem analogen Linear-Konstantspannungsregler. Wirkungsgrad ist natürlich dann nur um die durchschnittlich ca. 50%. Wird beim DAB+ Radio nicht so wichtig sein, weil man die Akkus ja vielfach wieder aufladen kann.
Axel R. schrieb: > Dann gíbt es, auf der anderen Seite eben just solche Akkus > beispielsweise, die einen DAB-Empfang unmöglich machen? Krass. Da wird > das durchgewunken? Wenn du in den Benziner Diesel tankst, das klappt dann auch nicht so gut. Es wird ganz sicher so funktionieren wie die Betriebsanleitung sagt. Du kannst auch versuchen mit einer Ming-Vase einen Nagel einzuschlagen, wenn die dabei kaputt geht, dann ist das eben Pech. Denn dafür ist sie nicht gemacht.
Ich hatte hier auch schon LED-Lampen, die einen Störteppich bis hin zum WLAN-Bereich auskotzten. WLAN war zwar nicht tot, aber es waren reproduzierbar weniger "Balken", sobald man die Lampe angeschaltet hat und das Handy dann den Nächsten Scan als Signalstärke anzeigte. -Dauert ja immer'n Moment. Das Handy war dabei einen Meter von der Tischleuchte entfernt. Ersatzlampe für eine Halogenbirne.
Anerkennenderweise(schreibt man ditt so?) muss man aber zugeben, dass es die "Kinesen" hinbekommen haben, in das Akku-Gehäuse die komplette Lade-Elektronik zu integrieren und die Akkus zu einem akzeptablen Preis verkaufen können. Was würde solch ein Akku kosten, wenn er hier entwickelt und in den Verkehr gebracht worden wäre (und den DAB-Empfang NICHT beeinträchtigen würde)? Bestimmt zehn Mark oder mehr. https://www.duden.de/rechtschreibung/anerkennenswerterweise
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Axel R. schrieb: > aber zugeben, dass es > die "Kinesen" hinbekommen haben, in das Akku-Gehäuse die komplette > Lade-Elektronik zu integrieren und die Akkus zu einem akzeptablen Preis > verkaufen können. nun hatte man jahrzehntelang mit Ladegeräten auch gelgentlich Probleme. Aber da waren wenigstens die Akkus selber still.
Danilo R. schrieb: > FM funzt damit aber DAB > geht nicht. Viola 200 soll statt DAB auch und vor allem DAB+ können. Das Problem wäre schon einmal ausgeräumt. ;-) Aber mein "Dual" hat genau dasselbe Problem. Die NIMHs tuns auch nicht. (Tedi Reload Power AKKU 1200 mAh.) Die Batterien (Primärzellen), wenn schon nötig, sind auch echt schnell leer. (Ich benutze im häuslichen Bereich selber gebautes Linearnetzteil, weil die mitgelieferte "Wandwarze" massiv den Empfang stört.) ciao gustav
Axel R. schrieb: > Wie kommen denn diese "Akkus" durch die EMV-Prüfung?!? Ich verstehe das > alles langsam nicht mehr. Dazu musst Du die Prüfbedingungen kennen. Im Radio haben die Wandler fast keinen Abstand zum Empfänger, die Meßantenne für die gestrahlte Störspannung ist nicht so dicht dran. .● Des|ntegrator ●. schrieb: > Ich hatte hier auch schon LED-Lampen, die einen Störteppich > bis hin zum WLAN-Bereich auskotzten. Ziemlich sicher ohne oder mit erlogener CE-Kennzeichnung. Richtig gut sind die Chinamodulchen, so ein Drecksteil habe ich in 50cm Abstand sogar im PC-Lautsprecher gehört und auf den Leitungen zur LED Störimpulse von ein paar Volt gesehen. Axel R. schrieb: > die "Kinesen" hinbekommen haben, in das Akku-Gehäuse die komplette > Lade-Elektronik zu integrieren Ich bin fasziniert davon, dass die Dinger selbst 2 Jahren nach Kauf noch gut Ladung hatten, also der Wandler in Ruhe nur µA-Strom zieht. Da gab es einiges dazu: Beitrag "Praktische Erfahrungen mit 1,5V AA LiIon Akkus?" Karl B. schrieb: > Viola 200 soll statt DAB auch und vor allem DAB+ können. > Das Problem wäre schon einmal ausgeräumt. ;-) -1
Karl B. schrieb: > Die NIMHs tuns auch nicht. (Tedi Reload Power AKKU 1200 mAh.) Wer Akkus im TEDI kauft, ist selber schuld.
Papa P. schrieb: > Wer Akkus im TEDI kauft, > ist selber schuld. Wer irgendwas im TEDI kauft, ist selber schuld.
Was habt Ihr eigentlich gegen TEDI? Im Forum darf jeder seine Meinung äußern. OK. Bei Produktbashing wäre ich aber eher vorsichtiger. Die Abmahnanwälte liegen auf der Lauer. Dann von einer Produktgruppe, die vielleicht nicht den Qualitätsanfordrungen entspricht, gleich auf die ganze Firma zu schließen, ist schon dicker Tobak. Es kommt eben darauf an, was man dort kauft. Die Holzgehäuse waren jedenfalls Superklasse. Die gab es nirgendo anders. Und der Akku in der Test-Solar-Blumentopf-Balkon-Lampe hat mindestens schon 600 Lade- und Entladezyklen hinter sich. (Solarenergie in Reinkultur) Bezeichnung: TEDI Reload Power AKKU 700 mAh. Im Gegenteil, die von der anderen Firma (Name aus oben angeführtem Grund nicht genannt) waren eher defekt. Und es kann auch bei anderen Firmen vorkommen, dass man ein "Montagsgerät" erwischt. So what? ciao gusav
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