Hallo zusammen, eine Frage treibt mich um, nachdem ich nun zum x-ten Mal festgestellt habe, dass ein Arduino-Upload mal wieder wegen nicht gut sitzender Jumper-Wire (zwischen Board und FTDI/CH340/..) abbricht oder sonstige Probleme macht. Die üblichen Jumper Kabel (Dupont-Verbinder) sind nach 5, spätestens zehn Steckversuchen ausgeleiert. Gibt es da Besseres? Sowas ähnliches wie Wago-Klemmen wäre toll: Kraftlos aufstecken, dann per Hebel Federkraft auf die Kontakte! Eine Seite müsste halt eine Möglichkeit bieten ein Flachbandkabel anzulöten, die andere ist dann der Mechanismus. Ich fand zwar allerhand Dinge, die meisten aber zum in Leiterbahnen einlöten, so dass man lose Kabelenden an die Platine verbinden kann. Wenn es da nichts gibt, welche Marke/Hersteller von solchen Female-Verbindern baut Teile, die mindestens 1000 Verbindungen vertragen? Die Stiftleisten sind halt Standard, da jeweils was anderes anzulöten ist auch Murks, weil dann der nächste der das in die Hand bekommt nicht dranstecken kann. Bzw. Ich will mit meiner Umgebung auch Boards von Freunden und Bekannten verwenden können, ohne irgendwelche Klimmzüge.
Mike schrieb: > Eine Seite müsste halt eine Möglichkeit bieten ein Flachbandkabel > anzulöten, die andere ist dann der Mechanismus. Man könnte Federkraftklemmen im 2,54-mm-Raster auf ein Stück Lochrasterplatine löten und parallel ein Flachbandkabel (zusätzlich mit Heißkleber o.ä. fixieren, damit die Litzen über der Lötstelle nicht brechen). Mike schrieb: > Wenn es da nichts gibt, welche Marke/Hersteller von solchen > Female-Verbindern baut Teile, die mindestens 1000 Verbindungen > vertragen? Selbst herstellen wäre eine Lösung, es gibt diese Dupont-Kontakte in besserer Qualität und -Plastikhülsen auch einzeln zu kaufen. Crimpzangen dafür gibt's auch für unter 20 Euro.
Wenn nicht über USB, dann doch bei den meisten über die ICSP-Schnittstelle. Es gibt natürlich Boards (MiniPro) die das nicht haben, aber auch da würde ich einen Stecker dran bauen. Und sonst übers Breadboard. Aber auch da gibt es sicher fertige Adapter zum Programmieren.
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1) Von Samtec gibt's Buchsenleisten, die für 2500 Steckzyklen spezifiziert sind. 2) Vielleicht willst du aber einfach kleine Grabber, wie sie z.B. für Logic Analyzer verwendet werden, und damit die Pins kontaktieren? Besonders robust sind die natürlich nicht, aber wenigstens bekommst du das gleich mit, wenn die ihren Kontakt verlieren. 3) Wire Wrap. Muss man jedes Mal neu machen, aber wenn man sich da 50cm Draht nimmt, reicht der für eine Menge Verbindungen.
Erstmal ist die Frage wie der Arduino bei dir aussieht. Dann kann man mit ein bisschen Lochraster auch selbst einen Programmieradapter bauen oder fertig kaufen.
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So wie in dem Bild gezeigt, so wird es nicht klappen, aber es soll zeigen, dass es durchaus große Zifsockel gibt und damit kannst du dir das auf Lochraster passend bauen.
Es geht um Verbindungen zwischen Controllern und Programmern, wie diesen hier. Gerade mal ein paar gegenübergestellt. Die meisten haben eben die sechspoligen Standardleiste: Programmer: GND-CTS-VCC-TX-RX-DTR Controller: GND-???-VCC-RX-TX-DTR Der CTS-Pin ist mitunter controllerseitig auf GND gelegt, das hat mir schon einen Programmer gekostet, der CTS verwenden wollte. Bei anderen ist der Pin unbelegt. Ich verwende die Pinleiste so auch an eigenen Projekten, weil da kein Rumgemurkse mit einzelnen Kabeln läuft. Ein 6-adriges Flachbandkabel verbindet alle Pins korrekt.
Frank O. schrieb: > So wie in dem Bild gezeigt, so wird es nicht klappen, aber es soll > zeigen, dass es durchaus große Zifsockel gibt und damit kannst du dir > das auf Lochraster passend bauen. Bei Boards mit USB-Port ist das Uploaden eh kein Problem. Selbst die schlechteren Micro-USB-Buchsen vertragen mehrere Hundert Steckverbindungen. Für viele Projekte verwende ich aber Mikrocontroller OHNE die USB-Geschichten, insbesondere wenn es um batteriebetriebe Projekte geht, bei denen unnötige Stromverbraucher stören. Auch an meinem Testboard für selbstgelötete Breakout-Boards verwende ich den Serial-Port, einfach weil die meisten externen Serialprogrammer den verwenden. Edit: Sorry, falsches Bild angehangen
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Okay, dann nimm halt einfach zwei 2x6-IDC-Buchsen und verbinde die per Flachkabel. Ist billig und du hast eine Extrareihe auf Lager, falls die erste ausleiert. Oder, wie gesagt: Von Samtec gibt's Buchsenleisten, die 2500 Steckzyklen aushalten, da besorgst du dir eine und lötest sie auf eine kleine Platine, damit sie bequem gesteckt werden kann.
Ich verstehe das ursprüngliche Problem nicht. Vielleicht würde es genügen, einfach besseres Material zu verwenden - "Dupont"-Crimpkontakte gibt es in unterschiedlichen Qualitäten, auch mit unterschiedlichen Oberflächenbeschichtungen. Wenn man nicht die billigsten vorgefertigten Kabel verwendet, sollte das Problem schon verschwinden.
Harald K. schrieb: > Ich verstehe das ursprüngliche Problem nicht. Vielleicht würde es > genügen, einfach besseres Material zu verwenden - "Dupont"-Crimpkontakte > gibt es in unterschiedlichen Qualitäten, auch mit unterschiedlichen > Oberflächenbeschichtungen. > > Wenn man nicht die billigsten vorgefertigten Kabel verwendet, sollte das > Problem schon verschwinden. Wenn mir da jemand Hinweise geben kann, wo unter welchem Namen ich brauchbare und bezahlbare gute Dupontverbinder bekomme, wäre ich glücklich. Leider sind die gängigen Jumperwire -auch bei hiesigen Elektronikversendern- meiner Erfahrung nach der gleiche Kram. Muss kein fertiges Kabel sein, Aufcrimpen oder Anlöten ist auch kein Problem.
Mike schrieb: > Auch an meinem Testboard für selbstgelötete Breakout-Boards verwende ich > den Serial-Port, einfach weil die meisten externen Serialprogrammer den > verwenden. Vielleicht noch ein Tipp am Rande zum Lochraster: Ich verwende Loch*streifen*raster. Als Brücken eignen sich Nullohmwiderstände in 1206. Das ersprart eine Menge Drahtverhau. einen passenden Bohrer in ein Stück Holz einkleben und schon hast du einen günstigen Leitungstrenner.
Schau dir mal Amphenol Mini-PV Serie an. Die haben eine winzige Blattfeder vorne in dem Kontakt und versprechen 1000 Steckzyklen.
Mike schrieb: >> Wenn man nicht die billigsten vorgefertigten Kabel verwendet, sollte das >> Problem schon verschwinden. > Wenn mir da jemand Hinweise geben kann, wo unter welchem Namen ich > brauchbare und bezahlbare gute Dupontverbinder bekomme, wäre ich > glücklich. Ich kenne die nur aus dem Industriebereich als Rolle mit fünfsteliger Menge an der Crimpmaschine. Hersteller AMP. L. schrieb: > Schau dir mal Amphenol Mini-PV Serie an. Die haben eine winzige > Blattfeder vorne in dem Kontakt und versprechen 1000 Steckzyklen. Klingt gut, aber auch da steht die Frage, wo man diese in kleiner Menge bekommt, da sie eigentlich niemand manuell einzeln verarbeitet.
Frank O. schrieb: > Ich verwende Loch*streifen*raster. Das hat mit dem Problem des TO nichts zu tun. Schaue morgen mal in Deiner Apotheke vorbei und frage nach Pillen gegen Schreibdurchfall. Unser viel gescholtene Stefan wird blass vor Neid, soviel konnte er selbst zu seinen Glanzzeiten nicht.
Manfred P. schrieb: > Schaue morgen mal in Deiner Apotheke vorbei und frage nach Pillen gegen > Schreibdurchfall. Unser viel gescholtene Stefan wird blass vor Neid, > soviel konnte er selbst zu seinen Glanzzeiten nicht. Du kannst es nicht lassen, oder? Fängt das schon wieder an? Hat dich deine Alte im Keller eingesperrt oder wieso machst du ständig so was. Deine ganzen, nicht zum Thema gehörenden Sachen, habe ich dir schon mal vorgehalten. Es mag sein, dass das nicht zum aktuellen Problem gehört, aber aus dem Thread wird klar, dass der TO noch nicht so lange dabei ist und ich habe nicht irgendwas dazu geschrieben, sondern mich auf sein Bild bezogen und wie ich finde, einen nützlichen Tipp gegeben. Diese Fädeldraht Geschichten sind doch fürchterlich.
Manfred P. schrieb: > Klingt gut, aber auch da steht die Frage, wo man diese in kleiner Menge > bekommt, da sie eigentlich niemand manuell einzeln verarbeitet. https://www.berrybase.de/dupont-crimpkontakt-fuer-kabel-awg-22-28-female/menge-100-stueck-im-polybag?
Manfred P. schrieb: > Klingt gut, aber auch da steht die Frage, wo man diese in kleiner Menge > bekommt, da sie eigentlich niemand manuell einzeln verarbeitet. Hast du nachgeschaut, oder nur Vermutungen geäußert? Auch SMD Bauteile verarbeitet "eigentlich niemand manuell einzeln", aber trotzdem verkauft mir mein Distributor Einzelstücke. Sogar freiwillig.
Frank O. schrieb: > https://www.berrybase.de/dupont-crimpkontakt-fuer-kabel-awg-22-28-female/menge-100-stueck-im-polybag? Und wo steht da was von "Amphenol Mini-PV Serie"? Das sind x-beliebige Billigkontakte eines unbekannten Herstellers. Wieso sollten die jetzt besser sein als die, die der TO bereits hat?
Johannes F. schrieb: > Das sind x-beliebige Billigkontakte eines unbekannten Herstellers. Wieso > sollten die jetzt besser sein als die, die der TO bereits hat? War eher zu zeigen, dass es auch kleinere Mengen gibt. Aber die haben auch so einen doppelten Federkontakt.
" ... ausgeleierte Dupont-Verbinder .." Als "Hot-Fix" kann man die "Pfosten" in der Leiste verdicken, indem man etwas Lötzinn darauf verteilt. (das ist aber das Gegenteil von einer sauberen, stabilen Lösung) Als JTAG-Programmierkabel gibt es auch solche Büschel, bei denen man von der Signal-Belegung an der Pfostenleiste weitgehend unabhängig ist (siehe Anhang). Halten nahezu ewig. Wird auch als "flying wire" oder "flylead" bezeichnet. hat aber nicht die beste Signalqualität, man sollte also nicht Hi-speed erwarten.
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Bradward B. schrieb: > Als JTAG-Programmierkabel gibt es auch solche Büschel Ist halt extrem unpraktisch, wenn man so etwas oft verwenden möchte, da man jeden Kontakt einzeln stecken muss. Mehrpolige Steckverbindungen wurden nicht aus Jux & Dollerei erfunden. So ein "Büschel" ist nur dann sinnvoll, wenn man ständig abweichend belegte Stiftleisten kontaktieren möchte.
Wenn nur wenige Male ein Programm auf eine Controllerplatine geschoben werden soll, KEINE Stift- oder Buchsenleiste einlöten, sondern Pogopins mit der einen Hand draufdrücken und mit der anderen Hand die Maus bedienen. Gerade bei Dingen, wo die Optik eine Rolle spielt und der Stecker stören könnte :-)
Gerald B. schrieb: > sondern Pogopins > mit der einen Hand draufdrücken Mehrere, lose in der Hand gehalten? Jau, das macht sicherlich viel Spaß.
" ... lose gehaltenen Pins ..." Mei, für Arthrose-Geplagte kann man natürlich auch ne Klammer benutzen, braucht man halt etwas Freistellung um die Test-Pads.
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Frank O. schrieb: > Vielleicht noch ein Tipp am Rande zum Lochraster: Ich verwende > Loch*streifen*raster. Als Brücken eignen sich Nullohmwiderstände in > 1206. Das ersprart eine Menge Drahtverhau. einen passenden Bohrer in ein > Stück Holz einkleben und schon hast du einen günstigen Leitungstrenner. Hmm, das müsstest Du mir näher erklären, wie ich mit 1206-Widerständen diagonal übers Board komme, oder wenigstens mal 5 Streifen brücken kann? Da verwende ich doch gerne die klassischen 0-Ohm-Widerstände aus Klingeldraht. Isoliert, von oben eingesetzt und fertig. Den Bohrer habe ich schon vor über einem halben Menschenleben beiseitegelegt und verwende medizinische Skalpelle. Für Lochstreifentrennungen 11er Klingen im 3er Halter. Damit bekomme ich mit zwei präzisen Schnitten die Trennung in gleicher Breite wie zwischen den Streifen in einem Streifen zwischen zwei Löchern hin. Und gewinne damit ein weiteres Loch, welches beim Bohren verlorengeht. Damit bekommt ein AO3401 inklusive 0805er Widerstand schnell Beine... Generell sind Werkzeuge aus dem medizinischen Bereich das Beste, was man bekommen kann. Wenn man dann noch Quellen hat, wo man solche Dinge für lau bekommt, die das Ablaufdatum überschritten haben und entsorgt werden müssen, um so besser. Den Platinen ist es herzlich egal, ob die Klingen nicht mehr steril sind. Edit: Leider gibt es da nichts, was mein Eingangsproblem löst ...
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Mike schrieb: > Hmm, das müsstest Du mir näher erklären, wie ich mit 1206-Widerständen > diagonal übers Board komme, oder wenigstens mal 5 Streifen brücken kann? Na ja, mit fünf Widerständen. Dass das vielleicht nicht immer klappt, habe ich nicht ausgeschlossen.
Mike schrieb: > Die üblichen Jumper Kabel (Dupont-Verbinder) sind nach 5, spätestens > zehn Steckversuchen ausgeleiert. Gibt es da Besseres? Die fertig gekaufen Kabel sind wirklich mies. Aber mit selbstgemachten Kabeln unter Verwendung von den Buchsen für Platinen, an deren Pins man 0,14mm² Einzellitze anlötet und die Lötstelle mit Schrumpfschlauch überzieht, hatte ich eigentlich nie Probleme. Es sollten halt die gedrehten Kontakte sein, z.B. sowas hier: https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/praez_-buchsenleisten_2_54_mm_1x03_gerade-187272 Flachbandkabel nehme ich nicht so gern dafür, das bricht zu schnell. Wenn es unbedingt Flachbandkabel sein soll, dann mit den dafür vorgesehenen Buchsenleisen in Schneid/Klemm-Technik. https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/pfostenbuchse_6-polig_mit_zugentlastung-53153 Die AVR-ISP-Programmer nutzen doch sowas. Und ich kann mich nicht erinnern, da schon mal Probleme mit ausgeleierter Buchse gehabt zu haben. Allerdings habe ich vermutlich auch noch keine 2000 Devices damit programmiert. Ist das bei Dir echt so oft?
Chris V. schrieb: > Allerdings habe ich vermutlich auch noch keine 2000 Devices damit > programmiert. Ist das bei Dir echt so oft? So oft sicher nicht. Ist aber eine Hausnummer, die mir für ein paar Jahre sicher alle diesbezüglichen Probleme aus der Welt schafft. Die Zahl habe ich als die schlechteste Zahl von USB-Steckzyklen in Erinnerung. Usb-C soll ja 10000 schaffen. Die Buchsenleiste mit gedrehten Kontakte könnte in der Tat eine Lösung sein. Werde das mal probieren!
Mike schrieb: > Die Buchsenleiste mit gedrehten Kontakte könnte in der Tat eine Lösung > sein. AFAIK passen die aber nicht auf normale Stiftleisten mit quadratischem Querschnitt, sind etwas zu eng, da eigentlich für flache IC-Beinchen gedacht. Kann aber auch sein, daß es welche mit etwas größerem Durchmesser gibt. Sollte man vorher nachsehen oder halt ausprobieren.
Mike schrieb: > Die Buchsenleiste mit gedrehten Kontakte könnte in der Tat eine Lösung > sein. Werde das mal probieren! Nicht gedreht, aber gut und teuer: Fischer BL 5 https://www.fischerelektronik.de/web_fischer/de_DE/Steckverbinder/G02/Buchsenleisten/VA/BL54/index.xhtml "Dupont"-Stecker verhaken sich aber ein wenig darin.
Johannes F. schrieb: > Mike schrieb: >> Die Buchsenleiste mit gedrehten Kontakte könnte in der Tat eine Lösung >> sein. > > AFAIK passen die aber nicht auf normale Stiftleisten mit quadratischem > Querschnitt, sind etwas zu eng, da eigentlich für flache IC-Beinchen > gedacht. > > Kann aber auch sein, daß es welche mit etwas größerem Durchmesser gibt. Da gibt es in der Tat verschiedene Ausführungen für die beiden Anwendungen Stiftleiste und IC-Beinchen.
-zu unterschiedliche Stiftleisten: gelegentlich und insbesonders bei den langen werden Stiftleisten verbaut die eigentlich für WireWrap Verbindungen gebaut sind. Bei WireWrap soll sich der Kabelwickel quasi an den Stift-Kanten einschneiden und sich dort fest verbinden - eine Eigenschaft, die man bei Steckverbindungen eigentlich nicht haben will -Büschel wie in https://www.mikrocontroller.net/attachment/697267/JTAG-Bueschel.jpg : Der wesentliche Unterschied zu den DuPont-Einsätzen ist die deutlich dickere Wandung der Kontakthülse, die IMHO wesentlich mehr Kontaktzyklen standhält als das dünne Crimp-Blech. Möglicherweise hat auch das verwendete Material einen wesentlichen Einfluß, Messing scheint bei den an der Kontaktstelle mechanisch beanspruchten Verbindern eine gute Wahl. Der Zeitverlust gegenüber einem Multipin-Kontaktstecker ist IMHO nicht sonderlich dramatisch, nichts im Vergleich zu dem späteren Zeitverlust mit einem "wackligen Aufbau, bei dem, wie geschildert die Programmierung ofters mal abbricht. Auch hier macht Übung den Meister. Es gibt den gezeigten JTAG-Büschel auch als Kompakt (siehe Anhang), an denen ist aber der Aufbau der Kontakthülsen nich gut bewertbar.
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Bradward B. schrieb: > Der wesentliche Unterschied zu den DuPont-Einsätzen ist die deutlich > dickere Wandung der Kontakthülse Die Materialstärke ist nicht das Problem, sondern die Kombination aus Oberflächenbeschichtung und Federverhalten. Die leicht zu bekommenden Crimpkontakte chinesischer Hersteller sind halt eher am unteren Ende der Steckzyklenskala einzuordnen, aber --jedenfalls bei selbstgecrimpten Leitungen-- ich habe noch keine sonderlichen Probleme damit gehabt. Möglicherweise sind die massenhaft produzierten Fertigleitungen ("Jumper Wires") als Kombination aus hochgradig minderwertiger Litze und vielleicht auch nicht perfekt durchgeführter Crimpungen ja auch gar nicht an den Kontakten selbst mit Problemen ausgestattet, sondern an der Crimpung oder der Litze selbst. Vorurteilen zufolge wird bei so etwas ja gerne versucht, den Kupfergehalt auf einem absolutem Minimum zu halten ... Ich verwende Kupferlitze, die ich nicht via Aliexpress & Co. bezogen habe, und crimpe mit einer Engineer PA-24. Schlimmstenfalls würde ich das Kabel als Verschleißmaterial ansehen. Da das leicht wieder angefertigt werden kann (ein paar Minuten mit Seitenschneider, Abisolier- und Crimpzange genügen), ist das keine Katastrophe.
Harald K. schrieb: > Schlimmstenfalls würde ich das Kabel als Verschleißmaterial ansehen. Das ist es doch auch. Ich bestelle immer wieder mal diese günstigen Jumperkabel. Nur einmal habe ich die sofort weggeworfen, weil die bestialisch stanken. Da schneidet man auch mal ein Ende ab, um das irgendwo anzulöten. Wenn die nichts mehr sind, weg damit. Allerdings habe ich auch schon sehr gute Kabel bekommen, die sehr lange halten (bis heute). Das ist alles etwas Glückssache. Ich würde auch nicht den zehnfachen Preis dafür bezahlen, nur dass sie etwas länger halten. Dann hätte ich ja Hemmungen die zu missbrauchen, als Kabelspende.
Harald K. schrieb: > Möglicherweise sind die massenhaft produzierten Fertigleitungen ("Jumper > Wires") als Kombination aus hochgradig minderwertiger Litze und > vielleicht auch nicht perfekt durchgeführter Crimpungen ja auch gar > nicht an den Kontakten selbst mit Problemen ausgestattet, sondern an der > Crimpung oder der Litze selbst. Nein, da verliert eindeutig die Buchse den Grip. Meiner Analyse liegt das daran, dass die Dinger aus einem Stück Blech hergestellt werden, welches keinerlei Federkraft und Rückstellvermögen besitzt. Die Stecker fallen einfach raus, wenn nur das Kabel dranhängt. Ich kann mir vorstellen, dass einige der teuren Buchsen, die mit ein oder zwei Federn werben, tatsächlich Federstahl für ihre Federblättchen verwenden. Ich werde es jetzt mal mit den gedrehten Buchsen versuchen, das erscheint mir ein halbwegs gangbarer Weg. Die sind sicher um etliches stabiler, weil einfach das mechanische Prinzip ein anderes ist.
Frank O. schrieb: > Ich würde auch nicht den zehnfachen Preis dafür bezahlen, nur dass sie > etwas länger halten. Muß ja nicht der zehnfache sein; für den doppelten bis dreifachen Preis könnte man mit Sicherheit solche Kabel in einer Qualität herstellen, die auch wirklich brauchbar ist und akzeptable Nutzungsdauer ermöglicht. Aber warum sollten das die asiatischen Hersteller tun, wo ja keine Chance besteht, etwas zu verkaufen, das zehn Cent mehr als bei Wettbewerbern kostet? Womit wir wieder beim Billigst-DMM-Thema wären...
Mike schrieb: > Nein, da verliert eindeutig die Buchse den Grip. Meiner Analyse liegt > das daran, dass die Dinger aus einem Stück Blech hergestellt werden, > welches keinerlei Federkraft und Rückstellvermögen besitzt. Auch meine Vermutung. Es werden halt einfach die billigst möglichen Legierungen bzw. einfach nur billiges Eisenblech verwendet, damit es halt maximal billig wird, um im Möglichst-billig-Wettbewerb bestehen zu können.
Hallo, gibt es leider nur runter bis 5x2. https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/pfostenstecker_10-polig_mit_verrieglung_gerade-14862 Wegen Kontaktproblem. Messe das einmal durch und bewege dabei langsam die Stellen am Crimpgehäuse. Bei mir pfeifen die schlechten Crimpungen auf dem letzten Loch von den gekauften. Seitdem crimpe ich eigene Kabel.
Veit D. schrieb: > gibt es leider nur runter bis 5x2. Wenn Du auf die Verriegelung verzichtest, gibt es sowas auch in sechspolig. Wozu die Verriegelung? Soll das im Fahrzeugbau verwendet werden? Verpolungsschutz ist da: https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/wannenstecker_-_6-pol_gerade-175348
Hallo, war nur so ein Gedanke, weil der TO mit der Idee "Kraftlos aufstecken, dann per Hebel Federkraft auf die Kontakte!" eingangs kam. Es wäre noch kleiner möglich. CNC-Tech 3210-10-001-12-00, RM 1,27mm bei Digikey.
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Veit D. schrieb: > weil der TO mit der Idee "Kraftlos aufstecken, > dann per Hebel Federkraft auf die Kontakte!" eingangs kam. Da bringt die Verriegelung bei diesen Steckverbindern gar nichts. Die sorgt nur dafür, daß, wenn so etwas in einem Presslufthammer eingesetzt wird, eher die Lötstellen aufgeben als der Stecker rausrutscht.
Harald K. schrieb: > Die [Verriegelung] > sorgt nur dafür, daß, wenn so etwas in einem Presslufthammer eingesetzt > wird, eher die Lötstellen aufgeben als der Stecker rausrutscht. Die Verriegelung leistet auch gute Dienste bei DAU-Usern, weil die damit 1.) die Pfostenbuchsen auch wirklich vollständig einstecken, und 2.) beim Ausstöpseln nicht am Kabel ziehen müssen. Wenn ich z.B. einen Programmieradapter bauen wollte, der auch für andere Leute interessant sein soll, und das Kabel zum zu programmierenden Device wie oben geschrieben richtigerweise als Verschleißteil einstufe, würde ich die Seite zum Programmieradapter mit einer solchen Verriegelung versehen.
Chris V. schrieb: > Die Verriegelung leistet auch gute Dienste bei DAU-Usern Gut, wemm man für solche Personenkreisen:de designt, dann sind natürlich andere Maßstäbe anzulegen. Da die in der Regel auch sehr dicke Daumen haben, sind hier Steckverbinder mit robusteren Rastermaßen zu bevorzugen, also z.B. 5.08mm oder sowas in der Art. Am besten mit Verschraubungen, damit nicht ein versehentliches Wackeln aus Langeweile am Verriegelungshebel schon etwas auswirkt.
Chris V. schrieb: > Die Verriegelung leistet auch gute Dienste bei DAU-Usern, weil die damit > > 1.) die Pfostenbuchsen auch wirklich vollständig einstecken, und > > 2.) beim Ausstöpseln nicht am Kabel ziehen müssen. Verstehe ich nicht. Weder bringt so eine Verriegelung eine Garantie des vollständigen Einsteckens, noch müßte man ohne Verriegelung am Kabel ziehen. Und wenn zwecks Aussteckens am Kabel gezogen wird, ist eine Verriegelung in diesem Fall sogar nachteilig, weil dann was kaputt gehen kann. Ohne Verriegelung kann das bei guter Crimpung eher nicht passieren.
Johannes F. schrieb: > Chris V. schrieb: >> Die Verriegelung leistet auch gute Dienste bei DAU-Usern, weil die damit >> >> 1.) die Pfostenbuchsen auch wirklich vollständig einstecken, und >> >> 2.) beim Ausstöpseln nicht am Kabel ziehen müssen. > > Verstehe ich nicht. > Weder bringt so eine Verriegelung eine Garantie des vollständigen > Einsteckens, noch müßte man ohne Verriegelung am Kabel ziehen. Gut, eine Garantie gibt es beim beschriebenen Personenkreis ohnehin nicht. ;) Erfahrungsgemäß ist die Wahrscheinlichkeit aber sehr deutlich erhöht. Wenn die Auswurfhebel noch im Winkel abstehen, sieht das auf den ersten Blick wie "nicht richtig eingesteckt" aus. Und wenn es richtig steckt, liegen die Hebel auch automatisch an. Beim Ausstecken läd die geriffelte Seite der Hebel geradezu dazu ein, da mal mit den Fingern dran zu wackeln ... und man merkt dann auch schnell, in welche Richtung man den Hebel bewegen kann und was dann passiert.
Johannes F. schrieb: > Weder bringt so eine Verriegelung eine Garantie des vollständigen > Einsteckens Wie schaffst Du es, die Verriegelungshebel bei nur teilweise gestecktem Steckverbinder zu verwenden? Johannes F. schrieb: > noch müßte man ohne Verriegelung am Kabel ziehen. Kommt drauf an, wie der Steckverbinder konfektioniert ist. Wenn die Zugentlastung fürs Flachbandkabel fehlt, kann das ein Gefuddel werden, das gerade die etwas gröbfingrigre Fraktion überfordet. Da sind Verriegelungshebel, die gleichzeitig auch den Auswurf übernehmen, schon besser. Johannes F. schrieb: > Ohne > Verriegelung kann das bei guter Crimpung eher nicht passieren. Da ist i.d.R. nichts gecrimpt, das sind Steckverbinder in Schneidklemmtechnik (IDC). Ja, es gibt auch Leergehäuse, in das man Crimpkontakte einsetzen kann, die aber sind meist zu schmal, um mit den Veriegelungshebeln vernünftig zu funktionieren - und die 0815-Billig-Variante (von der ich auch ein paar Beutel herumliegen habe) hat noch nicht mal eine Verpolungsschutznase. Für richtige DAUs aber ist das sowieso alles zu filigran, die brauchen trittfeste Steckverbinder.
Harald K. schrieb: > Wie schaffst Du es, die Verriegelungshebel bei nur teilweise gestecktem > Steckverbinder zu verwenden? Es ging ja um DAUs, die schaffen das. Und wundern sich dann, warum es nicht funktioniert. :-D
Hallo, also Leute, die Diskussion ist schon irgendwie schräg. So ein Steckverbinder https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/wannenstecker_-_6-pol_gerade-175348 ist praktisch ohne Auswurfhebel nicht für ständige Verwendung gedacht. Die Pfostenstecker sitzen sehr straff, man zieht unweigerlich mit am Flachbandkabel. Wegen "nicht sicher gesteckt". Naja, wer dass nicht hinbekommt, dem kann ich auch nicht mehr helfen. Mit dem Argument findet man für alles eine Ausrede. Habt ihr Vorschläge für bessere Steckverbinder für ständige Verwendung? Dann blieben nur nackte Stiftleisten und Pfostenstecker. Dann kann man den Pfostenstecker von allen Seiten komplett greifen. Dafür fehlt die Kodierung. Wird sicherlich auch wieder falsch sein. Naja, ihr findet schon eine Lösung für den TO.
Veit D. schrieb: > Habt ihr Vorschläge für bessere Steckverbinder für ständige Verwendung? Was gibt es denn an meinem Vorschlag aus der ersten Antwort auf das OP auszusetzen? Johannes F. schrieb: > Selbst herstellen wäre eine Lösung, es gibt diese Dupont-Kontakte in > besserer Qualität und -Plastikhülsen auch einzeln zu kaufen. Crimpzangen > dafür gibt's auch für unter 20 Euro. Zwar ohne Verriegelung und nicht 180°-verdrehgeschützt, aber Idiotensicherheit war keine Forderung des TO.
Johannes F. schrieb: > nicht 180°-verdrehgeschützt Sogar dagegen kann man etwas machen, indem man einen der möglichen Kontakte opfert, einen Pin der Stiftleiste entfernt und in das Kontaktgehäuse z.B. einen zugelöteteten Dummy-Crimpkontakt einsetzt. Für IDC-Steckverbinder gibt es von manchen Herstellern auch Codierstifte, die man in die Buchsengehäuse einsetzen kann; die aber dürften nicht sehr leicht zu beziehen sein. Wie die Dinger aussehen, kann man hier sehen: https://img4.dhresource.com/webp/m/0x0/f3/albu/jc/l/07/e4ae1e2c-cd68-4be2-8e94-cd0478b97b4a.jpg Da sind die beiden Löcher ohne Crimpkontakt von vorne verschlossen.
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