Hallo In meinem Fundus habe ich viele Röhren gefunden. ES handelt sich im wesentlichen um Röhren mit Noval-Sockel, also 9 Stiften. Das Problem besteht darin, dass auf den Röhren keine Typen-Bezeichnung mehr zu lesen ist. Ich gehe davon aus, dass es sich um durchaus funktionierende RÖhren handelt. Von den Abmessungen könnten es EL84 oder ECL86 sein. Gibt es eine Methode die Typen-Bezeichnung irgendie festzustellen? Wenn ich die alle wegwerfen würde, dann würde ich ein kleines Vermögen wegwerfen. Gruß Herbert DJ5ZU
Guck mal hier, da sind die EL84 recht gut beschrieben: https://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/EL84/EL84.htm Wenn es tatsächlich welche sind müsste man die auch noch einigermaßen los kriegen, wenn der Zustand gut ist. Die wurden / werden gerne in VOX AC15/30 Verstärkern eingesetzt.
Das wird spannend; mir ergeht es ähnlich weil die einfach zu oft "angegrabbelt" wurden. Die üblichen Meßgeräte setzen die Kenntnis des Typs ja voraus.... Aber eine ECL müßte doch am zusätzlichen/separaten Triodenteil zu erkennen sein?
Man braucht zum Einordnen noch die Sockelbeschaltung, z.B. die "Röhren-Taschentabelle" oder Internetsuche. Die Verbindung der Pins zu den Elektroden ist oft gut zu sehen, auch ob es Trioden oder Pentoden oder Mehrgitter sind. Die meisten Röhren sind EF80, weil die mit >3 Stück in Fernsehern waren. Ist eine mühsame Arbeit, geht aber.
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Ich würde auch sagen, als erstes die Sockelbelegung rauspuzzeln. Schwierig wird es, sowas wie ECC81, ECC82 und ECC83 zu unterscheiden. Bei der Heizung müsste man anschließend noch E-, P- und ggf. U-Röhren herausfinden.
von Thomas schrieb: >Aber eine ECL müßte doch am zusätzlichen/separaten Triodenteil zu >erkennen sein? So ist es, man kann ja hineinschauen und mit einer eindeutigen Röhre wo die Schrift noch zu lesen ist vergleichen. Die Heizung kann man ja mit einen Labornetzteil testen, in dem man die Spannung ganz langsam hochfährt bis sie normal glüht. E-Röhren 6,3V und die Ströme sind unterschiedlich. P-Röhren immer 300mA aber die Spannungen sind unterschiedlich. U-Röhren immer 100mA und die Spannungen sind unterschiedlich. Je nach dem was das Labornetzteil dann anzeigt, erkennt man was die Röhre für eine Heizung hat.
Herbert S. schrieb: > Wenn > ich die alle wegwerfen würde, dann würde ich ein kleines Vermögen > wegwerfen. Oder auch nicht, weil Dir niemand dieses unbekannte Zeugs abkauft.
Jeder Sortierdurchgang erfordert mehr Schachteln: 1) nach Glasform 2) nach Lage der Heizanschlüsse 3) nach Heizungstyp (Verhalten der Heizung am Labornetzteil) 4) nach nicht belegten Pins 5) nach optischer Gleichheit, vielleicht kann man jetzt schon viele anhand von Beschriftungsresten zuordnen 6) meistens kann man sehen, welcher Pin wohin geht, also Anode, Gitter, Kathode identifizieren. Wenn man kein Röhrenprüfgerät hat, muss man zumindest für die wertvollsten Typen (E80LL?) eine Prüfschaltung aufbauen und mit Neuwerten vergleichen. Verbrauchte Röhren will sicher keiner kaufen.
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Habe jetzt keine Röhren für Fotos hier, optisch kann man eine ECC83 schon sehr gut von einer EL84 unterscheiden. Der Heizstrom sollte auch zu messen sein. Anbei eine Seite aus dem Röhrentaschenbuch als Beispiel. Frage ist allerdings wer die namenlosen Röhren kaufen soll. Die kannst Du höchstens an Interessenten verschenken.
Lu schrieb: > Habe jetzt keine Röhren für Fotos hier, optisch kann man eine ECC83 > schon sehr gut von einer EL84 unterscheiden. Das ist klar (Doppeltriode vs. Pentode), aber die Unterscheidung von einer ECC81 oder ECC82 ist eine ganz andere Nummer. Jörg W. schrieb: > Schwierig wird es, sowas wie ECC81, ECC82 und ECC83 zu unterscheiden.
Rainer W. schrieb: > einer ECC81 oder ECC82 ist eine ganz andere Nummer. Kannst Du z.B. an Hand er Steilheit unterscheiden in der Messschaltung. ECC81 S=5,5 mA/V ECC82 S=2,5 mA/V wenn Du das unbedingt möchtest.
Günter L. schrieb: > E-Röhren 6,3V und die Ströme sind unterschiedlich. > P-Röhren immer 300mA aber die Spannungen sind > unterschiedlich. > U-Röhren immer 100mA und die Spannungen sind > unterschiedlich. Das ist natürlich bissel lustig: wenn du nicht weißt, ob es eine E- oder eine P-Röhre ist, woher willst du dann wissen, ob du nun mit 6,3 V oder mit 300 mA heizen sollst. ;-) Ich habe mal das Röhrentaschenbuch durchgeblättert: P-Röhren haben eigentlich durchweg mehr als 6,3 V Heizspannung. Mit 6,3 V ist man daher erstmal auf der sicheren Seite. Dann müsste man schauen, wie die Heizung aussieht und welcher Strom so fließt. Macht man am besten, nachdem man zuvor schon grob den Typ zugeordnet hat, dann kann man nach der Röhrentabelle und dem dort genannten Heizstrom gehen. Lu schrieb: > Frage ist allerdings wer die namenlosen Röhren kaufen soll. Die kannst > Du höchstens an Interessenten verschenken. Selbst dafür wäre es aber sinnvoll, sie zu beschriften, selbst wenn es nur eine Vermutung ist.
Lu schrieb: > Kannst Du z.B. an Hand er Steilheit unterscheiden in der Messschaltung. > ECC81 S=5,5 mA/V ECC82 S=2,5 mA/V wenn Du das unbedingt möchtest. Klar, aber eben nicht rein vom Angucken wie bei vielen anderen. Das ist aber eh dann schon recht speziell.
Lu schrieb: > Kannst Du z.B. an Hand er Steilheit unterscheiden in der Messschaltung. Ja, muss man messen und würde man auf einem Photo eben nicht erkennen. Jörg W. schrieb: > Das ist natürlich bissel lustig: wenn du nicht weißt, ob es eine E- oder > eine P-Röhre ist, woher willst du dann wissen, ob du nun mit 6,3 V oder > mit 300 mA heizen sollst. ;-) Klugerweise fängst du mit kleiner Spannung an und guckst, was der Strom so macht (oder umgekehrt).
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Es gab noch einen Trick, die weggewischte Bezeichnung sichtbar zu machen: Man streicht die Röhre einmal mit geringem Andruck über die kurzen Nackenhaare. Damit gelangt ein sehr dünner gleichmäßiger Fettfilm auf den Glaskolben. Mit schräger Beleuchtung und hin und her Schwenken der Röhre kann man oft erkennen bzw. lesen, welcher Typ da mal aufgedruckt war. Das funktioniert in >80 % aller Fälle, außer jemand hat die Röhre intensiv abgewischt, dann ist da nichts mehr. Bei ganz alten Röhren, A oder REN oder Stahlröhren-Serie ist der Text immer oben am Kolben. Ich beschrifte unsaubere Röhren immer mit Edding, Typ und % Kathodenausbeute, wenn gemessen. Ist einigermaßen wischfest, besser als der alte Aufdruck.
Rainer W. schrieb: > Klugerweise fängst du mit kleiner Spannung an und guckst, was der Strom > so macht (oder umgekehrt). Selbst dann kannst du dir, ohne dass du schon eine Idee hast, was für eine Röhre es wirklich ist, nicht sicher sein: E-Röhren gibt es durchaus auch mit weniger als 300 mA Heizstrom. Wenn du jetzt 6,3 V anlegst und hast 200 mA, dann kannst du entweder anhand des vermuteten Röhrentyps in der Tabelle gucken, oder aber du musst schon ein gutes Händchen haben zu erkennen, ob die Heizung Betriebstemperatur erreicht hat (und eine E-Röhre ist) oder nicht (unterheizte P-Röhre).
Moin, wer soll den, in aller Welt, solche "Vermutungs"-Röhren kaufen? Restmüll-Tonne.
Herbert S. schrieb: > Wenn > ich die alle wegwerfen würde, dann würde ich ein kleines Vermögen > wegwerfen. Zum Vermögensaufbau stelle ich mir die gerne noch in den Fundus dazu. Zum optischen Vergleich habe ich genügend beschrifete Exemplare da liegen. mfg
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