Ich stehe vor der Aufgabe, für die Ausbildung von Newcomern "pikotron"-Baukästen aufzuarbeiten. Dabei fiel mir auf, dass für einige Experimente Zwerglampen E10 für 3,8V 0,07A eingesetzt werden. Nun ist das nicht mehr zeitgemäß, obwohl es solche Zwerg-Glühlampen noch gibt. Aber diese werden auch in einigen Schaltungen in ihrer Helligkeit gesteuert. Eine LED hat normalerweise eine andere Kennlinie, als eine Glühlampe. Es gibt eine härtere Schwelle, ab wann sie leuchtet und ab wann sie zerstört wird und die Kennlinie ist nicht vergleichbar. Eine echte Glühlampe ist ja auch zudem ein Kaltleiter, das bedeutet, ihr Widerstand steigt mit der Spannung etwas an. Bisher ist mir noch keine Schaltungsidee untergekommen, wie man das am Geschicktesten mit LED nachsimuliert. 54 Ohm Kaltwiderstand bei 3,8V 0,07A könnte man sicherlich mit der Parallelschaltung eines Widerstandes zu einer Serienschaltung von LED und vorgeschaltetem Graetz-Gleichrichter realisieren. Aber während eine 3,8V-Glühlampe kurzzeitig auch mal 5V aushält, geht eine LED kaputt oder wird zumindest geschädigt. Eine LED-Schaltung hat zudem eine ähnliche Charakterisik, wie eine Z-Diode. Das gibt nichtlineare Rückwirkungen auf jede Schaltung. Das hat eine Glühlampe nicht. Der Widerstand ist da und das Glimmen und Leuchten beginnt ab einer bestimmten Mindestleistungsaufnahme. Aber für einige Experimente mit Modulation des Lichts könnte man die höhere Grenzfrequenz der LED nutzen und das wäre der Vorteil neben der viel höheren Lebensdauer. Ist dazu jemandem schon mal eine taugliche Lösung untergekommen, die man vielleicht auch mit diskreten Bauelementen hinbekommt? In der Vergangenheit wurden Regler-IC eingesetzt, die nicht mehr hergestellt werden. (ich glaube, es waren BCR420U)
Hagen S. schrieb: > Aber während eine 3,8V-Glühlampe kurzzeitig auch mal 5V aushält, geht > eine LED kaputt oder wird zumindest geschädigt. Eine LED wird nicht mit einer konstanten Spannung betrieben. Sie benötigt einen Vorwiderstand, oder eine andere Methode zur Strombegrenzung.
Hagen S. schrieb: > Ist dazu jemandem schon mal eine taugliche Lösung untergekommen, die man > vielleicht auch mit diskreten Bauelementen hinbekommt? Zwei tiefrote LEDn antiparallel sorgt schonmal dafür, dass es ab 1,5V sichtbar losgeht. Der Brückengleichrichter wird nicht mehr benötigt. Die Überspannungsproblematik kann man durch Auswahl hocheffizienter LEDn und Vorwiderstand umgehen. Dazu wie bereits geschrieben, einen Brat-Widerstand parallel zu dem Gedöns, um den Strom bei 3,8V auf 70mA hochzuskillen. Viel Erfolg, mf
Hagen S. schrieb: > Aber diese werden auch in einigen Schaltungen in ihrer Helligkeit > gesteuert. Wie? Geregelte Gleichspannung? Trafo und Phasenanschnittsteuerung? Stelltrafo? Wenn Du weißt, wie die Schaltung aussieht oder Du sie per Oszilloskop oder Multimeter messen kannst (z.B. bei 10% Helligkeit, bei 50% und bei 100%), dann kann man Dir zeigen, wie Du die LED dimensionieren solltest.
Hagen S. schrieb: > Ich stehe vor der Aufgabe, für die Ausbildung von Newcomern > "pikotron"-Baukästen aufzuarbeiten. Für die Ausbildung von Archäologen?
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