Moin, habe im Netz schon viel gesucht aber zu dem folgenden Wandler-Fehler leider nichts gefunden. Vielleicht findet sich hier jemand, der helfen kann? Ein Abwärtswandler (s.Foto) mit digitaler Spannungsanzeige wandelt die Eingangsspannung nicht mehr und die Anzeige ist komplett dunkel. Die Ausgangsspannung ist in etwa der Eingangsspannung und lässt sich durch den Poti nicht mehr ändern. Nach kurzer Zeit wird der LM2595S (das ist das 5-Pin IC im unteren mittleren Bereich der Platine)sehr warm. Da das Bauteil durch mehrere Hände schon gegangen ist, kann ich eine falsche Polung am Eingang nicht ganz ausschließen, finde aber auch keinen Anhaltspunkt, daß der Fehler etwas mit einer falschen Polung zu tun haben könnte. Bin deshalb ziemlich verloren zumal weder die Anzeige (bleibt dunkel!) noch die Spannungswandlung noch funktioniert. Auf dem Foto ist links die Eingangsseite, links unten eine Schottky-Diode (SS36). Direkt unter dem LCD Display scheint ein IC als Konstantstromquelle angebracht zu sein (transistorähnliches Outfit, Aufschrift trotz Lupe kaum leserlich WS LM317??, dient mit dem Viel-Pin IC oben links eventuell der LCD Ansteuerung). Die Leiterbahnen kann man leider nicht oder nur teils nachvollziehen, um mehr Infos euch hier geben zu können. Kennt jemand dieses Bauteil oder kann einen Tipp für die Fehleranalyse oder Ursache geben? Danke euch im voraus Finn
Die Frage ist, bist Du willens Dich durch eine Schaltung zu messen, zu der es nur ähnliche Schaltpläne gibt, aber eben nicht den einen passenden. Und hast Du das Equipment, das dazu notwendig ist (Multimeter mit feinen Messspitzen, kleines Labornetzteil, Lötkolben und Heißluft-Station). Rein um Lernen und Verstehen ist die Reparatur einen Versuch wert. Die am Ende wahrscheinlich nötigen Ersatzteile kosten vermutlich aber mehr, als zwei neue ähnliche Module. Zum Fehler: Die Krux ist meist der Wendeltrimmer. Er ist oft von absolut mieser Qualität und wenn er öffnet, dann ist eben auch der Feedback-Eingang des Reglers offen und der denkt, die Ausgangsspannung sei zu niedrig. Also regelt er nach, in dem Fall dann auf "Vollgas". Das überleben dann die Bauteile am Ausgang des Reglers nicht, denn die arbeite ja mit der eingestellten Spannung, nicht darüber. Wenn der Regler von dem kleinen Display-Prozessor und V- oder A-Meter zu hohe Spannung bekommen hat, dann ist der hin. Auch er kann sterben, in dem er Eingang nach Ausgang kurzschließt oder Eingang nach Ground oder alles zusammen. Wenn der einen Kurzschluss bildet und er hinter dem LM2595S angeschlossen ist, dann wird letzterer warm, weil er in der Strom-Begrenzung arbeitet. Erster Schritt wäre also, die Sektionen auf dem PCB zu trennen und heraus zu finden, was noch arbeitet und was nicht mehr. Folglich würde ich den LM317 auslöten und sehen, ob der reine DC DC Regler um den LM2595S wieder funktioniert. Aber die LM2595S brennen auf diesen Board gerne ab, weil sie thermisch überfordert sind. Sei werden zu heiß und sterben, sehr gerne als Kurzschluss, Eingang -> Ausgang.
Ulrich schrieb: > Aber die LM2595S brennen auf diesen Board gerne ab, weil sie thermisch > überfordert sind. Sei werden zu heiß und sterben, sehr gerne als > Kurzschluss, Eingang -> Ausgang. Sind ja auch keine von TI/NS.
H. H. schrieb: > Sind ja auch keine von TI/NS. Die Chinesischen DCDC werden so um 1,50€ bis 3,60€ gehandelt, der originale LM2595S in Spulen a 1000 Stück so um 3€ heute eher 4€. Dass da was nicht stimmen konnte, muss jedem klar gewesen sein. Erst recht, wenn DCDC mit nur einem LM2595 drauf 3,61€ kosten sollen und welche mit LED Anzeige um 1,65€ Aber als Vorlage, um ins Hobby rein zu kommen, ist diese Reparatur eine schöne kleine Spielerei.
Ulrich schrieb: > Aber als Vorlage, um ins Hobby rein zu kommen, ist diese Reparatur eine > schöne kleine Spielerei. Ja, der Weg muss das Ziel sein.
Ulrich schrieb: > Die Frage ist, bist Du willens Dich durch eine Schaltung zu messen, zu > der es nur ähnliche Schaltpläne gibt, aber eben nicht den einen > passenden. Und hast Du das Equipment, das dazu notwendig ist (Multimeter > mit feinen Messspitzen, kleines Labornetzteil, Lötkolben und > Heißluft-Station). Vielen Dank Ulrich für deine ausführliche Antwort. Hier meine Antworten: Ja, bin ich. Grundausstattung an Geräten ist vorhanden. Ich hatte zu vergessen zu erwähnen, dass es mir hier in erster Linie um das Lernen geht. Das bauteil hat 1,99€ in China gekostet. Aber ich investiere hier lieber 5€ für Reparatur und verstehe, was und warum etwas kaputt war und gegangen ist als dass ich für 2€ ein neues Teil kaufe. Es ist halt Interesse an der Sache, auch wenn ich im Netz oder wo auch immer einigen hilfsbereiten Menschen Zeit und Nerven koste. > > Rein um Lernen und Verstehen ist die Reparatur einen Versuch wert. Die > am Ende wahrscheinlich nötigen Ersatzteile kosten vermutlich aber mehr, > als zwei neue ähnliche Module. Ja, genau das ist der Punkt und die Motivation. Deshalb doppelt Danke an dich für deine Hilfe! > Zum Fehler: > Die Krux ist meist der Wendeltrimmer. Er ist oft von absolut mieser > Qualität und wenn er öffnet, dann ist eben auch der Feedback-Eingang des > Reglers offen und der denkt, die Ausgangsspannung sei zu niedrig. Also > regelt er nach, in dem Fall dann auf "Vollgas". Das überleben dann die > Bauteile am Ausgang des Reglers nicht, denn die arbeite ja mit der > eingestellten Spannung, nicht darüber. Du meinst also die Ursache könnte der blaue Spindelpoti sein. Guter Punkt, daran habe ich noch nicht gedacht, obwohl ja die Anzahl an Bauteilen auf der Platine überschaubar ist. > Wenn der Regler von dem kleinen Display-Prozessor und V- oder A-Meter zu > hohe Spannung bekommen hat, dann ist der hin. Auch er kann sterben, in > dem er Eingang nach Ausgang kurzschließt oder Eingang nach Ground oder > alles zusammen. Wenn der einen Kurzschluss bildet und er hinter dem > LM2595S angeschlossen ist, dann wird letzterer warm, weil er in der > Strom-Begrenzung arbeitet. > > Erster Schritt wäre also, die Sektionen auf dem PCB zu trennen und > heraus zu finden, was noch arbeitet und was nicht mehr. Folglich würde > ich den LM317 auslöten und sehen, ob der reine DC DC Regler um den > LM2595S wieder funktioniert. Werde ich machen, sind ja nur 3 Pins. Werde berichten; > Aber die LM2595S brennen auf diesen Board gerne ab, weil sie thermisch > überfordert sind. Sei werden zu heiß und sterben, sehr gerne als > Kurzschluss, Eingang -> Ausgang. Ok, wenn der LM2595S kaputt ist, belasse ich es auch dabei. Ich will nur die Ursache und das Bauteil oder die Bauteile, die es gekostet hat, herausfinden. Danke nochmals. Das sind gute Anhaltspunkte und Erklärungen. Damit lege ich los.
Ulrich schrieb: > H. H. schrieb: >> Sind ja auch keine von TI/NS. > > Die Chinesischen DCDC werden so um 1,50€ bis 3,60€ gehandelt, der > originale LM2595S in Spulen a 1000 Stück so um 3€ heute eher 4€. Dass da > was nicht stimmen konnte, muss jedem klar gewesen sein. Erst recht, wenn > DCDC mit nur einem LM2595 drauf 3,61€ kosten sollen und welche mit LED > Anzeige um 1,65€ > > Aber als Vorlage, um ins Hobby rein zu kommen, ist diese Reparatur eine > schöne kleine Spielerei. So ist es, aber wie beschrieben will ich herausfinden, woran es liegt, weil die Schaltung überschaubar ist.
D3, die Schottkydiode kann auch hin sein und einen Kurzschluss haben. Die würde ich nach dem 3-Beiner auslöten und schauen ob Sperr- und Durchlassrichtung vorhanden sind. Der LM2596 lässt sich mittels Heißluft eigentlich gut "rausföhnen". An aktiven Bauelementen hast du dann eigentlich nur das DVM. Der eigentliche Schaltregler umfasst keine weiteren Halbleiter.
Finn R. schrieb: > Kennt jemand dieses Bauteil oder kann einen Tipp für die Fehleranalyse > oder Ursache geben? Das Ding ist kaputt, und du kannst es nicht reparieren. Könntest du die SMD Bauteile verarbeiten, hättest du dir die Schaltung sicher selber aufgebaut. So musst du halt einen neue Platine kaufen. Ja, die gehen leicht kaputt, denn sie halten nicht aus, was die Werbung verspricht. Das allerdings weiss man bevor man kauft.
Michael B. schrieb: > So musst du halt einen neue Platine kaufen. Besser (und umweltschonender, da weniger Müllentstehung) wäre, mit Hilfe des Forums eine brauchbare Platine zu designen, statt solchen für die Tonne produzierten Billigstschrott zu kaufen. Und dann wäre auch ein nennenswerter Lerneffekt vorhanden.
Gerald B. schrieb: > D3, die Schottkydiode kann auch hin sein und einen Kurzschluss haben. > Die würde ich nach dem 3-Beiner auslöten und schauen ob Sperr- und > Durchlassrichtung vorhanden sind. Der LM2596 lässt sich mittels Heißluft > eigentlich gut "rausföhnen". > An aktiven Bauelementen hast du dann eigentlich nur das DVM. Der > eigentliche Schaltregler umfasst keine weiteren Halbleiter. Die Diode scheint intakt zu sein. Weiss allerdings nicht, wozu sie in der Schaltung dient - Verpolungsschutz? und sehe auch nicht wie sie genau verdrahtet ist.
Michael B. schrieb: > Finn R. schrieb: >> Kennt jemand dieses Bauteil oder kann einen Tipp für die Fehleranalyse >> oder Ursache geben? > > Das Ding ist kaputt, und du kannst es nicht reparieren. > > Könntest du die SMD Bauteile verarbeiten, > hättest du dir die Schaltung sicher selber aufgebaut. > > So musst du halt einen neue Platine kaufen. > > Ja, die gehen leicht kaputt, denn sie halten nicht aus, > was die Werbung verspricht. Das allerdings weiss man bevor > man kauft. Stimme dir zu Michael, aber mir geht und ging es darum, die Ursache und das konkrete Bauteil zu finden, das den Fehler bedingt.
Johannes F. schrieb: > Michael B. schrieb: >> So musst du halt einen neue Platine kaufen. > > Besser (und umweltschonender, da weniger Müllentstehung) wäre, mit Hilfe > des Forums eine brauchbare Platine zu designen, statt solchen für die > Tonne produzierten Billigstschrott zu kaufen. > > Und dann wäre auch ein nennenswerter Lerneffekt vorhanden. Dem Vorschlag wäre ich nicht abgeneigt, wenn mir hier jemand einen Tipp geben kann, wie die Schaltung mit möglichst wenigen Bauteilen, die heutzutage auf dem Markt sind, auszusehen hat und auch erprobt ist. Mit JLCPCB kann ich ein Platinendesign erstellen, das ist nicht das Problem. Aber es gibt zig Schaltungsvorschläge mit unterschiedlichen Elementen. Ich benötige etwas möglichst Kompaktes (wenig Bauelemente), was einfach zu realisieren ist und für Eingangsspannungne bis max. 20V und einer Ausgangsspannung von 1,5V bis ca. 15V, bei max. 2A funktioniert. UND: die Schaltung sollte auch für einen Nicht-Profi verständlich sein! Wenn jemand hier im Forum einen brauchbaren Schaltplan zur Verfügung stellen kann, der diese Bedingungen erfüllt, gerne und Danke!
Finn R. schrieb: > Die Diode scheint intakt zu sein. Weiss allerdings nicht, wozu sie in > der Schaltung dient - Verpolungsschutz? und sehe auch nicht wie sie > genau verdrahtet ist. https://www.ti.com/lit/ds/symlink/lm2596.pdf Schau ins verlinkte Datenblatt. Wenn die hin ist, fabriziert sie einen Kurzschluss vom Ausgang nach Masse. Am Feedback Pin ist bei den einstellbaren Ausführungen ein Spannungsteiler nach Masse. Dort ist bei dir der blaue Spindeltrimmer.
kurzes Update: Mit den beschriebenen Tipps und Hilfen dürfte es mit hoher Wahrscheinlichkeit (nach Ausschlussverfahren) an dem 5 poligen LMS IC liegen. Nach dem Motto von Nichts kommt Nichts, kann dieses in dem Billigbauteil keine Wunder vollbringen. Meine Lehre daraus wäre, bei Bedarf an zuverlässigen Bauteilen besser auf Qualität achten, aber nicht einfach, denn der Preis ist sicher nicht immer ein Maßstab dafür. Vielen Dank für eure Hilfe!! (Aber vielleicht hat noch jemand wie oben erwähnt und von Johannes angeregt einen guten, einfachen, kompakten Schaltplan in petto :-)
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