Forum: Haus & Smart Home Thyristor für Induktionskochplatte


von Irha S. (irha_s)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Guten Abend Allerseits,
ich würde mit meinen bescheidenen Elektonik-Kentnissen gerne meine 
Induktions-Kochplatte wieder gebrauchsfähig machen und bräuchte dabei 
mal wieder eure Hilfe.
Das Problem an der Kochplatte ist, daß sie direkt beim Einstecken, also 
noch vor dem Einschalten, die Netzsicherung rauswirft. Eine 
Widerstands-Überprüfung hat ergeben, daß die Kochplatte bereits zwischen 
den Polen des Netzsteckers nur 1 Ohm hat und damit den gleichen 
Widerstand, den auch die Induktionsspule unter der Kochplatte besitzt. 
Eine Überprüfung der Thyristoren, mit denen die Spule getaktet wird hat 
ergeben, daß der linke, im Bild rot markierte Thyristor ständig 
Durchgang zwischen allen drei Polen hat, also die Netzspannung direkt 
auf die Spule durchschaltet. Wenn ich das richtig verstanden habe, 
sollte doch bei der Widerstandsmessung der vom Messgerät ausgehende 
Strom ausreichen, um den Durchgang  im Thyristor zu löschen? Wenn der 
Thyristor also weiterhin durchgängig ist, liegt das Problem am Thyristor 
selber und nicht an der Bereitstellung der Löschspannung auf der 
Platine?
Dann wäre die Frage, um was für einen Thyristor es sich hier handeln 
könnte. Leider ist so gut wie keine Beschriftung mehr zu erkennen. Wenn 
man in einem ganz bestimmten Winkel beleuchtet, kann man mit der Lupe so 
etwas wie TO5H oder T0SH erahnen, aber keine dieser Bezeichnungen ergibt 
irgendeinen Thyristor bei der Suche. Könnt ihr das trotzdem vermuten, 
was für ein Thyristor hier passen könnte?
Vielen Dank für eure Antworten?
von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Löte den aus und mache ein gutes Foto von der Beschriftung und poste 
auch die Messwerte in diesem ausgelöteten Zustand.
Und Dir bewusst, dass auch noch weitere Bauteile betroffen sein können.
Deine Kochplatte dürfte doch auch einen Namen/Typ haben..
Warum nennst Du den nicht?
von Christian S. (roehrenvorheizer)


Lesenswert?

Hallo,

so weit ich mich mit Induktionskochern auskenne, wird dort ein IGBT 
verbaut sein. Es wäre sinnvoll, diesen auszulöten, um danach den 
Gleichrichter prüfen zu können.

Meistens ist das Durchlegieren des Transistors ein Folgeeffekt des 
gealterten Kondensators, der mit der Spule einen Schwingkreis bildet. 
Diesen müßte man durchmessen oder bestenfalls gleich erneuern. Für 
Induktionskocher gibt es diese besonders kompakten Bauformen, die aber 
oft nicht Dauerbelastung aushalten.

Ersatztypen habe ich keine parat. Man müßte bei den Elektronikanbietern 
aussuchen, was dort verfügbar ist.

mfg
: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Christian S. schrieb:
> so weit ich mich mit Induktionskochern auskenne, wird dort ein IGBT
> verbaut sein. Es wäre sinnvoll, diesen auszulöten, um danach den
> Gleichrichter prüfen zu können.

Das vom TO rot eingerahmte Bauteil ist auf dem PCB sogar als IGBT 
beschriftet.
: Bearbeitet durch User
von Irha S. (irha_s)


Lesenswert?

Vielen Dank für die vielen Antworten noch zu so später Stunde. Der 
Bezeichnung der Kochplatte ist Clatronic EKU 3596, Leistung 2000 W. Dann 
werde ich den Thyristor mal rauslöten und nochmal messen. Ich fürchte 
allerdings, daß da kein brauchbares Foto mit der Bezeichnung zu machen 
ist, kann man schon mit der Lupe kaum erkennen.
Ja, wenn da noch mehr kaputt ist, wird die Reparatur wohl meine 
Kenntnisse und Möglichkeiten übersteigen, aber mit diesem Thyristor 
könnte ich es halt nochmal probieren.
von Christian S. (roehrenvorheizer)


Lesenswert?

z.B. Aliexpress hat solche Kondensatoren zu Spottpreisen:

"5 Stück elektro magnetischer Ofen kondensator 0,33 uf spezieller 0,33 
uf 1200V Tesla-Spulen kondensator für elektro magnetische Öfen"

"MKP-X2 6,8 UF 7 UF 8 UF400 V J /8 UF J 275 V. AC-400 V. DC 
Induktionskochfeldkondensator"

oder besser gleich beim seriösen Anbieter bestellen.

mfg
von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Irha S. schrieb:
> Ich fürchte
> allerdings, daß da kein brauchbares Foto mit der Bezeichnung zu machen
> ist, kann man schon mit der Lupe kaum erkennen.

Wenn sich der Fotograf Mühe gibt, gibt es hier im Forum ein Mitglied, 
das wahre Wunder vollbringt. *gg
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Irha S. schrieb:
> Dann
> werde ich den Thyristor mal rauslöten

Jörg R. schrieb:
> Das vom TO rot eingerahmte Bauteil ist auf dem PCB sogar als IGBT
> beschriftet.

Irha S. schrieb:
> aber mit diesem Thyristor
> könnte ich es halt nochmal probieren.

Jörg R. schrieb:
> Das vom TO rot eingerahmte Bauteil ist auf dem PCB sogar als IGBT
> beschriftet.
von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Das sagt die KI zum Clatronic EKU 3596:

Copy & Paste, deshalb unformatiert..

Wenn bei Ihrer Clatronic EKU 3596 (oftmals ist das baugleiche Modell EKI 
3569 gemeint) Induktionskochplatte die Sicherung herausfliegt, liegt das 
fast immer an einem kurzgeschlossenen IGBT-Transistor.Bei diesen 
2000-Watt-Geräten steuert der IGBT (Insulated Gate Bipolar Transistor) 
die Induktionsspule an. Überhitzt das Gerät oder altert das Bauteil, 
schlägt es durch und erzeugt einen permanenten Kurzschluss.🛠️ Typischer 
IGBT-Typ für den AustauschIn fast allen Clatronic-Induktionsplatten 
dieser Leistungsklasse (2000W) ist standardmäßig einer der folgenden 
IGBTs verbaut:H20R1203 (oder Nachfolger H20R1202 / 
IHW20N120R3)Spezifikationen: 1200 Volt Spannungsfestigkeit, 20 Ampere 
Stromstärke, TO-247 Gehäuse.⚠️ Wichtig: Diese Bauteile müssen Sie 
mitprüfen!Tauschen Sie niemals nur den IGBT aus. Wenn ein IGBT 
durchbrennt, reißt er fast immer andere Komponenten mit sich. Setzen Sie 
einen neuen ein, ohne diese zu prüfen, knallt es beim Einschalten sofort 
wieder:Der Brückengleichrichter: Messen Sie den Gleichrichter (meist ein 
flacher Vierpol wie GBU808 oder KBL406) mit dem Diodentester durch. Hat 
er zwischen AC und + / - Durchgang, ist er ebenfalls defekt.Die 
Feinsicherung: Die interne Schmelzsicherung (meist 10A oder 12A) auf der 
Platine ist garantiert durchgebrannt und muss ersetzt werden.Die 
Treibertransistoren (Gate-Ansteuerung): Der IGBT wird oft von zwei 
kleinen Transistoren (häufig Typen wie S8050 und S8550 oder 2N3904 und 
2N3906) angesteuert. Sind diese defekt, bleibt der neue IGBT dauerhaft 
offen und brennt sofort wieder durch.Der Resonanzkondensator: Prüfen Sie 
den großen, meist blauen oder schwarzen Blockkondensator (ca. 0,3 µF / 
1200V) direkt neben der Spule. Hat dieser an Kapazität verloren, stirbt 
der IGBT durch Spannungsspitzen.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Sollte so was sein: FGA15N120ANTD
Ups! Da war der Jörg schneller.
Und natürlich stimmt das was Jörg schreibt.
: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Sollte so was sein: FGA15N120ANTD
> Ups! Da war der Jörg schneller.
> Und natürlich stimmt das was Jörg schreibt.

Im Grunde hat Christian S. das wichtigste schon geschrieben. Mein 
Kommentar ist tatsächlich KI generiert, aufgrund der Eingabe des Typs 
der Platte in Google. Ich schmücke mich mit fremden Federn;-)
: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Mein
> Kommentar ist tatsächlich KI generiert, aufgrund der Eingabe des Typs
> der Platte in Google.

Da ich mir gerade ein Induktionskochfeld gekauft habe, hatte ich mich 
vorher schon rein gelesen und das deckt sich mit dem was man so lesen 
kann über Defekte.
Aber so wahnsinnig viel ist ja nicht auf der Platine.
Die Frage ist, ob es die Induktivitäten "von der Stange" gibt, falls die 
kaputt sind.
von Christian S. (roehrenvorheizer)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Mein
> Kommentar ist tatsächlich KI generiert,

Die Abhandlung finde ich sogar gut und ausführlich.




Frank O. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Das vom TO rot eingerahmte Bauteil ist auf dem PCB sogar als IGBT
>> beschriftet.
>
> Irha S. schrieb:
>> aber mit diesem Thyristor
>> könnte ich es halt nochmal probieren.

wie Osterhasi und Nikolausi

um es Gerhard Polt erklären zu lassen:
https://www.youtube.com/watch?v=bGwOCFMl_Hk

mfg
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Christian S. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Mein
>> Kommentar ist tatsächlich KI generiert,
>
> Die Abhandlung finde ich sogar gut und ausführlich.

Bestimmt abgekupfert...
von Irha S. (irha_s)



Lesenswert?

Vielen Dank für eure rege Anteilnahme. Und unglaublich, was die KI da 
zusammengedichtet hat. Ich fürchte, euer Forum wird bald überflüssig....
Ja, danach ist es ja sehr wahrscheinlich, daß es mit dem reinen 
Austausch des IGBT alleine leider nicht getan ist. Die anderen dort 
genannten Komponenten (bis auf die Feinsicherung, die übrigens noch ok 
ist) würde ich wohl nur mit eurer Hilfe ausfindig machen.
Ich selber habe jetzt auch noch brav meine Hausaufgaben gemacht und 
tatsächlich ein Foto von dem Thyristor mit lesbarer Aufschrift 
hinbekommen. Allerdings entpuppte sich die zuvor erahnte Typbezeichnung 
lediglich als der Herstellername Toschiba. Und es bleibt bei dem 
kontinuierlichen Durchgang zwischen allen drei Polen, auch nach dem 
Auslöten,
Als Schwingkreis-Kondensatoren habe ich jetzt nur ganz handelsübliche 
Kondensatoren auf der Platine entdeckt, die sehen auch alle noch ok aus.
Also ihr habt mich ja jetzt mit guten Infos über diesen Thyristor 
versorgt, danach sollte ich in der Lage sein, einen geeigneten Thyristor 
zu finden. Muß ich dann nochmal überlegen, ob ich das riskiere, nur den 
IGBT zu tauschen...
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Irha S. schrieb:
> Allerdings entpuppte sich die zuvor erahnte Typbezeichnung
> lediglich als der Herstellername Toschiba.

Hoffentlich ohne "C".

Und darunter dann 40QR21...

Ein GT40QR21 würde gut zu so einer einfachen Induktionskochstelle 
passen.
von Irha S. (irha_s)


Lesenswert?

Ok, Thyristor und IGBT, jetzt habe ich es doch noch geschnallt...
Was ist den der Unterschied? Habe wie gesagt nur sehr bescheidene 
Elektronikkentnisse...
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Irha S. schrieb:
> Ok, Thyristor und IGBT, jetzt habe ich es doch noch geschnallt...
> Was ist den der Unterschied?

So wie Apfel vs Kartoffel.
von Irha S. (irha_s)


Lesenswert?

Tatsächlich, du hast ja Adleraugen. Ist mir gar nicht aufgefallen, daß 
da unter Toshiba noch was steht...
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Irha S. schrieb:
> Tatsächlich, du hast ja Adleraugen.

Du meinst diesen Vogel mit gelben Streifen an rechten Flügel, mit drei 
Punkten?
von Flip B. (frickelfreak)


Lesenswert?

Mit Wärmeleitpaste oder tipp-ex drüberwischen hilft bei 
Laserbeschriftungen, den Kontrast und die Lesbarkeit zu erhöhen.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Irha S. schrieb:
> Was ist den der Unterschied?

Der IGBT ist quasi eine Mischung aus Bipolartransistor und MOSFET und 
ein Thyristor ist wie ein Schalter, der aber nur eingeschaltet werden 
kann.
Entweder schließt der Thyristor durch ein Absinken der Sinusspannung 
oder im Gleichstrombereich muss er aktiv gelöscht werden.
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Entweder schließt der Thyristor durch ein Absinken der Sinusspannung
> oder im Gleichstrombereich muss er aktiv gelöscht werden.

Der Strom durch ihn muss sehr klein werden!
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Der Strom durch ihn muss sehr klein werden!

Ja klar!
Ich habe das versucht so einfach wie möglich zu erklären.
Thyristorsteuerungen waren lange Zeit mein tägliches Brot.
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Ich habe das versucht so einfach wie möglich zu erklären.

Ging nach hinten los.


> Thyristorsteuerungen waren lange Zeit mein tägliches Brot.

Für mich auch, aber in der Männerliga:


https://www.semikron-danfoss.com/_next/image?url=https%3A%2F%2Fassets.danfoss.com%2Fphotos%2Fpreview%2Flatest%2F422601%2FID498479475448-0101_preview.jpg&w=640&q=75
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Frank O. schrieb:
>> Ich habe das versucht so einfach wie möglich zu erklären.
>
> Ging nach hinten los.
>
>> Thyristorsteuerungen waren lange Zeit mein tägliches Brot.
>
> Für mich auch, aber in der Männerliga:
>
> 
https://www.semikron-danfoss.com/_next/image?url=https%3A%2F%2Fassets.danfoss.com%2Fphotos%2Fpreview%2Flatest%2F422601%2FID498479475448-0101_preview.jpg&w=640&q=75

So sahen meine auch aus.
Die alten Still Stapler, R50 und R60 hatten diese Teile.
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
>>
> 
https://www.semikron-danfoss.com/_next/image?url=https%3A%2F%2Fassets.danfoss.com%2Fphotos%2Fpreview%2Flatest%2F422601%2FID498479475448-0101_preview.jpg&w=640&q=75
>
> So sahen meine auch aus.
> Die alten Still Stapler, R50 und R60 hatten diese Teile.

Die Pucks gibts in verschiedenen Größen.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Die kleinen (vielleicht 3cm Durchmesser) waren die Löschthyristoren und 
dicj großen (schätze so 5-8cm) waren die Hauptthyristoren.
von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


Lesenswert?

Wenn du Wissen erlangen und Spaß haben willst - dann mach weiter, Praxis 
ist immer gut.

Wen es dir nur um Reparatur und wieder Nutzen geht, vergiss es. 
Wirtschftlicher Totalschaden und endlos Zeitfresser.

Einerseits sind Induktionsplatten richtig Hitec. Auch wenn das Prinzip 
simpel und logisch erscheint, der Teufel steckt im Detail.

Andererseits sind die Bauteile aus Kostengründen immer extrem "auf Kante 
genäht", immer kurz davor zu explodieren. Vor allem in der unteren 
Preisklasse.

Wenn du länger Freude haben willst, nimm einen Hunni mehr in die Hand 
und kauf ein neues.
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Frank O. schrieb:
> Die kleinen (vielleicht 3cm Durchmesser) waren die
> Löschthyristoren und
> dicj großen (schätze so 5-8cm) waren die Hauptthyristoren.

Ich war in der >=112mm Liga unterwegs...

Und sicher auch mit vielen Volt mehr.


Aber zurück zum Thema des Threads:
@TE: Zeig mal auch die andere Seite der Platine, in guter Auflösung.
: Bearbeitet durch User
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Ja, definitiv. Auf dem Beispiel stand 1200 drauf.  Ich nehme mal an 
1200V.
ASEA Stapler waren mit 96V die Stapler mit der höchsten Spannung.
Der R50 hat nur 24V. Üblich sind heute überwiegend 80V.
Aber ich bin jetzt fast zwei Jahre raus und seit Ende letzten Jahres 
Rentner. Möchte auch nicht nochmal arbeiten müssen.
: Bearbeitet durch User
von Gerald B. (gerald_b)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Du meinst diesen Vogel mit gelben Streifen an rechten Flügel, mit drei
> Punkten?

Die gelbe Armbinde gibt es auch mit schwarzer Gans drauf :-)))
von Irha S. (irha_s)



Lesenswert?

Hier also für die interessierte Leserschaft nochmal die Rückseite der 
Platine.
Und spaßeshalber eine Abbildung einer der ersten Thyristoren aus einem 
Elektriker-Lehrbuch von 1964, die ich gerade bei meiner Lektüre entdeckt 
habe. War damals wohl der neueste Schrei und wurde als Sonderkapitel 
noch hinten angefügt. Aber wie ich jetzt endlich weiß, geht es hier ja 
gar nicht um einen Thyristor sondern um ein IGBT, das kannten die damals 
wohl noch nicht?

Jörg R. schrieb:
> Der Brückengleichrichter: Messen Sie den Gleichrichter (meist ein
> flacher Vierpol wie GBU808 oder KBL406) mit dem Diodentester durch.

Welches Bauteil wäre denn dieser Gleichrichter? Den Resonanz-Kondensator 
habe ich gefunden. Das kann ich ja dann beides nochmal messen, wenn ich 
mich mit der Messtechnik hinreichend befasst habe. Aber bei dem 
Transistor hört's dann wirklich auf bei mir...
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Irha S. schrieb:
> Welches Bauteil wäre denn dieser Gleichrichter?

Direkt neben dem IGBT, auf dem ersten Bild.
von Manfred P. (pruckelfred)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Irha S. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Der Brückengleichrichter: Messen Sie den Gleichrichter (meist ein
>> flacher Vierpol wie GBU808 oder KBL406) mit dem Diodentester durch.
> Welches Bauteil wäre denn dieser Gleichrichter?

Er musste halt KI-Müll kopieren, weil's modern ist. Auf den Bildern sehe 
ich erstmal keinen Brückengleichrichter, aber einige Dioden mit 
Bestückungsdruck 1N4007 und UF4007.

Wie ist das markierte Bauteil beschriftet?

> Den Resonanz-Kondensator
> habe ich gefunden. Das kann ich ja dann beides nochmal messen, wenn ich
> mich mit der Messtechnik hinreichend befasst habe.

Die Kapazität kann man mit günstiger Ausrüstung messen. Ich wüsste aber 
keinen Weg, dessen zusätzlich spezielle Eigenschaften zu prüfen.

> Aber bei dem
> Transistor hört's dann wirklich auf bei mir...

Hmm, das wäre doch eher machbar.

.. oder auch nicht, weil Du weder Grundwissen noch Ausrüstung hast.
von Peter K. (chips)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Manfred P. schrieb:
> Er musste halt KI-Müll kopieren, weil's modern ist. Auf den Bildern sehe
> ich erstmal keinen Brückengleichrichter, aber einige Dioden mit
> Bestückungsdruck 1N4007 und UF4007.

blind?
von Manfred P. (pruckelfred)


Lesenswert?

Peter K. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> Auf den Bildern sehe
>> ich erstmal keinen Brückengleichrichter
> blind?

Treffer, danke! Dass der wegen viel Strom auf dem Kühlkörper sitzt, ist 
mir entgangen. Hätte ich mir mal zu "wie GBU808" dessen Bild angesehen.
von Gerald B. (gerald_b)


Lesenswert?

Die 4 Beine hätten ihn schon verraten, außerdem steht auf der 
Leiterplatte auch nochmal die Anschlussbelegung mit -, AC, AC, + dran.
von Irha S. (irha_s)


Lesenswert?

Und ich dachte, daß das wenigstens ein Thyristor wäre...

Frank E. schrieb:
> Wenn du Wissen erlangen und Spaß haben willst - dann mach weiter, Praxis
> ist immer gut.

Ja, mehr Wissen habe ich dadurch bereits erlangt, vielen Dank
von Gerald B. (gerald_b)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
>> Thyristorsteuerungen waren lange Zeit mein tägliches Brot.
>
> Für mich auch, aber in der Männerliga:
>
> 
https://www.semikron-danfoss.com/_next/image?url=https%3A%2F%2Fassets.danfoss.com%2Fphotos%2Fpreview%2Flatest%2F422601%2FID498479475448-0101_preview.jpg&w=640&q=75

Hihi, ich habe hier noch als "Erinnerung" von  PRX einen DTT-1-060024000 
liegen.  600V 2,4 kA :-)))
Der war als 6-Pack in einem Gleichrichterschrank für ein Galvanikbecken 
verbaut. 0-48V, 2 Kiloampere, als gesteuerter Gleichrichter.
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Irha S. schrieb:
> Hier also für die interessierte Leserschaft nochmal die Rückseite der
> Platine.

Leider hat die Forensoftware die Auflösung reduziert. Beim nächsten 
Versuch das Häkchen entfernen.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Manfred P. schrieb:
> Treffer, danke! Dass der wegen viel Strom auf dem Kühlkörper sitzt, ist
> mir entgangen. Hätte ich mir mal zu "wie GBU808" dessen Bild angesehen.

Du kannst halt, in deiner Hausmeistermentalität,am besten andere 
Menschen herabsetzen. Das ist deine Kernkompetenz.
von Frank O. (frank_o)


Lesenswert?

Manfred P. schrieb:
> Hmm, das wäre doch eher machbar.

Machbar ist alles. Allerdings und das habe ich vorher schon geschrieben, 
die Induktivitäten, sollten die defekt sein, könnte es nicht von der 
Stange geben.
von Christian S. (roehrenvorheizer)


Lesenswert?

Irha S. schrieb:
> Habe wie gesagt nur sehr bescheidene
> Elektronikkentnisse...

Irha S. schrieb:
> Ok, Thyristor und IGBT,

Deshalb nach Austausch des Thyratrons bei der erneuten Inbetriebnahme 
bestenfalls eine Schutzbrille aufsetzen, Gehörschutz kann nicht schaden, 
Strombegrenzung in der Zuleitung vorsehen, bestenfalls mit Indikator, 
wieviel Strom momentan gezogen wird und genügend Abstand von dem Teil 
halten.

Und man sollte nicht davon ausgehen, daß bei dem Gerät irgendwas 
Netzgetrennt versorgt wird, falls man auf die Idee käme, am 
eingeschalteten Gerät messen zu wollen.

mfg
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.