Hallo, Ich bin schon seit laengerer Zeit auf der Suche nach einer Schnittstelle mit den folgenden Anforderungen: - galvanisch getrennt - 50kBaud und 30m - sehr niedriger Stromverbrauch (10mA) - moeglichst kleine Bauform - wenige und guenstige Bauteile - Betrieb an einer UART - Halb-Duplex Wegen dem niedrigen Stromverbrauch, und weil eine galvanische Trennung dafuer nicht gerade guenstig ist, war RS485 und CAN nicht geeignet. Wegen der galvanischen Trennung dachte ich dann an Lichtleiter. Aber alles was ich dazu fand war zwar richtig schnell, aber in nicht realisierbaren preislichen Regionen und Baugroessen. Dann habe ich im Web einen Artikel gefunden, wo eine Standard-LED als Lichtsensor benutzt wurde. Danach habe ich mir 50m POF-Lichtleiter gekauft und Versuche mit LEDs gemacht. Zuerst hatte ich wenig Erfolg, die LEDs waren als Sender zu schwach oder als Empfaenger zu unempfindlich. Aber dann habe ich doch eine LED gefunden die gut funktioniert, eine 3W 3535 mit 660nm. Die haben eine grosse Chipflaeche und sind somit empfindlich, aber sie haben auch so ca. 250pF. Aber da ich ja nur geringe Baudraten benoetige sollte das nicht so kritisch sein. Leider ist die Bauform ziemlich unguenstig um den Lichtleiter parallel zur Platine zu wegzufuehren, weil die LED dafuer senkrecht auf der Platine stehen muss. Ausserdem ist die LED von Cree sehr teuer, aber ich habe welche aus China gefunden die deutlich guenstiger sind. Die LED ist aber immer noch das teuerste Bauteil der Schaltung. Ich habe dann einen USB-Stick mit einem AVRDU und dieser optischen Schnittstelle gemacht. Den Schaltplan mit der LED-Ansteuerung habe ich angehaengt. Ausserdem das Datenblatt des verwendeten OPs. Die Ansteuerung erfolgt mit der USART im IRDA Betrieb. Die Impulslaenge des Senders ist auf 1us gestellt, die des Empfaengers auf 1.5us. Beim Senden werden so ca. 100mA durch die LED geschickt. Da die OPs keinen digitalen Impuls erzeugen wird dazu der interne Komparator im AVRDU benutzt, dessen Ausgang kann ueber die Event-Kanaele an den IRDA-Eingang gelegt werden. Auf einem Foto sind 2 dieser Sticks zu sehen, die sozusagen Ping-Pong spielen. Der eine sendet einen Wert und der andere sendet ihn so schnell wie moeglich zurueck. Das laeuft jetzt zuverlaessig mit 125kBaud und ca. 48m LWL (die restlichen 2m sind um kurze Leitungen zu testen). Auf dem Oszilloskopbild sieht man die Ausgaenge der beiden OPs einer Platine. Der des TIAs ist gelb und der des invertierenden Verstaerkers ist rot. Man sieht auch, dass der TIA uebersteuert wird sobald etwas gesendet wird. Da die Erholzeit des OPs bei 300ns liegt sollte das kein Problem sein. Da der TIA-Ausgang beim Empfangen sehr kleine Ausschlaege hat, sieht man die hier nicht. Aber man sieht auch, dass der Ausgang des invertierenden Verstaerkers nach einem Sendeimpuls eine Pause einlegt und dann eher langsam ansteigt. Da die Vergleichspannung fuer den Komparator nur wenig unterhalb der Spannung am positiven Eingang des TIAs liegt heisst das, dass die Antwort immer erst kommen darf, nachdem der TIA-Ausgang ueber der Referenzspannung des Komparators liegt, was hier nach ca. 125us der Fall ist. Der OP hat 25MHz und 8V/us. Selbst bei der Verstaerkung von 51 sollte er schneller sein, sonst wuerden wohl die 1us Impulse nicht durch kommen (auch wenn sie im Empfaenger etwas laenger sind). Fuer mich waere das schnell genug, aber interessehalber habe ich dazu eine Frage an die Analogexperten: Was genau ist die Ursache fuer diesen langsamen Anstieg und kann man den irgendwie schneller machen? VG
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