Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LWL Schnittstelle Halb-Duplex (nur ein LWL!)


von Georg P. (perthil)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hallo,

Ich bin schon seit laengerer Zeit auf der Suche nach einer Schnittstelle 
mit den folgenden Anforderungen:
- galvanisch getrennt
- 50kBaud und 30m
- sehr niedriger Stromverbrauch (10mA)
- moeglichst kleine Bauform
- wenige und guenstige Bauteile
- Betrieb an einer UART
- Halb-Duplex

Wegen dem niedrigen Stromverbrauch, und weil eine galvanische Trennung 
dafuer nicht gerade guenstig ist, war RS485 und CAN nicht geeignet.

Wegen der galvanischen Trennung dachte ich dann an Lichtleiter. Aber 
alles was ich dazu fand war zwar richtig schnell, aber in nicht 
realisierbaren preislichen Regionen und Baugroessen.

Dann habe ich im Web einen Artikel gefunden, wo eine Standard-LED als 
Lichtsensor benutzt wurde. Danach habe ich mir 50m POF-Lichtleiter 
gekauft und Versuche mit LEDs gemacht. Zuerst hatte ich wenig Erfolg, 
die LEDs waren als Sender zu schwach oder als Empfaenger zu 
unempfindlich. Aber dann habe ich doch eine LED gefunden die gut 
funktioniert, eine 3W 3535 mit 660nm. Die haben eine grosse Chipflaeche 
und sind somit empfindlich, aber sie haben auch so ca. 250pF. Aber da 
ich ja nur geringe Baudraten benoetige sollte das nicht so kritisch 
sein. Leider ist die Bauform ziemlich unguenstig um den Lichtleiter 
parallel zur Platine zu wegzufuehren, weil die LED dafuer senkrecht auf 
der Platine stehen muss. Ausserdem ist die LED von Cree sehr teuer, aber 
ich habe welche aus China gefunden die deutlich guenstiger sind. Die LED 
ist aber immer noch das teuerste Bauteil der Schaltung.

Ich habe dann einen USB-Stick mit einem AVRDU und dieser optischen 
Schnittstelle gemacht. Den Schaltplan mit der LED-Ansteuerung habe ich 
angehaengt. Ausserdem das Datenblatt des verwendeten OPs.

Die Ansteuerung erfolgt mit der USART im IRDA Betrieb. Die Impulslaenge 
des Senders ist auf 1us gestellt, die des Empfaengers auf 1.5us. Beim 
Senden werden so ca. 100mA durch die LED geschickt. Da die OPs keinen 
digitalen Impuls erzeugen wird dazu der interne Komparator im AVRDU 
benutzt, dessen Ausgang kann ueber die Event-Kanaele an den IRDA-Eingang 
gelegt werden.

Auf einem Foto sind 2 dieser Sticks zu sehen, die sozusagen Ping-Pong 
spielen. Der eine sendet einen Wert und der andere sendet ihn so schnell 
wie moeglich zurueck. Das laeuft jetzt zuverlaessig mit 125kBaud und ca. 
48m LWL (die restlichen 2m sind um kurze Leitungen zu testen).

Auf dem Oszilloskopbild sieht man die Ausgaenge der beiden OPs einer 
Platine. Der des TIAs ist gelb und der des invertierenden Verstaerkers 
ist rot. Man sieht auch, dass der TIA uebersteuert wird sobald etwas 
gesendet wird. Da die Erholzeit des OPs bei 300ns liegt sollte das kein 
Problem sein. Da der TIA-Ausgang beim Empfangen sehr kleine Ausschlaege 
hat, sieht man die hier nicht.

Aber man sieht auch, dass der Ausgang des invertierenden Verstaerkers 
nach einem Sendeimpuls eine Pause einlegt und dann eher langsam 
ansteigt. Da die Vergleichspannung fuer den Komparator nur wenig 
unterhalb der Spannung am positiven Eingang des TIAs liegt heisst das, 
dass die Antwort immer erst kommen darf, nachdem der TIA-Ausgang ueber 
der Referenzspannung des Komparators liegt, was hier nach ca. 125us der 
Fall ist.

Der OP hat 25MHz und 8V/us. Selbst bei der Verstaerkung von 51 sollte er 
schneller sein, sonst wuerden wohl die 1us Impulse nicht durch kommen 
(auch wenn sie im Empfaenger etwas laenger sind).

Fuer mich waere das schnell genug, aber interessehalber habe ich dazu 
eine Frage an die Analogexperten:

Was genau ist die Ursache fuer diesen langsamen Anstieg und kann man den 
irgendwie schneller machen?

VG
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Georg P. schrieb:
> Wegen dem niedrigen Stromverbrauch ...
> habe ich doch eine LED gefunden ...
> eine 3W 3535 mit 660nm

Niedriger Stromverbrauch und 3-Watt-LED? Wo bin ich falsch abgebogen?
von Norbert (der_norbert)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Georg P. schrieb:
>> Wegen dem niedrigen Stromverbrauch ...
>> habe ich doch eine LED gefunden ...
>> eine 3W 3535 mit 660nm
>
> Niedriger Stromverbrauch und 3-Watt-LED? Wo bin ich falsch abgebogen?

Wenn man nur einen Hammer hat, dann sieht alles wie ein Nagel aus.
von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


Lesenswert?

Check mal die Möglichkeit, einen optischen Audio-Transmitter 
einszusetzen, nennt sich SPDIV. Das Protokoll musst du dann aber selber 
machen ...

TOSLINK ist letztlich nur eine optische Übertragungsstrecke. Der Sender 
enthält eine LED, der Empfänger eine Fotodiode mit Verstärker. Was 
übertragen wird, ist eine Folge von Lichtimpulsen.

Du musst nicht zwingend das S/PDIF-Protokoll verwenden. Wenn du den 
Sender und Empfänger direkt ansteuerst, kannst du prinzipiell jedes 
geeignete digitale Signal übertragen.

Die meisten TOSLINK-Module sind für Datenraten im Bereich einiger Mbit/s 
ausgelegt (typisch passend zu S/PDIF mit bis zu einigen MHz Taktrate). 
Für viele Mikrocontroller-Projekte ist das mehr als ausreichend.
: Bearbeitet durch User
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


Lesenswert?

Vielleicht TOSLINK, wird dem TO aber wohl zu alt und zu teuer sein.

* https://de.wikipedia.org/wiki/TOSLINK

Um Problemen mit EMV-Abstrahlung aus dem Weg zu gehen, wird bspw. in 
Medizintechnik gern Avago HFBR-2521Z u.ä. eingesetzt.
von Mario M. (thelonging)


Lesenswert?

Bradward B. schrieb:
> Vielleicht TOSLINK, wird dem TO aber wohl zu alt und zu teuer sein.

Vor allem wollte der TO:

Georg P. schrieb:
> Betrieb an einer UART,
> Halb-Duplex
von Rainer W. (rawi)


Lesenswert?

Bradward B. schrieb:
> Um Problemen mit EMV-Abstrahlung aus dem Weg zu gehen, ...

Elektromagnetisch Verträglichkeit lässt sich nicht abstrahlen. Davon 
träumt so mancher.
von Cartman E. (cartmaneric)


Lesenswert?

Gebrauchtes 10 Mbit LWL-Equipment sollte sich günstig finden lassen,
und enthält alles an optischen Bauelementen was es für ein wenig
Datenübertragung braucht.
Dabei kann man dann auch richtige Multimode-LWL mit einem richtigen
(z.B. ST-)Stecker benutzen.
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Cartman E. schrieb:
> Dabei kann man dann auch richtige Multimode-LWL mit einem richtigen
> (z.B. ST-)Stecker benutzen.

Was halt auch richtig aufwendig ist, wenn man mal eben ein Kabel 
konfektionieren will, und in überhaupt keinem Verhältnis zur geforderten 
Übertragungsrate oder auch dem geforderten niedrigen Stromverbrauch 
steht.

Obendrein ist auch das i.d.R. nur eine Simplex-Übertragung, d.h. für 
eine bidirektionale Übertragung werden gleich zwei Fasern benötigt.

Also noch weiter am Ziel vorbei als der Vorschlag, Toslink zu verwenden.

Letztlich wird man versuchen müssen, einen optischen "Splitter" zu 
konstruieren, der an jedem Ende der Faser verwendet wird, und Sende-LED 
und Empfangs-Phototransistor beleuchtet.

Wenn man eine Plastikfaser, wie sie für Toslik genutzt wird, V-förmig 
anfeilt, könnte das möglicherweise schon genügen.

Ansonsten gibt es auch passive "Toslink-Splitter" als Fertiggerät:
https://www.amazon.de/dp/B0DQVGD655
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


Lesenswert?

>> Betrieb an einer UART,
>> Halb-Duplex

Und weiter schreibt er:
" Dann habe ich im Web einen Artikel gefunden, wo eine Standard-LED als
Lichtsensor benutzt wurde."

Ja, da kenn ich einen Artikel eines japanischen Konzerns aus den 
neunzigern, in der ein proof-of-concet für eine bidirektionale standard 
IR-Fernbedienung beschrieben wird. Eventuell gab es sogar in der dse-faq 
einen link darauf.
von Cartman E. (cartmaneric)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Dabei kann man dann auch richtige Multimode-LWL mit einem richtigen
>> (z.B. ST-)Stecker benutzen.
>
> Was halt auch richtig aufwendig ist, wenn man mal eben ein Kabel
> konfektionieren will, und in überhaupt keinem Verhältnis zur geforderten
> Übertragungsrate oder auch dem geforderten niedrigen Stromverbrauch
> steht.

Das ist eine Frage der Kenntnis einer einfachen Technologie.
Bei der wird die Faser in den Stecker bündig eingeschoben und
dann verklebt.
Üblicherweise verwendet man aber vorkonfektionierte Kabel.


> Obendrein ist auch das i.d.R. nur eine Simplex-Übertragung, d.h. für
> eine bidirektionale Übertragung werden gleich zwei Fasern benötigt.

Das Duplex-Kabel dafür wurde auch schon erfunden.

> Also noch weiter am Ziel vorbei als der Vorschlag, Toslink zu verwenden.

Abhängig vom gewünschten Wirkradius, mag man mit POF und Toslink
hinkommen, wenn es länger wird, führt an einer LWL nichts vorbei.
Wenn POF und Toslink so toll wären, warum benutzt es niemand in
der Netzwerktechnik?
Es ist halt nur Consumermurks...

Ganz weit weg ist wohl eher der Ansatz, mit Nicht-IR-Bauelementen
eine optische Übertragung zu realisieren.
Manche Entwickler verwenden ja gerne gelbe LED um Umgebungslicht
zu detektieren. Das ist aber eher eine statische Angelegenheit.


> Letztlich wird man versuchen müssen, einen optischen "Splitter" zu
> konstruieren, der an jedem Ende der Faser verwendet wird, und Sende-LED
> und Empfangs-Phototransistor beleuchtet.
>
> Wenn man eine Plastikfaser, wie sie für Toslik genutzt wird, V-förmig
> anfeilt, könnte das möglicherweise schon genügen.
>
> Ansonsten gibt es auch passive "Toslink-Splitter" als Fertiggerät:
> https://www.amazon.de/dp/B0DQVGD655


Du solltest dich mal informieren, wie man Daten über nur eine Ader
einer LWL überträgt. Das tut man aber auch nur wenn mann muss.
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Georg P. schrieb:

> Dann habe ich im Web einen Artikel gefunden, wo eine Standard-LED als
> Lichtsensor benutzt wurde.

Das hier?

https://www.analog.com/en/resources/analog-dialogue/studentzone/studentzone-january-2023.html
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Cartman E. schrieb:
> Abhängig vom gewünschten Wirkradius, mag man mit POF und Toslink
> hinkommen, wenn es länger wird, führt an einer LWL nichts vorbei.

Lies doch einfach mal den Eröffnungsbeitrag in diesem Thread.

POF/Toslink sind übrigens auch LWL; Du solltest Deine Synonyme neu 
sortieren.

Cartman E. schrieb:
> Du solltest dich mal informieren, wie man Daten über nur eine Ader
> einer LWL überträgt.

Kindchen, ich weiß, wie man das macht. Ich brauch von Dir keine 
entsprechenden Ratschläge.

Hier wurde nach einer einfache Bastellösung gefragt, was Du auch 
hättest verstehen können, wenn, ja wenn Du es nur hinbekommen hättest, 
den Eröffnungsbeitrag zu lesen.
von Cartman E. (cartmaneric)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:

> Hier wurde nach einer einfache Bastellösung gefragt, was Du auch
> hättest verstehen können, wenn, ja wenn Du es nur hinbekommen hättest,
> den Eröffnungsbeitrag zu lesen.

Mit bunten 3 W-Brummern kann das wohl nur eine Bastelbastellösung
werden.

> POF/Toslink sind übrigens auch LWL; Du solltest Deine Synonyme neu
> sortieren.

Etwa so, wie man Klopapier auch unter Papier subsummieren kann.
Dieser Logik folgend, brauchte man überhaupt keine Glasfasern.

> Cartman E. schrieb:
>> Du solltest dich mal informieren, wie man Daten über nur eine Ader
>> einer LWL überträgt.
>
> Kindchen, ich weiß, wie man das macht. Ich brauch von Dir keine
> entsprechenden Ratschläge.

Bei vielem was du zu wissen meinst, fehl(t)en dann doch die
entscheidenden 50 %. Ich könnte Beispiele fplgen lassen.
Daran hindert mich nur der angenehme Nachmittag und meine Faulheit.

Wer schon das Anbringen eines ST-Steckers an einer Faser für
schwierig hält, hat davon wohl keine Ahnung.
von Georg P. (perthil)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hallo,

hier noch ein paar Infos.

Stueckzahl:  irgendwas zwischen 100 und 1000

Es wird zwar eine 3W LED verwendet, aber man kann sie auch mit weniger 
Leistung ansteuern. Hier wird fuer eine 0 ein 100mA Impuls mit 1us 
Laenge gesendet. Bei der gewuenschten Baudrate von 50kBaud hat ein Bit 
20us. Das waeren dann 5mA im Mittel. Da aber nur bei einer 0 ein Impuls 
kommt kann man im Mittel von 2.5mA ausgehen. Und da der Sender aus ist 
wenn Daten empfangen werden, kommt man damit also auf 1.25mA im Mittel. 
Die OPs brauchen 800uA und der Spannungteiler nochmal ca. 1.33mA. Damit 
ist man selbst bei 125kHz unter 10mA.

TOSlink habe ich mir auch angesehen. Ich habe aber nirgends etwas zur 
Uebertragung ueber nur einen LWL gefunden. Aber einerlei, beim Digikey 
kostet ein Sender ueber 10€, der Empfaenger ist wohl preislich aehnlich. 
Fuer Hin- und Rueckkanal also 40€ ohne Kabel. Ausserdem haben sie eine 
geringere Reichweite als 30m. Und dann die Baugroesse, die gesamte 
Verbindung auf einer Seite benoetigt ca. 5x3x1cm. Ich habe nur 1x1x1cm. 
Irgendwo habe ich auch gelesen, dass sie an einer Standard-UART nicht 
funktionieren.

AVAGO/Broadcom: Preis und Baugroesse aehnlich TOSlink. Sollte aber mit 
einer Standard-UART funktionieren. Es gibt wohl Halb-Dublex fuer die 
Platine aber wie ich gesehen habe werden extern trotzdem 2 LWL benutzt.

Bezueglich der Infrarot LED statt einer "bunten". Die POF-Lichleiter 
haben die niedrigste Daempfung bei a. 650nm. Also nimmt man rot, wie 
auch alle anderen Hersteller die POF verwenden.

Das Bild zeigt wie ich mir die Verbindung Platine-LWL vorstelle. In die 
Aussparung hinten wird die LED eingesetzt und das ganze wird dann von 
unten in einen passenden Ausschnitt auf der Platine geschoben. Danach 
das Oberteil runterdruecken. Dann kann man die LED mit der Platine 
verloeten. Das Kabel wird dann moeglichst gerade abgeschnitten und bis 
zur LED eingeschoben. Befestigt wird es ueber einen Gewindeeinsatz und 
eine M2-Schraube von oben. Die Schraube hat einen maximalen Hub von 
0.5mm.
Die Gesamtgroesse ist BxTxH 7.5x7x7.6mm und man benoetigt am Kabel 
keinen speziellen Steckverbinder.

Der Ausschnitt und die Pads bis zum Platinenrand machen zwar die Platine 
etwas teuerer, aber das ist nur wenig.

@observer: Das war es nicht. Was ich gesehen habe war eine Seite wo 
verschiedene LEDs als Empfaenger ausgemessen und gegenuebergestellt 
wurden.

Bezueglich meiner Frage aus dem Eroeffnungsthread hat wohl niemand eine 
Idee?

VG
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Georg P. schrieb:

> @observer: Das war es nicht. Was ich gesehen habe war eine Seite wo
> verschiedene LEDs als Empfaenger ausgemessen und gegenuebergestellt
> wurden.

Und da kam raus, dass 3W-Trümmer für diesen Zweck am besten geeignet 
wären? Das kann ich mir kaum vorstellen.

> Bezueglich meiner Frage aus dem Eroeffnungsthread hat wohl niemand eine
> Idee?

Nun, es wäre vermutlich schlauer gewesen, wenn du im Schaltplan die 
Stellen markiert hättest, an denen der Oszi bei der Messung hing...
von Jobst M. (jobstens-de)


Lesenswert?

Wenn ich das richtig sehe, steht LWL nicht in den Anforderungen des TOs, 
sondern war nur seine 1. Idee.

Koax-Leitung wäre auch eine günstige und einfach Alternative. Übertrager 
und Treiber/Empfänger (74HCU04) wie bei Koax-SPDIF. Dazu noch einen 
kleinen Modulator (UND-Gatter) und Demodulator (Monoflop). (Wenn man 
mag, auch eine komplexere Modulation)

Im Unterschied zu SPDIF bekommt der Übertrager 3 Wicklungen.

Gruß
Jobst
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Ob S. schrieb:
> Georg P. schrieb:
>
>> @observer: Das war es nicht. Was ich gesehen habe war eine Seite wo
>> verschiedene LEDs als Empfaenger ausgemessen und gegenuebergestellt
>> wurden.
>
> Und da kam raus, dass 3W-Trümmer für diesen Zweck am besten geeignet
> wären? Das kann ich mir kaum vorstellen.
>
Nein, dort wurden nur die Empaengereigenschaften gemessen. Zu der Zeit 
gab es solche 3W Dioden glaube ich noch gar nicht.

>> Bezueglich meiner Frage aus dem Eroeffnungsthread hat wohl niemand eine
>> Idee?
>
> Nun, es wäre vermutlich schlauer gewesen, wenn du im Schaltplan die
> Stellen markiert hättest, an denen der Oszi bei der Messung hing...

Steht im Eroeffnungsthread, an den beiden Ausgaengen der OPs der linken 
Platine. Also der TIA-Ausgang und der Ausgang der invertierenden OPs.
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Jobst M. schrieb:
> Wenn ich das richtig sehe, steht LWL nicht in den Anforderungen des TOs,
> sondern war nur seine 1. Idee.
>
> Koax-Leitung wäre auch eine günstige und einfach Alternative. Übertrager
> und Treiber/Empfänger (74HCU04) wie bei Koax-SPDIF. Dazu noch einen
> kleinen Modulator (UND-Gatter) und Demodulator (Monoflop). (Wenn man
> mag, auch eine komplexere Modulation)
>
> Im Unterschied zu SPDIF bekommt der Übertrager 3 Wicklungen.
>
> Gruß
> Jobst

Ich kenne Koax-SPDIF nicht. Wie hoch ist da der Abschlusswiderstand?
Ist das differentiell? Wenn ja, fliesst dann nicht immer Strom durch den 
Abschlusswiderstand?

Gibt es Koax-Leitungen mit 2mm Aussendurchmesser?

Geht das nur mit den RXD/TXD- Leitungen der UART oder braucht man noch 
einen Takt? Ich kenne keinen AVR der dazu Hardware integriert hat und 
50kBaud per Interrupt zu dekodieren ist selbst bei 24MHz Takt sportlich.
Was bleibt dann noch fuer das eigentliche Programm.

An welche Modulation hast Du gedacht? Manchester ist es wohl nicht, da 
braucht man meines Wissens nach ein XOR. Und der Dekoder ist ziemlich 
aufwendig. Eventuell geht da was mit den CCLs der neueren AVRs.

Dann braucht man noch den Uebertrager wo gibt es den? Wie gross wird er?
Wie teuer ist er?

Heute habe ich keine Zeit mehr, aber morgen werde ich mir das Mal 
anschauen. Hast Du vielleicht einen Link dazu?

VG
von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


Lesenswert?

Die Idee, eine LED zum Senden und Empfangen an der gleichen Faser zu 
verwenden finde ich toll.

Ich habe vor >20 Jahren mal zu Demo-Zwecken Duplex auf einer POF 
gemacht.
Ich war damals eh dabei, Transceiver für 100 MBit zu bauen, mit 
abgefeilten und polierten 5mm-LEDs als Sender. Da ich deswegen 
verschiedene rote und grüne LEDs zur Hand hatte, kam die Idee auf, das 
mal zu probieren.
Sende- und Empfängerfaser wurden mit einem Y-Splitter verbunden. Eine 
Seite sendete rot, die andere grün. Als Schutz vor dem eigenen Signal 
wurde vor den Empfänger ein Farbfilter hin gebastelt. Aus Kopierfolie, 
mit dem Farbtintenstrahler bedruckt. Klingt nach Räuberpistole, hat mit 
10 MBit und wenigen Metern Faser aber mehr schlecht als recht 
funktioniert.

Der 100 MBit-Transceiver war dagegen (auch über 100m) ziemlich robust.
POFs haben ungefähr die gleichen Dämpfungswerte wie Glasfaser.
Man muss nur Kilometer durch Meter ersetzen ;-)

Wenn du ohnehin eigene Sende- und Empfangstechnik baust, würde ich auf 
Ethernet-Magnetics zurückgreifen. Die sind absolute Massenware, es gibt 
sie mit 4kV Isolationsspannung und du kannst billiges Telefonkabel 
nehmen.
von Manfred P. (pruckelfred)


Lesenswert?

Tilo R. schrieb:
> Die Idee, eine LED zum Senden und Empfangen an der gleichen Faser zu
> verwenden finde ich toll.

Wie funktioniert denn Internet per Glasfaser (GPON), wo beide Richtungen 
über ein Fäserchen mit 0,20mm Durchnesser laufen? Da scheint es doch 
ein Element zu geben, was beide Richtungen auf die selbe Faser bringt.

Hier nimmt der Konverter von Licht auf Ethernet (Genexis XGS-2110) am 
Netz 3,1 Watt auf, sobald der Router Ethernet belegt, ein Watt mehr.
von Hmmm (hmmm)


Lesenswert?

Manfred P. schrieb:
> Wie funktioniert denn Internet per Glasfaser (GPON), wo beide Richtungen
> über ein Fäserchen mit 0,20mm Durchnesser laufen?

Unterschiedliche Wellenlängen. Gilt nicht nur für GPON.

Macht die Transceiver aufwendiger und teurer, dafür spart man halt die 
Hälfte der Fasern ein.
von Jobst M. (jobstens-de)


Lesenswert?

Georg P. schrieb:
> Ich kenne Koax-SPDIF nicht.

Benutze google!

> Gibt es Koax-Leitungen mit 2mm Aussendurchmesser?

Benutze google!

> Geht das nur mit den RXD/TXD- Leitungen der UART oder braucht man noch
> einen Takt?

Von Prozessorseite aus brauchst Du nur UART. Zusätzlich im Modulator 
aber noch einen Takt, wobei dieser nicht präzise sein muss.

> Ich kenne keinen AVR der dazu Hardware integriert hat und
> 50kBaud per Interrupt zu dekodieren ist selbst bei 24MHz Takt sportlich.
> Was bleibt dann noch fuer das eigentliche Programm.

Ein Prozessor hat nichts mit der Modulation zu tun. Es sei denn Du 
möchtest das unbedingt.
Nebenbei: Wenn Du für eine Soft-UART knapp 500 Takte für ein Bit 
benötigst, hast Du arg etwas falsch gemacht. 1/10 sollte locker reichen.

> An welche Modulation hast Du gedacht? Manchester ist es wohl nicht, da
> braucht man meines Wissens nach ein XOR. Und der Dekoder ist ziemlich
> aufwendig. Eventuell geht da was mit den CCLs der neueren AVRs.

Ich habe die benötigten Teile bereits genannt.
Da die Strecke nach dem Übertrager keine Gleichspannung übertragen kann, 
musst Du einen der Pegel mit einer HF übertragen. Dazu sollte ein Takt 
von 1-10MHz, mit dem TxD ver-UND-ed wird, ausreichen. Also eine AM. Auf 
der anderen Seite muss das Signal detektiert werden und dann ein H an 
RxD ausgegeben werden.
Entwickeln wirst Du die Schaltung aber selber müssen.

> Dann braucht man noch den Uebertrager wo gibt es den?
Den wickelst Du selber.

> Wie gross wird er?
Ohne sich zu quälen wird der max. 1cm ø

> Wie teuer ist er?
ein paar ct.

Vielleicht bekommt man die Schaltung aber auch so hin, dass man mit 
einem Übertrager mit nur 2 Wicklungen auskommt. Dann kann man einzelne 
Ferritübertrager aus einem Übertrager für Netzwerkkarten benutzen.

> Hast Du vielleicht einen Link dazu?
Nein, natürlich nicht.


Gruß
Jobst
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Ich habe noch eine Anforderung, die ich noch nicht erwaehnt habe:

Es wird wahrscheinlich ein Kondensatornetzteil verwendet, was dann 
bedeutet, dass die Versorgung nicht vom Netz isoliert ist. Auch deswegen 
muss die Schnittstelle galvanisch isoliert sein.

@Jobst

Danke fuer Deine Antworten,

Selbst 50 Takte fuer die Soft-UART sind bei meiner Anwendung zuviel.
Das sind mehr als 10%. Damit wird es schon eng. Ausserdem laufen nicht 
alle AVRs die ich einsetzte mit 24MHz. Es gibt auch welche die laufen 
nur mit 12MHz, weil sie bei 3.3V nicht mehr schaffen.

Ich habe jetzt Mal kurz nach Koax-SPDIF gesucht. Doch, das habe ich 
schon Mal gesehen und verworfen. Ich weiss nicht mehr genau warum, 
vermutlich weil es nur in eine Richtung war und die Steckverbinder zu 
gross sind.

Jetzt habe ich gerade gelesen, dass Koax-SPDIF nur bis 10m geht. Fuer 
mehr sollte man AES3 unbalanced verwenden?

Eventuell kann man Steckverbinder wie fuer WLAN-Antennen (U.FL) 
verwenden? Die waeren klein genug. Aber diese Kabel sind kurz. Fuer 
laengere Leitungen braucht man wohl ein dickeres Kabel, das dann nicht 
in den Stecker passt.

Ich dachte auch schon daran Ethernet-Uebertrager zu verwenden, aber es 
gibt keine 1-poligen, und die Spule herauszufrickeln, vor allem wenn das 
Ding dann auch noch vergossen ist, war mir dann doch zu viel Aufwand.

Jetzt Mal zum Aufwand fuer Koax-SPDIF:

Da ich ja bidirektional brauche, benoetigt man wohl einen 
Leitungstreiber mit 3-State Ausgang. z.B 74LVC1G125. Ausserdem die 
AM-Modulation, die man eventuell mit den CCLs der neueren AVRs erzeugen 
koennte. Und als Empfaenger ein Monoflop 74LVC1G123. Und natuerlich den 
Uebertrager und etwas Kleinzeug. Aber man benoetigt auch zusaetzliche 
Pins vom Mikrocontroller. Das waere eventuell moeglich.

Aber Uebertrager, Kabel und Steckverbinder sind immer noch zu gross.

Den Stromverbrauch kann ich gerade nicht abschaetzen. Aus dem 
Bauchgefuehl heraus koennte es hinkommen.

Ich werde auch Mal in diese Richtung weitersuchen.

VG
von Gerd E. (robberknight)


Lesenswert?

Georg P. schrieb:
> Es wird wahrscheinlich ein Kondensatornetzteil verwendet, was dann
> bedeutet, dass die Versorgung nicht vom Netz isoliert ist. Auch deswegen
> muss die Schnittstelle galvanisch isoliert sein.

Du kannst diese Anforderungen, auch die der Baugröße, evtl. auch auf 
verschiedene Schaltungsteile aufteilen.

Also z.B. das ganze Thema Isolation über Standard-Optokoppler machen, 
z.B. 6N137 ist schnell+günstig. UART invertiert betreiben so dass nur 
beim Senden Strom verbraucht wird. Und die Übertragung auf der Strecke 
dann z.B. mit RS232 oder RS485. Versorgung der Optokoppler + Transceiver 
von der Gegenstelle aus mit 2 extra Drähten.
: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Wenn Du jetzt sogar bereit bist, Kupfer zur Übertragung zu verwenden - 
warum dann nicht simplen Klingeldraht (twisted pair) mit RS485?

Wenn man das galvanisch getrennt aufbaut und mit Vorspannung arbeitet, 
ist eine separate Masseleitung nicht erforderlich (auch wenn hier gleich 
die RS485-ohne-Masse-ist-Häresie-Fraktion auftaucht), Du brauchst an 
jedem Ende der Leitung lediglich einen galvanisch trennenden 
DC-DC-Konverter, einen RS485-Treiber und drei Optokoppler (sowie eine 
Handvoll Widerstände für Vorspannung und Abschluss).

Derartige Technik ist erprobt, weit verbreitet und hat keine Probleme 
mit den genannten Anforderungen (Datenrate/Entfernung).

Das teuerste Bauteil ist der galvanisch trennende DC/DC-Konverter - und 
sowas gibts derzeit recht günstig bei Reichelt:

https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/dc_dc-wandler_rbe_1_w_5_v_200_ma_sil-7_single-177229
von Gerd E. (robberknight)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Das teuerste Bauteil ist der galvanisch trennende DC/DC-Konverter - und
> sowas gibts derzeit recht günstig bei Reichelt:
>
> 
https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/dc_dc-wandler_rbe_1_w_5_v_200_ma_sil-7_single-177229

Vorsicht bei DC/DC-Wandlern und Netzspannung. Das verlinkte Modell von 
Recom ist z.B. für 500 VAC für 1 Minute spezifiziert. Wenn da dauerhaft 
Netzpotential über dem anliegt bricht das bald durch. Das taugt also 
nicht mal als Funktionsisolierung.

Wenn Du nicht nur Funktionsisolierung willst, sondern Schutztrennung 
brauchst weil irgendwo berührbar, dann muss man bei diesen Wandlern 
erfahrungsgemäß tiefer in die Tasche greifen.
von Benjamin K. (bentschie)


Lesenswert?

Hallo,

es passt hier nur so halb rein, vielleicht hilft es ja doch dem einen 
oder anderen.

Wir verwenden hier die Avago/Broadcom HFBR oder inzwischen AFBR.
- es gibt nur Sender und Empfänger in Unidirektional, also zwei Kabel je 
Verbindung
- die sind robust und zuverlässig, leider recht teuer
- die sind vollständig Transparent, d.h. du kannst UART, PWM, oder 
sonstige beliebige Signalfolgen fahren, inklusive statisch an oder aus. 
Das können die Toslink wohl eher nicht.
- Kabelkonfektion ist für Hobbyzwecke recht einfach und auch für 
ordentlich und Industrie wenig aufwendig.
- wir verwenden die in dutzenden Varianten seit Jahrzehnten und die 
machen in der Regel keine Probleme.
- Verbindungen gehen bis ca. 30-40m ab dann wird es auch aufwendig 
(echte Glasfaser) oder ein Repeater notwendig.
von Frank K. (fchk)


Lesenswert?

Wie wäre es mit einer 20mA Stromschleife? Da hast Du einen Stromkreis 
mit einer Stromquelle, die 20mA in den Stromkreis einprägt. Jeder 
Teilnehmer hat zwei Optokoppler in der Schleife. Einer ist mit seiner 
LED in der Schleife - damit kann der Teilnehmer empfängen. Der andere 
ist mit seinem Transistorausgang in der Schleife. Damit kann der 
Teilnehmer den Stromkreis unterbrechen und damit eine 0 senden. Der Ring 
kann lang sein, einige 100m. Je länger, desto geringer die Bitrate.

Dieses Prinzip wurde zu Fernschreiberzeiten erfunden. Anfangs noch mit 
60mA.

fchk
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Frank K. schrieb:
> Wie wäre es mit einer 20mA Stromschleife? Da hast Du einen Stromkreis
> mit einer Stromquelle, die 20mA in den Stromkreis einprägt. Jeder
> Teilnehmer hat zwei Optokoppler in der Schleife. Einer ist mit seiner
> LED in der Schleife - damit kann der Teilnehmer empfängen. Der andere
> ist mit seinem Transistorausgang in der Schleife. Damit kann der
> Teilnehmer den Stromkreis unterbrechen und damit eine 0 senden. Der Ring
> kann lang sein, einige 100m. Je länger, desto geringer die Bitrate.
>
> Dieses Prinzip wurde zu Fernschreiberzeiten erfunden. Anfangs noch mit
> 60mA.
>
> fchk

Wo sollen die 20mA herkommen, wenn ich nur 10mA habe?

VG
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Wenn Du jetzt sogar bereit bist, Kupfer zur Übertragung zu verwenden -
> warum dann nicht simplen Klingeldraht (twisted pair) mit RS485?
>
> Wenn man das galvanisch getrennt aufbaut und mit Vorspannung arbeitet,
> ist eine separate Masseleitung nicht erforderlich (auch wenn hier gleich
> die RS485-ohne-Masse-ist-Häresie-Fraktion auftaucht), Du brauchst an
> jedem Ende der Leitung lediglich einen galvanisch trennenden
> DC-DC-Konverter, einen RS485-Treiber und drei Optokoppler (sowie eine
> Handvoll Widerstände für Vorspannung und Abschluss).
>
> Derartige Technik ist erprobt, weit verbreitet und hat keine Probleme
> mit den genannten Anforderungen (Datenrate/Entfernung).
>
> Das teuerste Bauteil ist der galvanisch trennende DC/DC-Konverter - und
> sowas gibts derzeit recht günstig bei Reichelt:
>
> 
https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/dc_dc-wandler_rbe_1_w_5_v_200_ma_sil-7_single-177229

Nun ja, ich habe gesagt, ich werde mir das Mal naeher anschauen. Es ist 
immer gut eine zweite Moeglichkeit zu haben.

Wie schon eingangs gesagt habe ich RS485 und auch CAN schon frueh 
verworfen. Alleine die 3 Optokoppler sind schon groesser als der mir zur 
Verfuegung stehende Platz. Der Stromverbrauch passt auch nicht und 
ausserdem ist das alles viel zu teuer, Schon alleine wegen der 2 
DC/DC-Wandler. Und wie robberknight schon geschrieben hat reichen da die 
billigen Wandler nicht.

VG
von Frank K. (fchk)


Lesenswert?

Georg P. schrieb:
> Frank K. schrieb:
>> Wie wäre es mit einer 20mA Stromschleife? Da hast Du einen Stromkreis
>> mit einer Stromquelle, die 20mA in den Stromkreis einprägt. Jeder
>> Teilnehmer hat zwei Optokoppler in der Schleife. Einer ist mit seiner
>> LED in der Schleife - damit kann der Teilnehmer empfängen. Der andere
>> ist mit seinem Transistorausgang in der Schleife. Damit kann der
>> Teilnehmer den Stromkreis unterbrechen und damit eine 0 senden. Der Ring
>> kann lang sein, einige 100m. Je länger, desto geringer die Bitrate.
>>
>> Dieses Prinzip wurde zu Fernschreiberzeiten erfunden. Anfangs noch mit
>> 60mA.
>>
>> fchk
>
> Wo sollen die 20mA herkommen, wenn ich nur 10mA habe?

extern. irgendwo im Ring muss die 20mA Stromquelle sein.
10mA werden wahrscheinlich auch reichen, je nach Optokoppler. Dein 
geheimes Device ist ja durch die beiden Optokoppler vollständig vom 
Ring/von der Schleife isoliert. Das braucht also nur die LED des einen 
Optokopplers zu treiben.

fchk
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Georg P. schrieb:
> Alleine die 3 Optokoppler sind schon groesser als der mir zur
> Verfuegung stehende Platz.

Du hast nur "möglichst klein" geschrieben, ohne das näher zu 
quantifizieren.

Daß es Optokoppler auch in anderen Bauformen als DIP-8 oder DIP-6 gibt, 
ist dir bekannt?

Was ist das für eine merkwürdige Anwendung, wo einerseits 30 m Strecke 
überwunden werden sollen, andererseits aber noch nicht mal ein paar 
Kubikzentimeter Volumen zur Verfügung stehen?

Und was die DC-DC-Wandler angeht, die ausgesuchten sind nur ein völlig 
willkürliches Beispiel; es gibt auch andere.

Wenn man das ganze ernsthaft angehen würde, könnte man z.B. auch so 
etwas wie einen ADM2482E einsetzen, der braucht nur einen Übertrager und 
einen LDO, und fertig ist die Geschichte. Aber das ist vermutlich auch 
alles zu groß und zu teuer.

Oder ist die Spannungsfestigkeit davon auch noch nicht ausreichend?
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Gerd E. schrieb:
> Georg P. schrieb:
>> Es wird wahrscheinlich ein Kondensatornetzteil verwendet, was dann
>> bedeutet, dass die Versorgung nicht vom Netz isoliert ist. Auch deswegen
>> muss die Schnittstelle galvanisch isoliert sein.
>
> Du kannst diese Anforderungen, auch die der Baugröße, evtl. auch auf
> verschiedene Schaltungsteile aufteilen.
>
> Also z.B. das ganze Thema Isolation über Standard-Optokoppler machen,
> z.B. 6N137 ist schnell+günstig. UART invertiert betreiben so dass nur
> beim Senden Strom verbraucht wird. Und die Übertragung auf der Strecke
> dann z.B. mit RS232 oder RS485. Versorgung der Optokoppler + Transceiver
> von der Gegenstelle aus mit 2 extra Drähten.

Wie gerade an Harald.K geschrieben. Zu gross, zu hoher Stromverbrauch 
und zu teuer.

VG
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Und warum darf das auch nichts kosten?

Ein anderer Kandidat, braucht für sich selbst 11x11 mm Platinenfläche 
und nur eine Handvoll Hühnerfutter (Kondensatoren, zwei Induktivitäten), 
wäre der ADM2895E.

Der ist galvanisch getrennt (5 kV), versorgt sich selbst (also kein 
DC-DC-Konverter nötig) und ist mit 250 kBit auch schnell genug.


Ah, der verbraucht natürlich für Deine Wunderanwendung zu viel. 20 mA.
: Bearbeitet durch User
von Jobst M. (jobstens-de)


Lesenswert?

Georg P. schrieb:
> Jetzt habe ich gerade gelesen, dass Koax-SPDIF nur bis 10m geht.

Das kommt darauf an. Mit den bei Jubelfunk verwendeten Cinch-Steckern, 
68Ω/82Ω Abschlusswiderständen in den Geräten und billigem Kabel ... ja 
vielleicht sogar noch weniger.

Mit Antennenkabel, dazu passenden Steckern und korrekten Abschlüssen 
habe ich schon über 200m damit überbrückt.

> Fuer mehr sollte man AES3 unbalanced verwenden?

AES ist balanced und damit störunanfälliger als SPDIF per Koax.
Was meinst Du mit AES3 unbalanced?

Georg P. schrieb:
> Eventuell kann man Steckverbinder wie fuer WLAN-Antennen (U.FL)
> verwenden? Die waeren klein genug.
> Aber diese Kabel sind kurz.

Man kann da längere dran konfektionieren.

> Fuer laengere Leitungen braucht man wohl ein dickeres Kabel

Schau doch einfach mal wie viel Dämpfung das in diese Stecker passende 
Kabel auf 30m bei 10MHz hat ...

Für GHz'e, für die diese Steckerchen eigentlich sind, sind 30m in der 
Tat wenig sinnvoll. Die Stecker sind übrigens nur für eine Handvoll 
Steckzyklen vorgesehen.

Georg P. schrieb:
> Da ich ja bidirektional brauche, benoetigt man wohl einen
> Leitungstreiber mit 3-State Ausgang.

Nein. Der Abschluss in Reihe zum Sender schließt die Leitung nur mit 
einem festen Potenzial auf der anderen Seite ab. Also bleibt der 
Sendetreiber immer aktiv! Mit etwas mehr Aufwand könnte man sogar 
voll-duplex übertragen.

Thema Spannungsfestigkeit und Netztrennung: Sportlich auf 1cm³!

Georg P. schrieb:
> die man eventuell mit den CCLs der neueren AVRs erzeugen
> koennte

Ich weiß nicht, was Du ständig mit Deinem AVR hast. Aus der Schaltung 
kommen RxD und TxD. Da kannst Du einen AVR, aber auch einen PIC oder 
8051 dran hängen.

Georg P. schrieb:
> Das sind mehr als 10%. Damit wird es schon eng.

Faustregel für kommerzielle Projekte: Wenn Dein Controller schon bei 
Produkteinführung 50% Rechenleistung, ROM oder RAM belegt, ist der 
Controller zu klein!

Aber nochmal: Für die Übertragungsstrecke selbst wird kein Controller 
benötigt.


Gruß
Jobst
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Jobst M. schrieb:
> Georg P. schrieb:
>> Jetzt habe ich gerade gelesen, dass Koax-SPDIF nur bis 10m geht.
>
> Das kommt darauf an. Mit den bei Jubelfunk verwendeten Cinch-Steckern,
> 68Ω/82Ω Abschlusswiderständen in den Geräten und billigem Kabel ... ja
> vielleicht sogar noch weniger.
>
> Mit Antennenkabel, dazu passenden Steckern und korrekten Abschlüssen
> habe ich schon über 200m damit überbrückt.
>
Es soll ja moeglichst billig sein.

>> Fuer mehr sollte man AES3 unbalanced verwenden?
>
> AES ist balanced und damit störunanfälliger als SPDIF per Koax.
> Was meinst Du mit AES3 unbalanced?
>
Steht so bei Wikipedia (englisch!).

> Georg P. schrieb:
>> Eventuell kann man Steckverbinder wie fuer WLAN-Antennen (U.FL)
>> verwenden? Die waeren klein genug.
>> Aber diese Kabel sind kurz.
>
> Man kann da längere dran konfektionieren.
>
>> Fuer laengere Leitungen braucht man wohl ein dickeres Kabel
>
> Schau doch einfach mal wie viel Dämpfung das in diese Stecker passende
> Kabel auf 30m bei 10MHz hat ...
Ich konnte bis jetzt nicht schauen welche Daempfung die haben, weil ich 
bis jetzt noch gar kein solches Kabel inklusive Datenblatt gefunden 
habe. Aber ich bin dran.

>
> Für GHz'e, für die diese Steckerchen eigentlich sind, sind 30m in der
> Tat wenig sinnvoll. Die Stecker sind übrigens nur für eine Handvoll
> Steckzyklen vorgesehen.
>
Steckzyklen ist kein Problem. 10 reicht.

> Georg P. schrieb:
>> Da ich ja bidirektional brauche, benoetigt man wohl einen
>> Leitungstreiber mit 3-State Ausgang.
>
> Nein. Der Abschluss in Reihe zum Sender schließt die Leitung nur mit
> einem festen Potenzial auf der anderen Seite ab. Also bleibt der
> Sendetreiber immer aktiv! Mit etwas mehr Aufwand könnte man sogar
> voll-duplex übertragen.
>
Danke, das mit dem Abschluss in  Reihe habe ich glatt uebersehen.

> Thema Spannungsfestigkeit und Netztrennung: Sportlich auf 1cm³!
Da wo die Schnittstelle verwendet wird (nicht der USB-Stick), wird 
wahrscheinlich ein Kondensator-Netzteil verwendet. Also keine 
galvanische Trennung und nur wenig Leistung.

>
> Georg P. schrieb:
>> die man eventuell mit den CCLs der neueren AVRs erzeugen
>> koennte
>
> Ich weiß nicht, was Du ständig mit Deinem AVR hast. Aus der Schaltung
> kommen RxD und TxD. Da kannst Du einen AVR, aber auch einen PIC oder
> 8051 dran hängen.

Das schon aber mit diesen CCLs kann man sich (hoffentlich) die ganze 
externe Logik (Und-Gatter, Takt, Monoflop) sparen, PICs haben auch so 
etwas aehnliches.

Die Schnittstelle soll ja auch irgendwo eingesetzt werden, der USB-Stick 
ist eigentlich nur zum Zeigen der Machbarkeit. Den AVR habe ich jetzt 
weil er schon eingesetzt wird, weil ich ihn gut kenne, und ich schon 
viel SW habe die auf dessen Eigenheiten eingeht. Also sollte man 
moeglichst dabei bleiben.

Ausserdem kann er IRCOM mit 1us Impulsen kann. Die WCHs koennen das 
nicht, die haben immer 3/16 der Baudrate (PIC weiss ich jetzt nicht).

>
> Georg P. schrieb:
>> Das sind mehr als 10%. Damit wird es schon eng.
>
> Faustregel für kommerzielle Projekte: Wenn Dein Controller schon bei
> Produkteinführung 50% Rechenleistung, ROM oder RAM belegt, ist der
> Controller zu klein!
Ja klar, jetzt bin ich bei ca. 35%.
>
> Aber nochmal: Für die Übertragungsstrecke selbst wird kein Controller
> benötigt.
Stimmt, man kann den Takt auch extern generieren und Logik-ICs 
verwenden. Aber das kostet und braucht Platz. Wenn sowieso ein 
Controller da ist, der solche Sachen bietet, sollte man das auch 
verwenden.

Gruss, Georg
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Noch was zu den Kosten der LWL-Loesung:

Die Preise sind nicht exakt, aber die Groessenordnung stimmt. Zoll, 
Steuer und Verpackung sind nicht einkalkuliert.

Von LCSC:

- OPs: 0,15€
- BCs: 0,05€
- Rs:  0,10€
- Cs:  0,10€

Von Arrow:
- Stecker: 0,10€

Von AliExpress:

- LED: 0,25€
- LWL: 0,50€/m

Das macht ohne den Lichtwellenleiter 0,75€.

Der Stecker auf dem USB-Stick ist keine gute Loesung. Es ist ziemlich 
viel Aufwand das zu bestuecken. Da muss was anderes her. Darum habe ich 
einen konstruiert. Den kann man mit 3D-Druck (Resin, Filament ist wohl 
nicht geeignet) herstellen. Was das kostet weiss ich noch nicht.

VG
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

@Frank.K
>>
>> Wo sollen die 20mA herkommen, wenn ich nur 10mA habe?
>
> extern. irgendwo im Ring muss die 20mA Stromquelle sein.
> 10mA werden wahrscheinlich auch reichen, je nach Optokoppler. Dein
> geheimes Device ist ja durch die beiden Optokoppler vollständig vom
> Ring/von der Schleife isoliert. Das braucht also nur die LED des einen
> Optokopplers zu treiben.
>
> fchk

Das habe ich jetzt nicht kapiert. Ich habe nur Punkt zu Punkt. Aber 
viele davon. Fuer jede davon ist dann eine galvanisch getrennte 20mA 
Quelle notwendig. Da ich nur 10mA in einem Geraet habe, ist also ein 
drittes Geraet notwendig. Darauf wuerde ich aber gern verzichten.

Mir ist gerade auch nicht ganz klar wie man das verschalten soll, da in 
jedem Geraet der Strom einerseits gemessen werden muss, aber 
andererseits auch getrieben werden muss. Bei den 20mA Schnittstellen die 
ich kenne geht die eine Richtung ueber den Strom und die andere ueber 
die Spannung. Meinst Du so etwas?

VG
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Und warum darf das auch nichts kosten?
>
> Ein anderer Kandidat, braucht für sich selbst 11x11 mm Platinenfläche
> und nur eine Handvoll Hühnerfutter (Kondensatoren, zwei Induktivitäten),
> wäre der ADM2895E.
>
> Der ist galvanisch getrennt (5 kV), versorgt sich selbst (also kein
> DC-DC-Konverter nötig) und ist mit 250 kBit auch schnell genug.
>
>
> Ah, der verbraucht natürlich für Deine Wunderanwendung zu viel. 20 mA.

Es darf nicht viel kosten weil ich viele dieser Verbindungen aufbauen 
muss. Die Stueckzahl ist noch nicht ganz fix, liegt aber so zwischen 50 
und 500. Wenn ich da Deinen Vorschlag, oder die anderen mit RS485 und 
DC/DC, nehmen wuerde lege ich pro Port zwischen 10€ und 20€ hin.

Die Kosten die ich mit der LWL habe (ausgenommen Stecker) habe ich ja 
gestern schon geschrieben.

VG
von Axel S. (a-za-z0-9)


Lesenswert?

Georg P. schrieb:
> Das habe ich jetzt nicht kapiert.

Ich auch nicht. Vielleicht wäre es angebracht, mal "Butter bei die 
Fische" zu geben.

> Ich habe nur Punkt zu Punkt. Aber viele davon.

Von "vielen" war z.B. bisher nicht die Rede.

> Fuer jede davon ist dann eine galvanisch getrennte 20mA Quelle
> notwendig. Da ich nur 10mA in einem Geraet habe, ist also ein
> drittes Geraet notwendig. Darauf wuerde ich aber gern verzichten.

Des weiteren ist nicht klar, worauf sich die Begrenzung auf "10mA" 
bezieht. Nur 10mA am Sternknoten? Oder pro Satellit? Oder insgesamt? Und 
warum überhaupt?

> Mir ist gerade auch nicht ganz klar wie man das verschalten soll, da in
> jedem Geraet der Strom einerseits gemessen werden muss, aber
> andererseits auch getrieben werden muss.

Das ist nun wieder einfach. "Messen" muß man da nichts, das erledigt die 
LED im Optokoppler. Weil sie entweder leuchtet oder eben nicht. Und 
treiben ist unterschiedlich, je nachdem ob der Strom geliefert werden 
muß oder nur durchgeschaltet. Aber letzteres erfordert einfach einen 
Transistor (heute eher MOSFET) und ersteres eine Konstantstromquelle 
bzw. im einfachsten Fall einen Widerstand und eine ausreichend hohe 
Spannung (z.B. 24V).

Die drei Komponenten LED, Stromschalter und Stromquelle werden einfach 
in Reihe geschaltet und man kann wählen an welchem Ende man die 
Stromquelle haben will. In der Tätärä war das bekannt unter der 
Bezeichnung IFSS (InterFace Sternförmig Seriell) [1]. Die Seite mit der 
Stromquelle wurde "aktiv" genannt, die andere "passiv". Das war 
spezifiziert mit 9.6kBaud auf 500m Leitungslänge. Das sollte auf 50kBaud 
und 30m skalieren.

Siehe: 
https://www.robotrontechnik.de/index.htm?/html/netzwerke/netzwerk.htm

Der Schaltungsaufwand war gering. Ein Optokoppler, ein Transistor als 
Schalter, ein zweiter Transistor für die Stromquelle und etwas 
Hühnerfutter drum herum. Pro Richtung versteht sich. Aber du sprachst ja 
von Halbduplex. Das ganze ist dann potentialgetrennt (was die 
Optokoppler halt können). Und braucht pro Kanal maximal 20mA. Wobei man 
das sicher auch auf 10mA drücken kann. Optokoppler sind ja heute auch 
besser als vor 40 Jahren.


[1] Fun Fact: es gab auch IFSP (InterFace Sternförmig Parallel). Das war 
eine verkappte Centronics-Schnittstelle.
von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


Lesenswert?

Georg P. schrieb:
> Das macht ohne den Lichtwellenleiter 0,75€.

Hast du auch schon nach Bezugsquellen für den Lichtleiter geschaut?
Je nach dem, wo du den kaufen willst, ist der deutlich teurer als das 
billige Plastikversprechen suggeriert.
Ich glaube nicht, dass die 0,75€ bei einer 30m-Strecke preislich ins 
Gewicht fallen.
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Tilo R. schrieb:
> Georg P. schrieb:
>> Das macht ohne den Lichtwellenleiter 0,75€.
>
> Hast du auch schon nach Bezugsquellen für den Lichtleiter geschaut?
> Je nach dem, wo du den kaufen willst, ist der deutlich teurer als das
> billige Plastikversprechen suggeriert.
> Ich glaube nicht, dass die 0,75€ bei einer 30m-Strecke preislich ins
> Gewicht fallen.

Ja, klar. Ich habe 50m fuer 22,5 USD gekauft.
Bei WIMO kostet das RG-174 mit 50m 39 EUR.
Ausserdem braucht man noch Steckverbinder die man am Kabel befestigen 
muss.
Der Lichtleiter wird bei meiner Loesung ohne Stecker in die 
"Schraubklemme" gesteckt.

VG
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Axel S. schrieb:
> Ich auch nicht. Vielleicht wäre es angebracht, mal "Butter bei die
> Fische" zu geben.
>
>> Ich habe nur Punkt zu Punkt. Aber viele davon.
>
> Von "vielen" war z.B. bisher nicht die Rede.
Doch, ich schrieb dass die Stueckzahl irgendwo zwischen 100 und 1000 
liegt.
Also 50 bis 500 Verbindungen.

>
>> Fuer jede davon ist dann eine galvanisch getrennte 20mA Quelle
>> notwendig. Da ich nur 10mA in einem Geraet habe, ist also ein
>> drittes Geraet notwendig. Darauf wuerde ich aber gern verzichten.
>
> Des weiteren ist nicht klar, worauf sich die Begrenzung auf "10mA"
> bezieht. Nur 10mA am Sternknoten? Oder pro Satellit? Oder insgesamt? Und
> warum überhaupt?
>
Die 10mA sind das, was fuer die Schnittstelle zur Verfuegung steht. Sie 
beziehen sich auf den Schaltplan, also auf einen Sender/Empfaenger. Man 
kann jetzt natuerlich noch ein drittes Geraet aufbauen, das den Strom 
liefert, aber das ist keine Option. Da brauche ich ja dann ein 
zusaetzliches Geraet pro Verbindung.

> Das ist nun wieder einfach. "Messen" muß man da nichts, das erledigt die
> LED im Optokoppler. Weil sie entweder leuchtet oder eben nicht. Und
> treiben ist unterschiedlich, je nachdem ob der Strom geliefert werden
> muß oder nur durchgeschaltet. Aber letzteres erfordert einfach einen
> Transistor (heute eher MOSFET) und ersteres eine Konstantstromquelle
> bzw. im einfachsten Fall einen Widerstand und eine ausreichend hohe
> Spannung (z.B. 24V).
>
Zur Versorgung habe ich 5V aus einem Netzteil das maximal 50mA kann und 
nicht galvanisch getrennt ist. Daran sind max. 2 dieser Schnittstellen 
angeschlossen. Und der Rest des Systems braucht ja auch noch was. Und je 
niedriger die Versorgung ist, desto dicker muessen die Kabel werden.

> Die drei Komponenten LED, Stromschalter und Stromquelle werden einfach
> in Reihe geschaltet und man kann wählen an welchem Ende man die
> Stromquelle haben will. In der Tätärä war das bekannt unter der
> Bezeichnung IFSS (InterFace Sternförmig Seriell) [1]. Die Seite mit der
> Stromquelle wurde "aktiv" genannt, die andere "passiv". Das war
> spezifiziert mit 9.6kBaud auf 500m Leitungslänge. Das sollte auf 50kBaud
> und 30m skalieren.
>
> Siehe:
> https://www.robotrontechnik.de/index.htm?/html/netzwerke/netzwerk.htm
>
> Der Schaltungsaufwand war gering. Ein Optokoppler, ein Transistor als
> Schalter, ein zweiter Transistor für die Stromquelle und etwas
> Hühnerfutter drum herum. Pro Richtung versteht sich. Aber du sprachst ja
> von Halbduplex. Das ganze ist dann potentialgetrennt (was die
> Optokoppler halt können). Und braucht pro Kanal maximal 20mA. Wobei man
> das sicher auch auf 10mA drücken kann. Optokoppler sind ja heute auch
> besser als vor 40 Jahren.
>
Die Stromquelle muss aber auch galvanisch getrennt sein. Und man braucht 
ein 2-poliges Kabel. Oder nicht galvanisch getrennt und man schickt den 
Strom ueber den Nullleiter. Wuerde so etwas ueberhaupt funktionieren? Da 
kann die Stromschleife dann aber auch beliebig lang werden. Und wozu 
dann einen Optokoppler? Ist so etwas ueberhaupt zulaessig, und was sagt 
der FI dazu? Und woher weiss man, was der Nullleiter ist, sollte man es 
Mal an eine Steckdose anschliessen wollen?

RXD ist ja ueber den Optokoppler galvanisch getrennt, aber wie sieht es 
mit dem TXD aus, der den Strom schaltet? Also noch ein DC/DC und ein 
weiterer Optokoppler fuer jede Schnittstelle.

Fuer ein 2-poliges Kabel wuerde man dann auf jeder Seite eine 
Stromquelle benoetigen. Und wenn eine Seite den Strom einpraegt muesste 
man deren Empfangsoptokoppler irgendwie abtrennen, sonst braucht man 
doppelt soviel Strom.

VG
von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


Lesenswert?

Georg P. schrieb:
> Ja, klar. Ich habe 50m fuer 22,5 USD gekauft.
> Bei WIMO kostet das RG-174 mit 50m 39 EUR.
Genau das meine ich. Das sind 0,40€ bzw. 0,80€ pro Meter.
Wenn du Duplex bräuchtest wäre das nochmal Faktor 2.
Bei 15 m Leitung pro Gerät sind das Faserkosten von 6 bis 24€. Da 
spielen die 0,75€ keine große Rolle.

Wenn man ein bisschen schaut, gibt es 100m popliges Telefonkabel, 
J-Y(ST)Y - 2x2x0,6, für weniger als 20€. Für 15m wären das nur 3€.
Das könnte Strom und Daten, oder sogar Vollduplex.
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Hallo zusammen.

Ich moechte jetzt Mal ein kurzes Fazit ziehen.

Auch wenn ich nicht nach anderen Loesungen gefragt habe, moechte ich 
mich dafuer bedanken. Zumindest eine davon (Koax-SPDIF) werde ich Mal 
weiter verfolgen. Es ist immer gut mehrere Optionen zu haben.

Und, Anforderungen sind meistens ziemlich fix, die kann man nicht so 
einfach aendern.

Leider wurde auf meine einzige Frage im Eroeffnungsthread ueberhaupt 
nicht eingegangen. Hauptsaechlich deswegen habe ich das hier 
eingestellt.

Sollte sich doch noch jemand bemuessigt fuehlen darauf zu antworten, ich 
wuerde mich freuen.

Vielen Dank.

VG Georg
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Georg P. schrieb:
> Ja, klar. Ich habe 50m fuer 22,5 USD gekauft.
> Bei WIMO kostet das RG-174 mit 50m 39 EUR.

Wenn Du rs485 verwenden würdest, könntest Du an dieser Stelle /richtig 
viel Geld/ sparen, denn das braucht nur simplen verdrillten 
Klingeldraht, mehr nicht.

Und das relativiert dann vielleicht doch die etwas höheren Kosten für 
die Treiberstufen.

Steckverbinder? Zweipolige Schraubklemme. Oder zweipolige Klemme mit 
Hebel.
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Georg P. schrieb:
> Leider wurde auf meine einzige Frage im Eroeffnungsthread ueberhaupt
> nicht eingegangen.

Vielleicht liegt das daran, daß anderen hier Dein Lösungsansatz 
insgesamt ... ungünstig erscheint. Und daß Du vor der Frage in Deinem 
Eröffnungsbeitrag ellenlange Prosa geschrieben hast.
von Axel S. (a-za-z0-9)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Georg P. schrieb:
>> Leider wurde auf meine einzige Frage im Eroeffnungsthread ueberhaupt
>> nicht eingegangen.
>
> Vielleicht liegt das daran, daß anderen hier Dein Lösungsansatz
> insgesamt ... ungünstig erscheint. Und daß Du vor der Frage in Deinem
> Eröffnungsbeitrag ellenlange Prosa geschrieben hast.

Vor allem ist das mal wieder ein Paradebeispiel für ein XY-Problem
(https://de.wikipedia.org/wiki/XY-Problem)

Statt einfach mal die Ausgangssituation darzulegen, verliert sich der TE 
in ellenlangen Tiraden, was er ausprobiert hat, was nicht geklappt hat 
und fragt nach Lösungen für Teilprobleme.

Mir ist z.B. immer noch nicht 100% klar was die Problemstellung ist. Es 
geht um mehrere im Prinzip identische Punkt-zu-Punkt 
Halbduplex-Verbindungen? Auf welcher Seite ist ein Netzteil? Warum 
müssen Sender und Empfänger galvanisch getrennt sein?


Und:

Georg P. schrieb:
> Die Stromquelle muss aber auch galvanisch getrennt sein.

Dieser Satz kein Sinn. Galvanisch getrennt wovon? In deinem Fall würde 
man die Stromquelle auf der Senderseite plazieren. Die galvanische 
Trennung macht dann allein der Optokoppler auf der Empfängerseite.

> Und man braucht ein 2-poliges Kabel.

Zwei Pole braucht man bei Kabel sowieso. Bei Lichtleiter natürlich 
nicht. Aber 2 Adern Klingeldraht verdrillt sind auch nicht dicker als 
ein Lichtleiterkabel. Und vor allem unempfindlicher.

> Oder nicht galvanisch getrennt und man schickt den Strom ueber den
> Nullleiter. Wuerde so etwas ueberhaupt funktionieren?

Jein. Es ist auf jeden Fall unschön, den Nullleiter als Bezugspunkt für 
Signale zu verwenden. Im allgemeinen Fall hat man da ja auch unabsehbare 
Potentialdifferenzen drauf.

Und natürlich war bis jetzt nicht die Rede davon, daß Sender und 
Empfänger am selben 230V-Netz hängen.
von Chris S. (schris)


Lesenswert?

Es gibt diverse Sachen.
1) Bitcom Module wo led und Fototransistor samt Treiber und 
Impedanzverstärker wo man einfach nur die Plastikfaser einsteckt. Ev 
laser für mehr Distanz.
2) rote led mit integriertem Fototransistor, würde ganz früher von HP 
für Stiftformige Barcodeleser hergestellt.
3) Laserdiode mit Feedback Foto(diode) welche als Led oder laser 
geringer Leistung betrieben wird
und die Diode zum Empfang genutzt wird.
4) Audiobuchse (Mini Klinke) welche analoges sowie digitales audio kann 
und gleichzeitig einen optischen Mini toslink Port besitzt auf Basis von 
2).
5) 5050 Led mit rot/grün Led sowie 2x Photodiode mit optischem Filter.
von Benjamin K. (bentschie)


Lesenswert?

Georg P. schrieb:

> Sollte sich doch noch jemand bemuessigt fuehlen darauf zu antworten, ich
> wuerde mich freuen.

Ich will es versuchen.

Ich habe mir jetzt deine Schaltung nicht soo tief angesehen. Im 
Sendebetrieb wird der rechte OPV (Wieso haben alle Bauelemente keine 
Namen?) deutlich übersteuert. V+ ist ca. 1,5V und V- ist nahzu GND.
Ein übersteuerter OPV wird massiv langsam. Da steht auch nicht im 
Datenblatt, da das kein typischer Betriebspunkt ist.
von Henrik V. (henrik_v)


Lesenswert?

Könnte die Totzeit von Kapazitäten in der LED und den Transistoren 
kommen, die durch Biasströme und/oder den TIA Rf umgeladen werden 
müssen?

Ein Phototransistor (ggf mit weiterem Transistor) statt der zwei OPs und 
mit dem Echo leben? Ich würde mal testen ob es als Kopplung reicht, die 
Faser mit dem Phototransistor an die LED zu klemmen ...
Zugentlastung und optische Kopplung in einem ;)
von Henrik V. (henrik_v)


Lesenswert?

Wenn Du an deine Schaltplan noch eindeutige Bauteilbezeichner einfügst 
wären Hinweise DEUTLICH einfacher.

Ersetze mal den 100k am unteren Schaltransistor durch einen Kondensator 
für eine kleine Abschaltverzögerung. Der ist sowieso durch 2 mal 1k an 
Masse ;)
: Bearbeitet durch User
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Tilo R. schrieb:
> Georg P. schrieb:
>> Ja, klar. Ich habe 50m fuer 22,5 USD gekauft.
>> Bei WIMO kostet das RG-174 mit 50m 39 EUR.
> Genau das meine ich. Das sind 0,40€ bzw. 0,80€ pro Meter.
> Wenn du Duplex bräuchtest wäre das nochmal Faktor 2.
> Bei 15 m Leitung pro Gerät sind das Faserkosten von 6 bis 24€. Da
> spielen die 0,75€ keine große Rolle.
>
> Wenn man ein bisschen schaut, gibt es 100m popliges Telefonkabel,
> J-Y(ST)Y - 2x2x0,6, für weniger als 20€. Für 15m wären das nur 3€.
> Das könnte Strom und Daten, oder sogar Vollduplex.

Also sagen wir Mal das Kabel kostet fuer 50m 10€. Aber ich brauche dann 
eine galvanisch getrennte RS485 (siehe die 1. Anforderung im 
Eroeffnungsthread). Das kostet dann pro Endstelle zwischen 10 und 20€.
Gehen wir Mal vom guenstigsten Fall aus, dann kostet eine Verbindung 
30€.

Der Lichtleiter kostet da dann 1,50€ + 20€ fuer das Kabel. Was ist da 
jetzt billiger.

Stromversorgung und Vollduplex ist nicht gefordert.

Ausserdem hat galvanisch getrenntes RS485 einen zu hohen Stromverbrauch 
und ist auch noch viel zu gross.

Damit ist fuer mich galvanisch getrenntes RS485 (oder auch CAN) 
endgueltig raus und ich werde auf solche Vorschlaege nicht mehr 
antworten.

VG
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Georg P. schrieb:
>> Ja, klar. Ich habe 50m fuer 22,5 USD gekauft.
>> Bei WIMO kostet das RG-174 mit 50m 39 EUR.
>
> Wenn Du rs485 verwenden würdest, könntest Du an dieser Stelle /richtig
> viel Geld/ sparen, denn das braucht nur simplen verdrillten
> Klingeldraht, mehr nicht.
>
> Und das relativiert dann vielleicht doch die etwas höheren Kosten für
> die Treiberstufen.
>
> Steckverbinder? Zweipolige Schraubklemme. Oder zweipolige Klemme mit
> Hebel.

Siehe meine Antwort an Tilo. Da ist kein Steckverbinder kalkuliert.

VG
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Axel S. schrieb:
> Harald K. schrieb:
>> Georg P. schrieb:
>>> Leider wurde auf meine einzige Frage im Eroeffnungsthread ueberhaupt
>>> nicht eingegangen.
>>
>> Vielleicht liegt das daran, daß anderen hier Dein Lösungsansatz
>> insgesamt ... ungünstig erscheint. Und daß Du vor der Frage in Deinem
>> Eröffnungsbeitrag ellenlange Prosa geschrieben hast.
>
Die Prosa war auch um zu erklaeren warum ich gerade diese LED genommen 
habe, um die beigefuegten Dateien zu erklaeren und um auf meine 
abschliessende Frage hinzuarbeiten, so dass jemand, der darauf eingehen 
will, versteht was der Hintergrund ist. Sonst haette das nur zu sehr 
vielen Nachfragen gefuehrt.

> Vor allem ist das mal wieder ein Paradebeispiel für ein XY-Problem
> (https://de.wikipedia.org/wiki/XY-Problem)
>
Nun ja, und wenn es X schon gibt, und nur die Schnittstelle geaendert 
wird
muss man Y wohl oder uebel daran anpassen. Ich habe ueber X nur die Info 
galvanisch nicht getrennt und AVRDA. Auf Nachfrage kam dann, dass direkt 
daneben einfach isolierte 230V-Leitungen liegen.

VG Georg
> Statt einfach mal die Ausgangssituation darzulegen, verliert sich der TE
> in ellenlangen Tiraden, was er ausprobiert hat, was nicht geklappt hat
> und fragt nach Lösungen für Teilprobleme.
>
Das einzige was ich ausprobiert habe waren verschiedene LEDs. Ueber 
alles andere habe ich mich nur informiert und davon steht auch nichts im 
Eroeffnungsthread. Die Tiraden, was ich ausprobieren soll sind nicht von 
mir.

> Mir ist z.B. immer noch nicht 100% klar was die Problemstellung ist. Es
> geht um mehrere im Prinzip identische Punkt-zu-Punkt
> Halbduplex-Verbindungen? Auf welcher Seite ist ein Netzteil? Warum
> müssen Sender und Empfänger galvanisch getrennt sein?
>
Dass es zwei Netzteile geben muss, da haette man auch draufkommen 
koennen,
ueber LWL geht nun Mal kein Strom. Und die USB-Sticks kann man ja auch 
in verschiedene Rechner stecken. Die galvanische Trennung ist eine 
Anforderung.
>
> Und:
>
> Georg P. schrieb:
>> Die Stromquelle muss aber auch galvanisch getrennt sein.
>
> Dieser Satz kein Sinn. Galvanisch getrennt wovon? In deinem Fall würde
> man die Stromquelle auf der Senderseite plazieren. Die galvanische
> Trennung macht dann allein der Optokoppler auf der Empfängerseite.
>
Die galvanische Trennung ist eine Anforderung.
Ausserdem gibt es bei Halb-Duplex keine Senderseite, beide koennen 
senden, brauchen dann nicht beide eine Stromquelle? Und muessen sie dann 
nicht eine gemeinsame Masse haben?

>> Und man braucht ein 2-poliges Kabel.
>
> Zwei Pole braucht man bei Kabel sowieso. Bei Lichtleiter natürlich
> nicht. Aber 2 Adern Klingeldraht verdrillt sind auch nicht dicker als
> ein Lichtleiterkabel. Und vor allem unempfindlicher.
>
Ja, unempfindlicher sind sie. Beim LWL muss man halt die Biegeradien 
einhalten. Aber er bricht nicht gleich wenn er etwas zu stark gebogen 
wird, nur die Daempfung erhoeht sich. Ich habe 30m Anforderung und mit 
48m getestet, ausserdem koennte man noch mehr Strom durch die LED 
leiten, da gibt es noch etwas Reserve.

Ich weiss im Augenblick nicht, ob man die Telefonleitung nicht doppelt 
isoliert haben muss. Im Haus werden sie auch in unterschiedlichen 
Kanaelen gefuehrt. Ich hatte ja schon geschrieben, dass direkt daneben 
einfach isolierte 230V Kabel liegen. Wenn ja, dann war es das mit dem 
billigem Kabel.

> Und natürlich war bis jetzt nicht die Rede davon, daß Sender und
> Empfänger am selben 230V-Netz hängen.
Natuerlich nicht, es kann auch eine unterschiedliche Phase sein, oder 
auch hinter unterschiedlichen Zaehlern. Ich hatte schon Mal den Fall, 
dass der Schutzleiter im Buero so unterschiedlich zu dem in der 
Werkstatt war, dass die RS232-Treiber im PC abgeraucht sind. Nix mit es 
sind ja nur 10m.
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Chris S. schrieb:
> Es gibt diverse Sachen.
> 1) Bitcom Module wo led und Fototransistor samt Treiber und
> Impedanzverstärker wo man einfach nur die Plastikfaser einsteckt. Ev
> laser für mehr Distanz.

> 4) Audiobuchse (Mini Klinke) welche analoges sowie digitales audio kann
> und gleichzeitig einen optischen Mini toslink Port besitzt auf Basis von
Meinst Du mit Bitcom das von AVAGO/Broadcom? Wenn ja, dann sollte Dir 
auch klar sein, dass sie, und auch Toslink, die Anforderungen nicht 
erfuellen.

> 2) rote led mit integriertem Fototransistor, würde ganz früher von HP
> für Stiftformige Barcodeleser hergestellt.

> 3) Laserdiode mit Feedback Foto(diode) welche als Led oder laser
> geringer Leistung betrieben wird und die Diode zum Empfang genutzt wird.

> 5) 5050 Led mit rot/grün Led sowie 2x Photodiode mit optischem Filter.

Ich habe lange nach LEDs oder Laser-Dioden mit integriertem 
Fototransistor gesucht, aber nichts gefunden. Man muss das auch ohne 
ohne NDA und irren Mindestmengen kaufen koennen. Hast Du eine 
Bezugsquelle fuer sowas?

VG Georg
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Benjamin K. schrieb:
> Georg P. schrieb:
>
>> Sollte sich doch noch jemand bemuessigt fuehlen darauf zu antworten, ich
>> wuerde mich freuen.
>
> Ich will es versuchen.
>
> Ich habe mir jetzt deine Schaltung nicht soo tief angesehen. Im
> Sendebetrieb wird der rechte OPV (Wieso haben alle Bauelemente keine
> Namen?) deutlich übersteuert. V+ ist ca. 1,5V und V- ist nahzu GND.
> Ein übersteuerter OPV wird massiv langsam. Da steht auch nicht im
> Datenblatt, da das kein typischer Betriebspunkt ist.

Ja, er wird uebersteuert, da die Diode zum Senden umgepolt wird.
Soweit ich weiss geht der OP dann in die Begrenzung.

Ich habe jetzt den 2. OP simuliert (TLV9061, vom SL9061 gibt es kein 
Model). Der braucht 800ns um ans jeweils andere Ende zu kommen. Der 
TLV9061 hat 200n overload recovery time und 6.5V/us. Der SL9061 hat 
300ns und 8V/us. Das sollte auf das Gleiche rauskommen.

Ich werde das Mal in der Realitaet ausprobieren. Das gibt mir immerhin 
einen Hinweis darauf, welcher der OPs das Problem hat.

P.S. Der Plan ist ein Teil eines hierarchischen Schaltplans. Eventuell 
hat EeSchema die Bezeichnungen geloescht als ich nur diesen Teil 
geoeffnet habe. Mir ist das noch gar nicht aufgefallen.

Danke

VG Georg
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Henrik V. schrieb:
> Wenn Du an deine Schaltplan noch eindeutige Bauteilbezeichner einfügst
> wären Hinweise DEUTLICH einfacher.
Ja, das ist richtig. Mir war gar nicht aufgefallen, dass die fehlen.

> Ersetze mal den 100k am unteren Schaltransistor durch einen Kondensator
> für eine kleine Abschaltverzögerung. Der ist sowieso durch 2 mal 1k an
> Masse ;)

Damit wird der TIA-Eingang und die Kathode der Diode laenger auf Masse 
gezogen als Plus an der Anode der Diode anliegt, somit wird die 
Kapazitaet der Diode entladen. Ich hatte so etwas schon Mal in einer 
Simulation mit einem Analogschalter versucht, da hat es nichts gebracht. 
Aber Mal sehen wie es sich in der Realitaet verhaelt.

Danke.

VG Georg
von Georg P. (perthil)


Lesenswert?

Henrik V. schrieb:
> Wenn Du an deine Schaltplan noch eindeutige Bauteilbezeichner einfügst
> wären Hinweise DEUTLICH einfacher.
>
> Ersetze mal den 100k am unteren Schaltransistor durch einen Kondensator
> für eine kleine Abschaltverzögerung. Der ist sowieso durch 2 mal 1k an
> Masse ;)

Das habe ich jetzt endlich gemacht. Leider hat es nichts gebracht.

VG Georg
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.