mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Geigerzähler


Autor: mouz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo! Ich möchte einen Geigerzähler mit dem AVR bauen, jedoch finde ich 
keine günstigen Geiger-Müller-Zählrohre, z.B. bei Schuricht gibts nur 
was über 100€. Kennt wer eine gute Quelle?

Autor: Geiger+Müller (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dir ist schon klar, das Du Hochspannung brauchst ?
Selbst bauen geht auch, siehe z.B. hier
http://www.rapp-instruments.de/Radioaktivitaet/Det...
http://www.b-kainka.de/bastel76.htm
Allerdings solltest Du die Finger davon lassen, wenn Du mit Spannungen 
über 12V nicht umgehen kannst !

Autor: mouz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich weiss wie das Rohr funktioniert und wie ich es anzusteuern habe 
(Physik LK), und ich weiss auch, dass es Hochspannung benötigt.

Diese kann man jedoch relativ komfortabel und gefahrlos mit nem 
Step-Up-Wandler erzeugen (ähnlich wie bei diesen Leuchtstoffröhren für 
"PC-Modding" und Co.), den Strom den man dafür braucht ist 
vernachlässigbar gering und würde bei Pfotenkontakt sowieso sofort 
zusammenbrechen (mal davon abgesehen, dass man da auch nicht unbedingt 
anfassen muss ;-)).

Zählrohr-selbstbau scheidet aus, weil das wohl kaum anständig 
funktionieren wird?

Autor: rayelec (Christoph) (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Kann dir ein Zählrohr verkaufen! Russisches SBM-20, die grundsätzlichen 
Daten dazu habe ich...
Preis EUR 25.- plus Versand plus Paypal-Gebühren. Dürfte zusammen aus 
der Schweiz weitere 8-10 Euro ausmachen.
Bei Interesse maile mir doch auf rayelec()stafag.ch

Autor: Dicky (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Leute !

Ich wisst dass sich ionisierende Strahlung auch mit Halbleitern 
detektieren lässt ? Bei CT-Röntgenscannern wird ja zB auch nicht mit 
Geigerröhren gearbeitet.

Bei einer Google-Suche vor längerer Zeit (als ich mal einen Halbleiter 
''Geiger''-zähler bauen wollte) fand ich Hinweise dafür dass auch (vor 
Licht geschützte) Fotodioden oder Fototransistoren dafür geeignet sind.

Leider habe ich nie Experimente mit Halbleitern gemacht, nur mit der 
ZP14 Röhre. Eine geeignete Strahlenquelle ist auch bei Experimenten ein 
Problem.

Als Strahlenquelle habe ich für die Experimente sehr erfolgreich KCl aus 
der Apotheke genommen. Kaliumchlorid enthält nämlich auch das K40 
Isotop, und das strahlt !
Als ergiebigste Quelle erwiesen sich aber die Gaslampen - Glühstrümpfe, 
die bei manchen Herstellern radioaktives Thorium enthalten. Hier 
ratterte der Geigerzähler bei mir wie verrückt, noch viel mehr als bei 
KCl. Bei KCL hört man nur dass die Zählrate deutlich ansteigt. Ich hatte 
mal 5 Stück Camping Glühstrümpfe ergattert und sie in einer Kaffeemühle 
(elektrisch) klein gemahlen und hatte damit eine Referenzprobe. Es ist 
aber möglich dass man auf Glühstrümpfe (Campingbedarf fragen) reinfällt 
die nicht strahlen, da man heute wohl auch andere Stoffe findet die gut 
leuchten.
Angeblich sollen manche (Ionisations-)Rauchmelder auch radioaktives 
Material enthalten, und zwar Am241 (Americum 241). Ich kann dazu aber 
nix sagen.
Als weitere Quelle kann ich das Flugzeug nennen. Vor etlichen Jahren 
habe ich einen kleinen Geigerzähler (Größe eines dicken Kugelschreibers) 
einfach an Bord genommen und mir einen Fensterplatz gesucht. Beim 
Check-in lief das unter Kugelschreiber... Auf Reiseflughöhe war die 
Strahlung deutlich höher, das leise Geknattere machte aber ein paar 
Leute neben mir verrückt und ich habe nur bei 2 Flügen messen können. 
Heute wird man wohl sowas (genauso wie meine GPS-Messungen am 
Fensterplatz nicht mehr gehen. Hatte das GPS-Handy in eine Zeitung 
gelegt und konnte so am Fenster alles gut ablesen, das Teil habe ich 
nicht offen gezeigt weil es wie ein Handy aussieht. Radiohören auf UKW 
ist im Flugzeug auch ganz lustig bei internationalen Flügen... anderes 
Thema)

Wenn jemand Experimente mit Halbleitern machen will: trotz Zeitknappheit 
würde ich vielleicht mitmachen. Der hohe Stromverbrauch und die teuren 
Röhren vermiesen etwas den Spass mit Selbstbauzählern.

Dicky

Autor: Sonic (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich würde auch die Finger davon lassen, da du keine Präparate zur 
kalibrierung bekommen wirst ist das Messergebnis irgendwas Seltsames. 
Ein 'Geknatter' wirst du im täglichen Leben aüßerst oft hören können, 
wie mien Vorredner ja schon sagte. Kalidünger auf'm Trecker-Anhänger zum 
Beispiel wird das Teil fast zum Rauschen bringen, dementsprechend auch 
dein Brotgetreide usw.
P.S.: ich arbeite im KKW und weiß was für ein Aufwand getrieben werden 
muss, um Strahlung im ungefährlichen Bereich vernünftig zu messen und 
von der Untergrundstrahlung zu unterscheiden. Du kannst ja mit 
GM-Zählrohren auch nur eine Bestimmte Art der Strahlung messen.

Autor: Sonic (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Guter Link hierzu:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Ge...

Das GM-Zählrohr hat auch 'ne begrenzte Lebensdauer von ca. 10E9 
Zerfällen, das geht bei häufiger Messung erhöhter Strahlung recht fix. 
Auch gibt es keinen Aufschluß auf die Energie der Strahlung und hat nach 
Messung eines Ereignisses eine starke Totzeit, in der nichts gemessen 
werden kann. Auch kann nur Alpha- und Betastrahlung gemessen werden.

Autor: Dicky (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Sonic ! Da Du darüber schriebst welche Probleme es bereiten kann 
natürliche Strahlenquellen von anderen zu unterscheiden (zB in einem 
KKW): hast Du mal bei Wikipedia diese Diskussion über den plötzlichen 
Anstieg der durch Radon bedingten Strahlung an einem Tag im Jahre 1986 
am KKW Krümmel verfolgt ?

link: http://de.wikipedia.org/wiki/Leuk%C3%A4miecluster_Elbmarsch

Hälst Du das für möglich ?

Dicky

Autor: Sonic (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Definitiv nicht. Auch wenn du mich zur Atomlobby zählen solltest, solche 
Behauptungen sind frei aus der Luft gegriffen. Auch im Umkreis unseres 
Kraftwerks gab es Untersuchungen in dieser Richtung die angeblich 
'alarmierend' sind. Wie sich herausstellte waren es Messungen die 
unterhalb der Nachweisgrenze (Untergundstrahlung war höher als die der 
Prüflinge) lagen. Radon kommt in der Natur vor, hauptsächlich im 
Gestein, jedenfalls entsteht sowas in keiner kerntechnischen Anlage.
Die Strahlung, die  ein KKW abgibt wist du mit sicherheit nicht messen 
können, da es sie nicht gibt. Als das Unglück von Tschernobyl passierte 
mussten wir vor betreten des Kontrollbereiches duschen, da wir die 
Ausgangsmessung beim Verlassen des Kontrollbereiches nicht innerhalb der 
vorgeschriebenen Grenzwerte bestanden hätten. Dünger, Kobaltblaue 
Fliesen, Röntgenuntersuchungen und Kontrastmittel beim Arzt sind um 
einige Dekaden höher als das was vom KKW ausgeht.
Mach' dir keine Sorgen, da sind viele Instanzen zur Überwachung im 
Spiel.

Autor: Dicky (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
hallo Sonic ! ja, stimmt. war damals auch in brockdorf. darum gehts es 
mir aber gar nicht. bin eher ein nüchterner älterer herr. wenn ich was 
gegen akws habe dann wg der endlager und wegen der grotest einfachen 
möglichkeit dass chernobyl oder 3 miles island hochgehen konnten. 
arbeite hier im bereich meteorologie und messtechnik. mir gings 
eigentlich nur um die frage ob bei einer inversionswetterlage radonwerte 
so schnell ansteigen können. ich habe mir die verschiedenen 
untersuchungsberichte da genau durchgelesen, und da bleiben doch noch 
einige frage offen.

Autor: mouz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
So, jetzt in den Semesterferien bin ich endlich mal dazu gekommen, und 
was soll ich sagen, es funktioniert :-). Bei meinen ersten tests höre 
die Nullrate, und bei KCl ist ein leichter Anstieg festzustellen. Die 
Hochspannung kommt aus nem Blitzlampentrafo von Conrad, die 
"Knack-Verstärkung" via 3-fach Darlington und und PC-Lautsprecher. 
Materialwert ca. 15€ (so teuer war das Zählrohr) ;) + 2,50 Trafo.

Autor: komisch (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Kannste vielleicht mal Deinen Schaltplan posten?

Autor: mouz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hm, Schaltplan gibts eigentlich nicht so richtig, aber für die 
Hochspannungsversorgung hab ich 
Beitrag "Re: dc-dc 3,7 zu 150 V" genommen (unten gibts 
ne Grafik aus dem alten Trafo-Datenblatt), ist also einfach nen 
Oszillator. Die Diode hab ich weggelassen, als Transistor hab ich was 
genommen was rumlag (BD135)

Zählrohre gibt es billig bei Helmut-Singer.de.

Und das steuert man so an 
http://www.team-strahlenschutz.de/Bilder/GM-Zaehlrohr.jpg, zu beachten 
ist eben, dass der Trafo in der Beispielschaltung negative Spannung zum 
Bezugsminuspol der Niedrigspannungsquelle gibt. und keine positive 
Spannung.
Die Ausgangsspannung ist quasi beliebig, anfangen tut das Rohr bei so 
ca. 350V, die Eingangsspannung liegt dabei bei ca. 4,5V und sehr kleinem 
Stromverbrauch).

An den Kondensator (Folie,630V) habe ich besagten Dreier-Darlington (aus 
BC547) mit 33k Basiswiderstand angeschlossen, Lautsprecher einfach in 
Emitterschaltung als Verbraucher. Ist nicht ganz die feine englische 
Art, aber egal ;).

Autor: Detlef _a (detlef_a)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hier nochmal nen Geiger-Müller Versuch, letzlich leider fehlgeschlagen:
http://www.fingers-welt.de/gallerie/eigen/elektro/...

Cheers
Detlef

Autor: Zoch (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wie steht es mit Neon Anzeigeleuchten ? Es waere zu erwarten dass ein 
ionisierende Teilchen einen Durchbruch auslösen würde? Dazu muesste man 
die Leuchte auf fast Leuchtspannung vorspannen.

Z

Autor: Zuppel (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bullshit, lies Dir mal den Text von b kainka dazu durch

Autor: Günter R. (galileo14)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@sonic:

Mich interessiert dieses Thema auch, aber hauptsächlich im Zusammenhang 
mit dem Risiko einer erhöhten Radon-Belastung in Kellerräumen, die 
schlecht gelüftet sind. Da würde ich gerne mal messen, ob es 
Unterschiede vor/nach einem Lüften gibt. Habe jetzt aber keine Info, 
welche Strahlung Radon abgibt und wie man die Strahlungsstärke messen 
könnte.

Bei Conrad gibt's einen "Gamma-Scout" zu kaufen (kostet um die 300 EUR), 
der enthält ein Zählrohr und kann Langzeit-Messungen durchführen 
(www.gamma-scout.de, Webpage des Herstellers). Habe den Hersteller vor 
längerer Zeit mal zu dem genannten Thema angemailt, aber keinerlei 
Antwort erhalten, was mich ziemlich enttäuscht hat.

Kannst Du, sonic, dazu etwas beisteuern? Danke.

Günter

Autor: Sonic (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi Günter,
werde morgen im Geschäft mal unsere Radiologen interviewen, welche 
Strahlung Radon abgibt und wie sie am Besten gemessen werden kann. Kann 
u.U. aufwändig werden, spezielle Zählrohre (MAB München), fast nicht 
mehr zu kriegen, sauteuer und mit Hochspannungsplateaus auszuwerten.
Melde mich wenn ich die Infos habe!

Autor: Stefan Wimmer (wswbln)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Radon müsste ein Alpha-Strahler sein. Da es lungengängig ist, wird seine 
Gefährlichkeit in punkto Lungenkrebs rege diskutiert.

Autor: Sonic (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
So, bin informiert:
Radon ist ein Gammastrahler und daher sehr kurzlebig, Halbwertszeit ca. 
30 Minuten. Darum muss es auch sehr schnell gemessen werden, Luft 
ansaugen und sofort messen. das Ganze ist mit GM-Zählrohr kaum machbar, 
da mit diesem nur das komplette Spektrum gemessen werden kann. Es eignet 
sich ein Natrium-Jodid-Detektor zur Messung, also nur mit speziellem 
Radon-Monitor machbar.
Also wenn du ein reproduzierbares Ergebnis willst ist das nicht ohne 
erheblichen Material- und Geldeinsatz machbar, gerade wenn's um kleine 
Energiemengen geht.

Autor: mouz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hm, der Gamma-Scout klappt zur reinen Gamma-Messung einfach ein dickeres 
Stück Blech vors Zählrohr, sodass Alpha+Beta abgeschirmt sind. Hab mir 
das ganze mal  bei Conrad angesehen.

Autor: Sonic (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>sodass Alpha+Beta abgeschirmt sind
Um Alphas und einen Teil der Betas abzuschirmen wirste auch mit dickem 
Blech nicht weit kommen, da Braucht's schon dickeres Blei. Aber du wirst 
kaum in die Verlegenheit kommen, Alpha- und Betastrahlung in vernünftig 
messbarer Größe zu begegnen.
Dazu müsstest du ein Spektrum messen und auswerten, um den Nulleffekt 
(natürliche Untergrundstrahlung) bewerten und unterdrücken zu können.
Du kannst natürlich ein paar Tests mit z.B. einem Sack Dünger oder 'n 
paar Kilo Brotgetreide machen, da ist sicher was messbar!
Da machen sich viele Leute Gedanken wegen Kernkraftwerken, dabei hauen 
sie sich tagtäglich das Zeug 'rein und um die Ohren.

Autor: Günter R. (galileo14)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo, sonic,

herzlichen Dank erstmal. Ist ja interessant. Vor mehreren Jahren hatte 
ich mal eine "Radon-Meßdose" im Keller aufgestellt (ca. 6 Wochen), die 
(angeblich) im Innern in Aktivkohle die Luftbelastung speichern sollte 
und dann zu einem Umwelt-Institut (weiß nicht mehr, welches es war) 
eingeschickt werden sollte; hat wohl damals um die 30 DM gekostet, ist 
aber nichts bei rausgekommen. Hälst Du das ganze für Schmuh?

Günter

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sonic wrote:
>>sodass Alpha+Beta abgeschirmt sind
> Um Alphas und einen Teil der Betas abzuschirmen wirste auch mit dickem
> Blech nicht weit kommen, da Braucht's schon dickeres Blei.

Bei uns im Physikunterricht tat's bei Alpha schon ein Blatt Papier, bei 
Beta ein Alu-Blech...

> Radon ist ein Gammastrahler und daher sehr kurzlebig, Halbwertszeit ca.
> 30 Minuten.

Das würde ich nochmal nachprüfen.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das mit Papier und Alu hab ich auch so gehört, aber das kommt halt auf 
die Stärke des Strahlers an.
http://de.wikipedia.org/wiki/Radon
"Es sind 20 Isotope des Radon bekannt. In der Erdatmosphäre kommen von 
ihnen nur Rn-222, Rn-220 und Rn-219 vor. Das stabilste Isotop ist 
Radon-222...
Halbwertszeit von 3,823 Tagen. Es zerfällt unter Aussendung von 
Alphateilchen"

Autor: Sonic (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nunja, da Radon eine Halbwertszeit von 30 Minuten hat kannste da über 
längere Zeicht nichts messen. Logisch dass da nix bei 'rausgekommen ist. 
Ich denke da wollte jemand mit wenig Aufwand 30€ verdienen.
Das sind auch die Leute die dazu beitragen, dass die Bevölkerung total 
falsch oder gar nicht über dieses Thema informiert ist.

Autor: Sonic (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Christoph Kessler:
Also ich glaube lieber unseren Radiologen, bevor ich das dem Wiki tu. 
Die messen das Zeugs schließlich seit 30 Jahren in der Luft.

Autor: ??? (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
...Radon zerfällt doch in irgendwas? Die Aktivkohle wird das gespeichert 
haben...

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
In der Wiki finden sich so viele Links zu "offiziellen" Seiten, darunter 
das (Kern-)Forschungszentrum Karlsruhe, das Bundesamt für 
Strahlenschutz, dort steht auch 3,8 Tage. natürlich sollte man den 
Wiki-Aussagen allein nicht trauen.

Autor: Johnny (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Kann zum Thema nichts beitragen, aber dieser Thread ist sehr 
interessant!
Kompliment

Autor: Sonic (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ups, wie komm' ich denn auf Gammastrahler? War wohl in Gedanken noch 
beim Geiger-Müller?!
Radon ist natürlich Alphastrahler, ist schließlich ein Zerfallsprodukt 
von Radium.

Autor: RadioactiveMan (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@sonic:
>>Das sind auch die Leute die dazu beitragen, dass die Bevölkerung total
falsch oder gar nicht über dieses Thema informiert ist.

Du bist hier falsch informiert und weil viele in der Bevölkerung nicht 
informiert sind oder nur die "grüne" Wahrheit kennen.

Radon: meistverbreitetes Isotop Rn-222
       Rn-222 ist eine Alpha-Strahler
       Halbwertszeit ~3,8 Tage
       Die Zerfallsenergie liegt bei etwa 5,6MeV (und ist eine 
spezifische
       Kenngröße für dieses Radionuklid)

"Starke Rn-222" Strahlung hat nur eine höhere Aktivität (Zerfälle pro 
Zeiteinheit). Die emittierten Alphateilchen haben aber alle eine Energie 
von 5,6MeV. Und diese Energie müssen die Alphateilchen abgeben. Das kann 
man sich  klassisch durch Stoßvorgänge vorstellen. Und die Alphateilchen 
haben ihre Energie an der Luft nach wenigen Zentimetern vollständig 
abgegeben. Und weil Pappe oder Papier dichter ist als Luft genügt das 
zur Abschirmung.

Autor: RadioactiveMan (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@sonic:
Hast es ja gemerkt.
Ich ärger mich nur immer über die unsachliche Diskussion über 
Kernenergie in den Medien. Das Volk wird da einfach nur verarscht und 
wenn man Fakten zeigt heißt es man wäre ein Chef der Atomlobby.

Autor: Sonic (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ RadioactiveMan:
<OT>
Stimmt! Am 7.2. war eine Demo in Berlin auf'm Potsdamer platz FÜR 
Kernenergie und den erhalt der mit dem Ausstieg bedrohten Arbeitsplätze.
Dort waren 25000 Menschen versammelt.
Hast du irgend eine Silbe in den Medien drüber gelesen, gehört oder 
gesehen?
Das sagt mir eindeutig dass die Medien (Meinungsmacher) allesamt 
Dunkelgrün sind und solche Veranstaltungen einfach totschweigen.
Kein Wunder geht unsere Energieversorgung vor die Hunde!
</OT>

Tschuldigung für's off-Topic, aber darüber könnt' ich mich dermaßen 
aufregen ..

Autor: ein anderer (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Komisch das hier gerade um das Thema Radon eine Art PRO/CONTRA KKW 
Diskussion startet. Radon als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs 
(nach dem Rauchen) kommt eben auch ganz natürlich in der Umwelt vor.
Wer sich damit mal sachlicher beschäftigen will der sollte mal beim BfS 
vorbeischauen:

http://www.bfs.de/bfs/scmssearchresult?searchterm=Radon

Ob die Region in der Ihr lebt stärker belastet ist? :

http://www.bfs.de/ion/radon/radonatlas.html

Gruß

Autor: ausprobiert (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
hallo,
diese seite ist mir auch bekannt.der typ scheint mir ein deletant zu 
sein.
Ioniesationskammern und auch zählrohre sind durchaus selber 
herzustellen. man muss nur wissen worauf es bei der sache ankommt.

ich habe i-kammern gebaut mit darlingtons.....funktioniert klasse und 
auch cmos-op´s sind für die sache recht brauchbar.

meine selbstgebauten zählrohre arbeiten bei spannungen um 800V (geht 
auch mit noch weniger spannung bis 400volt), und sind aus überall 
erhältlichen mitteln gefertigt.sie arbeiten in meinen geigerzählern 
schon über jahre und kosten fast nichts!

Autor: THM (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>arbeiten in meinen geigerzählern schon über jahre und kosten fast nichts!
Die taugen auch fast nichts!
Wenn du einen genauen Messwert willst ist das nicht mehr so einfach und 
billig! Guck dir mal die Produkte der Fa. MAB (gibt's glaub' ich nicht 
mehr) an, da wirst du gewisse Unterschiede zu Bastel-kammern entdecken. 
;)

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich hatte mal ein Physik-Bastelbuch für Schüler, in dem eine Nebelkammer 
gebaut wurde
http://de.wikipedia.org/wiki/Nebelkammer

hab grade mal den dort angegebenen Link zum Selbstbau angeschaut, leider 
nur ein angefangenes Projekt, gewaltige Kühlmaßnahmen mit 
Computernetzteil, Peltierelementen und Wasserkühlung - scheint nicht 
ausreichend funktioniert zu haben.

Autor: ausprobiert (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
kommt drauf an was man damit machen will zum suchen von u-mineralien 
reicht das allemal.
ein analysengerät ist das natürlich nicht, aber das sind die käuflichen 
geräte  meißt auch nicht.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die englische Wikipedia und Google mit "cloud chamber" geben mehr her:

http://njsas.org/projects/atoms/cloud_chamber/cach...
mit Trockeneis, Isopropyl-Alkohol und deinem Diaprojektor

http://www.cosmicrays.org/muon-cloud-chamber.php
mit kleinem Plastik-Aquarium und Trockeneis

sogar als Schulexperiment fertig zu kaufen, mit frisch abgepackten 
Präparaten
http://www.unitednuclear.com/cloud.htm

erinnert irgendwie an den "radioactive boy scout", der im Gartenhaus der 
Eltern einen Fusionsreaktor bauen wollte... 
http://en.wikipedia.org/wiki/David_Hahn

Autor: ausprobiert (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
mir gehts garnicht um eine Nebelkammer! Ich habe mich lediglich auf 
diese Seite 
bezogen:http://www.fingers-welt.de/gallerie/eigen/elektro/...
und das es durchaus möglich ist Zählrohre und I-Kammern mit 
"Boardmittel" zu bauen.
Die Quallität ist remanent gegenüber Industrieprodukten, ist doch klar.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der direkte Link zum Bild klappt nicht - ja "Finger" lebt in einer sehr 
eigenen Welt, den habe ich auch schon entdeckt.

Autor: Berni (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo miteinander,
ich hab den Thread mal durchgelesen und würde gerne auf die Radonmessung 
näher eingehen.
Eigentlich - so hab ich in einem US-Patent gelesen - müsste ein 
'Radon'-Counter recht einfach zu bauen sein. Es wird ja nicht die 
Radonstrahlung selbst, sondern dessen spezifische Zerfallsprodukte in 
Form von alpha-Strahlung gezählt.
Das Patenet samt Schaltplan findet sich unter scholar.google.de und den 
Begriffen 'Low-cost radon detector'.
Leider fehlen auf dem Patent - verständlicher weise - einige Angaben und 
eine Suche nach den verwendeten Komponenten im Internet war leider 
erfolglos.
Hat da vielleicht jemand mehr Erfahrung, der mir beim vervollständigen 
helfen könnte oder noch besser einen ähnlichen vollständigen Schaltplan 
irgendwo rumfliegen ?

Gruß, Berni.

Autor: Nicht_neuer_Hase (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sonic (Gast) schrieb mal ( 17.12.2006 21:54 ):

"Radon kommt in der Natur vor, hauptsächlich im
Gestein, jedenfalls entsteht sowas in keiner kerntechnischen Anlage. ...
Dünger, Kobaltblaue Fliesen, Röntgenuntersuchungen und Kontrastmittel 
beim Arzt sind um einige Dekaden höher als das was vom KKW ausgeht."

Na, Gott sei Dank, und die Leukemiefälle in Stade sind doch nur 
statistische Ausreisser ...

-Ich hatte auch mal ein Fach ( nebst Praktikum ) namens 
Kernkraftwerkstechnik und musste, eine ganze Zeit später, berufsmässig 
Strahlenmessgeräte kalibrieren ...;
-derzeit heisst es, in der Umgebung von Tschernobyl gäbe es immer noch 
deutlich erhöhte Radioaktivität ( die Halbwertszeit von Jod 125 ist lt. 
Wikipedia doch nur 59,4 Tage );
-Radon ( 222, nach meiner Erinnerung ? ) ist ein Zwischenprodukt in der 
natürlichen U238-Zerfallsreihe; soweit ich gelernt habe, hat der in KKW 
verwendete Kernbrennstoff einen Anteil von ca. 97% dieses Isotops, ergo 
wird durch KKW bzw. Anreicherungs-/Aufbereitungsanlagen usw. 
mittelbar/unmittelbar die Verteilung dieses "ungesunden" Isotops 
zumindestens nicht unterdrückt !

Gruss

Autor: Berni (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Radon ist tatsächlich ein Zerfallsprodukt von Uran. Nur geht es mir 
nicht um die Strahlung von AKWs, sondern tatsächlich um das natürlich an 
die Erdoberfläche tretende Gas.

Grund: In meiner Familie wurde kürzlich ein Radonkarzinom diagnostiziert 
und selbige Person musste jetzt einen Teil der Lunge dafür einbüßen.

Da sich dieses Karzinom nicht direkt vom Radon selbst, sonder seiner 
Zerfallsprodukte (hauptsächlich Polonium derivate) bildet, habe ich hier 
ein sehr starkes Interesse an Langzeit-Meßgeräten hierfür.
Leider habe ich nicht im Lotto gewonnen, um mir Palettenweise Dosimeter 
oder heftigst teure (>1000EUR) Langzeitmeßgeräte leisten zu können.

Mit ein wenig Bastelaufwand und Standardkomponenten sollte dies auch so 
zu bewerkstelligen sein, jedoch bin ich ein Maschinenbauer und nur 
Hobby-Elektroniker.
Nichts desto trotz beschäftige ich mich aber dennoch mit uC's - bislang 
der AT32Mega Reihe - und kann diese ganz brauchbar einsetzen (siehe 
www.befi-tec.de Projekt Fräsbohrplotter).
Ich bräuchte also nur etwas Unterstützung bei der BErechnung und Auswahl 
der elektronischen Komponenten.

Gruß, Berni.

Autor: Helmut -dc3yc (dc3yc)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Berni,

eine Anleitung für einen GM-Zähler kannst du bei mir auf 
http://www.dc3yc.homepage.t-online.de/geigersensor.htm finden!

Servus,
Helmut.

Autor: Thilo M. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>um das natürlich an die Erdoberfläche tretende Gas.

Das Zeug kommt auch aus den Wänden des Hauses. Wenn man nicht genug 
lüftet kommen da ganz ordentliche Konzentrationen zusammen.
Aber viele pilgern extra in 'Radonhöhlen' (Südfrankreich glaub' ich), 
also kann's so ungesund nicht sein! ;)

Autor: Nicht_neuer_Hase (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gibt's auch im Schwarzwald. ---

Gesund ist es obendrein, jedenfalls für den Profit.

( Vielleicht ist es ja auch günstig für die Rentenversicherung ??? / 
NICHT ernstgemeint )

Ich geh' da jedenfalls nicht hin ! / Gruss

Autor: Gerhard. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Alle zusammen,

wenn es Euch interessiert, seht Euch mal die untenstehenden Links an der 
Fa. Ludlum. Es gibt Betriebshandbuecher fuer ganz moderne Geraete:

http://www.ludlums.com/manuals/M2401PEWEC2ECmar97.pdf

http://www.ludlums.com/product.htm#Geiger%20Counters

http://www.ludlums.com/manuals/M5JUL99.pdf

Auch sonst ist es eine hochinteresannte Seite.

MFG,
Gerhard

Autor: Berni (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rein logisch betrachtet muss jedes Baumaterial strahlen, da es nicht aus 
chemischen Elementen nachgebaut, sondern eben aus ROH-Stoffen unseres 
Planeten hergestellt wird welche auch Strahler beinhalten.

Das mit den 'Radonhölen' ist mir auch bekannt. Wenn man nur das Radon 
betrachtet ist das freilich völlig ungefährlich, da es sich um ein 
Edelgas handelt.
Nimmt man aber die Zerfallsprodukte hinzu sieht's schon nicht mehr so 
gesund aus.
Jeder, der nun einen gesunden Menschenverstand hat und sich dessen 
bewusst ist, wird da eh keinen Schritt rein tun.

Seid mir jetzt bitte nich böse, aber soweit ich bislang gelesen habe 
braucht man zum Messen von alpha-Strahlen kein GM-Zählrohr. Es langt 
eine 'simple' Photozelle.
Ich seh schon, da muß ich selber mal was basteln, um Erfahrungen zu 
bekommen. :-(

Autor: ??? (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> ...braucht man zum Messen von alpha-Strahlen kein GM-Zählrohr. Es langt
> eine 'simple' Photozelle.

Also die Alpha-Zählrohre die Ich so gesehen hab hatten alle eine extrem! 
dünne Glasabdeckung auf der Frontseite. Die war sehr empfindlich. Da 
wird das mit ner Photozelle zwar gehen, aber die Empfindlichkeit für 
Alphastrahlen wird wohl nur gering sein.

Autor: Thomas Bremer (Firma: Druckerei Beste) (virtupic)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
...und noch 'ne Technik: Wenn eine Halbleiterdiode in Sperrrichtung 
knapp unter der Durchbruchspannung  vorgespannt wird, dann brauchen die 
Elektronen nur noch minimale Energie um durchzuschlagen.

Wichtig dabei: Große Fläche (=> Photodiode) - und reahiert und auf Beta 
und Gamma.

Schaltplan und Bauanleitung gab's vor Jahrzehnten mal in der Funkschau. 
Habe momentan keine Quelle greifbar, aber gibt's garantiert irgendwo im 
Netz.

virtuPIC
/ggadgets for tools & toys

Autor: Nicht_neuer_Hase (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo, @Berni,

"Das mit den 'Radonhölen' ist mir auch bekannt. Wenn man nur das Radon
betrachtet ist das freilich völlig ungefährlich, da es sich um ein
Edelgas handelt."

Tut mir leid, ist einfach Quatsch !

Die Edelgaskonfiguration des Radon 222 ( innerhalb der natürlichen 
Zerfallsreihe des Uran 238 ) hat überhaupt nichts damit zu tun, dass es 
bereits selbst als Alpha-Strahler beim Inhalieren nicht sehr gesund ist, 
nicht erst seine Folgeprodukte !

Viele Grüsse

Autor: Netbird (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Kleiner Kommentar eines Mitlesers:

Hier wurden in einer Reihe von Beiträgen Dinge geschrieben, die falsch 
sind oder nur an der Oberfläche kratzen. Ich empfehle das Studium 
geeigneter Physikbücher oder seriöser Quellen, falls hier jemand 
wirklich zuverlässige Informationen benötigt.

Übrigens leider auch der Nicht_neuer_Hase ... (sorry .. :-) )
-derzeit heisst es, in der Umgebung von Tschernobyl gäbe es immer noch
deutlich erhöhte Radioaktivität ( die Halbwertszeit von Jod 125 ist lt.
Wikipedia doch nur 59,4 Tage );

Du weißt aber, dass die Liste der Spaltprodukte von Uran viele Elemente 
enthält, mit sehr unterschiedlichen Halbwertszeiten, u.a. Cäsium137 mit 
einer Halbwertszeit von bummelig 30 Jahren. Außerdem wird in jedem 
Reaktor durch Neutroneneinfang aus U238 über zwei Beta-Zerfälle 
Plutonium239 erzeugt, auch dieses kann aus zerstörten Brennelementen 
freigesetzt werden, HWZ 24000 Jahre.

MfG

Autor: FLIESEN-FAN (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ihr könnt euch noch und nöcher solche Teile bauen, aber ohne 
Kalibrierung werdet ihr nur Müll (wenn überhaupt) messen. Darüber 
solltet ihr euch erstmal Gedanken machen !

Autor: Thilo M. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn ich den Aufwand sehe, den unsere Radiologische Abteilung anstellt 
um ordentliche Messwerte zu kriegen und wieviel (oder eher wie wenig) 
Firmen die entsprechenden Messgeräte liefern kann, dann würde ich auch 
sagen dass es etwas mehr als Bastelei und Fotozellen o.Ä. bedarf, um 
Reproduzierbare Messergebnisse zu bekommen.

FLIESEN-FAN hat da schon Recht.
Auch Netbird hat Recht, Inkorporation ist so ziemlich die übelste Art 
der schleichenden 'Strahlenvergiftung' und wird auch bei uns (KKW) 
streng überwacht.

Autor: Nicht_neuer_Hase (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo, @Netbird,

das Jod 125 wurde/wird nach meiner Erinnerung immer als angeblich 
relevanter Massstab für die Gefährdung durch Radioaktivität benutzt, 
habe ich deswegen einfach mal zitiert. Ich masse mir über die 
Zweckmässigkeit kein Urteil an, jedem kritisch Nachdenkenden ist jedoch 
klar, dass Statistiken ab und an "geschönt" oder aus dem Zusammenhang 
gerissen werden...
Aber zumindest muss man berücksichtigen, dass bei U238 der 
Einfangquerschnitt nur für schnelle Neutronen relativ gross ist; ich 
nehme an, dass aus den in Tschernobyl durch Explosion verteiltem 
Kernbrennstoff/bzw. Zerfalls-/Spaltprodukten eher mehr Radioaktivität 
durch Zerfall auftritt, denn durch weitere Spaltungen und dass 
Neutroneneinfang weniger auftritt (?).

Das Argument mit der rel. langen Halbwertszeit des Pu239 macht natürlich 
nur bedingt Sinn, bekanntlich hat ja das ursprüngliche U238 eine noch 
viel längere Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren. -

Nur, grosse Halbwertszeit bedeutet natürlich automatisch geringere 
Zerfallsaktivität.

Gruss

Autor: Netbird (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Nicht_neuer_Hase und andere Leser ..

Hallo,
ich wollte mit meinem Beitrag andeuten, dass es viele Gesichtspunkte 
gibt, die man bei Radioaktivitätsproblemen betrachten kann, das setzt 
aber Basiswissen voraus.

Beispiel Cs137:
Die Spaltung eines Kerns von U235 in einem Reaktor kann so erfolgen:
1 n + U235 -> Cs137 + Rb96 + 3n, also wird der Betastrahler Cs137 
erzeugt, Halbwertszeit ca. 30a, kam im Niederschlag nach Tschernobyll 
herunter.

Aber auch so:
1n + U235 -> Mo103 + Sn131 + 2n
Sn131 zerfällt schnell (HWZ weniger als 1min) in Sb131, dieses (HWZ 
23min) in Te131, dieses (HWZ25min) in I131 mit einer HWZ von ca. 8d. 
Dieses Jod war in den ersten Wochen nach Tschernobyll in der Luft und 
nach ca. 6 Wochen praktisch zerfallen in das stabile XE131, HWZ ca.12d.

Aber auch so:
1n + U235 -> Xe143 + Sr90 + 3n
Strontium 90 hat ebenfalls eine HWZ von ca. 30a und kommt als 
Spaltprodukt ziemlich häufig vor, ob es -wie Cs oder Jod- im Körper 
nennenswert eingebaut wird, weiß ich so nicht.

Pu239 hat die unangenehme Eigenschaft, sehr giftig zu sein und eine 
Gegend für lange Zeit unbewohnbar zu machen. Ich weiß nicht, wie groß 
der in Tschernobyll freigesetzte Anteil war, das hängt (wie bei 
Spaltprodukten davon ab, ob ein Brennelement relativ frisch ist oder 
kurz vor dem Auswechseln (mit dann vielen Trümmerkernen) steht.
Sicher richtig ist, dass die gleiche Menge von längerlebigem Material 
weniger problematisch ist als die gleiche Menge von kurzlebigem Material 
(vorausgesetzt, die Strahlungsart + Energieniveau der Strahlung sind 
vergleichbar)


Sonic hat z.B. geschreiben:
> Die Strahlung, die  ein KKW abgibt wist du mit sicherheit nicht messen
können, da es sie nicht gibt.

Offenbar kennt er die genehmigten und tatsächlichen Abgabewerte der KKWs 
nicht, z.B. in Krümmel: Iod131 genehmigt über den Abluftkamin 9,62 * 
10^9 Bq/a, abgegeben wurden 2005 0,45% davon (Zahlen aus der Broschüre 
Radioaktivität und Strahlenschutz, April2007, S.80, herausgegeben vom 
Informationskreis KernEnergie der deutschen KKW-Betreiber)

Oder in 2005 über das Abwasser abgegebenes Tritium im Reaktor Brokdorf 
ca. 1*10^13Bq/a.

Solche Zahlen muss jeder für sich unterschiedlich bewerten oder sich der 
Bewertung von anderen Menschen anschließen, aber man sollte sie schon 
kennen und keine Halb- oder Falschinformationen als Grundlage für eine 
Diskussion nehmen.

MfG

Die zitierte Broschüre 8nd andere gibt es übrigens für geringe Kosten 
beim Informationskreis, einfach mal googeln.

Autor: Nicht_neuer_Hase (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

mein Basiswissen stammt lediglich aus Physik-Leistungskurs, absolviertes 
Fach Kernkraftwerkstechnik mit Praktikum beim Studium, sowie 
zweijähriger Kalibriertätigkeit von Strahlenmessgeräten in der 
Industrie.

Die Materie ist zweifellos sehr umfangreich.

Fest steht, dass unsere offizielle Politik bei öffentlichen 
Verlautbarungen sich diesbezüglich eher auf Milchmädchen-Niveau ( nichts 
gegen Frauen und Milchmädchen !!! ) begibt.

Wenn z.B. proklamiert wird, die "Atomkraft" auf Basis von 
U235-Brennstoff löse unser Energieproblem, ist das nach meinem Empfinden 
kriminell. /
=> Begründung, ist für Experten, sicherlich auch für Fr. Merkel als 
Physikerin, trivial:
Im Natururan ist nur zu 0,7% dieses Isotop enthalten, fast alles ist 
also schon von vornherein "strahlender Restmüll".

Will man also ( die zahlreichen Probleme mal ausgeklammert ) wirklich 
entscheidende Energiebeträge aus Atomfission gewinnen, muss man 
zwangsläufig das nicht spaltbare U238 zu spaltbarem Pu239 umwandeln.

Dies bedeutet nach heutigem Wissensstand notwendig die Anwendung des 
Schnellen Brüters, bekannte Beispiele für derartige Milliardengräber 
sind Kalkar, Phenix, Super-Phenix ...

Dass Plutonium ( natürlich alle Isotope ) als Schwermetall extrem giftig 
ist ( Uran ist ebenfalls sehr ungesund ), ist allgemein bekannt, hat 
jedoch nichts weiter mit Radioaktivität zu tun.

Gruss

Autor: Berni (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo miteinander,

sollte ich hier irgendwelchen Müll verbreitet haben, bitte ich um 
Entschuldigung !
Das kommt davon, wenn man sich auf das Internet verläßt -> dann ist man 
verlassen.
Nichts desto trotz habe ich mir ja das oben angegebene Patent zu Gemüte 
geführt und so wie ich es übersetze, wäre ein günstiger Nachbau durchaus 
machbar.
Nachdem das aber so große Kreise zieht, lass ich es gleich bleiben.

Mir ging es darum, ein kleines Messgerät zu nach zu bauen, auf das ich 
mich verlassen kann. Bei den käuflichen, die kein Eichsiegel besitzen 
kann auch der Geier was kalibriert sein - vor allem, wenn die 
Kalibrierer von gewissen Lobbies bezahlt werden.

Daher klang es für mich plausiebel, wenn ich ein Signal exakt definiert 
verstärke, daß ich dieses auch entsprechend Messen und zuordnen kann.

Aber da ich ein Mensch bin, kann ich mich auch irren.

Gruß, Berni.

Autor: Stefan S. (kafka)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Netbird
So ein KKW ist ja wirklich eine saubere Sache. Wenn man mal von den Be- 
und Entsorgungsproblemen bzgl. Brennstoff absieht.
Ach ja ... und Unfälle sollten natürlich auch nicht passieren. Sonst 
werden ganz schnell mal die Grenzwerte um das zig-hundert oder 
-tausendfache überschritten. Siehe Tricastin.
IMHO sollte es für die KKW-Betreiber schlicht eine ganz gewöhnliche 
Unfall-Versicherungspflicht geben. Es ist ein Unding, dass nicht die 
Unternehmen das nicht unbeträchtliche Unfallrisiko zu tragen(=bezahlen) 
haben, sondern die Gesellschaft als Ganzes. Mit einer 
Versicherungspflicht würde sich das "Problem" der kommerziellen Nutzung 
dieser Technologie von ganz alleine lösen.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Es gibt seit einiger Zeit ein Bastelbuch zum Thema:
http://www.franzis.de/online-shop/elektronik/exper...

"Aus dem Inhalt:
    * Experimente mit natürlicher Radioaktivität
    * Selbstbau und Betrieb von Ionisationskammern und Geigerzählern
    * Szintillationsdetektoren in der Anwendung
    * Die Vielfalt der Nebelkammern im Selbstbau"

Autor: peets (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
"ich habe i-kammern gebaut mit darlingtons.....funktioniert klasse und
auch cmos-op´s sind für die sache recht brauchbar."
von
Autor: ausprobiert (Gast)
Datum: 09.11.2007 11:40

Würde mich interessieren was Du gebaut hast. Ein Foto, eine Schaltung? 
Halbleiterzähler wären soweit ich gehört habe zeimlich gut für Spektren 
geeignet, aber wie sieht es mit der Empfindlichkeit aus?

Da Leistungsbauteile oder Photozellen mit großen Flächen heute sehr gut 
verfügbar sind wäre das vielleicht ein Ersatz für Zählrohre.

Autor: Peter Kranl (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Günter R. schrieb:
> Mich interessiert dieses Thema auch, aber hauptsächlich im Zusammenhang
>
> mit dem Risiko einer erhöhten Radon-Belastung in Kellerräumen, die
>
> schlecht gelüftet sind. Da würde ich gerne mal messen, ob es
>
> Unterschiede vor/nach einem Lüften gibt. Habe jetzt aber keine Info,
>
> welche Strahlung Radon abgibt und wie man die Strahlungsstärke messen
>
> könnte.

Das Radon kannst du nicht messen - nur die folgenden 
Zerfallsprodukte.Die sammeln sich auf der Frontseite deines ( 
Röhren-)fernsehers.Das Isotop hat eine Halbwertszeit von ca.30 Minuten.

Autor: Markus Müller (mmvisual)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn es nicht unbedingt ein Zählrohr sein muss, hier gibts einen 
Schaltplan:
Beitrag "Re: Radioaktivität messen?"

Ich habe diese Schaltung aufgebaut.
Ich habe jetzt keine "Original" Radioaktive Quelle, aber bei einem 
Zahnarzt, der ein Röntgengerät hat leuchtet die LED auf.
Anstatt dem TL062 habe ich ein MCP6002 genommen.

Die Fotodioden sind komplett in CU eingehüllt. Ich habe dazu ein 
2-Lagige Platine gefertigt, unten Kupfer, ober Platinenreste rangelötet. 
Somit 0,35mm CU dicke.

Autor: Stefan S. (kafka)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dicky schrieb:
> Ich hatte mal 5 Stück Camping Glühstrümpfe ergattert
> und sie in einer Kaffeemühle (elektrisch) klein gemahlen

Hallo Dicky. Ich wollte mich an der Stelle nach knapp 4 Jahren mal nach 
deinem Befinden erkundigen ...
Ich hoffe, es ist noch alles OK? Alphastrahler in der Lunge sollen ja 
nicht sonderlich gesundheitsfördernd sein?!

Autor: zipzett (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
steckt ihr im KKW die Uran- Brennstäbe mit dem Zippo- Feuerzeug an?

Autor: Polo Racer (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo mauz,

Geigerzähler Marke Eigenbau sind sicherlich nicht so einfach umzusetzen. 
Sollest Du noch auf der Suche nach einer Informationsseite über viele 
Geigerzähler sein, dann kann ich Dir diese empfehlen:
http://www.industrial-needs.com/measuring-instrume...

Autor: Karl (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Würde meinen, dass mouz mittlerweile Uran anreichern kann....

Datum gesehen?

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.