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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Taugt digitaler Kompass von Pollin was?


Autor: Mitbastler (Gast)
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Unter der Best.Nr. 861 013 bietet Pollin einen digitalen Kompass für 
6,50 EUR an. Hat zufällig schon jemand einen Kompass dieser Art zerlegt 
und kann mir sagen, ob der darin enthaltene Sensor etwas taugt?

Autor: Mitbastler (Gast)
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Ach ja, es sind anscheinend die gleichen Geräte, die es mal bei Lidl 
gab.

Autor: Peter (Gast)
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Also ich habe mir das Ding mal zugelegt, weil ich eine Sat-Schüssel bei 
uns montiert habe.
Viel getaugt hat der nicht und am Ende habe ich einen simplen kleinen 
normalen Kompass genommen. Damit hat's dann funktioniert.

Außerdem muß man ihn nach jedem Einschalten neu kalibrieren, indem man 
sich einmal langsam um 360 Grad dreht.

Autor: Mitbastler (Gast)
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> Außerdem muß man ihn nach jedem Einschalten neu kalibrieren, indem man
sich einmal langsam um 360 Grad dreht.

Das ist natürlich Mist. Aber ich habe eh vor, nur den/die Sensoren 
herauszuoperieren und damit meinen eigenen Kompass zu bauen (für 
Roboter).
Deshalb hätte mich interessiert, ob die enthaltenen Sensoren überhaupt 
genau genug sind.
Bei meiner nächsten Pollin Bestellung werde ich mir mal so ein Teil 
gönnen.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Mich würde auch die Funktionsweise interessieren. Integrierter 
"elektronischer" Kompass im IC oder wie oder wer?

ABO.

Autor: déjà vu (Gast)
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ich hab mal ein schmematic hiervon gehabt:
http://www.thinkgeek.com/geektoys/games/6b1d/

darin werden 2 im 90°-winkel zueinander liegende elkos, 1-2 opamps und 
ein paar passive teile verwendet. das ganze orientiert sich am 
magnetfeld der erde. leider finde ich die seite dazu nichtmehr, hab die 
schaltung aber auf lochraster aufgebaut irgendwo hier liegen. muesste 
ich nochmal reversen, waren aber nicht viele teile.

vielleicht kennt auch jemand die seite; oder das prinzip, was dahinter 
steckt.

Autor: déjà vu (Gast)
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hier schonmal bilder von dem aufbau. in die "fassung" oben kam noch ein 
bauteil zum abgleich. wahrscheinlich ein widerstand um eine verstaerkung 
einzustellen.

Autor: déjà vu (Gast)
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rueckseite.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Der einfachste empfindliche Magnetsensor für das Erdmagnetfeld den man 
selbst bauen kann, ist die "Förstersonde" oder international 
Fluxgate-Sensor genannt.

Es nutzt das Sättigungsverhalten eines ferromagnetischen Kerns, z.B. ein 
Ferrit-Ringkern, wie ihn Reichelt auch anbietet. Eine Wicklung treibt 
den Kern wechselweise (mit einer Rechteckschwingung mit genau 
symmetrischem Tastverhältnis) in die Sättigung.
Eine Sekundärwicklung ist so aufgebracht, dass sich die 
Induktionsspannungen des Primärfelds im ungestörten Fall gerade 
aufheben, ähnlich wie man es auch für Metallsucher macht. Das 
Erdmagnetfeld verursacht eine Störung, die Sättigung ist nicht mehr 
symmetrisch und des entsteht eine Spannung an der Sekundärwicklung. 
Durch Synchrongleichrichting mit der Rechteckschwingung erhält man eine 
Spannung proportional zu Magnetfeld. Das gilt bisher nur für eine 
Koordinatenrichtung, für alle drei Achsen braucht man drei Sensoren.

hier hab ich schonmal darüber geschrieben:
Beitrag "Suche Kompass-Modul, GPS-Modul und passenden Mikrocontroller"
http://www.mikrocontroller.net/articles/Magnetfeldsensor

Autor: déjà vu (Gast)
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hier der schaltplan; ohne gewaehr. aber ob das hilft?
ich werd jetzt nochmal versuchen, das ding zum laufen zu bringen.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Das ist ein nichtinvertierender Verstärker mit 201-facher 
Spnnungsverstärkung und ein "schwimmender" Komparator, der high oder low 
ausgibt, je nachdem, ob der durchschnittliche Spannung gerade unter- 
oder überschritten wird. Das funktioniert also nur dynamisch, wie es für 
dieses Spielzeug ja möglich ist. In Elektor wurde mal ein Kompassensor 
benutzt, der von einem Elektromotor angetrieben wurde, das könnte ein 
ähnliches dynamisches Messprinzip sein. Damit hat man automatisch zwei 
Koordinatenachsen erfasst.

Autor: déjà vu (Gast)
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bis jetzt konnte ich dem ding keine funktion entlocken. ich umkreise es 
mit einem magneten und schaue mir den ausgang auf dem oszi an, aber es 
kommt einfach nur eine grade linie raus. das es nur dynamisch 
funktioniert kann gut sein, waere ja auch zu "einfach" so einen 
funktionierenden kompass zu basteln. ich weiss allerdings, dass es 
damals(tm) funktioniert hat und ich davon beeindruckt war.
ich werde mal weiter nach der webseite mit dem originalplan suchen.

Autor: déjà vu (Gast)
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ps: ein "hidden feature" dieses spielzeugs ist ein funktionierender 
kompass.

Autor: déjà vu (Gast)
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endlich gefunden! das unbekannte teil ist eine induktivitaet:
http://www.redstoyland.com/Projects/Hacks/iTOPhack.html

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Ein Parallelschwingkreis - ja da induziert das Erdmagnetfeld eine 
Wechselspannung synchron zur Drehung.
Aber den Kondensator am Ausgang des Komparators meinen die hoffentlich 
nicht ernst? Der sollte am Betriebsspannungspin darüber angeschlossen 
sein, sonst schwingt der OP.

Autor: Mr. H. (jolly13)
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> Außerdem muß man ihn nach jedem Einschalten neu kalibrieren, indem man
> sich einmal langsam um 360 Grad dreht.

Trifft diese Aussage nun auf den Pollin Kompass zu oder nich?

Autor: Mitbastler (Gast)
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@Mr. H:
Nein.

Heute habe ich mir mal den Kompass bestellt. Sobald ich ihn habe werde 
ich ihn mal genau unter die Lupe nehmen und dann hier berichten.

Autor: Mitbastler (Gast)
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Hallo,
in dem Gerät werkelt ein KMZ52 von Philips.
Der Kompass an sich ist etwas umständlich zu bedienen. Ich werde wohl 
das Teil ganz zerlegen und den IC auf meine eigene Platine löten.
Nachher mache ich noch ein paar Photos von der Platine.

Autor: Karl-Heinz M. (khmweb)
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Mitbastler schrieb:
> Nachher mache ich noch ein paar Photos von der Platine.

Ich hab zufällig das Teil auch gerade beim Wickel aus Neugier (Wie geht 
das? ;-) und finde diesen Thread.

Die Bilder liefere ich hier mal nach, da sie leider fehlen.

Der KMZ52 befindet sich auf der Rückseite wo das Display ist. Auf der 
anderen Seite sind noch ein LM339 und ein LM324.

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