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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Debugging mit AVR-Studio und Pollin Evaluation-Board


Autor: Tom (Gast)
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Hallo zusammen,

kann mir irgendjemand erklären, wie ich mit AVR-Studio 4.12 und dem 
Pollin Evaluation-Board Debuggen kann? Ich bekomme keine Verbindung 
zwischen AVR-Studio und dem Controller.

Danke und Gruß

Tom

Autor: Micha (Gast)
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Du brauchst einen entsprechenden "Debug"-fähigen ISP-Programmer (Dragon, 
MKII(?, war's doch, oder?), Everlight-Nachbau etc.) Nur über das 
Pollin-Board (serielle Schnittstelle, oder einfacher 
Parallel-Programmer) geht nicht! Wenn Hardware vorhanden, richtiges 
Target und Programmer auswählen, ISP anschließen und im Studio "Debug" 
wählen :-)

Du kannst Dir einen ISP-Debugger leicht selber bauen. Such mal nach 
"Everlight" oder MKII-Clone, es gibt ein paar Varianten. Ich habe meinen 
mit einem Mega16, ein bisschen Hühnerfutter auf einer Lochraster-Platine 
aufgebaut. Firmware bringt das Studi mit :-)

Autor: Tom (Gast)
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Hallo Micha,

erstmals Danke für die schnelle Antwort.

Heist das im Klartext, dass ich mit diesem Evaluation-Board machtlos 
bin, Fehler im Source-Code zu finden?

Heist das, ich kann mein Programm immer nur testen, indem ich es auf den 
Controller spiele?

tom

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Genau das heißt es.

Autor: Tom (Gast)
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Dann brauch ich schnellstmögich eine sinnvolle Lösung.

Stellt das STK500 so eine Lösung dar?

Kann ich mit diesem Board den Controller dann auch ohne PonyPorg 
bespielen, debuggen, usw?

Tom

Autor: Nudelbauer (Gast)
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Nein. Das STK500 beherrscht leider kein JTAG.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Nein, was Du brauchst, ist ein AVR-Dragon. Der kann bis 32kiB 
FlashController in Echtzeit debuggen.

Autor: Tom (Gast)
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Könntet Ihr mir dann eine Ideal-Lösung an Entwicklungsumgebung nennen?
Was soll ich mir alles besorgen?
(Scheiß auf die Kosten!)

Autor: Sebastian (Gast)
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Ja, mit AVR Studio. Das geht mit dem Dragon aber auch, soweit ich weiß.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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AVR-Studio 4 unterstützt alle originalen AVR-Programmiergeräte und 
kann diese auch, so es erforderlich wird, auf den neuesten Stand 
bringen. Frei zum Download auf www.atmel.com .

Autor: Patrick (Gast)
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Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Nicht notwendig, wenn man bei den "kleineren" Controllern bleibt. Lohnt 
eigentlich nur für die Industrie.

Autor: Tom (Gast)
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Und das heist, dass so ein Set ein Sorglos-Paket wäre, was Entwicklung, 
Fehlersuche, Debugging usw. betrifft?

Mit welcher Umgebung arbeitest Du?

Autor: Patrick (Gast)
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Und an wen ging jetzt die Frage?

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Ich arbeite mit STK500, AVR-ISP und AVR-Dragon - zusammen mit AVR-Studio 
4.13. Ich persönlich habe keine Sorgen, debuggen tue ich aber nur selten 
auf dem Chip, da ich ASM bevorzuge und das bekomme ich allermeist noch 
im Kopf entkäfert ;-). Funktionieren tut der Dragon aber einwandfrei, 
sowohl über Debug-Wire (1-Pin) als auch über JTAG. STK500 und AVR-ISP 
sind hervorragende ISP-Programmer, letzterer besonders für unterwegs.

Autor: Tom (Gast)
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Vielen Dank für die Tips.

Ich werde nun mal Shoppen gehen.

Gruß und schönes Wochenende

Tom

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Hau ´rein ;-)

Autor: Micha (Gast)
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Hallo Tom!

Schau mal hier in der Artikelsammlung: 
http://www.mikrocontroller.net/articles/JTAG

Ich habe mich oben vertan, das Teil ist natürlich "Evertool light" 
(http://gandalf.arubi.uni-kl.de/avr_projects/everto...). Wie 
gesagt, die "Light"-Variante läßt sich gut auf Lochraster aufbauen und 
kostet keine 10€. Der Vorteil gegenüber dem Dragon: der Preis, es kann 
AVR's > 32kb debuggen, NAchteile: kein DebugWire, kein High-Voltage und 
bestimmt noch was.
Aber für's Hobby reicht es!

Autor: Maxim (Gast)
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Welche Vorteile hat so eine Hardware gegenüber der Simulation in AVR 
Studio?

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Daß Du Schrit für Schritt siehst, was der Controller wirklich macht. 
Eine Simulation ist und bleibt eine Simulation. Und Du kannst den Takt 
des Controllers zur Laufzeit bis auf "Mitsehgeschwindigkeit" 
herabsetzen.

Autor: Hannes Lux (hannes)
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Maxim wrote:
> Welche Vorteile hat so eine Hardware gegenüber der Simulation in AVR
> Studio?

Der Simulator unterstützt nicht alle Features des AVRs.

Wie willst Du beispielsweise "simulieren", welcher ADC-Wert gemessen 
wird, wenn Du ein Poti am ADC-Eingang hast?

Oder wie willst Du das Messen einer Impulsbreite (oder -Abstand) mittels 
ICP-Interrupt simulieren? (ja, das geht, ist aber umständlicher)

Oder noch besser, wie willst Du Dir das empfangene 
IR-Fernbedienungs-Telegramm vom Simulator anzeigen lassen?

Gut, ich bin auch nicht der große Debugger-Benutzer (habe den kürzlich 
erworbenen Dragon noch nicht viel benutzt), ich programmiere in ASM und 
kann meinen Code auch ohne "Ausprobieren" (Debuggen mit Debugger) ganz 
gut nachvollziehen. Aber nützlich ist so ein Debugger schon, ich brauche 
wohl nur noch etwas Zeit, mich daran zu gewöhnen...

...

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>Aber nützlich ist so ein Debugger schon, ich brauche
>wohl nur noch etwas Zeit, mich daran zu gewöhnen...

Haste schön gesagt. Ich frage mich, wie die Leute damals entkäfert 
haben, als noch in HEX-Code programmiert wurde ;-).
Gruß nach anne Elbe!

Autor: Hannes Lux (hannes)
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Travel Rec. wrote:
>>Aber nützlich ist so ein Debugger schon, ich brauche
>>wohl nur noch etwas Zeit, mich daran zu gewöhnen...
>
> Haste schön gesagt. Ich frage mich, wie die Leute damals entkäfert
> haben, als noch in HEX-Code programmiert wurde ;-).

Tja, der technische Fortschritt...
Anstatt eine Schaltung durchzurechnen (und durchzumessen) wird sie mit 
Simulationsprogrammen simuliert (oftmals, ohne die Zusammenhänge zu 
verstehen), anstatt ein Programm zu planen, wird es im Debugger (Versuch 
und Irrtum) geschrieben... Wenn der Profi, der die Zusammenhänge 
versteht, das macht um Zeit zu sparen, dann habe ich dafür Verständnis. 
Wenn aber der Anfänger meint, er könne sich mit solchen Hilfsmitteln das 
Erlernen von Grundlagen ersparen, dann habe ich kein Verständnis mehr 
dafür... ;-)

> Gruß nach anne Elbe!

Danke, grüß den Huy...
Bit- & Bytebruch,
Hannes

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Wie auch immer - häppi Wiekend!

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