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Forum: Offtopic WEEE/ElektroG und ebay


Autor: Carl (Gast)
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Ich habe gerade (in dem mit FireFox saumäßig bedienbaren) Forum von ebay 
diesen Beitrag gefunden: "Wieso verbietet ebay nicht den illegalen 
Verkauf von Elektroartikeln?" 
(http://community.ebay.de/forum/ebay/thread.jspa?th...). 
Eigentlich ne gute Frage, die wohl so halb schon die Antwort im Text 
gleich mitliefert. Stellts sich mir ja mal wieder die Frage, wer die 
Einhaltung des Gesetzen von Amtswegen eigentlich kontrolliert oder ob 
das nur eine Gelegenheit für Abmahnanwälte ist (die aber bisher auch 
noch nicht auf den Trichter gekommen sind, denn man hört ja nichts 
davon).

Scheint nicht so viele Leute zu begeistern, aber ich frage mich warum, 
denn bei Themen wie der Petition 
(Beitrag "*** Mitmachen: Petition WEEE/ElektroG ***") haben die Wellen ja recht 
hoch geschlagen. Vielleicht interessiert das aber jemanden hier. 
Andererseits wird's vermutlich auch viele Anwender hier geben, die genau 
dieses Manko von ebay ausnutzen und ihre Eigenbauschaltungen und 
Grauimporte dort verticken...

C.

Autor: l00k (Gast)
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Wird wohl kaum jemand so dumm sein, in der Artikelbeschreibung zu sagen, 
dass die Geräte nicht bei der EAR registriert sind.
Somit ist der Verkauf auch nicht offensichtlich illegal. Man könnte 
höchstens beim Anbieter nachfragen oder sich so ein Teil bestellen um 
danach dagegen vorzugehen.

Was für Typen sind das eigentlich, die Andere wegen solcher "Vergehen" 
anschwärzen wollen? Und die Argumente "Umweltschutz" und "Kundenschutz" 
sind ja wohl mehr als nur wackelig. Gerade die Anbieter, die sich die 
Registrierung nicht leisten können, weil sie einen großen Teil des 
Gewinns auffressen würde, bringen so geringe Mengen auf den Markt, dass 
es der Umwelt sch...egal ist. Und abgeben kann ich als Kunde JEDES 
Elektrogerät bei den Sammelstellen. Da schaut niemand, ob eine gültige 
Nummer draufsteht. Somit ist Kundenschutz auch kein Argument.

Das die Richtlinie von Deutschland auf die schlechtestmögliche Weise 
umgesetzt wurde, ist ja wohl unstrittig...

Autor: Carl (Gast)
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Ok,ich bin auch kein großer Umweltschützer im Alltag. Aber zu sagen, 
dass die Menge keine Rolle spielt, halte ich doch für etwas fahrlässig. 
Wo fängt dann Umweltschutz an? Und den Sinn und Unsinn des Gesetztes 
wollte cih ja auchgar nicht diskutieren.
Ich denke aber, dass da bei ebay schon Unmengen nicht gekennzeichneter 
Artikel im Markt landen. Da muss man auch nicht groß recherchieren. Ich 
stelle mal sämtliche Waren aus Hong Kong und China unter 
Generallverdacht - und da kommt vieles her, was so mancher Käufer gerne 
übersieht, bis er Post vom Zoll bekommt und das Schnäppchen plötzlich 
richtig teuer wird :-P
Aber auch die inländischen Händler kaufen gerne in Fernost ein und 
verscherbeln den Kram dann hier.
Und wenn mich nicht alles ganz doll täuscht, ist man als 
In-Verkehrbringer (wie das so schön heißt) dazu verpflichtet, die 
Kennzeichnung explizit bei der Artikelbeschreibung anzugeben. Klar, 
dranhalten tut sich niemand - nicht mal die großen Cs und Rs... Aber man 
hätte dann seitens ebay eigentlich eine gute Möglichkeit die Sache in 
den Griff zu bekommen.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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So wie das Gesetz konstruiert ist, wird der Umweltschutz doch nur als 
willkommenes Scheinargument benutzt, die Monopolisierung des 
Elektronikmarktes voranzutreiben.

Wenn da einige kleine richtig kreativ werden, ist das doch eher 
sympathisch, oder?

Autor: l00k (Gast)
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Eine Kennzeichnungspflicht in der Artikelbeschreibung besteht meines 
Wissens nicht. Es muß nur auf dem Gerät selber eine Kennzeichnung sein.

Und weil das so ist, muß/kann ebay da auch garnicht aktiv werden. Und 
das ist auch gut so :-))

Umweltschutz ist eine schöne Sache. Allerdings wäre die Umwelt auch 
geschützt wenn die Richtlinie so wie in Österreich oder der Schweiz 
umgesetzt worden wäre. Da funktioniert der Umweltschutz auch, ohne 
kleinere Anbieter damit zur Geschäftsaufgabe zu zwingen.

Autor: Miro (Gast)
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Weiss jemand ob dieser Zirkus Weltweit eingeführt wurde? Gibts die 
gleichen Regeln auch in den USA?

Autor: Kalauer (Gast)
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>So wie das Gesetz konstruiert ist, wird der Umweltschutz doch nur als
>willkommenes Scheinargument benutzt, die Monopolisierung des
>Elektronikmarktes voranzutreiben.

So sieht's aus!

Autor: icke (Gast)
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Das:  http://www.heise.de/newsticker/meldung/98700  (RFID)

passt zu:
>Ok,ich bin auch kein großer Umweltschützer im Alltag. Aber zu sagen,
>dass die Menge keine Rolle spielt, halte ich doch für etwas fahrlässig.
>Wo fängt dann Umweltschutz an? Und den Sinn und Unsinn des Gesetztes
>wollte cih ja auchgar nicht diskutieren.

Autor: Gast (Gast)
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Offensichtlich ist das jemand, der sich gerne im Forum mit sich selbst 
unterhält.

Jeder Deutsche darf in Hong-Kong oder China einkaufen. Aber warum so 
weit weg? Jedes Nicht-EU-Land darf in D verkaufen und jeder Deutsche 
darf in einem Nicht-EU-Land einkaufen. Für diese Länder gilt die 
Direktive nicht. Also ist doch ein deutscher/europäischer Verkäufer klar 
im Nachteil. Möchtest du gerne alle deutschen/europäischen Verkäufer 
abmahnen, um so den Weg für die nicht-europäischen zu bahnen?

Einzig der Vertieb ist untersagt, nicht der Einkauf und nicht der 
Verkauf bei Nicht-EUlern.

Autor: Kalauer (Gast)
Datum:

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"Gemäß WEEE/ElektroG (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrog 
und http://www.stiftung-ear.de/) ist der Vertrieb von Elektrogeräten 
ohne Kennzeichnung und ohne geregeltes Recycling in Deutschland und der 
EU verboten."

[Zitat aus o. g. Forum]

Gilt dies eigentlich auch für gebrauchte Geräte von Privatpersonen?

Autor: Mark (Gast)
Datum:

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>Jedes Nicht-EU-Land darf in D verkaufen und jeder Deutsche
>darf in einem Nicht-EU-Land einkaufen.

Jein. Der Verkäufer - egal wo er sich in dieser Welt aufhält - darf nur 
registrierte und gekennzeichnete Artikel nach D/EU verkaufen. Wenn also 
einer aus China was hierher verschickt, dann ist das illegal (oder 
zumindest ordnungswidrig, wenn's das gibt)!

>Gilt dies eigentlich auch für gebrauchte Geräte von Privatpersonen?

Als Privatperson ist das alles egal, es geht dabei nur um B2C. Nicht mal 
um B2B.

Es stimmt außerdem, daß Hersteller (und ich gehe mal davon aus, daß auch 
die Verkäufer gemeint sind, da das ElektroG ja nicht zwischen denen 
unterscheidet) ihre Registriernummer angeben: "Achtung: Hersteller von 
Elektro- und Elektronikgeräten müssen auf Ihren Geschäftsbriefen  - und 
daher auch auf Rechnungen - zusätzlich ihre nach dem ElektroG neuerdings 
erforderliche Registrierungsnummer aufführen." 
(http://www.stuttgart.ihk24.de/produktmarken/recht_...)
Und im Internetrecht gilt ja jede email und i. d. R. auch die Webseite 
als Geschäftsbrief.

Autor: Mark (Gast)
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Nachtrag:
Hier mal zwei (wahllos ergooglete) Anbieter, die Ihre Pflichtangaben 
erfüllen:
http://members.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewUserPa...
http://www.elv.de/output/controller.aspx?cid=63

Ich denke schon, daß ebay da ein wenig mehr drauf achten sollte. Gerade 
im Hinblick auf die ehrlichen Anbieter, die eben nicht zu Dumpingpreisen 
anbieten können. Ansonsten nimmt man da ja auch alles ganz genau (ich 
sag nur "Eisenbahnschwellen"). Aber sicher haben die kein Interesse dran 
und eine Lobby dafür wird es auch nicht geben und per email/Kontakt kann 
man bei ebay auch nie wen erreichen.

Autor: Harry Up (harryup)
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hi,
interessanter aspekt dabei: es geht ja um die entsorgung der geräte, ich 
gehe mal davon aus, dass ein käufer ein gerät nicht zum zewcke der 
entsorgung sondern zum gebrauch erwirbt. bis die entsorgung zum tragen 
kommt, haben wir unter umständen schon wieder andere gesetze und bessere 
abfallverwertungsmethoden (haben wir ja jetzt schon, nur hat uns helmut 
den grünen punkt bis 2026 beschert). es geht also - was die legalität 
anbelangt - wie fast immer um's liebe geld.
grüssens, harry

Autor: .... (Gast)
Datum:

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soweit ich weiß gilt der Hinweis mit den Angabe auf dem Geschäftspapier 
nur für Hersteller, Nicht Verkäufer. Also braucht ein reiner Händler der 
nur im EG-Land einkauft keine.

Autor: Ernie ohne Bert (Gast)
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Die Entsorgung wird man in Zukunft immer mehr auf den Käuferabwälzen 
fürchte ich. Passt mal auf, wieviel Schrott demnächst auf EBAY 
auftaucht, den der Verkäufer einfach nur loswerden will, um 
Entsorgungskosten zu sparen.

Autor: Gast (Gast)
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>Wenn also
>einer aus China was hierher verschickt, dann ist das illegal (oder
>zumindest ordnungswidrig, wenn's das gibt)!

Das ist falsch. In China interessiert das niemanden. Der deutsche Käufer 
müsste belangt werden. Ihm müsste es verboten sein, in Ländern 
einzukaufen, die sich nicht an die Richtlinien halten. Das ist aber 
unmöglich, Der Arm der Justiz reicht nicht bis nach China. An 
Privatpersonen können Chinesen alles verkaufen.

Aber genauso ist es z.B. mit Bulgarien. Viele Privatpersonen kaufen bei 
Olimex ein. Olimex hat aber weder eine WEEE-Nummer, noch haben die sich 
danach zu richten, was die EU will. Und es ist noch kein Deutscher nach 
Bulgarien einmarschiert, um dort irgendwen zu verhaften.

Das ganze ist eine grausige Wettbewerbsverzerrung zugunsten der 
Nicht-EU-Staaten.

Autor: Gast #2 (Gast)
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1. Bulgarien ist EU-Mitglied
2. Olimex verkauft keine Elektrogeräte, sondern Module die für sich 
alleine keine Funktion erfüllen

Autor: Peter (Gast)
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>2. Olimex verkauft keine Elektrogeräte, sondern Module die für sich
>alleine keine Funktion erfüllen

So? Was ist an einem gehausten Programmer ein Modul? Das ist ein 
Fertiggerät. Man schaue sich nur mal die USB-Programmer an.

Autor: Gast #2 (Gast)
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Ansichtssache. Wenn der "Programmer" einen Sockel hätte, vielleicht. So 
ist es in meinen Augen eher ein Adapter als ein Fertiggerät.

Autor: Peter (Gast)
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Interessante Module:
http://olimex.com/dev/msp-jtag-iso.html
http://olimex.com/dev/msp-jtag-tiny.html

Wo ist die WEEE-Nummer? Wo ist die durchgestrichene Mülltonne? Um in 
Deutschland verkaufen zu dürfen, muss Olimex einen Zweigsitz hier haben 
oder kommt Olimex nach Deutschland, um die Container zu entsorgen? Wo 
ist der Zweigsitz?

Autor: Kalauer (Gast)
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Was interessiert dich das? Kann dir doch völlig egal sein, oder?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Also ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Zerbrecht ihr euch immer 
den Kopf der Großkonzerne, die diesen elenden Mist mit der 
Containerlotterie erfunden haben?

Hoffentlich bekommt ihr auch die große Kohle dafür!

Anderenfalls: IHR SCHWACHKÖPFE!

Autor: mitgelesen (Gast)
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Bitte lasst doch euren Zorn nicht zuerst an den kleinen Krautern aus, 
die dem ElektroG nicht oder noch nicht nachkommen (können), sondern 
kritisiert verdammt noch mal diese katastrophale, überbürokratische 
Umsetzung des ElektroG BEI UNS!

Haltet euch doch bitte mit dem Anschwärzen der "Verweigerer" zumindest 
solange zurück, bis es eine akzeptable, unbürokratische UND BEZAHLBARE 
Regelung für Klein- und Kleinstmengen an Elektroschrott gibt, die für 
den GELEGENHEITS-Entwickler, die-Ein-Mann-Firma, das kleine 
Ingenieuer-Büro etc. ERTRÄGLICH ist!

Vielen Dank!

Autor: Peter (Gast)
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>Was interessiert dich das? Kann dir doch völlig egal sein, oder?

kann sein, dass dir der Umweltschutz scheiß egal ist, Hauptsache du 
bekommst billig. Wo ziehst du die Grenze? Offensichtlich bei deinem 
Geldbeutel. Alle großen Firmen, die sich nicht an WEEE halten sind 
Verbrecher, aber die kleinen, wo du bevorzugst einkaufst nicht, obwohl 
sie dieselben Methoden haben? Wo entsorgst du deinen Billigschrott? 
Vermutlich ganz ordinär in der Mülltonne.

>So ist es in meinen Augen eher ein Adapter als ein Fertiggerät.

Es ist ein Fertiggerät, wie jeder andere gehauste Programmer auch. Atmel 
packt z.B auch die Mülltonne auf die Geräte.

Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Umsetzung Müll ist. 
Jetzt nach Staatsanwalt, Abmahnanwälten o.ä. zu brüllen, nur weil man 
die eine oder andere Firma nicht leiden kann, ist kontraproduktiv. 
Entweder alle oder keiner.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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> kann sein, dass dir der Umweltschutz scheiß egal ist, Hauptsache du
> bekommst billig.

Der Umweltschutz wird leider nur MISSBRAUCHT, um Interessen 
durchzusetzen, die damit nicht das Geringste zu tun haben.

> Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Umsetzung Müll ist.
> Jetzt nach Staatsanwalt, Abmahnanwälten o.ä. zu brüllen, nur weil man
> die eine oder andere Firma nicht leiden kann, ist kontraproduktiv.
> Entweder alle oder keiner.

Wenn sich ein Kleiner durchmogelt, dann schadet er damit ausschließlich 
denen, die ihm dem Mist eingebrockt haben - die müssen für die 
Entsorgung aufkommen. Die Umwelt wird dadurch nicht mehr geschädigt, als 
wenn er brav gelöhnt hätte.

Ergo: Nach Staatsanwalt, Abmahnanwälten o.ä. brüllen nur die 
Allerdümmsten.

Autor: senf dazugeben (Gast)
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>Nach Staatsanwalt, Abmahnanwälten o.ä. brüllen nur die
>Allerdümmsten.

oder schlicht diejenigen, die geglaubt haben ihre lästigen kleinen 
Konkurrenten mit Hilfe der Richtlinie endlich los geworden zu sein

Autor: Kalauer (Gast)
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"Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Umsetzung Müll ist.
Jetzt nach Staatsanwalt, Abmahnanwälten o.ä. zu brüllen, nur weil man
die eine oder andere Firma nicht leiden kann, ist kontraproduktiv."

Gerade dein Auftritt hier macht aber den Eindruck, dass du zu den Leuten 
gehörst, die bei eBay nach Abmahngelegenheiten nur so suchen; nicht das 
es so wäre, wie gesagt, es macht nur den Eindruck.

Autor: Carl (Gast)
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Erstaunlich, wie hoch die Wellen hier schlagen. Dachte ich mir doch, 
dass es ein Thema ist, das eigentlich mehr Beachtung finden sollte...

Nach Anwälten hat doch gar keiner geschriehen. Es ging doch nur darum, 
dass bei ebay alles mögliche verboten ist, nur etwas 
naheliegendes/umsatzstarkes nicht.

>Wenn sich ein Kleiner durchmogelt, dann schadet er damit ausschließlich
>denen, die ihm dem Mist eingebrockt haben - die müssen für die
>Entsorgung aufkommen. Die Umwelt wird dadurch nicht mehr geschädigt, als
>wenn er brav gelöhnt hätte.

Sehr merkwürdige Argumentation. Ich nehme mal ein anderes Beispiel: Ich 
schnalle mich nicht im Auto an. Ist das mein Problem? Warum kontrolliert 
hier der Staat so sehr, wo ich doch wirklich ausschließlich mich 
gefährde? Die Umwelt zu schädigen (wie schon gesagt: ich bin auch nicht 
der große Aktivist in der Beziehung und schmeiße Glas in die gelbe Tonne 
- hat schließlich auch illegal einen Grünen Punkt) ist aber eine Sache, 
die alle betrifft und nicht nur mich als Billigkäufer, denn das Gerät 
kann und wird nicht fachgerecht was auch immer sich dahinter verbirgt) 
entsorgt, da es z. B. Blei enthält.

Und noch mal: Wer ein Gerät von wo auch immer an einen EU-Bürger 
verkauft, muss eine Kennzeichnung am Gerät haben oder er macht sich nach 
EU Recht strafbar. Sollte der Chinamann also einen Fuß in die EU setzen, 
droht ihm Vollzug. Sicher schwer zu ahnden. Vielleicht sollte hier wie 
beim Zigarettenschmuggel vorgegangen werden: der Käufer ist auch zu 
belangen?

C.

Autor: Thomas (Gast)
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>Und noch mal: Wer ein Gerät von wo auch immer an einen EU-Bürger
>verkauft, muss eine Kennzeichnung am Gerät haben oder er macht sich nach
>EU Recht strafbar. Sollte der Chinamann also einen Fuß in die EU setzen,
>droht ihm Vollzug.

auch durch Wiederholung wirds nicht richtig. Nicht der Verkäufer macht
sich strafbar. Wer aus China importiert wird automatisch für die EU zum 
Hersteller. Somit muss er selbst für die notwendigen Zulassungen sorgen.
Das betrifft neben WEE auch CE oder VDE Prüfungen sofern die nicht schon 
gemacht wurden.
Ach ja: nur Hersteller brauchen die WEE Nummer nicht die Händler.
Ein Händler in DE hat also mehrere Möglichkeiten:

1. Handel mit Geräten aus DE
2. Handel mit Geräten aus der EU mit WEE Reg.
3. Import aus der nicht EU mit eigener WEE Reg.

nun überlege mal welche Verkäufer in DE eine eigene WEE Reg brauchen?


Thomas

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Carl (Gast):
> Die Umwelt zu schädigen ... entsorgt, da es z. B. Blei enthält.

Glaubst du etwa, daß Schlag Einführung des ElektroG alle Altgeräte, die 
zur Entsorgung anstehen, bleifrei sind?

Autor: Gast (Gast)
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>Wer aus China importiert wird automatisch für die EU zum
>Hersteller. Somit muss er selbst für die notwendigen Zulassungen sorgen

Und das hat zur Folge, dass es einige gibt, die aus China als Privatmann 
importieren und bei Ebay als Privatmann verkaufen, wie z.B. Solarregler.

Autor: Nixcheck (Gast)
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Fazit: wer eine Firma gründen will, sollte das nicht in Deutschland 
machen.
Die deutschen Bürokraten sorgen schon dafür das es genügend Arbeit gibt 
- für Bürokraten.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Nixcheck wrote:
> Die deutschen Bürokraten sorgen schon dafür das es genügend Arbeit gibt
> - für Bürokraten.

Wir sind eben eine Dienstleistungsgesellschaft...

Autor: Thomas (Gast)
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>>Wer aus China importiert wird automatisch für die EU zum
>>Hersteller. Somit muss er selbst für die notwendigen Zulassungen sorgen

>Und das hat zur Folge, dass es einige gibt, die aus China als Privatmann
>importieren und bei Ebay als Privatmann verkaufen, wie z.B. Solarregler.

Das ist kein Argument! Wer importiert um die Sachen hier zu verkaufen 
ist
Händler und kein Privatmann. Das funktioniert wohl nur eine begrenzte 
Zeit.
Auserdem verschenkt er die Einfuhrumsatzsteuer.
Spätestens nach der ersten Abmahnung der Konkurenz ist Schluss. Handel 
ist
unabhängig wo er statt findet mit Kosten verbunden. Wer handeln will 
muss sich an die Regeln halten. (und seine Kosten halt auf den VK 
aufschlagen)

Thomas

Autor: Visitor (Gast)
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@Uhu,

"Glaubst du etwa, daß Schlag Einführung des ElektroG alle Altgeräte, die
zur Entsorgung anstehen, bleifrei sind?"

Der Sinn der Richtlinie ist die Vermeidung von Blei in der Zukunft. Von 
Elementumwandlung war definitiv nicht die Rede. Deine Einstellung zum 
Umweltschutz scheint eher zu sein: Bevor ich etwas mache, müssen aber 
erst die anderen ran.

Wenn man mal etwas über den Tellerrand hinaus sehen würde, könnte man 
diese Richtline als Eintrittshemmnis für Billiganbieter aus Fernost 
einsetzen. Bei der Umsetzung der Reach-Richtlinie in der chemischen 
Industrie sind zumindest entsprechende Überlegungen im Gange.

Wenn man die letzten 20 Jahre zurückblickt, hat es bei jeder Einführung 
von Umweltschutzgesetzen das übliche Geheule vom Untergang der 
westlichen Zivilisation gegeben. Bestes aktuelles Beispiel: Rußfilter. 
Anstatt sich gezielt vorzubereiten, hat die deutsche Autoindustie bis 
zur letzten Minute gewartet und dann das Geweine angefangen.

Autor: Carl (Gast)
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>Ach ja: nur Hersteller brauchen die WEE Nummer nicht die Händler.

Nein. Irrtum. Noch mal mit der Materie befassen.
Der In-Verkehrbringer. Das kann Hersteller oder Händler sein. Und ein in 
D hergestelltes Gerät braucht auch eine Kennzeichnung - von wem auch 
immer diese angebracht wird ist egal. Ich kann in D Geräte ohne 
Kennzeichnung herstellen und an einen Händler in D verkaufen. Das ist 
B2B und nicht von ElektroG betroffen. Der Händler kann es ja 
verschrotten (umweltgerecht bitte sehr) oder exportieren usw. Aber wenn 
dann der Händler das Zeug in der EU an einen Consumer verkauft, muss er 
eine Kennzeichnung anbringen.

>>Und das hat zur Folge, dass es einige gibt, die aus China als Privatmann
>>importieren und bei Ebay als Privatmann verkaufen, wie z.B. Solarregler.

>Das ist kein Argument! Wer importiert um die Sachen hier zu verkaufen
>ist
>Händler und kein Privatmann. Das funktioniert wohl nur eine begrenzte
>Zeit.

Auch so ein Unding bei ebay, das es immer noch viele Leute gibt, die das 
so drehen wollen und damit durchkommen (bis dann wieder einer bei einem 
Käseblatt oder einer investigativen TV Show sich als abgezockter Käufer 
beglagt).
Ebenso wie der unversicherte Versand von Waren...

>Wenn man mal etwas über den Tellerrand hinaus sehen würde, könnte man
>diese Richtline als Eintrittshemmnis für Billiganbieter aus Fernost
>einsetzen.

Wenn es so funktionieren sollte, hätte man sich mal bei Absegnung 
überlegen müssen, wer die Einhaltung denn kontrollieren soll (so wie der 
Zoll zuständig ist für Schmuggel bspw.). Da aber keine Behörde ein Auge 
darauf hat, ist es nur für Abmahner interessant.

Das das Gesetzt schlecht (umgesetzt) ist, will wohl keiner bestreiten.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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> Deine Einstellung zum Umweltschutz scheint eher zu sein: Bevor ich
> etwas mache, müssen aber erst die anderen ran.

Nein. Ich bin entschieden dafür, daß die Menschheit endlich aufhört, 
ihre eigene Existenzgrundlage zu ruinieren.

Allerdings bin ich auch entschieden dagegen, daß dieser für unsere 
Zukunft absolut lebensnotwendige Gedanke von einigen Groß-Ganoven 
mißbraucht wird und damit diskreditiert wird, sich weitere 
Konkurenzvorteile gegenüber kleinen Firmen zu erschleichen - Stichwort: 
Drohende Existenzvernichtung durch die Containerlotterie. Der 
Gesetzestext wurde unserer 'Volksvertretung' von Lobbyisten der 
Elektronikindustrie eingeflüstert... und diese Trantüten - oder sollte 
man besser sagen: Lumpen - ließen sich nur zu gerne 'helfen'.

Das Strickmuster, das hier angewendet wird, kannst du überall 
beobachten. Ich will nur zwei Beispiele nennen - mit etwas Überlegung 
wirst du weitere finden:

- Verschärfung des Sexualstrafrechtes um Kinder zu 'schützen' - wobei
  Kinder alle unter 18 sind, um anschließend nach dem Erwachsenen-
  strafrecht abgeurteilt zu werden.
  So werden kindliche Doktorspiele zum Gewaltverbrechen gemacht.
- Überfall auf den Irak, um ihn von einem furchtbaren Diktator zu
  befreien. In Wirklichkeit ging es nur um den Raub der Ölvorkommen
  und die Iraker sehnen sich nach Saddams Zeiten zurück.

Autor: Thomas (Gast)
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>>Ach ja: nur Hersteller brauchen die WEE Nummer nicht die Händler.

>Nein. Irrtum. Noch mal mit der Materie befassen.

ist mir schon bekannt. Du hast das etwas aus dem Zusammenhang grissen.
Der Importeur wird Hersteller. Wer in DE produziert braucht eine WEE
oder er verzichtet B2C. Kein (seriöser) Händler wird in DE etwas vom 
Hersteller kaufen wenn der keine WEE hat, da er dann selbst die Sache
regeln muss. Macht er das nicht ist das sein Problem.
Ein Händler der in DE einkauft und weiterverkauft braucht keine WEE.
Das haben andere schon für ihne erledigt.
Wir machen beispielsweise monatlich! die Meldungen für alle Waren die
wir direkt importieren. Waren die wir aus DE beziehen bleiben da ausen
vor, da wir dann nicht als Hersteller auftreten.
Das bedingt dann halt aber, dass wir eine Rechnung mit WEE sehen wollen.

Thomas

Autor: Visitor (Gast)
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@Uhu,

Also ist das Problem nicht die Richtlinie als solche, sondern nur die 
Ausführungsbestimmungen.

Vielleicht sollte man auch den Irak-Krieg und Kindesmissbrauch aus 
dieser Diskussion heraushalten. Ich weiß z.B. nicht, welche Interessen 
die Großkonzerne beim letzen Thema haben.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Visitor wrote:
> Vielleicht sollte man auch den Irak-Krieg und Kindesmissbrauch aus
> dieser Diskussion heraushalten. Ich weiß z.B. nicht, welche Interessen
> die Großkonzerne beim letzen Thema haben.

Es geht mir nicht um die Themen als solche, sondern um das gemeinsame 
Strickmuster bei der Vorgehenseise.

Autor: Thomas (Gast)
Datum:

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>>Wenn man mal etwas über den Tellerrand hinaus sehen würde, könnte man
>>diese Richtline als Eintrittshemmnis für Billiganbieter aus Fernost
>>einsetzen.

>Wenn es so funktionieren sollte, hätte man sich mal bei Absegnung
>überlegen müssen, wer die Einhaltung denn kontrollieren soll (so wie der
>Zoll zuständig ist für Schmuggel bspw.). Da aber keine Behörde ein Auge
>darauf hat, ist es nur für Abmahner interessant.

Wer kontrolliert spielt doch keine Rolle. Markwirtschaft funktioniert
so. Der Staat braucht das gar nicht zu machen. Eine Abmahnung ist per
se nichts schlechtes. Wer sich nicht an die Wettbewerbsregeln hält wird
abgemahnt. Und ja wir wurden auch schon abgemahnt (zu recht) und
haben selbst abgemahnt. Die Spielregeln sind für alle gleich.
Hinter einem Abmahner steht immer auch ein Wettbewerber. Wenn dieser 
fehlt ist die Abmahnung unberechtigt dann kann man ja immer noch den 
Rechtsweg bestreiten. (auch das funktioniert ist halt ein bisschen 
Arbeit)

>Das das Gesetzt schlecht (umgesetzt) ist, will wohl keiner bestreiten.
Da hast du allerdings recht.

Thomas

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

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> Die Spielregeln sind für alle gleich.

Nur daß es einen Großkonzern wie Siemens absolut nicht juckt, wenn er 
bei der Containerlotterie 'gewonnen' hat, während der kleine 
Elektronikproduzent um die Ecke hinterher ein Loch im Budget hat, das 
ihm womöglich den Rest gibt.

Autor: Thomas (Gast)
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>Elektronikproduzent um die Ecke hinterher ein Loch im Budget hat, das
>ihm womöglich den Rest gibt.

Ein Container sind alles in allem um die 500 Euro. Wenn danach Schluss 
ist war vorher schon nichts mehr zu machen. (1 Tonne = 500.. 600 Euro)
Jeder Handwerker hat höhere Entsorgungskosten die er selbstverständlich
seinem Kunden in Rechnung stellt oder in die Kalkulation mit einbezieht.

Thomas

Autor: Carl (Gast)
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Kommt eigentlich wer mit Firefox bei ebay im Forum zurecht? Ich würde da 
ja gerne meinen Senf zu geben, doch sehe ich nicht ein, warum ich meine 
Sicherheits- und Browseranonymisierungsfunktionen dafür abschalten soll.

Autor: Visitor (Gast)
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@Uhu,

wir könnten jetzt noch lange über das Strickmuster Deiner beiden 
Beispiel diskutieren, ohne auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Umgekehrt wird genauso ein Schuh daraus. Daß die Richtlinie kommt, war 
jahrelang bekannt. Nur hat sich offenbar niemand im Vorfeld um eine 
praxisgerechtere Umsetzung gekümmert (auch die 
Mittelstandsvereinigungen, VDI etc.). Es war ja noch soooo viel Zeit.

Bestes Beispiel ist der „Dosenpfand“. Dieses Gesetz wurde übrigens von 
einem Umweltminister Töpfer (seines Zeichens CDU-Mitglied) auf den Weg 
gebracht und  von einer Umweltministerin Angela Merkel bestätigt. Herr 
Trittin hat dann lediglich die Umsetzung durchgeführt.
Zu den unsäglichen Randerscheinungen kam es allein durch die 
Getränkeindustrie. Deren Lobby hat sich ganz darauf verlassen, daß das 
Gesetz höchstrichterlich kassiert werden würde. Es kam nur dummerweise 
anders und man stand ohne Plan B da.
Die dann unter extremen Zeitdruck zusammengebastelten Lösungen waren 
dann auch nicht  wirklich durchdacht.

Im Prinzip hat man zwei Möglichkeiten mit Behörden umzugehen:

1. Alles ist Sch***e. Und Du Behörde bist die Schlimmste von allen.
2. Hallo Behörde, wie können wir die Richtlinie gemeinsam am 
sinnvollsten umsetzen.

Hier wird anscheinend hauptsächlich Ansatz 1. gepflegt.  Meine 
persönliche Erfahrung sagt mit aber, daß dieses nicht der beste Ansatz 
ist.

Autor: Gast (Gast)
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>Ein Container sind alles in allem um die 500 Euro. Wenn danach Schluss
>ist war vorher schon nichts mehr zu machen.

Wenn jemand Kleingeräte mit einem Jahresgewicht von 100kg produziert, 
warum soll er dann einen Container mit 1t entsorgen? Zudem kommen ja 
nicht nur die Entsorgungskosten, sonder n auch die Transportkosten dazu. 
Ökologisch macht es für einen Münchner wenig Sinn, einen Container aus 
Hamburg zu holen.

Autor: Nixcheck (Gast)
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@Visitor
Hier im Forum haben sich nicht wenige an der Petition beteiligt. Auch 
ich habe einige Bekannte angeregt die zu Unterschreiben. Elektroniker 
und Ing. haben meist sofort mitgemacht. Bei anderen Leuten bist du nur 
auf Unverständnis und Desinteresse gestoßen „ ..Was habt ihr denn gegen 
Umweltschutz ?“ Obwohl in der Petition klar drin steht das es nur um die 
Umsetzung geht und nicht um die Sache an sich geht. Es wurde auch 
ausdrücklich darauf hingewiesen das eine Umsetzung wie in der Schweiz 
oder  Österreich begrüßt würde. Natürlich kommen da aber nicht genügend 
Stimmen zusammen .. Lischen Müller liebt ja die Umwelt. Das wir durch 
solche Reglementierungen unsere kreativen und unternehmerischen Köpfe 
bis zur Untätigkeit behindern bzw. aus dem Land treiben, und das das 
langfristig natürlich auch Arbeitskräfte kosten interessiert doch kein 
Schwein.
Und wenn wir dann Solarregler nicht mehr selber bauen sondern aus China 
Importieren freuen sich  unsere EU-Partnerländer, weil der Import in die 
EU (somit auch nach Deutschland) über diese Länder wesentlich günstiger 
kommt als über Deutschland.

 „2. Hallo Behörde, wie können wir die Richtlinie gemeinsam am
sinnvollsten umsetzen. „

Hallo Weihnachtsmann .....

Das spricht ja wohl für sich:

http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_...

Gruß

Autor: Kalauer (Gast)
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>Fazit: wer eine Firma gründen will, sollte das nicht in Deutschland
>machen.

Das ist nichts neues!

Autor: Platinenbauer .. (platinenbauer)
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Thomas wrote:

> Ein Container sind alles in allem um die 500 Euro.  ....
> Jeder Handwerker hat höhere Entsorgungskosten die er selbstverständlich
> seinem Kunden in Rechnung stellt oder in die Kalkulation mit einbezieht.


Nicht ganz richtig.

Du kannst zum beispiel einen 30 cbm Container am anderen Ende der 
Republik "gewinnen" der muss innerhalb weniger Tage abgeholt und 
entsorgt werden. Nächster Punkt: Die Container selbst sind meistens 
Eigentum der örtlichen Entsorgungsfirma, daraus folgt, das diese 
meistens umgeladen werden müssen.

500 Teuro die Tonne ist korrekt, rechne mal bspw 15 Tonnen plus 
Transport quer durch die Landschaft plus Umladen.

Wie willst du das in deiner kalkulation unterbringen als Kleinbetrieb? 
Und wenn du sehr viel Glück hast, gewinnst du gleich noch einen 30cbm 
Sondermüllbehälter...

Das Ganze ist nichts weiter als eine Entsorgungskostenabwälzung von 
Großunternehmern auf den Mittelstan und dem KleinUnternehmer.
Oder glaubst du das die Großen mal einen Conti gewinnnen??

Ich nicht.

Platinenbauer

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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> Das Ganze ist nichts weiter als eine Entsorgungskostenabwälzung von
> Großunternehmern auf den Mittelstan und dem KleinUnternehmer.
> Oder glaubst du das die Großen mal einen Conti gewinnnen??

Das glaub ich nun wieder weniger. Der Trick ist einfach das 
Damoklesschwert, das einem über dem Kopf baumelt und ein 
unkalkulierbares Risiko für Kleinunternehmer bildet, während es die 
Großen noch nichtmal ein müdes Arschrunzeln kostet, ihre "Gewinne" 
ordnungsgemäß zu entsorgen.

Statistik handelt eben von großen Zahlen - dann sind die Ergebnisse sehr 
realistisch und gut berechenbar. Wer nur mit kleinen Zahlen operieren 
kann, der kommt nur in den "Genuß" des Rauschens...

Autor: Visitor (Gast)
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@Nixcheck,

"Hier im Forum haben sich nicht wenige an der Petition beteiligt. Auch
ich habe einige Bekannte angeregt die zu Unterschreiben. Elektroniker
und Ing. haben meist sofort mitgemacht."

Interessenvertretung hat nichts mit Unterschriftslisten zu tun, Dabei 
handelt es sich um professionelle Arbeit der Verbände IM VORFELD.
Wenn man erkannt hat, daß ein Gestzt nicht zu verhindern ist, sollte man 
versuchen konstruktiv mitzuarbeiten.
Ich hatte beruflich mit Abwasserschutz zu tun. Dabei hat 
-zugegebenermaßen nur auf lokalem Niveau- die Zusammenarbeit mit der 
Behörde immer für beide Seiten akzeptale Kompromisse ergeben.

"Das wir durch solche Reglementierungen unsere kreativen und 
unternehmerischen Köpfe bis zur Untätigkeit behindern bzw. aus dem Land 
treiben, und das das langfristig natürlich auch Arbeitskräfte kosten 
interessiert doch kein Schwein."

Wie schon gesagt, bei jeder Gesetzeseinführung sei es bleifreies Benzin, 
Seveso-Richtline, Feinstaub, Ruß-Filter, REACH gibt und gab es den 
obligatorischen Untergang der westlichen Zivilisation.

Autor: Thomas (Gast)
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>500 Teuro die Tonne ist korrekt, rechne mal bspw 15 Tonnen plus
>Transport quer durch die Landschaft plus Umladen.

warum 15 Tonnen ? Die 500 Euro sind übrigens komplett mit Transport.
Das ganze machen dir diverse Dienstleister, da ist auch nichts mit quer 
durch die Landschaft. Als Firma hat man damit relativ wenig zu tun, 
lediglich die Rechnung kommt. Du bringst deinen Hausmüll ja auch nicht 
persöhnlich zur Deponie oder?

>Wie willst du das in deiner kalkulation unterbringen als Kleinbetrieb?
>Und wenn du sehr viel Glück hast, gewinnst du gleich noch einen 30cbm
>Sondermüllbehälter...

keine (kleine) Firma muss 15 Tonnen auf einmal abnehmen. Wie kommst du 
denn auf die Idee? Die Entsorgung gehört nun mal mit in die 
Kalakulation.
Blöd ist nur wenn das nicht auf die VK Preise umgelegt wurde.
Ein Kleinbetrieb mit 100k/ Jahr muss sicher nicht 15 Tonnen entsorgen.

Thomas

Autor: Beitragender (Gast)
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>Die 500 Euro sind übrigens komplett mit Transport.
>Das ganze machen dir diverse Dienstleister, da ist auch nichts mit quer
>durch die Landschaft.

kannst du das auch irgendwie durch rechnungen/internet/angebotet 
belegen?
nehmen wir an ich sitze in Karlsruhe im Hinterhof mit Onkel und halte 
mich durch Überstunden über Wasser. Nun soll ich 2Tonnen Dildos aus 
Dresden entsorgen. Wie gehe ich wo deiner Meinung nach hin?

Autor: Nixcheck (Gast)
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@Visitor

>Interessenvertretung hat nichts mit Unterschriftslisten zu tun, Dabei
handelt es sich um professionelle Arbeit der Verbände IM VORFELD.

Also um Lobbyarbeit - oder glaubst du im ernst das das kleine Ing.- Büro 
oder die 4 mann Klitsche mal eben irgend einen Einfluss auf die 
sogenannten Interessenvertretungen haben kann. Da spielen auch nur die 
Großen mit, die können es sich sogar leisten gegebenenfalls Mitarbeiter 
auf eigene Kosten dafür abzustellen.

>Wenn man erkannt hat, daß ein Gestzt nicht zu verhindern ist, sollte man
versuchen konstruktiv mitzuarbeiten.

Genau das ist das Problem. Die Interessenvertreter der Großen blockieren 
Gesetze und Verordnungen solange sie können und wenn es nicht mehr geht 
sorgen sie dafür das die daraus entstehenden Lasten anderen aufgebürdet 
werden.

> obligatorischen Untergang der westlichen Zivilisation.

Du scheinst es immer noch nicht zu verstehen oder verstehen zu wollen.
Das EU-Gesetz besteht und wird eigentlich von keinem vernünftigem Mensch 
in Frage gestellt. Das Problem ist die Umsetzung in Deutschland die eine 
mutwillige Benachteiligung kleiner Unternehmer  darstellt. Das hat 
nichts mit dem Untergang der westlichen Zivilisation zu tun. Länder wie 
Österreich und die Schweiz halte ich zumindest der westlichen 
Zivilisation zugehörig.
Du versuchst bewusst die Gegner der deutschen Umsetzung dieses Gesetztes 
in die Umweltsünder-Ecke zu schieben das ist eine miese Masche. 
Selbstverständlich soll Elektroschrott vernünftig  entsorgt werden. 
Selbstverständlich soll nicht der Staat, sondern der Verursacher dafür 
die Kosten tragen. Genau das ist auch der Knackpunkt: Es ist nicht 
einzusehen das ein kleiner Hersteller oder Händler Tonnenweise Schrott 
entsorgen soll, wenn er selber nur wenige Kilogramm im Jahr fertigt
bzw. in den Markt bringt. Es ist zudem nicht einzusehen , das 
unverhältnismäßig hohe Verwaltungsgebühren dafür anfallen.
Der überdurchschnittliche Einfluss von Lobbyisten auf Politik und 
Behörden ist ein ernst zu nehmendes Problem in Deutschland. Wenn ganze 
Gesetzespassagen von Interessenverbände (vor)geschrieben werden, 
Mitarbeiter von Großen Firmen schon beinahe eigene Schreibtische in 
Behörden  haben  und Typen wie du das noch gutheißen ja sogar die 
Wahrnehmung bürgerlicher Rechte  (Petitionen sind übrigens keine 
einfachen Unterschriften listen) in die Lächerlichkeit ziehst, ist das 
auch nicht Untergang der westlichen Zivilisation – es ist allerdings ein 
guter Grund sich dagegen zu Wehr zu setzten.
Gruß

Autor: Kalauer (Gast)
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>Elektroniker und Ing. haben meist sofort mitgemacht.

Ich hätte auch unterzeichnet. Allerdings bin ich nicht bereit, meinen 
vollständigen Namen in einem öffentlich zugänglichen Bereich des 
Internets zu plazieren.

Autor: Gast (Gast)
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>Ich hätte auch unterzeichnet. Allerdings bin ich nicht bereit, meinen
>vollständigen Namen in einem öffentlich zugänglichen Bereich des
>Internets zu plazieren.

Wenn du ernst genommen werden willst, musst du mit deinem Namen 
auftreten. So zeigst du nur, dass es dich nicht stört.

Autor: mitgelesen (Gast)
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>Eine Abmahnung ist per
>se nichts schlechtes. Wer sich nicht an die Wettbewerbsregeln hält wird
>abgemahnt.

Aber sonst bist du noch ganz gescheit? In welchem Land lebst du 
eigentlich? Abmahnungen haben sich längst verselbstständigt und sind zu 
einem Geschäftsmodell mutiert, das schnelles Geld garantiert und riesige 
Summen erwirtschaftet. Schau dir mal an wie "Rechtsverdreher" den 
Rechteinhabern ihre "Dienstleistung" anbieten, quasi als rundum voll 
ausgestattetes Abmahnpaket. Fehlt nur noch die Unterschrift des 
Rechteinhabers. Damit werden Millionen Euro PRO MONAT eingefahren! Wenn 
alles klappt und die Clientel erstmal vor Einschüchterung am Boden 
zerstört ist, z.B. wegen eines lapidaren Filmchens, der kaum mehr einen 
Käufer mehr findet, dann hat der Abmahner sein Ziel erreicht. Das Ziel 
heißt abkassieren! Und es werden immer mehr die sich dieses 
Geschäftsmodell zu eigen machen - schließlich lockt das schnelle Geld. 
Diese Parasiten (ja ich nenne sie Parasiten!) machen sich die 
Errungenschaften moderner Kommunikation zu eigen, weil ein gut Teil der 
ALTERNDEN POLITIKERKASTE NIE IN DER MODERNEN IT-Welt ANGEKOMMEN IST ODER 
ANKOMMEN WIRD und weil die Lobbyisten der Content-Industrie so starken 
Einfluss bei uns haben, dass sie ganze Gesetzes-Textpassagen unserer 
Volksvertretern in die parlamentarischen Ausschüsse hinein diktieren 
können.

Worte (aus dem Gedächtnis), geäußert von Brigitte Zypries:

"Browser .. was meinen Sie .. ich weiß jetzt nicht was das ist"

Kein Einzelfall, lässt sich beliebig fortsetzen. Solche Leute 
entscheiden dann darüber was wir bisher durften und ab sofort zu 
unterlassen haben.

Abmahnungen haben in der Summe NICHTS mit fairen Wettbewerb zu tun! Da 
müsste es erst mal EINHEITLICHE, EINFACHE und FÜR JEDERMANN 
DURCHSCHAUBARE REGELN geben und genau das ist NICHT der Fall! (und ich 
vermute mal, dass es sogar ein Interesse daran gibt, dass das so ist)

Wenn selbst die Bundesregierung / Justizministerium auf ihrer Webseite 
FALSCHES Regelwerk vorhält (wurde kürzlich Berichtet), für das dann der 
gutgläubige ebay'er bei Verwendung desselbigen eine Abmahnung kassiert, 
dann erzähl DU hier bitte nichts von Abmahnungen hätten irgendetwas mit 
fairen Wettbewerb zu tun!

Und dein Beispiel mit den 500 Euro glaubt dir auch keiner. Und was 
machen Leute die ein paar selbst gebaute einfache Schaltungen, z.B. für 
ihr Lieblingshobby Eisenbahnen, pro Monat vertreiben wollen? Die würden 
lächerlich wenig Entsorgungskosten erzeugen und für die währen selbst 
500 Euro (mal unterstellt diese Summe würde stimmen) viel zu viel. In 
einer Gesellschaft in der mittlerweile jeder 10. Bundesbürger 
überschuldet ist (in Offenbach sogar jeder 5. Einwohner) hat die 
Bundesregierung verdammt noch mal die Pflicht jede noch so kleine 
Einkommens- und/oder Nebenerwerbsquelle zu ermöglichen und NICHT zu 
verhindern! Für einen der 100k Euro im Jahr einfährt mag das alles 
lächerlich klingen, aber für viele sind 50 Euro im Monat haben oder 
nicht haben mittlerweile eine Frage der Existenz, d.h. des Essens, der 
warmen Wohnung usw.

Autor: Thomas (Gast)
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Deine Ausführungen über die Abmahnungen zeigen dass du nicht weist
um was es geht. Ich rede von Abmahnungen bezüglich des Wetbewerbs-
rechts.
Ein kleines Beispiel:
wir wurden schon abgemahnt weil unsere AGBs nicht 100%
wasserdicht waren. Das ganze war ganz schön teuer aber
prinzipell waren wir selbst schuld weil wir die AGBs nicht
prüfen liesen.
In einem anderen Fall hat ein Konkurent fleisig unsere Produkt
Bilder in seinem Webshop benutzt, und uns dann auch noch mit
Spam zugemüllt.
Was würdest du denn machen wenn einer einfach deine Arbeit verwendet?
Einfach ignorieren?
Millionen sind damit übrigens nicht zu verdienen.

>Und dein Beispiel mit den 500 Euro glaubt dir auch keiner.
nun die Zahlen stimmen wie auch Platinenbauer bestätigt.
Jedenfalls ist das der Betrag den unser Dienstleister uns pro Tonne
in Rechnung stellt. (bei einem Volumen von ca 4 Tonnen / Jahr)
Wer nur 10 Platinen zusammenbaut braucht sicher keine WEE Reg.

Thomas

Autor: Gast (Gast)
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>Ich rede von Abmahnungen bezüglich des Wetbewerbs-
>rechts.

Und da wird genügend Missbrauch betrieben. In keinem anderen Land der 
Erde existiert das Wort "Abmahnanwalt". Das ist schon eine eigene 
Berufsgruppe geworden und wenn man nichts abzumahnen hat, dann sorgt man 
selber für den Absatz (siehe GFvG). Es gab und gibt in Deutschland schon 
unzählige Vereine, die nichts anderes tun, als abzumahnen und das zum 
großen Teil illegal (Ehrlich währt am längsten z.B.). Der Staat bereitet 
den Nährboden dafür. Wäre die erste Abmahnung kostenlos, würde sich das 
Ganze erübrigen.

>Wer nur 10 Platinen zusammenbaut braucht sicher keine WEE Reg.

Halbwissen ist gefährlicher als nichts zu wissen. Jeder, der 
elektronische Waren (außer die Außnahmen) gewerbsmäßig herstellt oder an 
Consumer vertreibt, benötigt die WEEE-Nummer. Dabei ist es egal, ob es 
1g oder 1t im Jahr ist. Wer also für Privatkunden Minikopfhörer mit 10g 
Gewicht herstellt und davon 1000 Stück im Jahr verkauft, kann genauso 
mit dem Container belohnt werden, wie jeder andere auch.

Schlimmer noch ist, dass das Gesetzt den innereuropäischen Handel für 
Kleinunternehmer praktisch verhindert. Nicht jeder kann in jedem Land 
Zweigstellen eröffnen.

Autor: Nixcheck (Gast)
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@ Thomas
>Wer nur 10 Platinen zusammenbaut braucht sicher keine WEE Reg.

Sicher, aber eigentlich verhält er sich damit illegal und ist daher 
potenzieller Kunde eines Abmahngeiers. Ich halte es für durchaus 
angebracht das geltende Gesetze von Anfang an so gestaltet sind, das 
auch 'kleine' sich daran halten, und  ihrer Verantwortung nachkommen 
können, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Ansonsten führt das 
unweigerlich dazu das nur noch Größere Firmen oder halt skrupellose 
Unternehmer, die auf die Gesetze Scheißen, noch am Markt tätig sind. Das 
kann nicht im Sinn der freien Marktwirtschaft sein.
Gruß

Autor: mitgelesen (Gast)
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>Deine Ausführungen über die Abmahnungen zeigen dass du nicht weist
>um was es geht. Ich rede von Abmahnungen bezüglich des Wetbewerbs-
>rechts.

Die Antwort habe ich erwartet und sie zeigt mir wer hier keine Ahnung 
hat. Ich sprach davon welches Machtinstrument man hier einer Gruppe von 
Rechteinhabern an die Hand gegeben hat, die damit inzwischen ganze 
Bevölkerungsschichten geißeln. Hast du die entscheidende Vokabel im 
letzten Satz erfasst? Ich schrieb "inzwischen". Damit meinte ich, es 
dauert seine Zeit, bis sich solch ein Mittel (das Abmahnwesen) als 
Berufszweig etabliert hat und seine Fühler nach potentiellen Opfern 
ausgestreckt hat. Die Content-Industrie ist hier nur der Vorreiter. Es 
gibt aber bereits einen nicht mehr weg zu diskutierenden Verfall der 
Sitten auch im Wettbewerbsrecht, der sich ebenfalls dort im Abmahnwesen 
wiederspiegelt. Verkäufer auf ebay wissen davon ein Lied zu singen. Mit 
der Wahrungs des Wettbewerbs hat das in den allermeisten Fällen 
mittlerweile gar nichts mehr zu tun, wenn hier abgemahnt wird. Hier geht 
es darum andere aus dem Weg zu räumen und/oder sie abzuzocken. Warten 
wir mal ab was das ElektroG hier an Fantasien in den Stuben geldgieriger 
Rechtsverdreher noch entwickelt. Es ist noch viel zu früh das jetzt 
schon einzuschätzen.

>Ein kleines Beispiel:
>wir wurden schon abgemahnt weil unsere AGBs nicht 100%
>wasserdicht waren. Das ganze war ganz schön teuer aber
>prinzipell waren wir selbst schuld weil wir die AGBs nicht
>prüfen liesen.

Darauf baut das System ja auf. Einer mahnt ab und kassiert die 
Anwaltsgebühren und ein Kollege lässt prüfen und kassiert 
Anwaltsgebühren. Eine sog. Win-Win-Situation für mandantierte Anwälte.

>In einem anderen Fall hat ein Konkurent fleisig unsere Produkt
>Bilder in seinem Webshop benutzt, und uns dann auch noch mit
>Spam zugemüllt.
>Was würdest du denn machen wenn einer einfach deine Arbeit verwendet?
>Einfach ignorieren?

Ihm das erstmal per Mail mitteilen und ihm dann auch sagen welche 
weiteren Möglichkeiten bestehen. Das gebietet die fairniss. Wenn sich 
schon einer wie die letzte Sau verhält, dann muss man es ihm doch nicht 
auch noch gleichtun, oder?

>Millionen sind damit übrigens nicht zu verdienen.

Oh doch, mein Lieber! Geh mal von niedrig geschätzten 10.000 Abmahnungen 
beim Filesharing pro Monat aus, bei Preisen zu je 250 bis 2500 Euro. Da 
lässt sich RASCH eine Menge Kohle vom pupertierenden Nachwuchs 
reinholen.

>>Und dein Beispiel mit den 500 Euro glaubt dir auch keiner.
>nun die Zahlen stimmen wie auch Platinenbauer bestätigt.
>Jedenfalls ist das der Betrag den unser Dienstleister uns pro Tonne
>in Rechnung stellt. (bei einem Volumen von ca 4 Tonnen / Jahr)
>Wer nur 10 Platinen zusammenbaut braucht sicher keine WEE Reg.

Jeder der auch nur eine einzige Platine in D-Land verkäufen möchte, die 
unter das ElektroG fällt, ist gezwungen sich diesem unsozialen System 
anzuschließen und auszuliefern oder sein Werk in der Illegalität zu 
verrichten.

Autor: Mark (Gast)
Datum:

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>>Und dein Beispiel mit den 500 Euro glaubt dir auch keiner.
>nun die Zahlen stimmen wie auch Platinenbauer bestätigt.
>Jedenfalls ist das der Betrag den unser Dienstleister uns pro Tonne
>in Rechnung stellt. (bei einem Volumen von ca 4 Tonnen / Jahr)

Mal so interessenhalber: Hast Du mal einen Namen/Weblink? Kann ja mal 
interessant werden.
Und wie läuft das ab? Und was ist mit den jährlich anfallenden 
Meldegebühren? Und den zu hinterlegenden Sicherheiten?

>Wer nur 10 Platinen zusammenbaut braucht sicher keine WEE Reg.

Platinen fallen nicht unter das ElektroG. Zusammengebaute Sachen auf 
jeden Fall. (fast) immer.

Autor: Gast (Gast)
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Was reiten eigentlich alle auf den dämlichen Containern rum? Schon die 
reine Registrierung kostet alles in allem ca. 1500 €.  Diese Kosten 
waren auch in der Petition genannt.

Autor: Carl (Gast)
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Ein heißes Eisen, wie man sieht: "Sammelmengen bei Elektroschrott in der 
EU sind enttäuschend" http://www.heise.de/newsticker/meldung/99047

"8 Stunden sitze man schließlich an einem Report, bis zu 72 Berichte pro 
Jahr und Hersteller seien fällig."
Wow. Da ist ja der Containerpreis lächerlich. Gehen wir von einem fairen 
Stundenlohn für Selbständige von €60,- aus, dann sind das ja mal eben 
€34.560,- p.a. Wie soll man die als Kleinbetrieb verdienen?

Autor: Mike Kaleu (mkaleu)
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Ich möchte das Thema noch einmal aufgreifen, denn aktuell nehmen die 
Verkäufe chinesischer Händler extrem stark zu. Es wird nun immer damit 
geworben, dass der Artikelstandort in Deutschland ist. Demnach ist der 
chinesische Händler der Importeur, bzw. sein Mittelsmann. Diese Händler 
verschaffen sich Wettbewerbsvorteile, die kein europäischer Importeur 
jemals erreichen kann. Die Mengen sind riesig. Dazu kommt noch, dass 
darunter auch viel Schrott verkauft wird, der gleich in der Mülltonne 
landet. Eine Entwicklung, die die Händler hier massiv behindert. ear 
unternimmt nichts. Die Kosten für die Entsorgung tragen die deutschen 
Mitglieder des ear. Dabei wäre es doch einfach festzustellen, ob der 
Mittelsmann "Im Katzenbol 6, 72793 Pfullingen" der ein Lager betreibt 
und die Rücksendungen entgegen nimmt bei der ear registriert ist. Die 
Frage hinsichtlich der Umsatzsteuer müsste man auch noch stellen.

Mike

Autor: Michael S. (technicans)
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Mike Kaleu schrieb:
> ear unternimmt nichts.

Woher willst du das wissen? Glaubst du, das du als Anzeigeerstatter
stehts über die Vorgänge der Behörden unterrichtet wirst? Es kann
ja auch ein Bußgeld mal gegeben haben das der Händler einkalkuliert hat.
Ich denke mal, das man in diesem Land wegen einem Vergehen auch nur
ein mal bestraft werden kann, aber ich bin natürlich kein Jurist.
Wenn hier ein Lager eines Chinesischen Exporteurs betrieben wird
und die Rechnung mit Honk Konger- Adresse erstellt wird, ist der 
Gerichtsstand wohl auch Honk Kong, oder?
Ob man jemanden der hier als Erfüllungsgehilfe fungiert ein
Wirtschaftsdelikt anlasten kann, können nur Juristen beantworten aber
gewöhnlich wird das im Wirtschaftsrecht etwas flexibler gesehen als
im bürgerlichen Recht. Über die böse Konkurrenz zu jammern wird einem
Händler kaum helfen. Da muss eben was am Geschäftsmodell geändert
werden wenn man nicht pleite gehen möchte. Das ist halt der
Kapitalismus.

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