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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Einfaches 4 Kanal Mischpult zur Ansteuerung von einem µC


Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Hi,

ich möchte für eine intelliegente Bühneneffektsteuerung neben licht und 
special effects auch in der Lage sein zwei IPODs oder ander Quellen 
sowie zwei Micro-Kanäle von meinem µC aus Steuern.

Wie ich die Ipods ansteuere weiß ich inzwischen. Aber von Audiotechnik 
habe ich null Ahnung. Toll wäre es natürlich wenn man die einzelnen 
Kanäle sowie einen Master vom µC steuern könnte aber trotzdem noch für 
jeden Kanal einen Poti hätte um eine einfache anpassung an die jeweilige 
Location zu machen.

Was brauche ich denn hierfür? Ist es möglich sowas testweise auch erst 
mal auf ner Lochrasterplatine aufzubauen?

Brauchen Drahtlose Mikros eigentlich auch einen Vorverstärker oder ist 
der schon ikm Empfangsteil drinn?

Vielen Dank für die Hilfe vorab.

Gruß

Thomas

Autor: Mike (Gast)
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- Motorfader/Motorpotentiometer
- Digitale Potentionmeter (Eingabe über Drehencoder oder ein A/D 
gewandeltes Poti)

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>Toll wäre es natürlich wenn man die einzelnen
>Kanäle sowie einen Master vom µC steuern könnte

PGA2311

>für jeden Kanal einen Poti hätte um eine einfache anpassung

Poti an ADC oder Drehencodersignale auswerten

>Brauchen Drahtlose Mikros eigentlich auch einen Vorverstärker oder ist
>der schon ikm Empfangsteil drinn?

Die Empfangsteile gehen i.d.R. mit Linepegel, also 775mV an 600 Ohm 
´raus. Das Ganze oft symmetrisch über XLR oder unsymmetrisch über Klinke 
6.3mm oder Cinch.

Autor: Escamoteur (Gast)
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Hi TravelRec,

das ist schon mal ein brauchbarer Anfang. D.h. für jeden Kanal nehme ich 
einen PGA2311.

Wie schaffe ich es, dass ich dazu einen gemeinsamen MasterVolume 
hinbekomme?Wie mische ich die Dinger zusammen?

Noch mal zu den Mikrofonen, d.h. für die Funkempfänger benötige ich 
keinen weiteren Vorverstärker? Was bedeutet in diesem zusammenhang 
symetrisch / unsymetrisch?

Wenn ich auch normale Passive Mikros anschließen will, dann brauch ich 
wohl noch einen Vorverstärker oder? Was nehm ich da am einfachsten?

Wenn ich noch eine einfache Höhen / Tiefenanpassung (einfach per Poti zu 
regeln nicht vom µC auszu steuern) was nehme ich da am einfachsten?

Lieben Gruß & Vielen Dank

Thomas

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>das ist schon mal ein brauchbarer Anfang. D.h. für jeden Kanal nehme ich
>einen PGA2311.

Korrekt, wobei 1 Kanal als Stereo zu verstehen ist, da der PGA2311 ein 
Stereo-Volume-IC ist ;-)

>Wie schaffe ich es, dass ich dazu einen gemeinsamen MasterVolume
>hinbekomme?Wie mische ich die Dinger zusammen?

Die Ausgänge der PGA2311 der jeweils linken bzw. rechten Kanäle über 
jeweils 10kOhm zuammenschalten, am Mittelpunkt auf den jeweils linken 
bzw. rechten Kanal eines dritten PGA2311 gehen, welcher dann das 
Mastervolumen steuert.

>Noch mal zu den Mikrofonen, d.h. für die Funkempfänger benötige ich
>keinen weiteren Vorverstärker? Was bedeutet in diesem zusammenhang
>symetrisch / unsymetrisch?

Die Funkempfänger enthalten alle nötige Elektronik, um direkt einen 
handeslüblichen Line-Eingang eines Mischpultes zu treiben. Symmetrisch 
heißt, daß zwei gegenphasige Signale und Masse übertragen werden 
(3-polig, eine Masseschirmung), unsymmetrisch ist nur das einfache 
Signal und Masse (2-polig, eine Masseschirmung).

>Wenn ich auch normale Passive Mikros anschließen will, dann brauch ich
>wohl noch einen Vorverstärker oder? Was nehm ich da am einfachsten?

Wenn´s sauber klingen soll und mit üblichen XLR-Mikros funktionieren 
soll: INA217 + Hühnerfutter

>Wenn ich noch eine einfache Höhen / Tiefenanpassung (einfach per Poti zu
>regeln nicht vom µC auszu steuern) was nehme ich da am einfachsten?

Linkwitz-Riley- Hoch- und Tiefpässe mit anschließender 
Lautstärkesteuerung. Ist sehr einfach aufzubauen und klingt sehr 
ordentlich. Anregungen auf http://sound.westhost.com

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Super!!!

Welchen Eingang verwende ich dann vom Funkmikro, hat XLR und Chinch. Den 
symetrischen oder den unsymetrischen? Ich nehme an für das symetrische 
Signal brauche ich doch sicher noch einen IC bevor ich in den PGA2311 
gehen kann oder? Und ich kann die einzelnen Kanäle wirklich einfach über 
den Wiederstand zusammenschalten? Ohne Dioden? Das gibt keine Probleme? 
Die Pegel addieren sich soch dabei auf oder aber darum kümmert sich dann 
der Master.

Vielen Vielen Dank

Thomas

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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> Linkwitz-Riley- Hoch- und Tiefpässe mit anschließender
> Lautstärkesteuerung. Ist sehr einfach aufzubauen und klingt sehr
> ordentlich. Anregungen auf http://sound.westhost.com

D.h. hoch und tief part bekommen jeweils ne eigene Lautstärkeregelung 
und werden dann wieder über 10kOhm zusammengeführt oder?

Wie mach ich die Lautstärkeregelung am besten wenn ch diese per Poti 
machn will? Höhen und Tiefen sind ja nicht unbdingt norwendig vom 
Programm aus zu steuern.

Gruß

Thomas

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>Welchen Eingang verwende ich dann vom Funkmikro, hat XLR und Chinch. Den
>symetrischen oder den unsymetrischen?

Unsymmetrisch reicht, weil kurze Wege zwischen Funkempfänger und 
Mischpult anzunehmen sind.

>Und ich kann die einzelnen Kanäle wirklich einfach über
>den Wiederstand zusammenschalten?

Prinzipiell ja, Du mußt nur dafür Sorge tragen, daß Du den nachfolgenden 
Master nicht übersteuerst. Eventuell baust Du einen Spannungsteiler, 
damit das Summensignal nicht zu groß wird, wenn beide Kanäle voll auf 
sind. Den Pegelverlust kann dann der Master-PGA2311 leicht durch 
Verstärkung ausgleichen.

>Wie mach ich die Lautstärkeregelung am besten wenn ch diese per Poti
>machn will?

Indem Du den Filterstufen jeweils ein Poti nachschaltest und deren 
Signal addierst und dem Kanalausgangsverstärker zuführst. In 
Mittelstellung der Potis ist das Signal dann (fast) unverändert.

>Ach ja, was für ne Analogspannung braucht den der PGA2311?

Versorgung ist +-5V gegenüber Masse (symmetrisch). Die Signalspannung 
muß innerhalb der Grenzen der Versorgungsspannung abzüglich etwa 1V 
liegen, sonst treten Verzerrungen auf.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Erst mal ganz vielen Dank TravelRec!

Sind die 10kOhm dann eigentlich auch nur zum Schutz des Masters gedacht?

Wenn ich einen Spannungsteiler machen will, dann muss ich ja eigentlich 
erst mal wissen, wass denn die maximale Spannung vor dem Master ist. 
Woher nehme ich die?

Muss ich beim zusammenführen der beiden Filterstufen auch noch mal 
jeweils 10kOhm zwischenschalten?

Gruß

Thomas

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>Sind die 10kOhm dann eigentlich auch nur zum Schutz des Masters gedacht?

Nein, sie sollen die Signale der ankommenden Kanäle voneinander 
entkoppeln. Am Treffpunkt aller Einzelwiderstände hat man dann das 
Summensignal, und zwar gemischt.

>Wenn ich einen Spannungsteiler machen will, dann muss ich ja eigentlich
>erst mal wissen, wass denn die maximale Spannung vor dem Master ist.
>Woher nehme ich die?

Das ist die Summe aller ankommenden Signalspannungen, die natürlich 
nicht höher als die Versorgungsspannung sein kann. Etwas unterhalb der 
Versorgungspannungsgrenzen treten allerdings schon unschöne Verzerrungen 
auf, daher bleibe man weit unter der Grenze. Als Richtwert für 
Vollaussteuerung kann man 2,5V Spitze-Spitze (bei +-5V) ansehen, dann 
bleibt das Signal sauber.

>Muss ich beim zusammenführen der beiden Filterstufen auch noch mal
>jeweils 10kOhm zwischenschalten?

Hinter jedes Poti, ja. Weil auch hier müssen Signale gemischt werden. 
Bestenfalls schaltet man den Potis Pufferstüfen mit Verstärkung=1 nach, 
damit sich beide Filter nicht über die Last beeinflussen können.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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> Nein, sie sollen die Signale der ankommenden Kanäle voneinander
> entkoppeln. Am Treffpunkt aller Einzelwiderstände hat man dann das
> Summensignal, und zwar gemischt.

Wie muss ich mir das vorstellen, dass die Widerstände die Signale 
entkoppeln? Ich hätte ja verstanden wenn jeweils eine Diode verwendet 
würde, aber was tun die Widerstände genau?

>>Muss ich beim zusammenführen der beiden Filterstufen auch noch mal
>>jeweils 10kOhm zwischenschalten?
>
> Hinter jedes Poti, ja. Weil auch hier müssen Signale gemischt werden.
> Bestenfalls schaltet man den Potis Pufferstüfen mit Verstärkung=1 nach,
> damit sich beide Filter nicht über die Last beeinflussen können.

Sorry meine Unwissenheit, aber was ist eine Pufferstufe?

Thomas

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Hallo,

kann mir noch mal jemand kurz helfen? Was meint Travelrec mit 
PufferStufe mit Verstärkung 1 bzw. welches Bauteil nehme ich dafür.

Gruß

Thomas

Autor: ... ... (docean) Benutzerseite
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Thomas Burkhart wrote:
>
> PufferStufe mit Verstärkung 1 bzw. welches Bauteil nehme ich dafür.
>

OP mit verstärkung 1
http://www.mikrocontroller.net/articles/Operations...

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