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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik tiny12 spinnen?!


Autor: Paul H. (powl)
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Hi!

Ich habe soeben 4 ATtiny12's geschrottet. Zuletzt konnte ich sie 
auslesen, es waren die richtigen Fuses eingestellt. Erasen ging auch, 
beim Auslesen kam allerdings nur Kaudawelch raus.

Hatte sie zuvor verfused aber mit einem Taktgenerator wieder 
hingebracht. Nach ein paar mal Probieren geht nun garnichts mehr. 
Reagieren garnicht mehr. Alle 4.

Was kann denn da passiert sein? Killt mein Programmieradapter die Tinys? 
Ich benutze den Nachbau des STK200 kompatiblen parallelprogrammers. Mein 
anderer Tiny12 geht noch. Ein Tiny26 funktioniert auch ohne probleme. 
Wiederum einen anderen Tiny12 habe ich nur mal ganz normal auszulesen 
versuchen müssen und dann war schon tote hose.

lg PoWl

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Hi Powl ;)

Wie sollen wir Dir helfen koennen? Hast Du mal einen Schaltplan? Was 
macht Dich so sicher, dass die Controller tatsaechlich defekt sind?

Kann es sein dass der Programmer nicht eben der Beste ist?

lg,
Michael

Autor: Thomas O. (kosmos)
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lass mich raten....Ponyprog?

Autor: Paul H. (powl)
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Da ist ein Schaltplan :-) Im Thread 
Beitrag "Frage zu Programmieradapter" finden sich auch noch 
Boardlayouts.

Dass der Programmer nicht der Beste ist, ich weiß es nicht. Aber ich 
denke mal nicht dass Atmel den auf ihr Experimentierboard verbaut hätte 
wenn er Mikrocontroller schrottet.

Mein Programmierkabel ist inzwischen auf 1,7m gekürzt.

Ich weiß nicht was mit den Tinys passiert ist. Jedenfalls reagieren sie 
nicht mehr. Weder mit Quarz an XTAL1 und XTAL2 noch mit Rechtecksignal 
(von einem funktionierenden Tiny12 erzeugt) an XTAL1. Wenn ich den 
besagten, funktionierenden Tiny12 nun dahin stecke wo vorher der 
vermeintlich kaputte gesteckt hat, lässt der sich wunderbar 
programmieren.

Überspannung schließe ich jetzt mal aus. Hatte die ganze zeit mein 
Labornetzteil angeschlossen und auf 5V gestellt.

Ach ja, ich benutze Ponyprog, richtig. Ist das bekannt dafür dass es µCs 
frisst?

lg PoWl

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Hm, die "Strippe" ist mit 1,7 Metern einigermaßen lang....
Ich habe hier die gleiche Schaltung und auch Ponyprog 2.07a, aber auch 
lustige Effekte, als die Leitung noch einen Meter lang war. Zwischen
dem Programmer und dem "Zielgerät" sind es jetzt noch 20cm Flachband.
Seitdem geht es immer gut.

MfG Paul

Autor: Hannes Lux (hannes)
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Paul Hamacher wrote:

> Dass der Programmer nicht der Beste ist, ich weiß es nicht. Aber ich
> denke mal nicht dass Atmel den auf ihr Experimentierboard verbaut hätte
> wenn er Mikrocontroller schrottet.

Das STK200 ist nicht von ATMEL. Ebensowenig wie das myAVR-Board oder das 
ATMEL-AVR-Evaluationsboard (Pollin).

> Mein Programmierkabel ist inzwischen auf 1,7m gekürzt.

Das ist immer noch zu lang.

> Ach ja, ich benutze Ponyprog, richtig. Ist das bekannt dafür dass es µCs
> frisst?

Ja, bei langen Programmierkabeln oder ungeeigneten PCs.

...

Autor: Thomas O. (kosmos)
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ja Ponyprog ist dafür bekannt, wie ich noch keinen AVRISP-Progger von 
Atmel hatte habe ich die AVR's mit Chipblaster AVR geflasht das hat mir 
zumindestens nicht wirkürlich beim flashen Fuses verstellt. Aber die 
Fuses sind auch invertiert also aufpassen wenn man hier was verstellt. 
Wenn du einen Programmer hast der direkt vom AVR-Studio angesprochen 
werden kann, wählt man einfach den gewünschten Takt, die 
Startverzögerung usw und muss sich nicht um die Bits kümmern.

Ich empfehle dir den AVRISP oder einen kompatiblen Progger, gutes 
Werkzeug macht sich bezahlt.

Autor: Tubie (Gast)
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Das mit der Leitungslänge und Ponyprog kann ich jetzt nicht bestätigen. 
Habe das Programmiergerät direkt an die LPT1 angeschlossen und dann 2x 
1,8m billigst Verlängerung dran. dahinter dann noch 20cm Flachbandkabel 
und das hat Jahrelang gefunzt. Habe mir allerdings jetzt eine ISPmkII 
USB zugelegt.

Für mein aktuelles Projekt habe ich mir noch eine JTAG Interface gebaut. 
Kurzum ich habe immer Leitungslängen > 3m im einsatz und noch nie 
Probleme gehabt. Auch mit PonyProg2000


Gruß,
Tubie

Autor: gast (Gast)
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Ich hatte vorher den parallelen Programmer mit PonyProg rennen. Das hat 
bei mir genau 1x funktioniert. Dann war Ruhe.

Diesen Adapter hier aufgebaut:
http://s-huehn.de/elektronik/avr-prog/avr-seriell.gif
und bis jetzt alle Chips ohne Probleme geflasht, gefused, gelöscht, ...
Kann ich wirklich sehr empfehlen da günstig (in der Bauteilanschaffung)

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Paul Hamacher wrote:
> Da ist ein Schaltplan :-) Im Thread
> Beitrag "Frage zu Programmieradapter" finden sich auch noch
> Boardlayouts.

Was soll das sein?
Falls das ein Programmer sein soll... wie gesagt: dann solltest Dich 
nicht wundern. Und ein 1.7m ISP-Kabel? Hallo? ;)

Autor: Paul H. (powl)
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Den seriellen wollte ich mir ersparen, da ich nicht immer umstecken 
möchte wenn ich was mit RS-232 mach.

Och nein, ich hab meinen Programmieradapter mit soviel Liebe und 
Perfektion zusammengebaut, heißt das das war jetzt alles halbwegs 
umsonst?

kann man den Parallelprogrammer auch mit anderen Flashprogrammen nutzen 
oder gar direkt aus dem AVR-Studio?

mag mir halt keinen 40€ teuren USB-Programmer kaufen wenns nicht 
unbedingt notwendig ist, aber zuverlässig sollte das schein. Wenn ich 
noch mehr AVRs damit kaputt mach kann ich das ganze auch lassen.

lg PoWl

Autor: gast (Gast)
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Was ich auch über den Parallelen Programmer gehört habe: angeblich sind 
die Signalpegel von neueren Mainboards nicht mehr hoch genug (bei 
3,3V?), dass sie nicht mehr zuverlässig erkannt werden können.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Paul Hamacher wrote:
> Och nein, ich hab meinen Programmieradapter mit soviel Liebe und
> Perfektion zusammengebaut, heißt das das war jetzt alles halbwegs
> umsonst?

Hehe... Liebe und Perfektion. Naja das ist schon gut, aber anscheinend 
scheint der Programmer nicht eben so gut zu funktionieren. Wie hast Du 
denn die Zielschaltung aufgebaut? Schaltplan?

Lg,
Michael

Autor: Spess53 (Gast)
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Hi

> Mein Programmierkabel ist inzwischen auf 1,7m gekürzt.
>Das ist immer noch zu lang.

Meine Programmierkabel waren und sind in der Grössenordnung >= 1,5m
Benutzt mit Original STK200/300-Programmern, STK500 ,AVRISP MKII, 
AVR-Dragon und Equinox MKII und überall problemlos.

Die Zeit der Parallelprogrammer war aber vor 7-8 Jahren, da waren die 
LPT's noch halbwegs standartgemäss.

MfG Spess

Autor: Thomas O. (kosmos)
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es gibt aber auch HC un HCT Typen einer von beiden kommt mit einem 
niedrigerem Pegel zurecht, einfach mal die Datenblätter anschauen.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Paul, es gibt in Zwischenzeit auch recht guenstige USB-Programmer, auch 
zum selber bauen. Ich nenne mal USBProg oder USBasp. Leichter 
nachzubauen duerfte letzterer sein:

http://www.fischl.de/usbasp/

Lg,
Michael

Autor: Paul H. (powl)
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Die Zielschaltung habe ich auf einem steckboard aufgebaut. Tiny12, 
Abblockkondensator, 10kOhm Pull-Up an Reset. Mehr nicht.

Nungut, dann muss wohl ein neuer Programmieradapter her seufz.

Soll ich mal den Serialprogrammer für Ponyprog probieren? Oder diesen 
AVR910 Programmer? Oder doch lieber gleich AVR Dragon oder sowas.

AVR Dragon unterstützt ja JTAG und Debug wire, kann jemand da kurz mal 
in ein paar kurzen Sätzen drauf eingehen?

Wozu dienen mir JTAG und DebugWire konkret bzw. wie habe ich mir den 
Umgang damit vorzustellen?. Ich würde jetzt nicht behaupten dass ich der 
hyper-AVRprogrammierer bin. Ist es wirklich zum Debuggen zu gebrauchen 
oder eher lahm und nutzlos?

lg PoWl

Autor: gast (Gast)
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@powl: Probier mal den seriellen Programmer. Selbst wenn er nicht 
funktioniert, hast du nichtmal einen Euro verhaut. Bei mir haben sich 
aber bis jetzt alle meine Atmels ohne Probleme ansprechen lassen 
(darunter auch Tiny12). Um das Problem mit dem Umstecken zu umgehen 
benutze ich bei mega8 zB PeDas Bootloader. Da spiele ich einmal über ISP 
den Bootloader auf und kann nachher das Programm ganz leicht 
hinüberschreiben.

Autor: Paul H. (powl)
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Ich bin grad etwas unschlüssig. Sollte sich herausstellen dass DebugWire 
bzw JTAG sinnvoll sind werde ich mir den AVR Dragon holen, der kann ja 
ISP, JTAG und DebugWire so wie ich das verstanden hab.

JTAG und DebugWire müssen vom entsprechenden Controller unterstützt 
werden, richtig? Können das die meisten Controller oder nur die 
wenigsten bzw. nur die exoten?

Der gepostete USB-Programmer sieht interessant aus, kann man den aus dem 
AVR-Studio aus laufen lassen?

lg PoWl

Autor: Spess53 (Gast)
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Hi

Da sich der finanzielle Verlust beim ATTiny12 noch in Grenzen hält, 
wirst du auf diesen Tip (noch) keinen Wert legen:  Kauf dir einen 
gescheiten Programmer (AVRISP MKII,Dargon...). Du wirst den Unterschied 
sehr schnell zu schätzen wissen. Oder andersherum gefragt: Willst du 
dich weiter mit unausgerorenen Programmiergedödel rumschlagen oder die 
Ergebnisse deiner Programmierkunst sehen?

MfG Spess

Autor: Paul H. (powl)
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Ich werde jetzt mal einen Seriellen programmer zusammenfuddeln und 
probieren ob das funktioniert da ich keine lust hab dass mir noch mehr 
controller kaputt gehen.

Ich weiß aber nicht was ich machen soll. Ich habe grad AVR Dragon und 
USB-Prog im Auge. AVR-Dragon ist halt relativ groß aber bietet noch die 
Möglichkeit des HV-Programming sowie JTAG und DebugWIRE. Ist das aus 
AVRstudio nutzbar?

Kostet halt auch 70€ leider. Meint ihr das lohnt sich? Ich mein soooviel 
flash ich nun auch nicht und ob ich JTAG und DebugWIRE jemals brauchen 
werde ist sowieso fraglich. Hauptsache ist das Programmieren.

Diese Kriterien sind mi wichtig:
- Zuverlässig
- Nicht die serielle Schnittstelle blockieren
- Programmierbar aus AVRstudio
- Kompatibel zu 3V und 5V Systemen

Kann mir da jemand ne Empfehlung aussprechen oder gibt es da nur 
Kompromisse? Ein Circuit-Powered Pegelwandler müsste doch eigentich 
nicht besonders schwierig zu bauen sein, oder?

Noch ne Frage: Hat jemand ne Idee wo ich so ein schickes Kabel 
herbekommen könnte?

http://s-huehn.de/elektronik/avr-prog/avr-stecker.jpg

Sind 4 Leitungen + Schirmung, so wies aussieht. Ideal wären halt 5.

lg PoWl

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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> JTAG und DebugWire müssen vom entsprechenden Controller unterstützt
> werden, richtig?

Ja. DebugWire hat übrigens auch den Charme, daß man auch darüber das 
Programm in den Controller flashen kann und dazu außer der Masse nur 
noch eine einzige Leitung braucht.

> Können das die meisten Controller oder nur die wenigsten bzw. nur die
> exoten?

Die einigermaßen neuen können das so ziemlich alle. Der Tiny12 kann's 
nicht, aber z.B. der Tiny13.
Außerdem ist aber noch wichtig, daß der Dragon nur bis 32kB debuggen 
kann. Diese Einschränkung wurde vorgenommen, weil Atmel auch noch seinen 
richtig teuren JTAGer verkaufen will.

> Ich werde jetzt mal einen Seriellen programmer zusammenfuddeln und
> probieren ob das funktioniert da ich keine lust hab dass mir noch mehr
> controller kaputt gehen.

Ich hab anfangs auch mit einem billigen selbstbastel-Ding gearbeitet. 
Ging auch, und war für mich für den Einstieg ok, weil's billig war. Ich 
wußte damals auch noch nicht, wieviel ich überhaupt damit machen würde.
Aber irgendwann hat das auch nicht mehr so richtig getan, dann hab ich 
mir den Dragon gekauft, damit da Ruhe ist.

> Kostet halt auch 70€ leider. Meint ihr das lohnt sich?

Kommt halt drauf an, wieviel du mit AVRs so machen willst. Von den 
Features her ist das Ding top, und der Preis ist fair.

> Ein Circuit-Powered Pegelwandler müsste doch eigentich nicht besonders
> schwierig zu bauen sein, oder?

Ist er auch nicht. Dafür gibt's ja genug Anleitungen im Internet.

> Noch ne Frage: Hat jemand ne Idee wo ich so ein schickes Kabel
> herbekommen könnte?
>
> http://s-huehn.de/elektronik/avr-prog/avr-stecker.jpg
>
> Sind 4 Leitungen + Schirmung, so wies aussieht. Ideal wären halt 5.

Ist doch ein ganz einfaches geschirmtes Standardkabel. Das dürften viele 
Anbieter haben. Ich meine, das damals bei Kessler gekauft zu haben. 
Zuminddest findest du es dort von 4- bis 50-adrig auf 
www.kessler-elektronik.de unter
Kabel und Leitungen -> Meterware -> Datenverarbeitung -> rund -> 
Steuerleitung LIYCY mit Gesamtschirm.

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