seit 3 Tagen wühle ich mich durch diesen Thread und für mich bleibt als
Fazit:
1. Herr Kusch ist sehr von seinem Gerät überzeugt. Das ist sein gutes
Recht, mehr sogar, seine Pflicht als Verkäufer wenn er es gut machen
will.
2. Mit den physikalischen Grundlagen hapert es entweder gewaltig, oder
er (Herr Kusch) will hier nicht zu einem positiven Ergebnis kommen.
Warum dies so ist, das ist mir noch ein Rätsel. Folgende Theorie: er
(Herr Kusch) versucht diesen Thread so weit zu pushen, daß google ihn
jederzeit ganz oben stehen hat und bringt dann erst im Abschlussposting
die tatsächlichen physikalischen Grundlagen zur Sprache. Das währe in
der Tat intelligente, und kostenlose Werbung.
3. Wenn irgendwer in diesem Thread ganz sachlich nach den physikalischen
Erklärungen fragt (Schaltplan, physikalische Gleichungen...) kommt
irgendwelcher Kauderwelsch. In der Regel wird dann mit einer BAM Norm um
sich geworfen.
Herr Kusch: Lassen Sie sich eins gesagt sein: eine Norm ist eine
Empfehlung! Als es die DDR noch gab sah das etwas anders aus, dort gab
es die TGL. Diese hatte Gesetztescharakter, man konnte sich somit darauf
berufen und wenn irgendetwas nicht funktionierte, man es aber TGL
gerecht gebaut hatte war das kein Problem.
Wenn heutzutage jemand etwas nicht Normgerecht baut passiert erstmal:
nichts.
Schon weil die Norm eben nur eine Richtlinie ist, eine Empfehlung.
Es bringt also nichts, daß 100.-e Posting zu platzieren wo irgendweine
BAM oder eine Österreichische Norm aufgeführt ist die als Beweis der
Funktionsfähigkeit dienen soll weil die Norm das, schon in ihrem
Grundsatz, nicht kann.
Ich gebe zu, ich hab mir das BAM Prüfzeugnis nicht durchgelesen, aber es
würde mich nicht wundern wenn dies eine Art EMV Prüfung währe. Auch
würde mich nicht wundern, wenn abschließend darin nur bestätigt wird,
daß von dem Gerät keine Gefahr für Leib und Leben der Betreiber ausgeht.
Das sagt ja auch das CE Zeichen, welches sich aber jeder selbst auf
seine Geräte pappen kann, ein TÜV Prüfzeugnis, was die
Funktionsfähigkeit wirklich nachweist steht noch aus.
Was mich mal ernsthaft interessieren würde:
Sie reiten die ganze Zeit darauf herum, daß als Grundlage der
Funktionsfähigkeit das negative Erdpotential bestehen muss.
In dem Zusammenhang habe ich eine Frage: Wo wird die Anlage
eingangsseitig angeschlossen? So wie ich das auf dem Bild, was sie
weiter oben gepostet haben, erkennen kann, ist die Eingangsbeschaltung
ein einfaches 2 Adriges Kabel, ohne Schutzerdungskontakt.
Wenn meine physikalischen Kenntnisse mich nicht täuschen, sollten Sie
doch, um ein Potential verändern zu können (und darum geht es doch oder
habe ich das falsch verstanden?) ein entsprechend höheres Gegenpotential
aufbauen. Nur frage ich mich, wie das gehen soll, wenn das Erdpotential
direkt in Hausnähe nicht mit einbezogen wird? Wenn dies der Fall währe
müsste ja noch ein grün-gelbes Kabel von dem Gerät zur
Potentialausgleichsschiene geführt werden. Da sind wir uns doch einig
oder?
Weiters frage ich mich, weshalb Sie nicht einfach die Grundlagen ihres
Systems offenlegen. Wenn es patentiert ist (wovon ich stark ausgehe)
sollten Sie ja keine Angst vor Kopien haben. Dementsprechend können Sie
doch die Berechnungsgrundlagen, die eindeutig beweisen, das Ihr System
funktioniert, hier posten. Irgendwelche Messungen oder Berechnungen
müssen sie doch sicher vorm Geräteeinbau ebenfalls machen um ihren
Kunden nicht ein Gerät zu verkaufen, was für deren Anwendungsfall nicht
optimal ist. Schließlich haben Sie selbst gesagt, daß dieses System
nicht immer zur Anwendung kommen kann. Die Frage ist also: von welchen
örtlichen Gegebenheiten machen Sie abhängig, ob ein Gebäude für das
System in Frage kommt oder nicht?
Ich habe mich auch nochmal eindrückklich über den Begriff der Osmose
informiert, wobei folgender Zwiespalt auftrat:
Sehe ich das Richtig, daß Ihr System ein physikalisches Feld aufbaut?
soweit meine Inofrmationen bzgl. Osmose (z.B.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wurzeldruck) richtig sind wird hierbei eine
Osmose durch einen Ionentausch eingeleitet. Die Ionen die dafür jedoch
notwendig sind müssten ja dann in Ihrem Fall aus dem Kabel kommen,
richtig? Dadurch jedoch würde das Kabel mit der Zeit aufgebraucht, was
jedoch nach Ihrer Aussage, nicht geschieht. Daraus schlussfolgere ich,
daß keine Ionen aus dem Kabel Diffundieren, nur wenn dem so ist: wo
kommen sie dann her?
Ausserdem würde mich interessieren, wie Sie in dem Kabel den
selbstregulierenden Widerstand eingebaut haben, den eine, von ihnen
zitierte, Prüfnorm ausdrücklich fordert? Wie sieht dafür die Beschaltung
aus?
Also Herr Kusch, um dem Drama ein Ende zu bereiten fordere ich Sie
hiermit auf, die negativen Prüfzeugnisse mit wissenschaftlichen Mitteln
zu wiederlegen. Die Aussage, daß die ausführenden Arbeiter bzw
Wissenschaftler von Ihrer Arbeit nichts verstehen und alle von der
Chemieindustrie bezahlt wurden um Ihr System negativ zu bewerten reicht
mir nicht. Auch der Bezug auf das Erdpotential ist hinfällig, da Sie
dies, wovon ich derzeit ausgehen muss, da ja noch kein gegenteiliger
Beweis Ihrerseits kam, nicht in ihrer Anlage einbeziehen und somit auch
nicht messen können bzw nachregeln. Ach, halt, mir kommt gerade in den
Sinn, daß dies sich ja, nach Ihrer Aussage selbst regelt. Dafür hätte
ich dann auch gern einen physikalischen Beleg.
Also, Ich erwarte ein, oder gern auch 3-4, Antwortposting(s) von Ihnen
aber diesmal OHNE IRGENDWELCHEN VERWEIS AUF NORMEN! Sondern, zur
Abwechslung, mal richtige physikalische und elektrotechnische
Zusammenhänge.
Und nun sind Sie drann...