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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Kunststoff Spritzguss Erfahrungen?


Autor: Steffen Lutz (Gast)
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Hallo,

hat jemand Erfahrungen mit Spritzguss?

Meine Frage ist folgende. Ich habe ein Kleines Kunststoffgehäuse (ca 20 
x 30 x 10 mm) in 2 Hälfen.
Einen Prototyp habe ich bereits mit einem Rapid Prototyping Verfahren 
fertigen lassen, und dieser erfüllt die geforderte Funktion zur vollsten 
Zufriedenheit.

Was würde es etwa Kosten eine Form herzustellen, und für die 1. Charge 
ca 500 Komplettteile (ja 2 Hälften) zu schießen.

Hat jemand evtl einen kompetenten Partner in Fernost?

Danke für jeden Tipp und Hinweiß

: Verschoben durch Admin
Autor: Steffen Lutz (Gast)
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Meine bisherigen Informationen sind im Bereich von 5kE und das scheint 
mir doch reichlich.

Autor: 3348 (Gast)
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Ich habe mich auch kuerzlich informiert, und 5kEuro ist untere Grenze. 
Ich hab mir von einem Kollegen, der das auch selbst macht den Prozess 
erklaeren lassen. Es beginnt mit Stahlbloecken, da wird die Form 
herauserodiert. Allenfalls brauchts noch Schieber fuer Schnapper. Alles 
ist sehr aufwendig. Bei 500 Stueck ist die Serie etwas klein geraten. Ab 
2000 stueck macht sowas Sinn. Tut mir leid. Fernost ist guenstiger wegen 
den Stueckzahlen, die du nicht hast. Dann kommen noch die 
Kommunikationsprobleme hinzu. Such Dir einen lokalen Partner, der das 
fertigt.

Autor: Steffen Lutz (Gast)
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Danke für deine Antwort,

Naja von der Theorie Kenne ich Spritzguss aus dem Studium, und irgendwie 
erschließen sich mir die Formpreise immer noch nicht ganz

Angenommen ich starte mit einem Stahlblock, die grobe Kontur wird auf 
einem 5 Achs Zentrum  gefräst. Anschließend folgt der "Feinschliff" 
mittels Laser Carving.

Schieber oder Kerne sind in meinem Entwurf nicht vorhanden.

Wenn ich das 3D CAD Modell liefere sollte die Form doch für 1000 Euro zu 
haben sein, oder was übersehe ich hier?

Ich würde zur  not auch mehr Gehäuse fertigen lassen wenn der Preis 
stimmt.

Autor: Peter ... (metaller)
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Muß es denn Spritzguß sein? Wie wäre es denn z.B. Vakuumguß? Es gehört 
zwar auch noch zum Prototyping, aber für die kleine Stückzahl sollte es 
noch reichen. Die Werkzeugkosten würden dadurch erheblich gesenkt.

PS: Ohne das Gehäuse gesehen zu haben, ist es nicht möglich ein 
"ordentlichen" Preis zu schätzen. Schieber und ?Schnapper? sind nur 
Mutmaßungen und erhöhen nur den Preis. Evtl. reicht auch eine einfache 
"Klatschform" mit mehreren Nestern. Gewisse Hinterschnitte könne auch 
durch Wahl des Materials gelößt werden.
Wie gesagt, ohne das Gehäuse gesehen zu haben, kann man keinen Preis 
abgeben.

Autor: Peter ... (metaller)
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Steffen Lutz wrote:
>
> Wenn ich das 3D CAD Modell liefere sollte die Form doch für 1000 Euro zu
> haben sein, oder was übersehe ich hier?
>

Hast Du Dir schon einmal die momentanen Stahlpreise angesehen? Weißt Du 
wie hoch der Maschinenstundensatz für so ein Bearbeitungszentrum ist?

Der Stahlpreis liegt zur Zeit etwa bei 8Euro/kg je nach 
Legierungsbestandteilen. Der Stundensatz auf dem Zentrum unter der Hand 
wird etwa 120Euro/h sein.

Und das sind nur die nackigen Bearbeitungskosten. Es fehlen noch 
Auswerfer, Federn, evtl Heitzpatronen und und und und und.......

Autor: 3348 (Gast)
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Mit dem Laser ? Eher nicht. Der Stahl ist kein Wischi-waschi-Baustahl, 
sondern fester Stahl. Denn die Spritzgussmasse kommt mit 300 Bar und 
150-200 Grad durch die Kanaele. Die Oberflaechen muessen optisch fein 
sein, nicht geschrupt, oder geschliffen. Das macht man mit Erosion, ein 
langsamer und teurer Prozess. Ich hab meinen Kollegen auch mit Fragen 
zum guenstiger machen geloechert. Da war leider nichts.

Autor: 3348 (Gast)
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Die Stahl Bloecke kommen alleine auf 500 euro. Mindestens.

Autor: Steffen Lutz (Gast)
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ok; ich werde bei Gelegenheit einmal eine Zeichnung hochladen.

Die Anwednung von Lasercarving ist meines Wissens im Formenbau, gerade 
bei kleinen Spritzgussteilen nicht unüblich.

Für andere Verfahren bin ich natürlich auch offen. Lediglicht das 
genutze RP Verfahren scheidet von den Kosten und dem Resultat aus

Nochmal allen Vielen Dank für die bisherigen Antworten

Autor: Franz (Gast)
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Hallo Steffen !

Versuchs hier :

www.weiss-trafo.de

Ist ein Transformatorenhersteller mit eigenem Werkzeugbau und 
Kunststoff-Spritzerei.
Kleinserien ( 500 - 1000 Stück ) werden mit Alu-Werkzeugen hergestellt 
(Preis kleiner 1000€) bzw. könnten deine Gehäuse eventuell in vorhandene 
Werkzeug-Grundformen integriert werden. Somit wäre nur noch ein Einsatz 
zu fertigen. je weniger Schnick-Schnack umso günstiger.

Fragen kost´ nix

mfg,

Franz

Autor: Steffen Lutz (Gast)
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ok; ich werde bei Gelegenheit einmal eine Zeichnung hochladen.

Die Anwednung von Lasercarving ist meines Wissens im Formenbau, gerade 
bei kleinen Spritzgussteilen nicht unüblich.

Für andere Verfahren bin ich natürlich auch offen. Lediglicht das 
genutze RP Verfahren scheidet von den Kosten und dem Resultat aus

Die Kosten für Stahl und Stundensätze sind mir bekannt, aber gerade beim 
Stahl dachte ich kleines Gehäuse, kleiner Block, aber das war wohl ein 
Irrtum
Nochmal allen Vielen Dank für die bisherigen Antworten

Autor: 3348 (Gast)
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Kleines Gehause, kleiner block, niedriger Preis kommt schon hin. Ein 
Spritzgussautomat hat Normmasse fuer die Spritz Bloecke.
Ich find den Ansatz mit den Alubloecken interessant. Gibt es da naehere 
Prozessinfos ? Alu schmilzt be 650 Grad, hat bei Raumtemperatur schon 
keine extreme Festigkeit und wird nur weicher mit erhoehter Temperatur. 
Ja, ich kenn das Flugzeug Alu, F5, F6 und so. Das ist aber abgehoben 
teuer.

Autor: Franz (Gast)
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Hallo !
Genaue Prozesinfos habe ich leider keine :

Aber : Der Alu-Einsatz wir ja genauso wie der Stahlblock mit kaltem 
Wasser ( 5 - 10 °C ) gekühlt und das heiße Kunststoffgranulat 
(180-250°C)
erwärmt den Block kaum. Je nach Kunststoffart hält auch so ein 
Aluwerkzeug mehrer Tausend schuss. Wird das ganze auch noch harteloxiert 
hält es auch noch länger. und für klein/Mittelserien immer noch 
günstiger als ein Stahlwerkzeug, da Alu ja auch einfacher und schneller 
zu bearbeiten ist.


mfg,

Franz

Autor: Experte (Gast)
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>Hat jemand evtl einen kompetenten Partner in Fernost?
Das kannste vergessen: Kommunikationsprobleme ohne Ende, keine 
Standardbauteile - sog. Normalien, daher teure Reparaturen, im Fall der 
Fälle...
Tip: Such dir einen europäischen Hersteller. In Spanien gibt es sehr 
gute - Termintreue, günstig, gute Qualität

>Wenn ich das 3D CAD Modell liefere sollte die Form doch für 1000 Euro zu
>haben sein, oder was übersehe ich hier?
Du übersiehst, dass der Werkzeughersteller seine Formen konstruieren 
muss,
also Form, ggf. Schieber, Einlaufkanäle, das Werkzeug muss getestet und 
eingefahren werden, etc...

Ein 3D CAD Modell ist die _Mindest_voraussetzung, ohne brauchst du gar 
nicht anzutreten.

Wenn du eine Kleinserie willst, könntest du es mit einem Aluwerkzeug und 
Einlegern (also etwas Handarbeit) versuchen

Autor: klaus (Gast)
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@ Steffen Lutz:

Nur mal so aus Interesse:
Was kostet ein Rapid Prototyping Gehäuse mit den von Dir angegebenen 
Abmaßen? Wie sieht es da mit der mechanischen Festigkeit aus (ist das 
Gehäuse ähnlich belastbar wie ein Spritzgussgehäuse)?
Und wo hast Du das Teil produzieren lassen?

Hast Du für die Fertigung Deines Gehäuses schonmal über ein 
Kunststoff-Tiefziehverfahren nachgedacht?

gruß
klaus

Autor: dmg (Gast)
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>Hat jemand evtl einen kompetenten Partner in Fernost?
Das kannste vergessen: Kommunikationsprobleme ohne Ende, keine
Standardbauteile - sog. Normalien, daher teure Reparaturen, im Fall der
Fälle...

Ist schon was drann, doch es geht auch anders.
Wir haben gute Kontakte - die bekommt man nur wenn amn auch öfters dort 
vor Ort ist. Darum können wir auch solche Teile in kleinen Serien 
fertigen lassen in Plast oder Alu. Für 1000€ das Werkzeug geht aber auch 
in China nichts. Aber je grösser die Serie um so billiger kommt es pro 
Stück.

Leider ist gerade der Chef eine Woche in China, wenn er zurück ist 
können  wir ein Angebot machen. Dazu muss es nicht ein 3D Modell sein, 
eine aussagekräftige Autocadzeichnung reicht meist.
Amfrage an info@dmg-movement.de

Autor: Nex (Gast)
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Hallo ich arbeite in einer Kunstofffertigungsproduktion
Peter P. wrote:
>Und das sind nur die nackigen Bearbeitungskosten. Es fehlen noch
>Auswerfer, Federn, evtl Heitzpatronen und und und und und.......

Heizpatronen braucht man nicht, da die Spritzgussmaschiene(die ja dann 
auch bezahlt werden muss) eine Heizschnecke enthält.

Ich schätze mal Werkzeugkosten werden mindestens (Alu) bei ca 10000 bis 
50000 für deine größe abspielen. Wir haben hier z.T. sogar Werkzeuge, 
die bei 150000 € liegen, Wichtig dabei ist auch, aus welchen Material 
das Gehäuse bestehen, ob nun aus PC, ABS, PP usw. und welche 
Oberflächeneigenschaften das Produkt haben soll(Sichtteile)

Weitere Kosten liegen dann wie schon gesagt bei der Benutzung der 
Spritgussmaschiene, der Einarbeit des Werkzeugs und dem Einrichten.

mfg Nex

Autor: Nex (Gast)
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Nochwas wichtiges

Du musst auf jeden Fall dein Werkzeug an die jeweilige 
Spritzgussmaschiene
anpassen. Bei der Größe deines Bauteils schätze ich, werden das dann 
mindestens 500kg sein

Autor: Franz (Gast)
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@ Nex :

Was nimmst du ?

500 kg für ein 30x20x10mm Gehäuse ?
werkzeugkosten 10000 - 50000 € ?

Wenns nur ein rechteckgehäuse , und ein kostengünstiges Aluwerkzeug sein 
soll gibts das für knapp 1000 €

mfg

Autor: Benjamin B. (3xbs)
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nach Rückfrage weil es ein altes Thema ist bei A.Schwarz hätte ich eine 
Frage :


Kennt jemand einen in Preis und Leistung angemessenen Hersteller für
1-20 Prototypen ?

gern aus dem plz bereich 730xx bzw Stuttgart <-> Ulm

oder ist es billiger ( wenn auch schlechtere ? ) Qualität sich das
ganze aus einem 3d Drucker von irgend einem Online Händler drucken
zu lassen ( wenn einer von euch da Erfahrungen / Tips hat gerne )

mfg

ben

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Hier gibt es noch eine aktuellere Diskussion zu dem Thema:
Beitrag "Bezahlbaren Spritzguss Formenbauer gesucht"

Autor: Hercule Poirot (herculepoirot)
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Steffen Lutz schrieb:
> Hallo,
>
> hat jemand Erfahrungen mit Spritzguss?
>
> Meine Frage ist folgende. Ich habe ein Kleines Kunststoffgehäuse (ca 20
> x 30 x 10 mm) in 2 Hälfen.
> Einen Prototyp habe ich bereits mit einem Rapid Prototyping Verfahren
> fertigen lassen, und dieser erfüllt die geforderte Funktion zur vollsten
> Zufriedenheit.
>
> Was würde es etwa Kosten eine Form herzustellen, und für die 1. Charge
> ca 500 Komplettteile (ja 2 Hälften) zu schießen.
>
> Hat jemand evtl einen kompetenten Partner in Fernost?
>
> Danke für jeden Tipp und Hinweiß


Wenn Spritzguss, dann kostet ein Werkzeug für Kleinteile ab 5000 € "in 
China".
Aber es gibt Alternativen: Rapid Tooling. CNC Gefräste Werkzeuge für 
einfache Bauteile für kleine bis mittlere Stückzahlen.
Google einfach mal nach Rapid Tooling und frag an.

Autor: MaWin (Gast)
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Benjamin B. schrieb:
> Kennt jemand einen in Preis und Leistung angemessenen Hersteller für
> 1-20 Prototypen ?

Im Kunststoff-Spritzguss ? Man wäre wahnsinnig.
Du kannst dir ja mal den Preis ausrechnen lassen:
 http://www.protolabs.de/ (Online Preisberechnung Spritzguss ab 1450 
US$)

Der baut dir auch eins wenn du ihn ausreichend bezahlst:
 http://www.claus-groth.de (ab 1 bis 100000)


> gern aus dem plz bereich 730xx bzw Stuttgart <-> Ulm

Man sagt, dort wäre es eher teurer.

> oder ist es billiger ( wenn auch schlechtere ? ) Qualität sich das
> ganze aus einem 3d Drucker von irgend einem Online Händler drucken
> zu lassen ( wenn einer von euch da Erfahrungen / Tips hat gerne )

Billiger 3d Druck mit Plastikwurst sieht aus wie hingeschissen.

Stereolithographie gehört zu den teureren
http://www.apra-plast.de/

Prototypen klebt und biegt man aus gesägten und gebohrten 
Kunststoffteilen, schleifen und ggf. lackieren.

http://www.leotech.de/

Autor: maschbauer (Gast)
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schau mal nach polyamidguss. teuer, aber immer noch billiger als 
spritzguss. und die ergebnisse sind top!

Autor: Benjamin B. (3xbs)
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dank euch für die Infos

dann mal von vorne vielleicht hab ich mich auch nur falsch ausgedrückt

ich möchte was „vorzeigbares“ herstellen aus Kunststoff ( Farbe egal 
kann auch rosa sein )

30 cm breit,40 cm hoch,Höhe ca. 10 cm,Wandstärke von ca. 3mm
quasi n DIN A 4 Blatt + ca. 10cm breiter und länger

Verwendung findet das fertige Objekt dann neben dem Drucker oder Scanner
auf dem Schreibtisch also weder Temperatur noch mechanische 
Beanspruchung.

Es wird ansich keine mechanischen Teile haben nur mehrere 
Einpressmuttern ?
für 6x m4  und 7x m5 Gewinde zum befestigen der Bauteile / Elektronik 
wobei ich da für die Version auch einfache „Gewindefurchende Schrauben“ 
oder vergleichbares nehmen könnte
und die Position am Boden einfach doppelt so dick mit einer Bohrung 
versehen fertigen lassen könnte.

Betrieben wird das Produkt mit einem 5-12V Steckereinsatz.

wie sieht es bei Zerspahnung sprich CNC Technik aus für besagte 1-10 
Handmodelle die nah am original sein sollen wäre das vom Ergebnis noch 
brauchbar oder ist Kunststoff Zerspahnung
bei einer Modellgröße wie oben beschrieben trotzdem unrentabler als 
irgend eine ( welche ? )
art der gieß/press oder was auch immer :) Fertigung

ich stelle es mir schwer vor Kunststoff sauber zu fräsen mit einem 
„glatten“ Boden bzw. Seitenwänden. Vor allem bei einer glatten Fläche 
von einem DIN A4 Blatt

Autor: Olaf (Gast)
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> ich möchte was „vorzeigbares“ herstellen aus Kunststoff ( Farbe egal
> kann auch rosa sein )

Ich glaube du moechtest etwas von dem du keine Ahnung hast und fuer das 
man einen erfahrenen Konstrukteur braucht.

Wenn du nur Protoypen brauchst und alles unter 100Stk sind Prototypen, 
dann lass sie dir drucken. Das wird dich dann vermutlich zwischen 50 und 
150Euro pro Stueck kosten. (abhaengig von Groesse und Aufwand) Dafuer 
gibt es verschiedene Dienstleister. Einer davon ist PCB-Pool. Von denen 
habe ich letztens ein Muster in der Hand gehalten das locker an ein 
durchschnittliches Spritzgussteil rankommt.

Solltest du mehr wollen dann geht absolut nichts an einen Konstrukteur 
vorbei der weiss was er macht. Einfach deshalb weil der dann deine Kiste 
je nach gewaehlter Stueckzahl, Material und Qualitaet angemessener 
Produktionsweise anders designen wird.
Ihr glaubt doch auch nicht das man einem erfahren Maschinenbauer in drei 
Forenbeitraegen erklaeren kann wie einen guten DCDC-Wandler designt der 
durch alle Pruefungen kommt und in der Praxis nicht stoert wie sau. .-)

Olaf

Autor: Benjamin B. (3xbs)
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hast eigentlich recht ;) 3d sollte dafür reichen

ich lass mir mal 1 exemplar "drucken" und schau mir das ergebniss
an. lasse mir gerade ein Angebot erstellen bei PCB-Pool mal schauen :)

Autor: MaWin (Gast)
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Olaf schrieb:
> Das wird dich dann vermutlich zwischen 50 und 150Euro pro Stueck kosten

Ein 30 x 40 x 10 cm Gehäuse?
Du hast es offenbar nie selbst beauftragt.

Ausserdem hatten wir das schon, Plastikwurst sieht aus wie 
hingeschissen, Stereolithographie ist teuer.

Die Frage ist, ob der Kasten einfach eckig sein kann, oder Dellen und 
Erhebungen haben soll, statt einfach nur Löcher und innenneingeklebte 
Befestigungspunkte.

Bisher klingt es für mich wie aus (opaken Plexiglas-)platten kleben.

Autor: maschbauer (Gast)
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Danke, Olaf, du sprichst mir aus der Seele.

Modelltechnik.De ist auch günstig, Stereolithografie hat die besten 
Oberflächen und lässt sich lackieren.

Autor: Olaf (Gast)
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> Ein 30 x 40 x 10 cm Gehäuse?
> Du hast es offenbar nie selbst beauftragt.

Nein, noch nie genau das Gehaeuse was der OP haben wollte. Aber deshalb 
laesst er sich ja jetzt ein Angebot machen und wird uns bestimmt 
erzaehlen was es kostet. :-)
Ich hab von PCB-Pool aber ein Gehaeuss fuer ein Motorsteuergeraet 
gesehen das etwa 20x15x8cm bei relativ hohe Wandstaerke (5-10mm) hatte. 
Das sollte so 50Euro kosten.

Gegenfrage, hast du sowas schon beauftragt oder staenkerst du wie 
ueblich nur mal wieder rum?

> Ausserdem hatten wir das schon, Plastikwurst sieht aus wie
> hingeschissen, Stereolithographie ist teuer.

Ich weiss nicht genau welches Verfahren PCB-Pool verwendet, aber die 
Qualitaet konnte locker mit Spritzguss mithalten. Nicht mit den 
Selbstbasteldruckern zu vergleichen! Die Oberflaeche waren zwar ganz 
leicht rauh, aber das sah so gewollt und richtig aus. Kein Vergleich 
mit den Yodas aus einem RepRap. :-)

> Bisher klingt es für mich wie aus (opaken Plexiglas-)platten kleben.

Sicherlich denkbar, aber fuer genau solche Entscheidungen braucht es 
einen Konstrukteur der alle Rahmenbedingungen kennt. Es gibt auch Firmen 
die schneiden mit dem Laser und biegen dann. Aber das kann man nicht 
entscheiden ohne die Hintergruende zu kennen.

Olaf

Autor: maschbauer (Gast)
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MaWin stänkert wie immer nur. Er hat nie ein teil aus einem 
professionellen FDM Drucker in der Hand gehalten und kennt eh nur zwei 
Verfahren...von mindestens zehn.
SLS kann man auch fillern und lackieren, sieht auch super aus.

Autor: MaWin (Gast)
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maschbauer labert wie immer nur Scheisse. Polyamidguss bei einem 40 x 30 
x 10 cm Gehäuse, klar doch, wie blöd ist der denn...

Allerdings ist - ohne weiter Beschreibung von Benjamin - das optimale 
(preiswerteste) Verfahren für das Gehäuse noch nicht bestimmbar.

Statt Dampfplauderei bekam Benjamin von mir zumdienst Links bei denen er 
sich schlau machen kann.

Autor: maschbauer (Gast)
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MaWin schrieb:
> maschbauer labert wie immer nur Scheisse. Polyamidguss bei einem
> 40 x 30
> x 10 cm Gehäuse, klar doch, wie blöd ist der denn...
>
http://www.ptz-prototypen.de/leistungen/polyamidguss

Ups, bist Du wieder mit maximaler Unwissenheit aufgeflogen?

Und einen empfohlenen Anbieter sehe ich in meinem Text auch... Aber 
vermutlich bist Du zu blöde um modelltechnik.de im Internet zu finden, 
wenns dir keiner verlinkt...Oder hapert es mal wieder an deiner 
Fähigkeit zu lesen?

Autor: MaWin (Gast)
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maschbauer schrieb:
> Oder hapert es mal wieder an deiner Fähigkeit zu lesen?

Oh, mach dir keine Sorgen, ich weiss durchaus daß es Polyamidguss gibt,
ich weiss im Gegensatz zu dir sogar,
daß er für Benjamin kaum das geeignete Verfahren ist.

Autor: maschbauer (Gast)
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MaWin schrieb:
> maschbauer schrieb:
>> Oder hapert es mal wieder an deiner Fähigkeit zu lesen?
>
> Oh, mach dir keine Sorgen, ich weiss durchaus daß es Polyamidguss gibt,
> ich weiss im Gegensatz zu dir sogar,
> daß er für Benjamin kaum das geeignete Verfahren ist.

Weil?

Autor: MaWin (Gast)
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a) Er braucht erst mal einen Prototypen zum abformen. Hätte er den, 
hätte er schon seinen Prototypen.

b) 40cm lang und 3mm dick, das wird mit einer Silikonform nicht gerade.

c) Deutlich teurer als andere, angemessenere Verfahren.

Autor: maschbauer (Gast)
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MaWin schrieb:
> a) Er braucht erst mal einen Prototypen zum abformen. Hätte er
> den, hätte er schon seinen Prototypen.
>
> b) 40cm lang und 3mm dick, das wird mit einer Silikonform nicht gerade.
>
> c) Deutlich teurer als andere, angemessenere Verfahren.

aha. ok, also, offensichtlich kennst du dich nicht aus. die urform wird, 
wie beim vakuumguss, als stl teil gemacht. die grösse ist auch kein 
problem, die form ist ja verstärkt. und den preis kennst du nicht; ja, 
es ist teurer als vakuumguss, aber billiger als 20 stl teile und ganz 
sicher billiger als die billigste spritzgussform. je nach geforderten 
mechanischen eigenschaften ist das verfahren genaubdas richtige. oder 
hast du mal versucht eine selbstfurchende schraube in ein vakuumgussteil 
zu schrauben?
ach ja, das mit den 20 stück hast du bestimmt überlesen...

Autor: Michael_ (Gast)
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Steffen Lutz schrieb:
> Wenn ich das 3D CAD Modell liefere sollte die Form doch für 1000 Euro zu
> haben sein, oder was übersehe ich hier?

Armer Irrer!

Steffen Lutz schrieb:
> Die Kosten für Stahl und Stundensätze sind mir bekannt, aber gerade beim
> Stahl dachte ich kleines Gehäuse, kleiner Block, aber das war wohl ein
> Irrtum

Ja, denn das Werkzeug richtet sich nicht nach der Bauteilgröße, sondern 
nach der Spritzgußmaschine.
Und danach wird bestimmt, wie viele Nester (Teile) auf einmal gespritzt 
werden.
Hier laufen zu viele Klugscheißer rum, die noch nie in einer 
Plastspritzerei tätig waren oder die wenigstens zugeschaut haben, wie so 
ein Werkzeug entsteht.
Schon das pollieren der Kanäle ist eine Wissenschaft für sich.

Autor: Schreiber (Gast)
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Michael_ schrieb:
> Ja, denn das Werkzeug richtet sich nicht nach der Bauteilgröße, sondern
> nach der Spritzgußmaschine.

...und wenn man bei einem Dienstleister Spritzgiesen lassen will, dann 
sucht man sich sinnvollerweise einen mit einer zu Werkstückgröße und 
Stückzahl passenden Spritzgussmaschine.

Tipp:
Es gibt durchaus auch Dienstleister mit kleinen Spritzgussmaschinen.

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