Berufsbild Halbleitertechnik, Intel Magdeburg

Gast #7108542
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Hallo Leute,
ihr kennt euch doch alle mit Elektrotechnik aus, da werden bestimmt auch 
ein paar Ingenieure dabei sein. Ich habe dieses Jahr in Sachsen-Anhalt 
mein Abitur gemacht, Leistungskurse Mathe (13), Physik (15), Biologie 
(14) mit ordentlichen Noten. Eigentlich hatte ich schon einen 
Studienwunsch, denke aber nochmal darüber nach, denn, wie es bei uns in 
aller Munde ist, plant Intel den Bau einer großen Produktionsstätte in 
Magdeburg, also für mich gleich um die Ecke. Meint ihr, dass man darauf 
spekulieren kann, in Magdeburg Elektrotechnik zu studieren, um bei Intel 
eine angemessen bezahlte Stelle, vlt. sogar in der Produktentwicklung zu 
bekommen? Ich interessiere mich sehr für Elektronik, aber wie sieht das 
Berufsbild, zum Beispiel in der Halbleitertechnik aus? Wird man den 
ganzen Tag nur auf dem Stuhl sitzen und etwas berechnen? Ich habe nicht 
wirklich eine Vorstellung was man da so den ganzen Tag macht. Außerdem 
hänge ich an meinem Wohnort, muss ich in Kauf nehmen, falls ich mich für 
dieses Studium entscheide, flexibel mit dem Wohnort zu sein?
Vielen Dank im Voraus
MfG
#7108553
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Ich glaube nicht dass Intel dort Produktentwicklung machen wird. Das 
wird ein Produktionsstandort. Eher weniger Ingenieure werden dort 
arbeiten sondern hauptsächlich Technologen (Ausbildungsberuf, glaube 
mittlere Reife). Klar kannst du es versuchen, aber man muss als Ing 
flexibel sein. Du solltest nicht E-Technik studieren nur um iwo bleiben 
zu können.
Gast #7108555
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Das wird eine Halbleiterfabrik. Entwickelt wird da nix, und "herumsitzen 
und berechnen" tun die dort Angestellten auch nicht.

Die Entwicklungsabteilungen von Intel sitzen woanders, und um dort einen 
Job zu landen, braucht man erheblich mehr als nur ein Studium.

Davon abgesehen ist das ein börsennotiertes US-Unternehmen. Da will man 
nicht arbeiten, das ist gnadenloser Angestelltenverschleiß. 
Hire-and-Fire mit hoher Taktzahl, und Entscheidungen werden rein aus 
"wirtschaftlichen" Erwägungen der auf Quartalsergebnisse schielenden 
Analzysten gefällt. Dazu eine Hierarchie, die zu durchsteigen nur 
Psychopathen möglich ist ...

Aus den gleichen Gründen bleibt man auch Buden wie Tesla und Siemens 
fern.

Nein, wenn Du mit Deinem Leben noch nicht abgeschlossen hast: Mach was 
anderes. Studiere worauf Du Lust hast, und sieh Dich dann um. Vergiss 
Intel.
Gast #7108562
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Die Frage wäre erst einmal, ob die überhaupt Produktentwicklung in 
Magdeburg machen. Vielleicht siedeln sie dort ein paar Leute an, aber im 
Wesentlichen ist es eine Produktionsstätte. Die meisten Ingenieursjobs 
werden da also auch etwas mit Produktion zu tun haben, d.h. 
Fertigungsplanung und Automatisierungstechnik. Sicherlich schadet ein 
Schwerpunkt in Richtung Halbleiter nicht beim Einstieg, aber Chipdesign 
wird man da eher nicht machen.

Und in quasi keinem Ingenieursjob sitzt man den ganzen Tag an 
irgendwelchen Berechnungen. Sehr viel Zeit (oft über 50%) ist 
Kommunikation, im eigenen Team und darüber hinaus. Und irgendwas per 
Hand berechnen macht man sowieso nicht mehr, sondern nutzt 
Simulationstools und Programmiersprachen (Matlab und Python mal 
beispielhaft erwähnt). Oft aber auch ganz einfach nur Excel.
#7108570
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Warum möchtest du dich auf ein Arbeitgeber bzw. Region fixieren?

Wer weiß, was bis 2028 alles passiert. Ich habe bei Intel in Duisburg 
gearbeitet, und ich könnte Intel nicht wirklich weiterempfehlen. Dort zu 
arbeiten gefühlte sich wie am verlorenem Posten zu sein. Deadlines und 
Stress ohne Ende. Die Projekte für Apple waren ein Horror.

Meine Meinung nach, Intel hat schlechte Zukunftsaussichten, da der Intel 
CISC ist auf dem Aus. Die großen OEMs (Apple, Samsung, Microsoft) 
entwickeln eigene Lösungen, die auf ARM basiert sind. Als Hersteller von 
Chips im Leading Edge Herstellungsprozess taugt Intel eher wenig. Die 
Firma wird es immer geben, da es sehr Systemrelevant ist, aber es ist 
kein FAANG.

Falls du dich dafür interessierst, an der UDE könntest du 
NanoEngineering studieren:
https://www.uni-due.de/vdb/studiengang/247/detail

Es ist im Prinzip ein Etchnik Studium mit Fokus auf Halbleiter. 
Sicherlich gibt es ähnliche Studiengänge in der Nähe von Magdeburg.
#7108578
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paul schrieb:
> Meint ihr, dass man darauf
> spekulieren kann, in Magdeburg Elektrotechnik zu studieren, um bei Intel
> eine angemessen bezahlte Stelle, vlt. sogar in der Produktentwicklung zu
> bekommen?

Produktentwicklung kannst du vergessen. Wenn du gut bist, könnte etwas 
in die Richtung Prozessoptimierung gehen. Da nehmen die aber keinen 
Absolventen. Also solltest du dich nach dem Studium mal ein paar Jahre 
in der (Halbleiter-) Welt umschauen und bei GloFo, TSMC und Co. die 
Geheimnisse der Chipherstellung lernen. Ansonsten wäre noch 
Schichtingenieur / Schichtleiter eine Option.

Die Halbleiterei ist eine sehr energiefressende Branche. Eine der 
örtlichen Halbleiter-Fabs hat eigene, mit Erdgas betriebene Kraftwerke, 
weil man dem Stadtwerken in Sachen Stromqualität und Liefertreue nicht 
vertraut hat. Ob man sich mittlerweile eine Redundanz geschaffen hat, 
weiß ich nicht. Es geht hier aber schon die Angst um, das im Winter 
nicht genug Erdgas da ist, um die Fab weiterlaufen zu lassen.

Vermutlich wird Intel seine Investitionsentscheidung noch mal 
überdenken. Wo keine billige Energie, da keine Fab...
Gast #7108581
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Sergey Z. schrieb:
> Meine Meinung nach, Intel hat schlechte Zukunftsaussichten, da der Intel
> CISC ist auf dem Aus. Die großen OEMs (Apple, Samsung, Microsoft)
> entwickeln eigene Lösungen, die auf ARM basiert sind.

Das gleiche erzählt man sich seit mindestens 10 Jahren über den PC, auch 
da hat man schon das Ende von x86 und Intel prophezeit.

Übrigens steigt Intel gerade ziemlich stark in RISC V ein. Das hat gute 
Chancen gegen ARM, nicht nur technisch, sondern auch wegen den 
Übernahmespielchen von Nvidia.

Sergey Z. schrieb:
> Als Hersteller von
> Chips im Leading Edge Herstellungsprozess taugt Intel eher wenig.

Wobei es im Prinzip nur zwei Hersteller gibt, die weiter sind. Und wenn 
jemand an die ran kommen kann, dann Intel.
Gast #7108584
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Forget it. In Deutschland gibt es lediglich Auftragsfertiger. Da sparen 
sich die Unternehmen die Logistikkette und können hier Personal aus dem 
Niedriglohnsektor engagieren. Vergiss diese ganze Vertiefung. Die bringt 
dir in Deutschland nix. Lohnt sich bald eh nix mehr hier. Rente ist 
jetzt schon low wie scheiße
Gast #7108605
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Also schon einmal vielen Dank für die Antworten, Ihr habt da schon 
einige Aspekte beleuchtet, über die ich mir noch nicht im klaren war. 
Mich würde dennoch trotzdem interessieren, wie ein typischer Arbeitstag 
als Elektroingenieur aussieht. Es gibt sicherlich sehr viele 
unterschiedliche Berufsbilder, mich würden exemplarisch ein paar, egal 
welche, interessieren.

@Arbeitsverweigerer: Warum "lohnt sich bald eh nix mehr"?
#7108618
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Arbeitsverweigerer schrieb:
> paul schrieb:
>> @Arbeitsverweigerer: Warum "lohnt sich bald eh nix mehr"?
>
> Naja die Politik nimmt Leistungsträger immer mehr aus und vergrault
> sie...

Ach was, das sind doch hauptsächlich unzufriedene und vom Leben 
frustrierte Leute, die sich vielleicht für Leistungsträger halten, in 
Wirklichkeit aber gar keine sind. Wenn solche Bürger auswandern würden, 
dann wäre das sogar gesellschaftlich ein Gewinn für Deutschland; aber 
solche Leute haben meistens gar nicht den Arsch in der Hose, eine 
Auswanderung wirklich durchzuziehen, die jammern lieber weiter und geben 
anderen die Schuld (böser Staat, böse Steuern, böse Politik).
#7108624
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Typischer Arbeitstag? Ich komme zwischen 9 u 11 zur Arbeit, quatsche mit 
Kollegen, checke wichtige Emails, Alles um auf den neuesten Stand des 
Projektes zu kommen. Dann setze ich mich an meine aktuellen Aufgaben am 
PC. Erstmal eher einfache Kleinigkeiten. Simulationen, etc. Manchmal 
sitze ich auch ne halbe Std nur da und denke über Vorgehensweisen, 
Lösungsansätze, etc. nach. Dann Mittag mit oder ohne Kollegen. 
Zwischendurch schaue ich alle paar Tage zu den Kollegen im Labor oder im 
Reinraum und tausche mich aus (Dinge wie: wie weit sind die aktuellen 
Samples, wie sehen Testmessungen aus, gibt es Probleme die man 
designseitig kompensieren kann, etc). Dann setze ich mich an meinen 
Schreibtisch, Kopfhörer auf und versuche die restlichen Stunden ohne 
Ablenkung so konzentriert wie möglich zu arbeiten. Je nachdem wie gut 
das klappt mache ich früher oder später Feierabend. Mal um 16 Uhr, mal 
erst 21 Uhr. Alles in allem ist das schon sehr schreibtischlastig.
#7108654
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Ja, und da halten sich natürlich alle dran 😂 … Also wenn ich einen guten 
Tag habe arbeite ich lieber 12 Stunden und kann dafür an schlechten 
Tagen auch nach dem Mittag wieder abhauen und Energie tanken. Den AG 
interessiert nur dass mein Zeitkonto nicht unter -80 Stunden fällt. Der 
Rest ist meine Sache. Das finde ich auch gut so.
Gast #7108699
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paul schrieb:
> plant Intel den Bau einer großen Produktionsstätte in Magdeburg, also
> für mich gleich um die Ecke. Meint ihr, dass man darauf spekulieren
> kann, in Magdeburg Elektrotechnik zu studieren, um bei Intel eine
> angemessen bezahlte Stelle, vlt. sogar in der Produktentwicklung zu
> bekommen?

Intel ist für Dich die Chance des Lebens, nutze sie !
Gast #7108775
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paul schrieb:
>  Meint ihr, dass man darauf
> spekulieren kann, in Magdeburg Elektrotechnik zu studieren, um bei Intel
> eine angemessen bezahlte Stelle, vlt. sogar in der Produktentwicklung zu
> bekommen? Ich interessiere mich sehr für Elektronik,
Hab 2001 die Mikroelektronik Sommerschule bein Infineon/AMD in DD 
besucht, erste Erkenntniss, die suchen eher promovierte Physiker, 
Chemiker als den ländlich-anhaltinisch Elektrotechniker.

https://cfaed.tu-dresden.de/dma/program


zweite Erkenntniss: zu spezialisiert, wenig Berufsaussichten ausserhalb 
der Halbleiterfertigung. Und Halbleiterfertigung hat extreme 
Schweinezyklen.

>um bei Intel
>eine angemessen bezahlte Stelle,

Was ist für einen Anhaltiner Sachsen, dessen Eltern mglw. irgendwelche 
Pampel in der sozialisitischen Tier- und Pflanzenproduktion waren 
angemessen? 1,42* Mindestlohn?


>vlt. sogar in der Produktentwicklung zu
>bekommen?
AMD ist damals für den Erhalt von Subventionen verpoflichtet worden ein 
Entwicklungszentrum mitzueröffnen. Das wurde wenige Jahre später 
geschlossen:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/AMD-hat-viele-Open-Source-Entwickler-entlassen-1744540.html

da waren in Hochzeiten kaum hundert Ingenieure in Cubicles tätig, wie 
dort, nur etwa 10Mal soviel: 
https://en.wikipedia.org/wiki/File:CubeSpace.jpg
Scheiss Büro.
#7108798
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Ich kann nur für das Fachgebiet Photonik sprechen, nicht Mikroelektronik 
allgemein. Aber dass Physiker u Chemiker eher gesucht würden ist 
zumindest bei uns nicht so. Es ist aber eine Überlappungen wo es am Ende 
egal ist ob Physiker oder Ingenieur. Das Egal geht sogar soweit, dass 
Promovierende die eigentlich Ingenieure sind ihren Dr. rer nat machen 
und welche die eigentlich Physiker sind ihren Dr. Ing.

Chemiker hingegen sitzen bei uns ausschließlich in der FAB. Da gibt es 
mit uns Ingenieuren kaum Überlappungen. Vom breiten Spektrum der 
Physiker bin ich aber immer wieder überrascht. Die werden ja sogar von 
Banken mit Kusshand gesucht.
Gast #7108825
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Dieter D. schrieb:
> Aber dass Physiker u Chemiker eher gesucht würden ist
> zumindest bei uns nicht so.

> Chemiker hingegen sitzen bei uns ausschließlich in der FAB. Da gibt es
> mit uns Ingenieuren kaum Überlappungen.

Im Anhang eine Seite aus der referenzierten Infineon-Schulung, Abschnitt 
"Nass-Behandlung" aka Reinigung. Bei der Wafer-processierung gibt es 
immer wieder 'reinigungsschritte', in denen die Reste der Prozessmittel 
(photoresist, Ätzmittel, etc) entfernt werden. Das sind die Phasen, in 
denen Chemiker gefragt sind. In dem Anhang wird beispielsweise gezeigt 
wie Fehler bei der reinigung zu Eisen-Verschmutzung im Transitor-Gate 
führte und dadurch die Ausbeute runterging.Da mussten sich die Chemiker 
was einfallen lassen.

Natürlich gibt es in der Chemie auch solche und solche und ich glaube 
auch nicht, das ein Lebensmittelchemiker in der Halbleiterei gefragt 
ist. Aber letzlich muss man sich klar machen, das Halbleiterfertigung 
kein/kaum Elektronikentwicklung ist sondern eine Mixture aus 
Automatisierungstechnik, Festkörperphysik, Mikrosystemtechnik, 
Anlagenbau/-unterhalt und Fertigungsmanagment.
Angehängte Dateien:
#7108872
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Eben, das bestätigt ja was ich geschrieben habe. Diese Schritte finden 
alle in der FAB statt. Da geht es vordergründig um die Produktion. Klar 
dass dort weniger Ingenieure gefragt sind. Das hat mit Elektrotechnik 
nicht mehr viel zu tun. Ich entwerfe u simuliere integrierte Schaltungen 
und kenne mich nur rudimentär mit Epitaxie, Lithographie, Ätzung, etc 
aus. Klar ich muss schon eine Idee haben was die da machen und was 
machbar ist. Aber die Experten da sind Chemiker. Die haben wiederum 0 
Ahnung von wie und warum die Wafer funktionieren die sie da für mich 
prozessieren.

Ich glaube es ist jetzt etwas durcheinander gegangen. Deine 
ursprüngliche Aussage war auf Mikroelektronik bezogen, meine auf 
Photonik. Beides ist nicht nur die Fertigung. Das ist der Punkt. In der 
Fertigung braucht es eher Chemiker, evtl auch Physiker u v. A. 
Technologen. Völlig richtig. Aber von Mikroelektronik allgemein 
verstehen auch diese Chemiker nichts.
Gast #7111362
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paul schrieb:
> Außerdem
> hänge ich an meinem Wohnort

Die Reha-Klinik in Magdeburg ist richtig gut. Vor allem viele sehr gute, 
engagierte "Pflegekräfte". Wäre aber manchmal besser, gute Ärzte aus 
Lostau oder anderswo zu importieren.
So ein wenig scheint Magdeburg auch eine Neuro-Hochburg zu sein. Schau 
dir doch einfach mal die Gerätschaften an, die so in der Reha-Klinik in 
Magdeburg, oder in der Lungenklinik in Lostau eingesetzt werden.
Gast #7111468
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Als ich das erste Mal nach Magdeburg gefahren bin, lag die
Stadt von der Autobahn aus gesehen unter einer riesigen Dunstglocke.
Sowas moechte man nicht als Wohnort haben.

5 nm Halbleiter werden in Taiwan und Suedkorea gefertigt.
Aber nicht von Intel :).

Bei einem US-Konzern bist du in erster Linie ein Kostenverursacher.
So wirst du in US-Konzernen dann auch behandelt.

"Glueckliche" Mitarbeiter bei einem US-Konzern sind ein
Maerchen aus dem letzten Jahrtausend. Once upon in time...
Gast #7112861
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oerks schrieb:
> Als ich das erste Mal nach Magdeburg gefahren bin, lag die
> Stadt von der Autobahn aus gesehen unter einer riesigen Dunstglocke.

Als ich das erste Mal durch Stuttgart gefahren bin,
 lag die Stadt im dichten Nebel. Kollegen sagten dann,
dass es keinen Nebel gegeben hat.

> 5 nm Halbleiter werden in Taiwan und Suedkorea gefertigt.

TSMC in Taiwan ist ein Auftragsfertiger.

Europa und Nordamerika wollen ihre Abhängigkeit von Asien reduzieren. 
Deshalb die beiden neuen Werke in Magdeburg. Der Standort konnte sich 
gegen 70 andere Mitbewerber durchsetzen. Arrogante Lederhosen (Raum 
München) kamen nicht einmal in die nähere Auswahl.

Intel ist für viele eine große Chance. Nutzen !

@Fragensteller Frühzeitig mit Intel Kontakt aufnehmen, evtl. duales 
Studium, Werkstudent, etc.
Gast #7112885
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Jo S. schrieb:
> Taxifahrer oder
> Paketzusteller

Ich finde es aber auch sehr ernüchternd wenn junge Mensch bereits ihre 
Berufsausbildung nach möglicher Vergütungsklasse und nicht nach 
Vorlieben aussuchen.
Man läuft Gefahr einen gut dotierten Job zu bekommen den man abgrundtief 
hasst.
Da wäre ich lieber fröhlicher Paketzusteller.

Biologen und Geologen z.B. gibt es wie Sand am Meer.
Der Muskelklaus der Dachdecker gelernt hat und von seinem BWLer 
Schulfreund dafür belächelt wurde hat jetzt vielleicht ne eigene Fa. und 
fährt Porsche.
Der BWLer ist vielleicht ein kleines Licht in der Lohnbuchhaltung.

Manch Studienabbrecher hat auch 10 Taxen und sammelt abends nur noch das 
Geld ein, weil eben nicht entscheidend ist ob man ein genialer 
Entwickler, Progarmmierer, Physiker ist, sondern ob man die nötig 
'Bauernschläue' hat für sich selbst was rauszuholen und sich nicht 
verarschen zu lassen.
Kann so und so kommen.
Gast #7113931
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Ein Freund von mir hatte mal mit einem kleinen Autoverkauf angefangen, 
weil sich das so ergeben hatte, und hatte sich damals (in den 80ern) 
gefragt, ob das noch was werden kann. Mal sehen..

Der beste Nebenjob für Astrophysik ist eigentlich nächtliches 
Tageszeitungen austragen.
#7115467
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Hallo,

@ Paul:
Das beste was du machen könntest, wenn du so gar keine Vorstellung hast, 
versuche einen Ferienjob bei GloFo oder Infineon zubekommen. Selbst wenn 
du dabei einfachste Tätigkeiten machst, völlig egal. Du bekommst 
Einblick in das Innenleben in so einer Firma. Die Chance bekommt nicht 
jeder. Du könntest mit allen möglichen Leuten reden oder dich 
durchfragen bis du auf einen triffst der das macht was dir vorschwebt. 
Der wird dir dann schon paar Dinge erzählen. Dabei natürlich den 
Ferienjob nicht vergessen.  :-)

Selbst wenn Intel in Magdeburg nur produziert, was sich auch ändern kann 
und irgendwann doch Entwicklungen stattfinden, müssen die Prozess Ing. 
auch die Produktion überwachen und stetig Verbesserungen vornehmen. Zu 
tun gibt es immer was. Wer denkt so eine Halbleiterproduktion läuft wie 
Kekse backen Reibungslos am Fließband der irrt gewaltig und hat absolut 
keinen Schimmer was abgeht. Auch müssen die Prozess Ing. mit der 
Instandhaltung zusammenarbeiten um Fehler abzustellen oder drohende 
Probleme mitzuteilen.  Für Prozess Ing. ist mehr Chemie oder Physik 
gefragt. Und wenn du weniger mit Prozesstechnik machen möchtest, dann 
eben mehr mit Elektronik/Elektrotechnik und steigst bei der 
Instandhaltung ein. Dann bist du als studierter bspw. Systemexperte und 
arbeitest eng mit den Instandhaltern zusammen. Kannst dann auch Chef der 
Systemexperten werden usw. Als Systemexperte ist man für Anlagengruppen 
zuständig wie diese laufen und nimmt auch hier Verbesserungen vor und 
kümmert sich darum das diese möglichst wenig Problem machen. Je nachdem 
wo man landet ist das ein Traum oder Wunschdenken. Ist nun einmal so. Je 
nachdem gibts dann auch vom Anlagenhersteller Servicepersonal mit denen 
man zusammenarbeitet. Das wird sicherlich nicht langweilig.

Eins ist auch klar für Einzelgänger ist wenig Platz. Du musst nur mit 
Reinraum klarkommen und das jeden Tag was anderes los sein kann ... und 
sein wird.

Und lass dir nichts erzählen das die Firmen nur promovierte Ing. suchen. 
Das ist einfach nur Unsinn. Die Promovation hilft in die oberste Riege 
der Prozess Ing. aufzusteigen wenn man das will. Die machen dann bspw. 
Sonderaufgaben und aller neueste Entwicklungen, Produktanpassungen und 
Entscheidungen die sonst niemand treffen kann.

Und wegen Intel, ich würde die Chance auch nutzen. Die wollen auch eine 
eigene Uni bauen. Also kann ich mir nicht vorstellen das die nach 10 
Jahren weiterziehen und alles hinter sich lassen. Obwohl es das bei 
Intel in D auch gab. Nur mal ehrlich, wenn du es wirklich kannst und 
dich nicht verstecken musst, dann findest du notfalls auch woanders 
einen Job, meinetwegen weltweit.

Wenn dir das liegt mach es einfach.
#7115486
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Warum hatt mir der Herrgott zwei Hände gegeben schrieb im Beitrag 
#7108775:
> paul schrieb:
>>  Meint ihr, dass man darauf
>> spekulieren kann, in Magdeburg Elektrotechnik zu studieren, um bei Intel
>> eine angemessen bezahlte Stelle, vlt. sogar in der Produktentwicklung zu
>> bekommen? Ich interessiere mich sehr für Elektronik,
> Hab 2001 die Mikroelektronik Sommerschule bein Infineon/AMD in DD
> besucht, erste Erkenntniss, die suchen eher promovierte Physiker,
> Chemiker als den ländlich-anhaltinisch Elektrotechniker.
>
> https://cfaed.tu-dresden.de/dma/program
>
> zweite Erkenntniss: zu spezialisiert, wenig Berufsaussichten ausserhalb
> der Halbleiterfertigung. Und Halbleiterfertigung hat extreme
> Schweinezyklen.
>
>>um bei Intel
>>eine angemessen bezahlte Stelle,
>
> Was ist für einen Anhaltiner Sachsen, dessen Eltern mglw. irgendwelche
> Pampel in der sozialisitischen Tier- und Pflanzenproduktion waren
> angemessen? 1,42* Mindestlohn?
>
>>vlt. sogar in der Produktentwicklung zu
>>bekommen?
> AMD ist damals für den Erhalt von Subventionen verpoflichtet worden ein
> Entwicklungszentrum mitzueröffnen. Das wurde wenige Jahre später
> geschlossen:
> 
https://www.heise.de/newsticker/meldung/AMD-hat-viele-Open-Source-Entwickler-entlassen-1744540.html
>

Das OSRC war damit denke ich aber nicht gemeint (mit den Subventionen), 
wer weiß was AMD damals geritten hat das dort zu etablieren; Eventuell 
hat Intel parallel was ähnliches gemacht?
Dort gab's aber wirklich gute Leute.


Schätze die meisten IC Entwickler sind anderswo untergekommen, die Leute 
vom OSRC arbeiten nun bei Amazon. Mit der Zeit gründen die Leute halt 
Familien und werden sesshaft dann ist nichts mehr mit der Rumzieherei.

Schon früher gab's dort Spin-offs z.B haben sie einen W-Lan Chip 
entwickelt aber nie auf den Markt gebracht; Die gesamte Abteilung wurde 
dann von einer anderen Firma auch in Dresden übernommen.

> da waren in Hochzeiten kaum hundert Ingenieure in Cubicles tätig, wie
> dort, nur etwa 10Mal soviel:
> https://en.wikipedia.org/wiki/File:CubeSpace.jpg
> Scheiss Büro.

Ist halt billig, gerade in Asien & Amerika ziemlich gängig.
Gast #7115743
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Veit D. schrieb:
> Und wegen Intel, ich würde die Chance auch nutzen. Die wollen auch eine
> eigene Uni bauen. Also kann ich mir nicht vorstellen das die nach 10
> Jahren weiterziehen und alles hinter sich lassen. Obwohl es das bei
> Intel in D auch gab.

Aber natürlich. Sobald die Investition abgeschrieben und die 
Fördergelder ohne Ersatzpflichten abgegriffen sind entscheidet nur der 
Markt, wo produziert wird.
Gast #7116199
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Thomas H. schrieb:
> Schon früher gab's dort Spin-offs z.B haben sie einen W-Lan Chip
> entwickelt aber nie auf den Markt gebracht; Die gesamte Abteilung wurde
> dann von einer anderen Firma auch in Dresden übernommen.

Du meinst SystemOnIC? Auch der neue Besitzer (Philips) ist mit dem 
Doktoren-Design nicht zu Ende gekommen und die Bude wurde nach ein paar 
Jahren geschlossen. Dann gab es wieder ein paar neue Buden 
(?Blue-Wonder-IC?)
die dann auch später enzschwunden. Konstant geblieben ist die hohe 
Fluktuationsrate und das Lamentieren über zuviele Überstunden.

Besser wäre IMHO gewesen statt bei einem Fertiger gleich bei einer 
Elektronikentwickler mut Schwerpunkt Entwicklung zu starten. Bspw. 
Rohde&Schwarz, Medizintechnik, Avionik, Automatisierungstechnik.

Deutschland exportierte 2020 12, 8 Mrd Halbleiter, aber über 100 Mrd im 
Automobil-sektor:

https://cdn.statcdn.com/Infographic/images/teaser/26805.jpeg

https://www.heise.de/news/Deutsche-Pkw-Exporte-2021-leicht-gestiegen-aber-nicht-auf-Vorkrisenniveau-6524010.html
Beitrag #7117748 wurde von einem Moderator gelöscht.
Moderator Persönliche Seite #7117760
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Warum hatt mir der Herrgott zwei Hände gegeben schrieb im Beitrag 
#7116199:
>> Schon früher gab's dort Spin-offs z.B haben sie einen W-Lan Chip
>> entwickelt aber nie auf den Markt gebracht; Die gesamte Abteilung wurde
>> dann von einer anderen Firma auch in Dresden übernommen.
>
> Du meinst SystemOnIC?

Ich tippe auf Atmel. ;-)
#7117922
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Warum hatt mir der Herrgott zwei Hände gegeben schrieb im Beitrag 
#7116199:

> Deutschland exportierte 2020 12, 8 Mrd Halbleiter, aber über 100 Mrd im
> Automobil-sektor:
>
> https://cdn.statcdn.com/Infographic/images/teaser/26805.jpeg
>
> 
https://www.heise.de/news/Deutsche-Pkw-Exporte-2021-leicht-gestiegen-aber-nicht-auf-Vorkrisenniveau-6524010.html

Hat dein "aber" eine Bedeutung? Soll das ein Vergleich sein? Was soll 
das für ein Vergleich sein? Äpfel mit Birnen? Ein Auto ist nun einmal 
teurer wie ein Halbleiterbauteil. Außerdem ist unklar wie sich die 12,8 
Milliarden zusammensetzen. Allein Infineon macht ca. 12 Milliarden 
Jahresumsatz. Wie GloFo Dresden verrechnet wird weiß ich nicht. Dazu 
kommt noch die Halbleitersparte von Bosch in Deutschland. Welchen Anteil 
deren Halbleitersparte am Gesamtumsatz hat kann ich nicht rauslesen. Das 
wird alles in Summe sicherlich locker über 20 Milliarden Umsatz. Wie 
will man das als Export alles verrechnen? Wenn deutsche Halbleiter in 
deutsche Autos verbaut werden zählt das sicherlich zum Inland. Das Auto 
mit den Halbleitern drin dann sicherlich zu Export wenn es das Land 
verlässt. Also man sieht die Vergleiche hinken vorne und hinten. Kann 
man einfach nicht vergleichen.

Weltweit wurden zum Bsp. 2020 Halbleiter im Wert von 385 Milliarden Euro 
verkauft. Davon entfallen 33 Milliarden Euro auf Europa. Weltweit hat 
die Automobolindustrie einen Anteil von 10,6 Prozent.
#7117929
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Ex-Hardwareler schrieb im Beitrag #7117748:
> Hardware ist nicht mehr in Mode. Die jungen Wilden wollen alle Software
> machen ...

Auch dazu meine Meinung. Du verwechselt Halbleiterentwicklung mit deiner 
Hardwarentwicklung mit Halbleitern. Das eine sind nackte Halbleiter das 
andere sind Baugruppen mit diversen Bauelementen u.a. auch Halbleiter. 
Da es hier um Intel in Magdeburg geht, dreht es sich um Halbleiter.
Gast #7117947
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Veit D. schrieb:
> Hat dein "aber" eine Bedeutung? Soll das ein Vergleich sein? Was soll
> das für ein Vergleich sein? Äpfel mit Birnen? Ein Auto ist nun einmal
> teurer wie ein Halbleiterbauteil.

Sososo, dann kennste aber die richtigen Halbleiterteile nicht, so ein 
space-fpga für 100k kostet schon richtig Geld. Oder gleich eine 
Kleinserie ASIC.

Aber letzlich ist doch die Aussage klar, Halbleiterei ist in .de eine 
Branche mit im Vergleich zu 
Automotiv/Medizintechnik/Kommunikationstechnik eher wenigen 
Arbeitsplätzen für Elektroingenieure. Und dazu noch sehr volatil, mal ne 
halbe Milliarde Gewinn, nächstes Quartal ne halbe Milliarde Verlust ... 
https://www.heise.de/newsticker/meldung/AMD-tief-in-den-roten-Zahlen-1543828.html

Und wenn dann die Bude wie Quimonda geschlossen wird, gehen die 
Heerscharen fürstlich entlohnter Ingenieure mit ihren zugespitzen 
Spezialkenntnissen betreffs "Emplanter 3000" bei den Herstellern von 
Küchenkleingeräten haussieren:
Beitrag "Wo sind die Qimondas's alle hin?"

In Holland dagegen ist Hlableiterei ein allgemeines Berufsbild, und der 
zugehörige Anlagenbau: 
https://www.handelsblatt.com/technik/halbleiter-engpass-asml-europas-wertvollster-tech-konzern-erwartet-endlosboom/28263476.html.
#7118101
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Hallo,

AMD hatte damals schlichtweg kein Produkt was der Markt wollte. Dann kam 
ihr Ryzen und es ging vorwärts. Also Produktabhängig, nicht 
Marktabhängig.

Qimonda war eine Speicherbude. Speicher braucht jeder irgendwo. Also 
liegt der Schweinezyklus nicht am Produkt sondern am Markt. Preiskämpfe, 
Überproduktion usw.. Qimonda ist letztlich am Preiskampf gestorben. 
Herstellung war zu teuer, Verluste, nächste Technologie kam zu spät. Ob 
das letztlich Qimonda gerettet hätte wäre jedoch anzuzweifeln, sie waren 
schlichtweg zu klein am Markt und spätestens der nächste Shrink der 
Konkurrenz hätte wieder das Gleiche Problem der Kosten dargestellt.

Bosch, GloFo, Infineon, Intel und AMD machen keine Speicher. Wenn man 
mal von Intel Flash absieht. Die stellen alle im Sinne von nicht 
Schweinezyklus abhängige Produkte her. Paar Dellen gibts auch und gab es 
auch, aber nicht in dem Umfang wie beim Speicher. Das war ja unter 
anderem der Grund warum Speicher in Qimonda ausgegliedert wurde, den 
Rest kennt jeder.

Aber mir ist das letztlich egal. Soll sich jeder selbst ein Bild vom 
Thema machen. Hier ging es um Intel.
Moderator Persönliche Seite #7118275
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Veit D. schrieb:

> AMD hatte damals schlichtweg kein Produkt was der Markt wollte.

Naja, die Architektur, die man jetzt x86_64 nennt, hieß eigentlich (und 
heißt bei FreeBSD bis heute so) amd64.

Kann also nicht so ganz ungewollt gewesen sein. ;-)

Aber wahrscheinlich waren die AMD-Chefs zu wenig mit den Microsoft-Chefs 
golfen oder die Intel-Chefs mehr …

> Bosch, GloFo, Infineon, Intel und AMD machen keine Speicher.

In den letzten Stellenanzeigen, die Xing mir gelegentlich rüber reicht, 
sucht GloFo immer mal wieder RAM-Designer. Vermutlich nicht der high 
density RAM, der in PCs wandert, weiß ich nicht.
#7118306
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Hallo,

die Begriffe amd64 und x86_64 dient eigentlich nur zur Unterscheidung 
damit man Intel und AMD trennen kann. Daran wird sich auch in Zukunft 
nichts ändern. Ich meinte das AMDs damalige Bulldozer einfach nicht mit 
den Intel Skylake und wie sie alle hießen mithalten konnte. AMD war 
schon auf Mehrkernnutzung optimiert was aber damals niemand nutzte. Die 
waren einfach ihrer Zeit voraus. Einfach zu zeitig. Am Markt vorbei 
entwickelt. Zur falschen Zeit am falschen Ort. :-) Wobei 
Singlethreadrechenleistung heute noch sehr wichtig ist. Nachwievor ist 
es scheinbar schwierig allgemeine Software für Mehrkern anzupassen. Es 
gibt aber immer mehr Software die das gut nutzen kann und eben auch das 
"Zugpferd" PC Spiele die immer mehr Kerne auslasten können. Wenn du 
unter deinem Linux Programme kompilierst hast du schon immer von 
Mehrkern profitiert. Da wäre damals sicherlich auch ein Bulldozer von 
Vorteil gewesen. Unter Windows dauert die Entwicklung daraufhin länger. 
:-)  Du hast das ja schon angedeutet. Mit Windows 11 gibt es ja auch so 
eine Merkwürdigkeit das die Ryzen plötzlich ohne Grund etwas langsamer 
sind. Ein Schelm wer böses denkt. AMD musste einen Patch für irgendwas 
rausbringen was eigentlich Microsoftsaufgabe gewesen wäre. Gut ist, dass 
Torvald einen 16 Kern Ryzen Rechner hat, bedeutet für AMD ist Linux ein 
gutes Pflaster.

GloFo und RAM. Wer weiß was die machen wollen. Ich habe keine Ahnung.
Moderator Persönliche Seite #7118309
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Veit D. schrieb:
> die Begriffe amd64 und x86_64 dient eigentlich nur zur Unterscheidung
> damit man Intel und AMD trennen kann.

Nö, die Architektur(erweiterung) war von AMD, zu einer Zeit, da Intel 
immer noch das tote Itanium-Pferd geritten hat.

Nachdem Intel eilends auch auf den Zug aufgesprungen war, musste die 
Architektur schnell umbenannt werden. Kann ja nicht sein, dass Intel 
eine AMD-Architektur verkauft.

> GloFo und RAM. Wer weiß was die machen wollen. Ich habe keine Ahnung.

Ich auch nicht, ich staune selbst ein wenig, dass eine eher reine Fab da 
Designleute sucht.
Gast #7118386
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Jörg W. schrieb:
>> GloFo und RAM. Wer weiß was die machen wollen. Ich habe keine Ahnung.
>
> Ich auch nicht, ich staune selbst ein wenig, dass eine eher reine Fab da
> Designleute sucht.

Halt die Frage, was man dort unter Design versteht. Design ist bei einem 
Chipfertiger das Layout, der Designer malt also bunte Rechtecke und 
Quadrate in den Rechner. Damit es nicht langweilig wird bei den 
langweiligen RAM-Ebenen muss halt viel Script ran. Und auch im RAM 
steckt mehr als nur Speicherzellenen, man denke an den JTAG-Controller, 
die Hispeed-IO, diverse Testschaltungen, Power-Suspend-modes etc. pp..

Und vieles in einer CPU sind schliesslich RAM-Strukturen. Schon beim 
4004 findet man die RAMzellen, die die Register aufbauen, später kommen 
noch Caches, TLB etc. hinzu. Auch die FPGA-Heinis sortieren ihre 
bausteine wegen der regelmäßigen Strukturen eher unter Memories als 
unter 'logik' ein.

Früher hies es, das ein Halbleiterhersteller kleinere 
Fertigungstechnologie immer erst an den regelmäßigen RAMstrukturen 
aufbaut bevor er zu den Logikchips wechselt. Das bedeudet dann halt ein 
paar Layer mehr und mehr Geometrie-Sonderfälle.

Hinsichtlich der Logik, also der Hardwarearchitektur eines prozessor 
gibt es IMHO nicht viel neue Schaltungstechnik mehr zu designen. 
Branch-prediction-Unit, Pipelineing, Multi-Core ... Ingenieurmäßig ist 
das alles kalter Kaffee, das machen heute Studenten im FPGA-Labor. Bei 
ARM, intel und Co dürfen dazu gerne Patterson, Hennessy und Sophie 
Wilson erzählen, was sie sich und ihre Doktoranden in den 80/90 
ausgedacht haben.
Gast #7118744
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Warum hatt mir der Herrgott zwei Hände gegeben schrieb im Beitrag 
#7118386:
> also der Hardwarearchitektur eines prozessor
> gibt es IMHO nicht viel neue Schaltungstechnik mehr zu designen.

Man könnte über eine Cache-Vergrößerung nachdenken.
Persönliche Seite #7456296
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Matthias schrieb:

Wow, Ostdeutschland ist im Kommen. Heute wurde der Vertrag zwischen BRD und Intel beschlossen.

Weis man was über Steuervergünstigungen? Das ist meistens der Grund, warum sich Firmen irgendwo ansiedeln. Sie spielen die Gemeinden gegeneinander aus, die ihnen das das wertvolle Ackerland billig überlassen, weil sie auf Gewerbesteuern hoffen, die die Firmen dann aber oft nicht zahlen, weil sie die Gewinne und Umsätze nicht dort entstehen lassen. Sie fällen nur die Bäume, sorgen für Erosion und verschärfen die Wasserproblematik in Deutschland.

Gast #7499528
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Matthias schrieb:

Mit Tesla, Intel, Porsche, BMW und Volkswagen gleich super Arbeitgeber. Das freut mich. Die Zukunft sieht rosig aus!

Möglicherweise verspricht man sich dort einfach auch nur billige Arbeitskräfte. Das Lohnniveau ist in Ostdeutschland um einiges geringer. Das gilt auch für Informatik-Fachkäfte und Ingenieure. Das nahe Polen zieht da die Preise runter.

Meine Frage in die Runde wäre, wiviele Stellen es für solche Fachkräfte in einem Halbleiterbetrieb überhaupt gibt? Um das zu kontruieren, braucht man keine Fabrik. Büros für ASIC-Design kann man in jedem Gewerbegebiet Deutschlands aufmachen. Wenn aber eine Fabik erstellt wird, entstehen dort zu 90% einfache Arbeiterstellen, die Wafer bestellen, verladen, einer Eingangskontrolle unterziehen und in den Fertigungsprozess einspeisen. Da gibt es dann Maschieneninstandsetzer und Person, die ihr Lebem im Reinraum verbringen. Und es gibt Viele, die das alles putzen müssen.

Moderator Persönliche Seite #7499537
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M. T. schrieb:

Wenn aber eine Fabik erstellt wird, entstehen dort zu 90% einfache Arbeiterstellen, die Wafer bestellen, verladen, einer Eingangskontrolle unterziehen und in den Fertigungsprozess einspeisen.

Ah ja. Du kennst dich aus, sieht man sofort.

Wann warst du das letzte Mal in einer Fab?

10 oder 20 % Unterschiede im Lohnniveau interessieren da übrigens überhaupt nicht. Das teure an der Halbleiterei ist die Ausrüstung.

Design wird Intel vermutlich da wenig oder gar nicht machen, aber da kenne ich ihren Plan nicht. Weiß nur, wie das bei AMD damals gelaufen ist.

Gast #7501012
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Jörg W. schrieb:

Ah ja. Du kennst dich aus, sieht man sofort.

Richtig! 4 Jahre für AMD in Dresden gearbeitet.

Wann warst du das letzte Mal in einer Fab?

Vor 1.5 Jahren bei einem unserer Lieferanten. Es wurde auch die Produktion besichtigt. Man hat uns natürlich gezeigt, was repräsentativ ist.

Gast #7501058
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Dann braucht es also nicht einmal mehr die einfachen Arbeiter. Und den Rest bedienen die Operator aus dem home Office - rund um die Uhr nehme ich an? Sind da dann auch die Inder und die Amis mit dabei wie in der IT?

Moderator Persönliche Seite #7501075
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Mann Fred T. schrieb:

Dann braucht es also nicht einmal mehr die einfachen Arbeiter.

Im Wesentlichen braucht es Ingenieurpersonal: product engineering, test evaluation und dergleichen.

Und natürlich facility management, was sich in der Halbleiterei ja nicht als "Hausmeister" übersetzt.

Und den Rest bedienen die Operator aus dem home Office - rund um die Uhr nehme ich an?

Den Job des "Operator", wie du ihn noch von AMD kennst, dürfte es da nicht mehr geben. Das ist eher die Arbeit eines Prozessingenieurs, der die Abfolge der einzelnen Tools und deren Parametrierung zusammenstellt.

Aber so tief stecke ich da auch nicht drin. War nur verwundert, wie leer der Reinraum hier war. Die meisten Leute da drin gehörten zu einer Firma, die gerade ein neues Tool aufgebaut hat.

Sind da dann auch die Inder und die Amis mit dabei wie in der IT?

Bei Intel? Sehr sicher, insbesondere werden sie sich das Design ja nicht aus der Hand nehmen lassen, war doch bei AMD genauso.

#7501107
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Hallo,

solche Diskussionen sind doch sinnfrei. Es wird irgendwas vom Stammtisch gequatscht und dann soll das jemand auseinandernehmen, sortieren und richtig sortiert wiedergeben.

Sergey: Denkst du wirklich das hier alle von der Landesregierung bis zum Bund alle komplett doof sind? Denkst du wirklich das die Fördergelder ohne Gegenleistung, Zusagen wie auch immer zum Fenster rausgeworfen werden? Kommt mal lieber zurück ins wahre Leben.

Mann Fred: Dann hast du aber in den 4 Jahren nichts gesehen. Was hast du denn in den 4 Jahren gemacht? "Einfache" Jobs sind schon lange vorbei. Deiner ist weg. Bei 300mm steht niemand mehr vor den Anlagen und bedient diese. Das ist alles automatisiert. Bei 200mm auch nicht, wenn man will. Die Einzigen die an die Anlagen direkt ran müssen ist die Instandhaltung. Der einfachste Job ist dann wirklich die "Putzkraft". Danach kommt eine Weile nichts und dann wird es schnell immer anspruchsvoller. Selbst das wenige Personal was die Fertigung überwacht und eingreift wenn es klemmt, was die Instandhaltung noch nicht macht bzw. nicht machen muss, muss schon wissen was sie tun. Was bei allen immer wieder vergessen wird ist der Arbeitsplatzeffekt die solche Fabs haben. Das Verhältnis ist ca. 1:4 oder 1:5. Das heißt mit 1000 Firmenangestellten entstehen nochmals 4000 bis 5000 zusätzliche Arbeitsplätze rundherum die in und für diese Fab arbeiten.

Wenn ich das nur einmal für Dresden überschlage. GloFo nehme ich mal 3000 an, Bosch nehme ich 1000 an, Infineon nehme ich 3000 an, sind in Summe 7000 Firmenangestellte, das mal 4 sind 28.000 externe Beschäftige, sind in Summe 35.000 Beschäftige in und für die Halbleiterbranche in Dresden. Und dann kommt noch ESMC (TSMC) mit ca. 2000 Leute die ca. 8000 nachziehen. Dann kommen für den Infineon Neubau nochmal 1000 dazu plus Externe.

Wenn man dafür keine Fördergelder ausgeben möchte, wofür dann ...

Für Magdeburg geht man davon aus das wegen Intel insgesamt 10.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Das ist für die ein Lottogewinn wie damals "Siemens" für Dresden.

Wenn man nun den Blick erweitert und die Automobilindustrie anschaut ist das nicht viel anders. Ohne Fördergelder passiert da auch nichts. Wieviele arbeiten in und um Wolfsburg? Die Einzigsten die damals wohl keine Fördergelder beantragt haben war Porsche Leipzig. Dann gibt es noch BMW. In Summe kommen mehrere 1000 Arbeitsplätze zusammen.

Das Home Office wird sich auch falsch vorgestellt. Das restliche besagte Personal die mit den Anlagen zu tun haben ist nicht im Home Office. Home Office kann nur machen wer für seine Arbeit nicht direkt an die Anlage muss. Das geht erst ab Prozessingenieur aufwärts. Alle anderen müssen ja bei Störungen direkt eingreifen können. Kannst dich ja nicht erst 50km weiter weg ins Auto setzen.

Aber was erzähle ich hier überhaupt. Wer das nicht gesehen hat stellt sich so eine Fab immer wieder falsch vor was darin so abgeht. Und selbst wenn man das Glück hat eine Besichtigung zubekommen, als spezieller Kunde oder was weiß ich, kann man sich die Dimensionen was alles erforderlich ist für einen Betrieb nicht vorstellen. Geht einfach nicht. Weil man sieht ja nur einen kleinen Teil der Fertigung. Den Rest bekommt man nicht zu sehen. Deswegen ist es auch echt mühselig irgendwelchen Quatsch zu korrigieren. Es hat manchmal auch keinen Sinn, weil die Vorstellung dessen nie da sein wird.

#7501120
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Veit D. schrieb:

Aber was erzähle ich hier überhaupt.

eben, wenn er mit dem Studium fertig ist sind sogar evtl. alle Fördergelder aufgebraucht und die Fabrik weitergezogen. Wie war das mit der Solarfertigung, Cargolifter uvam.

Vielleicht hat er dann sogar das Falsche studiert, nein er soll studieren wo und worauf er echt Bock hat und vorher keinen AG planen.

Moderator Persönliche Seite #7501133
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Joachim B. schrieb:

und die Fabrik weitergezogen

Die "zieht" nicht weiter, das ist eine Immobilie. ;-) Wenn da erstmal das Geld für all die Tools ausgegeben worden ist, müssen diese das Geld auch wieder einspielen. Das dauert schon mal einige Jahre. AMD hat damals dann 6 Jahre später noch eine zweite Fab am gleichen Standort nachgelegt, zusätzlich zur ersten. Was Intel macht, kann natürlich keiner voraussagen, aber siehe AMD: selbst, wenn Intel den Laden mal nicht mehr weiter betreiben will (weil sie dann auch merken, dass man gar nicht unbedingt eigene Fabs braucht), dann wird es ein anderer tun und Auftragsarbeiten ausführen.

#7501164
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Hallo,

Studieren soll jeder was ihm liegt. Es macht keinen Sinn Chemie oder Physik oder Elektrotechnik zu studieren wenn einem das in der Schule nie interessiert hat. Man benötigt auch Gärtner für Grünanlagen. Oder Kindergärten. Wie oben beschrieben. Denkt euch was aus, wird alles benötigt. Auch die Uni wird ausgebaut werden und benötigt entsprechend Personal. Wollte Intel nicht sogar eine eigene Uni bauen?

#7501467
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Korax K. schrieb im Beitrag #7501146: ...

Als Halbleiterei wirklich noch viele Leute brauchte baute man mit Absicht in Frankfurt(O) eine Fab (HFO). Es wurden viele polnische Frauen beschäftigt.

Zu Beginn des HWF/HFO Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre wurden auschließlich Deutsche beschäftigt, weil es erst eine diesbezügliche Vereinbarung mit der VR Polen bedurfte. Erst als das Arbeitskräftereservoir in Frankfurt/O und Umgebung nichts mehr her gab, wurden dann - und das war recht erfolgreich - auch polnische AK (in der Mehrzahl Frauen) eingesetzt.

Bezgl. INTEL sollte man sehr vorsichtig sein! - Die hatten solches Vorhaben schon mal angefangen - in Frankfurt/O. Kann sich noch jemand an "Communicant" entsinnen, Anfang der 1990er Jahre? Dort sollte ein neues, ganz großes HL-Werk auf der grünen Wiese gebaut werden und das auf der Grundlage der damsls ganz neuen GeSi-Mischtechnologie. Entwickelt wurde diese vom heute noch existierenden IHP (unter Verwendung von Unsummen Steuergeldern). INTEL wollte mit einer Minderheitsbeteiligung einsteigen, hatte aber die Einlage nie gezahlt. Dafür waren sie beim "Abwickeln" dann ganz schnell dabei das KnowHow mitzunehmen, um kurze Zeit später Chips mit eben dieser Technologie auf den Markt zu werfen. Der ebenfalls mit im Boot von "Communicant" sitzende arabische Scheich hat dann bei sich zu Hause das gleiche Werk mit der gleichen Grundlage gebaut.

So viel zu den "willkommenen" ausländischen Investoren ... und 100erte vom Mio Steuergeldern, die im wahrsten Sinne - in den märkischen Sand gesetzt wurden.

HL im Herstellungsprozess sind in Deutschland infolge der Globalisierung nur noch unter "fernerliefen" und ja, es gibt Ausnahmen, z.B. Infineon in Dresden ... Bei HL in der Anwendung sieht das aber anders aus. Da kann man (paul) sicherlich sehr flexibel auch im Magdeburger Raum als F&E-Ing. attraktive Anstellungen finden.

Grüsse aus Berlin

PSblnkd

Moderator Persönliche Seite #7501562
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Joachim B. schrieb:

In einer Halbleiterfabrik?

nein

Ist aber eben der Punkt. "wird weitergereicht" geht bei diesen Ausrüstungen nicht einfach mal so. Das ist keine Drehmaschine und kein Traktor.

Klar sollte man sich vorrangig nach seinen Fähigkeiten und Interesseren richten und nicht nach einem einzelnen potenziellen Brötchengeber. Der Ursprungsbeitrag ist allerdings auch schon mehr als 1,5 Jahre alt, derjenige wird vermutlich jetzt keine Ratschläge mehr benötigen.

Gast #7501611
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Joachim B. schrieb:

wird versucht wieder in den Steuerfördertopf zu greifen und wenn da nichts kommt werden halt die Tools weitergereicht.

Das ist mein Problem mit der Förderei! Man erzieht die Firmen dazu, sich zu bedienen und die Initiatoren kassieren ab.

Peter S. schrieb:

So viel zu den "willkommenen" ausländischen Investoren ... und 100erte vom Mio Steuergeldern, die im wahrsten Sinne - in den märkischen Sand gesetzt wurden.

Kein weiterer Kommentar benötigt.

Moderator Persönliche Seite #7501889
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Manni T. schrieb:

Die lassen sich aber auch transportieren!

Klar, aber der Einrichtungsaufwand ist so groß (und würde an einem neuen Ort nochmal entstehen), dass sich das schlicht nicht lohnt. Wenn die Dinger einmal montiert und in Betrieb genommen worden sind, muss man sie dort betreiben, bis sie sich amortisiert haben.

Wie schon geschrieben, das sind keine Drehmaschinen oder Traktoren, die man einfach in einen Container oder auf einen Tieflader packt, und übermorgen arbeiten sie woanders.

#7502116
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Hallo,

wenn ich nochmal einhaken darf. Es ist schon möglich sich gebrauchte Anlagen hinzustellen. Der Großteil der Anlagen in der Qimonda Insolvenz wurde verkauft. Es gibt einen Gebraucht-Anlagen Markt. Auch die OEMs bereiten Anlagen auf. Machen sie zwar ungern aber zu Zeiten wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt machen die das auch. Es gibt auch spezialisierte Anbieter die nur Anlagen aufkaufen, aufbereiten und weiterverkaufen inkl. Garantie und Support. Ob sich das lohnt hängt immer vom Preis, Lieferzeiten, Garantien usw. ab. Alles Verhandlungssache.

Und jetzt schließt sich der Kreis zu Jörgs Aussage. Wo die gebrauchten Anlagen herkommen weiß ich nicht. Werden sicherlich aus Insolvenzen oder Komplettumbauten einer Fab übrig werden. Denn wenn die Anlagen laufen und abgeschrieben sind bringen die ja erst so richtig Geld. Die schmeißt niemand einfach so raus. Die laufen so lange es nur irgendwie geht.

Moderator Persönliche Seite #7502166
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Veit D. schrieb:

Denn wenn die Anlagen laufen und abgeschrieben sind bringen die ja erst so richtig Geld. Die schmeißt niemand einfach so raus. Die laufen so lange es nur irgendwie geht.

Das war genau mein Punkt. Man kutscht die nicht einfach plötzlich mal nach Ungarn oder Vietnam, nur weil dort die Arbeitskräfte billiger sind. Wenn nicht gerade der ganze Laden insolvent wird (wie Qimonda), dann wird das gefahren, solange es nur irgend geht.

Gast #7502179
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Jörg W. schrieb:

der ganze Laden insolvent wird (wie Qimonda)

Bei Q war es ja Infineon / Siemens, die das haben zugrundgehen- und sowohl Knowhow, also auch Patente und anderes Assets abgezogen haben, wodurch es erst insolvent wurde.

Bei Intel droht dieselbe Misere, wenn die Fördergelder abgegriffen und verbraucht sind, weil dann der Konstrukt sich selber tragen muss und es ist fraglich ob er das tut.

Wenn man mal nachrechnet, was eine Chipfabrik so kostet und an Personalkosten aufwirft, wenn dort 100te Personen arbeiten, dann sind ein paar 100 Mio kein Geld, das wirklich kriegsentscheidend ist. Die Firma muss in sich Gewinn bringen und da ist der Aufbau in einem Billiglohnland allemal günstiger, selbst ohne Förderung.

Wenn also der Entscheid für ein teueres Land ergeht, hat das immer damit zu tun, dass die Fördergelder kurzfristig die Bilanzen und Gewinne schönen und die Boni der GF erhöhen. Deshalb macht man das. Langfristige Planung sieht anders aus.

Moderator Persönliche Seite #7502246
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Manni schrieb:

Bei Q war es ja Infineon / Siemens, die das haben zugrundgehen- und sowohl Knowhow, also auch Patente und anderes Assets abgezogen haben, wodurch es erst insolvent wurde.

Ah ja. Daran werden sie übergroßes Interesse gehabt haben, dass ihre eigene Tochterfirma zugrunde geht.

Auch ansonsten entbehrt deine Argumentation irgendwie jeglicher Logik: wenn (wie du richtig feststellst) die Lohnkosten gar keinen großen Anteil haben, warum sollte dann irgendein Aufbau in einem Billiglohnland sich ohne Fördergelder mehr rentieren? Warum machen das eigentlich nicht alle so? Vielleicht hätten sie dich ja als Unternehmensberater engagieren sollen.

#7721204
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Hallo,

das kommt davon wenn man nur die Überschriften liest und Stimmung machen möchte. Spiegel ist außerdem nur die "Bild für Ärzte". Intel hat zudem in ihrer Aussage zum Sparkurs betont das sie an dem Bau in Deutschland festhalten. Kann man überall nachlesen.

Außerdem hat "das Berufsbild" nichts mit dem Intel Neubau zu tun. Andere Halbleiterhersteller suchen auch Personal.

Kurzum. Deine negative Stimmung kannste für dich behalten.

(Firma: Starfleet) #7721371
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Intel hat zudem in ihrer Aussage zum Sparkurs betont das sie an dem Bau in Deutschland festhalten. Kann man überall nachlesen.

Und bei der Landesregierung kann man nachlesen, das diese sich entgegen der PublicRelations-Abteilung auf einen Projektabbruch als eine Möglichkeit einstellen.

Außerdem hat "das Berufsbild" nichts mit dem Intel Neubau zu tun.

Doch hat es, den TO Beitrag nicht gelesen ?!

" Meint ihr, dass man darauf spekulieren kann, in Magdeburg Elektrotechnik zu studieren, um bei Intel eine angemessen bezahlte Stelle, vlt. sogar in der Produktentwicklung zu bekommen? ... Außerdem hänge ich an meinem Wohnort, "

Andere Halbleiterhersteller suchen auch Personal.

Eben, Hersteller an anderen Städten als Magdeburg. Da wäre es klüger in der Nähe eines solchen Standortes zu studieren/Azubi zu sein, um die Möglichkeiten eines Praktikums oder Werkstudentenjobs zu nutzen (beispielsweise München (Apple) oder Ottobrunn (Infineon) oder Freising (Texas Instruments) oder Dresden (Global Foundries, Bosch, TSMC(Planungsphase))).

Offtopic-Zone:

Kurzum. Deine negative Stimmung kannste für dich behalten.

Kleiner Hinweis, aus einer anderen Perspektive als aus Deiner Selbstgefälligkeit, bist Du es, der hier "Negative Stimmung" schürt, dazu noch gegen einen einzelnen User.

#7723279
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Hallo,

mit was verbreite ich negative Stimmung? Du bist es der die Intel Ansiedlung negativ darstellt. Du bist es der auf den Spiegel Artikel reinfällt.

Einfach lesen. Komplett lesen! Nicht nur deine Scheuklappenmeinung rauspicken. https://www.heise.de/news/Aufgebauschte-Berichte-ueber-scheiternde-Intel-Fabs-in-Magdeburg-9840021.html

Offtopic-Zone: dazu noch gegen einen einzelnen User

Wie sonst? Du allein hast deinen Text geschrieben. Nicht das Forum nicht. Nicht die Allgemeinheit. Du allein. Demnach kann ich mich nur auf dich als Einzelperson beziehen.

#7723288
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Veit D. schrieb:

https://www.heise.de/news/Aufgebauschte-Berichte-ueber-scheiternde-Intel-Fabs-in-Magdeburg-9840021.html

Interessanter Link. Die Probleme, die ich mit den Intel-Fabs in Magdeburg habe, sind einerseits die horrende Subvention von fast 10 Mrd. Euro und zweitens der Standort in der Pampa. Wo wollen die hochqualifiziertes Personal herbekommen? Job ist nicht alles, auch das Umfeld muss stimmen.

In zwei Jahren sind Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Ob Intel noch Interesse am Standort hat, wenn dort die Nazis regieren?

(Firma: Starfleet) #7723298
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Du bist es der die Intel Ansiedlung negativ darstellt.

Da wird lediglich auf eine offizielle Information der Landesregierung verlinkt.

Du bist es der auf den Spiegel Artikel reinfällt.

deine Scheuklappenmeinung

Sehr eloquent und sachbezogen argumentiert ...

Tja, heise.de ist mit Null Komma Null Milliarden in das Magdeburger Projekt involviert, die Magdeburger Landesregierung dagegen mit 10 Milliarden. Wer wird wohl einen realistischern Blick auf die Angelegenheit haben? Doch der, ders bezahlen muß und insbesonders da in der großen Haushaltskasse ein Loch von 12 Milliarden prangt.

Und die ganze Argumentation bei heise beruht nicht etwa auf aktuelle Aussagen von intel sondern lediglich darauf, das intel im Unterschied zum zweiten Finanzier noch nichts Neues öffentlich verlautbart hat. Interessant dürfte noch werden, wie es um das zweite Europäische Neubauprojekt von intel, das in Polen, steht. Dadurch könnte man sich vom Mitbewerber TMSC (bei dem wie ich heute erfahren habe auch Infineon fertigen lässt)) territorial abkoppeln.

https://www.infineon.com/cms/de/about-infineon/press/market-news/2022/INFATV202211-031.html

Verschlechtern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in .de weiter, wären alle Fabs in .de betroffen. Hat man dagegen einen Fab in einem Nachbarland könnte man bspw. von unterschiedlich hohen Personalkosten profitieren.

https://notesfrompoland.com/2023/06/16/intel-to-build-4-6-billion-chip-plant-in-poland/

Vielleicht sollten wir das bei einem Getränk im Großen Garten erörtern.

Moderator Persönliche Seite #7723311
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Bradward B. schrieb:

Mitbewerber TMSC (bei dem wie ich heute erfahren habe auch Infineon fertigen lässt

Bei TSMC lassen praktisch alle fertigen, auch Intel. Würde mich nicht wundern, wenn sie in paar Jahren den gleichen Weg gehen wie seinerzeit AMD, und auch deren Fab(s) sich als selbstständige(r) Auftragsfertiger etabliert. Konnte sich vor 20 Jahren wohl noch keiner vorstellen, aber das scheint das am besten tragfähige Modell inzwischen für eine Fab zu sein.

Bei ESMC war heute gerade ganz großer Bahnhof …

(Firma: Starfleet) #7724233
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Bei TSMC lassen praktisch alle fertigen

Haben wir vor 2-3 Jahren ja dann auch alle gemerkt, als der Wiederanlauf der nach dem Corona-Shutdown gründlich gereinigten und mit Softwareupdates versehenen Fabs nicht wie geplant funktioniert hat...

Das klingt nicht ganz unplausibel. Infineon hat 2022 erklärt, das sie den 28 nm Aurix bei TSMC fertigen lassen, was schon etwas verwundert. Man hatte angenommen, Infineon kann schon länger 28 nm fertigen. Oder ist Infineon so mit anderen Halbleitern wie IGBT's und XMC ausgelastet, das keine (moderne) Linie für die TriCore-Familie übrig bleibt ?

https://www.elektroniknet.de/halbleiter/jetzt-schiesst-der-markt-nach-oben.205105.html

#7725560
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Wenn die Auftragsbücher schon voll sind, muß man eben woanders produzieren lassen? Wenn der Bauer nicht genug Kartoffeln erntet, wird er auch einen Kollegen fragen, ob er noch welche liefern kann.

Wenn der TO paul fragte, ob Magdeburg oder Dresden, würde ich jetzt dort anfangen, wo es mehr Firmen gibt. Eine Ami-Firma in MD wäre nicht mein idealer Arbeitgeber. Andererseits ist es natürlich eine Chance, beim Aufbau einer neuen Firma dabei zu sein. Etwas aufbauen ist oft schöner als später hinzukommen.

(Firma: 1984now) #7726978
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Rainer Z. schrieb:

Interessanter Link. Die Probleme, die ich mit den Intel-Fabs in Magdeburg habe, sind einerseits die horrende Subvention von fast 10 Mrd. Euro

Ja, es sollte nicht so sein, dass es den große Konzernen auch noch vorne und hinten reingeblasen wird.

und zweitens der Standort in der Pampa

Pampa? Spinnst du? MD hat immerhin eine Viertelmillion Einwohner und das Intelgelände liegt direkt am Stadtrand. Vom nächstgelegenen Grundstück der Stadt kannst du fast bis hin pinkeln. Ähnlich nah ist die nächste Autobahn A14 und bis zur A2 ist's auch nicht viel weiter. Und ja, es gibt sogar einen Flugplatz fast in Pinkelreichweite, der groß genug ist, dass die Learjets der Bosse hier landen können. Nur nicht nachts. Das hat allerdings keine technischen Gründe.

Wo wollen die hochqualifiziertes Personal herbekommen? Job ist nicht alles, auch das Umfeld muss stimmen.

Warst du schonmal in MD? Ist eine (weit überwiegend) schöne Stadt geworden. Wenn nur die vielen Baustellen nicht wären. Der einzige Trost: die sind überwiegend dazu da, dass die Stadt noch schöner wird.

In zwei Jahren sind Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Ob Intel noch Interesse am Standort hat, wenn dort die Nazis regieren?

Das allerdings könnte tatsächlich zum Problem werden. Nicht nur für Intel.

#7737528
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https://www.tagesschau.de/wirtschaft/intel-fabrik-magdeburg-100.html

Thema erledigt. Intel spaltet die Entwicklung und Produktions sparten, und wird sich zukünftig vermehrt auf Militärkram fokussieren: https://www.golem.de/news/secure-enclave-intel-priorisiert-chips-fuer-us-militaer-und-geheimdienste-2409-188980.html

Einerseits schade. Andererseits, es ist verständlich. Vor allem, weil eine Fab eine stabile Energieversorgung braucht. Es ist nicht möglich, die Produktion auf ein Mal schnell hochfahren, wenn die Sonne scheint, oder umgekehrt.

#7737575
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"Intel hat sich verpflichtet, in dem Programm Secure Enclave modernste Chips für militärische und geheimdienstliche Anwendungen zu produzieren, und sich damit für staatliche Subventionen von rund 3,5 Milliarden US-Dollar qualifiziert."

Respekt! Das nennt sich "Prioritäten setzen". "Make America Great Again".

Und wo werden europäische modernste Chips für militärische und geheimdienstliche Anwendungen produziert?

#7737594
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Wer jetzt noch nicht erkannt hat, dass der Standort Deutschland inzwischen maximal unattraktiv geworden ist, der hat Scheuklappen auf. VW gehts miserabel, Intel baut doch keine Fabrik, Tesla hat seine Fabrik auch wieder verkleinert, hier in meiner Stadt schließt auch ein Geschäft nach dem anderen, usw.

Die Zukunft gehört China und Asien. Diese Fabrik wird niemals gebaut werden. Manch einer wird jetzt behaupten, dass die Wahlergebnisse im Osten Schuld sind, was natürlich völliger Blödsinn ist. Die hohen Lohnkosten, Nebenkosten, Steuern, Bürokratie und Auflagen sind maximal abschreckend. Da bringen auch 10 Mrd Subvention nichts.

Moderator Persönliche Seite #7737608
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Ada J. Quiroz schrieb:

Die hohen Lohnkosten, Nebenkosten, Steuern, Bürokratie und Auflagen sind maximal abschreckend.

Ach, Infineon und ESMC haben die nicht?

Auch wenn Intel es im Moment immer noch kategorisch ablehnt: die werden früher oder später wohl auch den Weg gehen (müssen) wie alle anderen, und die Fabs als eigenständige Wirtschaftseinheiten ausgründen. Dann ist die Fab nicht mehr drauf angewiesen, wie gut oder schlecht es dem CPU-Geschäft gerade geht, und das CPU-Geschäft kann sich die Fab(s) aussuchen, die ihre Anforderungen hinsichtlich Quantität und Qualität am besten erfüllt.

Sergey Z. schrieb:

weil eine Fab eine stabile Energieversorgung braucht

Btw., AMD hatte damals der Stabilität der europäischen Energieversorgung nicht übern Weg getraut und ein eigenes Kraftwerk daneben gesetzt. Wirklich gebraucht haben sie es wohl bislang nur einmal, und der Stromausfall lag nicht an irgendwelchen Problemen mit erneuerbaren Energien. Auch der großflächige Ausfall von halb Westeuropa seinerzeit hatte damit nichts zu tun. Aber man darf auch mal feststellen, dass derartige Ereignisse ziemlich selten sind. (Kurzzeitige Ausfälle von weniger als einer Sekunde sind deutlich häufiger.)

Beitrag #7737616 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7737627
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Ada J. Quiroz schrieb:

Diese Fabrik wird niemals gebaut werden.

Davon ist auszugehen.

https://www.golem.de/news/intel-in-magdeburg-lieber-ein-ende-mit-schrecken-als-ein-schrecken-ohne-ende-2409-188691.html

Einer Firma, die nur 100 Mrd wert ist eine Subvention von 10 Mrd zuzuschieben, ohne einen 10% Anteil daran zu erwerben, konnte man auch nur sls Veruntreuung von Steuergeldern ansehen.

Und Intel bekommt noch 25 Mrd in den USA und in Polen https://www.manager-magazin.de/unternehmen/tech/intel-investiert-4-2-milliarden-euro-in-polen-a-65da6d4b-b6a6-48ec-bdd6-343b9ed13755 vermutlich 4 Mrd.

Also wenn Intel auch nicht mehr innovativ ist, die Abzocke von Staatsknete funktioniert bei denen hervorragend.

Beitrag #7737634 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7737649
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(prx) A. K. schrieb:

Ihm fehlt wohl der aus seiner Sicht für solche Fabs zwingende dezente Geruch nach Kohle. Sachsen Anhalt ist einfach zu sauber für Reinräume.

Naja, ist so ein Mischmasch. Ich würde jetzt nicht sagen unsympathisch. Die Zugänge sind eigentlich sehr gut, die Ampeln innerhalb recht gut verschaltet, Wartezeiten nur kurz. Anstrengend wird es, wenn man den Leuten, auf die man sich verlassen muss, auf die Finger hauen muss, wegen der Korruption, die sich breitgemacht hat. Es ist ja auch nicht so, dass das Problem nicht bekannt ist.

Hannes J. schrieb:

Aufstieg der Nazis

Wenn schon einfache Handbewegungen tabuisiert werden müssen, warum nicht auch Zuschreibungen von Schreckenszenarien, die sich nicht gehören?

(Firma: Starfleet) #7737655
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Das einzige was ich weiß ist, dass auch Infineon zuletzt Stellen abbauen wollte.

Na dann mach Dich mal schlau: https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/infineon-baugenehmigung-100.html

" ... pro Monat 50 neue mitarbeiter .."

Ist ja auch kein Wunder, die Anlage steht dort seit rund 25 Jahren. Klar das auch in Dresden die Jahrzehnte alte Personaldecke "runderneuert" werden muß.

#7737711
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Rbx schrieb:

Die Zugänge sind eigentlich sehr gut, die Ampeln innerhalb recht gut verschaltet, Wartezeiten nur kurz.

Und statt zu Intel führt nun eine vierspurige Landesstraße plus Fahrradweg zum Kartoffelacker.

https://mid.sachsen-anhalt.de/infrastruktur/verkehr/intel-in-magdeburg-mobilitaetskonzept-und-verkehrsanbindung/baustellenzufahrten-von-der-landesstrasse-50-auf-das-gelaende-des-high-tech-parks-ministerium-fuer-infrastruktur-und-digitales

(Firma: Starfleet) #7737720
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Die Nachricht, dass die Mitarbeiter entlassen wollen ist jedoch neuer. Wobei das ja nicht in Deutschland passieren soll, aber was soll man von solchen Aussagen halten.

Vielleicht eine Anwendung des Kirchhoffschen Knotenpunktsatzes auf Mitarbeiterströme: strömen neue (junge) Mitarbeiter in die Tretmühle, entströmen angestammte (ältere) Mitarbeiter dieser. Eben "Rund-Erneuerung der Personaldecke".

(Firma: Starfleet) #7737919
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Durch die Planverschiebung bei intel werden wohl die Ziele des "Europäischen Chip-Gesetzes" nicht mehr erreicht, jedenfalls wird es mit den 20% Weltproduktionsanteil in Europa bis 2030 eher nix:

https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_Chip-Gesetz

Somit könnten wieder ein paar Milliarden Budget für Andere frei werden.

https://www.mz.de/mitteldeutschland/wirtschaft/intel-ansiedlung-verzoegerung-magdeburg-halbleiter-experte-interview-chip-fabrik-3917736

https://www.diesachsen.de/wirtschaft/intel-in-magdeburg-bauverschiebung-schwerer-schlag-fuer-die-europaeische-halbleite-2955462

Und bei heise.de, wo man sich erst vor wenigen Wochen völlig unnötig weit aus dem Fenster mit der Formulierung 'sehr unwahrscheinliches Scheitern der intel-Pläne' lehnte, berichtet man auch schon über die Verteilung des Bärenfelles:

https://www.heise.de/news/Intel-Fallout-Zank-ueber-das-Foerdergeld-9871218.html

(Firma: Starfleet) #7801289
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Bist du dir sicher bei dem, was du fotografiert hast?

Da ist in der Tat schon reges Baugeschehen, aber bislang Erdarbeiten, noch keine Kräne …

Ich bin mir sicher das ich da 'ne Halbleiter-Fab in DD fotografiert habe und zwar auf'm Infineon Gelände.

Hat aber wohl nix mit ESMC zu tun, ist wohl die Smart Power-Fab von Infineon im letzten Bauabschnitt:

https://www.infineon.com/cms/dresden/de/smart-power-fab/

Irrtümlicherweise hatte ich angenommen, das ESMC als Joint Venture mit Infineon am etablierten Infineon Gelände baut. Jetzt ist es wohl doch wieder "Grüne Wiese".

(Firma: Starfleet) #7801563
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Direkt neben Bosch.

Bosch wird auch als Partner im erwähnten Joint Venture mit TSMC genannt: https://pr.tsmc.com/english/news/3049

, schwer das Ganze auf eine einzelne Firma einzugrenzen. So wie damals bei der Masken-Fabrik, da haben sich die ganzen "Mitbewerber" an der Eingangstür getroffen: https://www.amtc-dresden.com/de/unternehmen/das-amtc/geschichte.html

Das ist die Infineon-Erweiterung, die bauen ja schon eine ganze Weile.

Dresden wird noch Jahre ne Dauerbaustelle bleiben, insbesonders da jetzt viele DDR-Bauten das Ende ihrer auf 50 Jahre projektierten Lebensdauer erreicht haben.

(Firma: Starfleet) #7809907
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"Wenn die ESMC-Fabrik voll betriebsbereit ist, wird sie voraussichtlich eine monatliche Produktionskapazität von 40.000 300mm (12-Zoll) Wafern auf der 28/22-Nanometer-Planar-CMOS- und 16/12-Nanometer-FinFET-Prozesstechnologie von TSMC haben, was das Halbleiterfertigungsökosystem Europas mit fortschrittlicher FinFET-Transistortechnologie weiter stärken wird."

16 ... 12 nm klingt jetzt nicht nach Spitzenintegration, angeblich ist TSMC schon bei 2 nm:

https://www.heise.de/news/TSMC-Diese-Verbesserungen-bringen-2-Nanometer-Strukturen-9054463.html

Aber vielleicht hat sich der Pressesprecher oben vertippt. (https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2024/12/20241213-startschuss-fuer-die-chipfabrik-esmc-in-dresden.html)

Produktionsstart ist für 2027 prognostiziert, aber das ist wohl erst der Startschuß zum Hochfahren der Personaldecke. Wer im Herbst 2024 sein Studium beginnt, könnte also noch rechtzeitig fertigwerden um seine Abschlussarbeit dort anzufertigen. Wer degegen 1994 mit Infineon in Dresden seine Halbleitereikariere begann, wird dann langsam das ende seines Berufslebens ins Auge fassen.

(Firma: Starfleet) #7862593
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Auf dem geplanten Werksgelände von intel bei Magdeburg setzt man mindestens für dieses Jahr auf "Blühende Landschaften" statt Halbleiterfertigung:

Intel geht es finanziell IMHO zu schlecht, als das sie in neue Werke investieren könnten, im Gegenteil die Verkäufen weiter ihr Eigentum um fürs Tagesgeschäft liquide zu bleiben:

Dagegen wird in Dresden bei der zukünftigen [T|E]MSC-Fab geklotzt und ab Ende des Jahres sollen Ingenieursstellen besetzt werden:

(Firma: Starfleet) #7880332
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Da ist in der Tat schon reges Baugeschehen, aber bislang Erdarbeiten, noch keine Kräne …

Inzwischen auch Kräne, nicht gerade wenige …

Hehe, Anekdote aus diesem Bereich: Da gab es doch vor wenigen Wochen die "Bauma" in München, die weltgrößte Messe zu Baumaschinen.

Ein Bauingenieur, der mit der TMSC-Baustelle in DD involviert bemerkte, das er dieses Jahr nicht nach M fährt weil ja die modernsten und dicksten Dinger auch grad auf "seiner" Baustelle unterwegs sind.

https://www.werkzeugforum.de/event/bauma-2025/

Persönliche Seite #7880895
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Bradward B. schrieb:

Wer degegen 1994 mit Infineon in Dresden seine Halbleitereikariere begann

Die Chance hatte ich sogar, habe es aber ausgeschlagen. Fand am Ende was Näheres, als im fernen Osten. Wer weiß wie es gekommen wäre ...

Bradward B. schrieb:

Auf dem geplanten Werksgelände von intel bei Magdeburg setzt man mindestens für dieses Jahr auf "Blühende Landschaften"

Man hätte eine Wildblumenwiese einrichten können. Wenn nicht, sollte man das wenigstens für das Restgelände des fertiggestellten Gebäuses einplanen, wie das derzeit einige Firmen machen: Man pflanzt heimische Wildblumen (auch die weniger hübschen) und schafft Magerwiesen mit Sandflächen, damit Wildbienen und andere brüten können.

Cyblord -. schrieb:

Die ersten Ausschreibungen flatterten schon bei Xing herum.

Schade dass niemand bei Verstand in der SBZ arbeiten möchte...

Kommt sicher auf die Stelle an. Auf Xing wird meistens internatinales Personal gesucht, weil billiger.

Moderator Persönliche Seite #7880947
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J. S. schrieb:

Auf Xing wird meistens internatinales Personal gesucht, weil billiger.

Woraus schlussfolgerst du das?


To help us build the foundation of our future fab in Dresden, we are looking for a highly motivated and passionate:

Slurry Distribution Systems Engineer (SDS)

As a Slurry Distribution Systems Engineer (SDS), you will be the system owner and subject matter expert for Slurry Dispense Systems (SDS), Gas Dispense Systems (GDS) and Chemical Dispense Systems (CDS) at our new state-of-the-art semiconductor fab in Dresden.

Your role will ensure system safety, operations excellence, reliability, efficiency, and compliance while driving continuous improvement and innovation. You will collaborate with internal teams, external service providers, and technicians to optimize operations, develop technical documentation, and support new installations and upgrades.


Das war jetzt mal eine der ESMC-Anzeigen rausgegriffen. Ich sehe da nichts, was darauf hindeutet, dass da „internationales Personal“ gesucht würde – zumal XING ja eine eher deutsche Plattform ist.

Dass man in der Halbleiterindustrie englisch spricht, ist eh normal, erst recht für ein internationales Unternehmen wie ESMC – traditionelles Chinesisch willste sicher eher nicht für eine Stellenanzeige haben. ;-)

(Firma: Starfleet) #7882554
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You will collaborate with internal teams, external service providers, and technicians to optimize operations, develop technical documentation, and support new installations and upgrades.

Ich sehe da nichts, was darauf hindeutet, dass da „internationales Personal“ gesucht würde – zumal XING ja eine eher deutsche Plattform ist.

Naja, ich seh da gleich zwei starke Indizien. Zuerst das das Ganze in der Sprache verfasst ist, die die meisten auf dem Globus als Verkehrssprache sprechen und zweitens der Hinweis auf die Zusammenarbeit mit internen und externen Partner (einer Taiwanischen Firma). Aber auch keinen Hinweis, das insbesonders "billiges" Personal (aus den Masurischen Sümpfen) gesucht wird, wie hier spekuliert wurde.

Die Chance hatte ich sogar, habe es aber ausgeschlagen. Fand am Ende was Näheres, als im fernen Osten.

Dresden zählt man eher zu "Nah-Ost" als zu "Fern"-Ost (Das wäre Sibirien, Wladi-'wostok' (-Osten) und so ) ;-) .

Bei der Personal-Akquise damals zur Eröffnung um den Jahrtausendwechsel hab ich mir das Silicon Saxony auch angeschaut. Bei AMD im "Dresden-Design-Center" DDC wollten sie einen (damals) wenig Erfahrenen nicht, bei Infineon/Qimonda wollt ich nicht, weil der Job zu speziell auf Halbleiterfertigung spezialisiert. IMHO nützt es nur wenig lediglich auf Erfahrung mit dem "Implanter 2000" o.ä. verweisen zu können, wenn man nach 7 Jahren im nächsten Schweine-Zyklus nach dem Job für den nächsten Schritt im Berufsweg sucht. Da bevorzuge ich Erfahrung als "Entwickler/Konstrukteur" statt "Prozeß-Ingenieur/Fliesbanddrohne". Damit könnte man leichter neu anfangen, wenn es denn sein muss.

Wer weiß wie es gekommen wäre ...

Das DDC wurde dann auch wenige Jahre später geschlossen, es ist halt ein "konstantes" auf und ab.

Moderator Persönliche Seite #7882585
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Bradward B. schrieb:

Das DDC wurde dann auch wenige Jahre später geschlossen

Das haben sie immer nur sehr halbherzig betrieben. Am Ende dann offenbar nur so lange, wie es die Bindung durch die Fördermittel brauchte. War aber durchaus offenbar brauchbar als Karriere-Start für eine Reihe von Leuten (und eben nicht nur Ingenieurpersonal für Halbleiterprozesse).

Ist aber 'ne andere Story. Die Amis wollten das Design eh nie aus den Händen geben, Dresden war für die AMD-CPUs immer nur eine Fab.

(Firma: Starfleet) #7882593
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Das DDC wurde dann auch wenige Jahre später geschlossen

Am Ende dann offenbar nur so lange, wie es die Bindung durch die Fördermittel brauchte. War aber durchaus offenbar brauchbar als Karriere-Start für eine Reihe von Leuten (und eben nicht nur Ingenieurpersonal für Halbleiterprozesse).

ACK

Ist aber 'ne andere Story. Die Amis wollten das Design eh nie aus den Händen geben,

Ja, da gab es Abschlussarbeiten unter Firmengeheimnis, meint der Diplomand hatte zwar seinen Betreuer an der TU/FhG - angefertigt, geschrieben hat er aber die Arbeit im DDC und der Betreuer musste für den Vortrag auch dort hin. Aber das Prüfungsamt kannte sich noch aus DDR-Zeiten mit Arbeiten ohne Veröffentlichungsfreigabe aus.

Dresden war für die AMD-CPUs immer nur eine Fab.

Und remote-Rechenzentrum. Da wurde für längliche Simulationen, das Design für die Nacht über den halben Erdball verschoben.

IMHO war aber das Abschreckende im DDC die "Amerikanische Innenausstattung". Da hockte jeder in seinen 4 qm Cubicle und versuchte sich mit Kopfhörern vom Lärm nebenan abzuschotten.

https://www.linkedin.com/pulse/cubicle-outdated-ahead-its-time-jacob-morgan

(Firma: Starfleet) #7882606
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Lärmig empfand ich es dort eigentlich nicht (war in meinem damaligen Job gelegentlich als Dienstleister dort).

Ist halt individuell, manche können halt kaum klar über diffizile Logic-Schaltungen nach-denken, wenn nebenan der Schweizer telefoniert als wäre der Signalverstärker noch nicht erfunden. Oder der Gruppenleiter "rammt" einen Mitarbeiter "unangespitzt in den Boden", weil wieder mal die "Latte für nen Milestone gerissen wurde".

(Firma: Starfleet) #7883109
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Rauchen macht übrigens ein wenig lockerer. Ich musste an die Ausbildungszeiten denken: "kommste mit eine Rauchen?" war durchaus ein netter Moment damals.

Hehe, gerade das (schnell raus um mal eine durchzuziehen) geht in der Halbleiterei nicht (immer) - falls man im Reinstraum arbeitet. Da muß man sogar Stunden vor der Schicht aufhören mit Essen/Trinken, weil sonst die Partikeldichte der Ausatemluft zu hoch ist. Fällt so ein (Riesen-)Partikel auf einen (unverhäusten) IC mit seinem Strukturbreiten im µm-Bereich oder darunter isser futsch.

So hat man das jedenfalls vor 30 Jahren erzählt, gut möglich, das heutzutage die Wafer automatisiert zwischen den Stationen transportiert werden so das sie nicht mehr in Kontakt mit der Atemluft kommen.

Und nicht jeder arbeitet im Reinstraum, die Entwicklung eher nicht, bei QM dagegen schon eher.

(Bikd der "sauber verpackten Mitarbeiter" aus https://www.elektronikpraxis.de/high-na-euvl-riesige-technik-fuer-winzige-transistoren-a-3e4afd6b130c6b13b5960e1021ac5724/

Angehängte Dateien:
Moderator Persönliche Seite #7883151
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Bradward B. schrieb:

So hat man das jedenfalls vor 30 Jahren erzählt, gut möglich, das heutzutage die Wafer automatisiert zwischen den Stationen transportiert werden so das sie nicht mehr in Kontakt mit der Atemluft kommen.

Ja, ist so, aber die Zahl der Raucher in der Halbleiterei hält sich trotzdem deutlich in Grenzen. Die Leute treffen sich dann eher zum Smalltalk in der Kaffeeküche.

(Firma: Starfleet) #7884166
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Magdeburg hofft wieder auf eine Chipfabik.

https://www.volksstimme.de/sachsen-anhalt/regionale-wirtschaft/magdeburg-im-rennen-um-nachste-chipfabrik-fmc-sucht-standort-4058067

Interessante Info aus Magdeburg, auch wenn die dort genannte Firma (FMC - "Ferroelectric Memory Company") aus Dresden im Vergleich zu intel ein Winzling ist (weniger als "fuffzich" Mitarbeiter).

https://ferroelectric-memory.com/

Nach der Quelle: https://www.computerbase.de/news/wirtschaft/magdeburg-wieder-im-rennen-fmc-will-in-deutschland-halbleiterwerk-fuer-seinen-dram-plus-bauen.92899/

möchte FMC aber eine kräftig-fette Förderung, um ihr DRAM-Werk aus der Magdebürger Börde zu stampfen. Schaun mer mal ... nichtflüchtiger DRAM wäre schon 'ne feine Sache.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7913000
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Rainer Z. schrieb:

Kartoffel-Chips

Es bleibt bei der bisherigen Chips. ;)

Wie so üblich, wurde heute früh im Radio natuerlich fast nur die Gruende aus der Begruendung genannt, die gegen den Praesident ....

Aufgrund des technologischen Fortschritts waeren dort auch andere Prodiktionsverfahren zum Einsatz gekommen. Damit waeren sicherlich auch ein erneutes Durchlaufen von Genehmigungsverfahren verbunden gewesen mit unsicherem Ausgang.

(Firma: Starfleet) #7913005
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Das Intel-Gelände bleibt Acker. In Magdeburg werden allenfalls Kartoffel-Chips hergestellt.

Damit haben sie in Börde ja auch Jahrhunderte an Erfahrung.

Aber genau genommen hat nur Intel abgesagt den Magdeburgern 'ne Fab hinzuklotzen, IMHO besteht da noch Interesse von anderen (die Förderung abzugreifen).

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/magdeburg/boerde/magdeburg-chipfabrik-fmc-dresden-milliardenprojekt-104.html

(Firma: Hobbytheoretiker) #7913324
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.● Des|ntegrator ●. schrieb:

Wenigstens scheint man das Areal wieder landwirtschaftlich nutzen zu können.

Der Satz des verlinkten Artikels: "Den Angaben zufolge sollen Mais und Sonnenblumen angebaut werden, damit Feldhamster nicht wieder auf die Ackerflächen einwandern."

Hat den Hintergrund, dass die Nutzungsänderung die Felder wieder für Produkte, die an Tiere oder Menschen verfüttert werden können, bei den Behörden zwei Jahre dauern würde. Als die Lebensmittel knapp wurden durch den Krieg, wollten ein paar Bauern statt Futtermais oder Brache einen Essmais und Kartoffeln anbauen. Diese Rückmeldung erhielten diese zu dem Ansinnen.

#7913339
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Dieter D. schrieb:

Der Satz des verlinkten Artikels: "Den Angaben zufolge sollen Mais und Sonnenblumen angebaut werden, damit Feldhamster nicht wieder auf die Ackerflächen einwandern."

Datum beachten, der Beitrag vom MDR ist vom 14. April 2025, vor gut drei Monaten. Da war noch die Rede von "vorerst auf Eis liegt" - also kein Baustart, aber die Möglichkeit dazu noch offen zu halten.

Es scheint so, dass man aktuell hofft, auf diesem Gelände andere Industrie ansiedeln zu können.

#7914941
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Sergey Z. schrieb:

Eigentlich schade

Warum schade?? Warum sollte Schland einem Konzern aus dem Trampeltier-Land 10.000.000.000(!!) Euro in den Rachen schmeißen? Für eine Chip-Fabrik in der ostdeutschen Pampa? Totaler Irrsinn, muss ich schon sagen. Das Geld wäre für den Bau von Wohnungen besser angelegt und das Gelände in der Magdeburger Börde für den Kartoffelanbau sowieso.

(Firma: 1984now) #7915261
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.● Des|ntegrator ●. schrieb:

Sergey Z. schrieb:

Nicht mal mit 10B Subvention, will jemand in Dland investieren.

Man hätte dem Bauherren ca. ein Drittel der Baukosten spendiert. -passiert das auch dem Kleinkrauter, der was neues bauen will?

Leider nicht, sonst hätte ich schon lange zugeschlagen ;o)

Aber klar: Es gibt auch übergeordnete Interessen, die es manchmal durchaus sinnvoll erscheinen lassen, selbst einem Ami-Konzern scheinbar sinnlos Steuermilliarden in den Arsch zu blasen.

Man schaue sich das Beispiel China an. Die Chinesen haben es halt nicht über direkte Subventionen getan, sondern über andere Vorteile, bei denen die westlichen Konzernlenker ein feuchtes Höschen bekommen haben. Der Endeffekt war aber (denn in China hat das Konzept funktioniert): die haben jetzt so ziemlich alles Knowhow im eigenen Land, was weltweit verfügbar war. Und funktionierende Produktionsstandorte mit eigenem sachkundigen Personal. Mehr noch: Sie müssen sich nicht mal mehr die Mühe machen, die Sachen zwangsweise zu verstaatlichen. Nö, die haben von vornherein die Bedingungen der Ansiedlung so festgelegt, dass der chinesische Staat auch ohne solche, mit unschöner internationaler Presse verbundenen Maßnahmen effektiv bereits die Entscheidungsgewalt über diese Facilities hat.

Tja, von China kann man mit Sicherheit eins lernen: Wie man sich weltweites Knowhow zu vergleichsweise geringen Kosten und mit minimalen "unschönen Nebengeräuschen" einverleibt.

Und all unsere großen Konzernlenker, diese Horde grenzenlos gieriger, grenzdebiler Vollidioten hat wirklich schön das China-Spiel mitgespielt...

Beitrag #7915490 wurde von einem Moderator gelöscht.
(Firma: Starfleet) #7962208
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Das DDC wurde dann auch wenige Jahre später geschlossen

Ist aber 'ne andere Story. Die Amis wollten das Design eh nie aus den Händen geben, Dresden war für die AMD-CPUs immer nur eine Fab.

Lt. Meldungen Ende Oktober 25 soll jetzt die (Ex-) AMD-Fab in DD um 10% bis 15% Kapazität mit 1,1 Milliarden € an eigenen Geld und Subventionen aufgeblasen werden:

Erster Ziel ist wohl die Steigerung auf 1,1 Millionen Waferstarts/a bis 2028.

: Bearbeitet durch User
(Firma: Starfleet) #8051217
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In der Presse (getitelt: "Eine Million Steuergeld für jeden Job") wird gerade argumentiert, das (manche) Jobs in der Halbleiterindustrie jeweils eine Million € an Steuergeld kosten (würden):

Da wird wohl einfach die Zuschusssumme durch Anzahl von Fest-Anstellungen vor Ort geteilt. IMHO keine besonders sinnvolle "Zahlenschubserei", resp. geeignete Kennzahl.

: Bearbeitet durch User

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