Transistoren - Die-Bilder

Gast #7604088
Lesenswert?

Richard K. schrieb:

H. H. schrieb:

Richard K. schrieb:

Heute nur ein kleiner Kleinsignaltransistor, ein BC178:

https://www.richis-lab.de/BipolarA52.htm

Valvo? Dem Topmarking nach auf jeden Fall.

Valvo/Philips wäre auf Grund des Alters wahrscheinlich, ich könnte es aber nicht sicher sagen. Wenn du sagst, dass das Valvo ist, dann muss es ja fast so sein. :)

Die haben die Teile ja unter beiden Namen vermarktet. Bei beiden ist das Marking auf dem Deckel, aber bei Philips wäre auch "PH" oben drauf. Bei Valvo stünde der Name normalerweise auf dem Mantel, aber ich hatte schon welche wo der fehlte, die kamen als Muster direkt aus Hamburg.

OP #7610666
Lesenswert?

Wir hatten ja schon mal ein paar IRF3708. In der Zwischenzeit habe ich noch ein paar mehr dieser Transistoren bekommen und analysiert:

https://www.richis-lab.de/Transistoren_FET_IRF3708.htm

Ich bin mittlerweile der Meinung, dass #1 doch keine Fälschung ist. Das Design des Dies findet sich in diversen anderen Chargen und mittlerweile habe ich auch mehrere IR-Transistoren gesehen, die dieses IR-Logo mit dem Zylinder auf dem Kreis tragen. Auch der Transistor #7, der eine sehr ursprüngliche Beschriftung trägt, beinhaltet das gleiche Die.

#4a und #4b sind interessante Fälschungen von Aliexpress.

#7611778
Lesenswert?

Richard K. schrieb:

Ich bin mittlerweile der Meinung, dass #1 doch keine Fälschung ist.

Auch die Streifenstruktur passt zu einem IR-MOSFET aus dem Jahr 2000. Im Jahr 1999 hatte IR neue MOSFETs eingeführt und als "Benchmark" HEXFET® bezeichnet: https://www.irf.com/pressroom/pressreleases/nr990728.html "The chips used in the new low voltage Benchmark HEXFET® products are manufactured using IR's brand new low voltage planar stripe HEXFET® power MOSFET technology."

Bei Infineon findet man ein Paper mit der Beschreibung der Technologie: https://www.infineon.com/dgdl/q101fets.pdf?fileId=5546d462533600a401535748449d3fc3

Richard K. schrieb:

#4a und #4b sind interessante Fälschungen von Aliexpress.

Ja, sehr interessant, dass da in gleich aussehenden MOSFETs aus der gleichen Lieferung unterschiedliche Dies sind. Der hier vermessene dürfte einer mit dem großen Die gewesen sein und hatte sogar einen niedrigeren RDS(on) als das Original: Beitrag "Re: Transistor zum Schalten von 24V/12V"

OP #7611782
Lesenswert?

Stefan K. schrieb:

Auch die Streifenstruktur passt zu einem IR-MOSFET aus dem Jahr 2000. Im Jahr 1999 hatte IR neue MOSFETs eingeführt und als "Benchmark" HEXFET® bezeichnet:

Darauf hatte mich Stefan früher schon mal hingewiesen. Das hatte ich unterschlagen, ist jetzt aber korrigiert. Danke! :)

Stefan K. schrieb:

Ja, sehr interessant, dass da in gleich aussehenden MOSFETs aus der gleichen Lieferung unterschiedliche Dies sind.

Das war wahrscheinlich ein Charge, bei der man alles zusammengesammelt hat, was ansatzweise ein MOSFET war und dann die gewünschte Beschriftung aufgebracht.

#7629093
Lesenswert?

Danke.

Genau genommen ist es ein IRLZ44NPbF. Das "N" steht wie bei vielen IR MOSFETs für eine neure Generation und damit geändertem Strukturen als das Bauteil ohne "N" und natürlich neuem Datenblatt. Das "PbF" steht für bleifrei. Bei IR gab es für die bleifreie Version ein neues Datenblatt mit neuer Datenblattnummer.

Inzwischen gibt es auch einen IRLZ44ZPbF mit "Z" statt des "N", mit wieder leicht anderen Daten. Bei dem wird keine HEXFET Generation mehr genannt und er wird wohl keine Wabenstruktur mehr haben.

Die Assembly Line "J" ist die gleiche wie bei #7 des IRF3708NPbF, daher wohl auch die sehr ähnliche Art der Beschriftung. Die Aufteilung des Lot Codes wurde hier gemacht weil der Auswerferabdruck im Weg war, die Beschriftng ist leichter zu ändern als das Werkzeug zum Umspritzen. Bei Assembly Sites bei denen der Auswerferabruck eher an der oberen Gehäusekante ist wird der vierstellige Lot Code nicht aufgeteilt. Als das Datenblatt des als Vorlage genutzen IRF1010 erstellt wurde war wohl zufällig der Auswerferabdruck unten, wurde so im Datenblatt dargestellt und in allen späteren Datenblättern der IR MOSFETs im TO-220 Gehäuse beibehalten. Inzwischen könnte es auch schon IRLZ44N mit Infineon Logo geben: https://www.mouser.com/PCN/Infineon_20176A.pdf Interessant ist dieser Hinweis in der PCN über der Zeichnung: "Note: Existing there are slight variations in the marking layout across different production site."

Ich warte schon gespannt auf den HEXSense mit der vermutlich gröberen Wabenstruktur der HEXFETs der dritten Generation und auch sonst interessanterem Aufbau.

#7629194
Lesenswert?

Bei Alldatasheets git es ein Datenblatt des IRLZ44N aus dem Jahr 1997. Die Datenblattnummer endet mit einem "B", wahrscheinlich ist es nicht die erste Version. Da es in International Rectifier Datenblättern seltenst eine "revision history" gibt ist nicht feststellbar wann die erste Version erstellt wurde.

Jetzt noch einen IRLZ44 ohne N zu finden dürfte schwer sein, selbst bei Pollin gibt es keine HEXFETs der dritten Generation (mehr).

#7634922
Lesenswert?

Richard K. schrieb:

...aus einer Sammlung von Stefan K. (stk)...

Damit keine Missverständnisse aufkommen: ich sammele nicht MOSFETs ;-)

Ich hatte anfangs nur etwas Zweifel ob Reichelt wirklich gefälschte IRF3708 verkauft hat, ich hatte dort früher selbst welche gekauft (#5). Ich habe dann im Internet nach Informationen zu den HEXFETs und deren verschiedenen Generationen gesucht, einige gekauft und zusammen mit einzelnen aus meinem Bastelvorrat nach Absprache an Richi geschickt.

Später habe ich einen IRFBC20, einen aus einem Netzteil ausgeschlachteten 600V Third Generation HEXFET, nicht an Richi geschickt sondern leider selbst geöffnet. Erstaulicherweise hat das sogar recht gut geklappt, das Gehäusmaterial war damals wohl noch nicht so hitzebeständig.

Bei der Suche nach anderen Third Generation HEXFETs fand ich die IRC540 bei Pollin, habe die dort bei meiner nächsten Bestellung mitbestellt und gleich weitergeschickt. Bei mir angekommen waren sie in einem Pollintypischen LDPE-Tütchen im Karton.

Angehängte Dateien:
OP #7634928
Lesenswert?

Ich meinte aus der Sammlung, die du mir zukommen hast lassen. :)

Eine gute Informationssammlung zu dieser Generation der HEXFETs ist das "HEXFET Power MOSFET Designer´s Manual" von International Rectifier. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Application Notes und ein paar zusätzlichen Informationen.

#7670579
Lesenswert?

Moin,

Richard K. schrieb:

https://www.richis-lab.de/FET44.htm

Daraus: "Der PMPB19 enthält eine Schutzstruktur zwischen Gate und Source."

Nur wo ist sie? Versteckt unter der Metallschicht? Oder ist diese Schutzfunktion eigentlich nur ein kontrollierter parasitärer Effekt (Durchschlag durch Isolation) den eigentlich jeder Mosfet hat, nur eben meistens nicht zerstörungsfrei funktioniert?

Gruß, Roland

OP #7670881
Lesenswert?

Ohne Weiteres ist die Schutzstruktur nicht sichtbar. Einen reversiblen Durchbruch in "normalen" Gatestrukturen würde ich ausschließen. Ist das Gateoxid einmal durchschlagen, dann ist die Isolation irreversibel zerstört. Ich werde bei nächster Gelegenheit versuchen die Metallschicht abzutragen. Vielleicht findet sich darunter eine Struktur, die das Gate schützt.

Grüße,

Richard

OP #7678394
Lesenswert?

Roland D. schrieb:

Moin,

Richard K. schrieb:

https://www.richis-lab.de/FET44.htm

Daraus: "Der PMPB19 enthält eine Schutzstruktur zwischen Gate und Source."

Nur wo ist sie? Versteckt unter der Metallschicht? Oder ist diese Schutzfunktion eigentlich nur ein kontrollierter parasitärer Effekt (Durchschlag durch Isolation) den eigentlich jeder Mosfet hat, nur eben meistens nicht zerstörungsfrei funktioniert?

Gruß, Roland

Ich habe versucht die Metallschicht abzutragen. So wirklich erfolgreich war ich leider nicht:

https://www.richis-lab.de/FET44.htm#strip

OP #7679025
Lesenswert?

Jörg W. schrieb:

Richard K. schrieb:

Ich werde noch eine weiteren Versuch mit Flusssäure starten.

Boah. Davor habe ich Respekt. Das ist so ziemlich das Einzige, was ich nicht im Haus haben möchte, naja, von Plutonium vielleicht mal abgesehen.

Ich arbeite nur mit dieser Glasätzpaste, die Flusssäure freisetzt. Ein gutes Gefühl hat man damit auch nicht, aber es ist doch deutlich ungefährlicher.

Gast #7679027
Lesenswert?

Jörg W. schrieb:

Richard K. schrieb:

Ich werde noch eine weiteren Versuch mit Flusssäure starten.

Boah. Davor habe ich Respekt. Das ist so ziemlich das Einzige, was ich nicht im Haus haben möchte, naja, von Plutonium vielleicht mal abgesehen.

Es geht doch nichts über einen eigenen RTG.

#7679321
Lesenswert?

Moin,

Richard K. schrieb:

Ich werde noch eine weiteren Versuch mit Flusssäure starten. Vielleicht lässt sich die aktive Ebene doch noch freilegen.

Ich habe für ein gescheitertes Kunstwerk mal versucht, die Verspiegelung von einem Spiegel teilweise zu entfernen. Den Lack abkratzen, war einfach. Die Metallisierung ging aber zunächst nicht ab. Die konnte ich dann aber mit Zahnbürste und Zahnpasta mit Schleifmittel drin verblüffend einfach wegbekommen.

Immerhin ist das Silizium oder Siliziumoxid unter dem Metall eher härter als Glas. Und auf jeden Fall härter als die Metalllage.

Bliebe aber die Frage, was man am Ende überhaupt noch sehen kann. Vielleicht Unterschiede zwischen Si und SiO2? Unterschiedliche Dotierungen dürfte man auf einem Foto ja kaum erkennen können.

Gruß, Roland

OP #7679513
Lesenswert?

Schleifen beziehungsweise Polieren ist bei einem solchen Die nicht so einfach. Das geht schon los damit, dass die Teile so klein sind und dann muss man die Schichten noch hochgenau und plan abtragen.

Es gibt aber Leute (im Hobby-Bereich), die damit experimentieren und ganz ansehnliche Ergebnisse vorweisen können.

Unterschiedliche Dotierungen sieht man nicht, das hast du schon recht. (Wobei es angeblich Chemikalien gibt, die derartige Unterschiede sichtbar machen können.) Meist befinden sich über den unterschiedlichen Bereichen aber immer noch unterschiedliche Schichtdicken und die kann man dann üblicherweise erkennen. Entweder zeigen sie sich über den bekannten Resonanzeffekt, der dann die Farben erzeugt oder einfach durch die Unregelmäßigkeit der Oberfläche, wie man hier sieht: https://www.richis-lab.de/REF19.htm

Grüße,

Richard

#7679787
Lesenswert?

Moin,

Richard K. schrieb:

Schleifen beziehungsweise Polieren ist bei einem solchen Die nicht so einfach. Das geht schon los damit, dass die Teile so klein sind und dann muss man die Schichten noch hochgenau und plan abtragen.

Meine Idee wäre gewesen, den erheblichen Unterschied in der Härte zwischen Metall und Silizium auszunutzen. Also mit einem Schleifmittel arbeiten, welches härter als Metall aber weicher als Silizium ist. Deswegen Zahnpasta - die Schleifpartikel darin sollten ja nach Möglichkeit Zahnschmelz nicht abtragen.

Härte nach Mohs: Silber - 2,5; SiO2 - 7; Si - 6,5; Kalk - 3; Fluorit - 4

Die Idee wäre ein Schleifmittel zu nehmen, welches Metall abträgt, das Si aber nicht. Dann ist das mit dem Planschleifen nicht so wichtig bzw. ergibt sich von alleine.

Und natürlich das noch:

https://www.notebookcheck.com/Solarzellen-recyceln-in-3-Minuten-mit-Salzwasser.844935.0.html

Und müsste man das nicht auch noch elektrisch (Elektrolyse) unterstützen können?

Gruß, Roland

OP #7679796
Lesenswert?

Probieren könnte man das Schleifen mal. Wobei das Handling trotzdem noch schwierig sein dürfte.

Aluminium lässt sich recht gut mit Salzsäure auflösen, da braucht es eigentlich keinen Elektrolyse-Ansatz. Der Prozess lässt sich noch mit H2O2 unterstützen, aber ich war bisher mit der Reaktionsgeschwindigkeit immer sehr zufrieden.

Bei diesen "Grenzflächenmaterialien" fängt das Problem schon damit an, dass man nicht genau weiß was verwendet wurde. Wolfram und Titan sind gängig, aber wer weiß... Und dann bin ich mir auch nicht sicher, was mit welchen Stoffen legiert und wie sich diese Legierungen dann wiederum verhalten.

Grüße,

Richard

#7679989
Lesenswert?

Richard K. schrieb:

Hier haben wir nun erst mal einen schnellen Schalttransistor, etwas was man heute nicht mehr oft sieht:

Motorola MMBT2369

https://www.richis-lab.de/BipolarA58.htm

Sehr schön! Die beiden Transistoren (MMBT2369 und PMBT2369) kamen frisch vom Distributor und sind beide noch aktiv. Hier hatte ich sie charakterisiert:

https://hackaday.io/project/170697-evaluating-transistors-for-bipolar-logic-rtl/log/175352-fast-switching-transistors-pmbt2369-vs-mmbt2369

OP #7692404
Lesenswert?

Das kommt auf das Objekt an und in wie weit man geistig extrapolieren kann. Ich würde sagen mit Glück kann ich 1µm auflösen. Das ist aber nur bei "schönen" intakten Halbleiterstrukturen der Fall. Wenn wie hier die Farbunterschiede durch die Oxidschichten fehlen und man minimale Kanten erkennen muss, wird es schlechter.

Über meine Kontakte kann ich manchmal etwas bessere Bilder machen lassen. Dazu zählen die letzten beiden. Ein optisches Wunder ist das aber auch nicht. Dort würde sagen kann ich ungefähr 750nm auflösen.

OP #7692525
Lesenswert?

Helmut -. schrieb:

Jörg W. schrieb:

Dann wirst du dich wohl mal nach einem ausgemusterten Rasterelektronenmikroskop umschauen müssen. :-)

Das alte REM aus unserem Fablab ist dort gelandet: https://em-museum.org/ Kannst dich ja mal mit denen in Verbindung setzen, wenn du willst.

Es gibt wirklich ein Museum für Elektronenmikroskope? Nicht schlecht! Für meine Bedürfnisse ist das Aufwand/Nutzen-Verhältnis eines REMs leider nicht optimal. Je nach Typ/Alter: Platzbedarf, Stromaufnahme, Vakuum, Kryokühlung, rein analoge Ausgabe (Monitor), Altersschwäche/Reparaturen...

OP #7709618
Lesenswert?

H. H. schrieb:

Richard K. schrieb:

Der Sziklai-Transistor, der weniger bekannte Bruder des Darlington-Transistors. :)

Monolithisch halt schlecht zu bauen.

Aber diskret ab und zu zu sehen. Hat wohl nicht gereicht den Namen zu verbreiten.

Bei Mouser kann man den PIC647 übrigens noch kaufen, für 462€: https://www.mouser.de/ProductDetail/Microchip-Technology/PIC647?qs=bP%2FQ3uAU8wuSB7VeNzxz6g%3D%3D "Sonderbestellung ab Werk" Dafür wird dann extra jemand aus dem Ruhestand in den Betrieb gerufen und das passende Equipment aus dem Lager geholt. :)

#7727133
Lesenswert?

Carsten W. schrieb:

Hallo Richard,

Glückwünsche! Gestern gab es ja in der aktuellen c't (15/2024) den Ritterschlag für Dich:

https://www.heise.de/select/ct/2024/15/2402415154549433716

Der Artikel war Anfang Juni schon hier der Bezahlschranke zu sehen.

Gruß Carsten

daraus: "Aber es gibt auch Firmen, die Chips gegen Geld untersuchen, nämlich sogenannte Teardown-Dienstleister wie TechInsights aus Kanada oder die Yole Group aus Frankreich. "

Oder damals im Gleichrichterwerk Stahnsdorf. Da haben wir "sowas" auch gemacht. Den Chip schräg aufgeschlliffen und partiell verdampfen lassen. Anhand der Spektrallinien im "Dampf" wurde dann die Materialzusammensetzung versucht herauszufinden. Durfte nicht jeder rein, da. ;) Waren schon abenteurliche Zeiten, in den 80ern des real existierenden - na lassen wir das.

#7727138
Lesenswert?

SU380 und SU311 hab ich noch hier liegen, sowie verschiedene Schalttransistoren aus der Produktreihe im TO-3, falls da Interesse besteht. Den 510er hast Du ja schon zerlegt. Die Keramikplatten wurde übrigens in einem, für die damalige Zeit recht spektalurärem Verfahren, nebenan den Hügel runter in Teltow mit Metalldampf "gesputtert". Ich hab da 1986 mit dran gewerkelt. War alles enthusiastische Handarbeit. Von einer wirklichen effizienten Serienfertigung, wie man das heute kennt, ganz weit entfernt.

OP #7727163
Lesenswert?

Klar, die würde ich in die Liste schon gerne mit einreihen. Kann immer etwas dauern bis die Teile online sind, aber früher oder später... :)

TO-3 nehme ich gerne immer als "Auffüller". Die sind schnell geöffnet und digitalisiert.

Die Effizient, mit der man heutzutage solche Dinge fertigt ist schon enorm. Anders wären die Preise aber auch nicht erreichbar.

OP #7857753
Lesenswert?

Richard K. schrieb:

Zwei Highside Smart-Switches:

Infineon BTS432E2 https://www.richis-lab.de/FET50.htm

Infineon BTS432F2 https://www.richis-lab.de/FET51.htm

Ich muss mich ein Stück weit korrigieren:

  1. Es finden sich vier Fuses auf dem Steuerungs-Die.
  2. Ich habe das Die des BTS432F2 verwechselt. Das ist jetzt korrigiert. Als Kompensation gibt es jetzt auch ein schönes, hochaufgelöstes Bild. :)

Also nochmal: Infineon BTS432E2 https://www.richis-lab.de/FET50.htm Infineon BTS432F2 https://www.richis-lab.de/FET51.htm

OP #7913679
Lesenswert?

H. H. schrieb:

Richard K. schrieb:

Tesla 101NU71, mal wieder ein kleiner Germaniumtransistor:

Wie hast du den geöffnet? Drehbank?

Da gibt es von Thorlabs eine sehr praktische Zange:

https://www.richis-lab.de/Howto_Decap_Metall.htm (etwas nach unten scrollen)

Die arbeitet wie ein Dosenöffner. Die zwei silbernen Rollen halten dagegen. Sie lassen sich nach außen versetzten, so kann man ganz kleine "Dosen" genauso wie TO-3 Töpfe öffnen.

Moderator Persönliche Seite #7940769
Lesenswert?

Richard K. schrieb:

Ich frage mich, ob der obere VN05N nicht eine Fälschung ist.

Da er offenbar den richtigen Die enthält, würde ich ihn nicht als Fälschung bezeichnen. Die Vermutung wäre, dass er „refurbished“ worden ist.

Mir hat mal vor einiger Zeit jemand Fotos gezeigt von angeblichen ATmega128A, bei denen anhand der Rückseitenbeschriftung klar wurde, dass dort alte ATmega128 aufbereitet worden waren. So absurd das erscheinen mag, aber auch solch ein Geschäft scheint sich zu lohnen.

OP #7940772
Lesenswert?

Über den Begriff kann man sicherlich streiten. Ich würde bei "Fälschung" bleiben, da etwas anderes vorgegaukelt wird. Man weiß ja nicht welche PCNs zwischen der realen und der aufgedruckten Version liegen. Das kann für eine Applikation durchaus relevant sein. Hier hat sich ja sogar eine Maske geändert.

#7940775
Lesenswert?

Jörg W. schrieb:

Da er offenbar den richtigen Die enthält, würde ich ihn nicht als Fälschung bezeichnen. Die Vermutung wäre, dass er „refurbished“ worden ist.

Vielleicht fand auch nur das Packaging an einem anderen Standort statt. Deutlich unterschiedliche Markings von verschiedenen Packaging-Standorten sind nicht ungewöhnlich und nur zum Teil ist der Ort des Packagings im Marking enthalten wie z.B. beim zweiten VN05N mit dem "MRC" rechts oben für Marokko. Auch Detais wie Auswerfermarke und Verzinnung können bei verschiedenen Standorten variieren.

#7941143
Lesenswert?

Als Beispiel wie unterschiedlich ST MOSFETs aussehen können habe ich hier mal ein Bild von zwei BUZ11. Die beiden waren auf gleichen vor 1998 industriell gefertigten Modulen verlötet und vernietet.

Richard, ich habe schon ein paar von diesen ST BUZ11 STripFETs in der Kiste mit den Teilen die ich dir dir schon längst mal anbieten wollte, aber ich komme irgendwie nicht dazu mal alle aufzulisten und aufzuschreiben warum ich sie für untersuchenswert halte.

Angehängte Dateien:
: Bearbeitet durch User
OP #7941171
Lesenswert?

Ja, die Optik kann schon sehr unterschiedlich sein. Ich fand die Beschriftungen der VN05N anfänglich auch gar nicht dubios. Mir sind später erst die Schleifspuren und der Unterschied bei der Oberfläche der Einbuchtung aufgefallen.

Stefan K. schrieb:

Richard, ich habe schon ein paar von diesen ST BUZ11 STripFETs in der Kiste mit den Teilen die ich dir dir schon längst mal anbieten wollte, aber ich komme irgendwie nicht dazu mal alle aufzulisten und aufzuschreiben warum ich sie für untersuchenswert halte.

Kein Problem, noch ist mehr als genug zu tun. Melde dich gerne sobald du alles zusammen hast.

#7942606
Lesenswert?

Jochen F. schrieb:

Ist es realistisch, 6 mA aus einem aufgesägten älteren 2N3055 im prallen Sonnenlicht zu erhalten? Die Bilder mit dem Licht lassen ja eventuell auch den Schluß zu, daß es tatsächlich auch anders herum geht, also Licht zu Strom. Oder bin ich komplett auf dem Holzweg und dem Elektor-Verlag auf den Leim gegangen?

Ja, das funktioniert allerbestens, habe ich selber ausprobiert. Das Die vom 2N3055 sieht auch fast schon aus wie eine Solarzelle. Mit einer Lupe, die das Licht aufs Die bündelt, lässt sich noch deutlich mehr Strom gewinnen.

#7995592
Lesenswert?

Danke für die Bilder. Ich halte das allerdings nicht für eine Fälschung, das ist ein echter IRFD9120 von Siliconix. Vishay/Siliconix verkauft(e) auf IR HEXFET Designs basierende "Third Generation MOSFET" auch noch lange nachdem die bei IR/Infineon längst durch Neuentwicklungen abgelöst waren.

: Bearbeitet durch User
OP #7995593
Lesenswert?

Stefan K. schrieb:

Danke für die Bilder. Ich halte das allerdings nicht für eine Fälschung, das ist ein echter IRFD9120 von Siliconix. Vishay/Siliconix verkauft(e) auf IR HEXFET Designs basierende "Third Generation MOSFET" auch noch lange nachdem die bei IR/Infineon längst durch Neuentwicklungen abgelöst waren.

Ach wirklich? Das wusste ich nicht (oder habe es vergessen).

Siliconix und International Rectifier arbeiteten aber doch nie direkt zusammen (in größerem Umfang), oder?

#7995608
Lesenswert?

Ob oder welche Form der Zusammenarbeit es zwischen IR und Sliiconix gab weiß ich auch nicht. Möglicherweise gab es da etwas um für wichtige Kunden einen zweiten Lieferanten bereitzustellen. Ich selbst bin auch erst durch einen Beitrag von Hinz zum IRLZ44 darauf gestoßen und habe dann erst die extreme Ähnlichkeit einiger Datenblätter gesehen.

H. H. schrieb:

Vishay

Ich hatte damals sogar enige der Vishay IRLZ44 bestellt um sie Dir zu schicken. Die liegen immer noch hier, zusammen mit einigen anderen hoffentlich interessanteren Bauteilen. Ich muss endlich mal aufräumen und ein Päckchen packen.

: Bearbeitet durch Moderator
#7995750
Lesenswert?

Vishay hat sich 2007 durch einen Deal einen Teil der IR-Palette angeeignet. Als Label wird dabei Siliconix verwendet. Der Rest ist dann zu infineon gewandert. Aus einer Börsenmtteilung: "MALVERN, Pa.—April 2, 2007 – Vishay Intertechnology, Inc. (NYSE: VSH) today announced that it completed the acquisition of the Power Control Systems business (selected discrete semiconductor and module product lines) from International Rectifier (NYSE: IRF) for $290 million in cash. During the December quarter 2006 the revenues for the acquired product lines were $81 million for an annual run rate of about $320 million."

Arno

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren