Ja schon, aber deswegen ist die mathematische Umformung aber trotzdem
eigentlich nicht falsch, oder ?
doch.
Analog zu Bewegung mit konstanter Geschwindigkeit versus gleichmäßig beschleunigte Bewegung.
Wenn du mit konstant 30m/s fährst bist du nach 10 Sekunden 300m weit gefahren
Wenn du aber von 0 aus in 10 Sekunden auf 30m/s beschleunigst, wie weit bist du dann gefahren?
Ja schon, aber deswegen ist die mathematische Umformung aber trotzdem
eigentlich nicht falsch, oder ?
doch.
Analog zu Bewegung mit konstanter Geschwindigkeit versus gleichmäßig
beschleunigte Bewegung.
Wenn du mit konstant 30m/s fährst bist du nach 10 Sekunden 300m weit
gefahren
Wenn du aber von 0 aus in 10 Sekunden auf 30m/s beschleunigst, wie weit
bist du dann gefahren?
Ich betrachte nicht den Ladevorgang, sondern das volle Ding.
Anderes Beispiel : Ein voller Akku 3 Volt 100 mAh
Umformung mAh - > Coulomb : Das Ding hat 360 Coulomb.
Seine Kapazität ist dann Q/U = 120 Farad
Wenn ich jetzt mit der Kondensatorformel: 1/2 C U^2 rechne, bekomme ich bloß noch die halbe Energie zurück. Wäre ein schlechter Akku ;-(
Also Erklärung : für die Anwendung der Kondensatorformeln muß ich wissen, wie der intern funktioniert?
Wie wäre das mit den modernen "Superkondensatoren" zum Beispiel (also das Ding im Fahrradrücklicht)?
mAh sind keine Arbeit/Energie. Also hinkt dein Vergleich.
Wenn du die gespeicherte Leistung des Akkus berechnen willst, musst du auch die Spannung zum Zeitpunkt des Ladestroms in die Rechnung einbeziehen.
Da kannst du auch nicht einfach die Ladeschlussspannung nehmen.
Wenn du den Vergleich mit der konstanten Geschwindigkeit und der beschleunigten Bewegung nicht verstehst, fehlen dir die physikalischen oder mathematischen Grundlagen.
Na ja, ist aber bei beiden die Ladung. Aber gut ..
Nein, ich denke es ist schon so wie in den meisten Beiträgen angedeutet:
Weil sich der Kondensator - solange er wie ein Plattenkondensator funktioniert, und da muß man aufpassen - beim Entladen so verhält, daß mit der Ladung auch die Spannung zurückgeht (was der Akku eben nicht macht), darf man ihn nicht mit einem Akku vergleichen.
Und damit ist dann auch W = C * U^2 für die Energie (nicht Leistung ;-) fehl am Platz, die aber beim Akku (näherungsweise) richtig sein kann.
Die Energie im Kondensator ist : W = Q * U (Energie = Ladung mal
Spannung)
Nope.
Besser: "Die hinzugefügte Energiedifferenz (W) ist gleich der hinzugefügten Ladungsdifferenz (Q) mal der Spannung während des Hinzufügens (U)."
Dann geht das gleichermaßen mit dem Akku (bei dem U(Q) sich während des Ladens nur wenig ändert) wie auch mit dem Kondensator.
Bei dem ist U(Q) = Q/C also nicht konstant und man kann die Formel nur jeweils für infinitesimal kleine Ladungsänderungen (dW = dQ * U) benutzen und muss deren Energiebeiträge einzeln aufsummieren (vulgo: integrieren).
Die Energie im Kondensator ist : W = Q * U (Energie = Ladung mal
Spannung)
Wo sich das doch so überzeugend anhört !
Jedes Ladungsteilchen trägt zur Energie bei, je höher die Anziehung der Teilchen mit denen auf der anderen Platte (Spannung), desto mehr. Das Elektron weiß ja nachher sozusagen nicht mehr, wie die Spannung beim Wandern auf die Platte war ;-)
Das die Weise, wie das Teilchen auf die Platte gelangt ist (also das U/I-Verhalten während des Ladens) eine Rolle spielen soll, ist nicht unmittelbar einsichtig.
Natürlich ist mir auch klar, daß der korrekte integrale Ansatz für den Ladevorgang die 1/2 aus der Stammfunktion bringt.
Unter Vernachlässigung von Verlusten gilt für einen Akku bzw. für einen
Kondensator unabhängig vom zeitlichen Verlauf des Lade-/Entladestroms
folgendes:
Bei einem idealen Akku, bei dem die Spannung als konstant angenommen
wird, kann das U vor das Integralzeichen geschoben werden, und es ergibt
sich:
$$W_\text{akku}=U\int I\,\mathrm dt=UQ$$
Dies entspricht der Formel aus dem Eröffnungsbeitrag, die dort aber
fälschlicherweise auf Kondensatoren angewandt wird, bei dem die Spannung
während des Ladens/Entladens eben /nicht/ (auch nicht näherungsweise)
konstant ist.
Der Fehler des TE war, dass er eine Formel, die nur in einem speziellen
Kontext gilt. als allgemeingültig angenommen hat.
Genau so ist es.
Da bin ich aber erst durch einiges Nachdenken (und die Diskussionn hier) draufgekommen. Hat außer mir noch jemand Spaß an solchen "Prinzipgedanken" ?
Im Kern geht's wohl darum, die von den meisten rechnerisch/technisch beherrschten Zusammenhänge auch auf "Bauchebene" zu verstehen.
Bei mir z.B. hier geschehen (Beitrag von yalu) : Wakku = U∫Idt = UQ ,
das erklärt sofort, wieso beim Akku die Kondensatorformel nicht gilt.
Wenn Du einen entladenen Kondensator hast, dann kostet Dich das erste Elektron von einer Platte zur anderen bewegen keine Energie, weil Du keine Kraft im E-Feld des Kondensators bewegen musst.
Ist das Elektron auf der anderen Platte, dann hast Du ein E-Feld dazwischen und das nächste Elektron hat eine Gegenkraft die überwunden werden muss. Also: 1x k*e
Ist das zweite Elektron auf der anderen Platte, dann hast Du ein E-Feld dazwischen und das nächste Elektron hat eine Gegenkraft die überwunden werden muss. Also: 2x ke
Ist das dritte Elektron auf der anderen Platte, dann hast Du ein E-Feld dazwischen und das nächste Elektron hat eine Gegenkraft die überwunden werden muss. Also: 3x ke
Ist das n-te Elektron auf der anderen Platte, dann hast Du ein E-Feld dazwischen und das nächste Elektron hat eine Gegenkraft die überwunden werden muss. Also: n mal ke
Und (1+2+3...n)/n strebt nach 1/2 für den Grenzwert von n nach unendlich.
Zwischendurch bemerke noch Anlass zu einer Korrektur betreffs "meinem" 28.11.2024 05:16, ganz unten.
Da war eine Namens -Kollision des Argumentes "t" mit der gleich genannten Integrations -Variablen!
(Wir sind ja hier nicht schusselig wie auf YT.)
Für das Integral über die Leistung wäre daher eine Darstellung der Art z. B. ausgewertet