[F] Gebt mir mal Tips: Partner zur Produktion von Solarladern suchen?

(Firma: Funkenflug Industries) #8076493
Lesenswert?

Ich habe ja im letzten Jahr etwas Zeit in die Entwicklung eines Solarladers gesteckt, der inzwischen auch sehr zuverlässig funktioniert.

Ein befreundeter Nachbar hat eine ähnliche Mini-PV mit einem China-Solarlader aufgebaut und dabei festgestellt, daß der Chinaschrott nichts taugt. Das Regelverhalten von dem Ding ist dermaßen mies, daß sich das Ding selbst bei brauchbarer PV-Leistung in kurzen Abständen die eigene Betriebsspannung so weit runterzieht, bis der Controller neu startet. Dann wird für 10..15 Sekunden gar kein Strom erzeugt und das Spielchen beginnt von vorne.

Mein eigener Entwurf schlägt den Chinaschrott um Längen, was dazu führt, daß der Nachbar nun auch so ein Ding haben möchte. Für mich ergeben sich daraus zwei Probleme bzw. ein Problem mit zwei Möglichkeiten. Entweder ich baue noch so ein Ding auf Lochraster zusammen oder ich entwerfe eine Platine dafür. Beides wäre recht hoher Aufwand für nur ein einziges zweites Gerät. Welche der beiden Möglichkeiten würdet ihr wählen und warum?

Daher die Frage, gibt es vielleicht einen Markt für deutsche MPPT-Solarlader bis 36..48..60V mit 20..30A? Gibt es vielleicht Vertriebspartner, die einem bei der eventuell notwendig werdenden Zertifizierung und beim initialen Vertrieb helfen würden? Dann würde es sich vielleicht lohnen, eine Platine dafür zu entwerfen.

: Verschoben durch Admin
#8076510
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

gibt es vielleicht einen Markt für deutsche MPPT-Solarlader bis 36..48..60V mit 20..30A?

Nein. Nur weil dein Nachbar Schrott gekauft hat, heißt das nicht, das alles andere aus Nicht-D auch Schrott ist.

Soul E. schrieb:

Die hat die Möglichkeit, alle geforderten Zertifizierungen und gesetzliche Anforderungen zu erfüllen.

Die Möglichkeiten sind für alle gleich.

Oliver

: Bearbeitet durch User
(Firma: Funkenflug Industries) #8076521
Lesenswert?

Um zu schauen, ob das Ding im endgültigen Aufbau alle EMV-Grenzwerte usw. einhält, müsste man Messungen in einem Prüflabor machen. Dafür habe ich leider nicht die nötige Messtechnik. Ich kann die gängigen Vorsorge-Maßnahmen einhalten (Masseflächen, keine großen aufgespannten Flächen mit Leitern wo viel Strom fließt, Snubber ...) und übliche Entstörfilter verbauen, aber ob das am Ende reicht, müsste man messen. Oder wenn man im Vorfeld wissen möchte, welche Entstörung überhaupt erforderlich ist.

Eine Marktnische ist das nicht. Klar gibts da bestimmt was von F..Victron, aber das blaue Gerümpel ist in erster Linie mal teuer und wahrscheinlich nicht wesentlich besser.

Ich weiß auch nicht, ob deren Geräte in den unteren Klassen schon sowas wie ein Monitoring beherrschen. Meine Kiste hat WLAN.

Und davon abgesehen: Ein Gerät mit 1kW wird man kaum auf Lochraster aufbauen?!

Mein Prototyp kann das, sind ja "nur" 30A. Allerdings habe ich im Leistungsteil auch Kupferdrähte auf die Platine gelötet. Vorher gehen die 30A durch 2x2 SMD-Beinchen eines ACS712 Stromwandlers durch. Also wenn irgendwas wegbrennt, dann die.

#8076526
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

ich entwerfe eine Platine dafür. Beides wäre recht hoher Aufwand für nur ein einziges zweites Gerät.

Entwirf eine Platine und stelle die fertige Lösung in die Codesammlung, sodaß ein jeder hier die Schaltung für Dich testen kann. Dann lohnt sich zum einen der Aufwand, da es sehr viele Geräte werden, und Du bekommst kostenlose Rückmeldungen und 'Lobgesang', daß Dir Hören und Sehen vergeht.

Alternative: 6aus49 bietet schon länger 50 M€ als Belohnung an. Dann kommen mehr Experten als Fliegen auf den Kuchen passen ;-)

#8076574
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

es vielleicht einen Markt für deutsche MPPT-Solarlader bis 36..48..60V mit 20..30A?

Es gibt einen Markt wenn du den Preis mitgehen kannst.

Für 60€ könnte es Kunden geben.

Die Produktionskosten sollten also nicht uber 15€ liegen.

Dafür muss man modern bauen, Schaltregler mit hoher Schaltfrequent komplett in SMD mit entsprechend hohem Wirkungsgrad um ohne Kühlkörper auszukommen, automatisch bestückt.

Und es muss besser als aus China sein, was heute Interoperabilität mit allem möglichen bedeutet, WLAN, SmartHome, BMS, also viel gut getestete Software.

Dann musst du die rechtlichen Anforderungen von CE mit EMV und RoHS einhalten, Verpackungsgesetz, WEEE und gewerbliche Steuern. Aber deine ersten 10 Prototypen wirst du auch los, ohne Gewinnerzielungsabsicht.

#8076586
Lesenswert?

Also ein belastbares Konzept solltest du schon haben, bevor du irgend ein Unternehmen ansprichst. Das mindeste ist, wie oben schon steht, eine Vorstellung, was das Teil fertig kosten darf. Denn das ist es, was dich jede Firma fragen wird. Und wenn du da blank bist, wird niemand Zeit verschwenden.

Wenn du das parat hast: Bei mir direkt nebenan z.B. ist eine Firma, die sich auf kleine und mittlere Serien spezialisiert hat. Klein genug, dass du auch als Einzelner nicht gleich ausgelacht wirst.

Die können dich bei allem technischen unterstützen (Designverbesserungen, Fertigung und auch CE).

Was die aber nicht machen ist Vertrieb und Marketing.

Aber, auch das steht oben schon. Stell dich drauf ein, die Fixkosten für eine Kleinstserie sind schon heftig. Nicht dass es dich aus den Latschen haut.

https://elektronik-produkt.de/

P.S. Nein, ich arbeite nicht dort und mir gehört der Laden auch nicht.

#8076605
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

Eine Marktnische ist das nicht. Klar gibts da bestimmt was von F..Victron, aber das blaue Gerümpel ist in erster Linie mal teuer und wahrscheinlich nicht wesentlich besser.

Ich weiß auch nicht, ob deren Geräte in den unteren Klassen schon sowas wie ein Monitoring beherrschen. Meine Kiste hat WLAN.

die haben mehr als Du Dir vorstellen kannst

Wenn man meint ein Produkt erfunden zu haben das die Welt noch nicht kennt und braucht, damit Geld verdienen kann - sollte man schon etwas weiter schauen als bei sich und beim Nachbarn

(Firma: Funkenflug Industries) #8076619
Lesenswert?

Also unter 15 Euro wird für ne Kleinserie unmöglich. Da müsste man vor allem die Leistungshalbleiter und den ESP32 in extremen Stückzahlen kaufen können, um so gute Preise zu bekommen. Und dann den ESP mit seinen externen Bauteilen und dem EEPROM gleich mit auf der Platine verlöten, damit man das Modul nicht als Ganzes kaufen muss.

Ohne Kühlkörper geht das auf keinen Fall, auch nicht bei kaufbaren Geräten. Das Ding arbeitet auch als StepUp-Wandler, die meisten kaufbaren Geräte sind StepDown-Wandler, wo man einfacher Schaltkreise mit Synchrongleichrichtung für bekommt. Und dann ists auch immer noch 1kW/30A, die das Ding Dauerstrich durchschieben können muss. Man kann aber einen vergleichsweise kleinen Kühlkörper mit Lüfterkühlung nehmen, das funktioniert.

Wenn ich eine Platine entwerfe, würde ich aber trotzdem nochmal versuchen, den Wirkungsgrad weiter zu erhöhen.

Ich würde auch gar nicht so sehr auf den Victron-Mainstream-Markt zielen wollen, sondern eher auf die Leute, die für ein wirklich freies und völlig frei parametrisierbares Gerät evtl. gerne einen Euro mehr bezahlen. Die gerne was haben wollen, was garantiert Cloud-frei und ohne Hersteller-Kontrolle funktioniert. Die Software ist ja komplett in meiner Hand, ich hätte auch kein Problem damit, daß das Ding noch MQTT-Daten sendet wenn das für Smart Home wichtig ist. Im Moment ist das halt alles über HTTP weil ich nichts anderes verwende - aber die Messwerte sind sowieso alle da. Ich kriege auch völlig problemlos noch irgendwelche (Fern-)Schaltfunktionen dranadaptiert wenn das jemand braucht.

Interoperabilität mit irgendwelchen BMS strebe ich gar nicht an. Das ist nämlich genau der Punkt, der mich bei kommerziellen Geräten mit am meisten stört. Braucht dies, braucht jenes... und ists nicht kompatibel, dann funktioniert gar nichts... nee. Genau das treibt einen letztlich zum Selbstbau, weil man feststellt, das was man braucht gibts nicht. Absolut obere Ladeendspannung einstellen (das ist in Hardware realisiert) und das BMS hat freie Hand, soll bei Problemen einfach den Akku trennen damit da nichts passiert und gut ists.

Und wie gesagt, wenn dann suche ich einen Partner, der Interesse daran hat, bei solchen Fragen zu helfen, der mir evtl. auch WEEE/EAR usw. leichter machen kann als es komplett alleine ist, mit dem man wirklich zusammenarbeiten kann. Wenn ich am Ende sowieso alles selbst machen muss, nur damit ein Fertiger die kompletten Erlöse auffressen kann... gut gemeint, aber davon habe ich nicht viel.

Einfach veröffentlichen habe ich auch drüber nachgedacht und ich würde es sofort machen wenn es mir so gut ginge, daß ich mir wirtschaftliche Überlegungen sparen könnte. Da muss ich aber einräumen, so gut gehts mir im Moment dann leider doch nicht... alles andere wäre nicht ehrlich. Vielleicht sollte ich mal bei Victron anrufen und fragen was sie mir geben, damit ich's nicht mache. ;) Nee bringt nichts, das Ding würde zwar bestimmt für minimale Verluste bei den Herstellern sorgen weil jeder, der es dann nachbaut, nichts kommerzielles kaufen wird... aber so sehr interessieren sich Victron & Co dann doch nicht dafür.

Ansonsten fehlt mir leider das Victron Vergleichsgerät. Wenn man sich auf die einschießen wollen würde, weiß ich nicht, was bei meinem Gerät besser ist und was an ihrem Gerät besser ist. Ich verwende z.B. einen 16Bit AD-Wandler, damit ich möglichst genaue Messwerte habe. Keine Ahnung, ob Victron da auch so präzise ist oder ob denen z.B. sowas wie der interne AD-Wandler des ESP32 (der mir gerade mal gut genug für die Kühlkörpertemperatur ist) ausreicht.

#8076634
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

Ich würde auch gar nicht so sehr auf den Victron-Mainstream-Markt zielen wollen, sondern eher auf die Leute, die für ein wirklich freies und völlig frei parametrisierbares Gerät evtl. gerne einen Euro mehr bezahlen.

dann musst DU wohl eine Firma gründen?

Was ist Deine Erfindung eigentlich genau? Ein DC-DC- Wandler um direkt die AKkus laden zu können?

#8076648
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

Das Ding arbeitet auch als StepUp-Wandler, die meisten kaufbaren Geräte sind StepDown-Wandler

Ja, das hat seinen Grund. Glücklicherweise kannst du synchronen buck boost bauen.

Ich hab hier ein PowerMR um 40€ in deiner Leistungsklasse.

Nachteil 1: redet nicht mit dem AkkuBMS, kann nicht abschalten wenn (ausreichend) voll sondern wartet bis das BMS abschaltet. Kann auch umgekehrt nicht vom BMS leistungsgeregelt werden.

Nachteil 2: kann nur step down und ist da auch nur bei bestimmtem Wandlungsverhältnis effizient.

Nachteil 3: nur dummes MPPT, kann weder lokale Verschattung mit lokalen Maxima überspringen noch im Winter Rauhreif abtauen.

Ist aber chinesisch offenbar billig produzierbar, obwohl viel THT mit Trafo, Kühlkörper drin ist. Willan da gehen an muss man vollautomatisch bestücken können, und das verbietet dicke Bauteile.

: Bearbeitet durch User
#8076650
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

Erfindung... lach.

Einfach nur ein guter Solar-Laderegler für 36/48V mit bis zu 30A Eingangs- oder Ausgangsstrom, der weit besser funktioniert als das ganze China-Gerümpel, was die Leute so kaufen.

Du meinst diese EBAY 40€ PV-Ladegeräte um den Akku zu laden?

Ja, das bekommt man sicher besser hin Ich habe aber zugegeben keine solche Gartenlaube, hier werkeln Micro-WR, 24kWp AC230V, bekommt man kaum besser hin

(Firma: Funkenflug Industries) #8076658
Lesenswert?

Ja, das hat seinen Grund. Glücklicherweise kannst du synchronen buck boost bauen.

Man könnte probieren, mit einem Steuer-IC für einen Eintakt-Flusswandler eine Synchrongleichrichtung an einem StepUp hinzubekommen. Steigert dann aber nicht nur den Wirkungsgrad, sondern auch den Preis.

Nachteil 1: redet nicht mit dem AkkuBMS, kann nicht abschalten wenn (ausreichend) voll sondern wartet bis das BMS abschaltet. Kann auch umgekehrt nicht vom BMS leistungsgeregelt werden.

Das kann meiner auch nicht, aber man kann die Ladeendspannung so einstellen, daß das BMS nicht abschalten muss. Das BMS ist dann so wie's sein sollte nur die last line of defense, falls im Akku irgendwas schiefgeht was ich an den Stromanschlüssen nicht sehe.

Leistungsregelung kann meiner aber zumindest rudimentär. Also man kann eine Maximalleistung und einen Maximalstrom vorgeben. Wird eines davon überschritten, begrenzt der Wandler das zwar nicht direkt, aber der MPP-Tracker läuft nach oben aus dem MPP heraus, was dann die Leistungsreduzierung bewirkt.

Nachteil 2: kann nur step down und ist da auch nur bei bestimmtem Wandlungsverhältnis effizient.

Da kann meiner halt nur StepUp, Effizienz hängt davon ab, wo man die Grenze zieht. 20->41V mit 30A erreicht meiner noch 90%, mit höherer Eingangsspannung steigt der Wirkungsgrad. Wobei da bei Dir wahrscheinlich der auf Kante genähte China-Wandler durchkommt, üblicherweise sind Synchron-StepDowns über einen weiten Bereich ausgesprochen effizient.

Nachteil 3: nur dummes MPPT, kann weder lokale Verschattung mit lokalen Maxima überspringen noch im Winter Rauhreif abtauen.

Schattenmanagement kann meiner, der kann alle 15/30 Minuten nach dem globalen Maximum suchen.

Aber wie soll man im Winter Raureif abtauen? Entweder es scheint Sonne drauf, dann sollte deren Strahlung genug Wärme an den schwarzen Solarzellen freisetzen oder eben nicht. Da muss ich mich mal schlau machen, was der Laderegler dazu beisteuern können soll.

Ist aber chinesisch offenbar billig produzierbar, obwohl viel THT mit Trafo, Kühlkörper drin ist. Willan da gehen an muss man vollautomatisch bestücken können, und das verbietet dicke Bauteile.

Bei SMD heute nicht so das große Problem, man bekommt auch dicke SMD-FETs. Bei dem SolarEdge 8kW Wechselrichter, den ich geschlachtet habe um an 4kW Trafos zu kommen, ist auch alles SMD was den DC/DC-Wandler angeht. Aber ist eben auch China, wenn da irgendwas sehr billig ist, dann Arbeitskraft.

@Heinz Andere Anlage, wenn man eine Insel-PV bauen möchte oder den Eigenverbrauch optimieren will, gehts nicht ohne Akku.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #8076707 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8076733 wurde von einem Moderator gelöscht.
#8076746
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

Ansonsten fehlt mir leider das Victron Vergleichsgerät. Wenn man sich auf die einschießen wollen würde, weiß ich nicht, was bei meinem Gerät besser ist und was an ihrem Gerät besser ist. Ich verwende z.B. einen 16Bit AD-Wandler, damit ich möglichst genaue Messwerte habe. Keine Ahnung, ob Victron da auch so präzise ist oder ob denen z.B. sowas wie der interne AD-Wandler des ESP32 (der mir gerade mal gut genug für die Kühlkörpertemperatur ist) ausreicht.

Das Victron MPPT 100/20 für 61€ kann eben 100V 20A (gibt auch zahlreiche andere Kombinationen) und hat als Schnittstelle VE.direct, eine dokumentierte RS232. Ob die ebenfalls 16bit intern haben weiß ich nicht, ist aber auch völlig egal - die Gesamtleistung entscheidet. Funktioniert autark. Qualität Victron-typisch gut.

61€ könntest Du ja mal investieren, eine Summe, die angesichts einer möglichen Firmengründung nicht ins Gewicht fällt. Auf jeden Fall ein Lehrstück, wie man es richtig macht. Magst Du anders sehen, viele potentielle Kunden sehen es als Referenz.

Edit: Der 100/30 kostet 92€ - falls 20A als „ungenügend“ empfunden werden.

: Bearbeitet durch User
#8076751
Lesenswert?

@Ben ich finde die Idee generell gut. Hier hat jemand eine sehr ähnliche Idee schon vor Jahren veröffentlicht. Auch er kam zu dem Schluß, daß die Produktion teuer ist und das obwohl er aus dem asiatischen Raum kommt und vermutlich nicht annähernd so hohe bürokratische Anforderungen zu erfüllen hat wie in Deutschland.

Produktion und Vertrieb im bzw. aus dem Ausland wäre wohl das beste Option.

https://www.instructables.com/DIY-1kW-MPPT-Solar-Charge-Controller/

#8076757
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

Ansonsten fehlt mir leider das Victron Vergleichsgerät. Wenn man sich auf die einschießen wollen würde, weiß ich nicht, was bei meinem Gerät besser ist und was an ihrem Gerät besser ist.

Dann hast Du ja alle Voraussetzungen, um dein eigenes Gerät zu vermarkten: "Irgendwas kann mein Teil sicher besser als die Konkurrenz, findet es selbst heraus""

(Firma: Funkenflug Industries) #8076924
Lesenswert?

Na ja, moderne LiIon wären erst bei 43.5V voll, deine sind nur 90%, je nach dem was dren Zellendatenblatt sagt.

Man kann ohne Probleme mehr einstellen, der Aufbau würde mit leichten Änderungen auch 60V schaffen. Die Zellen randvoll zu laden oder auszulutschen bis wirklich nichts mehr kommt ist aber Stress für die Zellen und daher sowieso nicht empfehlenswert. Nur bis 90% laden und nicht unter 10..15% entladen werden sie mit erhöhter Lebensdauer belohnen.

Und ob es besser ist, von einem einzelnen Programmierer (ohne Reputation) abhängig zu sein, bleibt auch offen.

Klar, den Vorwurf muss ich mir natürlich machen lassen, da würde ich den vollen Vertrauensverlust mit abkriegen, den manche Hersteller der Branche eingebrockt haben. Allerdings telefoniert mein Aufbau niemals nach Hause und hat auch keinen Killswitch oder so.

eine dokumentierte RS232.

Wer benutzt heute noch RS232 wenn er WLAN haben kann?

Ich glaube wenn ich da offene Kanäle anbiete wie es das Ding im Moment schon macht (offene Abfrage aller Messwerte, nicht verdongelte HTTP-Seite zum Einstellen der Leistungsbegrenzung und anderer Betriebsparameter, die man natürlich auch mit einer einzelnen HTTP-Anfrage erreichen kann), dann kommt man damit schon sehr weit. MQTT-Support kann ich gerne noch einbauen wenn das für Smart-Home-Geschichten wichtig sein sollte. Aktuell brauche ichs nicht, da meine Datenlogger usw. die ich für das Ding geschrieben habe, alle über HTTP funktionieren.

https://www.instructables.com/DIY-1kW-MPPT-Solar-Charge-Controller/

Das Projekt kenne ich natürlich, hat mir aber für meinen Entwurf nicht gereicht. Ich wollte den eigentlichen Wandler in Hardware, so daß sich kein µC um die PWM-Erzeugung kümmern muss und ich die Begrenzung der Ladespannung in Hardware bekomme. Bei meinem Entwurf kann der Wandler niemals über die eingestellte Ladeendspannung hinaus, egal was der Controller macht. Damit ist eine Überladung des Akkus praktisch ausgeschlossen und das war mir wichtig.

Dann hast Du ja alle Voraussetzungen, um dein eigenes Gerät zu vermarkten: "Irgendwas kann mein Teil sicher besser als die Konkurrenz, findet es selbst heraus"

Das ist als Werbeslogan schon mal gar nicht so schlecht.

(Firma: mechapro GmbH) Persönliche Seite #8076925
Lesenswert?

Hallo Stefan,

StefanK schrieb:

@Ben ich finde die Idee generell gut. Hier hat jemand eine sehr ähnliche Idee schon vor Jahren veröffentlicht. Auch er kam zu dem Schluß, daß die Produktion teuer ist und das obwohl er aus dem asiatischen Raum kommt und vermutlich nicht annähernd so hohe bürokratische Anforderungen zu erfüllen hat wie in Deutschland.

Produktion und Vertrieb im bzw. aus dem Ausland wäre wohl das beste Option.

Das hilft genau garnichts. Irgendjemand muss das Zeug ja importieren. Der ist dann der "Inverkehrbringer" und für die ganzen gesetzlichen Pflichten verantwortlich. Außer vielleicht, du machst es wie die Chinesen auf Aliexpress, und verkaufst direkt an Endkunden.

Über IT-Sicherheit haben wir auch noch nicht gesprochen. Die Aussage "mein Gerät hat WLAN" bedeutet nämlich nicht nur, dass eine Funkzulassung erforderlich ist, sondern auch die Anwendbarkeit von RED und demnächst CRA.

Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann

#8076931
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

Erfindung... lach. Einfach nur ein guter Solar-Laderegler für 36/48V mit bis zu 30A Eingangs- oder Ausgangsstrom, der weit besser funktioniert als das ganze China-Gerümpel, was die Leute so kaufen.

Du kennst den Markt? (Vorsicht, rhetorische Frage)

Das Chinagerümpel funktioniert. Die darüber hinaus verfügbaren Markengeräte (aus China) funktionieren. Wenn den Nachbar da ein Montagsgerät erwischt hat, ist das sein persönliches Pech.

Anlagen der 1kWp-Klasse sind so klein, dafür braucht „Funktioniert besser“ gegen Aufpreis kein Mensch.

Oliver

#8076937
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

eine dokumentierte RS232.

Wer benutzt heute noch RS232 wenn er WLAN haben kann?

Wenn ich wert legen würde auf "100% nicht nach Hause telefonieren", dann würde ich lieber meinen eigenen ESP32 vor den UART schnallen, als dem unbekannten Entwickler zu glauben.

PS. Warum löschst Du die Links der Zitate? Wäre schön, wenn Du die Zitatfunktion so nutzt, wie es vorgesehen ist.

#8076950
Lesenswert?

Oliver S. schrieb:

Anlagen der 1kWp-Klasse sind so klein, dafür braucht „Funktioniert besser“ gegen Aufpreis kein Mensch.

Na ja, ein verschattungsresistentes MPPT, das mit dem Akku so gut zusammenarbeitet das ihn dessen BMS nie abwürgen wird, ist schon mehr wert als ein Ding das bei einen einstecken behauptet der MPP wäre 80V/10A und beim nächsten einstecken 70V/8A und regelmässig den Akku zum abschalten bringt, woraufhin auch der WR ausgeht, der dann direkt vom MPPT-Lader immer angefahren/abgewürgt/angefahren/abgewürgt wird weil die PV Leistung nicht zun aktuellen Wechselstrombrdarf reicht.

So ein BMS arbeitet ja durchaus unterschiedlich, man will eine Warnung wenn die erste Zelle 3.6V erreicht, erst bei 3.65 würde es notabschalten, manch einer möchte auch bei 80% Ladung stoppen.

Und dann gibt es Leute die bei fehlender Sonne aud dem Netz nachladen wollen Caravan, aber dazu könnte man ein weiteres Ladegerät verwenden.

#8076951
Lesenswert?

Michael B. schrieb:

Caravan

wäre eine Anwendung für solche Solarlader, nur nutzt da niemand 48V, und 36V sowieso nicht.

Für Heim-PV braucht doch keiner 48V-Solarlader, außer vielleicht einer äußerst kleinen Gruppe von BastelWastel-Nerds.

Wer eine kleine Anlage will, kauft ein steckerferiges BKW, wer eine große Anlage will, einen richtigen Hybrid-Wechselrichter. An dessen Batterie könnte man dann zwar noch Module über einen Solarlader abklemmen, aber auch da sind dann 1kW zu wenig.

Oliver

: Bearbeitet durch User
(Firma: Funkenflug Industries) #8076959
Lesenswert?

Über IT-Sicherheit haben wir auch noch nicht gesprochen. Die Aussage "mein Gerät hat WLAN" bedeutet nämlich nicht nur, dass eine Funkzulassung erforderlich ist, sondern auch die Anwendbarkeit von RED und demnächst CRA.

Stimmt. Funkzulassung des ESP32 sollte kein Problem sein, in jedem Shelly und weiß nicht wo sonst noch überall ist so ein Ding drin. Notfalls müsste man halt bei dem zugekauften ESP-Modul bleiben und dieses auf die Platine setzen.

Was diese neuen EU-Kacknormen schon wieder angeht müsste man schauen, was man davon wirklich braucht. Das Gerät ist kein NAS oder so, es speichert mit Ausnahme der WLAN-Zugangsdaten keine benutzerspezifischen Daten. Im Moment noch nicht mal einen Benutzernamen und Passwörter. Ich habe sowas vorbereitet, aber nie gebraucht (und wenn man das fertigbaut, dann speichert es nur Hashes, keine Klartext-Passwörter). Ich weiß auch nicht, inwieweit diese neuen Regeln evtl. mit der beabsichtigten einfachen Bedienbarkeit und den gewollt offenen Schnittstellen kollidieren. HTTPS auf dem Ur-ESP32 ist auch so eine Sache falls das dann gefordert wird... kann er zwar, aber nicht gut. Ich glaube vom derzeit verwendeten Async Webserver gibts nicht mal eine HTTPS-Version. Für den Betrieb im heimischen (W)LAN ist das alles unwichtig, da wird das Ding vom Router geschützt (ist nicht von außerhalb des eigenen Netzes sichtbar), wird evtl. erst relevant wenn man Daten direkt von dem Ding ins Internet senden lassen möchte.

Bleibt die Frage, ob aus dem Ding ein Internet-Störer werden könnte. So wie es derzeit ist wäre das praktisch ausgeschlossen. Die Gefahr bestünde erst, wenn der Benutzer eine neue Firmware draufladen könnte, das habe ich im Moment noch nicht implementiert. Wenn ich sowas implementiere, dann müsste ich mir Gedanken machen, wie man das absichert. Also wie signiert man eine Firmware gegen einen Angreifer, der alles kennt (alte und neue Firmware, auch den Speicher des ESP32), außer einem ursprünglichen Schlüssel mit dem die Signaturen erstellt werden. Dann müsste jemand eine kompromittierte Firmware schreiben, die diese Checks überwindet. Ansonsten würde der ESP diese nicht annehmen/starten.

Zukunftsmusik, um sowas kümmere ich mich wenn tatsächlich was kommerzielles spruchreif werden würde. Oder wenn ich irgendwann Lust drauf kriege, solche Features umzusetzen, die dann auch den Normen standhalten.

Du kennst den Markt? (Vorsicht, rhetorische Frage)

Natürlich nicht, weißt Du doch...

Das Chinagerümpel funktioniert.

Habe ich gesehen, mein Nachbar ist hell begeistert.

Die darüber hinaus verfügbaren Markengeräte (aus China) funktionieren.

Habe ich noch nicht gesehen. Dafür etliche Youtube-Videos wie man sie repariert nachdem sie den Arsch zugekniffen haben.

Wenn den Nachbar da ein Montagsgerät erwischt hat, ist das sein persönliches Pech.

Ob ihm das weiterhilft wenn ich ihm das ausrichten würde?

Anlagen der 1kWp-Klasse sind so klein, dafür braucht „Funktioniert besser“ gegen Aufpreis kein Mensch.

Meinung akzeptiert. Ich gebe aber gerne einen Euro mehr dafür aus, daß etwas nach dem Kauf auch tatsächlich den Erwartungen gerecht wird oder wirklich die Dinge kann, die ich brauche. Vor allem leicht erreichbare offene Schnittstellen.

Wenn ich wert legen würde auf "100% nicht nach Hause telefonieren", dann würde ich lieber meinen eigenen ESP32 vor den UART schnallen, als dem unbekannten Entwickler zu glauben.

Du kannst das Ding auch einfach ohne Zugang zum Heim-WLAN betreiben wenn Du da sicher sein willst. Dann stellt es einen WLAN Hotspot, über den Du es konfigurieren kannst. Oder Du entziehst dem Ding in der Router-Konfiguration den Internetzugang, dann hat sich's auch erledigt mit nach Hause telefonieren. Oder Du loggst den Datenverkehr von dem Ding und verklagst mich, wenn es entgegen meiner Aussagen doch nach Hause telefoniert. Das wäre doch toll, oder?!

Das Programm veröffentlichen würde wahrscheinlich nichts bringen, denn das wäre keine Garantie dafür, daß dieses Programm auch unverändert auf dem ESP läuft. Dafür müsste der Benutzer es selbst compilieren und auf den ESP laden, haben wahrscheinlich nicht so viele normale Benutzer Lust drauf.

PS. Warum löschst Du die Links der Zitate? Wäre schön, wenn Du die Zitatfunktion so nutzt, wie es vorgesehen ist.

Weil ich diese gar nicht erst mitkopiere. Ich kopiere mir seit 100 Jahren den relevanten Teil der Postings in meine Antwort, setze die ">" davor und schreibe dann meine Antwort drunter.

kauf dir das "blaue Gerümpel" und schraube es auf!

Soweit ich weiß, ist das blaue Gerümpel dieser Leistungsklasse gut mit der schwarzen Anti-Reparatur-Pampe vollgepumpt. Irgend eines dieser Geräte enthält bekanntermaßen eine Sicherung, die man nach dem Vollpampen nicht mehr austauschen kann - sowas ist auch sehr benutzerfreundlich.

: Bearbeitet durch User
#8076964
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

Weil ich diese gar nicht erst mitkopiere. Ich kopiere mir seit 100 Jahren den relevanten Teil der Postings in meine Antwort, setze die ">" davor und schreibe dann meine Antwort drunter.

Von hinten durch die Brust ins Auge, und dann noch mit Nachteilen. Wäre ja auch zu einfach, den Button "markierten Text zitieren" zu benutzen.

Aber passt wohl zu deinem Projekt - kann nix besser, ist aber halt wenigstens anders.

: Bearbeitet durch User
#8076971
Lesenswert?

Michael B. schrieb:

Oliver S. schrieb:

Für Heim-PV braucht doch keiner 48V-Solarlader, außer vielleicht einer äußerst kleinen Gruppe von BastelWastel-Nerds.

Das schöne an 'braucbt keiner' ist: da gibt es eine Marktlücke.

Marktlücken gibt’s unzählige, nur sind die alle mikroskopisch klein. Und in der Lücke sitzen ja nachweislich schon hunderte Chinesen plus Victron. Da wirds dann wirklich ziemlich eng.

Da der Ben aber aktuell ja von 1-2 weiteren Geräten spricht, die er eventuell vielleicht bauen will, passt das schon.

Oliver

(Firma: Funkenflug Industries) #8076974
Lesenswert?

Von hinten durch die Brust ins Auge, und dann noch mit Nachteilen. Wäre ja auch zu einfach, den Button "markierten Text zitieren" zu benutzen.

Mein Problem.

Aber passt wohl zu deinem Projekt - kann nix besser, ist aber halt wenigstens anders.

Dein Problem.

Und wegen braucht keiner... 36V Akkus gabs für mich jede Menge und ein wirklich eher seltener 36V Wechselrichter war auch gut aufzutreiben. Aber kein 36V Laderegler mit genug Bumms. Deswegen ist mein Prototyp wenn man ihn so nennen möchte für 36V ausgelegt. Daß er auch 48V/60V könnte wenn man die Spannungsteiler ändert und im Lastkreis Bauteile mit entsprechender Spannungsfestigkeit benutzt, ist nur Bonus.

: Bearbeitet durch User
#8076980
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

Und wegen braucht keiner... 36V Akkus gabs für mich jede Menge

Ja, das wurde in den Jahrzehnten, die du hier schon den Running gag deiner Eigenbau PV träumst, ja nun mehrfach thematisiert. Kein Mensch nutzt da 36V, außer dir. Das sei dir gegönnt, aber für ein marktfähiges Produkt ist das halt wenig zielführend.

Oliver P.S. Was macht die Statik?

#8076998
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

Ich wollte den eigentlichen Wandler in Hardware, so daß sich kein µC um die PWM-Erzeugung kümmern muss und ich die Begrenzung der Ladespannung in Hardware bekomme.

Was macht der uC noch, wenn er sich nicht um PWM kümmert? Macht er dann nur noch WLAN Kommunikation? Wer rechntet den MPPT Algorithmus? Wer macht PWM? Erfolgt die Begrenzung der Ladespannung mit Hilfe eines Analogkomparators? Gib mal ein paar Einblicke zur Funktion.

Oliver S. schrieb:

Für Heim-PV braucht doch keiner 48V-Solarlader, außer vielleicht einer äußerst kleinen Gruppe von BastelWastel-Nerds.

Das kannst Du doch selbst bei 48V so pauschal gar nicht wissen. Was für MPPTs man braucht hängt doch stark von der Akkuspannung (12, 24, 36, 48V) und der Ausrichtung der Module und deren Verschattungssituation ab. Spätestens bei mehr als 2 unterschiedlich ausgerichteten Modulen kommt man selbst bei 48V Systemen mit Technik von der Stange an Grenzen bei der Anzahl der Eingänge. Bei 4 oder 6 Modulen sowieso. Natürlich kann man dann 6 teure Victrons oder günstige China MPPTs kaufen.

Und was bitte sind in Deinen Augen BastelWastel-Nerds? Vielleicht klingt das ja nur in meinen Ohren etwas abfällig. Wer eine individuelle Lösung braucht und nichts geeignetes findet ist entweder angeschmiert oder baut sich selbst etwas.

Die große Anzahl an MMPT Laderegler Eigenentwicklungen, die man im Netz findet ist doch ein Hinweis darauf, daß individuelle oder kostengünstige Lösungen gefragt sind.

P.S.

36V mag einerseits unüblich sein, bedeutet anderesseits nur ein Handvoll mehr an Codezeilen. Also was?

: Bearbeitet durch User
Beitrag #8077004 wurde von einem Moderator gelöscht.
#8077052
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

gibt es vielleicht einen Markt für deutsche MPPT-Solarlader bis 36..48..60V mit 20..30A?

Meinst Du damit die Spannungen der Akkus, die mit dem MPPT Laderegler geladen werden sollen oder sind das die Möglichen Eingangsspannungen, die der MPPT an seinem Eingang vertragen können soll?

Als Eingangsspannungen wäre das für moderne Module etwas zu wenig.

Falls es Dich interessiert, wirf mal einen Blick auf die integrierten Halbbrücken Chips von EPC. Die vertragen 100V und Ströme von 20A (EPC23111) oder 30A (EPC23109).

Wenn Dein MPPT buck-boost können sollte, wäre eine SEPIC Topologie interessant.

#8077064
Lesenswert?

Hallo Ben,

Wo findet man denn ein paar mehr Infos zu deinem Prototypen? Gibt es Bilder vom Aufbau der Hardware und eventuell Infos zum Userinterface.

Erstelle doch ein PCB z.B. in einer Auflage von 10 Stück erstmal. SMD kannst ja gleich mit bestücken lassen. THT und ESP Modul soll der Anwender selber Bestücken auch die Wahl ob 24V, 36V, oder... soll der Anwender selber entscheiden. Wie Du das dann mit der Software machst solltest dann mit den möglichen Interessenten deines Bausatzes aushandeln.

Kannst das ja mal durch rechnen für Dich.

Hätte dann eventuell auch Interesse an einem dieser PCBs wenn die Software frei anpassbar ist.

Gruß bastler2022

(Firma: Funkenflug Industries) #8077117
Lesenswert?

Was macht der uC noch, wenn er sich nicht um PWM kümmert? [..] Gib mal ein paar Einblicke zur Funktion.

Der µC macht alles außer PWM-Erzeugung, also Kommunikation, Messungen und MPP-Tracking. Der Wandler ansich ist ein mit dem guten alten TL494 aufgebauter StepUp-Wandler, weil man bei diesem Schaltkreis zwei frei verwendbare Fehlerverstärker hat. Der erste davon wird fürs MPP-Tracking verwendet, die Führungsgröße dafür bekommt er via DAC vom µC. Der zweite ist in Hardware auf die maximal erlaubte Ladeendspannung eingestellt, an dem Punkt wird das Ding zum Konstantspannungsnetzteil. CC/CV Ladefunktion gratis und das Ding kann auf keinen Fall die Akkus überladen (noch bevor das BMS das verhindert), völlig egal was der µC oder dessen Software macht.

Der µC kümmert sich gewissermaßen überhaupt nicht um die Ausgangsspannung, das macht der Wandler zusammen mit den Akkus (die die Ausgangsspannung auf ihre Ladespannung runterziehen solange sie nicht voll sind) ganz alleine.

Die Leistungs- bzw. Stromlimitierung wird auch vom µC gemacht, wenn das Leistungs- oder Stromlimit gerissen wird, wird der MPP nach oben hin verlassen bis die Limits wieder unterschritten sind, danach gehts mit MPP-Tracking weiter, so daß der Tracker an der Leistungsgrenze zwischen diesen beiden Punkten pendelt.

Schattenmanagement und Nachtabschaltung des Wandlers sind trivial, macht aber auch der µC.

gibt es vielleicht einen Markt für deutsche MPPT-Solarlader bis 36..48..60V mit 20..30A?

Meinst Du damit die Spannungen der Akkus, die mit dem MPPT Laderegler geladen werden sollen oder sind das die Möglichen Eingangsspannungen, die der MPPT an seinem Eingang vertragen können soll?

Eigentlich beides.

Der aktuell verwendete Wandler ist ein StepUp-Wandler, heißt er kann alle Solarmodul-Spannungen unterhalb der Akkuspannung futtern. Eingang und Ausgang haben jeweils einen 30A Stromwandler, so daß das Ding bis 30A Strom messen kann. In der Praxis geht sogar noch etwas mehr, ich habe das Strom-Limit bei meinem Prototypen auf 32,5A gesetzt und die misst er problemlos.

Die Spannungen sind die sinnvoll möglichen Akkuspannungen. 36V nutze ich selbst, 48V dürften die meisten nutzen und 60V würde der Aufbau auch noch erreichen, ohne zu ineffizient zu werden - vor allem wenn man Module mit höherer MPP-Spannung benutzt. Meine haben angeblich um die 30V MPP-Spannung, ist aber nur schön für die Werbung, denn wenn sie richtig warm werden, liegt der MPP bei nur noch 21..22V.

Als Eingangsspannungen wäre das für moderne Module etwas zu wenig.

Ist es, zumindest bei 36V Akkuspannung (Ladeendspannung maximal 42V). Bei einem 48V Akku mit 58,4V Ladeendspannung (LFP) wäre es wieder ganz gut passend, auch mit dem StepUp-Wandler. Meine älteren Module haben wie gesagt recht tief liegende MPP-Spannungen.

Was die Wandlertopologie angeht wäre ich weitgehend flexibel. Das jetzt ist ein 30A StepUp-Wandler, 30A StepDown kriege ich aber auch hin oder wenns gar nicht anders geht, dann halt einen transformatorisch arbeitenden Wandler, der vor allem für hohe Eingangsspannungen geeignet wäre oder wenn man Buck/Boost-Wandler vermeiden möchte.

@Michael B. (laberkopp) Hast Du eigentlich einen Vorschlag für einen PWM-Reglerschaltkreis, der für Buck/Boost-Betrieb mit Synchrongleichrichtung ausgelegt ist? Die einzige Idee, die ich bislang zu dem Thema hatte war, evtl. einen StepDown-Wandler mit Synchrongleichrichtung invers zu betreiben, wodurch der zum StepUp-Wandler mutieren würde, der auch StepDown beherrscht. Aber ich kenne keinen PWM-Regler-IC, der dafür ausgelegt ist oder sicher damit zurechtkommt wenn man seine Ausgangsspannung über das Soll anhebt und er dadurch Leistung vom eigentlichen Ausgang zum Eingang zurückschieben muss. Den gleichen Effekt gibts auch bei Class-D-Endstufen, hier ist er allerdings unerwünscht (Pumpen, führt zu Problemen beim Netzteil wenn dieses die gepumpte Energie nicht in den Siebelkos aufnehmen kann).

Vielleicht nochmal was den Preis angeht... der war mir beim ursprünglichen Entwurf nicht so wichtig. Ich wollte etwas, was auf jeden Fall funktioniert und das richtig gut. Und wie das dann bei solchen Projekten immer so ist wenn man das ganz gut hinbekommen hat... sie wachsen.

Klar müsste ich im freien Markt damit leben, daß ich vielleicht nicht der günstigste Anbieter bin. Das ist mit meinen Ansprüchen an so ein Gerät auch gar nicht mein Ziel (würde nicht funktionieren). Vielleicht habe ich sogar Probleme, mit dem Victron-Preis mitzuhalten, weil die in Großserie produzieren können. Dafür könnte ich aber auf jeden Fall ein völlig freies Gerät anbieten, was offene Schnittstellen besitzt und auf viele "nerdige" Einsatzbereiche passt, einfach weil ich es genau deswegen gebaut habe. Und was den Ertrag der im Moment immer noch nur als Spielerei "aufgebauten" PV angeht, die Teile für den Lader sind bei weitem bezahlt, der Wechselrichter dauert noch ein Jahr und bei den Akkus hatte ich Glück, daß ich mir über eine befreundete Firma einige noch verwendbare Packs aus einer Verschrottung rauspicken durfte.

Für mich stellt sich weiterhin die Frage, finde ich einen Partner, um vielleicht eine Vermarktung zu versuchen - dann würde ich eine Platine entwerfen - oder eben nicht, dann kann ich auch ein zweites Lochraster-Gerät für meinen Nachbarn bauen weil sich allein dafür der Entwurf einer Platine nicht lohnt.

#8077139
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

eine dokumentierte RS232.

Wer benutzt heute noch RS232 wenn er WLAN haben kann?

Wenn der CRA nach erfolgreicher Firmengründung mit Dir fertig ist, ist Dir evtl. auch nach RS232 anstelle WLAN zumute. Mal schauen. Vlt. hören wir noch von Deinen Produkten. Ich wünsche Dir WIRKLICH alles Gute, der Markt kann durchaus noch einen guten Akteur gebrauchen.

(Firma: Funkenflug Industries) #8077147
Lesenswert?

Nachtrag:

Wo findet man denn ein paar mehr Infos zu deinem Prototypen? Gibt es Bilder vom Aufbau der Hardware und eventuell Infos zum Userinterface.

Ich hatte den Entwurf vor etwa einem Jahr hier im Forum beschrieben, quasi mit einem oder zwei Threads begleitet. Da müssten auch Fotos vom Aufbau drin sein, auch wenn der sich noch leicht geändert hat.

Aufbau halt Lochraster, Manhattan-Style... SMD-Stromwandler auf Lochraster verdrahtet. Prototyp eben, aber ist jetzt etwa ein Jahr ohne größere Probleme durchgelaufen. Kann ein frühes Foto vom Aufbau und eines vom "User-Interface" dranhängen. Oder auch eines von den grafischen Oldschool-Anzeigen, die ich als Spielerei haben wollte... Die angezeigten Messwerte sind original in Echtzeit von diesem Solarlader.

Das User-Interface könnte man auch noch "verschönern" wenn da jemand Grafiken und so'n Quatsch möchte, mir reichen an dieser Stelle praktische Tabellen.

Erstelle doch ein PCB z.B. in einer Auflage von 10 Stück erstmal.

Ist wie es immer ist. :) Die erste Platine ist die teuerste, alle weiteren nur noch eine Zahl bei der Bestellung mit eher geringen Kosten.

THT und ESP Modul soll der Anwender selber Bestücken auch die Wahl ob 24V, 36V, oder... soll der Anwender selber entscheiden.

Praktisch könnte man einfach die 48V- oder 60V-Version bauen. Der AD-Wandler gibt das her und man braucht die Spannung nicht mit 10mV aufgelöst, 20 oder 30mV sind auch genau genug für die niedrigeren Spannungen. Diode und FETs für 80V Spitzenspannung läuft auch akzeptabel mit 36V Akkuspannung.

Für 24V müsste man eine Platine mit Synchron-StepDown-Wandler entwickeln (kein Problem, da gibts gute Schaltkreise mit mindestens 60V Eingangsspannung für. Oder eben wirklich einen Buck/Boost-Wandler. Bei heutigen Modulen taucht der StepUp nicht für 24V, es sei denn man will tatsächlich welche verwenden, die nur 17V MPP-Spannung haben.

Und ansonsten meinst Du als Bausatz? Den ESP als reines ESP-Modul ohne das USB-Interface zu kaufen könnte preiswerter sein als das Devkit draufzustecken so wie es im Moment gelöst ist.

Kannst das ja mal durch rechnen für Dich.

Läuft im Moment als Spaßprojekt, hat aber über's Jahr schon genug Strom erzeugt, daß die "Bastelkosten" für den Aufbau gedeckt sind.

Entwicklungskosten kann man sowieso nicht geltend machen, man macht das ja mehr oder weniger für sich selbst in seiner Freizeit. Klar, endgültigen Schaltplan und Platine zeichnen gehen nochmal 2..3 Tage für drauf, aber darauf kommts nun auch nicht mehr an, was 10 Platinen von maximal 10x15cm in China kosten weißt Du...

Hätte dann eventuell auch Interesse an einem dieser PCBs wenn die Software frei anpassbar ist.

Aha. xD

Software frei anpassbar... was würdest Du brauchen?

Ist ein Arduino-Programm, was aber inzwischen ziemlich umfangreich geworden ist als mehr und mehr Features hinzugekommen sind. So wie ooch Schattenmanagement? Klingt gut, kann man ja auch noch einbauen... Ist halt mehr als die üblichen Arduino-Webserver-Demos. Lustigerweise ist der eigentliche MPP-Tracker am Ende nur ein paar Zeilen Code, das was die Sache umfangreich macht, ist der ganze Quark drum herum, so daß das Ganze konfigurierbar ist, so einfache Dinge wie mit dem WLAN verbinden ohne daß die Zugangsdaten im Quellcode stehen usw.

Edit:

Du träumst

Nein, noch nicht, erst in ein paar Minuten hoffentlich.

und hast offensichtlich noch nicht mal im Ansatz verstanden, welche Investitionen notwendig wären, bevor Du das erste Produkt verkaufen kannst.

Na dann mach Du mich doch bitte einfach mal mit fundierten Aussagen diesbezüglich schlau, anstelle nur rumzupoltern.

Wenn der CRA nach erfolgreicher Firmengründung mit Dir fertig ist, ist Dir evtl. auch nach RS232 anstelle WLAN zumute.

Das mag gut sein. Mal sehen wie anderen Firmen das lösen, davon kann man ja lernen.

Mal schauen. Vlt. hören wir noch von Deinen Produkten. Ich wünsche Dir WIRKLICH alles Gute, der Markt kann durchaus noch einen guten Akteur gebrauchen.

Danke Dir.

Angehängte Dateien:
: Bearbeitet durch User
#8077214
Lesenswert?

Guten Morgen Ben, ich hoffe, Du hast gut geschlafen und schön geträumt 😀

Ben B. schrieb:

mit dem guten alten TL494 aufgebauter StepUp-Wandler, weil man bei diesem Schaltkreis zwei frei verwendbare Fehlerverstärker hat.

Jetzt verstehe ich Dein Konzept etwas besser. Der gute alte TL494 war früher (vor 40 Jahren?) sicher mal gut, als er in den ersten Schaltnetzteilen mit dicken Gleichrichterdioden, dicken Drosseln und grossen Kühlkörpern auftauchte. Inzwischen er eher nur noch alt. Er kann meines Wissens auch nur 100kHz.

Seine Funktionalität liesse sich in SW realisieren. Ich verstehe Dein Anliegen, den MPPT so sicher wie möglich zu machen und z.B. gegen SW Abstürze abzusichern. Da gibt es SW seitig aber Möglichkeiten. Und gegen einen defekten Chip ist man ohne weitere Schaltungstechnik, die den Aufwand erhöht und verteuert, machtlos, auch beim TL494. Wenn es unbedingt ein switcher Schaltkreis sein muss, suche ich Dir mal einige interessante Typen raus.

Was die Frage der Platine angeht würde ich den Vorschlag aufgreifen und ein Layout machen. Beim ersten Entwurf muss ja nicht gleich das serienreife Produkt rauskommen. 10*15cm scheint mir aber etwas groß.

Ben B. schrieb:

Lustigerweise ist der eigentliche MPP-Tracker am Ende nur ein paar Zeilen Code, das was die Sache umfangreich macht, ist der ganze Quark drum herum, so daß das Ganze konfigurierbar ist, so einfache Dinge wie mit dem WLAN verbinden

Nur allzu wahr!

Michael B. schrieb:

StefanK schrieb:

Wenn Dein MPPT buck-boost können sollte, wäre eine SEPIC Topologie interessant.

Nein, Krampf, braucht man mit synchron Gleichrichtung nicht mehr

Was ist "Krampf" an der SEPIC Topologie?

#8077232
Lesenswert?

Rainer W. schrieb:

Rechne einmal vor, wie sich bei heutigen Preisen für Solarpanele der Aufwand für einen Tracker lohnt

Tabelle Spalte 1: Art der Aufständerung;

Tabelle Spalte 2: Summe(Eglob) / Summe(Eglob,h)

  • horizontale Fläche; 1,0
  • Fläche nach Süden orientiert, Gamma = Breitegrad 35°; 1,16
  • Nachführung um horiz. N-S-Achse; 1,39
  • Einachsige Nachführung paralell zur Erdachse; 1,50
  • Zweiachsige Nachführung; 1,56

Summe steht symbolisch für Integral Eglob(t) dt

: Bearbeitet durch User
#8077243
Lesenswert?

Rainer W. schrieb:

Rechne einmal vor

Du wolltest ja eine Rechnung. Eine zweiachsige Nachführung erhöht ggü. einer optimal nach Süden orientierten Fläche den Ertrag um den Faktor ~1,345.

Beispiel: Bei einem 800W BKW, das pro Jahr 750 kWh liefert, liegt der Gewinn bei einem Strompreis von 0,37€/kWh bei +258 kWh/a bzw. 95,73€ pro Jahr.

Um den gleichen Energieertrag ohne Nachführung zu bekommen, müsste ein drittes 400W Modul installiert werden. Bliebe es bei einem 800W Inverter, der die Mehrleistung im Sommer gar nicht nutzen könnte, müsste man rechnerisch noch mindestens ein viertes 400W Modul installieren, um die Ertragssteigerung der zweiachsigen Nachführung zu realisieren.

#8077274
Lesenswert?

Rainer W. schrieb:

Hobby B. schrieb:

Dual Axis Solar Tracker Ansteuerung und Akku Bank Umschaltung.

Rechne einmal vor, wie sich bei heutigen Preisen für Solarpanele der Aufwand für einen Tracker lohnt. Damit sich das rechnet, muss die Aufstellungsfläche schon ein arger Engpass sein.

Hallo Rainer,

mich Interessiert da nicht eine Festinstallation der Mini Anlage sondern eine Nutzung bei Caravan und Camping. Deshalb die Möglichkeit einer Solar Tracker Ansteuerung und Akku Bank Umschaltung.

@StefanK, danke für das Rechenbeispiel.

Gruß bastler2022

#8077275
Lesenswert?

StefanK schrieb:

Um den gleichen Energieertrag ohne Nachführung zu bekommen, müsste ein drittes 400W Modul installiert werden.

Eben. An der entscheidenden Stelle hörst du auf zu rechnen.

Wieviel kostet ein zusätzliches 400W Panel verglichen mit einer für die Windverhältnisse am Standort richtig ausgelegten zweiachsigen Nachführung?

Die mit einem zusätzlichen Panel verfügbare Mehrleistung im Sommer lass dir egal sein - mir ging es um Mehrkosten/Wartungsaufwand für Over-Paneling vs. Nachführung.

: Bearbeitet durch User
#8077332
Lesenswert?

Rainer W. schrieb:

Eben. An der entscheidenden Stelle hörst du auf zu rechnen. Wieviel kostet ein zusätzliches 400W Panel verglichen mit einer für die Windverhältnisse am Standort richtig ausgelegten zweiachsigen Nachführung?

Hierzu liegen mir keine Zahlen vor. Ein 2-Achsige Nachführung dürfte die Kosten von zusätzlichen Modulen übersteigen, sofern man den Platz hat. Einachsige Nachführungen sind zum Teil sehr billig mit Material aus dem Baumarkt herstellbar und einfach zu steuern.

Die entscheidende Stelle, für jemanden der sich tiefer dafür interessiert, ist die Tabelle.

: Bearbeitet durch User
(Firma: Funkenflug Industries) #8077669
Lesenswert?

TL494

Dinosaurier, tot, fossil, StO Museum, Kunde-, Natur-

Nö, ist er nicht. Ist ein altes Arbeitstier und könnte auch bis zu 300kHz. Wobei das gelogen ist, ich habe ihn schon bei 500kHz schwingen sehen. Fiel nur auf weil das Endstufen-Netzteil hinter den Erwartungen zurückblieb und die Schaltflanken für 50kHz ein wenig verschliffen waren, was ich mir erst nicht erklären konnte. Ursache war ein defekter Timing-Kondensator, aber den TL494 hat die hohe Schaltfrequenz überhaupt nicht interessiert.

Ich bin kein Fan davon, sowas in Software zu machen, vor allem wenn auf dem µC keine dedizierte Hardware für sowas vorhanden ist. Das gibt nur Probleme wenn der µC oder die Software mal Amok läuft oder mit der Reaktionszeit, vor allem beim StepUp, wo dann schnell mal die Ausgangsspannung in ungeahnte Höhen schießt. Dann lieber einen analogen Schaltkreis dafür nehmen, der kann das richtig gut und zuverlässig.

Wenn es unbedingt ein switcher Schaltkreis sein muss, suche ich Dir mal einige interessante Typen raus.

Das kannst Du gerne machen, sowas interessiert mich immer.

Was die Frage der Platine angeht würde ich den Vorschlag aufgreifen und ein Layout machen. Beim ersten Entwurf muss ja nicht gleich das serienreife Produkt rauskommen.

Ich kenne mich bei sowas. Wenn ich sowas anfange und da keinen groben Fehler mache, investiere ich auch viel Zeit dafür und dann kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein serienreifes Produkt raus. Vor allem weil ich die Schwächen des Designs bereits kenne und dann mit weg-optimieren würde.

10*15cm scheint mir aber etwas groß.

Konservativ geschätzt, wahrscheinlich wirds kleiner.

Was die Idee mit der Sonnen-Nachführung angeht, das kommt wirklich aus einer Zeit, wo Solarmodule mit Abstand der teuerste Teil einer Solaranlage waren und man sie daher möglichst gut ausnutzen musste. Das ist heute nicht mehr so, die Unterkonstruktion ist heutzutage schnell teurer als die Solarmodule. Bei meiner Spiel-PV liegen die Module einfach auf dem Flachdach und sind dadurch sogar minimal nach Nordosten geneigt. Trotzdem erreicht die Anlage im letzten Jahr die üblichen 1000kWh/kWp, mit neueren Modulen ginge vielleicht auch noch etwas mehr (meine sind etwa 15 Jahre alt).

Ansonsten ist da ja nicht nur Software, sondern da bräuchte man auch Hardware zur Ansteuerung der Motoren, davon hängt dann ab welche Steuersignale man braucht. Ich finde das für die Integration in den Solarlader eher unpraktisch. Man kann den Sonnengang auch berechnen wenn man den eigenen Standort und die Ausrichtung kennt, da braucht man keine Messungen des Solarladers, um die optimalen Winkel zu finden.

Eine Akku-Bankumschaltung kannst Du jederzeit machen, dafür interessiert sich der Solarlader nicht. Man kann den Akku unter Volllast trennen, dann bleibt die Ausgangsspannung bei 41,5V (oder was man da einstellt) kleben. Da wäre alles sicher, so wie das Ding ist. Evtl. läuft der MPP-Tracker wild durch die Gegend weil es keinen MPP mehr gibt wenn der Laderegler die Leistung nicht los wird, aber sobald sich das ändert (anderer Akku dran), kehrt er zum MPP zurück. Wenn man die Umschaltung einigermaßen schnell macht, hat er auch keine Zeit, besonders weit vom MPP wegzulaufen.

: Bearbeitet durch User
#8077751
Lesenswert?

An deiner Stelle würde ich einfach mal ein Platinenlayout machen und optimieren (vielleicht auch mit der Community zusammen, ggf. nur Layout ohne Schaltplanveröffentlichung, wenn du das nicht magst). Und dann mal einfach 10 Stück machen lassen und selber einige davon SMD bestücken und testen und dann weiter sehen. Dann hast du zumindest mal etwas laufen und es kostet bis dahin ja auch quasi fast nichts. Klar gibt es immer Hater, aber die muss man immer ignorieren.

#8078276
Lesenswert?

StefanK schrieb:

Beispiel: Bei einem 800W BKW, das pro Jahr 750 kWh liefert, liegt der Gewinn bei einem Strompreis von 0,37€/kWh bei +258 kWh/a bzw. 95,73€ pro Jahr.

0,37€ ist schon ein sehr hoher Preis, wir zahlen aktuell 22,9 Cent

Fast alle Balkonanlagen die ich kenne bekommen ihre Spitzenleistung eh nur seltenst weg (Herd, WaMa) - ein großteil wird ins Netz gespeist

Man bräuchte also einen Akku- desen Wirtschaftlichkeit bei einer kleinen Anlage auch wieder fraglich ist

#8078287
Lesenswert?

StefanK schrieb:

Rainer W. schrieb:

Eben. An der entscheidenden Stelle hörst du auf zu rechnen. Wieviel kostet ein zusätzliches 400W Panel verglichen mit einer für die Windverhältnisse am Standort richtig ausgelegten zweiachsigen Nachführung?

Hierzu liegen mir keine Zahlen vor. Ein 2-Achsige Nachführung dürfte die Kosten von zusätzlichen Modulen übersteigen, sofern man den Platz hat. Einachsige Nachführungen sind zum Teil sehr billig mit Material aus dem Baumarkt herstellbar und einfach zu steuern.

Für einen Privatanwender gibt es heutzutage für eine Zweiachsennachführung für PV allerhöchstens den eigenen Basteltrieb. Einachsig und mit viel Platz kann sich bei Flachuntergrund bei Eigenbau, leichter Begebarkeit und 2 bis 4 händischer Ändererung des Modulwinkels pro Jahr sinnvoll erweisen. Dummerweise macht einem da sehr schnell die Selbstverschattung bei niedrigem Sonnenstand einen Strich durch die Rechnung.

In den 80ern haben wir die unterschiedlichsten Systeme für Satnachführungen importiert, konstruiert, aufgebaut, verkauft. In den 90ern natürlich auf den PV-Sektor erweitert. Schon Mitte der 00er-Jahre lohnte sich die automatisierte einachsige Nachführung nicht mehr.

Die entscheidende Stelle, für jemanden der sich tiefer dafür interessiert, ist die Tabelle.

Sorry, die "Tabelle" ist sowas von uninterressant im Vergleich zu den übrigen Kosten...

(Firma: Funkenflug Industries) #8078306
Lesenswert?

Es ist natürlich immer am besten, möglichst viel des erzeugten Stromes selbst zu verbrauchen, Einspeisen macht nicht mehr viel Sinn, egal ob man 7ct/kWh für den Überschuss bekommt oder gar nichts.

Nur ganz kurz: Wenn man einen recht hohen Grundverbrauch hat, dann kann ein Balkonkraftwerk ohne Speicher schon gut was reißen. Mit Speicher wirds teurer, einfach weil da auch der Markt noch nicht satt ist. Nulleinspeisung wird nochmal teurer wenn man keinen Zähler hat, der die nötigen Messwerte schnell genug liefert. Dann muss nämlich ein Handwerker kommen und eine entsprechende Messeinrichtung in die Unterverteilung bauen, das darf man leider nicht selbst, den Einbau einer Einspeisesteckdose darf man auch nicht selbst machen.

Kommt immer auf den Einzelfall an was man genau bezahlen müsste, um den erzeugten Strom möglichst optimal verbrauchen zu können (etwa obs nur mit Speicher geht oder ob man sich den dank hohem Grundverbrauch sparen kann). Davon hängts dann letztlich ab, wie lange die Amortisation dauert. Solaranlagen sind schon immer eine Investition auf viele Jahre gewesen, man sollte also nicht erwarten, morgen damit reich zu werden.

Der Mittelwert der Strompreise (aus billigstem Anbieter und Grundversorgung) liegt in meiner Gegend bei 35,5ct/kWh. Wenn man mit den üblichen 1000kWh/kWp pro Jahr rechnet, hat das ein Potential von etwa 710 Euro pro Jahr und das ist schon ein beachtliches Sümmchen Geld. Rechnet man mit dem billigsten Anbieter (24ct/kWh) sinds immer noch 480 Euro, rechnet man z.B. für eine Inselanlage (Laderegler, Akku, Wechselrichter) mit einem Gesamtwirkungsgrad von 75%, sinds noch 533 bzw. 360 Euro wenn man es schafft, die 10..14kWh eines schönen Sommertages auch zu verbrauchen.

#8078328
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

Einspeisen macht nicht mehr viel Sinn, egal ob man 7ct/kWh für den Überschuss bekommt oder gar nichts.

Das kann ich so nicht stehen lssen Wir haben eine rel. große Anlage, ca. 25kWp

Ich bekomme obwohl wir sehr viel durch E-Auto, WP, Klimaanlagen usw selber verbrauchen im Monat ca. 50€ überwiesen

Die Anlage wurde selber gebaut - alleine durch die 50€ im Monat ist sie nach ca. 10 Jahren bezahlt - und ich hatte sehr viel Strom nebenher für 8 Cent selber genutzt

Alexander schrieb:

Gut ich geb zu man liest selten von verschmorten oder geschmolzenen Shellys. Aber die professionelle Industrie arbeitet mit STM32.

Was ist die "professionelle Industrie"?

#8078344
Lesenswert?

Heinz R. schrieb:

Ben B. schrieb:

Einspeisen macht nicht mehr viel Sinn, egal ob man 7ct/kWh für den Überschuss bekommt oder gar nichts.

Das kann ich so nicht stehen lssen Wir haben eine rel. große Anlage, ca. 25kWp

Ich bekomme obwohl wir sehr viel durch E-Auto, WP, Klimaanlagen usw selber verbrauchen im Monat ca. 50€ überwiesen

Die Anlage wurde selber gebaut - alleine durch die 50€ im Monat ist sie nach ca. 10 Jahren bezahlt - und ich hatte sehr viel Strom nebenher für 8 Cent selber genutzt

Ben wohnt je nach tagesaktueller Laune in einer Luxuswohnung oder Kaschemme zur Miete, mal wo er in und ums Haus alles machen kann und darf, und dann später doch kpl. zurückrudern muss. IdR. so, wie es ihm in allen Fällen zigfach vom Forum vorausgesagt wurde.

Bei einer nicht vorhandenen Statik und fehlender Bereitschaft seitens Bens diese beizubringen und die Kosten für die erforderliche Erweiterung/Modernisierung der E-Verteilung zu tragen, zeigt der Vermieter/Verwalter natürlich einen Zeigefinger oder so.

Ben möchte halt richtig verdienen, 7 ct/kWh aus geschenkten Modulen ist zu wenig. Also wird jetzt ein Finanzier für seine Lochplatine gesucht. Albern.

#8078372
Lesenswert?

Alexander schrieb:

Heinz R. schrieb:

Was ist die "professionelle Industrie"?

Die welche sich nicht an Smarthomies richtet.

es geht darum Geld zu verdienen - und das machen Firmen wie Shelly seht erfolgreich hingegen haben deutsche Hersteller wie Pilz, Leuze,... große Probleme

Smarthome ist halt mittlerweile nachdem es Einsteigerfreundlich geworden ist ein sehr großer Markt

(Firma: Funkenflug Industries) #8078470
Lesenswert?

So so. Meine Shellys gabs unproblematisch zum Einstecken in die Steckdose im Baumarkt. Wie ich da meinen Versicherungsschutz riskiere, darfst Du mir gerne erklären.

Wir haben eine rel. große Anlage, ca. 25kWp

Das geht geringfügig über ein Balkonkraftwerk hinaus.

Bei einer nicht vorhandenen Statik und fehlender Bereitschaft seitens Bens diese beizubringen und die Kosten für die erforderliche Erweiterung/Modernisierung der E-Verteilung zu tragen, zeigt der Vermieter/Verwalter natürlich einen Zeigefinger oder so.

Man man man... xD Wie groß kann Neid eigentlich sein?

Ich hatte "spaßenshalber" den Monteur einer Solarfirma hier, der sich das Dach angeschaut hat und meinte, 10..15kWp könnte man da schon draufstellen, das trägt es... was er sich übrigens auch spaßenshalber bezahlen lassen hat.

Dem Vermieter ist es immer noch egal, vor allem solange alles problemlos zurückgebaut werden kann - und bis 2kWp sowieso.

Anschluss ans Netz möchte ich überhaupt nicht, mir genügt eine Inselanlage.

Ben möchte halt richtig verdienen,

Sag jetzt bloß, Du würdest gerne nicht richtig verdienen, dann machst Du Dich endgültig zum Forenclown.

7 ct/kWh aus geschenkten Modulen ist zu wenig.

Sorry... aber das ist es wirklich, es rechtfertigt auf keinen Fall den Umbau der kompletten Elektroinstallation, nur um da eine Anlage mit mehr als 2kWp Modulleistung dran anschließen zu dürfen.

Also wird jetzt ein Finanzier für seine Lochplatine gesucht.

Nein, die "Lochplatine" habe ich ganz alleine finanziert.

Nochmal extra für Dich zum Mitschreiben: Was ich suche wäre sowas wie ein Partner, der handfeste Ahnung und/oder Erfahrung vom Vertrieb solcher Produkte hat und evtl. mehrere Möglichkeiten kennt wie man das mit einer Kleinserie schaffen könnte und der diese Ahnung mit mir teilen mag - so daß man entscheiden kann ja, das kann man mal versuchen und kanns auch bezahlen oder nee geht nicht weil das und das. Oder jemand, der bereits eigene Produkte im Bereich der Kleinspannung verkauft und mit dem man möglicherweise zusammenarbeiten könnte.

Und falls man sowas anfängt, entwickle ich auch eine ordentliche Platine. Das war die Kernfrage dieses Threads und es wäre wirklich zu schön gewesen, wenn Du Dich rausgehalten hättest wenn Du das nicht verstehst oder - was ich eher vermute - niemals die Bereitschaft hattest, irgendwas Sachdienliches zum Thema beizutragen.

Albern.

Das bist Du in der Tat, auch wenn ich Dein Gehabe eher dumm finde.

Aber die professionelle Industrie arbeitet mit STM32.

Die haben aber selten WLAN integriert, da werden auch irgendwelche Kommunikationsmodule zugekauft. Aber wieso soll ich extra einen zweiten µC verbauen, wenn der ESP32 Kommunikation und Steuerung alleine schafft?

: Bearbeitet durch User
#8078480
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

So so. Meine Shellys gabs unproblematisch zum Einstecken in die Steckdose im Baumarkt.

In dem Falle ist der Versicherungsschutz nicht gefährdet.

Ben B. schrieb:

Aber wieso soll ich extra einen zweiten µC verbauen,

Sollst Du nicht, der ESP32 ist doch bestens geeignet. Nur um eine Bezugsquelle musst Du Dir ein paar Gedanken machen.

Beitrag "ESP32 - merkwürdige Mail von AliExpress"

Ben B. schrieb:

Was ich suche wäre sowas wie ein Partner, der handfeste Ahnung und/oder Erfahrung vom Vertrieb solcher Produkte hat und evtl. mehrere Möglichkeiten kennt wie man das mit einer Kleinserie schaffen könnte

Du hast doch aber bestimmt hier im Forum schon das ein oder andere mal genau darüber gelesen. Als Inverkehrbringer darfst Du erstmal einige Hürden nehmen die sich finanziell nicht lohnen. Ich bin der Meinung gelesen zu haben allein ein EMV Test im Labor kostet schon ein paar tausend Euro.

Beitrag "Rechtliche Frage zu Funkmodulen"

Ben B. schrieb:

Dann würde es sich vielleicht lohnen, eine Platine dafür zu entwerfen.

Das lohnt sich auch ohne Vermarktung. Erstens lernst Du was dabei, zweitens kostet es Dich nichts, und drittens kannst Du frei jeder Haftung deinen Nachbarn beglücken.

Mi N. schrieb:

Entwirf eine Platine und stelle die fertige Lösung in die Codesammlung, sodaß ein jeder hier die Schaltung für Dich testen kann.

Dann kannst Du auch vorsichtig schnuppern ob überhaupt ein Markt dafür da wäre.

Michael B. schrieb:

Aber deine ersten 10 Prototypen wirst du auch los, ohne Gewinnerzielungsabsicht.

Und /danach/ kannst Du noch mal hier fragen was es Dich kosten würde das gewerblich rauszubringen. Aber eigentlich kenne ich Deine Antwort schon.

Ben B. schrieb:

Genau. Für mich und meine Ideen war WEEE/EAR der Moment, nach dem ich keine Lust mehr auf die Scheiße innerhalb der EU hatte. Den Leuten, die das verzapft haben - egal ob Deutschland oder EU - ist es lieber, wenn man dem Staat mit monatlich 1.500 Euro auf der Tasche liegt, anstatt seine eigenen Produkte aus Kleinstserien zu verkaufen.

Aber ich habe gehört, China ist ein tolles Land. Vielleicht dahin auswandern, dann lassen sich Deine Produkte viel einfacher fertigen und weltweit verkaufen.

: Bearbeitet durch User
#8078485
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

(>> Kommentare von Ralf X., Ben ist zu blöd, die Zitierfunktion zu benutzen)

Bei einer nicht vorhandenen Statik und fehlender Bereitschaft seitens Bens diese beizubringen und die Kosten für die erforderliche Erweiterung/Modernisierung der E-Verteilung zu tragen, zeigt der Vermieter/Verwalter natürlich einen Zeigefinger oder so.

Man man man... xD Wie groß kann Neid eigentlich sein?

Neid, worauf? Meine eigene uralte Hütte ist statisch von mir durchgerechnet und nicht nur ich haben Dir vor Jahren angeboten, Dir bei Deinem Mietobjekt zu helfen. Aber, oh Wunder, auch in der Statik muss man sich die Mühe geben, die Bauteile zu bestimmen. Das konntest oder wolltest Du nicht.

Ich hatte "spaßenshalber" den Monteur einer Solarfirma hier, der sich das Dach angeschaut hat und meinte, 10..15kWp könnte man da schon draufstellen, das trägt es... was er sich übrigens auch spaßenshalber bezahlen lassen hat.

Berufstätige Menschen lassen sich ihre Tätigkeit nicht spaßenshalber bezahlen. Und hatte der ausser seiner Meinung und Rechnung noch mehr hinterlassen? Und was willst Du damit aussagen?

Dem Vermieter ist es immer noch egal, vor allem solange alles problemlos zurückgebaut werden kann - und bis 2kWp sowieso.

Die ganzen letzen male hattest Du nur noch mit dem Verwalter zu tun. Hat sich daran etwas geändert? Und was soll die 12 kWp Grenze?

Anschluss ans Netz möchte ich überhaupt nicht, mir genügt eine Inselanlage.

Klar. Nur eben nicht im Rahmen des Erlaubten.

Ben möchte halt richtig verdienen,

Sag jetzt bloß, Du würdest gerne nicht richtig verdienen, dann machst Du Dich endgültig zum Forenclown.

Ich durchdenke das lieber.. *gg

7 ct/kWh aus geschenkten Modulen ist zu wenig.

Sorry... aber das ist es wirklich, es rechtfertigt auf keinen Fall den Umbau der kompletten Elektroinstallation, nur um da eine Anlage mit mehr als 2kWp Modulleistung dran anschließen zu dürfen.

Weiter oben schreibst Du von 10..15 kWp

Also wird jetzt ein Finanzier für seine Lochplatine gesucht.

Nein, die "Lochplatine" habe ich ganz alleine finanziert.

Nochmal extra für Dich zum Mitschreiben: Was ich suche wäre sowas wie ein Partner, der handfeste Ahnung und/oder Erfahrung vom Vertrieb solcher Produkte hat und evtl. mehrere Möglichkeiten kennt wie man das mit einer Kleinserie schaffen könnte und der diese Ahnung mit mir teilen mag - so daß man entscheiden kann ja, das kann man mal versuchen und kanns auch bezahlen oder nee geht nicht weil das und das. Oder jemand, der bereits eigene Produkte im Bereich der Kleinspannung verkauft und mit dem man möglicherweise zusammenarbeiten könnte.

Und falls man sowas anfängt, entwickle ich auch eine ordentliche Platine. Das war die Kernfrage dieses Threads und es wäre wirklich zu schön gewesen, wenn Du Dich rausgehalten hättest wenn Du das nicht verstehst oder - was ich eher vermute - niemals die Bereitschaft hattest, irgendwas Sachdienliches zum Thema beizutragen.

Ich sehe Dich schon bei Genius oder Media.. grins

Albern.

Das bist Du in der Tat, auch wenn ich Dein Gehabe eher dumm finde.

Muss ich hinnehmen.

: Bearbeitet durch User
#8078513
Lesenswert?

Was ihr zwei irgendwann mal am laufen hattet sollte privat bleiben. So viel Gelaber, die Platine könnte schon fertig sein.

Du könntest auch eine Version entwerfen wo nur SMD drauf ist was nötig ist, Standardkram wie Widerstände, Elkos und Dioden als THT.

Für das ESP32 DevKit einen Sockel mit Buchsenleisten vorsehen, dann kann dieser Plug & Play getauscht werden.

#8078653
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

Das gibt nur Probleme wenn der µC oder die Software mal Amok läuft

Was ein System mit oder ohne switcher Baustein angeht, will ich Dir weder was ein- noch ausreden.

Was die Sicherheit angeht, wäre es interessant in Erfahrung zu bringen, wie hoch die Zuverlässigkeit von uC+SW ggü einem analogen Schaltkreis und der Kombination im Vergleich ist. Mit diesen Erkenntnissen könnte man eine FMEA machen und das Risiko bewerten.

Ben B. schrieb:

Wenn es unbedingt ein switcher Schaltkreis sein muss, suche ich Dir mal einige interessante Typen raus.

Das kannst Du gerne machen, sowas interessiert mich immer.

Du kannst mal einen Blick auf die UC-Serie werfen, z.B. UC3842, 43, 44, 08, 2842, 3525.

Ebenso TL5001, TL598 und ev. LTC4156

Manche der Chips können die Gates der MOSFETs direkt treiben und ersparen separate Gate-Treiber. Das wäre ein Pluspunkt für die Kombi, wie Du sie favorisierst.

(Firma: Funkenflug Industries) #8079496
Lesenswert?

Also um das mal kurz zu machen, meine Pläne bezüglich einer größeren Solaranlage passen nicht in diesen Thread und deswegen ist die Diskussion darüber hiermit beendet.

Ich kann mich auch nicht dran erinnern, irgendwann mal was privat mit Ralf gehabt zu haben... schließlich atmet er ja noch und umkreist nicht schon seit Jahren mit Warp 42 die Milchstraße.

Auf jeden Fall sind Leute wie Ralf der Hauptgrund wieso ich solche Projekte nur sehr ungerne offen in die Codesammlung packen möchte.

Du könntest auch eine Version entwerfen wo nur SMD drauf ist was nötig ist, Standardkram wie Widerstände, Elkos und Dioden als THT.

Völlig normal. Man könnte auch probieren, SMD-FETs zu nehmen, die mit einer echten Treiberstufe ohne zusätzliche Kühlung auskommen, nur bei der Diode bin ich mir unsicher. Ohne Synchrongleichrichtung werden da bei Volllast 15..20W Leistung frei, die auf jeden Fall etwas Kühlung erforderlich machen.

Für das ESP32 DevKit einen Sockel mit Buchsenleisten vorsehen, dann kann dieser Plug & Play getauscht werden.

So ist es bei der Lochraster-Platine im Moment auch schon aufgebaut. Wenn man was an der Software ändern möchte, ist es einfacher, den Laderegler freizuschalten und den ESP32 zum Flashen mit zum Rechner zu nehmen, als die ganze Platine ausbauen zu müssen.

Auf eine kommerziell ausgerichtete Platine könnte man den ESP32 aber direkt draufsetzen bzw. zumindest das reine ESP32-Modul und sich das Devkit sparen, senkt evtl. die Produktionskosten.

Was die ganzen Hürden angeht, die erstmal Geld kosten würden - vielleicht hätte ich ja jemanden gefunden, der die dafür nötige Messtechnik hat und die Platine einmal bewerten kann, ohne gleich großes Geld dafür zu verlangen. So daß man weiß, die Platine würde diese Tests mit hoher Wahrscheinlichkeit bestehen oder eben nicht bzw. was man dafür noch ändern muss.

Was die Sicherheit angeht, wäre es interessant in Erfahrung zu bringen, wie hoch die Zuverlässigkeit von uC+SW ggü einem analogen Schaltkreis und der Kombination im Vergleich ist.

Aus meiner Sicht ist es auf jeden Fall erstrebenswert, daß der Wandler hardwareseitig niemals über die maximale zulässige Ladespannung der Akkus (die muss natürlich korrekt eingestellt sein) kommen kann. Man weiß doch, was manche Leute so zusammenbasteln, möglicherweise das BMS weglassen oder solche Späße. Kann man bei Bleiakkus ja evtl. auch machen, aber bei LiIon oder LiFePO ist das schon wegen des notwendigen Balancings keine gute Idee.

Die Zuverlässigkeit des ESP32 würde ich aktuell als sehr hoch bezeichnen. Die Schaltung läuft ja nun bereits über ein Jahr, allein was ich in der Datenbank (die wurde später fertig) stehen habe sind 770kWh durchgegangen, der ESP32 ist nicht ein einziges Mal abgeschmiert oder so. Die wirklich wenigen Lücken in den Daten sind nur darauf zurückzuführen, daß ich mal am Netzwerk gebaut habe oder das Script des Datenloggers mehrfach geändert wurde und haben nichts mit dem Laderegler oder dem ESP32 zu tun.

Du kannst mal einen Blick auf die UC-Serie werfen, z.B. UC3842, 43, 44, 08, 2842, 3525.

Die bieten leider alle keine großen Vorteile im Vergleich zum TL494. Egal welchen Aufbau ich noch mache, egal ob SMD oder eine zweite Lochraster-Platine, die bekommt definitiv eine MOSFET-Treiberstufe hinter dem TL494. Einen IR2110 habe ich bestimmt noch herumzuliegen. SMD hätte wieder den Vorteil, daß man deutlich neuere Schaltkreise bekommt und nutzen könnte. Für den Vergleich, wieviel der Wandler mit einer echten Treiberstufe nochmal besser wird als er mit dem TL494 alleine ist, reicht aber auch der Versuch mit dem IR2110.

Was für mich interessant wäre - vor allem als Grund für einen SMD-Aufbau bzw. Platine entwerfen - wenn man sowas wie einen PWM-Regler für einen Multiphasen-StepUp, noch besser Buck/Boost-Wandler mit Synchrongleichrichtung bekäme. StepDown mit Synchrongleichrichtung gibts ja so einiges interessantes, aber im aktuellen Fall muss der Wandler eine niedrigere PV-Spannung auf eine höhere Akkuspannung anheben können.

#8079589
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

Auf jeden Fall sind Leute wie Ralf der Hauptgrund wieso ich solche Projekte nur sehr ungerne offen in die Codesammlung packen möchte.

Einerseits sehr bedauerlich und schade, andererseits aber durchaus verständlich.

Ben B. schrieb:

Aus meiner Sicht ist es auf jeden Fall erstrebenswert, daß der Wandler hardwareseitig niemals über die maximale zulässige Ladespannung der Akkus (die muss natürlich korrekt eingestellt sein) kommen kann.

Das ist funktional eine grundlegende Voraussetzung und eine Selbstverständlichkeit.

Ben B. schrieb:

Die Zuverlässigkeit des ESP32 würde ich aktuell als sehr hoch bezeichnen. der ESP32 ist nicht ein einziges Mal abgeschmiert

Na also. Bei dieser hohen Zuverlässigkeit von uC+SW wäre ein switcher Chip nur ein Hosenträger, um den Gürtel abzusichern, damit Du nicht in einem sehr unwahrscheinlichen Fall ohne Hosen dastehst. (Wie bereits gesagt, ist ein switcher Chip m. E. dann interessant, wenn der uC keine hohe PWM Frequenz bei gewünschter Auflösung schafft. Das trifft auf einen ESP32 nicht zu.)

Ben B. schrieb:

Man weiß doch, was manche Leute so zusammenbasteln, möglicherweise das BMS weglassen oder solche Späße.

Das kannst Du nicht nur nicht wissen, das ist vor allem gar nicht Dein Problem und Deine Verantwortung.

Du hast noch gar nicht erwähnt, wie Du nachts den Rückfluss von Strom aus der Batterie ins PV Modul verhinderst.

(Firma: Funkenflug Industries) #8079607
Lesenswert?

Du hast noch gar nicht erwähnt, wie Du nachts den Rückfluss von Strom aus der Batterie ins PV Modul verhinderst.

Das gibts beim StepUp-Wandler gratis, die Diode im Strompfad blockiert das und die PV-Spannung sinkt dann tatsächlich auf 0V ab.

Allerdings ist das Problem nicht so groß wie es immer gemacht wird. Besagter Kumpel hat es sich einfach gemacht und ein 300W-Solarmodul mit 42V MPP-Spannung (mit dem konnte ich nicht viel anfangen, habe nur dieses eine, was wegen der höheren Spannung nicht zu meinen restlichen Modulen passt) direkt an 36V-Akkus angeschlossen. Da lag dann nachts die Akkuspannung am Solarmodul und passiert ist gar nichts. Da geht nichts kaputt und der Akku wird auch nicht entladen, wahrscheinlich weil die Akkuspannung ausreichend weit unterhalb der Durchlassspannung der kalten Solarzellen liegt.

Zum Thema dedizierter PWM-Regler... der ESP32 hat immer noch den Nachteil, daß sein AD-Wandler in etwa so genau ist wie 'ne abgesägte Schrotflinte auf 300 Meter. Ich verwende den zur Messung der Kühlkörpertemperatur ... und bei dem Herumgewackel was ich da sehe, ist der auch zu nichts anderem zu gebrauchen.

Die Messwerte für Strom und Spannung kommen extern via I2C von einem ADS1115. Der ist sehr genau (effektiv 15 Bit), aber leider auch sehr langsam. Vielleicht wird das noch etwas besser wenn man ihn direkt anspricht anstatt anstatt Bibliotheken zu benutzen, aber sicherlich nicht viel. Der Solarlader misst derzeit mit 2Hz (alle 4 Kanäle), dafür reichts - aber um damit einen PWM-Regler zu steuern finde ich das deutlich zu wenig.

#8079662
Lesenswert?

@Hans: Wir haben ja leider keinen Schaltplan. Im Fall eines asynchronen Wandlers hast Du recht, das wäre für einen 30A MMPT LR nicht mehr zeitgemäß. Im Fall eines sychronen boost Wandlers verhindert die Bodydiode den Rückfluss.

@Ben: Entschuldige bitte, ich war gedanklich beim buck Wandler...

Ben B. schrieb:

der ESP32 hat immer noch den Nachteil, daß sein AD-Wandler in etwa so genau ist wie 'ne abgesägte Schrotflinte auf 300 Meter.

Dass der ADC des ESP32 nicht besonders sein soll, habe ich schon gelesen, daß er aber so schlecht ist wusste ich nicht. Eine 2Hz MPPT Regelung ist schon sehr langsam. Da geht der sog. MPPT (Regel)Wirkungsgrad ganz schön in die Knie. Aber dafür kann er WIFI... ;)

Da ist ein AVR mit 10bit ADC deutlich praktikabler und um mehr als zwei Zehnerpotenzen schneller. Und ich wage die Behauptung, dass 8bit für die Aufgabe ebenfalls ausreichen, womit man nochmals schneller wäre. Die MPPT Genauigkeit hängt nicht in erster Linie von der Auflösung des ADC ab, sondern von der Regelgeschwindigkeit. Über den Daumen so etwa 500-1000Hz alle 4 AD Messungen und 40-100Hz MPPT Regelung.

Ben B. schrieb:

PWM-Regler für einen Multiphasen-StepUp,

Was meinst Du mit Multiphasen-StepUp?

Angehängte Dateien:
(Firma: Funkenflug Industries) #8079692
Lesenswert?

Hmmm sorry, aber da ist jetzt viel Quark dabei.

Ich wollte eigentlich wissen ob ich hier einen Partner finde, der Lust drauf hat, mir evtl. bis zur Produktion einer Kleinserie zu helfen... und wollte hier eigentlich nicht die Funktion eines Solar-MPP-Trackers erklären.

Nur noch so viel dazu, der MPP bei Solarzellen ist ein mehr oder weniger stark ausgeprägtes Plateau. Wenn man sich auch nur halbwegs auf diesem Plateau aufhält, ist man besser als 99% am realen MPP dran. Es ist auch Quark, daß man dieses Tracking mit 100Hz oder so durchführen müsse. Ich musste beim aktuellen Entwurf die maximale Schrittweite reduzieren, weil er bei 2Hz noch zu kitzlig war. Das Problem dabei ist, daß die Leistung das Ergebnis aus solarer Einstrahlung und der Zelltemperatur ist. Das ist niemals konstant. Wenn der Tracker zu kitzlig ist, läuft er z.B. bei wechselnder Bewölkung schnell und weit vom MPP weg weil er nicht unterscheiden kann, ob die Leistungsänderung eine Folge seines Tracking-Verhaltens oder eine Änderung der Einstrahlung ist. Gleichzeitig funktionieren die beiden Größen sehr unterschiedlich, die Einstrahlung ändert sich manchmal sehr schnell, die Zelltemperatur eher langsam. Ich habe den MPP-Tracker so weit "optimiert", insofern bei sowas einfachem überhaupt von Optimierung sprechen kann, daß sich die Temperatur der Zellen recht gut im Verlauf der PV-Spannung erkennen lässt und ich denke viel besser geht es nicht. Der Tracker ist schnell genug, um dieser Änderung zu folgen und langsam genug, damit er bei wechselnder Bewölkung nicht zu weit vom realen MPP wegläuft.

Kann Dir das Log vom letzten Samstag dranhängen, das war bis auf ein paar Schleierwolken eine fast perfekte Kurve. Da siehst sehr gut, daß es der Tracker z.B. überhaupt nicht mag wenn die Sonne am Vormittag über das Nachbarhaus drübersteigt. Der dadurch erzeugte Leistungsanstieg übersteuert die Änderungen, die der Tracker zur MPP-Suche durchführt - die Leistung steigt egal was der Tracker macht und er muss danach erst wieder in den MPP hineinlaufen. Während der drei Kondensstreifen später behält der Tracker den MPP und läuft langsam mit der Zelltemperatur mit. Genau so will ich das haben. Man sieht auch gut, wie der Tracker über einen recht großen Bereich über dieses MPP-Plateau laufen kann, ohne daß sich die Leistung wesentlich verändert.

Die Zelltemperatur kann er auch schneller verfolgen (etwa so schnell wie die Änderungen sind, während die Verschattung am Vormittag verschwindet), solche Wechsel gabs an dem Tag aber nicht.

Die Spitze am Anfang ist die Einschaltspannung bei 20V, danach läuft der Tracker per Vorgabe nach unten bis er die Mindestspannung von 13V erreicht solange zu wenig Leistung erreicht wird. Das soll verhindern, daß der Tracker oberhalb der PV-Leerlaufspannung klebenbleiben könnte, wo es keinen MPP gibt. Die Abschaltung am Ende erfolgt wenn die Mindestspannung für 2 Minuten nicht mehr überschritten wird. Die Wandlereffizienz über den ganzen Tag liegt bei 93,75% - das finde ich okay für 'ne einfache StepUp-Stufe, die über 30A Dauerstrom kann. Da kommen viele kommerzielle Netzteile nicht dran.

Mit "multiphase" meine ich einen vergleichbaren Aufbau wie die StepDown-Wandler, die auf Mainboards die CPU-Spannung aus den 12V erzeugt. Statt einer einzigen Phase mit 200A sind das z.B. 4 Phasen mit je 50A (StepDown mit Synchrongleichrichtung), die zusätzlich phasenversetzt angesteuert werden. Keine Ahnung, obs auch PWM-Regler-ICs gibt, die mehrere StepUp-Stufen mit Synchrongleichrichtung und Phasenversatz ansteuern können.

Angehängte Dateien:
: Bearbeitet durch User
#8079700
Lesenswert?

Alexander schrieb:

Für das Projekt gibt's schon einen Thread. Beitrag "Re: ESP32-WROOM-32 Flash-Größe"

Danke Alexander für den Link, nun verstehe ich den Aufbau von Ben's MPPT Regler etwas besser.

Ben B. schrieb:

Hmmm sorry, aber da ist jetzt viel Quark dabei. Ich wollte eigentlich wissen ob ich hier einen Partner finde, der Lust drauf hat, mir evtl. bis zur Produktion einer Kleinserie zu helfen... und wollte hier eigentlich nicht die Funktion eines Solar-MPP-Trackers erklären.

Ich habe nie bezweifelt, dass Dein MPPT funktioniert. Trotzdem danke für Deine Erklärungen. Es ist nicht weiter schlimm, dass Du meinen letzten Beitrag als Quark bezeichnest. Es gibt jede Menge Möglichkeiten, einen MPPT Regler zu bauen - bessere und weniger geeignete.

Bitte entschuldige die späte Antwort auf Deine eigentliche Frage, die ich aufgrund fehlenden Schaltplans und der langwierigen Informationsbeschaffung durch die vielen Frage/Antwort Sessions hier nicht früher beantworten konnte.

Dein MPPTR hat ein tolles Web Interface, in das Du viel Arbeit investiert hast. Dein MPPTR Design hat aber noch jede Menge Luft nach oben. Ich würde das so nicht in eine Kleinserienproduktion bringen. Es ist trotz tollen Web Interfaces nicht mit vergleichbaren am Markt verfügbaren Systemen konkurrenzfähig, weder bei den Kosten, noch bei seiner eigentlichen Aufgabe, der MPPT Performance.

(Firma: Funkenflug Industries) #8079863
Lesenswert?

Jaja viel Luft nach oben. xD Wahrscheinlich so, daß es auch nachts 90% Leistung aus den Solarmodulen holt oder welche Luft nach oben meinst Du? Wenn Du konkrete Verbesserungsvorschläge hast, dann raus damit.

Irgendwie kommen mir Deine Beiträge immer mehr wie von einer KI geschrieben vor.

(Firma: Funkenflug Industries) #8079887
Lesenswert?

Nein, nur der allgemeine Stil und die enthaltenen Vorschläge, die alle viel besser sein sollen als das was ich habe, aber letztlich etwa gleichwertig sind.

Die Probleme, die ich ursprünglich mit den Aussetzern des Spannungswandlers (an der Stelle des Threads wohin Du verlinkt hast) und mit der Suche einer geeigneten Speicherspule hatte, existieren seit über einem Jahr nicht mehr.

Tatsache ist, mein Entwurf funktioniert deutlich besser als der China-Solarlader und der China-Solarlader wird kommerziell vermarktet. Aber mein Entwurf soll nicht konkurrenzfähig sein. Eigentlich hast Du Recht, kann keine KI sein, denn solche logischen Fehler traue ich der eher nicht zu, außer es wäre Absicht.

... aber er darf mir gerne Vorschläge machen, wie man die Performance meines MPP-Trackers deutlich über das steigert, was ich habe... so daß es "konkurrenzfähig" wird. Ich glaube, diesen Vorwurf müsste man eher dem China-Lader machen. Also ich sage mal mindestens 3..5% mehr Energie-Output über den Tag. Dann glaube ich, daß noch deutlich Luft nach oben wäre. Soll er doch mal zeigen, worauf er seine Einschätzung stützt - das fehlt irgendwie komplett.

: Bearbeitet durch User
#8079943
Lesenswert?

Ben B. schrieb:

Soll er doch mal zeigen, worauf er seine Einschätzung stützt - das fehlt irgendwie komplett.

Das kann ich leider nicht. Es liegt ja weder ein Schaltplan noch ein Code vor, über den man diskutieren könnte und ich bin kein Hellseher.

Die Grundlagen einer Einschätzung muss man Dir wie Würmer aus der Nase ziehen.

Nach gefühlt 100 Posts erbarmt sich Alex und nennt einen Beitrag, aus dem man sich mühsam und zwischen den Zeilen ein Bild über die verwendete HW machen muss.

Schliesslich stellt man dann fest, dass da alle üblichen Verdächtigen aus dem Arduino Basteluniversum verhaftet wurden und muss sich den Gedanken an

Oliver S. schrieb:

BastelWastel

verkneifen, um sachlich zu bleiben, und das auch nur um sich später vorwerfen zu lassen, man schreibe wie eine KI.

Ben B. schrieb:

Tatsache ist, mein Entwurf funktioniert deutlich besser als der China-Solarlader

Die KI analysiert, dass China der geeignete Zielmarkt ist.

Spaß beiseite Ben, Du hast jetzt so viele unabhängige Einschätzungen und Meinungen gehört, daß Du eine Entscheidung treffen kannst, wie Du weiter machen willst.

#8081502
Lesenswert?

Michael B. schrieb:

Die sind nämlich überraschend gut konstruiert. Profis eben.

Da liest man hier im Forum anderes.

Thomas R. schrieb:

Interessant, vor allem weil der Shelly Schrott jetzt mal ernsthaft betrachtet werden muß. Schneider wird sich keine Laus in den Pelz setzen wollen.

Das Grundkonzept von Shelly mag ja gut sein aber was ich vom "Innenleben" gesehen habe läßt einem die Haare zu Berge stehen. Isolationsabstände???

(Firma: Funkenflug Industries) #8081896
Lesenswert?

Das kann ich leider nicht. Es liegt ja weder ein Schaltplan noch ein Code vor, über den man diskutieren könnte und ich bin kein Hellseher.

Was willst Du mit dem Schaltplan oder mit dem Code? Es ging hier auch nicht in erster Linie um eine Optimierung oder Veröffentlichung des Designs, sondern was ich suche ist jemand, der aus der Praxis echte Erfahrung, Vorschläge, Ideen oder Möglichkeiten hat.

Die Grundlagen einer Einschätzung muss man Dir wie Würmer aus der Nase ziehen.

Weil die "Grundlagen", die Du Dir dafür wünschst, nicht in diesen Thread gehören - auch wenn ich mal wieder den Fehler gemacht habe, mich auf Design-Diskussionen einzulassen. Das hätte ich in diesem Forum hier wirklich besser wissen müssen. Wenn ich mir einen Vorwurf machen lassen muss, dann diesen.

["Arduino-Gebastel"]

Wenigstens könntest Du mir verraten, was an den verwendeten Teilen so außergewöhnlich schlecht ist. (Spoiler: Nein, kannst Du nicht, aber nicht weil Du nicht könntest). Oder wenn man die Arduino-IDE verwendet, weil man leider gerade keine übertriebene Lust hat, einen kompletten Webserver mit WiFi-Interface für irgend einen ARM/DSP zu schreiben - und dann Bauteile verwendet, für die es in der Arduino-IDE gute Dokumentationen und Bibliotheken gibt. Wenn ich da irgendwelche Exoten verwende und viel Zeit damit verschwende, diese zu integrieren, wird mir das genau so vorgeworfen.

Zweitens ist es doch klar, daß ein Lochraster-Prototyp immer nach Gebastel aussieht, vor allem wenn man halbwegs moderne Bauteile verwendet, die man nur im SMD-Gehäuse bekommt. Deswegen hatte ich ja überlegt, eine Platine zu zeichnen, damit sich das ändert - ein Aufwand, der aber eigentlich keinen Sinn macht wenn man nur ein einziges zweites Gerät davon baut. Kleiner Tip aus der Praxis, den ich geben kann: Dem Strom ist egal wie 'ne Platine aussieht.

Tatsache ist, mein Entwurf funktioniert deutlich besser als der China-Solarlader

Die KI analysiert, dass China der geeignete Zielmarkt ist.

Wenn man da auch nur eine einzige Sekunde ernsthaft drüber nachdenkt, kommt man zu dem Ergebnis, daß die Fertigung in Deutschland für einen Verkauf in China wirtschaftlich so ziemlich das Schlechteste ist, was man machen könnte und die Chinesen das sowieso nur plagiieren würden.

Spaß beiseite Ben, Du hast jetzt so viele unabhängige Einschätzungen und Meinungen gehört, daß Du eine Entscheidung treffen kannst, wie Du weiter machen willst.

Leider nicht, aus der realen Praxis war noch niemand da. Also niemand der eigene Designs - egal welche - bis zur Marktreife gebracht, produziert und vermarktet hat.

Wegen der Shellys, die die ich bislang verwendet habe, die funktionieren gut und zuverlässig. Mir ist noch keines explodiert oder komplett ausgefallen, ich habe lediglich eines, was angefangen hat, ungenau zu messen (Shelly Plus Plug S, Strommessung weicht ca 10% nach oben ab), fällt auf wenn man die Dinger gegeneinander testet oder im Verbund einsetzt. Warum keine Ahnung, weiß auch nicht ob man das Ding neu kalibrieren könnte, habe ich mich noch nicht weiter mit beschäftigt. Ist übrigens auch kein Thema dieses Threads bzw. wird mich in diesem Thread nicht weiterbringen - aber von mir aus können wir gerne einen neuen dazu aufmachen.

: Bearbeitet durch User
(Firma: Funkenflug Industries) #8082010
Lesenswert?

Platinen zeichnen kann ich, kann ich auch gut, mindestens eine davon ist auch bereits durch ein Prüflabor durchgegangen und hat gegen zwei Mitbewerber gewonnen. Also laber doch bitte keine Scheiße wenn Du sowieso nichts Brauchbares zum Thema beitragen möchtest. Oder von mir aus laber Scheiße wenn das Deine einzige erbärmlich Möglichkeit ist, Deinen Hass auf mich und Deine Welt irgendwo abzukippen und es Dir danach besser geht... ist mir egal weil das weiß ich besser.

Warum ich nicht unbedingt eine Platine zeichnen möchte beruht einfach darauf, daß mir das für ein einziges zweites Gerät als unnötig hoher Aufwand erscheint.

Außerdem eröffnet sich auch eine dritte Möglichkeit, ich "bastle" (hach ja, ihr liebt dieses Wort... lach) gerade an meinem Solarlader V2 weiter. Oder halt, ich sollte Mk2 schreiben, sonst wird einem hier ja wieder alles umgedreht. Sobald dessen Prototyp zufriedenstellend läuft, kann er den Mk1 Prototypen als Dauerleihgabe haben.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren