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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Open-Q 2100: System-on-Module im Briefmarkenformat


Autor: Christoph B. (birki2k)
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Wearables, wie etwa Smartwatches oder Aktivitätstracker, sind zunehmend auf dem Vormarsch in unseren Alltag. Die platzsparende Integration geeigneter Hardware in eigene Projekte gestaltet sich bisweilen aber noch schwierig. Intrinsyc stellt mit dem Open-Q 2100 ein Modul im passenden Format samt Entwicklungsbord vor, das sich auch gut für eigene Projekte nutzen lässt.

Seit der Einführung des Raspberry Pi sind bezahlbare Einplatinencomputer kaum mehr wegzudenken. Mittlerweile gibt es die kleinen Rechenmaschinen von zahlreichen Herstellern, vor Kurzem sind auch noch ASUS, Linaro und Huawei auf den Zug aufgesprungen.

Für Projekte im Miniaturformat sieht das Angebot jedoch deutlich bescheidener aus. Diese Lücke dürfte mit dem 31,5mm x 15mm kleinen Open-Q 2100 ein Stück weit geschlossen werden. Das Modul basiert auf dem Snapdragon Wear 2100, welcher über vier ARM Cortex A7 Kerne verfügt. Diese können mit bis zu 1,2 GHz betrieben werden. Weiter werden 512 MB RAM und 4 GB Flash bereitgestellt. Die Platine wird über zwei high-density Konnektoren auf die eigene Hardware aufgesteckt, dabei stehen zahlreiche GPIOs, USB 2.0, microSD, I2S und MIPI zur Verfügung.

Als drahtlose Kommunikationsschnittellen sind WLAN (802.11b/g/n) und Bluetooth 4.1 vorhanden, außerdem werden GPS, GLONASS und COMPASS unterstützt. Softwareseitig wird auf Android 7 Nougat gesetzt, Kompatibilität zu Android Wear sichert der Hersteller ebenfalls zu.

Die Kosten für ein Modul belaufen sich bei Vorbestellung im Webshop des Herstellers auf 75 $, für ein Development Kit werden 595 $ verlangt. Die Aktion für frühzeitige Bestellungen richtet sich derzeit an "Approved Customers" mit einer Verfügbarkeit ab dem 31. Mai. Ab welchem Datum die Module regulär erhältlich sind, ist noch nicht bekannt.


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Autor: Qwert (Gast)
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Keine Pinouts usw. online? Um einen Datashit, in dem sowieso sehr wenig 
steht, muss man sich registrieren?

Nein, danke!

Autor: Murmeltier (Gast)
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Für jedes Datenblatt muss man sich wieder neu registrieren.

Ich frage mich, wenn es schon so mühsam ist, an Datenblätter zu kommen, 
was muss ich alles tun um Angebote oder Support zu erhalten?

Autor: Matthias Machmal (matthiasm)
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Hmm schade, warum so teuer? Hab grad ein Projekt auf dem PI Zero W 
laufen und suche nach einer Alternative mit etwas mehr CPU Leistung. Die 
größeren PIs sind mir zu groß und außerdem stören die ganzen 
Peripherieanschlüsse.

Das Board wäre perfekt, nur sind 75USD leider viel zu viel... :/

Autor: Lothar (Gast)
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Matthias M. schrieb:
> Projekt auf dem PI Zero W
> laufen und suche nach einer Alternative mit etwas mehr CPU Leistung

RISC OS statt Raspbian verbrät 90% weniger CPU Leistung

Autor: Matthias Machmal (matthiasm)
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Lothar schrieb:
> RISC OS statt Raspbian verbrät 90% weniger CPU Leistung

Läuft darauf auch Python3?

Autor: Lothar (Gast)
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Matthias M. schrieb:
> Läuft darauf auch Python3

Das ist kein Linux also natürlich läuft da überhaupt kein Python :-)

Raspbian und Python zusammen verbraten ja die Leistung ...

Autor: Alex W. (a20q90)
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Lothar schrieb:
> Das ist kein Linux also natürlich läuft da überhaupt kein Python :-)

Und was kann man dann mit RiscOS auf dem RaPi machen?

Autor: olaf (Gast)
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> Snapdragon Wear 2100, welcher über vier ARM Cortex A7 Kerne verfügt. Diese > 
können mit bis zu 1,2 GHz betrieben werden. Weiter werden 512 MB RAM und 4 > GB 
Flash bereitgestellt.

Also das man glaubt sowas fuer einen Aktivitaetstracker zu brauchen 
bestaerkt mich in dem Glauben das der Entwicklernachwuchs immer 
unfaehiger und bloeder wird. Oder braucht man 3.5Kerne fuer die 
Google/NSA Ueberwachung?

Olaf

Autor: Stefan Us (stefanus)
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> Also das man glaubt sowas fuer einen Aktivitaetstracker zu brauchen
> bestaerkt mich in dem Glauben das der Entwicklernachwuchs immer
> unfaehiger und bloeder wird.

Genau das kam mir auch in den Sinn, als ich den EröffnungsPost gelesen 
hatte. Diese Entwickler können sich gar nicht vostellen, was "wir" 
damals mit unseren C64 (und ähnliche) angestellt haben.

> Softwareseitig wird auf Android 7 Nougat gesetzt

Großer Fehler, denn damit steht schon fest, dass man ausschließlich mit 
dem Google SDK entwicklen kann und ist funktional auf die Sachen 
beschränkt, die Google unterstützen möchte. Außerdem ändert sich das SDK 
viel zu schnell - es nervt nur noch.

Vor drei Jahren schrieb ich meine erste Android Anwendung. Sie 
beantwortete SMS mit dem text "Wo bist du?" mit einem Link zu Google 
Maps - ganz simple Sache. Das APK Paket war weniger als 100kB klein, 
also wirklich nix dolles.

Wenn ich genau die selbe Anwendung mit dem aktuellen SDK entwickle und 
mich dabei an Googles Regeln hate, komme ich nun auf über 10MB. Wegen 
diverser kompatibilitäts-Libs. Wenn ich die weg lasse, läuft die App nur 
auf einer bestimmten Android Version (4, 5, 6 oder 7).

10MB für so eine Pillepalle Anwendung! Da fragt man sich schon, was 
Google einem da alles an unerwünschten Code unterschiebt.

Ich habe keinen Bock mehr auf Android Entwicklung. Ist mir zu unheimlich 
geworden. Man hat es nicht mehr unter Kontrolle.

: Bearbeitet durch User
Autor: Lothar (Gast)
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Alex W. schrieb:
> Und was kann man dann mit RiscOS auf dem RaPi machen?

RiscOS pico ist ein Embedded OS (ohne Desktop) damit wird der Pi Zero 
(oder Compute Module) zur SPS oder im Single-Task zum Mikrocontroller. 
Es gibt auch sowas wie BASCOM mit Inline Assembler nur wesentlich 
schneller und echtzeitfähig (keine Glitches)

RiscOS (mit Desktop) dient dann zur Software-Entwicklung und als HMI. 
Kernel Build mit GCC oder ARM CC: da RiscOS das erste Betriebssystem von 
ARM selber war, gibt es ARM CC für 50 Pfund :-) Da im Maschinenbau aber 
Visual BASIC die Nr. 1 ist, werden auch die RiscOS APPs meist mit BASIC 
gemacht.

In den meisten Anwendungen die ich gesehen habe, wird das HMI aber ganz 
normal mit Windows oder Linux gemacht, nur die eigentliche Steuerung mit 
RiscOS

Stefan U. schrieb:
> Diese Entwickler können sich gar nicht vostellen, was "wir"
> damals mit unseren C64 (und ähnliche) angestellt haben

Dann mal den wirklichen C64 Nachfolger auf dem Pi ansehen: READY>

https://www.riscosopen.org/news/articles/2017/02/2...

Autor: Stefan Us (stefanus)
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> Da im Maschinenbau aber Visual BASIC die Nr. 1 ist

Echt? Und wir streiten uns um Arduino...

Autor: Lothar (Gast)
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Stefan U. schrieb:
>> Da im Maschinenbau aber Visual BASIC die Nr. 1 ist
>
> Echt? Und wir streiten uns um Arduino...

Zunächst mal wird Visual BASIC für HMI genutzt (auf einem Industrie-PC 
mit Touchscreen) und nicht für die eigentliche sichere Steuerung (auf 
einem Mikrocontroller bzw. auch Pi als Mikrocontroller). Wenn das HMI 
Latenz hat oder der PC abstürzt und neu gestartet werden muss ist das 
also völlig egal. Wobei man durchaus in Visual BASIC sauber 
programmieren kann: PyQt ist auch nicht eleganter oder sicherer. Zudem 
sieht das Ergebnis in Visual BASIC meist besser und bunter aus als mit 
PyQt das sieht immer so nach 1970 aus :-)

Arduino würde hingegen als "sichere Steuerung" (auf einem 
Mikrocontroller) laufen und das ist mit einer einzigen 
nicht-verifizierten Sensor-Library von irgendwem aus dem Internet 
unsicher und eventuell angreifbar. Daher bin ich gegen Arduino in der 
Industrie.

Autor: Alex W. (a20q90)
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Halt and catch fire

Autor: Christoph B. (birki2k)
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Matthias M. schrieb:
> Hmm schade, warum so teuer? Hab grad ein Projekt auf dem PI Zero W
> laufen und suche nach einer Alternative mit etwas mehr CPU Leistung.

Eventuell ist da der NanoPi NEO Air oder ein Orange Pi Zero (Plus 2) das 
passende. Letzteren gibt es je nach Ausführung zwischen 10 und 20€.

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