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Bildformate

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[Bearbeiten] Das Problem

Will man im Forum eine Antwort erhalten, dann sollte man es den anderen Forenteilnehmern so leicht wie möglich machen, sich die dazugehörigen Abbildungen anzusehen. Muss man die Dateien erst speichern oder gar ein Archiv entpacken und danach ein externes Programm benutzen, um die Dateien anzusehen, wird die Resonanz signifikant geringer sein, als hätte man einfach nur draufklicken müssen, um es gleich im Browser zu betrachen.

Desweiteren kommt es immer wieder dazu, daß sich Forenteilnehmer "im Format vergreifen". Da werden dann eigentlich kleine und mit wenig Farben ausgestattete Zeichnungen zu Dateimonstern von 1 MB und mehr. Das muss nicht sein, auch nicht im DSL-Zeitalter. Es gibt schon genug Datenmüll im Internet. Ausserdem sind immer noch eine gewisse Anzahl von Leuten per Modem im Internet unterwegs, an die sollte man auch ein klein wenig denken. Zu guter Letzt gilt "Klasse statt Masse".

[Bearbeiten] Vielleicht gar kein Bild?

Manchmal ist es angebracht, überhaupt nichts anzuhängen. Beispielsweise ist das oft der Fall bei Datenblättern: Statt die möglicherweise hundertste Version des Datenblattes heraufzuladen, wäre ein Link deutlich angebrachter. Einerseits sind damit etwaige rechtliche Probleme schnell ausgeräumt, andererseits stolpert ein Leser in einiger Zeit nicht über ein womöglich bereits veraltetes Dokument.

Für einen Leser kann es auch durchaus sinnvoll sein, zu wissen, woher ein Dokument stammt: etwa um weitergehende Recherche zu betreiben. Zumindest eine brauchbare Quellenangabe ist jedoch Pflicht, wenn schon Material von externen Seiten entnommen wird.


[Bearbeiten] Welches Format für welches Bild?

[Bearbeiten] Photos und Scans: JPG

Photos sollten im JPG-Format abgespeichert werden. JPG bzw. JPEG (Joint Picture Expert Group) ist ein speziell für Echtfarbgrafiken (True Color) entwickeltes Bildformat. Es ermöglicht die Speicherung von Photos in 24 Bit Farbauflösung bei relativ geringem Speicherverbrauch. So hat z. B. ein Bild einer 2 Megapixel Digitalkamera (1600x1200 Punkte) einen Speicherbedarf von 6 MB ohne Kompression. Mit JPG und mittlerer Kompressionseinstellung sind es nur noch ca. 500 kB. Die Bilder werden dabei jedoch verlustbehaftet komprimiert. Das heißt sowohl Farben als auch Strukturen werden nicht 100%ig genau abgespeichert, sondern mittels cleverer Mathematik soweit verarbeitet, dass speicherintensive Details rausfallen. Im Normalfall sieht man das nicht.

Da jedoch 2 Megapixel heute eher zum alten Eisen gehören haben viele Leute Kameras mit 5 Megapixel und mehr. Und da man ja auch auf Qualität bedacht ist, ist meist auch nur eine geringe Kompression der Bilder eingestellt (hohe Qualität, Superfein etc.).

Bitte solche Bilder nicht direkt im Forum posten.

Mit ein paar wenigen Handgriffen kann man die Bilder netztauglich machen. Dazu braucht man nur ein normales, kostenloses Bildbearbeitungsprogramm wie z. B. Irfanview oder GIMP.

  • Kompression erhöhen, einstellbar in den Speicheroptionen für JPG; 30% ist ein guter Kompromiss aus Qualität und Kompression
  • Bildauschnitt auf das Wesentliche konzentrieren; ein kleiner IC der nur 1/10 der Bildfläche einnimmt, ist etwas "verloren"
  • Auflösung reduzieren; niemand braucht 1600x1200 für die Art der hier geposteten Bilder; 800x600 oder weniger ist oft ausreichend
  • Beim Fotografieren von ICs und Leiterplatten den Macromodus verwenden (meist ein Blumensymbol), damit werden kleine, nahe Objekte scharf abgebildet.
  • Auf die Bildschärfe achten, völlig verwaschene Schatten nützen niemanden etwas
  • Platinen kann man sehr gut mit einem Scanner abbilden

[Bearbeiten] Technische Zeichnungen: PNG

Zu Technischen Zeichnungen gehören

  • Schaltpläne
  • Layouts
  • Mechanische Zeichungen
  • Screenshot

Wesentliche Merkmale dieser Zeichungen sind

  • relativ wenig Farben
  • feine Strukturen (Linien, Leiterbahnen)

Werden solche Zeichnungen nun als JPG gespeichert kommt es zu sogenannten Kompressionsartefakten (verwaschene Kanten, "Pickel" in gleichmässigen Flächen, unscharfe Texte). Der Kompressionsalgorithmus von JPG ist darauf spezialisiert kleine Details "wegzuwischen", um Speicher zu sparen. Das ist aber gerade hier kontraproduktiv! Technische Zeichnungen brauchen Details! Ausserdem wird das Bild bei JPG immer mit 24 Bit Farbtiefe verarbeitet. Das ist Platzverschwendung, die meisten Technischen Zeichnungen kommen mit 16 oder 256 Farben bequem aus.

Deshalb speichert man Technische Zeichnungen sinnvollerweise nur im PNG-Format (Portable Network Graphic). PNG ist die Weiterentwicklung von GIF (Graphic Interchange Format), welches ursprünglich von der Firma Compuserve als erstes Format für Netzwerkgrafiken entwickelt wurde. PNG komprimiert Bilder verlustfrei, d.h. das Bild wird 1:1 in Struktur und Farbe gespeichert. GIF kann dagegen nur 256 Farben speichern, die Struktur bleibt aber auch 1:1 erhalten. Für animierte GIFs gibt es bis jetzt keine verbreitete Alternative. Obwohl der Patentschutz von GIF mittlerweile abgelaufen ist, sollte man GIF nicht mehr verwenden, weil

  • PNG beliebige Farbtiefen von 1..24 Bit unterstützt (GIF nur 8 Bit)
  • die Kompression von PNG geringfügig besser ist als GIF

[Bearbeiten] Universalformat PDF

Das Format PDF wurde vor langer Zeit von der Firma Adobe entwickelt und hat sich schon lange als Defactostandard etabliert. Es ist auf allen gängigen Betriebsystemen lesbar. Es ist realiv kompakt (kleine Dateigrössen) und kann sowohl JPG, PNG als auch vektorbasierte Grafiken enthalten. Viele Programme bieten sowohl direkt einen Export als PDF an, oder man kann mittels Software ein PDF "drucken", sprich anstatt eines echten Druckers, welcher Papier ausspuckt, wird eine PDF-Datei erzeugt.

[Bearbeiten] Export mit CAD-Programmen

[Bearbeiten] Eagle

Das weit verbreitete Schaltplan- und Layoutprogramm EAGLE bietet direkt die Möglichkeit, Schaltpläne und Layouts als PNG-Bild zu exportieren (Menu File->Export->Image). Aber bitte nicht die Auflösung zu hoch einstellen! Die Voreinstellung von 150 dpi ist meist optimal für Schaltpläne. Layouts sind manchmal in 300dpi sinnvoll. Vorsicht! Es gibt einen kleinen Bug. Wenn man in der erscheinenden Dateiauswahlbox auf *.png umstellt, muss man auch einen Dateinamen mit .png Endung hinschreiben, sonst springt Eagle wieder zurück auf BMP Format!

Ab Version 5 kann Eagle auch als PDF-Datei exportieren (man findet diese Option allerdings nicht im Datei->Exportieren...-Menü, sondern unter Datei->Drucken). Das hat den Vorteil, dass eine echte Vektorgrafik exportiert wird. Somit kann man beliebig zoomen, und die Datei ist sehr klein.

[Bearbeiten] Formate die man meiden sollte

[Bearbeiten] Nie wieder BMP!

Das Format BMP sollte man gänzlich meiden! Es ist ein unkomprimiertes oder RLE-komprimiertes Format und die Dateien sind riesig!

[Bearbeiten] TIFF

Dieses Format wird nicht von allen Browsern direkt unterstützt.

[Bearbeiten] Proprietäre Formate

Formate, die nicht ohne Zusatzsoftware betrachtet werden können. Dazu gehören z. B. Schaltpläne/Layouts im Eagle-Format (.sch/.brd) oder Schaltpläne im LTSpice-Format (.asc).

[Bearbeiten] Mehrere Dateien zusammenfassen

Weder PNG, noch GIF, noch JPG kann man sinnvoll mit ZIP, RAR und welchem Packer auch immer weiter verkleinern, denn all diese Formate sind schon komprimiert! Einzig dann, wenn man mehrere Bilder hochladen und den Thread übersichtlich halten möchte, kann der Einsatz eines Packprogramms sinnvoll sein, um einfach mehrere Dateien zu einem Archiv zusammenzufassen. Dabei sollte man nur das ZIP-Format verwenden. Diese lassen sich unter so gut wie allen aktuellen Betriebssystemen mit Bordmitteln öffnen. RAR und andere Formate mögen zwar vielleicht ein paar Prozente kleiner packen, aber es ist nervig, wenn man sich erst noch ein Programm zum Auspacken suchen muss.

[Bearbeiten] Zusammenfassung

  • Photos, Scans : JPG mit ca. 40% bis 70% Kompression
  • Technische Zeichnungen und Screenshots : PNG
  • PDF ist universell für nahezu alles geeignet
  • Mehrere Dateien zusammenfassen: ZIP

[Bearbeiten] Hall of Shame

(Leider wurden die Bilddateien von den Moderatoren nachträglich modifiziert/verkleinert)

  • [1] Screenshots als BMP! für ein paar Zeilen Code, aber wenigstens mit ZIP komprimiert,
  • [2] Bild viel zu hoch aufgelöst, 180MB
  • [3] Saumässiger Scan trotz hoher Auflösung, wahrscheinlich als BMP in PDF gedruckt, 541 MB
  • [4] Bild viel zu hoch aufgelöst, 802
  • [5] Bild viel zu hoch aufgelöst, 451 MB
  • [6] Total unscharf und viel zu hoch aufgelöst, 117MB
  • [7] Total unscharf und viel zu hoch aufgelöst, 325MB
  • [8] Total unscharf, 330MB
  • [9] Brille Fielmann?, 347MB
  • [10] Bild viel zu hoch aufgelöst, 700MB
  • [11] Ein Screenshot, der leider ins Knie ging, 318MB
  • [12] Vier viel zu hochaufgelöste Bilder von Bastelkram, 1254 MB
  • [13] Total unscharf und viel zu hoch aufgelöst, 228 MB
  • [14] Viel zu hoch aufgelöst, 1273 MB
  • [15] Unscharf und viel zu hoch aufgelöst, 680MB
  • [16] Viel zu hoch aufgelöst, 698 MB
  • [17] Vollkommen unscharf
  • [18] Viel zu hoch aufgelöst und teilweise unscharf durch Blitzlicht, 800MB
  • [19] Viel zu hoch aufgelöst, 1832MB
  • [20] Viel zu hoch aufgelöst, 2439MB
  • [21] Viel zu hoch aufgelöst, 315 MB
  • [22] Ausnahmefall, sollte besser auf einem anderen Server gespeichert werden und nur ein Link geposter werden, 13649MB
  • [23] Viel zu hoch aufgelöst, 902 MB
  • [24] Viel zu hoch aufgelöst, 894MB
  • [25] Viel zu hoch aufgelöst, 2874MB
  • [26] Noch so ein toller "Screenshot", 174MB
  • [27] Viel zuviel unwichtiges Drumherum, 64MB
  • [28] Viel zu hoch aufgelöst, 70MB
  • [29] Was ist das?

Summe des Datentransfermülls: 32,3 GB! Das hätte man locker mit 1/10 und weniger schaffen können.

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