Hantek Protokoll

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Die DSOs der Hantek Serie DSO5xxxB (DSO5202B/BM/BMV, DSO5102B/BM/BMV, DSO5062B/BM/BMV, auch Tekway DST1202B, DST1102B, DST1062B, Protek 3210, 3110, Voltcraft DSO-3062C oder Hantek Handhelds DSO1202B/BV, DSO1102B/BV, DSO1062B/BV) haben eine USB-Schnittstelle zur Kommunikation mit einem PC. Hantek verwenden dabei ein proprietäres USB-Protokoll (bDeviceClass = 255, Vendor Specific Class). Diese Seite dokumentiert das Protokoll, soweit bekannt.

Das ist nötig, denn seit Jahren verspricht Hantek ein Windows-SDK, liefert aber nicht und die mitgelieferte Windows-Software TTScope ist ein Witz. Für Linux sollte man von Hantek absolut gar nichts erwarten. Hantek hat nie für ihre Produkte ein Linux-SDK bereitgestellt. Obwohl zum Beispiel die DSOs Linux als Betriebssystem verwenden[1].

Einleitung[Bearbeiten]

Die USB- und Protokoll-Implementierung sind ziemlich vermurkst. DSOs sind alleine über die USB VID:PID 049f:505a[2] und die Bus- und Deviceadresse auf dem USB-Bus identifizierbar. Beim Betrieb mehrerer DSO5xxxBs an einem PC kann man diese nicht über ihre Seriennummer unterscheiden, da Hantek die nicht im USB-Descriptor angibt (iSerial ist 0).

Die Quelle des Unheils ist das von MIZI Research geschriebene Samsung S3C2410 SMDK. Es enthält den USB Char-Treiber (usb-char.c, Linux 2.4.18), den Hantek daraus übernommen hat und der die VID:PID 049f:505a benutzt. Das DSO basiert zwar auf einem neueren Kernel (2.6.13), doch wurde der Treiber vom Vorgängermodell Tekway DST1000 (nicht B!) übernommen.

Anscheinend wird bei den DSO5xxxBM/BMV-Modellen (Linux 2.6.30.4) ein anderer "serial gadget" Treiber benutzt. Ob dies eine Verbesserung ist, ist z.Zt. nicht bekannt.

Ein weiterer Effekt dieses Treibers ist, dass sich das DSO beim Booten kurz mit einer anderen VID:PID am Bus meldet. Der Bootloader (vivi) benutzt einen SoC Monitor, wie im Samsung S3C2440 SMDK (u2440mon), der sich beim Booten mit eigener VID:PID auf der USB-Schnittstelle meldet und wieder verabschiedet. Dies mag zwar sehr nützlich sein für Hacks, Backup o.Ä., allerdings verursacht die VID:PID-Änderung hin und wieder BSOD beim Win64 PCs.

Das Protokoll verwendet USB Bulk-Transfers, Bulk-Out Endpunkt 0x01, Bulk-In Endpunkt 0x82, maximal 64 Bytes pro USB Bulk-Paket.

Über den USB Bulk-Paketen liegt direkt Hanteks DSO-Protokoll. Es ist Anfrage/Antwort orientiert. Das heißt, der USB Host (PC) sendet eine Anfrage und erhält eine oder mehrere Antworten. Das Protokoll kann daher synchron, in einem einzigen Thread, implementiert werden, obwohl Hantek angeblich in TTScope separate Sende- und Empfangsthreads verwendet. Meldungen des Hantek DSO-Protokolls können länger als 64 Bytes sein. Sie werden entsprechend auf mehrere Bulk-Pakete aufgeteilt[3].

Grundsätzlicher Aufbau[Bearbeiten]

Meldungen von und zu den DSOs sind wie folgt aufgebaut. Der Grundaufbau ist immer gleich, je nach Meldung können ein paar Teile fehlen:

Markierung
0x43 oder 0x53
Länge Kommando Datenbytes Prüfsumme
LSB MSB
Markierung
0x43 oder 0x53
Länge Kommando Subkommando Datenbytes Prüfsumme
LSB MSB
Markierung
0x43 oder 0x53
Länge Kommando Subkommando Prüfsumme
LSB MSB
Markierung
0x43 oder 0x53
Länge Kommando Prüfsumme
LSB MSB

Das Meldungsformat ist identisch für Anfragen und Antworten. Jede Meldung beginnt mit einem Markierungsbyte. Es gibt zwei unterschiedliche Markierungen:

0x53
Normale Meldung
0x43
Debugging Meldung

Dem Markierungsbyte folgen zwei Bytes mit einer Längenangabe, LSB zuerst. Das Längenwort enthält die Gesamtlänge minus 3. D.h. es gibt die Restlänge der Meldung nach dem Längenwort an, also ausschließlich der Markierung und des Längenworts, aber einschließlich der Prüfsumme.

Dem Längenwort folgt das Kommando-Byte. Es bezeichnet das gewünschte Kommando, siehe 0x53 Normale Meldungen. Ein gesetztes höchstes, siebtes Bit bedeutet, es handelt sich um eine Antwort. Somit gibt es in Richtung PC --> DSO nur Kommando-Bytes mit Werten kleiner 0x80und in Richtung DSO --> PC nur Kommando-Bytes wimt Werten größer-gleich 0x80.

Dem Kommando-Byte folgen kommando-spezifische Datenbytes. Manche Kommandos verwenden das erste Datenbyte als ein Unterkommando-Byte. Die Anzahl der Datenbytes kann Null sein.

Den Datenbytes, sofern vorhanden, folgt eine primitive Prüfsumme. Es ist die dümmster Art eine Prüfsumme zu berechnen. Es werden alle Bytes der Meldung aufsummiert und das LSB der Summe als Prüfsumme verwendet.

0x53 Normale Meldungen[Bearbeiten]

Die meisten 0x53 Meldungen werden von der PC Software TTScope benutzt. Allerdings ist nicht immer klar wie und warum und ob TTScope sie richtig verwendet.

0x00 Echo[Bearbeiten]

Alle Datenbytes in der Anfrage werden einfach unverändert zurückgesendet.

0x01 DSO Einstellungen lesen[Bearbeiten]

Die Anfrage:

0x53 0x02 0x00 0x01 0x56

Man erhält einen langen Datensatz, in dem die aktuellen Einstellungen (SYSData) des DSO binär-kodiert sind.

0x53 Länge 0x81 SYSData Prüfsumme
LSB MSB

Die detaillierten Informationen zur SYSData findet man hier http://www.mikrocontroller.net/articles/Datei:SysDATA_v1.0.zip

Um sicherstellen, dass man den SYSData Datensatz richtig dekodiert, ist es empfehlenswert die /protocol.inf des jeweiligen DSOs direkt nach dem Verbindungsaufbau einzulesen (siehe Datei_lesen).

Sollte die protocol.inf auf dem DSO nicht lesbar/vorhanden ist die Antwort leer. D.h. sie enthält kein Datenbyte:

0x53 0x02 0x00 0x81 0xD6

Durch unterschiedliche Kombinationen aus Software-Updates und ursprünglicher Software-Version kann es auch passieren, dass die protocol.inf falsch ist. Eventuell bietet es sich daher an, in einer Steuersoftware auf die protocol.inf zu verzichten.

0x02 Sample-Daten lesen[Bearbeiten]

Die Sample-Daten können nur von beiden Kanälen (ch1 und/oder ch2) abgerufen werden. Die REF, MATH, FFT Daten können nicht abgerufen werden. Das wird wohl einer der Gründe sein, warum die PC Software TTScope, je nach Glück und aktuelle Einstellungen, bei "PowerSpectrum" oder "WaveTabulator" nur Unsinn statt echten FFT Daten zeigt.

Die Anfrage:

0x53 0x04 0x00 0x02 0x01 0x00 für CH1 oder 0x01 für CH2 Prüfsumme

Das DSO antwortet mit mindestens drei und maximal 202 Paketen, wobei das erste Paket (mit Subkommando 0) die gesamte zu erwartende Länge der Sample-Daten beschreibt, das zweite Paket (mit Subkommando 1) beinhaltet eine Kanalnummer und die Sample-Daten selber. Sollten die Sample-Daten länger als 10000 Bytes sein, werden ein oder mehrere weitere Pakete (mit Subkommando 1) gesendet, solange bis die gesamten Sample-Daten gesendet sind. Zum Abschluss wird noch ein Paket gesendet (mit Subkommando 2). Es markiert das Ende der Übertragung.

Hier ein Beispiel für sehr wenige Daten (600 Byte Sample-Daten) vom DSO5xxxB (DSO-Einstellungen: 4ns/DIV, 4kpoint):

0x53 0x06 0x00 0x82 0x00 Sample-Daten Länge (3 Byte) Prüfsumme
0x53 0x5c 0x02 0x82 0x01 CHn + 0x..0x.. (600 Byte Sample-Daten) Prüfsumme
0x53 0x04 0x00 0x82 0x02 CHn (0x00 für CH1 oder 0x01 für CH2) Prüfsumme

Hier ein Beispiel für sehr viele Daten (150 Pakete mit je 10000 Bytes Sample-Daten) vom DSO1202BV mit 2Mpoint (DSO-Einstellungen: 2ms/DIV, 2Mpoint):

0x53 0x06 0x00 0x82 0x00 Sample-Daten Länge (3 Byte) Prüfsumme
0x53 0x14 0x27 0x82 0x01 CHn + 0x..0x.. (10000 Byte Sample-Daten) Prüfsumme
148 weitere Pakete mit Subkommando 1 und CHn + Sample-Daten
0x53 0x14 0x27 0x82 0x01 CHn + 0x..0x.. (10000 Byte Sample-Daten) Prüfsumme
0x53 0x04 0x00 0x82 0x02 CHn (0x00 für CH1 oder 0x01 für CH2) Prüfsumme

Sollte bei der Übertragung ein Fehler auftreten, wird ein spezielles Paket versendet, damit der PC nicht unnötig auf die Daten wartet, Subkommando 0x03.

Sollten keine Sample-Daten vorhanden sein (DSO im STOP-Modus) wird ebenfalls ein Fehler mit dem Subkommando 0x03 gemeldet.

0x53 0x04 0x00 0x82 0x03 CHn (0x00 für CH1 oder 0x01 für CH2) Prüfsumme

Da die Sample-Daten keine Informationen über die aktuelle DSO-Einstellung (Kanäle, Volt/DIV) und Zeitbasis) beinhalten, muss eine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden, um die Sample-Daten zu verstehen und Datenkonsistenz zu gewährleisten:

0x53 Kommando Funktion
0x12 Bedienfeld sperren
0x01 DSO Einstellungen lesen
0x12 Bedienfeld entsperren
0x02 Sample-Daten lesen
0x00 oder 0x01 als "idle" und parallel die Daten auf dem PC verarbeiten/benutzen

Sollten beide Kanäle eingelesen werden, kann dies direkt nacheinander erfolgen:

0x53 Kommando Funktion
0x12 Bedienfeld sperren
0x01 DSO Einstellungen lesen
0x12 Bedienfeld entsperren
0x02 CH1 Sample-Daten lesen
0x02 CH2 Sample-Daten lesen
0x00 oder 0x01 als "idle" und parallel die Daten auf dem PC verarbeiten/benutzen

Ursprünglich (bei dem Tekway DST1000 [4] DSOs mit 2.5kpoint Speicher) war vorgesehen das Bedienfeld auch während der Datenübertragung zu sperren. Dies ist bei den aktuellen DSOs nicht empfehlenswert, da die Datenmengen deutlich höher sind (und dadurch die Übertragungszeit) als bei den ersten Tekway DSOs.

Die Sample-Daten sind vorverarbeitete Daten aus dem Bildspeicher, die Werte beziehen sich auf 10DIV Vertikal (-127 bis +127) und 20DIV Horizontal.

Falls die Window-Timebase kleiner ist als die Main-Timebase wird nur ein sichtbaren Teil der Daten übertragen, siehe [1]

0x10 Datei lesen[Bearbeiten]

Diese Funktion kann zwar benutzt werden um eine beliebige Datei auf dem DSO zu lesen, ist aber Primär dazu gedacht um die protokol.inf (siehe DSO_Einstellungen_lesen) und keyprotocol.inf (siehe Tastendruck_auslösen) von dem DSO zu lesen.

Die Anfrage enthält den vollständigen Dateipfad.

0x53 Länge 0x10 0x00 Dateipfad Prüfsumme
LSB MSB

Die Antwort verwendet zwei Unterkommando-Bytes

0x01: Daten
0x02: Prüfsumme über alle Daten

Da eine Antwort nur knapp 64KB enthalten kann, werden eventuell mehrere Antworten mit dem Unterkommando-Byte 0x01 gesendet. Ein Unterkommando-Byte 0x02 markiert das Ende der Dateiübertragung und enthält gleichzeitig eine Prüfsumme über alle Bytes der Datei.

0x53 Länge 0x90 0x01 Dateiinhalt Prüfsumme
LSB MSB
...
0x53 0x04 0x00 0x90 0x02 Dateiprüfsumme (1 Byte) Prüfsumme


0x11 DSO Einstellungen schreiben[Bearbeiten]

Um die DSO-Einstellungen per Remotezugriff zu verändern muss ein spezieller Datensatz mit den binärkodierten Einstellungen gesendet werden.

0x53 Länge 0x11 SYSData Prüfsumme
LSB MSB

Die Beschreibung von SYSData siehe 0x01 DSO Einstellungen lesen

Die Antwort beinhaltet eine Statusmeldung

ST = 0 - DSO Einstellung änderung erfolgreich
ST = XX - Ein Fehler "XX" ist aufgetreten
0x53 0x03 0x00 0x91 0x.. ST Prüfsumme


0x12 DSO Start/Stop - Bedienfeld sperren/freischalten[Bearbeiten]

Erlaubt es, das DSO-Bedienfeld zu sperren oder zu entsperren und die DSO Akquisition starten/stoppen.

DSO Akquisition stoppen

0x53 0x04 0x00 0x12 0x00 0x01 Prüfsumme 0x6A

DSO Akquisition starten

0x53 0x04 0x00 0x12 0x00 0x00 Prüfsumme 0x69

In der Antwort enthält man jeweils die gesendeten Datenbytes zurück:

0x53 0x04 0x00 0x92 0x00 0x01 oder 0x00 Prüfsumme

Soweit bekannt verursacht die "DSO Akquisition start/stop" Funktion genau die selber (interne) Aktion wie die Start/Stop Taste auf dem Bedienfeld. Allerdings scheint diese Funkton Fehler zu haben.

Bedienfeld sperren

0x53 0x04 0x00 0x12 0x01 0x01 Prüfsumme 0x6B

Bedienfeld entsperren

0x53 0x04 0x00 0x12 0x01 0x00 Prüfsumme 0x6A

Ist dass Bedienfeld gesperrt, erscheint ein roter Schlüssel in der oberen Statusleiste auf dem DSO-Bildschirm und die Bedienelemente haben keine Funktion mehr.

In der Antwort enthält man jeweils die gesendeten Datenbytes zurück:

0x53 0x04 0x00 0x92 0x01 0x01 oder 0x00 Prüfsumme


0x13 Tastendruck auslösen[Bearbeiten]

Erlaubt es das Drücken fast aller DSO-Tasten zu simulieren. Die gewünschte Taste wird durch jeweils zwei Datenbytes ausgewählt:

0x53 0x04 0x00 0x13 0x.. 0x.. Prüfsumme

Das erste Byte ist der eigentliche Tastencode, das zweite Byte die Anzahl der zu simulierenden Tastendrücke der Taste (Aussage Hantek). Anscheinend wird unabhängig von der Anzahl der angegebenen Tastendrücke dennoch nur einmal gedrückt. Es ergibt also wenig Sinn eine andere Anzahl als 0x01 zu senden.

Für die Hantek DSO5xxxB/BM/BMV, Tekway DST1xxxB und Voltcraft DSO-3062C DSOs gelten folgende Tastencodes:

0x00 0x01 - F0 Taste
0x01 0x01 - F1 Taste
0x02 0x01 - F2 Taste
0x03 0x01 - F3 Taste
0x04 0x01 - F4 Taste
0x05 0x01 - F5 Taste
0x06 0x01 - F6 Taste
0x07 0x01 - F7 Taste
0x08 0x01 - V0 links drehen
0x09 0x01 - V0 rechts drehen
0x0A 0x01 - V0 drücken
0x0B 0x01 - Save/Recall Taste
0x0C 0x01 - Measure Taste
0x0D 0x01 - Acquire Taste
0x0E 0x01 - Utility Taste
0x0F 0x01 - Cursor Taste
0x10 0x01 - Display Taste
0x11 0x01 - Autoset Taste
0x12 0x01 - Single Seq Taste
0x13 0x01 - Run/Stop Taste
0x14 0x01 - Help Taste
0x15 0x01 - Default Setup Taste
0x16 0x01 - Save to USB Taste
0x17 0x01 - Math Menu Taste
0x18 0x01 - CH1 Menu Taste
0x19 0x01 - CH1 Position links drehen
0x1A 0x01 - CH1 Position rechts drehen
0x1B 0x01 - CH1 Position drücken
0x1C 0x01 - CH1 Volts/Div links drehen
0x1D 0x01 - Ch1 Volts/Div rechts drehen
0x1E 0x01 - CH2 Menu Taste
0x1F 0x01 - CH2 Position links drehen
0x20 0x01 - CH2 Position rechts drehen
0x21 0x01 - CH2 Position drücken
0x22 0x01 - CH2 Volts/Div links drehen
0x23 0x01 - Ch2 Volts/Div rechts drehen
0x24 0x01 - Horz Menu Taste
0x25 0x01 - Horizontal Position rechts drehen
0x26 0x01 - Horizontal Position links drehen
0x27 0x01 - Horizontal Position drücken
0x28 0x01 - Horizontal Sec/Div links drehen
0x29 0x01 - Horizontal Sec/Div rechts drehen
0x2A 0x01 - Trig Menu Taste
0x2B 0x01 - Trigger Level links drehen
0x2C 0x01 - Trigger Level rechts drehen
0x2D 0x01 - Trigger Level drücken
0x2E 0x01 - Set to 50% Taste
0x2F 0x01 - Force Trig Taste
0x30 0x01 - Probe Check Taste

Für die Hantek Handheld DSO1xxxB/BV DSOs gelten folgende Tastencodes:

0x00 0x01 - Fx NULL Taste
0x01 0x01 - Menu An/Aus
0x02 0x01 - F1 Taste
0x03 0x01 - F2 Taste
0x04 0x01 - F3 Taste
0x05 0x01 - F4 Taste
0x06 0x01 - F5 Taste
0x07 0x01 - DMM V
0x08 0x01 - DMM A
0x09 0x01 - DMM Ohm
0x0A 0x01 - DMM Diode
0x0B 0x01 - DMM Durchgangsprüfer
0x0C 0x01 - DMM Kapazität
0x0D 0x01 - DMM/DSO umschaltung
0x0E 0x01 - Save/Recall Taste
0x0F 0x01 - Measure Taste
0x10 0x01 - Utility Taste
0x11 0x01 - Cursor Taste
0x12 0x01 - CH1 Menu Taste
0x13 0x01 - Math Menu Taste
0x14 0x01 - CH2 Menu Taste
0x15 0x01 - Default Setup Taste
0x16 0x01 - Save to USB Taste
0x17 0x01 - Math Menu Taste
0x18 0x01 - CH1 Volts/Div +
0x19 0x01 - CH1 Volts/Div -
0x1A 0x01 - CH1 Position +
0x1B 0x01 - CH1 Position -
0x1C 0x01 - CH2 Position +
0x1D 0x01 - CH2 Position -
0x1E 0x01 - CH2 Volts/Div +
0x1F 0x01 - CH2 Volts/Div -
0x20 0x01 - Horizontal Sec/Div -
0x21 0x01 - Horizontal Sec/Div +
0x22 0x01 - Horizontal Position +
0x23 0x01 - Horizontal Position -
0x24 0x01 - Trigger Level +
0x25 0x01 - Trigger Level -
0x26 0x01 - Run/Stop Taste
0x27 0x01 - Autoset Taste
0x28 0x01 - Multifunktion Zero
0x29 0x01 - Multifunktion nach oben
0x2A 0x01 - Multifunktion nach unten
0x2B 0x01 - Multifunktion nach links
0x2C 0x01 - Multifunktion nach rechts

Um die richtige Zuordnung Taste - Tastencode zu erhalten, kann man vom jeweiligen DSO die Datei /keyprotocol.inf lesen. So sie den exisitiert und die richtigen Informationen für das jeweilige DSO-Modell enthält (siehe Datei lesen)

Die Datei keyprotocol.inf ist wie folgt aufgebaut:

  • In der erster Zeile steht die Anzahl aller Keycodes
  • Die zweite Zeile markiert den Anfang der Liste
  • In den nächsten Zeilen folgen die Tastenkommandos (Namen und Anzahl der Bytes des jeweiligen Tastencodes, nicht etwa der Tastencode selber, das würde ja Sinn ergeben ...)
  • Die letzte Zeile markiert das Ende der Liste.
  • Die jeweilige Zeilennummer minus 1 nach der [START]-Marke entspricht dem Tastenkode

Hier die keyprotocol.inf von einem Hantek DSO5202B

[TOTAL]  49
[START]
[FN-0-KEY] 1
[FN-1-KEY] 1
[FN-2-KEY] 1
[FN-3-KEY] 1
[FN-4-KEY] 1
[FN-5-KEY] 1
[FN-6-KEY] 1
[FN-7-KEY] 1
[FN-MLEFT-KEY] 1
[FN-MRIGHT-KEY] 1
[FN-MZERO-KEY] 1
[MENU-SR-KEY] 1
[MENU-MEASURE-KEY] 1
[MENU-ACQUIRE-KEY] 1
[MENU-UTILITY-KEY] 1
[MENU-CURSOR-KEY] 1
[MENU-DISPLAY-KEY] 1
[CT-AUTOSET-KEY]  1
[CT-SINGLESEQ-KEY] 1
[CT-RS-KEY] 1
[CT-HELP-KEY] 1
[CT-DS-KEY] 1
[CT-STU-KEY] 1
[VT-MATH-MENU-KEY] 1
[VT-CH1-MENU-KEY] 1
[VT-CH1-PSUB-KEY] 1
[VT-CH1-PADD-KEY] 1
[VT-CH1-PZERO-KEY] 1
[VT-CH1-VBSUB-KEY] 1
[VT-CH1-VBADD-KEY] 1
[VT-CH2-MENU-KEY] 1
[VT-CH2-PSUB-KEY] 1
[VT-CH2-PADD-KEY] 1
[VT-CH2-PZERO-KEY] 1
[VT-CH2-VBSUB-KEY] 1
[VT-CH2-VBADD-KEY] 1
[HZ-MENU-KEY] 1
[HZ-PSUB-KEY] 1
[HZ-PADD-KEY] 1
[HZ-PZERO-KEY] 1
[HZ-TBSUB-KEY] 1
[HZ-TBADD-KEY] 1
[TG-MENU-KEY] 1
[TG-PSUB-KEY] 1
[TG-PADD-KEY] 1
[TG-PZERO-KEY] 1
[TG-PHALF-KEY] 1
[TG-FORCE-KEY] 1
[TG-PROBECHECK-KEY] 1
[END]

Die Antwort zu einem Tastenkommando enthält ein Datenbyte, welches das selektierte Menü bezeichnet (Menü-ID), bevor der Tastendruck simuliert wurde. Das Menü muss nicht notwendigerweise angezeigt sein. Auch wenn es ausgeblendet ist, enthält die Antwort ein entsprechendes Datenbyte. Das jenes Menüs, welches angezeigt worden wäre, wenn es nicht ausgeblendet wäre.

0x53 0x03 0x00 0x93 0x.. Prüfsumme

Siehe Hantek Protokoll/Menü-IDs für eine Liste der Menü-IDs.

0x14 Systemzeit setzen[Bearbeiten]

Erlaubt es Datum und Zeit des DSOs zu setzen.

0x53 0x09 0x00 0x14 Datenbytes (YYMDHMS) Prüfsumme

Die Anfrage enthält sieben Datenbytes:

Byte 0: Jahr (LSB)   \_ Nicht kleiner als 2009
Byte 1: Jahr (MSB)   /
Byte 2: Monat (1 ... 12)
Byte 3: Tag (1 ... 31)
Byte 4: Stunde (0 ... 23)
Byte 5: Minute (0 ... 59)
Byte 6: Sekunde (0 ... 59)

Die Antwort ist leer. D.h. sie enthält kein Datenbyte.

0x53 0x02 0x00 0x94 Prüfsumme


0x20 Bildschirm-Snapshot[Bearbeiten]

Nach dem Empfangen des Befehls für einen Bildschirm-Snapshot, sendet das DSO die reinen Bilddaten ohne Angabe von Größe oder Farbpalette. Es werden in mehreren Meldungen insgesamt 384.000 Bytes Bilddaten übertragen, das entspricht 800 x 480 Pixel.

Vom PC sendet man ein Anfrage-Kommando ohne Datenbytes:

0x53 0x02 0x00 0x20 0x75

Das DSO antwortet mit 37 Paketen zu je 10.208 Bytes Bilddaten, Subkommando 0x01. Die 38. Antwort ist etwas kürzer, das DSO antwortet mit einem Paket zu 6.304 Bytes Bilddaten. Den Daten folgt zum Abschluss eine Antwort mit einer primitiven Prüfsumme über alle Daten, Subkommando 0x02:

0x53 0xE3 0x27 0xA0 0x01 0x.. 0x.. 0x.. .. .. .. (10208 Bytes) Prüfsumme
...
0x53 0xA3 0x18 0xA0 0x01 0x.. 0x.. 0x.. .. .. .. (6304 Bytes) Prüfsumme
0x53 0x04 0x00 0xA0 0x02 Datenprüfsumme (1 Byte) Prüfsumme

Manchmal werden Pakete in zwei Teilen gesendet[5], die Längenangabe am Anfang im Paket wird nicht angepasst, ist also falsch.

Die empfangenen Bilddaten kann man direkt in das Format einer Windows-Bitmap mit 256 Farben übernehmen. Es wird die unterste Zeile zuerst gesendet, das Bild ist vertikal gespiegelt, steht also am Kopf. Die Farbpalette wird nicht übertragen, vielleicht gibt es ein Kommando dafür? Die Farbpalette ist in den Programmen 'dso.exe' am DSO und TTScope am PC einkompiliert und hat eine Länge von 1.024 Bytes.

Start der Daten im RGBA-Format (Hex-Darstellung):

00 00 00 00 33 00 00 00 66 00 00 00 99 00 00 00
CC 00 00 00 FF 00 00 00 00 33 00 00 33 33 00 00
66 33 00 00 99 33 00 00 CC 33 00 00 FF 33 00 00
00 66 00 00 33 66 00 00 66 66 00 00 99 66 00 00
CC 66 00 00 FF 66 00 00 00 99 00 00 33 99 00 00
66 99 00 00 99 99 00 00 .. .. .. ..


Bei dem Hantek Handheld DSO1202B/BV, DSO1102B/BV und DSO1062B/BV hat das verwendete Display eine Auflösung von 640x480pix. Dadurch ergibt sich etwas anderen Datenmenge bei dem Bildschrim-Snapshot. Es werden in mehreren Meldungen insgesamt 307.200 Bytes Bilddaten übertragen, das entspricht 640 x 480 Pixel.

Vom PC sendet man ein Anfrage-Kommando ohne Datenbytes:

0x53 0x02 0x00 0x20 0x75

Das DSO antwortet mit 30 Paketen zu je 10.208 Bytes Bilddaten, Subkommando 0x01. Die 31. Antwort ist etwas kürzer, das DSO antwortet mit einem Paket von 960 Bytes Bilddaten. Den Daten folgt zum Abschluss eine Antwort mit einer primitiven Prüfsumme über alle Daten, Subkommando 0x02:

0x53 0xE3 0x27 0xA0 0x01 0x.. 0x.. 0x.. .. .. .. (10208 Bytes) Prüfsumme
...
0x53 0xA3 0x18 0xA0 0x01 0x.. 0x.. 0x.. .. .. .. (960 Bytes) Prüfsumme
0x53 0x04 0x00 0xA0 0x02 Datenprüfsumme (1 Byte) Prüfsumme


Mittlerweile (Stand Aug. 2013, geprüft mit DSO5072P) hat Hantek sowohl den Samsung SoC (vom S3C2440 auf S3C2416) als auch Linux Kernel Version (vom 2.6.xx auf 3.2.xx) upgedatet. Obowhl das Display selber immer noch die 800x480 Auflösung besitzt, versendet die neueste Hardware doppelt so viel Bildschirm-Snapshot Daten. Es werden in mehreren Meldungen insgesamt 768.000 Bytes Bilddaten übertragen. Die einzelnen Pixel der Bildschirmdaten sind mit 16 Bit als RGB 5:6:5 kodiert, eine Farbpalette wird nicht mehr verwendet.

Vom PC sendet man ein Anfrage-Kommando ohne Datenbytes:

0x53 0x02 0x00 0x20 0x75

Das DSO antwortet mit 75 Paketen zu je 10.208 Bytes Bilddaten, Subkommando 0x01. Die 76. Antwort ist etwas kürzer, das DSO antwortet mit einem Paket von 2400 Bytes Bilddaten. Den Daten folgt zum Abschluss eine Antwort mit einer primitiven Prüfsumme über alle Daten, Subkommando 0x02:

0x53 0xE3 0x27 0xA0 0x01 0x.. 0x.. 0x.. .. .. .. (10208 Bytes) Prüfsumme
...
0x53 0x63 0x09 0xA0 0x01 0x.. 0x.. 0x.. .. .. .. (2400 Bytes) Prüfsumme
0x53 0x04 0x00 0xA0 0x02 Datenprüfsumme (1 Byte) Prüfsumme

0x21 Systemzeit lesen[Bearbeiten]

Erlaubt es die Systemzeit zu lesen.

Vom PC sendet man ein Anfrage-Kommando ohne Datenbytes:

0x53 0x02 0x00 0x21 0x76

Die Antwort enthält sieben Datenbytes,

0x53 0x09 0x00 0xA1 Datenbytes (YYMDHMS) Prüfsumme

Die Datenbytes:

Byte 0: Jahr (LSB)
Byte 1: Jahr (MSB)
Byte 2: Monat (1 ... 12)
Byte 3: Tag (1 ... 31)
Byte 4: Stunde (0 ... 23)
Byte 5: Minute (0 ... 59)
Byte 6: Sekunde (0 ... 59)

.


0x43 Debugging Meldungen[Bearbeiten]

Die 0x43 Meldungen werden nicht von der PC Software benutzt, jedoch bieten die einige interessante Funktionen. Eventuell wird Hantek ein paar Fragen zu den 0x43 Meldungen beantworten.


0x00 FPGA Register lesen[Bearbeiten]

Ermöglicht einzelnes oder mehrere FPGA Register zu lesen

Die Abfrage für einzelnes Register

0x43 0x04 0x00 0x00 0x00 0x00 bis 0xFF (Register Nummer) Prüfsumme

Die Antwort dazu beinhaltet 4 Byte Register Daten

0x43 0x06 0x00 0x80 0x.. 0x.. 0x.. 0x.. (Register Daten) Prüfsumme

Die Abfrage für mehrere Register beinhaltet der Start Register und die Anzahl der zu abfragenden Register. Dabei darf der letzte Register (Start Register + Anzahl der Register) nicht höher sein als 0x4F

0x43 0x05 0x00 0x00 0x01 0x.. (Start Register) 0x.. (Anzahl der Register) Prüfsumme

Die Antwort dazu beinhaltet die Register Daten, jeweils 4 Byte per Register.

0x43 Länge 0x80 X * 0x.. 0x.. 0x.. 0x.. (Register Daten) Prüfsumme
LSB MSB

Intern wird die Firmware Funktion "PcUartReadFpgaReg" aufgerufen. Die mögliche Verwendung muß noch erörtert werden

Bitte beachten - der Syntax ist temporär, evt. auch falsch.


0x01 FPGA FIFO Inhalt auslesen[Bearbeiten]

Erlaubt direktes auslesen des FIFO Speichers. Die Abfrage beinhaltet die Buffergröße in Bytes

0x43 0x08 0x00 0x01 0x.. 0x.. (Buffer größe) Prüfsumme

Die Antwort beinhaltet die FIFO Daten

0x43 Länge 0x81 FIFO Daten Prüfsumme
LSB MSB

Bitte beachten - der Syntax ist temporär, evt. auch falsch.

0x02 DSO Firmware Variablen auslesen[Bearbeiten]

Die Anfrage ist leer. D.h. sie enthält kein Datenbyte.

0x43 0x02 0x00 0x02 0x47

Die Antwort beinhaltet die DSO Firmware Variablen, ausgelesen aus dem DSO Speicher. Die sind auf dem DSO in der Datei /param/sav/run1kb_yymmdd gespeichert (Aktuell run1kb_100302, der Zeitstempel kann sich ändern) und werden beim den Bootvorgang geladen. Sollte die Datei "chk1kb" nicht vorhanden sein wird automatisch den Bootvorgang eine "Default Vorlage" im Speicher erstellt. Dies passiert auch wenn man den "Default" Knopf auf dem DSO drückt. Auch die gespeicherten "Setups" beinhalten alle diese Informationen da es lediglich Kopien von der DSO Firmware Variablen sind.

Die DSO Variablen selber sind noch nicht dokumentiert, bekannt ist lediglich das die z.b. folgende Informationen erhalten:

- aktuelle UI (aktuelle Menu, alle Benutzer-veränderbaren Einstellungen)
- DSO Seriennummer
- Firmware version
- PCB Hardware revision
0x43 Länge 0x82 DSO F.V. Daten Prüfsumme
LSB MSB


0x03 DSO Selbstkalibrierung auslesen[Bearbeiten]

Die Anfrage ist leer. D.h. sie enthält kein Datenbyte.

0x43 0x02 0x00 0x03 0x48

Die Antwort beinhaltet die Selbstkalibrierung Informationen, gelesen aus dem DSO Speicher. Die sind auf dem DSO in der Datei /param/sav/chk1kb_yymmdd gespeichert (Aktuell chk1kb_091023, der Zeitstempel kann sich ändern) und werden beim den Bootvorgang geladen. Sollte die Datei "chk1kb" nicht vorhanden sein wird automatisch den Bootvorgang eine leere "Vorlage" im Speicher erstellt.

0x43 Länge 0x83 chk1kb Daten Prüfsumme
LSB MSB


0x10 Datei lesen[Bearbeiten]

siehe 0x53 Normale Meldungen Datei_lesen


0x11 Virtuelle Remote-Shell[Bearbeiten]

Ermöglicht ausführen von Shell Befehlen. Das gesendete Befehl wird auf dem DSO in eine temporäre Datei umgeleitet, die wird dann aufgeführt und die Ausgabe als Antwort zurückgeschickt.

Anweisungen wie z.B. 'cd /tmp' haben daher keine Auswirkung bzw. ergeben keinen Sinn.

Der USB Empfangsbuffer in der 'dso.exe' ist definiert als

usbd_recv_buf   0x2800. 

Daher bringen Befehle die mehr als 10.239 Bytes ausgeben die 'dso.exe' am DSO zum Absturz. Das DSO muss aus- und eingeschaltet werden, oder kann bei einer gleichzeitigen Verbindung über die UART und einem Terminal-Programm, mit dem Befehl '/dso.exe' wieder gestartet werden.

Die Anfrage enthält nur das Befehl:

0x43 Länge 0x11 Remote Befehl Prüfsumme
LSB MSB

Die Antwort beinhaltet die Shell Ausgabe gefolgt von LF:

0x43 Länge 0x91 Remote Ausgabe+LF Prüfsumme
LSB MSB

0x40 DSO Firmware Variablen schreiben[Bearbeiten]

Die Anfrage beinhaltet die DSO Firmware Variablen, siehe DSO_Firmware_Variablen_auslesen

0x43 Länge 0x40 DSO F.V. Daten Prüfsumme
LSB MSB

Die Antwort ist leer. D.h. sie enthält kein Datenbyte.

0x43 0x02 0x00 0xC0 0x05

Um die Einstellungen zu aktivieren sollte das DSO_Init aufgerufen werden.


0x41 DSO Selbstkalibrierung schreiben[Bearbeiten]

Die Anfrage beinhaltet die Selbstkalibrierung Informationen, siehe DSO_Selbstkalibrierung_auslesen

0x43 Länge 0x41 chk1kb Daten Prüfsumme
LSB MSB

Die Antwort ist leer. D.h. sie enthält kein Datenbyte.

0x43 0x02 0x00 0xC1 0x06

Um die Einstellungen zu aktivieren sollte das DSO_Init aufgerufen werden.


0x42 FPGA Register beschreiben[Bearbeiten]

Die Anfrage beinhaltet Register Nummer und die Register Daten, siehe auch FPGA_Register_lesen

0x43 Länge 0x42 0x00 bis 0xFF (Register Nummer) 0x.. 0x.. 0x.. 0x.. (Register Daten) Prüfsumme
LSB MSB

Die Antwort ist leer. D.h. sie enthält kein Datenbyte.

0x43 0x02 0x00 0xC2 0x07

Intern wird die Firmware Funktion "PcUartWriteFpgaReg" aufgerufen, die mögliche Verwendung muß noch erörtert werden.

Bitte beachten - der Syntax ist temporär, evt. auch falsch.


0x43 Keycode senden[Bearbeiten]

Ermöglicht einen Keycode zu senden. Der Unterschied zum 0x53 Normales Meldung Tastendruck_auslösen ist dabei sehr einfach, es werden auch speziele Keycodes unterstüzt und nicht nur die die Tasten representieren.

Beispiel1 (DST1xxxB/BV) : Die Taste F6 während sie gedrückt wird hat den debug Keycode <66> (Keycode 0x06 aus der 0x53 Normale MeldungTastendruck_auslösen) + 0x3C). Während die losgelassen wird hat die Taste F6 den debug Keycode <194> (Keycode 0x06 aus der 0x53 Normale MeldungenTastendruck_auslösen) + 0xBB). Vereinfacht gesagt - jeweilige Zeilennummer auf keyprotocol.inf + 0x3B beim Taste drücken und jeweilige Zeilennummer + 0xBA beim loslassen.

Beispiel2 (Hantek DSO5xxxB, Voltcraft DSO-3062C, Tekway DST1xxxB) : Die Taste F6 während sie gedrückt wird hat den debug Keycode <7> (Keycode 0x06 aus der 0x53 Normale MeldungTastendruck_auslösen) + 1). Während die losgelassen wird hat die Taste F6 den debug Keycode <135> (Keycode 0x06 aus der 0x53 Normale MeldungenTastendruck_auslösen) + 1 + 0x80). Vereinfacht gesagt - jeweilige Zeilennummer aus der keyprotocol.inf beim Taste drücken und jeweilige Zeilennummer + 0x80 beim loslassen.

Diese beiden Beispiele zeigen wie unübersichtlich Hantek programmiert.

Die "0x43 Keycode senden" Funktion erlaubt beide debug Keycodes zu senden. Es ist sogar möglich mehrere "clicks" zu senden was sehr interessant für Remote Control sein kann (2 x Utility, 2 x Page, 1 x F1 drucken).

0x43 Länge 0x43 0x.. (debug Keycode) 0x.. (Anzahl der clicks) Prüfsumme
LSB MSB

Die Antwort ist leer. D.h. sie enthält kein Datenbyte.

0x43 0x02 0x00 0xC3 Prüfsumme 0x08


0x44 DSO Buzzer[Bearbeiten]

Aktiviert den Buzzer für die Zeit "BT" (1bit=100ms)

0x43 0x03 0x00 0x44 0x01 BT Prüfsumme

Sobald die Zeit abgelaufen ist schaltet sich der Buzzer selbständig aus.

Die Antwort ist leer. D.h. sie enthält kein Datenbyte.

0x43 0x02 0x00 0xC4 0x09


0x45 Interpolation anpassungen[Bearbeiten]

Erlaubt (temporär) änderungen in der Lagrangeschen Interpolation. Soweit ich verstanden habe kann man die Abgrenzungen (0 bis 1000ps) setzen und die Phasen aller ADCs (eigentlich die Daten aus im FIFOs werden phasenverschoben und nicht die ADCs) ändern (0=0° bis FFFF=360°).

0x43 0x14 0x00 0x45 0x.. init LSB 0x.. init MSB 0x.. 0x.., 0x.. 0x.., 0x.. 0x.., 0x.. 0x.., 0x.. 0x.., 0x.. 0x.., 0x.. 0x.., 0x.. 0x.. (Phasen ADC 1 bis 8) Prüfsumme

Die Antwort ist leer. D.h. sie enthält kein Datenbyte.

0x43 0x02 0x00 0xC5 0x0A

Die Lagrangesche Interpolation ist nur in den TBID < 3 (also Horizontal Ablenkung 2ns/DIV, 4ns/DIV und 8ns/DIV) eingeschaltet. Die mögliche Verwendung muß noch erörtert werden.

Bitte beachten - der Syntax ist temporär, evt. auch falsch


0x50 Datei senden[Bearbeiten]

Diese Funktion kann benutzt werden um eine beliebige Datei auf das DSO zu übertragen.

Die Anfrage besteht aus drei Paketen wobei das erste Paket (mit Subkommando 0) den vollständigen Dateipfad (Zielpfad), das zweite Paket (mit Subkommando 1) beinhaltet die Daten selber. Sollte die Datei länger als 10000 Bytes sein, werden ein oder mehrere weitere Pakete (mit Subkommando 1) gesendet, solange bis die gesamte Datei gesendet ist. Zum Abschluß wird noch ein Paket gesendet (mit Subkommando 2). Es markiert das Ende der Übertragung und beinhaltet eine Prüfsumme über alle Bytes der gesendeten Datei.

0x43 Länge 0x50 0x00 Dateipfad Prüfsumme
LSB MSB
...
0x43 Länge 0x50 0x01 Dateiinhalt Prüfsumme
LSB MSB
...
0x43 0x04 0x00 0x50 0x02 Dateiprüfsumme (1 Byte) Prüfsumme

Nach jedem dieser Pakete sollte einmal die Antwort abgefragt werden. Die Antwort ist leer. D.h. sie enthält kein Datenbyte.

0x43 0x02 0x00 0xD0 0x15


0x60 Datei updaten[Bearbeiten]

Diese Funktion kann benutzt werden um eine beliebige Datei auf dem DSO zu ersetzen.

Die Anfrage besteht aus drei Paketen wobei das erste Paket (mit Subkommando 0) den vollständigen Dateipfad (Zielpfad), das zweite Paket (mit Subkommando 1) beinhaltet die Daten selber. Sollte die Datei länger als 10000 Bytes sein, werden ein oder mehrere weitere Pakete (mit Subkommando 1) gesendet, solange bis die gesamte Datei gesendet ist. Zum Abschluß wird noch ein Paket gesendet (mit Subkommando 2). Es markiert das Ende der Übertragung und beinhaltet eine Prüfsumme über alle Bytes der gesendeten Datei.

0x43 Länge 0x60 0x00 Dateipfad Prüfsumme
LSB MSB
...
0x43 Länge 0x60 0x01 Dateiinhalt Prüfsumme
LSB MSB
...
0x43 0x04 0x00 0x60 0x02 Dateiprüfsumme (1 Byte) Prüfsumme

Nach jedem dieser Pakete sollte einmal die Antwort abgefragt werden. Die Antwort ist leer. D.h. sie enthält kein Datenbyte.

0x43 0x02 0x00 0xE0 0x25

Warum auch immer, aber nach dem ersten Paket kommt bei mir eine Antwort mit Fehler = 0x11

0x43 0x03 0x00 0xE0 0x11 (<- Fehler Code) 0x37

was eigentlich für "Datei nicht gefunden" steht. Dennoch wird die angegebene Datei korrekt ersetzt.


0x7F Init DSO[Bearbeiten]

Die Anfrage ist leer. D.h. sie enthält kein Datenbyte.

0x43 0x02 0x00 0x7F 0xC4

Dies ruft folgende DSO Subroutinen in der Firmware:

PauseSysAcq
Acq_InitAcqParam
Acq_SyncEqualAcq
SyncChDispWhenEnterX
SyncBodeAssiant
SyncDsoScanSwitch
InitCalculationManageParam
InitAcqWaveEvent
InitDispWaveEvent
InitWaveSoftEvent
Init_SwapTrig
Tdc_SyncTdcTable
Limites_Init
InitLcdUnwaveareaShow
InitLcdWaveAreaShow
InitDsoOtherStat
UpdateSysRunParam
Fpga_SetTrigHoldTime
Sync_AutoDispInterval
ContinueSysAcq
ForceShowWinBar

Die Auswirkung ist nicht die selbe wie bei einem Neustart da nicht alle Init Subroutinen aufgerufen werden, allerdings ausreichend um z.b. DSO Variablen (siehe DSO_Firmware_Variablen_schreiben) oder DSO Selbstkalibrierung Daten (siehe DSO_Selbstkalibrierung_schreiben) zu aktivieren.

Die Antwort ist leer. D.h. sie enthält kein Datenbyte.

0x43 0x02 0x00 0xFF 0x44

.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Hantek hat lange Zeit, entgegen der GPL, keinen Sourcecode der verwendeten GPL-Programme und des Linux veröffentlicht. Mittlerweile sind ziemlich ungeordnete Fragmente des GPL-Sourcecodes aufgetaucht: Nicht dabei ist der Sourcecode des proprietären DSO-Programms.
  2. Die VID 049f wurde eigentlich Compaq zugeteilt.
  3. Gute USB-Bibliotheken erledigen das von alleine.
  4. | Wie alles began - das erste DSO von Tekway
  5. Eine gute USB-Bibliothek sollte in der Lage sein, solche Pakete wieder zusammenzusetzen.