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Forum: Mikrocontroller und Elektronik richtige Schaltung zum PWM-Dimen von LEDs gesucht

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Autor: Nick Ma. (nickma)
Datum: 15.07.2008 02:44

Hallo, die ewige Leier:

Ich suche die richige Beschaltung für meine LEDs um sie via PWM zu
dimmen.

-) Reicht es, wenn ich die LEDs parallel schalte und sie mit
Vorwiederständen beschalte (so wie das:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Bild:Foxli...)?
Wegen Farbtemperatur Änderungen etc.
ODER
-) Brauche ich Konststromquellen?
--) (Wenn ja, welche Schaltung brauche ich da bei rund 45 Watt? - 15
Weiße LEDs á 3Watt; Je drei in Serie)

Greez, Nick
Autor: tbd (Gast)
Datum: 15.07.2008 07:30

ich würde da eine regelbare konstantstromquellen auf basis von u.a.
national semis simple switchern realisieren... z.b. LM2596. da dann den
feedback teils aus einem shunt und teils aus einem pwm mit
nachgeschaltetem RC glied - ggf noch nen addierverstärker dazuwischen...
fertig

mfg
tbd
Autor: Nick Ma. (nickma)
Datum: 15.07.2008 14:24

Ja und welchen Vorteil hat das dann?
Autor: Εrnst B✶ (ernst)
Datum: 15.07.2008 14:32

Nimm dir mal eine solche LED, und pack sie direkt an ein Labornetzteil.
Dann fahr mit der Strombegrenzung den erlaubten Strombereich ab, und
achte dabei auf die Farbtemperatur...
Der erhöhte Aufwand mit Konstantstromquelle + PWM um diese konstant zu
halten, lohnt m.E. überhaupt nicht, solange das eine Zimmerbeleuchtung
werden soll...
Eine einfache regelbare Konstant-Stromquelle tuts genauso.

Anders siehts vielleicht aus, wenn das eine Foto/Video-Leuchte werden
soll, oder eine Farb-LCD Hintergrundbeleuchtung.
Autor: tbd (Gast)
Datum: 15.07.2008 15:16

- die verluste sind geringer und "verpuffen" nicht am widerstand
- es flackert nich bei kameraaufnahmen ;)
- störausstrahlung ist geringer
- langlebiger
- wirkungsgrad (was bringt mir eine 1W led bei 3W verlust!)
-...
Autor: tom (Gast)
Datum: 15.07.2008 15:47

Also 3Watt Led's würde ich immer mit Konstantstromquelle versorgen, da
ein Verlust/ Beschädigung der Led durch Überstrom/-spannung einfach zu
teuer wird. Das parallel schalten von Led's/ Ledketten sollte auch tabu
sein, führt langfristig nur zu Überstrom/-spannungsschäden.
Ich würde an deiner Stelle möglichst viele Led's in Serie schalten und
jede Serie durch eine eigene Konstantstromquelle regeln. Die
Lichtintensität würde ich über PWM regeln.
Es gibt auch entsprechende IC's die für solche Konstantstromregelungen
ausgelegt sind. Erst kürzlich hat die deutsche Firma Prema
http://www.prema.com einen entsprechenden Baustein herausgebracht
PR4101a http://www.prema.com/Application/pr4101_d.html
Achtung im Datenblatt ist eine Beispielschaltung mit Ledkette und
parallel nochmals eine Ledkette, von dieses Schaltung ist dringend
abzuraten, Grund siehe oben.
Autor: derWarze (Gast)
Datum: 15.07.2008 16:00

Sehr einfach wird die Sache mit fertigen LED-Teiber IC wie zB. ZXLD1350,
HV9910 etc.
Braucht dann nur noch Spule, Diode, Shuntwiderstand und
Abblockkondensator.

Eine billige Lösung wäre mit OPV an einen 100mOhm Shunt den Strom zu
messen und zu verstärken, Kondensator am Ausgang desselben und auf einen
OPV als Komparator, der + Eingang des Komp an ein Poti.  Mit den Ausgang
einen FET steuern (PWM).
Bin gerade dabei diese Variante zu probieren, funktioniert auch schon.
Wenn ich die Dimensionierung fertig hab stelle ich den Plan morgen hier
mal rein.
Autor: Arno H. (arno_h)
Datum: 15.07.2008 21:24

HV9910 bei 230V Netzspannung würde ich nur empfehlen, wenn er mindestens
5 LED in Reihe schalten kann. Auch dann wirds beim Dimmen durch das
kleine Tastverhältnis noch Probleme geben. Mehr Aufwand als bei den
Zetex-IC kommt noch hinzu.
ZXLD1350 geht auch nicht, der kann nur 350mA. Stattdessen ZXLD1360 mit
1A, bei Spannungen über 35/40V den ZXLD1362 der bis 60Volt abkann. Die
Steuerung über den Adj-Pin lässt viele Möglichkeiten zu, von PWM bis
analog über Poti.

Arno
Autor: tbd (Gast)
Datum: 16.07.2008 07:38

darum ja auch den LM2596! der hat massiv reserven - ein 3A switcher...
Autor: Arno H. (arno_h)
Datum: 16.07.2008 11:11

Ist aber leider ein Spannungsregler und keine Konstantstromquelle.
Kleiner Irrtum meinerseits: der ZXLD 1360 kann nur 30V Dauer, 40V sind
kurzfristige Spitze.

http://www.zetex.com/3.0/pdf/zxld1360.pdf

Arno
Autor: tbd (Gast)
Datum: 16.07.2008 11:57

es ist ja wohl nur eine kleine übung, mittels shunt das feedback so
anzupassen, das er konstant auf einen strom regelt! > mach ich auf
verschiedenen schaltungen ja auch so und es geht prima!
Autor: Guido Körber (Gast)
Datum: 16.07.2008 13:54

Ist halt eine Frage wie viel Verlustleistung man verbraten will. Die
meisten Schaltregler erwarten eine Feedbackspannung von etwa 1-2V, das
multipliziert man dann mit dem Strom durch die LED und hat als Ergebnis
wie viel im Shunt abraucht.
Autor: tbd (Gast)
Datum: 16.07.2008 14:14

naja, ich nehme auch gerne mal 3,3V typen. die kann man ganz ordentlich
regeln! 2x 1206 parallel mit je 0,1Ohm reicht meist aus! nach adam riese
P=I²*R (bei angenommenen 1,5A) macht das P = (1,5)²*0,05Ohm = 0,1125W..
die beiden 1206 werden damit kaum warnehmbar war und sind auch nicht
unterdimensioniert!
Autor: Arno H. (arno_h)
Datum: 16.07.2008 14:59

Irgendwie reden wir nicht über den selben Baustein. Die
Fixed-Output-Typen haben einen internen Spannunsteiler und benötigen
volle Ausgangsspannung am FB-Eingang.
Könntest du deine Schaltungsauslegung mal einstellen?
Auch bei variablem Output benötigst du 1,23V Feedbackspannung nominal,
bei 3-Watt LED mit 1A sind wir dann mit ca. Eineinviertel Watt am
Widerstand dabei.

Arno
Autor: tbd (Gast)
Datum: 16.07.2008 16:20

mach ich später!

aber du kannst doch den feedback mittels eines operationsverstärkers
(oder eines Current Monitors) auf die 3,3V hochsetzten... der
"Festspannungstyp" läßt sich so genauso regeln wir die einstellbaren!
sieh dir das datenblatt mal an! bis auf einen internen spannungsteiler
sind die 1:1 aufgebaut.
Autor: derWarze (Gast)
Datum: 16.07.2008 18:20
Angehängte Dateien:

So wie versprochen hier die erprobte Schaltung, nicht das NonPlusUltra
aber dafür brauchts keine Spezialteile.
Durch das einfache Schltungsprinzip bedingt ergibt sich der kleine
Nachteil das der LED-Strom etwas der Speisespannung folgt. Hat man stark
schwankende Spannung stellt man den maximalen Strom besser etwas
niedriger ein.
Die Dimensionierung ist leicht auf die jeweiligen Erfordernisse
anpassbar.
Tipp, zum Messen des Stromes ein analoges Messinstrument benutzen die
viele DVM zeigen bei PWM oft Mist an.
Autor: Arno H. (arno_h)
Datum: 16.07.2008 20:16
Angehängte Dateien:

Ihr habt recht, ist natürlich viel einfacher als sowas hier.

Arno
Autor: Patrick S. (kof)
Datum: 16.07.2008 21:23

Naja "typische Applikation" halt!
Mach das mal EMV fest, verpolungssicher, usw.! Da hast du recht schnell
die 2-3x Anzahl an bauteilen zusammen als "typisch" vorgeschlagen
werden.
Außerdem sind std. Komponenten meist wesentlich länger verfügbar, von
mehreren Herstellern und Distributoren zu bekommen und billiger.
Autor: Nick Ma. (nickma)
Datum: 17.07.2008 01:34

Danke für die vielen Antworten! :)
Ich weiß noch nicht welche der vorgeschlagenen Arten ich nehmen werde.
Muss das Ganze erst genauer überdenken.

-)Habe nämlich 12V und je 3 LEDs in Serie => ich bräuchte 17
Konstantstromquellen, was ein erheblicher Aufwand wäre.

-) Ich könnte mehrer LEDs in Serie schalten, womit aber die Anzahl an
LEDs nicht mehr stimmen würde (habe 15 Weiße und 12 RGB LEDs).

Ich glaube ich nehme die Farbtemperaturänderung in Kauf und pulse via
PWM die  Spannung.

Greez, Nick
Autor: Nick Ma. (nickma)
Datum: 17.07.2008 01:39

tom wrote:
> Also 3Watt Led's würde ich immer mit Konstantstromquelle versorgen, da
> ein Verlust/ Beschädigung der Led durch Überstrom/-spannung einfach zu
> teuer wird. Das parallel schalten von Led's/ Ledketten sollte auch tabu
> sein, führt langfristig nur zu Überstrom/-spannungsschäden.
> Ich würde an deiner Stelle möglichst viele Led's in Serie schalten und
> jede Serie durch eine eigene Konstantstromquelle regeln. Die
> Lichtintensität würde ich über PWM regeln.
> Es gibt auch entsprechende IC's die für solche Konstantstromregelungen
> ausgelegt sind. Erst kürzlich hat die deutsche Firma Prema
> http://www.prema.com einen entsprechenden Baustein herausgebracht
> PR4101a

Danke!

Das erscheint mir als die sauberste Lösung! Weiß aber nicht, wie ich das
jetzt noch hin bekommen sollte. Habe wie gesagt 12 RGB- und 15 weiße
LEDs.
Ich könnte mit 24V fahren und dann
je 6 RGBs und weiße zusammen schalten.

-> Dann bleiben noch 3 weiße übrig
sprich ich bräuchte 9 Konstantstromquellen O_o ??
Autor: Nick Ma. (nickma)
Datum: 17.07.2008 02:29

derWarze wrote:
> Sehr einfach wird die Sache mit fertigen LED-Teiber IC wie zB. ZXLD1350,
> HV9910 etc.
> Braucht dann nur noch Spule, Diode, Shuntwiderstand und
> Abblockkondensator.

Danke für den Schaltplan! :) Werde aber eher bei Fertiglösungen bleiben.
Dabei habe ich weniger implementationsschwierigkeiten.
Bez. Messen, bin ich ohnehin in Besitz eines Oszis.


-) Der ZXLD1360 Schaut sehr viel einfacher aus, als der PR4101A
-) Gibt es (bei dem ZXLD1360) Nachteile dem HV9910 gegenüber?



Arno H. wrote:
> HV9910 bei 230V Netzspannung würde ich nur empfehlen, wenn er mindestens
> 5 LED in Reihe schalten kann. Auch dann wirds beim Dimmen durch das
> kleine Tastverhältnis noch Probleme geben. Mehr Aufwand als bei den
> Zetex-IC kommt noch hinzu.

Danke, hatte aber vor mit 12V rein zu fahren! Passt das, wenn ich z.B.
den ZXLD1360 nehme?


Greez, Nick
Autor: Arno H. (arno_h)
Datum: 17.07.2008 19:42

3 Dioden dieser Leistungsklasse mit exakt 12V Eingangsspannung wird beim
ZXLD1360 knapp, weil der interne FET einen RDSOn von max 1 Ohm hat. Dazu
kommt noch der Spannungsabfall am Sensewiderstand und der
Gleichstromwiderstand der Spule. Die LED z.B. Cree XR-E haben eine
typische VF von 3,7V bei 1 A. Zusammen bist du dann über 12Volt, da du
vermutlich die LED nicht sortiert auswählen kannst. Da sieht der HV9910
durch den externen FET etwas besser aus. Trotzdem sind genau 12 Volt für
3 Hochleistungs-LED in Reihe knapp.
Woher hast du die 12Volt eigentlich?

Arno
Autor: Nick Ma. (nickma)
Datum: 22.07.2008 15:58

Arno H. wrote:
> Da sieht der HV9910
> durch den externen FET etwas besser aus. Trotzdem sind genau 12 Volt für
> 3 Hochleistungs-LED in Reihe knapp.
> Woher hast du die 12Volt eigentlich?
>
> Arno

Hi, danke für die Antwort!

Die FV der weißen beträgt 3.2V mit einem Max von 3.8V
und die 12V habe ich aus einem Computernetzteil.

Soll ich mir ein Netzteil mit 24V suchen und mehrere LEDs in Serie
schalten?

Grüße, Nick
Autor: Arno H. (arno_h)
Datum: 22.07.2008 20:28

Wenn du leicht an ein 24-Volt-Netzteil kommst, wäre mein Vorschlag 3KSQ
a 5 weisse LED in Reihe und bei den RGB könntest du sogar 6 in Reihe
versuchen.
Die Messbedingungen der Vorwärtsspannung sind entscheidend, wenn die
Bezugstemperatur 25°C ist, kannst du pro K und Diode ca. 4mV abziehen.
Welche LED-Typen willst du verbauen?
Ach ja, ich persönlich lasse solche BE nicht unter Vollast laufen. Wenn
Dauerstrom und Maximalstrom im Datenblatt gleich sind, habe ich immer
Bedenken bezüglich der Lebensdauer. Beim Betrieb mit 80% des
Maximalstroms bleibt die LED kühler und durch die höhere Effizienz
bemerkt man (ohne Messungen) den Helligkeitsunterschied imho nicht.
Bei Bedarf kann dann immer noch was nachgelegt werden.

Arno

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