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Forum: Mikrocontroller und Elektronik Spricht was gegen Zilog ZNEO Controller?

Autor: Maria (Gast)
Datum: 19.07.2008 19:29

Bislang habe ich ATmega168 verwendet. Programmiert und entwanzt mit
AVR-Studio, GCC und Dragon Board. Eine perfekte Kombination die mich nur
die 50€ für den Drachen gekostet hat.

Für ein neues Projekt mit viel Gleitkomma brauche ich 64KB Flash und
vielleicht etwas schneller. Frustriert musste ich feststellen, dass die
ATmega644 und ähnliche nur per teueren JTAGICE mkII Gerät debugt werden
können. Die preisgünstigen JTAGICE Programmer/Debugger sind auf wenige
alte AVR beschränkt.

Welchen Controller nun wählen wenn man nicht auf Blinki-LED Debugger
ausweichen will?

Nach langem rumsuchen bin ich auf den exotischen ZNEO gestoßen. Er ist
kräftiger als der ATmega und die Zilog-IDE (C, ASM), zum Programmieren
und Debugging, ist ohne Einschränkung kostenlos. Als Verbindung zum
Controller braucht man nur ein spezielles USB Kabel für 20€.
Programmieren und Debugging geht über habduplex 232.

Hat jemand Erfahrung mit dem ZNEO?
Welchen Controller kann man sonst verwenden wo IDE, CC, Debugger und
Programmiergerät nahezu kostenlos sind?

Ein Prototypen Board brauche ich nicht. Ich mache sowieso eine eigene
Platine.
Autor: mr.chip (Gast)
Datum: 19.07.2008 20:03

AVRs gibts halt überall und noch lange, wie das beim ZNEO ist, weiss ich
nicht.

Debuggen per serielle Schnittstelle ist keine Option?
Autor: nummernschalter (Gast)
Datum: 19.07.2008 20:03

Prinzipiell nichts. Ich arbeite z.Zt. auch an einem Projekt mit einem
(zugegeben schon etwas älterem) Z8-Prozessor.

Angesichts dieser Nachricht:

http://www.elektroniknet.de/home/bauelemente/news/...

stellt sich jedoch die Frage, ob der potenzielle neue Eigentümer das
gesamte Sortiment weiterführt oder es im Sinne der Renditeerwartungen
der Anleger "ausdünnt". Welche Produktlinie wird dann erhalten bleiben?

Hat jemand weitergehende Infos zu diesem Thema?
Autor: Arc Net (arc)
Datum: 19.07.2008 20:04

> Welchen Controller kann man sonst verwenden wo IDE, CC, Debugger und
> Programmiergerät nahezu kostenlos sind?

Cyan Technology eCOG1X und die "kleineren" eCOG1XE

http://www.cyantechnology.com/mcu/mcu_eCOG1X.php
http://www.cyantechnology.com/mcu/mcu_eCOG1XE01.php

Das ursprüngliche JTAG/ICE war ein FT2232, das neuere hat einen eigenen
Controller, aber immer noch sehr günstig ist.
http://www.cyantechnology.com/acatalog/eICEUSB1X.html
Compiler, Debugger, IDE gibt's kostenlos dazu.

Vorteil der Controller:
Sehr viel integrierte Peripherie von SPI über 12 Bit-ADCs und DACs,
USARTs, bis hin zu HiSpeed USB und Ethernet, Taktquellen sehr flexibel
(u.a. zwei PLLs die auch hintereinander geschaltet werden können),
geringer Stromverbrauch.

Andere Möglichkeit:
Die div. Cortex-M3 und ARM7 von Atmel, NXP, Luminary oder ST.
Autor: Maria (Gast)
Datum: 19.07.2008 22:00

Der Cyan Technology eCOG1X ist ein wirklich gutes Angebot. Da hat man
für ganz wenig Geld alles zusammen. Und es ist ein richtiger Power Chip.

Dann kommt aber der Pferdefuß: QFN Gehäuse. Dabei sind die Pins unter
dem Chip und man kommt nicht mit dem Lötkolben ran.
Ein QFP mit abstehenden Beinchen im 0.5mm Raster kann ich mit Hohlkehlen
Spitze gut löten. An das QFN traue ich mich aber nicht ran.

Da komme ich zurück zum 16-Bit Zilog ZNEO. Der hat sogar eine Ausführung
im PLCC 68 Gehäuse. Also für ganz normale 2,54mm Fassung.
Da ich nur ein Gerät privat baue ist die spätere Lieferbarkeit des ZNEO
für mich nicht wichtig.

Mit dem Einwurf von mr.chip

   "Debuggen per serielle Schnittstelle ist keine Option?“

kann ich irgendwie nichts anfangen. Ich will auf Register- und
Hochsprach-Ebene in den Prozessor schauen. Dazu aber keine self-made
Debugging Schnittstelle programmieren.

Hat noch jemand Vorschläge?

Die ARMs könnten mir auch gefallen aber ich habe keine mundgerechte
Entwicklungs- und Debugging Umgebung gefunden. Irgendwas für unter 50€
inklusive Debugging-Adapter ohne Kodegrößen Beschränkung?
Autor: Torsten S. (tse)
Datum: 19.07.2008 22:20

Einen Mega128 programmiere/entwanze ich mit dem Dragon gerade; eine
Datei im AVR-Studio mußte editiert werden. Das habe ich hier im Forum
erfahren und es funktioniert perfekt. Bin allerdings (noch) unter der
32kB Grenze.

An JTAG kann man sich echt gewöhnen. Feine Sache btw.

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